Mental-Load im Büro: Die unsichtbare Arbeit, die deinen Laden am Laufen hält (Brand Fathers)
Shownotes
Irgendjemand kümmert sich immer. Um den Kaffee, die Stimmung, die kleinen Dinge, die den Laden am Laufen halten. Nur sieht es niemand – und genau da fängt das Problem an.
In Folge 098 bringt Paul ein Thema mit, das ihn gerade persönlich beschäftigt: Mental Load und Care-Arbeit. Begriffe, die man aus dem Familienleben kennt – die aber genauso in jedem KMU wirken. Vinz sieht es pragmatischer, reibt sich an den Begriffen, bringt seine Gegenposition. Heraus kommt ein ehrliches Gespräch über Verantwortung, Führung und das, was Unternehmenskultur wirklich trägt.
Du bekommst:
- Eine klare Erklärung, was Mental Load und Care-Arbeit im KMU-Kontext bedeuten
- Warum unsichtbare Aufgaben langfristig zu Frust und Burnout führen
- Was die NASA-Putzmann-Geschichte über gute Unternehmenskultur sagt
- Wie Vorbildfunktion und offene Kommunikation mehr bewirken als Prozesse
- Warum Pausen zur Marke gehören – und wann man sie sich einfach nehmen muss
Takeaway: Unsichtbare Arbeit bleibt nicht folgenlos. Wer sie sichtbar macht, schafft Klarheit – und Klarheit ist die Basis jeder gesunden Kultur. Das gilt zu Hause. Und im Büro genauso.
Frage an dich: Gibt es in eurem Unternehmen Aufgaben, die einfach immer »irgendwie« erledigt werden – ohne dass jemand genau weiss, von wem?
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Transkript anzeigen
Paul: Vince, ich bin müde und ich brauche eine Pause. Ich kann nicht mehr. Und ich glaube, das ist gar nicht so weit weg von dem Gefühl, was viele KMU haben. auch bei denen ist es zum Teil zäh und mühsam und geht nicht voran. Und das haben wir schon als Aufhänger für unterschiedlichste Punkte Aber in dem Fall hat es sehr viel zu tun mit dem Grund, warum ich mich zu Hause müde und antriebslos fühle zum Teil jetzt eine brauche. Jetzt hatten wir gerade diese Pause. Wir nehmen die Folge vor unserer kleinen Osterpause auf. Jetzt sind wir wieder am Start. Und trotzdem, jetzt fühle ich dieses Thema gerade. Deswegen muss ich es mal loswerden. Es geht nämlich ⁓ Mental-Load und Care-Arbeit. das sind eigentlich so vor allem aus dem privaten Umfeld kennt. Vor allem von Leuten vorrangig Müttern, die zu Hause die wuppen meine These für heute ist... dass das keine reinen privaten Themen sind, sondern dass es Mental-Load und Care-Arbeit genauso in Unternehmen in KMU gibt und dass das oft der Grund ist, warum es sich zäh anfühlt, warum man sich überfordert fühlt und warum es nicht so richtig vorangehen meine Frage an was hältst du davon? Siehst du das auch, dass es in KMUs ein Thema sein könnte oder rollst du innen dich schon die Augen und denkst dir, Alter, bleib weg mit dem Ich hoffe, wenigstens die Pause gönnst du mir.
Vinz: Ja, Willkommen zu «Mach mal merken!», dem einzig deutschsprachigen Branding-Podcast ohne Bullshit. Pause ist immer gut. Aber darüber haben wir auch schon mal gesprochen. Nein, generell. Also ganz ehrlich, so... Diese Passwörter... Die gehen mir ehrlich gesagt schon mal bisschen auf den Sack. Auf der einen Seite muss ich schon sagen, ich... Mental load und so weiter und so fort. Man kann es halt auch einfach mal so ein bisschen überarbeitung nehmen. Aber handgerum habe ich dann aber auch vielfach das Gefühl, es gibt dann schon auch... Irgendwas, wodurch eine Jammerkultur. Oder? Heutzutage... Gehörst du Leute, über Mental-Load und das ganze Zeug jammern. Aber ändert tun sie ja nichts daran. Also weisst sie bleiben ja an einem verfickten Strudel. Und das nervt mich dann noch so ein bisschen. Weisst du? Und ich finde halt einfach... Sucht ihr halt einen Ausgleich. Also weisst wenn es schon jammer ist... Dann... Dann... Dann... Dann... Dann... Dann... Dann... Dann... Dann... Dann... Dann... Dann... Dann... Dann... ohne dass etwas ändert, dann bist du irgendwie so durch an selber die Schuld. Und irgendwie so durch entscheidet man sich ja auch für etwas. Und ich will das jetzt auch gar nicht irgendwie so hart herabspielen. Im Gegenteil, ich meine, ich bin auch schon einmal in meinem Leben hart scharf an einem Burnout vorbeigerasselt. Aber wichtig ist halt dort einfach, wenn du es erkennst, dann mach halt auch aktiv etwas dagegen. Weil einfach nur sich auskotzen wegen etwas. Ja, ist dann irgendwann auch nervig für dein Umfeld. Aber ja, ich bin jetzt gespannt, auf was du raus willst. Es sind einfach gewisse Wörter, die gewisse Leute schnell mal als Kampfbegriff nutzen. Und das nervt mich teilweise effektiv. Muss ich ehrlich sagen. Meine Meinung dazu. Aber ja, ich bin gespannt, was du mitgebracht hast.
Paul: Kann ich voll nachvollziehen. Ich habe die aus einem anderen Spektrum oder aus einem anderen Winkel kennengelernt und bin froh, dass es die Begriffe gibt, einfach bestimmte Tätigkeiten, die sonst unsichtbar immer übrig bleiben und vor allem oft von Frauen getragen werden, dass die halt endlich sichtbar werden. Und deswegen nutze ich die Begriffe auch, weil ich ja, weißt du ja, viel für die Kinder da bin und viel zu Hause mache und deswegen
Vinz: Mhm.
Paul: kann ich verstehen, woher die Begriffe kommen und warum die wichtig sind, halt gesellschaftliche Ungleichgewichte, dass halt zum Großteil Mütter für die Kinder da sind und Väter für Arbeit und Geschäft, dass man das auch klar benennen kann, dass es eben nicht dieses ist, ach, das ist ja nicht, dass du zu Hause mit den Kindern spielen kannst, sondern dass, wenn du zu Hause bei den Kindern bist, das dazu führt, dass du dich auch ⁓ Wäsche, Vorkochen, Einkaufen, Stundenplan, Hobbys, ⁓ Abmachen und so kümmern musst. Und dafür gibt es halt die Begriffe genau. Wir müssen überhaupt nicht rein in irgendwelche gesellschaftlichen Diskussionen oder so. Ich will nur einmal kurz klarstellen, was ich darunter verstehe. Care-Arbeit ist halt Fürsorgearbeit, dass du dich ⁓ andere Leute kümmerst, nicht nur dich selbst. Deswegen kannst du nicht, wenn du alleine wohnst, Care-Arbeit machen, weil du musstest mit niemandem abstimmen, nur mit dir selbst und halt auf dich selbst gucken. Aber Care-Arbeit bedeutet halt, dass du
Vinz: Mhm.
Paul: für andere Menschen, seien es alte Leute oder kleine Kinder, für Sorge, Arbeit übernehmen muss, weil die sich nicht mehr sich selber kümmern können. Oder noch nicht sich selber kümmern können. Das ist der eine Punkt. Und Mental Load ist das andere, dass es die ganzen unsichtbaren Aufgaben sind, also jetzt nicht wäsche machen aktiv, sondern halt daran denken, dass man in der Woche wieder saubere Sportkleidung braucht, weil dann der Sportkurs ansteht für die Kinder.
Vinz: Ahem.
Paul: Und dass du noch abmachen musst, wer bringt die Kinder dorthin, wer holt sie wieder ab, dass man ein so dieses unsichtbare Organisieren und Machen auch noch stemmen muss. Und für ganz viele dieser Tätigkeiten gibt es in Unternehmen ja meist irgendeine Assistenz. Also wo man sagt, keine Ahnung, da gibt es einen Sekretär, Sekretärin, wie auch immer. Die kümmern sich darum, dass halt Reisen gebucht werden oder dass es ein Hotel gibt, wenn man auf irgendeiner Messe ist und solche Sachen. Und ich glaube trotzdem, dass je nach KMU Größe bestimmte Aufgaben übrig bleiben. Sei es jetzt so was wie, wer kümmert sich denn immer darum, dass frischer Kaffee da ist. So stellt das irgendjemand, der bei der Kaffeemaschine grad da ist oder wer guckt, dass die Spülmaschine angeht. Solche Sachen. Und das kann halt dazu führen, dass wenn das irgendjemand immer machen muss, weil es das sonst niemand macht, dass es auch alle anderen nicht machen, weil es ja immer gemacht wird. Und das sind dann wiederum Kehrarbeiten, würde ich fast sagen oder Mental load, wenn man dran denkt, jetzt ist hier schon wieder fast Kopierpapier leer, irgendjemand muss es bestellen. Das dann halt die Frage ist, wer kümmert sich denn darum und bei wem liegt das denn auf dem Tisch? Also wer guckt denn? Ich privat gucke halt, dass Windeln da sind. Das ist meine Aufgabe. Ich denke da dran und ich muss das halt bestellen. Im Unternehmen sind es nicht Windeln, sondern halt Kopierpapier, Klopapier oder halt Kaffee. So wer kümmert sich da drum? Wer muss es bestellen? Liegt es bei Chef oder Chefin mit auf dem Tisch? Würde ich nicht empfehlen. Übernimmt das? Irgendeine Assistenz, die aber auch dafür bezahlt wird, sich genau diese Aufgaben zu kümmern. Oder ist das irgendwo unsichtbar? Und wenn das unsichtbar ist, hast du ein Problem. Das ist zwar bequem, weil du es nicht siehst und irgendwie läuft es ja, irgendjemand macht es ja. Aber wenn man das unsichtbar lässt, fühlt das meiner Meinung nach oft zu einer Unstimmigkeit. Weil ich das auch schon mal erlebt habe, dass wenn man selber immer der Büttele ist, der sich die Sachen kümmern muss, dass es halt zu Frust führt. glaube, da kannst du schon... Nachvollziehen oder? Weil diesen Frost haben glaube ich alle irgendwo mal an irgendeiner Stelle erlebt, dass man was macht, nicht gesehen wird dabei und sich denkt, beim nächsten Mal mache ich es nicht mehr. Dann bleibt es halt hier schmutzig, aber dann seht selber zu, dass euer Zeug weggeräumt ist.
Vinz: Ja, ich muss ehrlich sagen, ich finde das Thema halt ... ... einfach so bisschen doof. Muss ich ehrlich sagen. Weil ich finde, einfach mit gesunder Menschenverstand zu Jeder, der mal in einer WG gelebt hat, der kennt, Situation. Entweder man kriegt sich in die Haare, man schluckt halt Sachen runter, macht es einfach im Hintergrund und wenn er rebelt, das, was du jetzt gesagt hast, oder man macht halt einfach verdammten Ämtliplan. Und jeder hat eine Aufgabe, er erfüllt. Und ich finde, ist ja eigentlich ... ja, eine Sache der Kommunikation an sich. Ich meine, egal ob privat oder in einem Unternehmen ... ... es soll einfach klare Aufgabenverteilung geben. Und wenn man nicht im Stand ist, das zu machen ... ... dann muss man sich nicht verwundern, wenn es halt Rebellen in der Kiste. Und wenn es halt einfach jemand macht, aus Gutwill. aber sich innerlich immer aufregt dann muss ich halt sagen, ja, dann bist du selber schuld, wenn du Schnare nicht aufkriegst. Dann schreib halt, wenn du der Typ oder Frau dazu bist, das halt offen ansprechen, dann schreib halt mal ein Mail. Also weisst du, oder von mir aus in den Chat rein oder was auch immer. Aber soll es einfach klar geregelt werden. Das Gleiche halt wie... Ja. dieser Care-Arbeit. Irgendwodurch entscheidet man sich ja auch dazu. Wenn ich einen Haushalt mache, finde ich, ich wohne auch alleine. Ich auch diese halbe Woche meinen Sohn bei mir. Und ich will kochen, muss ich ja, ob ich jetzt alleine bin oder ob er auch da ist. Waschen muss ich auch, ob ich alleine bin oder ob er da ist. Klar hast du dementsprechend mehr. Oder? Und du hast halt auch irgendwelche Termine, die du dran denken musst. Auch in einem Geschäft, oder? Aber, aber ... Ja, ich liegt einfach hauptsächlich an der Kommunikation. Finde ich jetzt.
Paul: würde ich auch immer als Schlüssel empfehlen. Redet drüber und ich finde den wichtigsten Punkt, hast du auch schon gesagt, die Sachen müssen halt sichtbar gemacht werden. glaube trotzdem, dass es drunter immer noch eine Ebene gibt, wo halt noch eine Ecke mehr passiert und von der können dann alle Leute profitieren. Jetzt beispielsweise man macht ein Meeting, irgendjemand bereitet halt diesen Raum vor. Irgendjemand ist dafür zuständig, dass da gekochter Kaffee steht oder dass sich alle noch eine Tasse holen können oder was auch immer. gibt ja Leute, die kümmern sich dann einfach drum, auch weil sie damit groß geworden sind und weil sie das vielleicht auch nicht anders kennen und sie denken, wenn es sonst niemand macht, dann mache ich es halt. Ich finde aber, wie du meintest, ganz wichtig, dass das klar geregelt ist und angesprochen eigentlich. Weil es wird immer zu einem Problem, wenn irgendwas unsichtbar vorausgesetzt oder erwartet wird. Und ganz oft hilft es auch, darüber zu reden, ⁓ herauszufinden, wird es wirklich erwartet oder macht man es vielleicht auch, weil man es nicht anders kennt? Aber die Leute würden es jetzt auch nicht vermissen, wenn es nicht gemacht wird. Aber ist dann immer die Frage, wie geht es am Ende aus? Also wenn sich niemand mehr die Küche kümmert im Büro beispielsweise, sieht dann die Küche irgendwann so aus, dass du sie nicht mehr benutzen kannst? Oder opfert sich dann doch irgendjemand auf? Oder hat man halt einen klaren Plan, wer wann dafür zuständig ist? Ist es dann auch okay, dass es alle gleichgut machen oder macht es jemand schlecht und eine andere Person extrem gründlich und räumt eigentlich doch noch den ganzen anderen Kram hinterher und so? Ich finde, das sind schon
Vinz: Mhm.
Paul: viele unsichtbare Aufgaben. Und es ist auch zum Teil natürlich, hat es immer auch eine Führungsaufgabe. Also gerade so den Aspekt Care Arbeit würde ich jetzt im Büro dahingehend sehen, sich darum zu kümmern, dass es anderen Leuten gut geht. Also dass sie gerne ihre Arbeit machen, dass sie gut ihre Arbeit machen können, dass sie auch das Gefühl haben, sie können sich hier äußern. Also wie meine Kinder, die sollen mir auch sagen können, wenn sie sich nicht wohlfühlen und nicht... dass ich der Diktator bin und sie Angst vor mir haben und eingeschüchtert sind und deswegen lieber zu Mama rennen, ⁓ irgendwas zu sagen, von wegen sie fühlen sich nicht wohl, als zu mir kommen. So und ich finde, das hat alles was mit einem gesunden Miteinander und eben auch mit einer Führungsqualität zu tun, dass man sich ⁓ die Leute, die mit einem im Büro sind, kümmert. Und wenn man das proaktiv vorlebt, dann wird das auch innerhalb des Teams aktiv gelebt. Bin ich fest von überzeugt. Das sehe ich bei meinen Kindern auch. Du setzt Maßstäbe, an denen kann man sich orientieren. Und wir hatten schon mal einige Grandfathers folgen. Denke ich auch gerade dran zurück. Das ist auch dieses Miteinander und Begleiten bei den bestimmten Prozessen. Also Kinder erzieht man nicht in eine bestimmte Richtung, sondern im Idealfall begleitet man sie beim Wachsen an den Aufgaben, die sie selber erfüllen und selber machen. Und man hilft ihnen dabei und man schafft irgendwie den Raum dafür.
Vinz: Ja, das ist so.
Paul: Und genauso sehe ich das als gute Kultur in einem Unternehmen. Und die muss man aber aktiv steuern und halt all diese Aufgaben, also wer kümmert sich da drum und wenn das eine Aufgabe ist, die sich jemand kümmern muss, dann muss es dafür auch Zeit geben, weil dann ist sie erst bewusst und ansonsten bleibt es halt wieder, bleibt hinten auf der Strecke liegen, würde ich meinen.
Vinz: Ich finde, das hat im Privaten wie auch im Geschäftlichen viel mit einer Vorbildfunktion zu tun. Also, lebe doch vor, so wie du es selber gerne hättest. Dann merkst du auch recht schnell, wenn etwas nicht funktioniert. Darum finde ich das auch ... Wie soll ich sagen? Immer so schwierig. Wenn man mit solchen Begriffen sich wirft, wenn man immer nur auf der jummeren Ebene bleibt, muss ich sagen, was hat dann egal ob deine Mitarbeiter oder dein Kind davon, wenn du dich ständig beschwerst über die Dinge, die dazu gehören mit deiner Rolle. Wenn du nicht machen willst, dann regeln sie, teilen sie auf. Weisst du? Aber das finde ich auch teilweise ein bisschen schwierig. Das Vorleben oder die Verantwortung auch aktiv übernehmen, halt gewisse Aufgaben zu Ich kenne es jetzt auch aus dem Militär. Du hast dort auch entweder diese Führungsleute, die einfach nur delegieren und immer gut Deutsch gesagt, dumme Schnarre haben zu allen. Oder du hast die, die halt selber Dernmal hinterherkrempelnd. Und die ersten sind, anpacken. Und so zeugst du aber ganze Truppe mit, weil die sehen, ⁓ der Herr Lütnant ist es nicht schade, zum Tent Dreckung zu Also mache ich es doch auch. Und so hast du dann auch bisschen Team Spirit. Und das finde ich, das hast du dann immer Geschäft, wie auch privat, zum Beispiel zu Hause im Haushalt. Entweder kannst du halt immer ...
Paul: Ja, aber ich würde, also ich verstehe dich voll. Ich würde einfach sagen, dass es zum Teil ja der Fall ist, dass diese Sachen eben unsichtbar sind. Deswegen bin ich nach wie vor der Meinung, es braucht diese Begriffe, die sichtbar zu machen.
Vinz: Aber unsichtbar finde ich teilweise auch ... Du machst es ja auch für dich. Ich sehe jetzt zum Beispiel
Paul: Ich meine innerhalb von der Beziehung. Weißt du, wenn das Standard ist, dass wenn der Mann nach Hause kommt, dass das Essen auf dem Tisch steht, dass die gebügelten Kleider im Schrank hängen, dass die Wäsche gemacht werden, dass der Urlaub geplant wird, das wird alles gemacht. Es fällt erst auf, wenn es eines Tages dann nicht mehr gemacht wird von deiner Partnerin, von deiner Frau, von wem auch immer. Und das meine ich mit unsichtbar. meine, viele werden auch groß und dann übernehmen das halt die Eltern, so dass die Kleider im Schrank liegen, dass man sich eben nicht selber darum kümmern muss. Und das ist ja dann auch so ein Loslösungsprozess zu sagen, guck mal hier, das passiert alles. Wir machen es auch gerne für dich, aber du musst halt auch verstehen, dass es irgendjemand macht. Also dir räumt irgendjemand im Hintergrund die Sachen hinterher. Und das aufzuzeigen, wer das übernimmt, muss darüber gesprochen werden, sonst bleibt es halt unsichtbar. Und mir fällt da gerade, mal zurück zum Thema Marke zu kommen, das schöne Beispiel ein. Weiß nicht, wer es genau war, aber ein amerikanischer Präsident, der bei der NASA zu Besuch war und hat dann einfach einen Putzmann dort gefragt, was er dort macht. Und der hat zwar den Boden gewischt, aber hat geantwortet, er arbeitet daran, dass der erste Mensch auf dem Mond kann. Und daran merkst du, das ist in der Hinsicht keine unsichtbare Aufgabe. Also das ist nicht unsichtbar, macht da irgendjemand immer sauber, sondern da ist jemand, der bildet eigentlich die Basis dafür, dass alle anderen in der Räumlichkeit arbeiten kann. Also arbeitet er auch mit an dem Ziel, dass irgendjemand zum Mond fliegt. Oder halt die schönen Bilder von Barack Obama, der da ebenfalls mit irgendeinem, weiß ich nicht, Mitarbeiter, der da irgendwie auch sauber gemacht hat oder was auch immer, dann erst mal zur Begrüßung Handshake gibt und abklatscht. Einfach weil er weiß, der gehört genauso hier zu dem Betrieb, der ist genauso wichtig, genau wie alle anderen, egal was er verdient. Aber er hat hier einen Platz in unserem Unternehmen und er arbeitet da alles am Laufen Und wir haben das ja auch mal in einer anderen Folge Sowas wie im Hotel der Portier, der ist genauso wichtig dafür, dass es ein gutes
Vinz: Hm. Mhm.
Paul: Markenbild nach außen gibt und ein gutes Gesamterlebnis und entscheidet auch darüber, ob Leute halt gerne zum Empfangen gehen und direkt einen guten ersten Eindruck haben oder eben nicht. Und genauso sehe ich es an diesen, in Anführungszeichen jetzt, unsichtbaren Aufgaben. Also wenn du gut arbeiten willst, dann willst du ja auch, dass es gutes Material gibt, dass es halt einen Computer gibt, einen ordentlichen Bildschirm, dass die IT-Infrastruktur strömt, dass das halt im Kopierer Kopierpapier ist. Und all das muss irgendjemand organisieren und machen. Und dann musst du dafür entweder eine Person einstellen oder du teilst es im Team fair auf oder du redest darüber, wer übernimmt was. Und du nimmst dir halt Zeit raus, ⁓ über diese Sachen zu reden. So von wegen fühlen sich alle mit ihrer Aufgabe noch wohl. Können wir irgendwas daran ändern, dass man besser miteinander klarkommt. Und da jetzt noch den Sack zuzuschnüren, das letzte Beispiel, was ich mitgebracht habe ich jetzt aus einem privaten Umfeld gehört. großer Automobilhersteller in Deutschland, wo eine Bekannte arbeitet, die haben halt eher die Kultur zu sagen, wir wollen hier, dass alle Leute top Leistung machen und wenn du das nicht ablieferst, bist du morgen raus, weil da stehen 100 andere Leute vor der Tür, die wollen genau den Job haben. Und das ist ja eigentlich das Gegenteil von dem, was ich hier versuche, die ganze Zeit zu erzählen. Da wird einfach nur sinnlos Druck aufgebaut. Und das führt ja dazu, dass du Sachen machst, weil du das Gefühl hast, ich muss einfach und Wenn ich einmal nicht performen, dann bin ich raus morgen und dann ist jemand anderes da. Und das ist unnötiger Druck. Der bringt eigentlich niemanden weiter und führt einfach dazu, dass Leute, wie du am Anfang meintest, kurz vor dem Burnout stehen.
Vinz: Ja, ich glaube, die ganze Thematik hat mit Verantwortung, mit Kommunikation und Wertschätzung zu tun. So diese drei Punkte. Und wie du gesagt hast, das letzte Beispiel mit dem Autohersteller. Ja, es ist jetzt auch so Beispiel. finde zum Beispiel auch, Druck ist nicht immer per se schlecht, aber natürlich zu viel und auf Dauer schon. Das zermürbt dich irgendetwas. Aber letztendlich ist es trotzdem deine freie Entscheidung. Bleibst du dann in einem, in Drecksbetrieb, der dich quasi einfach ausbeutet oder suchst du halt einfach etwas anderes? Und das ist halt schon... Also ich sehe deinen Punkt. Ich will hier auch nicht irgendwie das alles schlechtreden oder belächeln. Im Gegenteil, ich finde das sind wichtige Themen. Aber finde, jeder hat die freie Wahl. Wenn du als Geschäftsführer, als Inhaber merkst, dass du innerhalb eines Jahres einen dreifachen Belegschaftswächsel hast, dann solltest mal an dir arbeiten und deinen Wert und deine Kommunikation, die unter anderem auch solche Sachen mit reinfallen. Quasi die Care-Arbeit, im Geschäft ist. entsteht ja Unzufriedenheit aus wie einem rechten Mankus. Wenn du kein gutes Material hast oder die Aufgabenteilung nicht klar ist, die Rollenverteilung oder einfach generell ein scheisses Klima herrschst. Genauso wie im Privaten. Aber das, finde ich, liegt an jedem Einzelnen. Ob es jetzt Chef ist oder Angestellte oder wenn es da zu viel ist. Mach ich noch irgendwo mit dem Leave it, love it or change it?
Paul: Das ist, das passt, ja.
Vinz: Sorry, bin etwas abgerührt und pragmatisch. Aber ich verstehe natürlich deine Punkte.
Paul: Ja, ich wollte nur sagen, ich glaube trotzdem, also ich verstehe auch den Punkt voll, ich glaube trotzdem, manchmal bist du in Abhängigkeiten drin, wo du das einfach nicht so schnell machen kannst. Also wenn du zu Hause deine Familie ernähren musst, kannst du nicht immer sagen von heute auf morgen, ich bin weg. So, lieber Chef, leck mich am Arsch, so mit deiner Art komm ich nicht klar. Und genau da entstehen halt dann Machtverhältnisse. Und diese Machtverhältnisse sind ja immer, führen ja immer dazu, dass man dann Aufgaben trotzdem macht.
Vinz: Logisch ja.
Paul: weil man aus bestimmten Situationen nicht rauskommt. Und für Frauen ist es mitunter so, dann bringt halt der Mann das Geld zu Hause, muss die Frau zu Hause einfach ihr Zeug erledigen, ob sie will oder nicht, weil sie halt dann in Gefilde erst mal gefangen ist, in der Hinsicht, du hast ja auch die Kinder, gute Mine zum bösen Spiel und kommst da nicht ganz raus. Oder halt im Team genauso. Ich mein, ich war auch mal in der Agentur, wir haben auch hinter verschlossener Tür gelästert, ähm, über die ... anderen Leute zum Teil und trotzdem hat man dann weiter gemacht. Zum Teil gehört sowas auch wahrscheinlich mit dazu und auf der anderen Seite finde ich es schön, dass wir eigentlich immer zu dem Punkt kommen, na dann ende halt was und die Mitarbeitenden oder die Leute in einem Team, haben extreme Macht eigentlich, also an denen liegt es auch, ob der Laden läuft oder nicht und ich finde es auch schön, dass wir eigentlich was so Führungssachen betrifft immer einer Meinung sind. Also eher weniger dieses Druck aufbauen und Leute aus dieser Machtposition heraus erpressen, sondern eher zu gucken, wenn sich alle wohlfühlen, werden auch alle Leute alles geben und dann geht es vorwärts und dann kann man was richtig Tolles auf die Beine stellen. Dann sagt er eben auch die Reinigungskraft, ich arbeite hier daran, dass wir diese Vision als Unternehmen erreichen und das ist eigentlich das positive Ziel und auch die Magie hinter Marke, weil Marke führt halt dazu. dass man gemeinsam ein Ziel erreicht und dass man daran weiter arbeiten kann. Und da hatte ich mir noch als Punkt aufgeschrieben, sind so bisschen durch ganz unterschiedliche Gefilde gerade durch, dass Rituale ein großer Punkt sind. haben wir auch schon mal in der Brandfathers Folge drüber gesprochen, einem Ritual, wo man weiß, daran kann man sich orientieren, da sind Abläufe immer gleich, da wird sich um jemand gekümmert oder was auch immer, dass die extrem wichtig sind und gleichzeitig diese Flexibilität zu waren, zu sagen, das sind nicht alles immer statische Prozesse, ablaufen, sondern das kann auch flexibel geregelt werden. Also wir können Dinge verändern, wir können Dinge anpassen. Wir bleiben miteinander im Gespräch. Also auch da würde ich dir voll zustimmen. Es liegt fast immer an Kommunikation, dass es, wenn es Missverständnisse gibt oder sich irgendjemand nicht wohlfühlt, dann redet halt drüber, aber dann hört auch zu und akzeptiert, dass sich eine Person unwohl fühlt, aber dann guckt am Ende dazu. dass es eine Lösung gibt, dann kommt man nämlich weiter langfristig gesehen. Ja, das sind alles so die Punkte, die mir noch im Kopf herumschwören. Aber in Summe überlege ich gerade, ob wir da draußen eine Brand-B-Folge machen sollten oder eine Brand-The-Fathers-Folge. Was denkst du denn?
Vinz: Wow, das überlaue ich dir. Ich gespannt. Ja, weiss nicht, man. Es ist ja... Wie soll ich sagen?
Paul: Ja. Ich weiß, dass du dich mit den Begriffen stößt. Ich finde sie wichtig. glaube, wir ...
Vinz: Nein, nicht einmal begreif. Es gibt auch ernsthafte, wie soll ich sagen, schlimme Beispiele mit diesen ganzen Sachen. Wo du wirklich in einer ungesunden Unabhängigkeit bist, egal ob privat oder geschäftlich oder wie auch immer. Aber ich finde halt, es wird teilweise extrem aufblasen und es wird dann schnell auch recht einseitig. Also weisst du... Und darum geht es mir halt einfach bisschen auf die Nerven. Ich muss auch sagen, habe privat wie auch als Angestellter sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Egal ob es ist, keine Ahnung, in einer WG, ⁓ in welche Care-Arbeit zu damit man selber nicht irgendwo im Dreck untergeht. Oder halt auch als Angestellter, der halt wirklich einen Chef, den du wirklich gedacht hast, was das für Leute Auf Deutsch gesagt richtige Anlöcher. Logisch war es vorhin einfach gesagt, dann gehe ich halt. Nein, ist ein Prozess. Und es geht auch immer eine Weile, bis man dann auch nur schon den Mut hat, das mal den zu oder etwas zu verändern oder einfach zu ich gehe jetzt, das ist mir zu viel. Das schon, oder? Aber ich finde halt... Du hast die Wahl. Also weisst wenn es wirklich so krass ist und dich zermürbt, dass du halt wirklich leidisch auch gesundheitlich oder was auch nicht weiss, wenn es dir wirklich schlimm ist, es liegt an dir. Und wenn du es nicht machst, wer denn? Oder? Das finde ich halt immer so bisschen...
Paul: Aber da würde ich weniger sagen, du hast die Wahl, eher, du hast die Möglichkeit, was zu verändern. Da bin ich voll bei dir, weil es ja selten entweder oder ist oder so dieses Gehst oder bleibst. Wie gesagt, da hängen immer viele Abhängigkeiten mit dran. Aber Dinge anzusprechen, finde ich extrem wichtig und ich glaube nach wie vor es braucht diese Begriffe, auch wenn sie zum Teil nerven und unbequem sind, einfach zu sagen, komm mal hier.
Vinz: Ja. Mhm.
Paul: bei dir zu Hause als auch im Büro. Es gibt Dinge, die sind gerade noch nicht sichtbar. Die müssen sichtbar gemacht werden, damit sich alle wohlfühlen, weil sich irgendjemand da gerade drum kümmert. Und die sind genauso Teil von unserer Kultur, von unserer Marke und führen halt dazu, ob der Laden hier läuft oder nicht läuft. Und ob wir das Gefühl haben, irgendjemand badet hier gerade komplett im Stress. Und es ist egal, ob du das gerade, also ob du der Meinung bist, dass es angebracht oder nicht
Vinz: Mh.
Paul: wenn sich die Person so fühlt, dann wird das irgendeinen Grund haben. Und dann ist, finde ich, immer der erste wichtige Schritt, halt zuzuhören, nachzufragen, damit man es versteht, und so eine Lebensrealität auch anzuerkennen. Weil wir auch, und das ist auch ein Fakt, alle unterschiedlich belastbar sind. Also die einen halten mehr aus, die anderen weniger. Für mich ist es weniger ein Problem, zur Stoßzeit im Migro einkaufen zu gehen. Und für meine Frau ist es viel mehr ein Problem. Und dann, seitdem wir das wissen, können wir anders damit umgehen. Und anders ... Dinge planen und aufeinander abstimmen. Und das ist ein riesengroßer Unterschied, als immer zu erwarten, guck mal, jetzt war ich fünfmal einkaufen, jetzt gehst du fünfmal einkaufen, ⁓ nicht in diese Hauptsache, ist Fairfalle reinzurutschen, weil dies auch nicht die Lösung schlechthin ist. Es muss nicht immer alles 50-50 sein oder genau aufgeteilt. Aber es muss halt der Fall sein, dass meiner Meinung nach zumindest das drüber gesprochen wird und das klar ist, guck mal hier, ich, ich mache gerne mehr. Ich knie mich rein, ich bügel mich rein und alles Mögliche.
Vinz: Ja, weh.
Paul: Und ich übernehme, bin belastbar beispielsweise. Aber ich möchte, dass das Ganze gesehen wird, dass es anerkannt wird, dass ich dadurch auf der anderen Seite weniger machen muss, dass sich das wieder nach einer gerechten anfühlt. Nicht nach einer gleichwertigen, genau.
Vinz: Ja, das verstehe ich. Das verstehe ich, aber es soll halt auf alle Seiten gerecht und fair sein. Und für mich wird halt der Begriff recht schnell auch vielfach einseitig gebraucht. Und das geht mir hart auf die Eier. Wenn ich zum Beispiel Klartext sprechen darf. Oder? Aber eben, finde das Thema trotzdem wichtig. Wir reden ja auch privat abseits von unserem Podcast oder geschäftlich viel über solche Sachen, weil wir halt auch sonst gute Freunde sind. Und sind halt solche Themen, die, wie ich jetzt mal, jeden ich bin halt dort eher der, der sagt, Jammeren ist okay, aber wenn es dann immer nur ein Jammeren ist, dann mache ich halt etwas dagegen.
Paul: Ja, aber dafür, und das ist vielleicht noch der letzte Mini-Hinweis für Marken, brauchst auch das richtige Umfeld. Und nichts ist eigentlich schöner als eine Marke, wo du auch mal jammern darfst, weil du genau weißt, das Umfeld oder das Team oder Chef oder Führungsperson oder wer auch immer, die fangen mich auf. Ich darf da jammern, weil man danach gemeinsam Motivation findet, weiter nach vorne guckt und versucht, Probleme zu lösen oder so umzubiegen, es kein Problem ist, dass man vielleicht mal aufeinander wartet oder...
Vinz: Mh. Mhm.
Paul: Rücksicht nimmt oder dann sagt, mal, die Woche schlecht, mach halt mehr Pausen, geh halt eher nach Hause, dafür nächste Woche umso mehr, da wird's wichtig, da brauchen wir dich fit, da eben eigentlich wie im Leistungssport auch genauer zu wissen, man kann nicht immer nur fordern, es braucht genauso Zeit zur Regeneration, wieder klarzukommen, ⁓ Kraft aufzutanken, einfach langfristig aktiv zu bleiben. Darüber könnten wir jetzt fast schon wieder eine eigene Folge machen, aber ich finde, all die Sachen gehören zusammen und Das Fazit würde ich spontan privat machen, so aus meiner aktuellen Situation heraus, weil das, glaub ich, auch Platz haben darf. Ich bin aktuell extrem müde und geschafft. ich mach grad extrem viel Raubbau an mir selbst. Ich bin viel zu lang wach, versuch immer noch, Dinge zu schaffen, komm da nicht richtig voran, häng hinterher. Interviews kommen bei uns mit einem Tag Verzögerung raus. Was auf den ersten Blick überhaupt kein Thema ist und auch nicht schlimm. Wo ich auch weiß, bei dir hab ich vollstes Verständnis für jede Situation. Du weißt ja auch, ich versuche Dinge zu ändern, ich jammer nicht nur. Aber Jammern gehört manchmal auch mit dazu. Endlich diese verdammte Ehrlichkeit hier. Aber auf der anderen Seite ist es, ich finde es wichtig, solche Dinge anzusprechen und sich das aber auch selber bewusst zu machen. Wo liegen denn die eigenen Grenzen? Wo geht man drüber? Wo hat man sich vielleicht auch zu viel aufgenommen und wo
Vinz: Das hat nichts zu hören, Paula.
Paul: wird man dadurch einfach müde und alles fühlt sich zäh an und wo braucht es dann einfach ab einem gewissen Punkt eine Pause. Und jetzt wo wir aufnehmen, machen wir diese Pause gerade, eine Woche Osterpause. Und jetzt wo ihr das hört, ist diese Pause schon wieder vorbei und wir machen schon wieder schnurstracksweit in Richtung Folge 100 und das wird schön und ich freue mich da voll drauf. Aber ich finde diese Phasen gehören dazu und man darf da ehrlich drüber reden, ⁓ wie du ganz richtig gesagt hast, Dinge zu ändern und zu sagen, guck mal hier, wenn es gerade nicht läuft, was können wir dagegen tun? damit es besser wird, egal wie man das Ganze nennt. Manchmal sind Sachen einfach zu viel. Und dieses Bewusstsein zu schaffen, das wünsche ich mir genauso als Basis für Marke, denn es gehört mit dazu. Und alleine wir kennen das Markenstrategie und aus Prozessen, wo man eine Marke bildet, wenn die Leute nicht bei der Sache sind. Und wenn man schon das Gefühl hat, so im ersten Workshop, die sind irgendwie nicht ganz hier beim Thema, die belasten noch ganz andere Sachen.
Vinz: Mhm.
Paul: machen wir ja genau das gleiche. Wir reden erst über diese anderen Sachen, die einen aufhalten und blockieren, dann zu sagen, ist jetzt überhaupt gerade die Zeit, an der Marke zu arbeiten. Die Marke würde bestimmte Sachen lösen. Aber wenn ihr euch nicht dazu fühlt, dann müssen wir das Thema jetzt nicht auch noch aufmachen. Und genau deswegen, ja, mündet wahrscheinlich Care, Arbeit und Mental Load dann immer in einer gesunden Pause. Gönnt die euch, macht die, macht die auch als Marke. Und danach geht es dann...
Vinz: Mhm.
Paul: gut weiter und all das führt zu einer gesunden Kultur, zu einem gesunden Miteinander. Und als letztes noch, diese Folge war ein bisschen wild, da waren jetzt echt viele unterschiedliche Faktoren mit drin. Aber vielleicht könnt ihr trotzdem was mitmachen und eure Gedanken könnt ihr uns schreiben, kommentieren, Abos liken oder auch Kritik äußern, wir sind da vor alles zu haben. Aber das war mal meine persönliche Status Folge hier. Danke fürs Durchhalten auf jeden Fall, Vince. Hast du noch Letzte Gedanken dazu.
Vinz: Kein Problem. Nein, also ich will einfach noch Meine persönliche Zauberformel für den ganzen... Ja... Rucksack, den halt jeder nahe Balance, Ausgleich. Oder? Jeder hat irgendetwas im Leben, das abfuckt oder irgendwelche Sachen, die man halt... Ja, dahinter sein muss, die einen... die Kräfte erhoben sind. Aber darum ist einfach Ausgleich gut. Wie wir jetzt unsere Pause machen... Ja... Danke. Danke. Auf jeden Fall.
Paul: dir auf den nächsten folgen auf den frischen wind denn auch wieder kommt
Vinz: Hau rein, bis zum nächsten Mal.
Paul: Ciao.
Vinz: Wir hoffen, euch hat die Folge gefallen. Lasst gerne einen Kommentar und eure Meinung zu diesem ganzen Thema. Liken oder teilen es mit Leuten, die es helfen könnte. Viel Spass und bis zum nächsten Mal.
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