Warum KMUs und Creator aneinander vorbeireden — und was hilft (mit Pauline Sophia Machtolf)
Shownotes
KMUs investieren in Reichweite. Creator bauen Vertrauen auf. Beides braucht man — aber die meisten KMUs wissen noch nicht mal, dass sie Zugang zu beidem hätten. Das Missverständnis sitzt tief, auf beiden Seiten.
In Folge 093 sprechen Paul und Vinz mit Creator-Managerin Pauline Sophia Machtolf darüber, wo das Missverständnis zwischen KMUs und Creator Economy entsteht, wie Zusammenarbeit auf Augenhöhe aussieht — und warum gerade Nischen-Creator für den Mittelstand die größte ungenutzte Chance sind.
Du bekommst:
- Warum das klassische Influencer-Bild KMUs davon abhält, Creator-Marketing überhaupt zu denken
- Wer im Unternehmen die bessere Personal Brand wäre — und warum es nicht immer der CEO sein muss
- Was eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe konkret bedeutet — und warum ein Briefing-Sheet oft mehr schadet als hilft
- Wie man realistische Erwartungen setzt: Was Creator-Marketing leisten kann — und was nicht
- Warum langfristige Partnerschaften wirken — und wie man dahin kommt, ohne zu überstürzen
- Wo die Creator Economy hingeht: Nischen, Community, Co-Creation
Takeaways:
- Creator-Marketing ist kein Fancy-Thema. Es ist ein Vertrauensthema.
- Je klarer ein KMU weiß, was es ist, desto einfacher kann ein Creator das nach außen tragen.
- Wer einem Creator ein sechsseitiges Briefing schickt, hat das eigene Produkt noch nicht verstanden.
- Der erste Schritt muss nicht groß sein — aber er muss gemacht werden.
Welche Creator konsumierst du selbst — und hast du schon mal überlegt, mit denen zusammenzuarbeiten?
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Wir sind dankbar für diese tolle Masterclass mit Pauli.
Wollt ihr mehr davon? Dann hinterlasst ein bisschen Liebe! 🫶 Gib uns doch einfach mal eine Handvoll Sterne auf Spotify](https://open.spotify.com/show/08gSzfZU94as3eugh1Bej0?si=4697f40a919a49a4&nd=1&dlsi=f040e0ef9aaa4b84)) oder Apple Podcast, wenn du eh dort hörst!
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Pauline Sophia Machtolf ist Founderin von »probably some management«, macht Management & Brand Strategy für Creators mit Haltung, ist Speakerin, setzt sich auf LinkedIn für Gender Equity ein und macht nebenbei Formel 1 Content auf TikTok, Instagram und YouTube. Kurzum: Sie hat die Creator Economy durchgespielt.
PSM auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/paulinemacht/
Paulis Paddock auf Instagram: https://www.instagram.com/paulispaddock/
Paulis Paddock auf TikTok: https://www.tiktok.com/@paulispaddock
Mehr zur Probably Some Management: https://www.linkedin.com/company/probably-some-management/about/
Danke, Pauli, für deine Einblicke und alles Gute dir! ✌️
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🎙 MACH MAL MARKE — Branding ohne Bullshit mit Vinz & Paul
Unser neuer Blog: 👉 https://www.machmalmarke.ch/blog
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🌱 PAUL STOLLE – Nachhaltiges Branding 👉 https://www.paulstolle.ch
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Schreib uns gerne. Wir freuen uns auf den Austausch!
Transkript anzeigen
Paul: KMU, die kaufen sich extrem teuer mittlerweile Reichweite ein über bezahlte Werbung, bezahlte Social Media Post, Menschen damit zu für sich zu ganz, ganz einfach Creator-Kooperationen einzukaufen. Und die bringen ja schon das gesamte Vertrauen das ist heute unsere warum das überhaupt passiert und was man dagegen machen könnte. Und wir wollen das alleine beantworten. hatten ja, kurz zurückzublicken, Das extrem entspannte Interview mit Patrick. Und der hat uns noch mal nagelegt, dass uns allen so ein kleiner Content-Creator Und nun wissen wir auch, das hat echt viele Leute inspiriert. Aber KMU schaffen es dann wahrscheinlich doch nicht, aufgrund von Zeit und irgendwelchen Einwänden selber als Creator aktiv zu Und dann haben wir eine Folge später noch mal gesagt, Content ist aber das neue Golfen. Also wenn ihr Vertrauen aufbauen wollt, macht halt gefälliges Content da draußen. Und Content Creator, die stehen ja gefühlt jeden Tag auf dem Platz da ihre können da irgendwie nicht mithalten und setzen halt weiterhin zum überwiegenden Teil auf bezahlte Werbung, ⁓ sich das gleiche einzuholen wie Content Und das wie gesagt nicht alleine zu beantworten, haben eine Gästin eingeladen, die einerseits Content Creatorin ist und Content Creator managt, also das perfekte allseits beliebte und bekannte Pauline Sophia vielen Dank, dass du da Sie ist auch Fan der Stunde Aber wir haben natürlich direkt eine Frage für dich vorbereitet am Anfang.
Vinz: Und ich darf einstellen, dass ich auch mal zu Wort komme, dass Paul nicht die ganze Folge wieder Und zwar unsere Wenn man mit skalierbar Vertrauen aufbauen kann, warum macht das trotzdem immer noch so wenig Kalmung? Und das soll es heute hau rein! Was kommt ihr als
Vinz: Willkommen zu «Mach mal Marken», dem einzigen deutschsprachigen Brain-Leap-Podcast ohne heute mit unserer Gästin, der Pauli.
Pauli: Danke erst mal für die liebe Intro, ist auch eine super spannende Frage. Hab mich besonders gefreut über Allsals Belieb, das hör ich nicht so oft, deshalb danke. Ich weiß gar nicht, ob man die Frage so platt direkt beantworten kann, warum KMUs das nicht machen, aber ich glaube, in vielen kleineren Unternehmen sitzen einfach Menschen, die sich nicht so stark mit der Creator-Economy auseinandersetzen wie andere, vielleicht machen die, arbeiten vielleicht auch mit Agencies zusammen. die das nicht unbedingt machen und ich weiß nicht an wen ihr denkt, wenn ihr an Content-Creator denkt. Vielleicht könnt ihr irgendwie mal eine Person nennen, die euch da direkt in Top of your Mind einfach ist.
Paul: Ja du und Patrick beispielsweise.
Pauli: Ja, das check ich schon. Aber wenn man
Vinz: Ja.
Pauli: jetzt da so durch Instagram und TikTok scrollt, dann sind das jetzt vielleicht nicht ich und Patrick.
Paul: Nee, also nicht nur. finde, ich für mich persönlich zumindest, kann ja auch gleich sagen, wie es für ihn ist. Ich unterscheide immer noch sehr zwischen Influencern und Content Creatern im Kopf. Und Influencer sind die, die mir irgendein Produkt mit einem Rabattcode in die Kamera halten. Und Content Creator sind Leute wie ihr, also Patrick und du beispielsweise, die sich einem Thema gewidmet haben und alles rund das Thema bespielen. Dass dazwischen durch auch mal eine Anzeige kommt. ist ja selbstverständlich. meine, machen wir auch, wenn wir Content raushauen, sagen wir auch, man kann mit uns zusammenarbeiten beispielsweise. Aber das ist dieser kleine, aber feine Unterschied, den ich ziehen würde. Aber ob das jetzt stimmt, ich meine, dafür haben wir dich eingeladen. Jetzt darf noch Vince kurz loswerden. es auch so differenzieren
Vinz: folge gewissen Leute, hauptsächlich auf YouTube. Das geht dann mehr in Sportbereich. Ich mache selbst mega gerne Calisthenics. Ich folge auch zwei, drei Dudes, die das intensiv erklären. Aber ich kann dir nicht mal sagen, wie die heisst. Das für mich so wie eine Zwei-Tragung. Einer heisst, ich Dennis Ratano. Das ist deutscher, mega entspannter Dude. Aber die anderen zwei, kein Plan. Ich bin nicht so Social Media Player, muss ich ehrlich sagen. Also von mir her ist höchstens mal irgendwas like unter unseren eigenen Posts auf LinkedIn. Und... Eben, immerhin, das ist bei mir schon viel. Also, ja.
Paul: Ja, danke dafür.
Pauli: Okay, check ich, aber dann haben wir vielleicht schon einen ganz guten Aufhänger, wenn du sagst, ich bin ja sowieso nicht der Social-Media-Dude. Und Paul sagt, er unterscheidet zwischen Influencern und Creatern, weil ich glaube, dass diese ganze Creator-Economie und alle, die da drin arbeiten, immer noch so ein bisschen diesen Influencer-Ruf, wenn ich das so sagen darf, weghaben. Irgendwelche Leute, die vor der Kamera rumtanzen, dann ein Beauty-Product da reinhalten, jede Story ist voll mit Werbung geklatscht. Das sind wahrscheinlich die Leute, die man als allererstes Mal denkt, wenn man an Influencer-Kooperation denkt. Influencer der ersten Stunde, die keine Ahnung, nur Produkte bewerben. Oder wenn man sich die Creator-Economy oder die ganz großen Creator anguckt, so ein 24 Tim, ich weiß nicht, ob der euch was sagt. Das sind natürlich Charaktere, mit denen kannst du dich als, weiß ich nicht, KMU im Bereich schrauben oder was auch immer die Leute so produzieren, kannst du dich nicht mit identifizieren. Das sind aber die, die auf For You-Pages als erstes Mal erscheinen, man an Creator denkt. Und ich glaube, das ist ein riesengroßes Problem, dass viele Brands einfach noch nicht verstanden haben, dass Creator oder auch Influencer, egal wie man das jetzt nennt, so eine große Bandbreite an Personen sind, die so unterschiedlichen Content machen und die, man sich da dann direkt vorstellt, nicht diejenigen sind, die am Ende auch Werbung für dein Produkt oder deine Dienstleistung machen sollen, sondern dass es für jede Nische coole Creator gibt und dass auch nicht bedeutet, dass du sofort mit der Person zusammenarbeiten sollst, die 1,5 Mio Follower auf Instagram oder TikTok hat. Ich glaube, viele verstehen einfach noch nicht, was die Creator Economy überhaupt zu bieten hat und was es überhaupt bedeutet, mit Creatern zusammenzuarbeiten. Es gibt da auch nicht sonderlich viele Best Practices, an denen man sich da jetzt gut entlanghangeln kann und sagen kann, ach cool, der kleine Baumarkt die Ecke hat jetzt mit einem kleinen Du-it-yourself-creator zusammengearbeitet oder so, gibt's halt so nicht. Und dann kann man sich das, glaub ich, auch einfach ganz schwer nur vorstellen, wie kann das denn überhaupt aussehen.
Paul: Aber wo würdest du da eine Trennlinie ziehen? Also macht das überhaupt Sinn, so was zu unterscheiden? Aber ich glaube, du zum Beispiel, wenn du jetzt sagst, Creator Economy, da gibt es bei den meisten KMO schon das erste Fragezeichen, weil die halt mit Influencern kennst du. Hast du dann deine Meinung dazu, wie wenn es eben auch sagt, haben vielleicht einfach keine Lust auf Social Media. Aber Creator, was, was würde es für dich so eine Creator-Persönlichkeit denn ausmachen?
Pauli: weiß gar nicht, ob hier überhaupt eine Trennlinie ziehen würde. Ich glaube, meinem Verständnis ist Creator einfach nur das neue, coole Wort für Influencer, weil ich glaub, viele aus der Branche sich einfach nicht mehr mit diesem Wort überhaupt identifizieren. Weil Influencer sind für mich einfach Leute, die Influenzen, das sind wir im Grunde irgendwie alle. Was wir nicht alle sind, sind Creator. also, zum Creator sein gehört jetzt eben nicht nur dazu, irgendwie vor der Kamera rumzuspringen. Super viele von diesen Menschen, das machen, inzwischen auch Unternehmer. Deshalb glaube ich, ich im Inhalt selbst eigentlich gar nicht so einen großen Unterschied machen, aber das ist bei vielen glaube ich auch einfach noch nicht angekommen. Und die zweite Frage habe ich vergessen. Was hast du gefragt?
Paul: geht alles fließend ineinander über hier, kein Problem. Die Grundfrage war, was macht denn dann die Creator Economy aus? Würdest du dann auch sagen, ist einfach die neue Bezeichnung für Influencer? so, wenn man noch mal einen Schritt zurückgeht. meine, Influencer, wie ich sie kennengelernt habe, halt, als Instagram neu war und damals gab es noch keinen großen Videocontent. Die haben halt dann wirklich Bilder von ihrem Leben, von ihrem Lifestyle gezeigt und halt zum Großteil irgendwelche Produkte reingehalten. Und dann das Instagram, was ich persönlich mir zurechtgelegt habe, das hat mir halt extrem viel Grafikdesign Content angezeigt, weil ich halt daher komme. Und du kannst es ja schon nach deinen Interessen definieren. Dann kannst du auch sagen, so andere zeigen halt Sport und dann entsprechende Sportprodukte dazu. So, aber ich weiß nicht, ob das dann alles, ob die jetzt alle nahtlos in Content Creator übergegangen sind. Also ich finde, ihr seid halt so krasse Beispiele, Patrick und du, weil ihr es wirklich schafft, nicht primär zu verkaufen, sondern primär wissen.
Pauli: Hmm.
Vinz: Inspiriere.
Paul: aufzubereiten, inspirieren genau oder wie Patrick das so schön gesagt hat, man kann durch eure Brille auf ein gewisses Thema schauen und das interessiert ihr, weil das Wissen alleine macht es ja nicht aus.
Pauli: Ich glaube, auch so der springende Punkt, ohne sich jetzt an Begrifflichkeiten festhalten zu wollen. Glaub ich, dass, wenn wir über Creator Economy als Ganze sprechen, das natürlich einfach ein Wirtschaftszweck ist, der sich auch weiterentwickelt und so auch die Menschen, die da drin arbeiten und da drin aktiv sind. Und an der Stelle, der Leute vielleicht am Anfang in Anführungszeichen nur Grafikdesign-Content gemacht haben, haben die sich jetzt vielleicht auch weiterentwickelt und fangen an, mehr Behind-the-Scenes zu zeigen, mehr sich selbst als Persönlichkeiten zu zeigen. Und auch der Anspruch von Menschen, die diesen Content gucken, hat sich ein bisschen verändert. Wir wollen viel mehr hinter die Kulissen blicken. Wir wollen nicht irgendwie Hochglanz das neueste Beauty-Product in die Kamera gehalten bekommen. Wir wollen sehen, wie die Person das for real aufträgt, wenn sie morgens aufgestanden ist oder whatsoever. Und ich glaube, da ist es vollkommen egal, ob wir das jetzt Influencer oder Creator oder whatsoever nennen. Ich glaube, was man einfach sehen muss, dass das eine Branche ist, die sich extrem weiterentwickelt hat und ganz... neue Themen wichtiger geworden sind für Leute, schauen, und auch für Leute, die mit diesen Menschen Produkte bewerben wollen.
Paul: mit den Plattformen zusammen, oder? Also ich meine, die haben ja praktisch die Steilvorlage geliefert, zu sagen, guck mal hier, Formate, neue Möglichkeiten und auch eine neue Art von deinem Zielpublikum mit dir zu interagieren. Kommt wahrscheinlich auch noch dazu.
Pauli: Das ist natürlich immer super plattformabhängig. Und auch das, was die Leute da draus machen. Ich bin mir gar nicht sicher, ob es die Plattformen sind, die dann sozusagen vorgeben, was die Art von Content ist, die da stattfindet. glaube, Beispiel so ein TikTok, da haben auch die Leute das draus gemacht, was sie gerne sehen wollen. Das hat ja mit Musical.ly, haben Leute einfach nur Lip-Syncs gemacht und dazu getanzt. Ich weiß nicht, ob es die Plattform war, gepusht hat, dass Leute mit der Selfie-Kamera reingebben und 50 Videos am Tag machen und Menschen das interessant finden. Ich glaube, das sind einfach auch die Entwicklungen, die die Menschen in der Zeit mitgemacht haben. Vor allem über Covid und was auch immer sonst noch. Wenn man das Gefühl hatte, ich brauche Social-Context, ich muss den Leuten näher sein, ich glaube, das war ein großer Einschnitt in diese komplette Branche.
Paul: Und eine Trendlinie zu Personal Branding oder zu Personal Brands, würdest du da eine ziehen? Oder geht das auch fließend ineinander über?
Pauli: Ich glaub, da würd ich wahrscheinlich schon ne Trennlinie ziehen. wahrscheinlich ganz stark damit einher, was ein Creator im Internet erreichen möchte. Ich glaub, vor allem Creator, die auch unternehmerisch tätig sind, außerhalb ... von Produktplatzierungen oder so, die sind überwiegend auch Personal Brands. Also, die stellen sich dahin und ... wollen vielleicht irgendwann das nächste große Fashion-Business aufziehen oder auch Menschen wie wir auf LinkedIn. Wir sind ja jetzt nicht da, ⁓ mainly Werbung zu machen, sondern erstmal irgendwie uns eine Audience aufzubauen und Vertrauen zu schaffen. Und ich glaube, da will ich schon eine Trennlinie ziehen, dass es einen Unterschied gibt zwischen Personal Brands und Creators, die erstmal nur die Creation als Hauptgeschäftsmodell haben.
Paul: macht Sinn, auf jeden Aber dann liegt es ja wahrscheinlich schon für KMU näher, dann eher zu sagen, so keine Ahnung, dann bin ich erstmal Personal Brand, bin ich halt Geschäftsführerin oder Geschäftsführer und baue mir da nebenbei erstmal meine persönliche Personenmarke auf, statt jetzt direkt Content Creator zu werden. Ist jetzt auch nur laut gedacht, ne?
Pauli: Ich war gestern auf einer sehr spannenden Veranstaltung. weiß nicht, ob ich hier Werbung machen darf. Ich ... Okay. Hans Neubert, ist auch so in der Marketingbubble unterwegs, ist Consulting Director bei Charles & Charlotte. Der hat ein Buch geschrieben, der Social Media Faktor. Der hatte gestern Launch und
Paul: Immer, wir schneiden es dann raus.
Vinz: ...
Paul: Aja.
Pauli: Da ging es darum, und es geht auch in dem Buch darum, wie kleinere Unternehmen ihren Social-Media-Auftritt aufbauen können. Und ein sehr cooles Beispiel war die Gründerin von Never Ending Love Story. ist so ein Café hier in Berlin, die expandieren jetzt auch nach Hamburg. Und die hat auch angefangen, sich selbst vor die Kamera zu stellen und hat sehr, sehr viel mehr Umsatz generiert durch ihren Social-Media-Auftritt. Und sie musste das am Anfang alleine machen, hatte noch kein Team, das das macht. Und ich glaube, es gibt sehr, sehr gute Beispiele von Personal Brands, die selbst sich erst mal hingesetzt haben und Content über sich und auch ihr Business gemacht haben und dadurch dann erfolgreich geworden sind. Also ich würde sagen, auch so ein klassischer Johannes Kliesch von Snox, der hat eine riesengroße Personal Brand und ich glaube, das hat auch wirklich einen sehr großen Einfluss auf die Umsatzzahlen von Snox selbst. ich weiß natürlich, Alle sagen werden, wir haben dafür aber keine Zeit und ich möchte mich nicht vor die Kamera stellen und whatsoever. Zeit haben wir alle nicht. Ressourcen sind auch knapp, das versteh schon, aber ich glaub, es geht nichts mehr dran vorbei, irgendwie nach außen sichtbar zu sein.
Paul: vor allem bist du, wenn du gerade ein etabliertes KMU bist oder schon ein bisschen mehr Geschichte hast, dann bist du ja meist in dem Punkt zu sagen, ich bin aber fest im Sattel oder mich stößt hier so schnell kein anderer Player vom Markt ⁓ Und dann kommen aber Leute mit Content die Ecke und können über den Content und über die Plattform, sowas wie auch Gary V. immer wieder betont zu sagen, so guck mal, du hast da eine Plattform, die validiert kostenlos deinen Deine Creations, also dein Content, den du da raushaust, das, was du der Welt zeigst, da kriegst du direkt das Feedback zurück. Das macht ja sonst niemand. Also das ist eigentlich das größte Geschenk, was man hat. Und das nutzen einige Leute und andere Leute eben bewusst nicht. Und ich überlege gerade, entweder schmeißt du ja Geld auf ein Problem oder halt deine Zeit, das Problem zu lösen.
Pauli: Total. Und es ist ja jetzt nun auch nicht so, dass der CEO von dem KMU sich selbst hinstellen muss und seinen LinkedIn-Beitrag schreiben oder das TikTok-Videoskripten. Also dafür gibt's ja Leute, die das machen können. Ja, also ich würde natürlich niemandem empfehlen, irgendwie direkt Ghostwriter oder Copywriter auf die LinkedIn-Beiträge zu setzen. Und wenn, dann eben gute, die sich auch mit einer Story auseinandergesetzt haben. Aber es gibt ja auch für jedes Problem Lösungen, ja. Und im Zweifel muss es auch gar nicht der CEO sein. Also es gibt super viele gute Beispiele. in denen Mitarbeiterinnen nach außen laut sind und dadurch auch total gebackt sind von ihrem Unternehmen das machen und sich Personal Brands aufbauen, aber immer mit dem Branding des Unternehmens, bei dem sie arbeiten. Das funktioniert auch sehr, gut. Also ich glaube, es muss nicht immer der CEO sein. Es kann die Person im Sales sein, es kann die Person im Marketing sein, es kann die Person im Lager sein. I don't know. Ja, also ich glaube, da sind der Kreativität wirklich gar keine Grenzen gesetzt und Gerade wenn ich drüber spreche, es kann die Person im Lager sein. Ich glaube, wir müssen uns auch bisschen davon wegbewegen, immer nur die Excuse-me-French-Sesselfurzer da in die Personal Brands reinzudrücken. Also ich glaube, der relatable Content entsteht halt da, wo Leute auch wirklich verstehen, was da passiert. Und wenn ich, keine Ahnung, anfange, als Brandsitz auf TikTok zu posten, dann will ich wahrscheinlich auch gar nicht unbedingt ins Ziel aussehen. Dann will ich, keine Ahnung... die Lageristin sehen, die mit ihrem Stablader durch die Gegend schießt und eine Gitterbox nach der anderen hinhebt.
Vinz: Mh-mh.
Paul: Ja, und das will man auch nicht, man das von Politikern und also vor allem von Politikern kennt, die dann peinliche Sachen auf TikTok machen. Und das ist so der klassische CEO Charakter, der da eine Rolle spielt. Und ich finde es gerade spannend, weil der andere Punkt, ja dann aus der Geschichte eher entstanden ist, sind ja so Corporate Influencer Programme. Das basiert dann wieder darauf zu sagen, guck mal, wir befähigen irgendwie Menschen, damit sie für unser Unternehmen in die Kamera sprechen und einen Perfektes Beispiel, was du auch gut kennst, Christopher Court von 1,5 Grad war ja unser erster Interviewgast. wenn man sich das Interview damals angehört hat, kann man jetzt nochmal seinen LinkedIn besuchen. Der ist so rasant gewachsen und damit ja zusammen dann auch 1,5 Grad. Also das ist ja eine gemeinsame Reise, die man dann macht. Und wenn du das verstanden hast, das Unternehmen, das haben wir auch schon andauernd betont in unseren Folgen hier, macht das also schenkt doch euren Leuten Vertrauen und Zeit. Dann könnt ihr davon profitieren. Das ist eigentlich die entspannteste Variante. da draußen irgendwie sichtbar zu werden und Vertrauen aufzubauen. Weil darum geht es ja auch, oder? Vertrauen aufbauen ist ja der große Vorteil, wenn man mit Creators zusammen schafft.
Pauli: Ja total, meine, das ist ja auch in der heutigen Zeit bei allem, was uns so beschäftigt in der Welt, auch super wichtig, dass man irgendwo Spaces hat, in denen man das Gefühl hat, man kann vertrauen. Und das kannst du im Zweifel wirklich viel, besser, wenn eine Mitarbeiterin, das aus ihrer Perspektive macht, dazu nicht gezwungen wurde und nicht der CEO ist, der am Ende davon profitiert, dass die Umsätze krass werden. Also ich glaube, das ergibt ultra viel Sinn und wenn man auch das Gefühl hat... irgendwie keine Ahnung zu haben, wie das funktioniert oder wie man die Leute im eigenen Unternehmen dazu befähigt, sichtbar im Internet zu sein. Auch da gibt es Menschen, die einem helfen können. Also ich glaube, man muss sich einfach nur einmal raustrauen und Menschen in seinem eigenen Unternehmen auch zutrauen, Dinge zu tun, die vielleicht außerhalb des eigentlich Vorstellbaren liegen oder außerhalb dessen, was man die letzten 40 Jahre gemacht hat.
Paul: doch auf Sicherheit gehen, eine Agentur buchen und die macht dann Media Buying, kauft dann irgendwelche Anzeigen. Dafür macht man einmal ein cringes Video und dann wird man mega erfolgreich, weil dahinter so ein richtig toller Funnel steht. Zum Wohlfühlen.
Pauli: Genau das. Ja, man kennt es, es funktioniert immer ganz herausragend.
Paul: Vince, du darfst. Ich will dir nicht die ganze Zeit den Saft abdrehen hier.
Vinz: Ja, ich bin eigentlich gespannt am Zuhören. Keine Ahnung, wie soll ich sagen. Es ist schwierig für mich, ⁓ das so bisschen in meine Füfer-Appen reinzugeben. Mir zwar der Podcast, aber ich bin halt wirklich nicht so in diesem Content-Gamed rein. Und darum verstehe ich, ich bin jetzt ein bisschen der Pessimist. Ich muss jetzt das Skript ein bisschen brechen. Ich verstehe halt schon sehr viele KMU-Inhaber auch, sagen, ⁓ das ist doch alles Bullshit. Oder? Und logisch... gibt es mega gute, positive Sachen. Wie ihr gesagt habt, wenn du nicht machst, verlierst du den Anhang etc. Ich muss auch sagen, ich mache jetzt auch nicht aktiv, wie ihr zwei, auf LinkedIn oder sonst auf einer Plattform, abseits von Podcast-Content. Ich habe einfach meinen Weg gefunden, ich bin mehr für die Leute da, die das auch abfacken und ich Oldschool-Telefonen-Gewiesen. Sorry, out of me. Darum verstehe ich auch das Gegenteil von dem Ganzen. Logisch konsumiere ich selber auch Content von sogenannten Creators oder Influencer, die teilweise auch ihre Werbung machen. Aber
Pauli: Aber was sind denn die Argumente von diesen KMU-InhaberInnen, die sagen das alles Bullshit? Also das frag ich mich ehrlich.
Vinz: Packt mich nicht. Nicht alles Bullshit, aber bei denen ist es vielfach das Thema. Viel Keimhaus, gibt es natürlich schon 20, 30, 40 Jahre. Dort ist es einfach mal anders gelaufen. Die immer noch in einem Käseblatt Gedanken. Du machst einfach dein Bezirksheft, altquartal. Und das reicht schon. Ich verstehe nicht deine Frage, das sind Argumente, die ich bringe. Aber ... Ich habe gelernt, du den Leuten auch einfach mal hilfst, den Spass wiederzufinden an ihrem eigenen Ding, den sie machen, dann sind sie viel offener für neue Dinge. Weil sie merken, was sie machen, eigentlich Hand und Fuss, wir sind Feuer und Flamme, lass mal etwas Neues probieren. Aber gleichzeitig habe ich auch vielfach Erfahrungen gemacht von... Eher Seiten Marketing oder auch Contentagenturen oder auch Creators. sind dann halt alle so fancy unterwegs und das ist so ihre Bubble, ihre Scheuklappen, die sie sehen. Du kannst nicht mehr an diesem Contentthema vorbei. Und das f**kt eben viele Leute auf dieser Seite wieder ab. Das sind Sachen, ich täglich sehe. Und ich habe einfach so das Gefühl... Da prallen halt so die Generationen auseinander. Und ich weiss mein Lieblingsspruch, ich könnte zwar kotzen, ich ihn sage, aber Entweder gehst du mir Zeit oder du gehst mir Zeit. Also früher oder später bin ich vermutlich auch mal gezwungen, halt mal ein bisschen aktiv Content zu Aber ... Ja, ich stehe so gerade zwischen den Welten. Es reizt mich, weil wir auch interessante Interviewgäste haben wie die, die da halt Ihre Seiten ein bisschen verzählend, weil ich selber auch Content konsumiere. Für Sachen, mich teilweise auch nicht einmal interessieren. Aber gleichzeitig hat es auch vielfach mit einem Werten-Corset zu tun. Wo man innerhalb einer Firma oder auch persönlich als Geschäftsführer hat. Wenn man dann einfach sagt, das ganze Zeug geht mir eigentlich am Arsch vorbei. Will ich dann von etwas sein? mich selber nicht identifizieren kann. Ich glaube, ist ein in der Kopf.
Pauli: kann ich voll nachvollziehen. glaub, am Ende muss man wahrscheinlich so hart sagen, ist es halt eine wirtschaftliche Entscheidung, entweder du machst es oder du lässt es, aber das zu lassen, das wird kosten. Und die Frage ist dann halt natürlich so ein bisschen, liegt es dann nicht an Agenturen oder Creator-Managements wie mir, den Leuten einfach zu zeigen, dass das, was du jetzt quasi sagst, die Creator-Bubble, die sind ja alle so fancy, eigentlich gar nicht stimmt? Weil ich glaube, das ist, was ich eingangs meinte,
Vinz: Ja.
Pauli: auf diese ganze Bubble ein ganz falsches sozusagen ist. Wir stellen uns das super fancy vor, wenn wir einmal durch Instagram gescrollt haben, aber das ist es nicht. Es gibt die, keine Ahnung, großen Landwirtinnen, die genauso Influencer sind oder genauso Creator sind wie Leute, die Beautyprodukte reinhalten und mit ihrer Hermesstasche über den Kuhdarm laufen. Gibt's alle. Es gibt Leute, die machen super krassen DIY-Content und bauen da irgendwelche Sachen zusammen oder ähm, Filmen, wie sie jetzt gerade ihr Haus auf dem Land renovieren. Und das sind natürlich Leute, vielleicht für die MitarbeiterInnen oder Chefs in KMUs viel, viel mehr relatable sind, als die, ähm, der Fancy-Bubble entspringen. Aber ich glaub, das sind nicht die, die sofort in deinem Feed erscheinen, wenn du's selbst nicht kuratiert bist oder wenn du selbst nicht auf Social Media unterwegs bist. Und wahrscheinlich ist es dann eher die Aufgabe von Agenturen oder vielleicht sogar von mir, irgendwie diesen Menschen zu zeigen, hey, es gibt auch Creator, die nicht fancy sind.
Vinz: Hm.
Pauli: Und das sind genau diejenigen, die auch deine Zielgruppe in ihrer Audience haben.
Vinz: Mh. Das finde ich wieder spannend. Das ist mir persönlich auch extrem geblieben, was Patrick im letzten Interview gesagt Denke doch einfach mal an das, was du selber konsumierst. Oder was dir wichtig ist. Wenn du das für dich gefunden hast, vor allem im Unternehmenssinn, wenn du weisst, wofür du jeden Tag aufstehst, so ein dein «Why» im Brandingshargao gesagt. dann ist es aber auch viel greifbarer, dann einfach sein eigenes Ding zu
Pauli: man kann immer davon ausgehen, dass so groß die Branche gerade ist, es gibt mindestens eine Person, die eine ähnliche Passion hat wie du in deinem Unternehmen und die dazu Content macht und die da eine riesen Audience hat, die das feiert. Davon kann man ausgehen.
Vinz: Mhm.
Paul: Ja und ich wollte noch ergänzen, wir sind ja gerade in so einer Zeit oder in so einem Abschnitt, wo glaube ich bei ganz vielen das Eis bricht. Also wo man einerseits versteht, man konsumiert selber schon über Jahre hinweg Content. So man schafft vielleicht einfach nicht den gedanklichen Sprung zu sagen, ich könnte mit den Leuten sogar zusammenarbeiten. Und es wird immer normaler, dass man eben nicht diesen High-End-Fancy-Content machen muss. Also so wie es am Anfang vielleicht auch noch auf YouTube war, dass jedes Video, was man konsumiert, ist immer super. krass produziert und auf einmal sieht man, es gibt auch Videos, die sind fast gar nicht produziert oder die sind so wirklich mit einer Kamera, also mit einem Handy einfach aufgenommen, aber da packen uns die Stories, weil wir das andere dann wiederum auch satt haben und ich glaube da ist es jetzt eigentlich diese tolle Zeit auch für Menschen wie dich als Creator Managerin zu sagen, wir können all diese Elemente zusammenbringen und wir finden für ein KMU einfach die beste Lösung da draußen. Und es kann ja durchaus sein, dass es immer noch normale, bezahlte Werbung ist, die da eine Rolle spielt. Und Creator sind aber wie ein verlängertes Arm, ⁓ Vertrauen aufbauen zu können mit einer Zielgruppe. Und ich glaube, der Punkt wird immer noch viel zu doll unterschätzt, so dass Leute, deswegen machen wir ja auch den Podcast, sagen, so denkt nicht die ganze Zeit an
Paul: redet halt weniger von euch, sondern mehr mit der Zielgruppe. Also kommt halt mit denen in den Austausch. Und deswegen sollte man das ganze Contentzeug machen. Aber was macht man denn jetzt, wenn man dafür keine Zeit hat oder das nicht machen will? Und wo kommt denn jetzt deine Arbeit so ins Spiel zu sagen, du hättest da wahrscheinlich die perfekten Kandidatinnen, ⁓ KMU ein bisschen zu unterstützen mit Content?
Pauli: kommt es natürlich ganz drauf an, was der Unternehmenszweck ist, ob ich da eine perfekte Kandidatin hab. Aber grundsätzlich, wenn natürlich jetzt ein Unternehmen sagt, nee, haben wir keine Zeit für, wir können uns auch selbst nicht vor die Kamera stellen, dann ergibt's natürlich schon sehr viel Sinn, mit Creators zusammenzuarbeiten. Du sagst ja gerade auch ganz viel ... Vertrauen spielt eine ganz große Rolle. Und ich glaub, es wird einfach unglaublich unterschätzt, dass dass einfach eine unglaublich starke Bindung zu ihrer Community haben. Und Creator Werbung für ein Produkt machen, dann vertraut die Audience auch darauf, dass das ein gutes Produkt ist. Und man kann auch relativ schnell, wenn die Audience findet, das ist kein cooles Produkt, als Unternehmen dann auch ablesen, dass dem so ist, Kommentare, Nachrichten, What's up, what's so forth. Ich glaube ... Es wird einfach viel zu krass unterschätzt, wie nah Creator eigentlich an der eigentlichen Zielgruppe dran sind. Das sieht vielleicht ganz oft nach außen nicht so aus. Aber wenn ich mir irgendwie anschaue, zum Beispiel bei Patrick, wie viel Zeit er in seinen Direct Messages verbringt und wie viel Zeit er damit verbringt, Kommentare zu beantworten, das glaubt vielleicht wirklich niemand, das glauben vielleicht auch die CEOs in KMUs nicht, aber der weiß schon ganz genau, wer seine Zielgruppe ist und was die Zielgruppe davon hält. dass er jetzt letzte Woche Werbung für Company XY gemacht hat.
Paul: Was bräuchte es denn dann konkret, damit das einerseits KMU besser verstehen und dann, das wäre dann der naheliegende Punkt, wovon können die dann am meisten profitieren? Also die Nähe zur Zielgruppe und dem Vertrauensvorschuss, den Patrick mitbringt. Aber ist das dann nicht vielleicht auch eine komische Abhängigkeit, die man dann von einer Creatorperson hat als KMU?
Pauli: Ich weiß nicht, ob das eine komische Abhängigkeit ist. Ich würde grundsätzlich auch für kleinere Werbekampagnen nicht unbedingt empfehlen, jetzt nur auf eine Creator-Person zu setzen. Vor allem nicht, wenn man das jetzt gerade einfach mal austesten will. So langfristig ergibt's natürlich super viel Sinn, auch für die Creator selbst zu sagen, wir setzen auf die eine Person, die sich auf diese Nische spezialisiert hat, keine Ahnung, machen da eine Art Exklusivitätsvertrag und begleiten ... diesen Creator und der Creator begleitet uns für ein Jahr, für zwei Jahre, für drei Jahre. Das gibt's, das sind die absoluten Top-Best-Practices. Und da ist natürlich das Thema Vertrauen noch mal ein viel größeres. Wenn ich weiß als Audience, der Creator arbeitet schon seit x Jahren mit der Compny zusammen, dann überleg ich gar nicht mehr so richtig, okay, ist das Produkt jetzt wirklich gut? Ich glaub's dann. Und ich hab grad irgendwie eine ganz wilde Idee gehabt, wie man das vielleicht schafft, irgendwie ... Unternehmen und Creator zusammenzubringen, die vielleicht erstmal nicht so viel miteinander zu tun haben. Ich würde, ja da kann man jetzt vielleicht auch mal Korty mal anrufen, ob er vielleicht Bock hat, sowas zu machen. Ich einfach mal so ein kleines Event machen, dass der CEO des Unternehmens einfach checkt, okay, das ist jetzt hier nicht fancy-glamorous, wir laufen hier nicht mit unseren superstylischen Handtaschen rum, sondern wir schauen einfach mal, was sind das denn für Menschen, die Content in deinem Bereich machen? Was treibt die denn so Ja, können wir einfach mal vielleicht ein kleines Event machen, dass wir uns alle ein bisschen besser kennenlernen, dass vielleicht die Creator auch was davon haben, wenn man das Unternehmen aussieht. Ach so, das sind die Menschen, über meine Themen im Internet sprechen, die ich vielleicht noch gar nicht in meinem Feed hatte. Also vielleicht ist es wirklich sinnvoll, wenn das eher Personen sind, die gerne mal zum Hörer greifen, dass sie die Leute auch in real life vor sich sehen und nicht mit irgendeinem Management telefonieren und nicht mit irgendeiner Agentur telefonieren, sondern einfach direkt einen Touchpoint haben, sich mit denen auch mal austauschen können und sehen, ach so. Das sind ganz normale Menschen und die machen richtig gut Werbung für mein neues Werkzeug.
Paul: muss ich direkt dran denken. Gibt einen Fotografen auf LinkedIn. Hab grad den Namen vergessen. Ist auch egal. Der ist immer wieder bei Leica-Events, weil er auch selber mit Leica die Fotos macht. Und ich mein, das ist ja für Leica wiederum als Hersteller von den super krassen Kameras der perfekte Sweetspot zu sagen, wir haben diese Events, wir laden 100 Persönlichkeiten ein, die alle sehr, guten Content machen können, weil sie halt sehr gut fotografieren können. Und die erzählen dann unsere Geschichte weiter. Also das ist ja wirklich das Traumevent. Und dann kann man immer noch sagen, du kriegst einen Exklusivvertrag mit uns zusammen, begleitest uns, wir geben dir irgendwie Themen, du setzt die ⁓ bist nah an deine Zielgruppe und so weiter und so fort. Also das mal als ganz praktisches Beispiel in den Raum geworfen.
Pauli: total es gibt es. Total ergibt super viel Sinn, also für beide Seiten auch. Das ist ja auch nicht immer nur eine Einbahnstraße, das Unternehmen skeptisch gegenüber den Creators ist, sondern vielleicht genauso gut andersrum. Weil ich glaube, dem Punkt, an dem KMUs vielleicht keinen Draht zu Creators haben, ist es vielleicht auch genau andersrum. Dass irgendwie Managements und auch Creators sagen, wer ist das, was machen die, obwohl sie vielleicht in dem Bereich agieren. dann ergibt das wirklich ultra viel Sinn, mit Touchpoints zu schaffen, die jetzt nicht nur darauf ausgelegt sind, direkt Werbung ins Internet zu knallen.
Paul: Und es hilft da gern beim Zähne ziehen. Licht ans Fahrrad machen, lieber Voller gesagt. Es muss ja nicht immer die direkte Verbindung bestehen, Ich muss ja nicht immer gucken, ich habe Produkt XY und deswegen brauche ich eine Person, die mit Produkt XY arbeitet. ich habe Schrauben, also brauche ich Leute, die eine Schraube verwenden. Sondern auch da kann man ja die Brücke schlagen und eher überlegen, wer ist denn jetzt eigentlich meine Zielgruppe? Wäre das eigentlich die Grundfrage, sich jedes KMU stellen sollte? Wen will ich da draußen überhaupt erreichen? Was beschäftigt die noch alles? Und auf einmal findet man dann lustige Brücken, an die man eigentlich gar nicht denkt. Vielleicht fehlt da auch ganz viel Übersetzungsarbeit von Menschen wie dir.
Pauli: Aber da muss ich jetzt vielleicht mal eine dumme Frage stellen, obwohl es gibt ja keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten, aber ich kenne mich mit KMUs jetzt auch nicht so ultra gut aus. Aber ist dann das wirklich ein Problem, dass die ihre Zielgruppe nicht so gut kennen oder die verschiedenen Verbindungen oder die Interessen, die die sonst noch so haben? wie kann ich mir das vorstellen? Wie machen die ihren Market Research oder habt ihr da irgendwie Beispiele?
Paul: Ja. ⁓ He!
Vinz: ⁓ yes, ein tiefes Du hast Kreuz und Rüben, hast die, die natürlich ein bisschen topnotch sind. machen ihren Scheiss wirklich gut, aber du hast genauso viel. Du hast das Gefühl, die arbeiten mit allem noch mit einer Excel-Liste. Und die haben eigentlich keinen Plan. Die sind so in ihrem Alltag gestraudelt. Du hast Schäfen, einfach überall ...
Paul: Es ist unterschiedlich.
Vinz: Kopf dabei haben, aber trotzdem niemanden. Für die heisst Marketing gleich Branding. In unserem Job hat es sehr viel mit Aufklärungsarbeit zu tun. Darum vielleicht auch mein blöder Einwand von vorher, pessimistischer. Das ist bei uns vor allem im Bereich Marken Alltagsarbeit. Das heisst, wenn du in Kontakt zu den Leuten oder auch Anfragen kriegst, ich brauche Social Media Marketing. Dann müssen wir sagen, dass wir falsch Wir machen Markensubstanz. Das Marketing wandelt sich dann anhand deiner Substanzen ab. Hast du einen Substanzen? Was ist das Dann fängst an und bis die jemanden checken, was das für einen wirtschaftlichen Gewinn hat, ein gutes Markenfundament hast, strategisch, kommunikativ und designtechnisch, was dir das hinten alles für eine Arbeit erspart und dementsprechend auch Ressourcen. Auf einmal sind es dann Buffs. ja, du hast alles. Kurze Antwort.
Pauli: Okay, ja, verstehe ich, aber dann gibt es wahrscheinlich gar nicht so die eine Antwort, wie kommt man da am besten ran, sondern da muss man wahrscheinlich von jeder Seite einmal angreifen, sage ich mal. Und da hat wahrscheinlich auch einfach gegenseitiges Verständnis dafür zeigen. Also ich als Greater Managerin muss vielleicht verstehen, dass irgendwie der CEO auch noch mitentscheiden möchte, welche Marketingaktivitäten da stattfinden und dass ich da jetzt wahrscheinlich nicht einfach
Vinz: Du musst...
Pauli: mit irgendeinem Head of Marketing darüber sprechen kann, welche coolen Creator wir jetzt dafür benutzen. Auf der anderen Seite muss der CEO und der Head of Marketing wahrscheinlich auch einfach mich verstehen, dass ich in dem, was ich mache, sehr gut bin und dass es wahrscheinlich schon so ist, wenn ich sage, es gibt hier viele Creator, die passen perfekt zu deiner Zielgruppe, dass es dann auch so ist. Vielleicht ist das dann, glaube ich, ein generelles gesellschaftliches Kommunikationsproblem, was da auch dazwischenkommt und vielleicht auch so ein bisschen generationales. Ich kann mir auch vorstellen, dass diese ganzen GeschäftsführerInnen, von denen wir gerade sprechen, vielleicht auch im Alter meiner Eltern sind, Begrüße gehen raus, die werden sich das bestimmt anhören. Und dass da vielleicht einfach in der Generation das Verständnis noch nicht so krass dafür da ist, was eigentlich alles möglich ist und wo man überhaupt ansetzen kann. heißt, es sind ja wahrscheinlich einfach sehr viele Perspektiven. an denen man arbeiten kann und über die man da rangehen kann. es hilft wahrscheinlich niemanden, wenn man da direkt einfach mal mit der Machete durchgeht, sondern sich da immer so langsam, langsam so rantastet.
Vinz: Ja. Also das ist, das muss ich ehrlich sagen, ist auch etwas, das z.B. ich in meiner Arbeit, ich würde sagen, teilweise eher als konservativeres Umfeld, mein Beweg, meine Kundenlandschaft. Und das ist aber ein grosser Fehler, der z.B. auch viel im Bereich Marketing, Branding, Content begönnt. Weil die kommen eben meistens, wie du es jetzt gerade gesagt hast, mit der Machete. Du kannst in deinem Bereich klar. Aber ein Geschäftsführer, der 50 Jahren ein Unternehmen hat, das selber aufgebaut hat, wie geil ist das für dich, wenn mit den 20-Jährigen kuschst und sagst, du musst Content machen, alles andere ist scheisse, sonst stirbt dein Unternehmen. Da braucht es eben auch das gegenseitige Verständnis und auch bisschen Respekt. und gegenseitig. Und ich glaube, dort macht es eben viel der Ton aus, dass sich die Leute schon darauf einlassen.
Pauli: Ja, total glaub ich auch. Also gut, natürlich jetzt aus meiner Perspektive, ohne jetzt zu feministisch zu werden, glaub ich, dass das Thema Respekt dann wahrscheinlich schon öfter ... Hä? Wie soll ich das jetzt am besten freundlich sagen? Anders interpretiert wird, aber ich versteh natürlich total, was du meinst. ich glaube wenn du sagst
Vinz: No.
Pauli: Das ist ja diese fancy creator bubble und die Leute sind kritisch dem gegenüber. Dann kann ich das auch auf irgendeine Art und Weise nachvollziehen, weil die Menschen, denen ich arbeite oder mit denen ich auf Events bin, sind vielleicht genau diese fancy Leute, die dann da einmal mit der Machete durchlaufen würden und sagen würden, ja, du musst jetzt Social Media machen und du musst jetzt mit Creatern zusammenarbeiten und deshalb, ja, glaube ich, einfach muss man da vielleicht auch als Agentur, Managerin oder als Creator selber vielleicht sich auch die Realität auf der anderen Seite einfach mal angucken. Weil es kann halt auch nicht jeder mit den größten Beauty oder Fashion oder whatever Brands zusammenarbeiten. Und jetzt gerade aus der auch Creator Perspektive betrachtet, liegt halt natürlich auch super viel Monetarisierungspotenzial in Nischen, die so noch gar nicht entdeckt wurden. Und das sind dann halt wahrscheinlich die Nischen. die KMUs auf der anderen Seite super gut bedienen könnten. Es ist ein beidseitiges Ding. Nicht nur KMUs profitieren von der Creator Economy, sondern eben auch andersrum. Und so wie KMUs vielleicht nicht alle verstehen, dass das ein super wichtiger Werbezweig ist, verstehen vielleicht auch Agenturen und Creator nicht, dass Zusammenarbeit mit KMUs ein wichtiger Umsatzzweig sein kann. Würde ich auch mal in den Raum werfen.
Vinz: Mhm. Ja.
Pauli: ich jetzt auf der Suche nach coolen Brands bin, mit denen meine Creator zusammenarbeiten können, dann bin ich ganz ehrlich, schaue ich natürlich auch nach den coolen Love Brands, die man sowieso schon kennt, die man sowieso schon in seinem Feed hat, von denen man sowieso schon coole Plakate sieht. Ich hab wahrscheinlich noch nicht einmal ernsthaft darüber nachgedacht, auf ein kleines und mittelständisches Unternehmen zuzugehen und zu sagen so, passt ihr nicht eigentlich super zu Person XY. Also da bin ich auch ganz ehrlich, wahrscheinlich ist es auch wieder ein weitseitiges Ding. Die sagen, ihr seid alle komisch und fancy und wir kommen gar nicht darauf zu sagen, hä, das ist aber eigentlich auch richtig, richtig coole Branche oder eine richtig coole Nische oder whatsoever.
Vinz: Mh.
Paul: Es ist glaube ich ganz viel Übersetzungsproblem, ⁓ miteinander dann die ganzen coolen Möglichkeiten zu bekommen. Und ich meine, wir kriegen das ja ganz oft mit, dass es immer erst mal diese Vermittlung braucht am Anfang, was ist überhaupt Branding, was ist überhaupt Marke. Und auch das ist am Anfang zu kompliziert, weil dann kann man da eigentlich immer bei der Basis ansetzen und überlegen, guck mal, ihr macht hier coole Arbeit, ihr seid ein cooles Team, zeigt das doch einfach nach draußen, nutzt die Möglichkeiten, die es gibt und Dann finden wir gemeinsam raus, was zu euch passt und was ihr machen könnt. Und auf einmal stellen die halt fest, ja, Events haben wir nie drüber nachgedacht, macht aber super viel Sinn, mit anderen Leuten in Austausch zu kommen. Dann wäre der nächste Schritt dann zu sagen, auf so ein Event laden wir halt die Creator ein, die wir selber gerne konsumieren. Also das können ja, die haben ja alle unterschiedliche Teams, die sind unterschiedlich alt und das sind ja jetzt nicht alles nur junge Leute oder nur alte Leute und selbst alte Leute folgen vielleicht auch coolen Creatoren in ihrer Alltagsklasse. Also es ist ja mittlerweile so durchmischt alles. dass man eher wegkommen muss von den ganzen Begriffen, weil ich finde die bauen manchmal diese künstlichen Grenzen ein und wenn man Creator Economy hört, dann fühlt man sich überhaupt nicht Teil davon als KMU. Dabei kann man genau mit den Leuten, die man ohnehin konsumiert, halt gemeinsam dann ein cooles Event machen. Und Event muss auch nicht Event-Event sein, an das man jetzt vielleicht denkt mit irgendwelchen Lichteffekten und DJ oder was auch immer. Da reicht auch wirklich cooles Buffet von, keine Ahnung, der Bäckerei die Ecke. und ein schönes Miteinander und irgendwie kriegt man noch was mit auf dem Weg und man hat wirklich das Gefühl, man kommt mit dem Menschen in den Austausch und auf einmal, und darauf will ich eigentlich hinaus, entstehen halt neue Möglichkeiten für beide Seiten. Und dann entdeckt man nämlich diese Schnittstellen, die es eigentlich schon die ganze Zeit gibt. Aber am Ende muss man sich halt ein bisschen locker machen und wieder wegkommen von den, ich will jetzt nicht sagen Vorurteilen, aber von den Grenzen, die man überall sieht, weil diesen künstlich auferlegt und im Großteil stimmen die auch nicht. Leute denken, Branding ist ein neues Logo, aber ist es nicht. Ich glaube, wir haben alle mit diesen Dingen zu hadern und da hilft es halt dieses Verständnis aufzubringen füreinander.
Pauli: Nee, voll nicht. Beste Beispiel dafür, zumindest aus meiner Bubble, ist Lexwear. Ich weiß nicht, ob ihr die kennt. Das ist eine Buchhaltungssoftware. Das klingt so scheiße, ehrlich. Also wirklich Buchhaltungssoftware, what the fuck. Aber die schaffen das wirklich, so unglaublich gute Events zu machen mit Creators, die überhaupt nichts mit Buchhaltungssoftwares zu tun haben. Also da geht's vielleicht gar nicht darum, irgendwie nur zu sagen, ja, die Person soll dann halt am Ende mein Produkt nach außen vermarkten. Vielleicht geht's auch einfach nur darum. dass die Person am Ende mein Produkt selber benutzt oder dass sie bei ihren Friends über das Produkt spricht oder I don't know. Also man muss da gar nicht irgendwie so super groß denken. Und zum Thema, das muss jetzt auch nicht irgendwie fancy detail und fancy light show sein. Wir vergessen, glaube ich, dass nicht, also dass die meisten Creator nicht in Berlin oder Köln oder Hamburg wohnen, sondern vielleicht auch im kleinen Dorf neben Stuttgart und die freuen sich. wenn sie nicht nach Berlin zum nächsten Crater-Event fahren müssen, sondern wenn sie, keine Ahnung, nur eine dreiviertel Stunde zum... Ich rede die ganze Zeit über Schrauben, ich weiß nicht, was das mit den Schrauben ist. Zum... Keine Ahnung, ich denke immer, ich weiß nicht, warum ich bei kleinen und mittelständischen Unternehmen immer an Schrauben denke, aber keine Ahnung, zum... Was gibt es denn noch für coolere Beispiele, ey?
Paul: Das musst du uns nachher noch verraten.
Pauli: Ich weiß nicht, zur Company eine dreiviertel Stunde weiter irgendwie in der schwäbischen nächsten Kleinstadt fahren. Also das hat ja auch irgendwie seinen Charme. Ich glaube, das darf man gar nicht vergessen. Dass viele ja auch gar nicht irgendwie the next fancy shit wollen, gerne irgendwie sich in dem Bereich bewegen, in dem sie sich sowieso schon gerne bewegen und sich dann natürlich auch freuen, wenn es Brands gibt, die das genauso sehen.
Paul: aber das meine ich mit diesen persönlichen Interessen. Also wenn du halt das Gefühl hast, die Hälfte deines Teams, die baut gern mit Klembausteinen, mit Lego irgendwie lustige Sachen, dann lad halt den Helter Steiner ein, dann kommt er vorbei und ihr habt eine schöne Zeit zusammen und alle berichten darüber. Ich meine, das hat ja auch zur Folge, dass wenn du die Creator einlädst, die deine Leute im Team automatisch folgen und konsumieren, dass deine Leute im Team auch beginnen, mit denen zusammen Fotos zu machen und davon zu berichten und das vielleicht auch als ersten LinkedIn-Beitrag zu teilen, einfach weil sie das Gefühl haben, jetzt wären wir langsam locker und trauen uns das auch zu. Also ich glaube, es hat halt auch so vielen mehr Ebenen eine Win-Win-Situation, statt dieses, ich buche mir irgendwas, bekomme irgendwas und dann ist die Partnerschaft auch wieder zu Ende. Aber erzähl mal, wie würde denn so eine perfekte Partnerschaft auf Augenhöhe miteinander aussehen? Gibt es da so Beispiele oder wie
Pauli: total.
Paul: Wie wäre denn dein Vorgehen zu sagen, so jetzt kommt so ein KMU, da gibt es eine Möglichkeit, die haben vielleicht auch Interesse, die wollen was. Wie würde man starten? Was wäre wichtig? Worauf müsste man achten?
Pauli: ist eine gute Frage, weil ich das noch nie gemacht hab. Aber normalerweise, ich beschreib erst mal, das abläuft, landet eine Anfrage von irgendeiner Marke in meinem Postfach. Dann guck ich mir das an, schau ich, passt das oder nicht. Dann gibt's einen ersten Call. Das Ding ist, der Regel findet dieser Call mit mir statt. Und gar nicht mit dem Creator selbst, die haben ganz andere Sachen zu tun. Wenn ich natürlich darüber nachdenke, dass irgendwie ... wahrscheinlich irgendwie diese Vertrauensbasis ... von Brands, die schon viel mit Creators zusammenarbeiten, eine ganz andere ist. Die kennen das schon, dass die erst mal nur mit den Managements in Kontakt sind und gar nie irgendwas von dem Creator hören. Also sind wir mal ehrlich, die letzte Kampagne, die ich mit Patrick gemacht hab, der hat nicht einmal mit der Agentur oder nicht einmal mit dem Kunden kommuniziert. Das war alles ich. Ich hab ihm das alles weitergetragen. So sieht der Content aus in Whatsoever. Und ich glaube, wenn man mit KMUs kommuniziert, dann muss das anders sein. Also ich würde tatsächlich sogar dann wirklich hingehen und sagen, okay Sprecht doch einfach mit Patrick selbst. Lernt den erst mal kennen. Was ist ja eigentlich für ein Typ, weil das die meisten natürlich nicht unbedingt in so einem lustigen Call genauso sind wie im Internet, das ist vollkommen klar. Aber ich glaube, das schafft dann auch erst mal, so eine Anfangsbarriere zu durchbrechen, wenn die halt sehen, okay, da ist jetzt nicht auf Ernst so ein Management dazwischen geschaltet und noch mal eine andere Agentur, sondern hey, sprecht mit dem Creator selbst. Und wenn es dann hart auf hart kommt ... Kommen wir euch auch mal besuchen, gucken wir uns mal an, was hier vor Ort abgeht. Das kommt natürlich ganz drauf an, was am Ende an Geld rausspringt. Aber ich glaube, in solchen Fällen hilft es schon nicht, sich da irgendwie fancy als Mensch mit dazwischen zu schalten, sondern direkt einfach die Einstiegshürde zu nehmen und zu sagen, das ist die Person, der ihr zusammenarbeitet. Lernt sie einfach mal kennen. Let's see. Und das würde ich tatsächlich machen. Ansonsten, das ist natürlich immer ein Topic. schwierig und das betrifft nicht nur KMUs, sondern auch ganz viele andere Unternehmen. Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe bedeutet natürlich immer Vertrauen auf beiden Seiten und Vertrauen auf beiden Seiten bedeutet, dass auch das Unternehmen dem Creator vertrauen muss, dass am Ende da guter Content dabei rumkommt, ohne sich selbst das Cringes auszudenken, was die Person machen soll. Das funktioniert nicht. das ist jetzt mein Appell nicht nur an alle KMUs, sondern generell an Unternehmen. Es hilft nichts, wenn... Wir sagen, arbeiten auf Augenhöhe, aber dann legen wir dann Skript vor und sagen, hey, Creator XY, liest doch mal das vor. Das funktioniert nicht. Also, die sind Content Creator, weil sie wissen, wie man Content kreiert und was bei der Audienz am besten ankommt. heißt, Augenhöhe bedeutet, vertraut dem Creator selbst. Wir vertrauen euch ja auch und sagen so, das Produkt, das kriegen wir irgendwie richtig fancy in die Welt geschossen whatsoever. Das heißt, also das ist auch noch mal ... Zusammenarbeit auf Augenhöhe und ansonsten glaube ich ist einfach wichtig, irgendwie oft miteinander zu kommunizieren. Was sind die Erwartungen überhaupt? Auch ganz klar zu sagen, das ist glaube ich bei Leuten, die jetzt irgendwie noch nie mit Creatern zusammengearbeitet haben, auch etwas, was vielleicht nicht ganz so einfach zu verstehen ist oder was sie auch gar nicht erwarten. Es wird nicht so sein, dass du mit einem Nischen Creator zusammenarbeitest und deine Sales nach der ersten Kampagne direkt durch die Decke schießen. Es geht ganz oft erst mal Brand Awareness. Es ist nicht so, wenn du irgendwie eine Ad schaltest, dass du dann da deinen Sales Funnel hast und genau gucken kannst, wie viele Leute haben da draufgeklickt. Ich glaube, das ist viel Awareness-Arbeit, die dann wahrscheinlich auch einfach noch stattfindet, den Leuten zu erklären, so hey, ihr werdet jetzt nicht eure Sales durch die Decke schießen sehen. Das funktioniert meistens einfach nicht. Es geht ⁓ Awareness, es geht Brand Awareness und darum, dass erst mal die Audienz sieht, okay, Creator XY arbeitet jetzt mit eurer Company zusammen. und wir schauen mal, was daraus wird. Ich glaub, das verstehen viele auch nicht. Das ist auch ganz wichtig, dass man möglichst ehrlich und transparent ist. Was sind die Erwartungen? Und was können wir überhaupt liefern als Creator und als Management? Weil da herrscht, glaubt auch immer, ganz viel Uneinigkeit innerhalb der Branche. Was ist denn überhaupt möglich und was ergibt überhaupt Sinn? So. Und ich glaube, dann ist man eigentlich good to go. Im Nachhinein natürlich immer noch transparent über die Zahlen kommunizieren, weil das ist ja klar. Ich glaube, es ist eben ... Viel, viel weniger kompliziert, man sich das am Ende wirklich vorstellt. Einfach gut miteinander komplizieren. That's it so.
Paul: Aber ich würde noch, also wir sind ja der Marken Podcast hier. Ich würde noch mit davor ziehen, also ihr müsst halt als Unternehmen schon wissen, was euch ausmacht und was ihr überhaupt, also was gesagt werden soll über euch. Ihr müsst euch selber kennen, weil wenn ihr euch nicht selber kennt und nicht selber Einheit darüber herrscht, was ihr macht und was ihr überhaupt verkauft und anbietet, wie sollen das dann Creator für euch interpretieren und rausfinden? Also je besser man das selber von sich weiß, desto einfacher kann. auch dieses Vertrauen nach außen bringen, von wegen so guck mal, du weißt ja was wir machen, jetzt übersetzt das mal und wir vertrauen dir, weil wir genau uns gut kennen und uns auch selber vertrauen können. Ich glaube Und das führt ja dazu, das hatte ich nämlich bei dir mal gelesen und fand es einen sehr spannenden
Paul: Dass Leute aus purer Unsicherheit dann einfach 100 Punkte schnell zusammen schreiben auf entspannten 58 Seiten, was man auf keinen Fall machen sollte und was man unbedingt machen soll. man erhofft sich ja davon, dass dadurch der Content besser wird, aber er wird eigentlich schlechter. Oder?
Pauli: Ja, das ist ja jetzt nicht nur beim Content so, sondern ich würde jetzt einfach mal ganz bold behaupten, das ist auch so auf deiner Website und das ist auch so sonst, wenn du nach außen kommunizierst, je länger die Liste an USPs und an Sachen ist, die du kommunizieren willst, desto unsicherer ist das alles. Und so ist es halt auch in der Creator Economy oder mit Creator Marketing. Wenn du einem Creator eine dreiseitige Liste gibst mit, ja das musst du alles über das Produkt erzählen, dann sorry, dann checkst du dein Produkt selber nicht, wenn es nicht die drei Punkte gibt. die dein Produkt outstanding machen, dann haben wir ein ganz anderes Problem. Also dann ist nicht das Problem der Creator, sondern dann ist das Problem, dass du nicht in einem kurzen Satz zusammenfassen kannst, was dein Produkt so geil macht. Ich glaube, da müssen wir wo ganz anders ansetzen. Es gibt ja natürlich aber auch die Companies, die das eigentlich schon ganz gut können und dann den Creators nicht zutrauen, das ganz gut auf den Punkt bringen zu können. Und was ich natürlich schon verstehe, ist, dass es immer Do's and Don'ts gibt. dass man jetzt irgendwie nicht Konkurrenzprodukte in einem Werbevideo nennt oder keine Ahnung, dass man irgendwie jetzt kein Wording benutzt, womit sich der Kunde jetzt überhaupt gar nicht identifizieren kann. Das kann ich natürlich nachvollziehen, aber das ist auch einfach kurz in einem Call besprochen. Dafür brauche ich jetzt keinen fünf Do's and Don'ts Sheet, das mir sagt, ja, dann musst du noch das sagen und noch das sagen und noch das sagen. Ich glaube, wenn du so confident über dein Produkt bist, und das Produkt so geil ist und der Creator das auch geil findet, dann brauchst du keine sechs Seiten, das zu erklären.
Paul: würde man aber direkt mit einer langfristigen Zusammenarbeit beginnen.
Pauli: In der Regel eigentlich nicht, nee. Das kann ich aber auch nachvollziehen tatsächlich, weil es bringt ja nichts, wenn ich jetzt irgendwie direkt einen Retainer über 10 Reals oder was weiß ich was unterschreibe, wenn ich überhaupt nicht weiß, können wir gut zusammenarbeiten, ist die Audience überhaupt ready des Creators für das Produkt selbst. Also es ergibt, auch wenn ich das als Management für meine Creator natürlich ganz toll finden würde, wenn alle sagen würden so, hey, ja, da arbeiten wir doch direkt über ein Jahr lang miteinander zusammen. würde ich natürlich schon immer sagen, dass es Sinn ergibt, erstmal anzutesten. Okay, wie reagiert die Audience auf das Produkt? Wie kommen wir überhaupt miteinander klar? Haben wir irgendwie die gleichen Vorstellungen von, wie der Content funktioniert? Wie kann eine langfristige Partnerschaft überhaupt aussehen? Man kann jetzt natürlich nicht erwarten, dass nach zwei Calls und einem Briefing-Sheet die Connection so gut ist, dass man direkt über mehrere Jahre zusammenarbeitet. Also das wäre, glaube ich, utopisch zu denken, auch wenn das wahrscheinlich immer das sinnvollste beidseitige Ziel ist. Aber es ergibt schon Sinn, einfach mal anzutesten, wie funktioniert das, kommt unser Produkt gut an, sind die Klicks gut, arbeiten wir gut zusammen und das kann man meistens schon nach ein, zwei bezahlten Kooperationen ganz gut feststellen, ob das funktioniert oder nicht.
Vinz: Was wäre denn der übliche Weg, zeitlich und aufwandtechnisch? Wie würde das ungefähr aussehen? So eine Regel. Wie man sich so beschnuppt. Ja, oder einfach so eine entspannte Kennenlernphase. Wie muss ich mir das vorstellen? Geht das keine Ahnung, drei Monate? Oder ist das irgendwie... Weil du sagst ja gleichzeitig, es geht ja nicht darum, keine Ahnung, wie mit Paid-Ads möglichst schnell, möglichst viel...
Pauli: Für was jetzt? Für eine längerfristige Zusammenarbeit oder für... Mal schauen.
Vinz: Sales herausholen. Das Ziel ist, Vertrauen aufzubauen. Brand awareness schaffen. Aber was ist dort der sweet spot von einer entspannten Kennenlernphase, da seitens Creator, aber auch seitens Unternehmen ein Feeling Wie muss ich mir das vorstellen? Oder die Leute, die das hören?
Pauli: Also, ich glaub, wenn wir jetzt über langfristige Partnerschaften sprechen, dann ist da der Sweet Spot erreicht, in dem die Audience weiß, das ist doch der, der immer mit der Leica fotografiert, oder das ist doch der, der immer X macht. Also, sobald, glaub ich, Creator und Produkt so eine Art, ich sag mal, Einheit sind und mir klar ist, okay, also, wenn der Typ fotografiert ... dann nur mit dieser Kamera. Und dann ist es gar nicht so dieses, ach, das ist doch der, der immer Werbung dafür macht, sondern das ist der, der so gute Fotos mit dieser Kamera macht. Oder das ist doch der, der seine Brezeln immer nur bei Bäckerei XY ist whatsoever. Ich glaube, da ist dann der Punkt erreicht, in dem man sagen kann, das ist eine Zusammenarbeit, die gut funktioniert, wenn man jetzt mal irgendwie ganz weggeht von den ganzen anderen KPIs, die man da sonst noch so messen kann. Das würde ich sagen, aber das ist natürlich ein... Ja, sagen wir mal, weiter Weg, wenn du natürlich als Creator deiner Audience nicht jeden Tag mit Werbung vollballern willst, sondern vielleicht nur einmal die Woche mit dem einen Produkt. Das dauert natürlich ein bisschen. Klar, braucht man schon auch einen langen Atem und natürlich auch irgendwie der Seite des Unternehmens, Vertrauen, dass es schon auch bisschen Zeit braucht und jetzt nicht mit drei Reels irgendwie deine Verkäufe ansteigen oder die Leute sagen, ach so, das ist ja der, der immer nur mit der Kamera. fotografiert, sondern das braucht natürlich mehrere Touchpoints. Aber das ist ja eigentlich wie in jedem anderen Sales-Prozess auch. Ich gehe außerbei Lebensmitteln und vielleicht anderen Sachen, die ein bisschen weniger Geld kosten, ja auch nicht in den Laden und sage, das nehme ich jetzt, ohne mir Gedanken darüber zu machen. So ist das auch in der Creator-Economie.
Vinz: Aber ich stelle mir das schon schwierig vor. Vor allem das Sicht unternehmen. Weil vielleicht die Awareness dieser Seite nicht so krass ist. Dass es halt auch lange Zeit geht. Dass es auf verschiedene Sachen ankommt. Wie viele Mal in der Woche spielst etwas aus? Über was für eine Zeit, reden wir? Drei, sechs Monate? Bis die Verbindung zwischen Creator und Unternehmen.
Paul: Was ist?
Vinz: und dessen Produkt- oder Dienstleistung besteht. Ich das Gefühl oder... Sagen wir, wenn ich falsch schliege, dass da teilweise auch recht viel Potenzial frühzeitig beendet wird, weil halt Seitenunternehmen vielleicht auch so bisschen ganz andere Erwartungshaltungen an das ganze Creator Game Oder...
Pauli: Ich glaube, ist das, was ich auch vorhin meinte bei, wie kann man auf Augenhöhe zusammenarbeiten? Ich glaube, wenn man natürlich auf Seiten des Creators oder des Managements nicht frühzeitig klarmacht, du wirst nicht ab Reel 3 direkt sehen, dass die Leute dein Produkt bestellen oder zu dir in den Laden laufen und die Erwartungshaltung von vornherein schon mal klarmacht, dann ist die Ungeduld vielleicht nicht ganz so groß. Was natürlich trotzdem wichtig ist, ist, dass man an der einen oder anderen Stelle schon Sachen einbauen kann, die dann auch das Gefühl geben oder auch greifbar machen, okay, das funktioniert. Ja, in der Regel arbeiten Creator mit Rabattcodes oder mit so klassischen Links, die man dann in der Story anklicken kann. Also das ist natürlich, ergibt natürlich schon Sinn, das dann auch mal zu machen, aber das ist halt nicht das, was ich irgendwie Unternehmen empfehlen würde, nur darüber zu gehen. Also so klassisches Affiliate-Marketing ist natürlich
Vinz: Mh.
Pauli: am besten messbar, aber auch am allerwenigsten langfristig. Das heißt, wenn man eine gute Mischung aus beidem findet, dann kannst du auf der einen Seite das Bedürfnis befriedigen, schnell Ergebnisse zu sehen und zu sehen, zieht das überhaupt, bestellen Leute aus seiner Audience überhaupt das Produkt. Und wenn du aber nicht nur über affiliate arbeitest, sondern auch ab und zu einfach mal einen real einstreust, indem du nicht sagst mit dem Code, Patrick 20 kannst du übrigens 20 % sparen, sondern das Produkt einfach sehr nativ. in den Content mit einfiest, dann hast du eigentlich beides zusammen und das ist so, glaube ich, ganz gutes Best Practice, wie man längerfristige Partnerschaften auch aufrechterhalten kann und dann nicht irgendwie Menschen an Ungeduld zugrunde gehen.
Paul: doof gefragt, wie wird das in Zukunft mehr hinauslaufen Richtung Sponsorship? Also fast wie im Sport. Ich denke jetzt gerade so an Patrick mit Think Like an Athlete, dass dann halt adidas kommt und sagt, guck mal, hier kriegst du uns Sportklawotten. Immer wenn du draußen irgendwie dein Content macht in Sportklawotten, dann guck halt, du adidas-Shirt trägst. Das so als Einweg oder halt als KMU-Sicht, die gehört irgendwie in ein Kleidergeschäft, dann laden halt die Leute ein, dass sie bei dir eingekleidet werden. regelmäßig vorbeikommen und das ist dann wahrscheinlich wieder komischer Content, also dann brauchst du noch lustigen Twist. denke nur gerade, dass es so viele unterschiedliche Ansätze gebe, wie kannst du denn jetzt ein Produkt da einfließen lassen oder halt eine Dienstleistung und Nextware, ich weiß es nämlich noch genau, die haben euch ein cooles Paket geschickt und ihr habt euch mega gefreut und das irgendwie war es eine ganz, ganz authentische Story, die daraus entstanden ist. Aber sowas bleibt dann fast mehr in Erinnerung als vielleicht anderer Content. wo ihr dann auch Werbung dafür macht.
Pauli: Das kann natürlich sein, dazu muss man, glaub ich, auch sagen, dass Lexway unbezahlte Werbung war. Das war random, dass sie uns das geschickt haben. haben uns total gefreut. ist nicht eine langfristige Creator-Partnerschaft, die wir mit denen haben. glaub, das ist noch mal ein ganz anderes Beispiel an, man Grüße haben sie total. Ich könnte den ganzen Tag über die Werbung von Lexway reden. Bin ich ehrlich? They did a great job.
Paul: Ja trotzdem liebe Grüße an Lexwear, falls da irgendjemand zuhört, ihr habt alles richtig gemacht.
Pauli: Und wenn es jetzt darum geht, wird es langfristig auf Sponsorships hinauslaufen. Ich wünschte, ich könnte so einfach Ja sagen. Ich glaube, im Sportbereich funktioniert das relativ gut. Aus meiner sehr deutschen und sehr managementigen Sicht würde ich sagen, schwierig, weil theoretisch müsste ich jeden Content, den ich mache, zumindest in Deutschland, ich weiß nicht, wie es in der Schweiz ist, dann mit Werbung kennzeichnen. Wenn ich dann Kleidung meines Sponsors anhab, dann habe ich da ja sozusagen wirtschaftliches Interesse verfolgt. und dann muss ich das mit Werbung kennzeichnen. Ich weiß, dass das nicht alle Creator machen und ich weiß, dass da auch nicht alle Marken so drauf stehen, aber so rein vom rechtlichen Standpunkt wird der Trend dahin nicht gehen, weil sonst hast du nämlich in jedem Video, das du machst, wenn du zufällig dann deine Adidas-Klamotte an hast, steht dann da halt Werbung. Was aber ganz gut funktioniert ist, wenn man dann so in seine Instagram-Bio schreibt, Adidas-Partner oder so, dann Ist das vielleicht eine rechtlich graue Zone, aber grundsätzlich würde ich sagen, ist das schon eigentlich ein ganz guter Weg, vor allem aber auch für Brands, weil gleichzeitig, also wenn du halt sagst, ich arbeite langfristig mit einem Creator zusammen, in der Regel, wenn man gute Verträge dann macht, bedeutet das, dass dieser Creator auf gar keinen Fall in der nächsten Zeit mit einem Konkurrenzprodukt arbeitet. Und wenn du da jemanden gefunden hast, der super zu dir passt, Und wenn Adi das da natürlich irgendwie tolle Athletinnen hat, dann werden die eben einen Vertrag unterschrieben haben, dass sie, selbst wenn die Kooperation endet, x Monate danach nicht mit einem Konkurrenzprodukt arbeiten. Die werden dann erstmal keine Werbung für Nike machen. auch jetzt auch wirklich ganz rein wirtschaftlich und rechtlich gesprochen, ergibt es natürlich ultra viel Sinn zu sagen. Wir machen eine langfristige Partnerschaft und wir versuchen unser Produkt, so gut es geht, nativ. mit in den Content einschließen zu lassen, auch wenn das rechtlich halt natürlich immer ein bisschen schwierig ist. Muss ich an der Stelle jetzt auch sagen, weil wenn ich im Internet schon immer so laut bin und sage Leute kennzeichnet eure Werben richtig, dann werde ich das hier jetzt auch nochmal sagen.
Paul: Ja, war das spannend, weil ich mal zwischenzeitlich dachte, der Trend geht vielleicht wirklich dahin, dass größere KMU oder Unternehmen allgemein sich immer mehr In-House-Creator holen. Also Creator-Ds, die es natürlich im echten Leben gibt, die auch aktiv sind, aber die dann wie eine einmalige oder exklusive Partnerschaft mit einem Unternehmen haben. So bisschen wie in der Kreativ-Szene gibt es so die festen freien Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen, die halt dann nur für eine Agentur arbeiten. Das ist genauso steuerrechtlich eine absolute Grauzone. Man darf bestimmte Prozentsätze da nicht Aber so aus dem wirklich Markenbildungsaspekt macht es halt absolut Sinn zu sagen, guck mal, wir sind hier irgendwie eine große schweizweit agierende Tischlerei, wir haben unterschiedliche Standorte. Natürlich beschäftigen wir zehn Leute bei uns, die ihre eigenen Tischlereiprodukte machen, aber nur auf Content-Basis. Und die sind nicht bei uns fest angestellt, aber mit denen arbeiten wir halt zusammen. keine Ahnung, wie das dann wäre mit Werbungskennzeichnung, aber da sehe ich halt einen schon Trend. Pauli (1:00:44) total. Ja, ich glaub, nicht so doll, dann, ja, also ich glaub, da ist das mit der Werbungskennzeichnung schon noch mal bisschen was anderes, weil sie da ja nicht irgendwie wirklich so ganz präsent das Produkt da in die Kamera halten oder beim Sport da nur die Adidas-Klamotte tragen. Also das ist dann ja, wenn die dann wirklich mit dieser Tischlereitssammarbeit nur dann auch ihren Job machen und dann halt vielleicht alle drei Reels mal sagen, ja, ich mach das da, oder vielleicht in den Kommentar schreiben, ja, das ist die Tischlerei, in ich das immer mache. Kann man da schon umgehen, dann muss man mal ein Auge zudrücken. Aber ich glaube, wenn du es schaffst, Marke mit Creators zusammenzuarbeiten, dass die Audience sagt, das ist doch der, der immer das macht. Auch ein aktuelles Beispiel im TikTok drin. Da gibt es einen, heißt Alex oder nennt sich auch Anc, also Onkel, Unc. Und der hat vor ein paar Wochen angefangen, TikTok zu machen, und ist unglaublich krass gewachsen. Und der arbeitet jetzt mit ESN zusammen und platziert das wirklich auch wo immer wo immer er kann, mal richtig und mal nicht so richtig liebe Grüße gehen raus und der ist jetzt halt der Typ, der ESN Werbung macht. Das nach ein paar Wochen schon, Also das hilft und der wird jetzt auch für die nächsten x Monate oder Jahre für keine andere Supplementenmarke Werbung machen. Paul (1:02:05) selber erstmal ein Ei gelegt, aber klar, das finanziert ja natürlich schon die Miete auch. Pauli (1:02:09) Klar, und das ist natürlich für die Brand auch cool. also ohne das jetzt ... Man muss das auch nicht so aggressiv machen. Wie du sagst, dieser Fotograf, dann immer nur mit dieser einen Kamera fotografiert, das ist ultraauthentisch. Wenn die Brand dann sagt, wir sponsen nicht dafür, dass du was machst, wir supporten dich mit Produkten oder whatsoever, ergibt Sinn. ist der, immer mit Leica fotografiert. seh das schon. Paul (1:02:33) Wird mich noch interessieren, wie ist denn so aktuell der Standardweg bei dir als Managerin? Wirst du viel von Agenturen angefragt für bestimmte Kampagnen oder von Unternehmen eher direkt? Die sagen so, pass auf hier, hast die coolen Leute, wir haben eine Idee, kommen wir da irgendwie zusammen. Pauli (1:02:51) Das kann ich so pauschal gar nicht sagen. Mein Lieblingsbeispiel für das Unternehmen, das das dauernd anfragt, ist Temu. Die machen das selbst. Die haben da keine Agentur dazwischen gestellt, sondern eine automatisierte E-Mail, alle zwei Tage reinkommt. So, hallo, willst du nicht mit uns zusammenarbeiten? Aber in der Regel sind es eher Agenturen, die dann kommen und sagen, hallo, haben Kunde XY, der macht Kampagne über das und das, hättet ihr nicht Bock mitzumachen, oder? Paul (1:02:59) ⁓ spannend. Pauli (1:03:21) Und dann, wenn man das Gefühl hat, ja, das ist ein Produkt, eigentlich ganz gut zu create hab, X, Y passt. Jetzt meistens in den Call, ⁓ abzuchecken, ist das wirklich so? Was steckt denn eigentlich dahinter? Oder ich speziell, weil ich auch ein sehr starkes Wertekonstrukt habe, sag ich mal, ich recherchiere mich natürlich schon vorher immer wirklich ganz tief in die Brandreihen. Wer ist denn da so beteiligt? Es gibt natürlich auch ganz viele Produkte, die dann irgendwie Nestle als ... Riesenanteilseigner haben. Und das sind natürlich keine Companies, mit denen ich gerne zusammenarbeiten möchte und meine Creator auch nicht. Aber wenn das denn alles cool ist, gibt es dann meistens den ersten Call, dann wird so bisschen gesprochen, was ist denn das Ziel der Kampagne, was erwartet ihr denn so? Und dann wird sich auch meistens relativ schnell schon auf den Preis geeinigt. Paul (1:04:08) Aber lass uns noch mal kurz die Perspektive wechseln, weil du bist ja nicht nur Interessensvertretung für, damit ein Unternehmen das bestmögliche Ergebnis bekommt, sondern genauso auch praktisch wie die Schutzwahl für deine Creators, dass sie dir natürlich das Vertrauen abgeben, dass du die perfekten Partnerschaften zusammenbringst. in meinen Augen wirklich die Übersetzerin schlechthin, die einfach aus beide Welten irgendwie versucht zusammenzubringen. Pauli (1:04:33) Ja, it's a people's game. Also, ist natürlich schon unglaublich wichtig, dass der die Creatorin mir zu 1000 Prozent vertraut und auch darauf vertraut, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen im Sinne des Creators handle. Also, es ist schon, da muss schon maximales Vertrauen herrschen, weil klar, was natürlich super wichtig ist, auch falls das irgendwie angehende Creator vielleicht mal hören, optimalerweise ... können die Creator natürlich auch immer Zugriff darauf haben, was ich so mit Brands kommuniziere und welche Brands so anfragen. Aber das beste Szenario ist natürlich, in dem der Creator sich selbst mit diesen ganzen Sachen nicht auseinandersetzen muss und wirklich nur das bei ihm oder ihr ankommt, was dann am Ende auch die Kooperation ist. Das heißt, es erfordert natürlich schon sehr viel Vertrauensarbeit im Voraus und dann eben auch während der Kampagne dass das auch alles gut funktioniert. Weil am Ende des Tages bin ich eben die Person, die auf der einen Seite mit der Agentur kommuniziert, die wiederum mit dem Kunden kommuniziert und auf der anderen Seite mit der Creatorin, die dann entsprechendes Content-Piece machen muss. Und dann ist es natürlich sehr viel Kommunikationsarbeit, das ist klar. Aber ich glaube, das ist auch super wichtig, dass es Menschen gibt, die da so ein bisschen dazwischen geschaltet sind. Weil ich glaube, wenn man sich als Creator da in dem ganzen Admin-Scheiß verliert, da geht auch bisschen Kreativität verloren. Also wenn ich keine Ahnung vor einem Tag noch irgendwie über mein Budget verhandelt hab und das vielleicht ein bisschen zäh war und jetzt irgendwie das allerschönste Content piece mei's Lebens raushauen soll, schwierig und deshalb gibt's diese Management und ich glaub das ist auch gut, dass es die Weil ich bin natürlich total detached von dem Content. Also Beispiel Patrick, ja, ich guck seinen Content natürlich an und ich finde natürlich auch gut, ich bin nicht die Zielgruppe. Paul (1:06:05) Die gut. Pauli (1:06:16) Ich will damit auch nur Geld verdienen. Er ist nicht detached von seinem Content. Er ist natürlich total davon abhängig, wie viele Leute haben das geguckt, hat das gut performt oder nicht. Ich natürlich, at some point auch, weil ich damit auch mein Geld verdiene, aber ich setze mich nicht vor das Handy und denke mir so, mein Gott, jetzt hat das 10.000 Views weniger als das letzte Mal. Und ich bin absolut detached davon, was da abgeht. Deshalb kann ich mit sehr kühlem Kopf mit dem Kunden kommunizieren, sehr kühlem Kopf einen Preis ausverhandeln. keine Ahnung, mir hängt das jetzt nicht mit meinem Ego zusammen. So und es ergibt glaube ich schon total Sinn, irgendwie jemanden dazwischen zu haben, da irgendwie sehr neutral an die Sache rangehen kann. Paul (1:06:58) Das haben wir jetzt auch gemeinsam herausgefunden. KMUs sind ein riesengroßer Markt, der, glaube ich, in Zukunft noch relevant werden wird. Wo man dann schon sagen kann, übernimmt vielleicht Management eine neue Funktion auch direkt auf KMU zuzugehen, Möglichkeiten überhaupt erst rauszugeben. Also weniger dann noch so die dritte Instanz in Form von Agenturen zu haben, die dann, weil ich ja auch die Erfahrung gemacht habe, dass je mehr Leute involviert sind in solchen Prozessen auch immer Entscheidungsrunden Rolle spielen und bestimmte Themen, die wichtig sind, dann auch schnell versickern, dass man da vielleicht dann schon in Zukunft auch wieder hinkommen wird. Zu sagen, man arbeitet halt direkter miteinander zusammen oder wie du auch meintest, wenn es halt ein KMU ist, dann lernt halt Patrick oder Creator XY persönlich kennen und findet raus, ob das passt und stimmig ist und ob man gemeinsam mit direkt eine Idee hat, wenn alle im Hintergrund ihre Hausaufgaben gemacht haben. Also Pauli (1:07:33) Hm. Paul (1:07:54) der Creator, die Creatorin, die Zielgruppe perfekt kennt und weiß, was funktioniert, auch für sich selber als Content, und Weise. Und das Unternehmen perfekt weiß, was das Unternehmen gern darstellen möchte und wie die drauf sind und was sie gern machen. Dann kommt man, glaube ich, relativ entspannt zusammen. Pauli (1:08:10) glaube auch, wobei ich ein bisschen Zwiegespalten darüber bin, weil ich mir auch sehr gut vorstellen kann, und ich verspreche euch, werde es ausprobieren den nächsten Tag. werde auf KMUs jetzt zugehen, weil es interessiert mich selbst, dass ich mir tatsächlich vorstellen kann, dass schon auch Skepsis da ist, einfach so ein random Creator-Management in deiner E-Mail-Inbox landet und sagt, hallo, können wir mal zusammenarbeiten? Also, es ist vielleicht schon was anderes. Wenn ich da in die DMs leide, als wenn das irgendwie die lokale Marketingagentur macht und vielleicht vorschlägt, wollen wir nicht mit Creators zusammenarbeiten, das kann ich nicht abschätzen, das wisst ihr wahrscheinlich besser als ich. Aber wenn da sowieso schon so bisschen Skepsis gegenüber den fancy Creators ist, dann weiß ich nicht, wie Menschen reagieren, wenn ich da direkt als Management so reingehe und sag so, Personics Y wäre doch richtig gut für euch. Vinz (1:08:47) Mh. Aber es ist... Es ist doch wie überall. Du kannst dir jetzt auch einfach überlegen, auf KMU-Ebene, gibt es denn da für eine Branche, die mich interessiert? Mich persönlich als Mensch oder dir als Managementperson. Und dann melde ich bei denen. Denn dann hast du automatisch schon ein bisschen ein Draht zu denen. Das ist auch das, was wir immer sagen. Es bringt ja nichts, wenn du alle... Pauli (1:09:18) Hm. Vinz (1:09:23) abholen willst, sondern denk doch zuerst bei dir, mit was für Leuten kannst du dich identifizieren oder was gefällt dir und dann gehst du auch mal schnell auf deine Zielgruppe selber. Cool. Pauli (1:09:34) Ja, fair point. Ich verspreche euch, ich werde es ausprobieren. Paul (1:09:37) Ja, super gerne. ich glaube, ein Hauptmerkmal, das wir so über die Jahre immer wieder rausgefunden haben, dass man sich, wenn man sich so in die Unternehmenspersonen reinversetzt, also Chefin, dass die in meisten KMUs wirklich alle Fäden in der Hand halten. Die haben halt nicht diese C-Level-Struktur, wo die genau wissen, ich habe da irgendwie eine Marketingperson, die kümmert sich nur da drum und die hat da drunter eine Eventperson und die macht nur Events und so weiter, sondern dass man Vinz (1:09:55) Hm. Paul (1:10:05) alles über den eigenen Tisch laufen hat. dann kommen halt ganz viele Menschen an, die dir verkaufen wollen, guck mal, du brauchst eine neue Website, guck mal, du brauchst ein neues Team Event, guck mal, du brauchst neues Branding, wer hätte das gedacht? Und dann kommst du auch noch an und sagst, guck mal, ihr braucht aber eigentlich Creator, die für euch das machen. Wenn man dann aber rausfindet, dass es ja auch bloß Menschen sind und die sind mitunter dankbar, wenn man denen halt einen coolen Vorschlag bringt von wegen so, guck mal hier, da gibt es eine Möglichkeit, wir nutzen selber eure Produkte oder was auch immer, wir nutzen gerne eure Dienstleistung. Pauli (1:10:19) Hmm... Paul (1:10:35) Wir haben eine coole Idee, wollen wir mal darüber reden, ob es irgendeine Möglichkeit gibt, kennenzulernen oder was auch immer. Also so dieses Hilfe anbieten dafür. Ich glaube, sind entweder die Leute abgeneigt, aber dann willst du auch nicht mit denen zusammenarbeiten. Das machen wir ja auch ganz klar. Oder es eröffnen sich halt neue Möglichkeiten und man kommt irgendwie zusammen. ich glaube, so über alle Interviews hinweg, was wir schon gelernt haben oder was auch beispielsweise Christopher perfekt auf den Punkt gebracht hat, so mach halt Events mit. Pauli (1:10:48) Hahaha! Paul (1:11:03) Partnern, Partnerinnen zusammen. Organisiere das doch über den Tellerrand hinaus. Du musst nicht alles immer komplett alleine machen müssen. Und wenn es da einen Sweet Spot gibt und du weißt, da gibt es eine Agentur, die arbeitet halt super viel mit KMUs im Schraubenbereich zusammen, weil wir gerade gemerkt haben, das ist ein Thema bei dir, dann geh halt auf die zu und dann arbeitest du mit denen zusammen und dann entwickelt sich daraus was. Also ich das wäre so echt so über die letzten Folgen immer mehr bewusst geworden. Pauli (1:11:18) Hehehehehe Vinz (1:11:21) Genau. Paul (1:11:31) Wir sollten uns alle wieder locker machen von diesen ganzen Labels, die wir uns selber auferlegen und einfach rausgehen und sagen, guck mal hier, ich habe irgendwie Interesse an einem bestimmten Themengebiet, ich bin auch bloß Mensch, also warum nicht einfach die Person anschreiben und gucken, ob man gemeinsam was auf die Beine stellt. So und dann einfach raus damit. Pauli (1:11:46) Ja, absolut. Ja, hast recht. I will try. Paul (1:11:50) Perfekt. Sehr gut. Vinz (1:11:52) Und wenn du richtig hardcore machst, Leute ist an. Paul (1:11:57) ⁓ ja, das ist dann schmerzbefreit. Pauli (1:11:58) Ich bin aber so eine Generation, den Hörern die Hand nehmen, schwierig. Ganz schwierig. Paul (1:12:05) Fühle ich, fühle ich. Vinz (1:12:05) Aber, aber, aber, aber, die Generation oder die Zielgruppe oder, wie gesagt, Chefs in den KMUs sind eher die, die einfach auf den Punkt kommen. Pauli (1:12:17) Ja, ja, versteh schon. Vinz (1:12:19) Und wenn du einfach das Muff anrufst und so bisschen den Chargade rein hast, dann hast du schnell mal ein offenes Ohr. Paul (1:12:28) Und übrigens da Perspektivwechsel, die meisten die anrufen sind irgendwelche Vertriebler die ein Produkt verkaufen wollen. So und du sprengst dann das klassische Bild und dafür sind die alleine dankbar mit dir telefonieren zu können. Pauli (1:12:28) Ja, also wenn... Vinz (1:12:33) Ja. Pauli (1:12:39) Also wenn demnächst einer meiner Creator mit irgendeinem Schraubenhersteller aus Bad Württemberg zusammen arbeitet, dann wisst ihr was ich gemacht hab, dann hab ich ne Titten, ne Hörer in die Hand genommen. Paul (1:12:47) Dann hat's funktioniert. Sehr Vinz (1:12:49) Ja. Paul (1:12:50) Aber sag mal noch Richtung Schluss hin. Zwei kleine Themenblöcke haben wir schon noch, die wir gerne durchgehen möchten. Einerseits, du bist jetzt selber Creatorin. So ist das für dich ein Hindernis oder ein Vorteil, weil du das Gefühl beide Welten einmal Was hat es damit auf sich? Pauli (1:13:08) Ja, es ist bisschen random tatsächlich passiert. Also ich mach ja auf LinkedIn schon relativ lange Content und hab auch irgendwann angefangen, ich bin eine kleine Japperin, wie man unter den Jugendlichen so sagt, ich sprech einfach gerne so random Shit in die Kamera, hab irgendwann angefangen, so Sachen auf TikTok hochzuladen, so mal mehr, mal weniger. hat mehr oder weniger gut funktioniert. Irgendwann habe ich es gelassen und dachte, jetzt habe ich die Plattformmechanik verstanden. Ich glaube, es ist wichtig, Management zu checken, womit die Creator den ganzen Tag konfrontiert sind. Das war mein ursprüngliches Ziel. Dann saß ich vor Weihnachten zu Hause, als waren meine Eltern, und dachte mir, ich interessiere mich für eine Sache ganz doll. Frauen gibt es im Internet noch nicht so viele für. Es ist die Formel 1. Und von jetzt auf gleich hab ich mir einfach einen Handle gemacht und angefangen, Videos Ich glaube schon, dass das manchmal auch ein Hindernis ist. Also ich kann das ja tatsächlich auch sagen, weil's schon passiert ist. Einer meiner Creator, also Patrick, hatte eine Kampagne mit Wow. Das ist so ein Streamingdienst von Sky Sport. Und das kam zustande, weil die mich zuerst gefragt haben. Und dann war ich natürlich schon Auch zwischen zwei Stühlen, weil am Ende des Tages ist es natürlich schon so, Creator first. Ja, also ich hab einen anderen Job als mein Creator, hat mein Job, ist die gute Kampagne ranzubringen und nicht selbst in der Kampagne stattzufinden. Und mir war es dann, glaub ich, schon ganz wichtig, das auch zu schaffen, dass Patrick auch noch in dieser Kampagne mit drin ist, weil ich hätte das irgendwie sonst sehr, komisch gefunden. Und ich muss auch sagen, auf einer kommunikativen Ebene tatsächlich auch total komisch, wenn man für sich selbst verhandelt und dann auch für den Creator noch. Ich glaub, das ist nichts, was mich irgendwie in der Zukunft so begleiten wird, weil ich selbst eigentlich gar kein Geld mit meinem Content verdienen will. Ich mach's einfach, weil ich Spaß hab und ich möchte mich davon auch gar nicht so doll abhängig machen. Wenn ich morgen keinen Bock mehr hab, hör ich auch auf. Ähm ... Deshalb ist es eigentlich eher so eine random Sache, so passiert ist, von der ich grundsätzlich eher sagen würde, dass sie hinderlich ist als positiv. Auch wenn ich natürlich ... eher verstehe. jetzt, womit sich die Creator so ganzen Tag rumschlagen und wie deprimierend das ist, wenn ein Video auch immer gar nicht funktioniert. Also sonst kann man sich das natürlich irgendwie vorstellen, richtig nachempfinden kann man es nicht. Also nachempfinden kann ich es jetzt schon, aber ich würde sagen, das reicht dann irgendwie auch. Paul (1:15:41) Aber ich glaube, das wird Schule machen, so was, weil das am Ende auch bloß eine coole Geschichte ist. Weißt du, du bist halt die einzige Creator-Managerin, die selber auch Creatorin ist und du machst es einfach, weil es dir Spaß macht. Also was gibt Schöneres? Ich glaube, ich bin so am Anfang meiner kurzen Agentur Minilaufbahn bei Finn Kliemann. Immer so das Paradebeispiel für alles, was random Content betrifft. Pauli (1:16:06) Mmh. Paul (1:16:06) weil er sich halt damals diesen Bauernhof geholt hat und dann hat er da einfach lustige Videos gemacht. Man hat auch überhaupt nicht als Zuschauerin oder Zuschauer verstanden, womit er jetzt konkret sein Geld verdient, war auch irgendwie egal, bis dann raus kamen, das waren halt Masken und das war alles nicht so cool, anderes Thema. Aber es war halt das Paradebeispiel für der, der macht einfach lustige Sachen so und der kann das machen, weil er damit auch Geld verdient. So und dass er ja parallel dann auch haufenweise Management Sachen im Hintergrund hat laufen lassen, das hat man gar nicht so mitbekommen. Aber ich finde eigentlich, dass das nur entspannt und schön, dass wir halt in eine Zeit hinkommen, dass du nicht mehr eine Rolle spielen musst, sondern dass du das einfach bist halt Pauli und du machst dies und du machst das und du machst vielleicht auch noch irgendwann was anderes. Und irgendwie bringt man dann alle Sachen zusammen. Und das ist dann wiederum ein neues Modell, was Schule machen wird. Ich glaube, darauf wird es hinauslaufen. Pauli (1:16:54) Ja, hoffe ich tatsächlich. Ich glaube auch generell, wenn man sich irgendwie so die komplette Branche anguckt, gibt es immer mehr Veränderungen und immer mehr Hybrid-Hollen. Also Creator sind inzwischen auch UnternehmerInnen. Es ist auch total dumm, wirklich nur eine einzige Sache zu machen in dem Business. Von daher glaube ich, könnte man sich natürlich schon auch Gedanken darüber machen, wenn CreatorInnen auch eigene Produkte launchen oder eigene Unternehmen gründen. Warum sollte ich als Management nicht auch irgendwas anderes machen? Das check ich schon. Ich werde es jetzt einfach mal durchziehen und gucken, was daraus wird. Ich glaube aber trotzdem, sobald es tatsächlich sehr hinderlich für den eigentlichen Job wird, würde ich den auch immer bevorzugen und nicht das eigene Creator sein. ist es mir nicht wichtig genug, glaube ich. Paul (1:17:41) Aber dann gib doch noch deine Prognose für die Zukunft zum besten. ein paar Sachen haben wir schon angerissen, wo wir glauben, dass es sich dahin entwickeln wird. Hast du noch andere Punkte? So von wegen Creator Economy entsteht ja gefühlt gerade erst. Wahrscheinlich kommt jetzt noch die Verbindung mit KMO oder dass sich das Wissen streut mit hinzu. Aber hast du noch andere Punkte, wo du das Gefühl hast, daran wird es laufen die nächsten Jahre? Vinz (1:17:41) Okay. Pauli (1:18:05) Ich glaube, ich werde nichts anderes sagen als was diese ganzen Marketing-Gurus auch auf LinkedIn sagen. Ich glaube, es wird viel, nischiger, als es jetzt schon ist. Was für KMUs natürlich dann auch richtig gut ist, weil es nicht ... Also, diese ganzen großen, sehr heavy Lifesale-Creator, die werden nicht mehr so populär sein. Es geht eher auf Nische, weil Leute konsumieren eher gezielter Content. Und das wird auch noch gezielter werden. Ich werde Also da gibt es ja auch schon Daten und Studien dazu, dass Leute einfach nicht so random scrollen und einfach mal gucken, was geht so, sondern dass wirklich sehr, sehr gezielt nur noch Content konsumiert wird. Entsprechend werden Nischen wieder viel, relevanter. Liebe Grüße an eure KMU-Kundinnen, das ist sehr, gut. Und das Thema einfach Naherkeit und Community. Also das sagen auch ganz viele, das ist jetzt kein neuer Take von mir, muss ich auch ehrlich sagen. Aber das Creator wirklich nicht einfach nur Content in die Welt schießen, sondern auch mit der Audience interagieren. Und auch das wiederum ist für Brands natürlich total sinnvoll, wenn das nicht einfach nur eine Einbahnstraße ist und der einfach gesendet wird, sondern der einfach empfangen wird. Ja, das ganze Thema Co-Creation finde ich total spannend. Also mit der Community zusammenzuschauen, wohin geht die Reise eigentlich. Ja, und das ist auch für Brands total cool, wenn man sagen kann, so ja, wir haben jetzt eine Brandkorb. Mit Schrauben geht das jetzt vielleicht nicht so gut, aber mit, weiß ich nicht. eine Fashion Brand, die vielleicht nicht so groß ist und eher lokal operiert, einfach zu sagen, wir arbeiten mit Creator XY zusammen und wir co-create jetzt einfach unsere eigene Kollektion mit Creator X oder Whatsoever. Also Community, Co-Creation und Nischen. Ich glaube, das ist, was uns erwartet und was auch, glaube ich, für den Podcast eine ganz gute Zusammenfassung ist, weil dann müssen die KMUs da wirklich jetzt reinspringen, weil die Veränderung, kommt, die wird eigentlich fast nur Vorteile bringen. Paul (1:20:00) Wir werden uns jetzt im Nachhinein alle auf einen Schraubenhersteller stürzen und dann mal ein cooles Event auf die beiden Stellen mit Content Creators anwenden. Also alles anwenden aus den letzten Interviews. Vinz (1:20:06) Aber ich finde das so... Ich finde, kannst ja eben dort, dort ist es eben genau das Geile, wo du kreativ werden kannst. ich meine, es kommt mir jetzt... Wir haben jetzt immer über Schrauben gesprochen, aber was gibt es noch mal? Wir haben letztes Mal... mit meinem... ⁓ Ja, Logistiker haben wir geredet, mit Patrick und... Und eben sonst das Thema Wärme pumpen oder so, das fliegt immer auf. Oder generell? Paul (1:20:23) Logistiker war es mit Patrick. Pauli (1:20:34) Handwerk, Handwerk gut. Gut. Vinz (1:20:35) Handwerk. Aber da kannst Paul (1:20:36) Mmh. Vinz (1:20:37) du dir schon denken, keine Ahnung. Sag doch einfach mal, Wärmepumpe oder Heizungsinstallateur. Oder du jeden Monat einen Rafe-Boiler-Room-Party und kombinierst so irgendwie mit einem, weisst du, ich nicht, irgendwie einen Creator, machst so einen 24-Stunden-Rafe. Irgendwie so Zeug. Also du hast ja eigentlich so viel, eigentlich so eine lame Nische, kannst du so mit etwas Coolen verbinden, das irgendwo ... damit etwas zu tun hat. Pauli (1:21:06) einfach trauen. Einfach rausgehen und loslegen. Also, was ist das Schlimmste, passieren kann? Also, ne? Natürlich wird jetzt niemand irgendwas machen, was einen riesen Reputationsschaden verursacht. was wird für einen Reputationsschaden stattfinden, wenn du einen Rave veranstaltet hast? Und was passiert, wenn der Rave kacke war? Niemand wird sagen, ich war bei dem Rave von Logistiker Y, der war scheiße. Ja, okay. ... Ne? Vinz (1:21:19) ⁓ logisch, Paul (1:21:32) Ja, aber das ist doch die beste Story. Also du kannst erstens als Unternehmen selber hingehen und sagen, wir haben den beschissensten Rave der ganzen Welt auf die Beine gestellt und Leute werden davon berichten. Also das wird die Geschichte des des Jahrzehnts werden. Vinz (1:21:39) Haha. Pauli (1:21:39) Haha! Ja, auch das. Vinz (1:21:45) Hm. Pauli (1:21:45) ich glaube, solange man sich natürlich in sagbaren und machbaren Grenzen bewegt, ist das Schlimmste, passieren kann, nie schlimm. Also deshalb einfach ein bisschen mehr rausgehen, sich bisschen mehr trauen, auch einfach so außerhalb der Komfortzone lustige Sachen zu machen. Paul (1:22:01) gut. Hast du noch berühmte letzte Worte? Was würdest du noch KMUs mit auf den Weg geben? Pauli (1:22:08) glaube, was mir wichtig ist, auch süddeutsche Person aus der Kleinstadt ... zu sagen, sich in der Marke, im Marketing, im Creator-Marketing weiterzuentwickeln nicht bedeutet, weg von seinen Wurzeln zu gehen und auch nicht bedeutet, weg von seinem Markenkern zu gehen, nicht weg von seinem Produkt zu gehen. Das bedeutet einfach nur, dass man andere Wege findet, nach außen zu kommunizieren. Und dass vielleicht genau das, was einen ausmacht in dem langen Zeitraum, in dem man schon existiert, in dem weiße nicht sehr traditionellen Produkt, man herstellt, dass das vielleicht genau das ist, was die Audience auch im World Wide Web sehr interessiert und das das eine und das andere nicht ausschließt. Also dass Tradition und irgendwie, ich weiß nicht, was da dann auch immer die Sorge ist, nicht das ist, was das Hindernis dafür ist, den Schritt in die Creator-Bubble zu machen. Paul (1:23:01) ist ein schönes Abschlusswort. Wo kann man dich denn finden, Pauli? Pauli (1:23:05) Man kann mich finden auf LinkedIn unter PaulineSophiaMachtolf. Und wenn man sich für Rennsport interessiert, kann man mich auch auf TikTok und Instagram Aber das ist nicht so wichtig. Folgt mir einfach LinkedIn rein. Ich werd vielleicht jetzt auch mal bisschen mehr KMU-Content machen. Paul (1:23:15) Sehr schön. Ja du, also nur wenn's Spaß Pauli (1:23:23) ... Nee, fand ich jetzt irgendwie geil. will vor allem erst mal wissen, was sind denn so die spannenden KMUs in Deutschland? Ich hab mich noch nie damit auseinandergesetzt, dass ich das nächste Mal nicht immer nur über Schrauben reden muss, sondern vielleicht auch mal was Cooleres. Paul (1:23:36) Aber du eigentlich, ich habe immer gelernt, Schrauben ist ein mega relevantes Thema, weil dann hast du irgendwie sowas wie jeder Lift auf der ganzen Welt braucht irgendwie die eine Schraube, die da im hinterletzten Kaff hergestellt wird seit 300 Jahren. Und das weiß niemand. Und das ist aber so die wirtschaftstragende Kraft dort in der Region. Alle kennen dieses eine Unternehmen. Ja, ich glaube, das ist das zeigt schon ganz deutlich, wo du herkommst. Vom Ländle. Das ist doch schön. Sehr schön. Pauli (1:23:45) Hm? Ich glaub, deshalb ist es die Schraube auch bei mir. Ja. Ja, aus dem Land, Supi! Paul (1:24:05) Hey, vielen Dank, dass wir deine Einblicke genießen durften und für den entspannten Plausch, was niemand mitbekommen hat hinter der Kamera. Dreimal ist irgendwie die Aufnahme gestockt und abgebrochen. Aber in Summe hatten wir eine mega entspannte Zeit mit dir. Vielen Dank dafür. Und wir freuen uns immer, wenn du mal berichtest, wie sich das mit den KMUs weiterentwickelt hat und an alle KMUs ansonsten. Macht einfach, also macht Marker sowas. Was soll da schon passieren? Wenn ihr das Gefühl habt, ihr kennt jetzt den einen Schraubenhersteller, dann meldet euch bei Pauline und schreibt sie einfach an. Macht Marke und teilt die Folge und hinterlasst bisschen Liebe in Form von Likes oder Abos. Sehr schön. Danke dir. Vinz (1:24:47) Vielen Dank, sehr spannend. Pauli (1:24:49) Ja, danke euch. Ihr seid ja zwei solche Mäuse. Ich hör ja immer nur, ich seh euch ja dazu gar nicht, weil ich guck ... Ich hör mal auf Spotify und guck nicht auf YouTube. Ja, und das ist jetzt irgendwie schön. Ihr seid ja wirklich so mausig wie im Podcast. Paul (1:24:58) Ja, das ist doch auch voll gut. Das freut uns wiederum auch, also vielen Dank dafür. Vinz (1:25:09) Schönes Kompliment. Wir sind hier schon fast ein Jahr dran. Das darf man nicht Wärst du am Anfang dabei gewesen, wärst du vermutlich cringe as hell geworden. sind wir froh. Danke viel, vielmals auch von mir. halt uns auf dem Lauf und schraub Pauli (1:25:26) Mache ich danke euch. Paul (1:25:28) Vielen Dank fürs Zuhören. Teilt die Folge gerne mit allen Schrauben, Pappern und anderen KMUs, die auf Creator setzen sollten. Hinterlasst Liebe und Likes und Kommentare und folgt dem ganzen Spaß rein für mehr solcher Bis und viel Spaß. Ciao.
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