Junge Leute sind nicht faul (nur allergisch auf Bullsh*t)

Shownotes

Viele Unternehmen suchen motivierte Talente – und fragen sich gleichzeitig, warum niemand bleibt. Die Antwort liegt selten beim Nachwuchs. Sie liegt in der Kultur, der Kommunikation und den Versprechen, die nicht gehalten werden.

In Folge 088 sprechen Paul und Vinz über das, was hinter der Klage über »die faulen Jungen« wirklich steckt – und was Unternehmen konkret ändern können.

Du bekommst:

  • Warum Benefits keine Bedeutung ersetzen – und was Menschen wirklich anzieht
  • Weshalb ein glänzendes Außenbild ohne Innenleben heute sofort auffällt
  • Wie Führung auf Augenhöhe in der Praxis aussieht – mit einem konkreten Beispiel aus Vinz' Militärzeit
  • Warum leere Versprechen das Vertrauen dauerhaft beschädigen
  • Weshalb Work-Life-Balance keine Kür mehr ist, sondern Pflicht
  • Drei Fragen, mit denen du heute anfangen kannst, deine Arbeitgebermarke zu hinterfragen

Takeaway: Junge Menschen suchen keinen perfekten Arbeitgeber. Sie suchen einen ehrlichen. Wer das versteht, hat einen echten Vorteil – nicht nur im Recruiting, sondern in der ganzen Unternehmenskultur.

Frage an dich:

Liegt das Talentproblem in deiner Branche eher an der Kultur oder an der Kommunikation nach aussen?

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Transkript anzeigen

Vinz: Warum junge Menschen nicht fuhl sind, allergisch auf Bullshit. Mit dieser provokanten Aussage begrüsse ich heute einen Folg «Mach mal Marken», lieber Paul. Wir alle haben es schon ewigst vielmals gehört. Viele Unternehmer oder Unternehmen an sich klagen nämlich über fehlende Motivation, mangelnde Loyalität und Aussagen wie «Die wollen ja gar nicht mehr arbeiten, die Jungen. Die sind alle Mistfuhl.» Und gleichzeitig sie aber irgendwelche Geschichten gegen aussen, die intern nicht einmal selber glauben. Und dann wundern sie sich, warum niemand bleibt. Und darum meine Aussage, junge Menschen sind eben nicht ful. Sie haben einfach noch keinen Bock mehr, bei Sachen mitzumachen, die sich einfach nicht richtig anfühlen. Oder wie wir einfach keinen Bock auf Bullshit Was meinst du zu dem? Zu dieser Aussage, Paul und Hallihallo natürlich.

Paul: Willkommen zu Mach mal Marke, dem einzigen deutschsprachigen Branding-Podcast ohne Bullshit. Viel Spaß! Alija Lowins, danke für das schöne Thema. Ich würde direkt einordnen, dass es nicht nur jungen Leuten so geht, sondern ich glaube, allen Leuten, die von außen in Abläufe reinkommen oder Systeme, die halt nicht gut funktionieren. meine, dann haben doch eigentlich alle nicht wirklich Bock, wenn du schon auf den ersten Blick siehst, so, keine Ahnung, Leute, das funktioniert auf die Weise nicht. Warum macht ihr das so? Und dann musst du es trotzdem so machen. Dann kommt halt die Ansage, weil wir es schon immer so gemacht haben und weil das dem Chef seinen Neffen umgesetzt hat oder was auch immer, dann sind das dann die Ausreden, warum alles so bleiben muss, wie es ist. Und das hat ganz viel, glaube ich, mit Wertschätzung zu tun und wie man auf so was reagiert. Also es ja immer in der Kommunikation, Senden und Empfang. Aber ich würde mal den jungen Leuten unterstellen, dass sie das nicht bösartig meinen und sie sind nicht alle frech und provokant und aufmüpfig und so weiter.

Vinz: Mmh.

Paul: sondern die haben halt keinen Bock, eine sinnlose Arbeit ausführen zu müssen. Also dafür ist das Leben zu kurz und zu schade und dafür sind die einfach noch jung. Also warum denen nicht einfach zuhören und direkt ins Gespräch reingehen und mal nachfragen so cool, du hast einen anderen Blick von außen. Was denkst du denn über das, was wir hier machen? Weil im Gespräch kann man ja dann rausfinden, warum machen wir es so? Was würdest du anders machen? Also ich glaube Austausch. würde helfen. Aber ich will jetzt nicht vorweggreifen.

Vinz: Ja, nein, ist doch immer gut, wenn du da so ein vorgreifst. wissen alle, worum es ein bisschen geht. Ja, aber es ist schon so, natürlich will ich jetzt nicht nur irgendwie sagen, die Jungen, es betrifft nur die Jungen, aber es ist halt etwas, Aussage, man vielfach hört. Vor allem bei Betrieben, halt, wie soll ich sagen, nicht mehr so in dieser Glückssituation sind, wo sie sich quasi die neuen Talente aussuchen können, sondern das Blatt hat sich halt schon lange ein gedreht.

Paul: Hahaha.

Vinz: Vor allem die Thema Lehrstellen etc. Das das typische Stammtisch. Geschnore. Wenn es dann schnell heisst, die Jungen wollen nicht mehr arbeiten. Ich muss auch sagen, es gibt auch gewisse, wo man in die Generation Snowflake reinpacken kann, die etwas speziell sind und sich die Hände nicht mehr schmutzig machen. Aber ich glaube, das sind wirklich wenige krasse Beispiele. Mittlerweile sind es eben auch immer nur die Jungen, sondern auch viele ältere Semester. Die haben einfach keinen Bock mehr auf Bullshit. Die haben sich eigentlich schon fast das halbe Leben, Minimum, ... Wie soll ich sagen? ... investiert in ihren Unternehmen oder in diverse Unternehmen. Und dann hängt es doch jedem irgendwie aus, wenn du einfach nur noch an Nummern bist in einem Betrieb und einfach nur deinen Scheissdreck abschaffst. aber blöd gesagt, ja, nichts davon hast du. Und ich habe einfach

Paul: Aber das Ding ist doch, überleg mal den Perspektivwechsel vom Unternehmen her. So, die wollen ja motivierte Leute, die mit anpacken, die sich einbringen, die Vollgas geben, die 100 Prozent Bereitschaft zeigen, immer da sind. Du willst ja irgendwie Leute, die für dich als Unternehmen bestmögliche Arbeit machen. So, das willst du. Gleichzeitig willst du aber, dass die die Klappe halten. So, was ist denn das für eine Welt? Also wenn du jemanden fest einbeziehst in den Ablauf, den Prozess und der oder diejenige sieht von außen ...

Vinz: Mhm. Interaktio.

Paul: funktioniert aber nicht gut oder ich hinterfrag hier gerade was, weil ich das Gefühl habe, dass das passt nicht zu dem, wie ich gut arbeiten kann oder zu dem, was ihr euch wünscht und vorstellt. Gibt da irgendein Problem im Ablauf? So bei jeder Produktionskette oder Produktionsstraße, wo irgendwas hergestellt wird, würdest du den Ablauf ja optimieren und gucken, dass das reibungslos funktioniert. Und so nehmen aber zum Teil Menschen den einfachen Weg und sagen, ich bin Chef, wir machen das so. Deswegen machst du das auch so, egal ob sie passt oder nicht. Und klar muss man differenzieren. Es gibt bestimmte Dinge, die müssen so gemacht werden, weil Vorschrift oder Auflage oder es hat sich wirklich herausgestellt, dass das der beste Weg ist und man muss es erst lernen und reinkommen. Guck dir mal Emter an. Also da gibt es so viele Bullshit-Tätigkeiten, wo du dir denken könntest, ja, das kann man mittlerweile anders lösen. Wir müssen Dinge nicht mehr ausdrucken, sie eine Etage höher wieder einzuscannen. Zum Glück die Schweiz besser als Deutschland, aber da funktioniert das immer noch so.

Vinz: Mmh. Hmm.

Paul: Das sind halt Bullshit-Tätigkeiten, die zu Recht hinterfragt gehören. Aber glaube, da brauchst halt ein grundlegendes Umdenken in fast allen Unternehmen zu sagen, wenn ich will, dass sich Menschen einbringen, dann muss ich denen auch zuhören, wenn die was zu sagen haben. Ansonsten ist es kein Miteinander.

Vinz: Ahem. Das ist viel zu folgend. Ich habe da, wo ich nachher dazu komme, fünf konkrete Punkte aufgeschrieben. Warum klassische Arbeitgeberkommunikation nicht mehr so züchtet wie früher. Aber vorher will ich noch benennen, habe das Gefühl, dass die Erwartungen nicht gestiegen sind von Arbeitnehmenden, sondern eher Toleranz für Unstimmigkeit ist gesunken. Auf eine Art. Damit meine ich konkret, die Leute sind viel sensibler geworden für solche Sachen, leere Versprechungen, die aufgesetzten Werte, denen alle herumwerfen, irgendwelche falschen Bilder oder die ganz hochglanzkommunikationsscheisse, anstatt wirklich die Realität zu Du lest überall, wir sind die Besten, die Schnellsten, bei uns hast du das und das, wir sind so krass. Das haben die Leute satt.

Paul: Aber das ist auf beiden Seiten der Fall. Also ich glaube, die Erwartungen von den Unternehmen, die steigt ja weiterhin. Dass wenn du ein gut laufendes Unternehmen hast, dann willst du natürlich auch, dass die Leute sofort in diese Systeme reinpassen. Aber dadurch gewinnst du, glaube ich, mit der Zeit halt einen Tunnelblick und lässt dich nicht mehr darauf ein, wie die Menschen sind, die Menschen müssen halt funktionieren für das, was du haben willst. So, das ist ein Grundproblem. Deswegen sagen wir ja auch ganz oft,

Vinz: Ja. Mmh.

Paul: sei halt für deine Teams da und gib dir mal Mühe, bisschen menschlich zu handeln. Leute bringen Superkräfte mit, aber du musst sie schon machen lassen. Auch noch mal eine kleine Erinnerung zurück an Moritz, der ja auch meinte, Eltern haben halt eine bestimmte Ausprägung. sind toleranter, die können schneller auf Situationen reagieren. Die haben ihre Art Superkräfte, weil die das mit Kindern gewohnt sind. sondern nutzt das doch effektiv, statt dich drüber zu beschweren, dass die halt manchmal zum Arzt müssen tagsüber mit ihren Kindern. So und das ist dieses Geben und Nehmen. Und andererseits hast du voll recht. Also ich glaube, wir haben alle in der Gesellschaft ein Problem mittlerweile durch Social Media, dass wir nur noch perfekte Welten und perfekte Unternehmen und perfekte Menschen kennen und alle Ecken und Kanten ausradiert werden. Das war ja durch Werbung schon immer so, aber durch die Anzahl Werbung und perfekt generierte Bilder auf Social Media ist es noch mal mehr gestiegen und damit prallen jetzt gerade beide Welten aufeinander. Also die Welt von Unternehmen, die sagen, die Leute sind nicht gut genug, die da rankommen, ich will die perfekten Leute haben. Das steckt halt dahinter. Und umgekehrt auch die Unternehmen, die sind ja gar nicht so toll, wie ich erwarte. Das ist alles Scheiße und Bullshit. Das ist jetzt pauschalisiert, aber tut, glaube ich, beiden Seiten nicht gut.

Vinz: Hm. No. Ja, sicher. Es muss einfach ein Miteinander sein. Ein ehrliches Zuhören und eine Wertschätzung. Man muss einfach im Dialog sein. Logische Aussagen, die wir treffen, müssen man jedes Mal auf seine Mitarbeiter hören. Alles geht dir auch nichts an. Man muss halt im Austausch sein. Es muss gesunder Respekt sein. Unter dem Strich.

Paul: Ja, Alleine weiß man auch einen Gehaltsunterschied. Der besteht ja mit darin, dass eine Person Verantwortung trägt für einen Prozess und eine andere Person einen Prozess ausführt. Und deswegen verdient wahrscheinlich eine Chefin auch mehr als die Angestellten, die unter ihr wiederum sind. Und das hat ja auch einen Grund. Aber das ist, ich verstehe Menschen absolut. Und ich glaube, haben auch allgemein, das hatte ich neulich auf LinkedIn auch wieder gelesen,

Vinz: Ja. Hm.

Paul: Innovationsproblem, weil wir Menschen gar nicht zulassen oder zutrauen, dass sie sich richtig einbringen in Unternehmen. Wenn die halt von Tag eins an damit beschäftigt sind, irgendwelche Aufgaben ausführen zu müssen, weil man das schon immer so gemacht hat, dann wird sich auch nie was ändern. Aber eigentlich ist es doch der perfekte Zustand. Also die ganze Welt ändert sich immer. Wir verändern uns auch und entwickeln uns permanent weiter als Menschen. So aber nur ein Unternehmen. muss jetzt genauso funktionieren wie vor zehn Jahren. Das geht ja nicht auf. Und das ist doch das Schönste der Welt, dass immer wieder neue Leute ins Unternehmen reinkommen, einen Prozess von außen betrachten und dann sagen können, guck mal hier in meinen Augen, also finde ich cool, wie er es macht und die eine Sache finde ich vielleicht nicht so cool oder da habe ich ein anderes Modell gehört, wie es besser geht und so. Und da kann man das doch gemeinsam weiterentwickeln. Das ist doch eigentlich logisch, denke ich mir immer, aber scheinbar nicht.

Vinz: Ja gut, wird ja teils auch gemacht, oder? Aber halt nicht überall. Aber es ist halt auch immer Gefahr, wenn dann jeder irgendwie gleich viel zu sagen hat. Dann geht es dann auch schnell in ein Gemotze rein, ein negativer Straudel. Dann hat die ehrlich gesagt als Chef auch keinen Bock mehr, dass jeder Dienstag irgendwie an Caroline zuhören muss, weil sie keine Ahnung, über die Kantinen abhäten. Was ist das in meinen?

Paul: Ja, da ja.

Vinz: Man muss da schon ein bisschen realistisch bleiben. Aber natürlich sollte man in einem Raum arbeiten, wo man den Mitarbeitern auch eine Sprachrohr in die Hand gibt, wo sie solche Sachen ansprechen können. Aber einfach Gewinn bringen. soll etwas nutzen. Und nicht immer ...

Paul: Ja, ich glaube, also mit gesunden Miteinander bist du ja auch nicht in der Situation, über alles nur zu motzen. Also wenn ich weiß, Menschen geben sich Mühe, die wollen, dass es dem Team gut geht und die wollen, dass man, dass man gutes Miteinander auf der Arbeit hat und die setzen sich für ihre Mitarbeitenden auch ein und stehen für die ein und führen die nicht vor und so weiter. Irgendwie so denkt man eigentlich immer die Basics, die man halt mitbringen sollte, wenn man Unternehmen hat. Dann dann mords ich ja auch nicht über alles rum. Ich glaube, diese Mordsstimmung entsteht halt, wenn dieses Miteinander nicht mehr da ist. Wenn ganz klar ist, so da gibt es keine Gesprächsebene mehr, dann rutscht man ganz schnell rein. Und ich finde, man kann es gut vergleichen. Wir haben ganz oft jetzt in den letzten Folgen über Vertrauen gesprochen. Wenn ich Vertrauen mitbringe in etwas, in ein Unternehmen, in eine Marke, dann sehe ich über ganz viele Dinge hinweg, die vielleicht nicht perfekt sind. Aber wenn das Vertrauen einmal gebrochen ist, sehe ich auf einmal alle Dinge, die sich schlecht sind. die ich davor vielleicht auch nicht gesehen habe. Kann man wahrscheinlich sehr gut nachvollziehen in Beziehungsdingen. Das ist auch ganz so. Dieser Stadium der Verliebtheit, da sieht man nur das Positive. Wenn es kracht, man auseinandergeht, sieht man nur noch das Negative. Es ist so, so ticken wir nun mal. Aber wir sehen ja nie neutral das gesamte Bild. Also wir schon, weil wir Profis sind, aber nein. Spaß.

Vinz: Mhm. Hm. Yes. Aber ich würde mir hier fünf konkrete Punkte aufschreiben, die man sich als Unternehmen einfach mal anschauen könnte. Und was könnte das denn liegen? Dass man eben vielleicht nicht die richtigen Leute anspricht oder dass sich Leute immer beschweren oder dass man halt einfach keine Bewerbungen hat. Was auch immer. Das erste nochmal wäre der Klassiker Benefits ersetzend keine Bedeutung. Also...

Paul: Yes.

Vinz: Jedes Unternehmen hat irgendwelche Gimmicks dabei. Gratis-Kafé, Ping-Pong-Tisch, Scheiss-Früchte-Körb. Das ja alles okay und ist ja gut gemeint in der Regel. Aber es ist kein Grund, dass die Leute morgen aufstehen und zu dir ins Geschäft kommen. Menschen suchen in der Regel einfach, oder mittlerweile sind die einfach so... Egal ob jung oder alt.

Paul: Kicker, der irgendwo in Ecke steht.

Vinz: Sie suchen halt einen Sinn, eine Haltung und auch eine Ehrlichkeit, Möglichkeit auf Entwicklung. Für sich selber, aber auch sich einzubringen. Das sind ganz viele Punkte, die wir jetzt schon angeschnitten haben. Und das wird halt grösstens schon immer noch bisschen belächelt. Das haben wir ja dort im Interview mit Moritz angesprochen. Ja, das Leben besteht nicht nur aus Bügeln, sondern gibt den Leuten einen Grund, warum gerne kommen. Oder auch diese Woche habe ich ihr so etwas gelesen. Viele kacken sie hart an in ihrem Job. Und ein Grund, warum sie nicht kündig sind, ist, weil sie dann immer sagen, ja, aber meine Mitarbeiter, das sind ja mega gute Freunde von mir. Und dann stand so, ja, aber wenn du einmal krank bist oder einen Unfall hast, Oder weiss auch nicht was, wie viele Leute von denen schreiben dir dann einfach? Also weisst sind ja in der Regel gar keine echten... Also logisch hast du Arbeitskollegen, gehst du mal eins trinken und freundst dich an, aber in Regel sind das einfach Zwangsbekanntschaften. Man ist einfach im Job, oder?

Paul: Ja. Aber die sind wichtig und ich glaube ganz ganz wichtig ist, dass Arbeit für dich wirklich Sinn und Bedeutung darstellt. Also das ist ein wichtiger Teil vom Leben. verbringen sehr viel Zeit mit Arbeit im Vergleich zum ganzen Rest, der dann auch übrig bleibt an Freizeit. So viel ist es nämlich gar nicht und deswegen ist es ja so wichtig, dass du eine die dich erfüllt, in der du dich einbringen kannst, wo du auch

Vinz: Mhm. Mhm.

Paul: Dinge mitentscheiden und mitbewegen kannst, wo es Miteinander gibt und halt diese Zwangsgemeinschaften sich nicht so anfühlen, sondern man einfach eine gute Kultur prägt. Das hängt von ganz vielen Faktoren ab. Vielleicht können wir dazu auch mal ein Interview machen oder wenn irgendjemand jetzt gerade zuhört und das Gefühl hat, das ist genau mein Hauptgebiet, schreibt uns gern mal an, dann können wir da ein Interview möglich machen. Aber das ist, finde ich, selbstverständlich und du kannst halt als gute Marke diese Bedeutung erschaffen. Und ich hatte das neulich, glaube ich, in einer Folge gemeint mit dem Beispiel Portier von einem großen Hotel. Das ist kein Job, mit dem du reich wirst, aber das ist meist mit so viel Bedeutung auch kulturhistorisch aufgeladen, dass du das Gefühl hast, ich bin der entscheidende Punkt in dem Hotel, weil ich der erste Eindruck bin, den Menschen von dem Hotel mitbekommen, wenn ich die Tür aufmache. Wenn der Eindruck nicht stimmt, führt das zu einer negativen Kettenreaktion. Dann ist gehen Leute negativ zum Empfang, dann ist wahrscheinlich, wenn dort ein Fehler passiert, fällt er schneller ins Gewicht als wenn ich positiv gestimmt bin. Deswegen hat er so einen Job wirklich eine Bedeutung und deswegen stehen Menschen auf und machen den Job auch. So und da drüber kannst du alleine als Marke, indem du das schaffst, diese Stelle aufzuladen mit der Bedeutung, die die wirklich für dich als Marke, als Unternehmen hat. Dann kannst du es auch schaffen, dass Menschen den Job gerne ausfüllen und da drin eine Erfüllung finden. Und das ist doch das Schönste der Welt. Wenn Menschen

Vinz: Yes.

Paul: erfüllt sind in ihrem Job, die ausführen.

Vinz: Und die meisten machen ja eigentlich auch das gerne, was sie machen. Ich sage es mal in der Regel. Nicht alle, aber die meisten. Aber wenn denen nicht sogar noch Chance gibst, was eigentlich das einfachste sein sollte in dieser Branche, in du tätig bist, die Leute zu begeistern, dann kein Wunder. Da niemand Bock.

Paul: Ja, Ja,

Vinz: Das war immer

Paul: absolut.

Vinz: das mir das Herz blutete, z.B. in der Architektur. Bei den Lehrlingen. Die haben eine Lehrlinge, bei niemand sich darum kümmert. Und sitzen die dort, einen Anschiss vom Leben, anstatt dass du denen einfach mal bisschen lässiges Zeug gibst. Also nicht nur dort ...

Paul: Mhm.

Vinz: Das waren meine Erfahrungen, generell in jeder Branche. Jeder brennt doch für das, was er macht. Dann stecken doch die jungen Menschen mit dem Feuer an. Zeig halt, wie geil das sein kann. Auf gut Deutsch gesagt, was du machst. Aber nein!

Paul: Ja, Und eine Sache ganz kurz, die ich nicht mehr sehen will. Ich habe ja auch mit Architekten zusammen studiert an der Uni. Ich habe oft das Gefühl gehabt, die werden von Anfang an gebrochen. Also die Muster gibt es ja ganz oft in der Kunst, in Kultur oder in anderen Berufen auch. Die Menschen erst mal kaputt machen, damit sie danach so richtig niedergeschmettert von Null anfangen, alles zu geben, die Besten zu werden. Also was für ein

Vinz: Ja.

Paul: krass, mieser Ansatz, wenn man das heutzutage noch so macht. Deswegen finde ich auch Auszeichnungen wie Mitarbeiter, Mitarbeiterin des Monats extrem schwierig, weil das eigentlich nur dazu führt, dass Menschen oder das Teams untereinander übereinander lästern. ist dann, dann gibt es Leute, die setzen sich voll ein. Dann bist du aber wie früher, blöd gesagt, der Streber in der Klasse, bist du dann der Buban fürs ganze Team. Weil du warst ja der Beste. Das führt ja nicht dazu, dass die anderen besser sein wollen als du, sondern das führt dann eher dazu, dass es irgendwelche Grabenkämpfe im Team gibt. So, hört doch auf, Menschen aneinander ausspielen zu wollen. In der Werbung bei den ganzen Werbeangeturen gibt es zum Teil ähnliche Geschichten. Oder ziemlich viele ähnliche Geschichten. Dass gesagt wird, den ganzen Jungleuten wird allen so unter vier Augen gesagt, so ihr seid die eigentlichen Talente, ihr macht das viel besser als eure Kollegen. Setzt euch mal durch und zeigt dem mal, wie es wirklich geht. Das wird nicht nur einer Person gesagt, weil die wirklich Talent hat, sondern es wird allen gesagt, dann wird geguckt, wie die sich gegenseitig abschlachten. Was ist denn das für ein Umgang mit Menschen, mit Leuten, die sich einbringen wollen, die wirklich was verändern wollen? Das ist doch komplett nervig und zum Abgewöhnen. Es liegt nicht an den jungen Leuten, dass die keinen Bock haben. Die Arbeitswelt hat schon ganz schön viele beschissene Sachen auf die Beine gestellt.

Vinz: Ja, und es liegt halt wirklich an diesem Unternehmen, zum Sender. Also man muss nicht auf Politik warten oder so. Das Unternehmen können sie ja ändern. Sie ja die Chefs. Yes. Genau.

Paul: Nein, also für Unternehmenskultur bist du selber verantwortlich. Punkt. So muss man nicht drüber reden.

Vinz: Jawohl, wir weiter. Punkt zwei. So ein bisschen das Image, das man gegen aussen zeigt. eben ohne Innenleben. Das fällt halt heutzutage einfach auf. Also quasi, wenn auf der Webseite gross überall Team Spirit steht, aber quasi intern, praktisch, gehörst du nie zu Wort oder wirst halt vertröstet oder, oder, weiss auch nicht was. Es ist halt nicht das, was vorgeaugt wird.

Paul: Mhm.

Vinz: Dann ist das eben auch kein Employer Branding, sondern es ist einfach verarschig. Und vor allem junge Menschen merken das heutzutage als jede HR-Abteilung, die das vermutlich noch, ja, lässig finden, so wie das auf einer Webseite steht. Also halt auch dort. Einfach ehrlich sein und anstatt zehn Hochglanzbilder, wo alle irgendwie krampfhaft lachend... Nein! Zeig doch einfach, wie es wirklich ist. Und mach es doch einfach so. Mach es einfach menschlich. Man muss die Welt nicht neu erfinden mit irgendwelchem System. Das reicht ja auch, wenn man keine Ahnung Jeden Freitag... ...sind wir ein Feierabendbier trinken und die Runde fragt, hey, klar, alles klar. Gibt es Punkte, ihr anscheissen? Was ist es ja gar nicht.

Paul: Ja, aber ganz ehrlich, nicht mal ... Aber ich denke mir selbst da, also Team Spirit, als wäre das für alle jungen Leute, als würden die nur arbeiten gehen, ⁓ gemeinsam mit Kollegen danach eintrinken zu gehen oder dreimal im Jahr Kajak zu fahren oder so. gibt Menschen, sind so unterschiedlich, egal ob jung oder alt. Das spielt keine Rolle. Es gibt genügend Leute, die wählen Jobs bewusst nicht aus, weil an Dauer von irgendwelchen Teamaktivitäten geredet wird. Und dann denkst ich will ein bisschen Geld verdienen. Ich bringe mich auch gerne ein, aber ich will nach Feierabend auch einfach meine Ruhe haben.

Vinz: Ja.

Paul: Ich muss da nicht jeden Abend auf der Dachterrasse chillen und irgendwie ein lässiges Leben haben mit den Leuten, die ich davor schon acht Stunden im Büro gesehen habe. Also das gehört halt auch mit zur Geschichte dazu.

Vinz: Gut, ich meine jetzt auch nicht, dass man die Leute krampfhafter verdunnen dann eben noch über die Arbeit raus noch irgendwas im Team zu sondern einfach intern ein gesundes Klima zu Also wenn man schon mit solchen Passwörtern sich wirft wie eben Teamspeed oder familiäres Umfeld oder was man sonst noch für eine Zeugliste auf diesen Webseiten wenn man es schon braucht, dann soll man es auch leben. Und zwar

Paul: Ja, ⁓ ganz gefährlich.

Vinz: Nicht irgendwie cringe oder was auch immer, sondern einfach normal, auf Augenhöhe. Denn dann wird es auch geschätzt. Es ist doch viel besser, wenn man einfach, keine Ahnung, zu seiner vorgesetzten Stelle gehen kann und einfach sagen kann, hey, Peter, ich habe ein Problem oder habe eine Idee, dem man im Aufgabenbereich noch zehn Minuten Zeit Das heisst einfach, ja, hey, leg los. Weisst dann wirst du auch ernst genommen.

Paul: Ja voll.

Vinz: Oder noch etwas schlimmeres, das kenne ich auch aus Paarzeiten. Jeder will ja eigentlich einen guten Job machen. Und du machst und machst und machst und dann wird dir aber irgendwann leere Versprechungen gemacht. Post wirst. Und dann heisst es ja, lass es und kannst das noch und das noch und ... Wir sind vielleicht gerade noch schauen wegen einer neuen Stelle, die du übernehmen Und kaum hast du deine Arbeit erledigt, dann weiss einfach niemand mehr etwas davon. Also die falsche Hoffnung machen. Ich meine, ist genau so. Nein. Einfach miteinander. Behandle einfach die Leute so, wie du selber behandelt werden willst. Und dann hast du einfach viele Probleme weniger. Fertig.

Paul: Ja, und ordnet das mal richtig ein. Ich glaub, die meisten jungen Leute sind froh, dass sie nichts mit Familie am Hut haben, dass sie endlich weg sind von zu Hause und ihre Ruhe haben. Da musst du nicht mit Familie im Umfeld locken, weil das ist dann manchmal auch negativ beeinflusst. Und es bedeutet auch bloß, bei uns wirst du halt schlecht bezahlt und es gibt soziale Machtverhältnisse und Abhängigkeiten. und getreute Motto, die klassischen Vetersprüche, solange du deine Füße unter meinen Tisch setzt, mach ich hier auch die Ansagen.

Vinz: Mh.

Paul: Sowas willst du dir nicht auf Arbeit anhören müssen. wenn ich mit solchen Sachen, also die sind manchmal lieb gemeint und die passieren ja auch, weil es Leute nicht besser in Worte fassen können, was sie eigentlich meinen. Aber mittlerweile müssen wir echt Leute aus dem HR einladen. Also falls sich jetzt gerade irgendjemand beim Zuhören angesprochen fühlt, meldet euch mal. Ich habe da echt viele im Netzwerk auf LinkedIn. Schreibt mal eine Nachricht und dann machen wir einen Termin klar für ein schönes Interview und Gespräch. Aber da gibt es viele.

Vinz: Mmh.

Paul: Red Flex, wo man das Gefühl hat, sagts einfach lieber nicht mehr. So könnt ihr nicht einfach sachlich euren Job beschreiben, was für eine Erwartung ihr habt und die auch halbwegs realistisch ist. Könnt ihr bitte fair sein und nicht so tun, als wäre es möglich, drei Jobs in eine Stelle rein zu pressen, sondern sagt halt, wer ihr seid und was ihr macht und wen ihr sucht, wie man euch helfen kann und ergänzen kann. Und dann findet man zusammen. Genau.

Vinz: Mmh.

Paul: Ob's Korps sollte mittlerweile Standard sein. Eigentlich. Ist es aber nicht. Anderes Thema.

Vinz: Yes. Genau. Punkt 3 können wir schnell abhaken. Das haben wir auch schon x-mal gesagt. Perfektion wirkt mittlerweile auch bisschen verdächtig. Wenn du zu glatt, zu sauber, zu werblich bist, dann ist das einfach komisch. Denn da heisst es schön, wer keine Ecken hat, auch keinen Charakter. Du kannst Gänsefüsse heran machen, Vincent Gupser.

Paul: Ja.

Vinz: Februar 2026 Nein, weil die Leute merken halt einfach mittlerweile, ob es wirklich so ist oder halt eben die ganze Hochglanzkacke, ist halt einfach irgendwo langsam vorbei, ausser du bist Apple. Aber die machen sogar Hochglanz noch irgendwie cool.

Paul: Ja, selbst da, das fühlt sich menschlicher an als klassisches Hochglanz.

Vinz: Genau. Wir haben es ein paar Mal gesagt, aber Marken, die sich trauen, echte Einblicke zu sich unperfekte, unfertig zu zeigen oder Menschen sprechen zu so wie sie sind, ohne unscriptet, das ist einfach glaubwürdiger. Und zwar nicht schwächer. Es hat meistens nur Vorteile. Ja.

Paul: Und hallo, zeigt bitte, wer bei euch im Unternehmen arbeitet. Also es gibt immer noch genügend Websites, wo KI-Bilder zu sehen sind, wo bei über uns einfach irgendein kryptischer Text steht, aber kein weiteres Foto zu sehen ist. So gefühlt, laut Internetauftritt, arbeitet niemand in diesem Unternehmen. So keine reale Person. Sobald er eine offene Stelle ausgeschrieben ist, weiß ich ja nicht mal, bei wem ich mich bewerbe. Also wir... steckt ein bisschen... Liebe rein in eure Auftritte.

Vinz: Vierter Punkt ist, auch ein schneller. Hier reden sie aus Erfahrung. zwar Haltung schlägt Hierarchie. Ich das ist halt immer so ein bisschen der Clinch. Vor allem so Geschäftsführung oder als Chef generell. Aber vor allem junge Menschen, wollen nicht ... oldschool geführt werden. quasi das von oben herab. Logisch, braucht Führung. Du brauchst auch Führungspersonen im Unternehmen. Aber es geht nicht mehr ⁓ Verständnis und Vertrauen. Oder da rede ich auch aus Erfahrung, als ich im Militär war und 150 Schnäuze unter mir hatte. Da habe ich nicht geblüht und gebrüllt und einen auf Arschloch gemacht, wie das viele machen. Sondern ich habe einfach ganz normal mit den Leuten geredet.

Paul: Mmh.

Vinz: Und sie hat auch. Ich habe alles gekriegt, was ich wollte. Und noch mehr. Ich war mit allen cool. Ich nie Probleme. Und das ist Schöne. Ich war schon keine Lusche und habe alle meine Zusammenhand-Schule angefasst. Aber die Leute wussten wenn etwas ist, können sie jederzeit kommen, wenn sie Ideen haben.

Paul: Aber wäre ich zu dir auch ins Militär gekommen, wenn du mein Chef gewesen wärst. Aber ich denke, es ist echt ...

Vinz: Sie sich jederzeit melden, denn ich bin auch nur ein fucking Mensch und kann nicht an alles gleichzeitig denken. Aber es findet halt auf Augenhöhe statt, weil jeder ja etwas im Kopf und verdient, das loszuwerden. Meistens kommen dann die besten Ideen zustande, wenn man miteinander denkt und nicht einfach nur einen allein. Die anderen dürfen dann nicht einmal etwas sagen oder werden sogar noch bloßgestellt, wenn sie eine gute Idee hatten.

Paul: als Ergänzung zum Thema Führung, da hängt ja auch ganz viel damit zusammen Menschen zu fördern, in dem, wie sie sich weiterentwickeln wollen, wo sie hinwollen, offenes Ohr zu haben für die Bedürfnisse, die sie haben. Das finde ich mal ganz spannend. Die sind halt unterschiedlich. Also nicht alle Menschen wollen Geld, nicht alle Menschen wollen in der Hierarchie aufsteigen. Manche wollen auch einfach in Ruhe gelassen werden, ihre Arbeit machen zu können. Und die wollen, dass ihnen der Rücken freigehalten wird. Und all das muss Führung, gute Führung abdecken. Und wie du gerade meintest, es ist ja nicht schwer. Also sei halt für dein Team da und hör zu, was die auf der Seele haben. Und im Umkehrschluss sind die für dich auch da und machen das, was du sagst. Oder was ein Team gemeinsam voranbringt. Das ist ja eigentlich logisch.

Vinz: Ja. Punkt 5 wäre noch, Arbeit ist Teil des Lebens. Nicht das Gegenteil. Das haben wir auch beim Moritz-Interview angeschnitten. Das ganze Thema Work-Life-Balance. Das soll kein Benefit sein, sondern auch ein Grundeinahm sein. Wer Arbeit immer nur als Leistung fordert, verliert Menschen. automatisch. Das ist halt einfach nicht mehr so. Und wenn man sich mit dem nicht anfreunden kann, muss man sich auch irgendwo nicht verwundern, wenn man keine Leute hat. Weil ja, niemand mehr ist bereit, halt einfach jeden Tag krüppeln, krüppeln, krüppeln. Meistens für einen Scheisslohn. Und schlussendlich hast du einfach nichts mehr vom Leben oder machst dich körperlich sogar am schlimmsten Fall kaputt. Das sind Unternehmer in einer Position, das Rad ein bisschen umzudenken. Gewisse Dinge neu anzugehen. gibt genug Beispiele da draussen. Und auf einmal hat man genug Leute.

Paul: Ja. unbedingt. Und die sind positiv, die Beispiele, die es gibt. Also das zahlt am Ende mehr aufs Unternehmen ein, auf den Gewinn, der übrig bleibt, als die klassischen Rollen und sozialer Druck oder Abhängigkeiten und sowas. Das ist kein guter langfristiger Motivator. Also wenn du deine komplette Teamkultur auf Angst aufbaust und auf Gehorsam und Respekt voreinander.

Vinz: Ja. Mhm.

Paul: Und wirklich diese Kultur der Unsicherheit führt nicht dazu, dass Menschen mehr machen. Natürlich versuchen die einfach ihren eigenen Hals zu retten. Aber das ist ja nichts, wo man das Gefühl hat, da kann man gemeinsam miteinander ein Ziel erreichen oder wachsen.

Vinz: Hm. Ja, auf Kultur auf Augenhöhe. Das ist eigentlich auch wieder das Paradoxe daran. Je nahbarer man ist als Unternehmen, als Chef, desto mehr wird einem vertraut, desto lieber sind die Leute hier, weil sie einfach auch spüren, hey, das was sie sagen hat auch irgendwo ein Gewicht. Genau. Ich habe hier noch aufgeschrieben, was man sich selbst fragen kann, um vielleicht bisschen solche Sachen zu kristallisieren, die aktuell nicht so gut sind oder wo man Änderungs- oder Verbesserungspotenzial hat. Das wäre die erste Frage. Sich einfach mal zu was versprechen wir aktuell denn überhaupt speziell jungen Leuten, aber auch generell unseren Mitarbeitern? Was sind so grosse Sachen, die wir bieten können? Oder eben nicht. Dann zweite Frage wäre... Während unsere jetzigen Mitarbeiter das genau so unterschreiben. Die kann man ja dann auch fragen. Dann mal schauen, was rauskommt. Und die dritte Frage, man sich stellen könnte, wäre... Wo reden wir das ganze Zeug schöner als was es eigentlich ist?

Paul: Das ist sogar eine gute Nachfrage. Was eigentlich nicht?

Vinz: und was wir überhaupt handeln.

Paul: Ja, kann ich übrigens nur empfehlen, dass man so einen Prozess offen anstößt. nicht dieses, wenn du mal Feedback hast, sagst du es uns, weil je nach Vertrauensverhältnis wird das nicht stattfinden, weil sich Menschen das nicht trauen, weil sie das Gefühl haben, wenn ich es jetzt sage, bin ich dann wieder, stehe ich schlecht da und eigentlich will ich ja aufsteigen im Unternehmen und was auch immer. Also es sind immer so viele Bedürfnisse, die damit eine Rotte spielen. Es ist viel ehrlicher zu sagen.

Vinz: Mhm.

Paul: Wir haben das Gefühl, unser Prozess läuft nicht gut. Wir wollen wirklich gerne was ändern. Wir werden froh, wenn ihr uns dabei unterstützt, dass wir es für alle gemeinsam besser machen. das ist nicht viel anders formuliert, aber es ist einfach ein anderer Grundansatz, wie man so Prozess miteinander gestaltet und aufzieht. Ich meine ... Ja, und dein Unternehmen, also wenn du selber Fehler eingestehst

Vinz: Mhm. Das ist einfach proaktiv.

Paul: und sagst, ich bin auch bloß ein Mensch als die Person, dem der ganze Bumms da gehört. Ich mach auch nicht alles richtig, aber ich hab das Gefühl, euch zusammen können wir das alles auf die Beine stellen und erreichen. Deswegen will ich es auch mit euch gemeinsam weiterentwickeln, dass sich hier alle wohlfühlen und dass sich alle einbringen können. Und das wird ja ganz oft so, als fühlst mich, spürst mich, wie du immer sagst, eingestuft, so, dass ist dann alles in Watte gepackt und wir haben uns alle lieb und ... Sag lieber du das in Zukunft.

Vinz: Das so komisch. Das so komisch, du das sagst. Fühlst mich, spürst mich.

Paul: Genau, ja, du kannst das Schöne sagen. Aber du weißt, was ich meine, ne? Und letztlich hat es aber, da kommt jetzt New Work ins Spiel, also viele Methoden und Ansätze, wie man einfach gut miteinander arbeiten kann. Aber auch da würde ich sagen, das sind einfach eigentlich so logische Sachen. Also du zahlst menschen Geld monatlich dafür, dass sie für dich eine Arbeit erledigen. Dann ist doch die beste Investition, die du machen kannst, die Leute zu fragen, was sie brauchen.

Vinz: Ja.

Paul: damit sie die Arbeit gerne machen, damit sie sie gut machen, damit sie sich wohlfühlen im Team. Wie kann ich euch das Leben leichter machen, liebes Team, damit ihr noch besser arbeiten könnt und wir gemeinsam diese Ziele erreichen können, die wir uns gesetzt Also, verstehe nicht, wie man das nicht freiwillig machen kann. Und zwar auch nicht einmal, sondern regelmäßig.

Vinz: Hm. Ja. That's it. Fertig. Es ist fertig. Soll ich noch meinen Abschlusssatz ... kundtun? Ich habe ihn heute wieder länger gemacht. Der letzte war ja recht kurz. Aber ich brauche es eigentlich gar nicht. Egal. Junge Menschen suchen keinen perfekten Arbeitgeber. Sie suchen einen ehrlichen. Einen, der sagt, was es

Paul: Fertig. Ich habe fertig. Ja, Unbedingt.

Vinz: und meint, was er auch sagt. Und genau diese Ehrlichkeit entscheidet heute darüber, wer bleibt, mitgeht und eben Verantwortung aktiv übernimmt.

Paul: Das ist ein sehr schöner Satz.

Vinz: Und wer da vielleicht mal Hilfe braucht, jemanden sucht als Sparingspartner in diesem Gebiet, im Bereich Marken oder wenn man auch Employer Branding, dann kann ich auch Paul wärmstens empfehlen. Oder mich.

Paul: Ja, aber dich, Vince, du hast dich ja mit dem Thema gerade qualifiziert selber. Kann ich genauso Macht Marke. Also nutzt das.

Vinz: Generell, wenn Fragen um sich herum sind, meldet euch ungeniert, hinterlegt irgendeinen Kommentar, wenn es euch gefallen hat oder auch nicht oder andere Ansichten habt. Und sonst würde ich sagen, bis zum nächsten Mal.

Paul: Danke dir für die schöne Folge, Vince. Hat Spaß gemacht. Wir sollten mehr machen, wo wir uns in Rage reden können, weil... Hallo Leute, so wie es jetzt läuft geht es nicht weiter. Also machts besser.

Vinz: Dankeschön. Genau. Ich glaube, ist langsam wieder mal Zeit für einen Brand Beef. Das wäre auch noch gut. Ja. Yes. Gut. Bis nächstes Mal. Ciao.

Paul: wir packen mal einen auf die Agenda. Ich freue mich drauf. Danke, Devinz und bis nächstes Mal. Ciao. Vielen Dank fürs Zuhören. Teilt die Folge gerne mit allen, die das Gefühl haben, junge Leute seien faulen. Hinterlasst eure Meinung als Kommentar und folgt dem ganzen Spaß für mehr gute Markeneinblicke. Viel Spaß beim Markemachen und bis bald. Ciao!

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