Deine Marke interessiert niemanden (aber hinterlässt Eindruck)
Shownotes
🎙 Was dich in dieser Folge erwartet:
Deine Marke interessiert niemanden.
Und genau deshalb musst du sie ernst nehmen.
In dieser Folge sprechen Paul & Vinz über das Paradoxon im Branding: Die Marke steht selten im Mittelpunkt – aber sie prägt den gesamten Eindruck, den du hinterlässt.
Das kannst du daraus mitnehmen:
- Menschen kaufen keine Marke – sie kaufen ein Gefühl, eine Lösung, Vertrauen.
- Deine Marke wirkt subtil – über Eindruck, Haltung und Wiedererkennung.
- Ein klarer USP entsteht nicht durch Lautstärke, sondern durch Klarheit.
- Marken, die emotional verbinden, bleiben länger im Kopf.
- Weniger ist oft mehr in der Markenkommunikation.
- Gute Marken schaffen Orientierung – ohne aufdringlich zu sein.
- Vertrauen entsteht nicht durch Slogans, sondern durch Konsistenz.
- Der erste Eindruck zählt – aber der bleibende Eindruck entscheidet.
Wenn du willst, dass deine Marke Eindruck macht – ohne im Mittelpunkt stehen zu müssen: hör rein.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hey Vince, schön, dass wir wieder zusammen sind. Ich habe dir was mitgebracht. Ein brandheißes Thema und Ich darf dir direkt am Anfang Zähne ziehen, denn deine Marke interessiert niemanden. Wirklich niemanden. Niemand hat darauf gewartet, dass es deine Marke gibt, dass du irgendwie als Brand da draußen aktiv bist und wenn man immer so glaubt, jetzt werden die großen Tränen kullern, weil meine Marke nicht mehr existiert:
00:00:07: Yes.
00:00:27: Es ist den Leuten komplett egal. So deine Marke interessiert niemanden. Und was das aber trotzdem mit Markenentwicklung und Branding und den ganzen Punkten zu tun hat, werden wir jetzt rausfinden, oder? Hast du Bock?
00:00:39: Nein, kann geh jetzt schon heulen. Danke.
00:00:41: Ja.
00:00:44: Ui! Hau rein, spannendes Thema.
00:00:49: Freut mich. Was denkst du dazu? Deine Marke interessiert niemanden. Ist ja jetzt erstmal böses Intro gewesen.
00:00:50: Ja, ich würde sagen, ich trinke da mal einen Schluck von meinem Moonshiner. Nein, das ist natürlich Wasser. Nein, äh... Boah, spannendes Thema. Deine Marke interessiert niemanden. Ja. Ist so. Was ist deine Daseinsberechtigung?
00:01:02: Du Strahlst, das ist gut.
00:01:21: Grund. Ja, ich bin gerade etwas überfordert. Fang an, dann komme ich in Flow. Ja, da kann man natürlich viel sagen.
00:01:28: Also ich höre ja ja extrem viel. Ich also ich meine, machen wir uns nichts vor. Wir haben beide echt gute Erfahrungen sammeln können. haben unterschiedliche Projekte begleitet und jedes Mal ist das cool, wenn man an der Marke arbeitet und die entwickelt, weil die Kundinnen, für die wir arbeiten, auf einmal verstehen, worum es wirklich geht. Und die lernen sich selber besser kennen und ihr Unternehmen. Und dann bist du auf einmal mega über deine neue Marke. So und willst sie allen zeigen und willst natürlich auch allen erzählen Leute Wir haben eine Mission und eine Vision und wir haben sogar ein Purpose und wir machen jetzt Dieter Szenes und wir haben Wert und das steht doch alles auf der Website das ist super cool. Und dann musst du aber ehrlich zu dir sein und hinterfragen: Warum kaufen denn jetzt Leute dein Produkt? Warum kommen die denn auf dich zu? Das was wir da gemeinsam erarbeitet haben mit den Kundinnen interessiert die Leute nicht. Überhaupt nicht. Die wollen in erster Linie dein Produkt haben. Und die wollen, dass das Produkt funktioniert. Und die wollen einen halbwegs entspannten Verkaufsprozess haben. Und die wollen auch noch einen guten Service. Aber im Idealfall den Service überhaupt nicht brauchen müssen, weil das Ding einfach läuft. Die wollen sich nicht weiter mit dir auseinandersetzen. Und es ist natürlich ein cooler Verkaufsgrund zu sagen, wir haben da irgendwie, wir stehen für was und wir machen irgendwie was her. Und es ist weiß Gott extrem wichtig.
00:02:28: Mhm.
00:02:56: dass man sich trotzdem um all die Dinge kümmert ... und die benennt und ... als Marke entwickelt. Aber in erster Linie interessiert niemanden deine Marke. Und es interessiert nicht, ob du als ... Klopapierhersteller einen Purpose hast. Das interessiert nicht so, dass ... das Klopapier erfüllt einen Zweck. Und wenn deine Marke nicht mehr da ist, dann ist halt eine andere Marke da. Das ist erstmal zusammengefasst genau der Punkt. Aber wir kommen ja nachher noch mal drauf, warum das trotzdem so wichtig ist, die Marke zu entwickeln. Da gibt es nämlich ein paar gute Gründe dafür. Aber bei den Sachen würdest du mir erst mal zustimmen, oder?
00:03:34: Jein. Jein. Jein. Keine Ahnung. Ich bin voll bei dir. Ich es ist wie bei einer Tankstelle … Tankstelle. Ich fahre Diesel, ich kein E-Auto-Typ. Sorry. Ich gehe tanken und es mir scheissegal, ob ich zur Cope-Tankstelle gehe oder zum Rudi Rüssel. Weisst du, was?
00:03:35: jetzt wird's juicy hier.
00:03:52: Noch nicht.
00:04:03: Ich achte höchstens darauf, wo ich vielleicht etwas auf den Liter wenn 80 Liter tankst, merkst du, dass schon im Geldzirkus Aber ja... Das halt so das Produktding. Ich brauche etwas und ich hole mir das. Und dann ist es mir eigentlich egal von wem. Ich will einfach... Wie mit deinem WC-Papier. Beispiel. Genau. Aber... Ich glaube, wenn es dann eher Wie soll ich sagen? Vielleicht an Dienstleistungen geht. Zwar auch nicht immer. Jeder Handwerker legt sich jetzt ins Füstchen und sagt, ich brauche nicht mal eine Webseite, es läuft sowieso. Es ist einfach eben... Es ist mega schwierig. Also ich glaube, bei gewissen Sachen ist es egal. spielen ganz andere Faktoren auch eine Rolle. Also schlussendlich eben WC-Papier. Äh... Kannst du natürlich auch bisschen deine Nischen schaffen, wenn einfach der... der... alle anderen so einen Preis drückst, dass im Aldi einfach... ja... aus... also nur alle... also alle nur dich kaufen. Oder? Hingegen, wenn... wenn Ultra Premium... Ölflagig unterwegs bist... und im Globus zu kaufen bist, dann... Ja. Dann ist glaube ich die Marke an sich wieder relevanter. Weisst du was ich meine? Macht das Sinn?
00:05:34: Ja, ja. Absolut. Also, kommen wir mal auf die Punkte, warum das Sinn macht, trotzdem die Marke zu entwickeln. Weil genau einige Aspekte dann eine Rolle spielen, die du schon angesprochen hast. von denen ich auch am Anfang geredet habe. Wenn wir jetzt mal überlegen, was so eine Marke alles ist, dann haben wir ja ganz oft schon gesagt, das ist halt die Wirkung, die du hinterlässt. auf eine Kundschaft. So in erster Linie hinterlässt du die natürlich in dem deinem Produkt einfach funktioniert. Und Produkt jetzt auch mal im Sinne von Dienstleistung. So ich kaufe was bei dir und das erfüllt bei mir einen Zweck.
00:05:42: Ja.
00:05:46: Mhm.
00:05:56: Genau.
00:06:08: Je besser du mich verstehst in meinen Bedürfnissen, desto entspannter wird das bei mir. Dass ich gerne bei dir kaufe und je besser dein Service ist und wie du mit mir umgehst. Wie gesagt, je besser du mich verstehst und mir alles gibst, was ich mir ohnehin wünsche und mich auch als Mensch wahrnimmst mit meinen Bedürfnissen und Problemen, desto lieber gehe ich zu dir. Und trotzdem ist es so, dass wenn du nicht mehr da bist, ich mir darum keine Gedanken mache. Und dazu würde ich mal das Beispiel nehmen, wir zwei haben jetzt beispielsweise Apple-Produkte. Und ich mache mir Apple als Marke keine Gedanken. Sodass ich nie gerne jetzt nicht abends im Bett oder gehe spazieren und denke darüber nach, was war nochmal die Vision von Apple? Was hatten die für eine Mission? Wie sieht nochmal das Design aus von denen? Ich habe, sobald ich ein Apple-Produkt sehe, direkt ein paar Gefühle, die ich gar nicht genau einordnen kann, die sind einfach da. Und die sind natürlich geprägt durch das Branding von Apple wiederum, die das ja ganz bewusst steuern. So.
00:07:08: Das Das Ist ja eigentlich Branding. Das Gefühl, das man hat … das man schafft.
00:07:13: Das ist ja genau, Mit all den Elementen, inklusive Service und Produktqualität und so weiter und so fort. Der komplette Rattenschwanz, komplett Programm. So hat aber zur Folge, dass ich ja nicht 24-7 an Marken denke. Marken müssen bei mir einen guten Eindruck hinterlassen, wenn ich das Produkt, das sie herstellen, in dem Moment brauche. Und da sind wir genauso positioniert. Also wenn jetzt Leute Markenentwicklung brauchen, denken sie im Idealfall an uns.
00:07:18: Mhm. Genau.
00:07:42: wenn sie zu uns ohnehin passen als als Kundschaftsprofil. Und umgekehrt genauso, wenn wir irgendwas kaufen, wenn ich jetzt einen Zimmermann brauche, dann gehe ich natürlich zu dem Zimmermann, mit dem ich schon gute Erfahrungen gemacht habe oder zu der Zimmerfrau oder wie auch immer. Und das hängt alles mit Marke zusammen. Es ist immer dieser Eindruck, den du unterlässt und den musst du trotzdem gestalten. Das ist glaube ich glasklar und du musst dir selber bewusst sein. Wofür stehe ich denn, wofür will ich stehen? Plus was erwartet denn meine Zielgruppe von mir? Und in erster Linie erwarten die halt einfach Produkte, die gut funktionieren. Und was erwarten die vielleicht auch nicht von mir? Und dann kann man genau entscheiden. Erwarten die von mir einen Purpose? Das macht vielleicht als Zimmer, Mann, Frau, Betrieb, was auch immer, Sinn zu überlegen, wir wollen irgendwie nachhaltig unterwegs sein oder wir haben irgendwie irgendwas mit Holz zu tun. Das macht was anderes her als Toilettenpapierhersteller. So, kann ich vielleicht sogar ein Purpose mit einbauen. Als Klopapierhersteller würde ich ein Fragezeichen dran machen, ob du wirklich ein Purpose brauchst. Außer du machst das wie... Ich überlege gerade, wie die heißt. glaube Goldschiss oder so. Muss noch mal nachgucken. Auf jeden Fall gibt es einen eher so gemeinwohlorientierten Toilettenpapierhersteller. Da weißt du, für jede gekaufte Rolle Klopapier spenden die einen Betrag X in Entwicklungsländern, damit dort Klos gebaut werden können. Und das ist cool, wenn ich das einmal weiß, dann kaufe ich das Produkt vielleicht super gerne. Aber wenn es das nicht gibt, werde ich nicht in Tränen ausbrechen und ich werde nicht tagelang über deren Marke nachdenken. Das ist einfach da.
00:09:15: Mh.
00:09:21: Ja.
00:09:25: Viel wird es erst bewusst, wenn sie nicht mehr da ist. wenn etwas fehlt. Es ist ja eigentlich wie... Keine Ahnung, einfach gesagt...
00:09:34: Ja, da würde ich auch ein Fragezeichen dran machen. aus Grundschaftssicht. Klar, wenn es irgendwie Apple nicht mehr da wäre, würde es fehlen, weil das aber auch nur gefühlt zwei Produkte gibt. Also zwei Richtungen. Entweder hast du Apple oder du hast nicht Apple. So, aber bei allen anderen Produkten. Also angenommen uns gäbe es nicht mehr. Da würden die Leute halt mit anderen Leuten Branding umsetzen oder eine Marke entwickeln. So und uns gibt es und wir hinterlassen irgendeinen Eindruck und Leute finden es cool und kommen deshalb zu uns.
00:09:38: Ja.
00:09:48: Mhm.
00:09:55: Mhm.
00:10:02: Und ein Großteil kommt aber auch nicht zu uns, obwohl wir diesen Eindruck bewusst steuern und anpassen, auch weil die nicht zu uns passen und nicht zu uns gehören. wir wissen das ja nur, weil wir uns mit selber, unserer eigenen Branding, mit unserer eigenen Marke auseinandergesetzt haben. Und das, ich, eben, wenn ich jetzt sage, deine Marke interessiert niemanden, musst du trotzdem wissen, was ist denn deine Marke, wofür steht die? Das ist der ganz entscheidende Punkt. Weil ansonsten kann das superschnell frustrieren.
00:10:03: Hm.
00:10:19: Mhm.
00:10:32: und du bist super schwammig unterwegs und du weißt gar nicht worum es geht, was du selber überhaupt erreichen willst, wo du hin willst, dann fliehst du so irgendwie dahin, ohne diese Klarheit und den Fokus und die Substanz.
00:10:48: Oder anders gesagt, es geht einfach leichter. Sagen wir es mal so. Weisst du? Also es ist jetzt... Das ist vor allem... Vor allem sage ich jetzt mal eben... Klassisches Beispiel als Dienstleister. Man will sich... Man will eine eigene Firma gründen. Oder? Ähm... Mit einem durchdachten, Sagen wir es mal...
00:10:55: Ich rede hier 10 Minuten am Stück und du sagst einen Satz und ja...
00:11:16: authentische, aber auch... ja... qualitativ hochwertige Branding. gegen aussen. Das kann auch Erscheinung sein, aber auch wie man die Leute abholt in der Kommunikation, im gesamten Auftritt. Aber natürlich auch mit den Überlegungen: intern. Vielleicht, vielleicht... keine Ahnung. Spricht man irgendeinen Missstand in der Branche an, den alle kennen, die alle betrifft? Aber man ist halt der einzige Player auf dem Markt, der ihn nachher ehrlich und offen anspricht. Und hat somit einfach eine Art USP geschaffen, mit dem man sich abhebt. Wenn man das umsetzt, dann werden die Kunden viel schneller auf einen aufmerksam, als wenn man halt einer von vielen ist. der einfach... Ja, alles null. Also 0.15 ist auch böse gesagt. Aber ja, wo einfach alles standardmässig Oder?
00:12:17: Also du hast es gesagt, deine Marke kann dein USP sein, wenn du in einem Umfeld unterwegs bist, wo sonst niemand seine Marke definiert hat. Absolut. Du kannst auch bewusst, das ist vielleicht Thema für eine andere Folge, weil ich es auch neulich erst wieder gehört habe, du kannst dich bewusst gegen Performance-Marketing entscheiden, indem du sagst, ich mache halt Brand-Marketing. Also ich gebe nicht mein ganzes Geld in das Verkaufen von Produkten, sondern ich gebe mein Geld in Form von Anzeigen, Werbung und so weiter da rein.
00:12:38: Ja.
00:12:46: dass ich mich als Marke auf dem Markt positioniere. Und soll ganz konkret heißen, ... es geht nicht mehr darum, ... dass ich, keine Ahnung, den Tisch verkaufe, sondern das, wofür ich als Marke stehe. Und sei es drum, ... dass ich ... Tische der Zukunft entwickle. So Tische, denen ... ... an denen du gerne sitzt, an denen du einen ganzen Tag arbeiten kannst, ... die ... eine Büroatmosphäre schaffen, die dein Team zusammenbringt. Klingt jetzt so bisschen ... schwulstig, ... ... bringt es dann wieder auf die Essenz, ... aber ... ... letztlich geht es dann ...
00:13:11: Oder
00:13:16: eine ganz andere Geschichte als von wegen das ist der Tisch, ist der Preis, so sieht er aus. Mach mal.
00:13:19: Oder man macht es halt, man schiesst sich ins eigene dabei und macht es ein Espresso. Man holt einen Charge Clooney rein. Und wenn der nicht mehr da wäre, einfach die ganze Marke nicht mehr funktionieren. Weil an was denkst wenn du einen Espresso gehörst? An den Charge Clooney? Und das sind halt auch solche Sachen. Es soll wohl überlegt sein, warum man es macht, was man macht. Eben ja, soll ein Tiefje.
00:13:47: Also das ist echt spannendes Thema, weil es eine risikobehafte, ähm, risiko-hafte, behaftete Entscheidung ist, ihn damit ins Boot zu holen. Gleichzeitig gibt es einen ganz klaren Wiedererkennungswert. Und als Beispiel hatte ich es auch neulich wieder gehört, KitKat. Weiß nicht, ob du es doch kennst, die Schokoriegel. Die sagen, have a break, have a KitKat. Die haben das seit Jahrzehnten nicht abgeändert. Und die haben ihre Marke nie aufgeladen. Die haben ganz klar diesen einen Claim, dass das eine Produkt gut ist. Also noch gefühlt zehn verschiedene Geschmacksrichtungen in Asien. Aber ansonsten ist es in Summe ist es das. Und die haben nie damit begonnen zu sagen, wir werden irgendwie politisch, wir positionieren uns irgendwo konkreter, wir wollen die eine Zielgruppe besonders erreichen. Die haben sich mit ihrem Produkt, mit ihrer Form ganz klar positioniert und das durchgezogen. So dadurch hat es einen ganz kleinen Gewöhnungs-Effekt auch da dran.
00:14:37: Mmh.
00:14:46: Wir können jetzt auch was beispielen.
00:14:46: Und trotzdem, der Kitkat weg, es würde nicht auffallen. Du würdest es vielleicht zweimal vermissen, dreimal vermissen, dann gibst du halt den nächsten Schokoriegel. ist, in Summe ist es legal.
00:14:57: Aber ich finde, gibt auch noch Beispiel, ich finde Das ist eines meiner Lieblingsbeispiele, weil ich einfach den Humor richtig geil finde und doof und... Astra, Bierwerbung. Also Bier und... Die sind ja auch kurz vor dem Aus gestanden und dann haben sie die letzten Kohle, die sie noch hatten, in eine Werbekampagne gestückt.
00:15:08: Ja.
00:15:21: und die haben das nachher so genial aufgezogen. weiss nicht, kennt sicher irgendwer den Astor und Bier, die haben so geniale Poster. Also ja wirklich, zum Beispiel der Eine von … der besten finde ich immer noch an der Bar, da steht so Liliputaner, so lässig mit dem Bier und da steht einfach: »Ein Bier und ein Kurzer.
00:15:27: Ja, kann man mal googeln. Das lohnt sich absolut.
00:15:41: Astra was dagegen?« Und ich finde halt mit dem haben sie ihr Image komplett geändert und die sind jetzt halt wirklich bekannt für etwas. Da stellt sich halt die Frage, es gibt Leute die trinken nur Astra. Und dort merken, genau das ist Margen.
00:15:41: Ja.
00:15:52: Ja, Und das ist Marke. Das ist Marke, das ist nicht Produkt. Weil ganz viele andere Biermarken werben mit Reinheitsgebot, mit wir brauen seit 1600 noch irgendwas, wie höchste Qualität, Quellwasser, was auch immer. Das sind Produkteigenschaften. So, das hat nichts mit Marke zu tun. Das ist egal, ob das dann Schöfferhofer, Kösteritzer, was auch immer ist.
00:16:00: Ja.
00:16:10: Das ist faktisch. Genau das ist faktisch. Und das andere ist halt das Emotionale. Die Verbindung mit etwas. Und das ist eigentlich, was eine Marke gut machen soll. Und ich glaube eben, ich höre jetzt mal, Wenn du es schlau machst, dann hast du einen grossen Vorteil damit. Es geht eben erinnern. Einfacher.
00:16:33: Es hat auf jeden Fall mega viele Facetten. Aber Wie stehst du jetzt nach allem, was wir so besprochen haben zu der Aussage, dass deine Marke erstmal niemanden interessiert?
00:16:45: Ja, die unterschreibe ich so. Weil schlussendlich entsteht eine Marke auch nicht einfach nur von heute auf morgen. Nur weil man jetzt ein cooles Design / Logo hat. Man kann auch die beste Idee haben, die es auf der Welt gibt. Also man kann jetzt kommen und sagen, wir haben ein Problem für... Was kann ich? Politik. Problemlösung für Politik, keine Ahnung. Es interessiert in erster Linie keine Sau, man muss es dann auch beweisen, dass man es kann. Also es ist ein langfristiger Prozess, langwieriger Prozess und man muss halt das Vertrauen aufbauen. ist ja eigentlich wie... Branding ist ja nichts anderes als an einem gesichtslosen Unternehmen, wenn man so will, einen Charakter einhauchen, der hängen bleibt. Deshalb finde ich zum Beispiel, wenn man eher kleiner ist, zum Beispiel auch nur an Einzelfirmen, dann hat man recht viel Vorteil, weil man sich selber vermarkten kann. Man ist selber die Marke. Für so etwas, das zu erreichen, zahlen grössere Unternehmen in den meisten Fällen das genau zu Und darum... Ja, Man soll das definieren, aber eben auch umsetzen. Weil einmal der Ruf geschädigt, dann wird es sehr, sehr schwierig, wieder rauszukommen. Das ist ja mitunter auch immer Grund, warum große Unternehmen, zum Beispiel auch vor, ich weiss nicht wie vor wie vielen Jahren das ja war, SALT, wie es jetzt heisst, war früher Orange. Und die haben dann einfach mal einen Imagewandel gebraucht. Ja, genau.
00:18:35: wie Funkanbieter in der Schweiz. Das das Klebe.
00:18:40: Die haben dann einfach einen Imagewechsel gemacht. Und das ist ja teilweise auch... Es hat eine Anlaufzeit gebraucht, bis die Leute begreifen, gewisse sagen immer noch orange. Aber... Ich persönlich war dann auch mal WDN und muss sagen, super. Äusserlich hat sich eine Menge geändert, aber das Netz ist immer noch scheisse. Sorry, und das ist halt wieder das, oder? Dann nützt du eigentlich das beste Marketing-Nut, das beste Design-Nut, wenn du halt einfach dann wieder nicht haltest, was du versprichst. Ich hoffe, ich kriege keinen Klag.
00:19:19: Ja, das ist also klar. Man hätte irgendwie die Folge auch nennen können. Dein Branding kann halt schaden, wenn du das zu stark auflädst. Also wenn du Dinge versprichst, die du nicht halten kannst, wenn du dich nur deine Marke kümmerst, aber nicht dein Produkt, dein Angebot, das Verständnis für deine Zielgruppe da draußen. Das ist
00:19:28: Ja.
00:19:34: Genau.
00:19:38: Darum ist, dass wir auch mal eine Folge hatten, warum weniger mehr ist. Und das spielt auch wieder rein. Erstmal ist jedem eigentlich deine Marke egal. Aber wenn du dann einfach sagst, was ist der Kern der Sache? Was ist meine Daseinsberechtigung? Dann fokussier dich mal nur auf das Ding und mach das richtig gut und mach dir mit dem einen Namen. Denn dann wird automatisch auch deine Marke stärker, weil du und deine Firma für etwas stehen, was qualitativ sehr hochwertig ist. Und dann ist es im Nachhinein immer noch einfacher, noch mehr dazunehmen. Anstatt von Anfang an das Gefühl zu wir müssen jetzt besser sein als unsere 50 Hauptkonkurrenten in der Gegend. Wir machen jetzt einfach alles. und das noch besser, möglich, dann wirst du dir das eigentlich an die Beine schiessen, weil die Leistung kannst nicht bringen, ausser du bist natürlich, ja, hast eine Menge Kohle und kannst das dann aber auch umsetzen. Aber wenn du dann noch mal den Fehler machst, oder halt du kannst die Leistung nicht mehr bringen, dein Versprechen nicht mehr halten, das färbt viel mehr ab, als wenn du am Anfang weniger machst dafür das gut.
00:21:01: Ja, ist ja eh immer so eine schlechte Erfahrung braucht sieben gute Erfahrungen, damit der wieder weg ist. Mir wird gerade bewusst so statt immer von dieser Marke zu reden, es wird glaube ich viel einfacher, verständlicher und greifbarer, wenn man sagt, Lass die Marke komplett aus dem Spiel, überleg dir einfach welchen Eindruck du hinterlassen willst. Mit allem was du tust. So einerseits Rein persönlich, wie willst du mit deinem Team umgehen, mit deinem Unternehmen selber. was Was willst du da irgendwie erreichen ? Wie willst du mit deiner Zielgruppe umgehen? Mit den Menschen, deine Kundschaft? Wie willst du mit der interagieren? Welchen Eindruck sollen die von dir haben? Auch wieder rein menschlich. Bist Bist du nett oder unfreundlich? Ganz einfach. Also brich es wirklich auf die Basis runter. Dann kannst du halt gucken, wie wirkst du auf die. Und wenn du unsicher bist, dann frag halt einfach nach. So und Alles ist Marke, in Summe. aber so dieses klassische Marke Marke von wegen Farbe, Logo, Mission, Vision, Werte, all die Sachen, man irgendwie so nach dem Standardprozedere definiert, spielen eigentlich am Anfang keine Rolle. Also Im Idealfall gibt es dir intern eine Richtung und eine Klarheit und ein Gefühl, wie du wirken willst, was für dich wichtig ist. Und dann bringst du das aber in dein Produkt rein, in die Kommunikation nach außen, irgendwie jeden einzelnen Touchpoint. also jeden Berührungspunkt mit deiner Zielgruppe da draußen. Dann Das ganze wieder Hand und Fuß. Aber auch da, also hinterlass doch einfach einen guten Eindruck. als Unternehmen. wenn mal was schlechtes passiert, machst wieder gut. Also so wie du es auch bei einer Freundschaft retten würdest oder versuchen würdest. Dann bist du auf der sicheren Seite. Aber deine Marke als solche interessiert erstmal nicht. Erstmal geht es eigentlich andere Dinge.
00:22:47: Mh.
00:22:51: Hast du noch Anmerkungen, Ideen? Ansonsten merke ich gerade, das war schon fast die Zusammenfassung hier.
00:22:55: Ich glaube es ist... Ja, von dem her nice eigentlich. So weit alles klar. es hat euch interessiert. Wir konnten euch noch wenig viel verraten. Ja. Ich glaube.
00:23:16: Minimum oder? Also hallo? 20 Minuten über ein Thema reden muss schon gelernt sein. Hey Leute, macht einfach. Also nehmt euch das zu Herzen. Eure Marke ist nicht so wichtig, wie ihr das immer denkt und fühlt. Definiert sie trotzdem. Das ist super entscheidend. Das bringt Klarheit und dann einfach machen. Danke, die Wins. Haut rein. Viel Spaß. Bis zum nächsten Mal. Ciao.
00:23:24: Ja Gott, Menge macht's nicht aus.
00:23:33: und nicht.
00:23:41: Hört hört. Ciao.
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