Nix Vertrauen. Nix Marke. (3 Phasen für KMU)
Shownotes
Sichtbarkeit ohne Vertrauen ist Lärm. Und Lärm verkauft nichts. Weder an Kunden – noch an Mitarbeitende.
In dieser Folge machen Paul & Vinz klar, warum Vertrauen das eigentliche Ziel von Branding ist – und wie du es als KMU systematisch aufbaust: in 3 Phasen, die du überall wiederfindest (Kunde, Team, Markt).
Du erfährst:
- warum der erste Eindruck Vertrauen öffnet (Design, Klarheit, Versprechen)
- weshalb „schön“ nicht reicht, wenn der Rest nicht stimmig ist
- wie du Vertrauen sofort zerstörst: Hochglanz, Buzzwords, zu grosse Versprechen
- warum Kultur nach aussen durchschlägt (intern scheisse, extern heile Welt funktioniert nicht)
- wie du Vertrauen pflegst: Feedback von Kunden, Mitarbeitenden und dem Markt
- warum Branding ein Prozess ist – und „fertig“ dich teuer zu stehen kommt
Diese Folge ist kein Feelgood. Sie ist eine Erinnerung: Vertrauen ist Arbeit. Aber ohne diese Arbeit hast du keine Marke.
Hör rein – und schreib uns: Wo verlierst du aktuell Vertrauen: im ersten Eindruck, beim Liefern oder beim Zuhören?
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Transkript anzeigen
Vinz: Hoi Viel redet beim Branding ja immer über Sichtbarkeit. Oder Reichweite, Design, Social Media oder sonst irgendeinen Scheiss. Aber ganz ehrlich finde ich all das wertlos, wenn niemand deiner Marken vertraut. Denn ohne Vertrauen kaufst du nicht als Kunde. Und ohne Vertrauen willst du aber auch, blöd gesagt, bei keiner Firma arbeiten. Und meine Kerntese oder brisante Aussage, die ich heute mitgebracht habe, oder einfach gesagt, Thema ist das höchste Ziel des Brandings, ist Vertrauen. Und zwar Vertrauen bei Kunden, bei Mitarbeitenden. und im Markt insgesamt. Ich finde, Vertrauen entsteht nicht einfach zufällig, sondern es braucht meiner Meinung nach genau drei klare Phasen. Diese will ich heute mit dir anschauen. Ich bin jetzt einfach mal gespannt. Was meinst du? Hat das gerade irgendwie das Hand und Fuss, was ich gerade vor mir gegeben habe, oder würdest du dem jetzt komplett widersprechen?
Paul: Willkommen zu Mach mal Marke, dem einzigen deutschsprachigen Branding-Podcast ohne Bullshit mit Vince und Paul. kennst mich, Vince. Ich würde natürlich sofort komplett widersprechen. Spaß beiseite. Ich muss bei Phasen lustigerweise gerade an Physikunterricht denken und war kurz mit dem Kopf woanders. Aber die Grundaussage Vertrauen ist das höchste Gut. Darum geht es eigentlich beim Branding. Da würde ich dir sofort unterschreiben. Also können wir die Folge gleich beenden. Richtig gut.
Vinz: Quatsch.
Paul: passt, Vertrauen ist eigentlich, und den Punkt finde ich noch wichtig, ist ein riesengroßes Geschenk, was man als Marke bekommen kann. Denn wenn dir Menschen einmal vertrauen, dann muss schon echt viel passieren, dass sie dir das Vertrauen wieder entziehen. Dass sie sagen, okay, der Marke habe ich vertraut, der vertraue ich jetzt nicht mehr, weil die irgendwas Schlimmes, Blödes, Doofes gemacht hat. Aber wenn du einmal Vertrauen hast, dann musst du dich die Leute eigentlich gar nicht mehr so richtig kümmern. Also Vertrauen ist so ein höheres Gut, dass
Vinz: Mhm.
Paul: bringen wir ja auch meist nur zwischenmenschlich raus. Also wir brauchen schon irgendwelche Anker, ⁓ einer Marke vertrauen zu können. Da muss schon Persönlichkeit wahrscheinlich mitbringen. Aber wenn das einmal da ist, ja, hast du es eigentlich geschafft. Zähne am Lotto.
Vinz: Ich würde jetzt sagen, nein. Denn schon klar, du gesagt hast, wenn Vertrauen ⁓ ist, dann ist das ja sehr stark und es braucht schon was, bis es wieder mal einen Knicks kriegt. Aber du darfst das auch nicht vernachlässigen. meine, ist ja wie bei einer, keine Ahnung, Partnerschaft oder Freundschaft oder so. Ja, logisch bist du immer, wenn du mal Vertrauen hast, ist es ja gut. Aber wenn du dir dann einfach Scheiss direkt darum kümmerst ...
Paul: ⁓ okay. Ja.
Vinz: Irgendwann ist es dann eben nicht mehr gut. Und das ist ja eigentlich auch eben eine Marke. Oder? Und?
Paul: Ja, es basiert immer auf Gegenseitigkeit. Also, Freundschaft ist, ich, das perfekte Thema, wenn man sich überlegt, warum befreundet man sich mit einer anderen Person. Also, entweder ist es ein Kontext, dass man innerhalb des gleichen Kontextes irgendwie unterwegs ist, man geht zusammen zur Schule oder besucht zusammen irgendeine Bar oder ein Restaurant oder irgendein Event und man hat dort irgendeine Art Erstkontakt, redet miteinander.
Vinz: Genau.
Paul: und hat dann das Gefühl, dass man sich verstanden und gesehen fühlt und findet die andere Person sympathisch und interessant. Das ist auch noch so Punkt. Man kriegt nicht sofort alles mit. Man will noch mehr kennenlernen von der Person, wenn man so will. Daraus kann eine Freundschaft entstehen. Klar, ich hab das auch schon erlebt, wenn man sich um Freunde nicht kümmert, dann könnt ihr einfach wegsterben mit der Zeit. Dann endet so eine Freundschaft. Genau, weil das Gegenseitige fehlt.
Vinz: Mhm. Mhm. Mh. Genau.
Paul: absolut gute gute einwand wenn es war das jetzt schon phase a oder okay
Vinz: Ha! Fast, fast. Ich würde sagen, habe das meiner Meinung nach in drei klare Phasen hineingeliedert. Ich würde sagen, ich hoppe es einfach mal in Phase 1. Das ist der erste positive Eindruck. Und zwar, dass die Hore zum Vertrauen. Denn mein Gedanke war, für viele oder mittlerweile ist der erste Eindruck immer etwas oberflächlich. Oder? Aber finde, vor allem bei Marke ist er eigentlich ein klares Signal. So quasi, fragst dich als Kunde, cool, meint dir das errenst, ist das wirklich so? Und was dort rein spielt, sind mich drei Sachen. Das wäre der Auftritt und die Erscheinung. Mir, der immer sagt, Design ist zweitrangig, aber dort ist halt das Design am entscheidendsten. dort spielt es halt...
Paul: Ja. da spielt es eine Rolle, mitschreibend.
Vinz: Vor allem dort spielt es eine Rolle. soll ja auch Es ist ja wie bei uns auch. Es kann nicht sagen, wer will, aber ... du auf den Partner suchst, nicht auf die Äusseren, dann lügst du. Sorry, meine Meinung. Schreib gerne einen Kommentar rein, wenn ich mich irre.
Paul: Jaja, nur, ähm... Nee, ich würde das gerne nochmal streuen, das Äußere. Also das sind ja bestimmte Dinge, die dir gefallen. Das ist ja bei allen Leuten anders. So, genau.
Vinz: Genau. Es muss dir gefallen. Es muss für dich ansprechend sein. Aber das ist genauso bei einer Marke. Wenn das Design schön ist, schöne Farben, das Logo, was auch immer, Schrift. Oder generell die Tonalität, die Klarheit. Die Gesamtwirkung einfach von einem Produkt oder einem Unternehmen. Das ist schon mal etwas, das dich anzügt. Das weckt ein Interesse. Das Zweite.
Paul: Gute Nacht. Ja. Genau, da würde ich direkt einhaken, ganz kurz, weil ich stand neulich vor einer Papeterie und hab die ganzen Geschenkkarten gesehen und Glückwunschkarten und Geburtstagskarten und was es nicht alles hat. waren alle potthässlich in meinen Augen. Aber auch da muss es ja irgendwie Leute geben, die das schön finden. Von dem her, ja, es ist absolut subjektiv und es muss nie allen gefallen. Kann es auch gar nicht. Ist auch gut so.
Vinz: Mhm. Genau. Das ist so. Es muss der Zielgruppe gefallen. Yes. Der zweite Punkt wäre die Kommunikation. Versteht man sofort, was hier läuft, was hier abgeht, wofür steht man, oder muss man sich alles wie selber zusammenreimen? Das ist aber auch recht unterschätzt, weil du natürlich auch sehr klar und faktisch kommunizieren Aber egal, es es keine Sau, weil es langweilig ist, weil es keine roten Fäden hat. Sind wir wieder beim Thema Storytelling. die Art und das ist ja auch wissenschaftlich, beleidigt. Die Art und Weise, wie man kommuniziert, immer viel ausschlaggebender als was man kommuniziert. Kommt natürlich auch immer darauf an, ja, wie wo was. Aber es soll halt schon einfach einen Fehler machen.
Paul: Naja, Emotionen schwingen immer immer mit und
Vinz: Genau.
Paul: Das hätte auch mein Physiklehrer wissen können, dass wenn man Stoff trocken erklärt, emotionslos, dann schwingen auch da Emotionen mit, die man ausruft und man kann das auch anders machen. Auch da holt man aber Leute immer in einer bestimmten Verfassung ab. Das muss man auch beachten.
Vinz: ... Mhm. Genau. Der dritte Punkt in dem ersten Eindruck wäre, zu versprechen. das Produkt oder Dienstleistung an sich, das wirklich echtes Bedürfnis abholt. Also ist es gefragt oder ist es etwas komplett Neues, das die Leute trotzdem abholt? Ist es halt einfach innovativ oder was auch immer?
Paul: Ja, oder passt es einfach perfekt gerade zur Situation, an der man sich befindet. Das ja auch gibt nämlich umgekehrt genauso den Fall, dass viele Dinge zu innovativ ist, wenn man eine ganz einfache, simple Lösung für seine Situation gerade sucht. Also gerade was so Software as a Service betrifft, wenn es irgendwelche Tools gibt und so. Die können mittlerweile alle unglaublich viel und man kriegt kein Tool mehr ohne irgendeinen AI Agent, der noch mithilft und zusammenfasst und
Vinz: Genau.
Paul: optimiert und einstellt und letztlich willst du einfach eine Notiz App haben oder so, die das alles nicht kann, wo du halt Zeug reinschreiben und terminieren kannst. Ganz, ganz simpel, einfach. Und auch das, da muss man, also ich finde, da kann man sich sehr schnell verrennen und das vollladen und da hilft Einfachheit. Und fokuss eben, in welcher Verfassung befindet sich mein Zielpublikum, meine Zielperson.
Vinz: Mh. Mhm. Genau. Und jetzt ist aber noch, was ich sagen will, bevor ich weitergehe und zu meinem Twist komme. Es ist nämlich auch, ⁓ das Ganze zu definieren, braucht eine Marke aber auch zuerst einmal ein Fundament. Also halt die strategische Arbeit, die wir immer sagen, hey, mach deine Brandsubstanz, deine Positionierung, deine Zielgruppenanalyse. Das muss bestehen, bevor man eine gescheite gescheiteren ersten Eindruck hinterlassen kann. Sonst ist das einfach nur verwässerter 0815 Scheiss. Darf ich nicht mehr so viel Scheiss sagen? Yes. Also das einfach... Genau. Das ist einfach nur als Anmerkung. Aber jetzt als Twist, haben jetzt eigentlich immer nur aus Kundenperspektiven geredet. Aber der erste Eindruck gilt eben nicht nur für Kunden, sondern zum einen genauso.
Paul: Ja, du hast es schon direkt im Intro gesagt, der Zug ist abgefahren.
Vinz: für Mitarbeitende zum Beispiel oder potenzielle Angestellte. keine Ahnung. Weil ein Bauarbeiter schon mit einem pinke Leibchen, mit einer Giraffe drauf auf dem Bau arbeitet. Nur weil keine Ahnung. Ja, aber das sind so Sachen. Das ist halt nicht mehr so wie früher, wo sich halt keine Ahnung...
Paul: ⁓ unterschätzt mal die Bauarbeiter nicht, aber ja, ich weiß, was du meinst.
Vinz: die Firmen quasi die Leute aussuchen konnten. Es weht mittlerweile einen anderen Wind. Die meisten Firmen suchenden Leute haben offene Stellen. Dauernd. Und die suchenden Leute, also ja, dann macht halt auch etwas dafür. Oder eben wie du mal gesagt hast, Chefs legen auch mega Wert auf Etiketten bei ihren Mitarbeitern. Aber hängen herum ist die Firma aussen Wahrnehmung. einfach für den Arsch. Und das beisst sich halt. Wenn du gescheite Leute willst, hochqualifizierte Leute für dein Unternehmen willst, dann schau halt auch, dass der Firmenauftritt dementsprechend gegen aussen wahrgenommen wird. Und das eben in diesen drei Sachen, im Auftritt, in der Erscheinung, in der Kommunikation, aber auch im Versprechen an sich. Und dann geht es aber noch tiefer, also quasi auch, wie behandelst du deine Mitarbeiter? Die Themen haben wir schon 100 Mal in anderen Folgen angeschnitten. Aber das vergessen wir dann viel. Das Gleiche ist aber auch aus der Marktperspektive. Also ein hochwertiger Auftritt. Mit so einem wirst du auch in deinem Umfeld ernst genommen von Konkurrenten, von Verbänden, von was der Kucker war. Es ist eine Basis für mögliche Partnerschaften, Kooperationen.
Paul: Ja,
Vinz: Es ist einfach Vertrauen auf Augenhöhe. Du kannst nicht an Qualität ... Wie soll ich sagen? Am laufenden Band von Qualität reden. Ich nicht, der Gucker war, aber es sieht alles aus wie ein 7 und 5 und es passt nicht zusammen. Das ist einfach inconsistent as hell. Der erste Eindruck öffnet teuer, aber er ersetzt halt kein Fundament. Das brauchst du auch. Ja. Jetzt kannst du ausführen.
Paul: Ja, das passt gar nicht mehr so gut. Letztlich wollte ich nur zusammenfassen, es geht immer darum, dass sich deine Mitarbeitenden wohlfühlen bei dir. Wenn die sich wohlfühlen, dann vertrauen die dir auch oder dann können die überhaupt Vertrauen und eine Beziehung zu dir, zu deinem Unternehmen aufbauen. Und dann können die auch richtig gut arbeiten. Aber wenn ...
Vinz: Mhm. Ja.
Paul: auch und das ist der punkt der jetzt gerade gut passt wenn man merkt dass das alles gespielt ist so einen guten ersten eindruck zu hinterlassen und ist aber der zweite erste eindruck ziemlich schlecht dann hat man wiederum problem oder dann ist der letzte eindruck schlecht dass das gibt es ja auch manchmal man sagt auf die zwei momente die in erinnerung bleiben wenn man mit menschen in kontakt ist das meist der erste moment also wirklich dass das kurze begegnen und dann der letzte moment wenn man sich verabschiedet der ist noch mal relevant und klar zwischendurch gibt es auch sachen die
Vinz: Genau.
Paul: die eine Rolle spielen und relevant sind. Aber das sind Punkte, auf die kommt an und man merkt einfach, wenn dann irgendwas aufgesetzt oder gespielt ist, dass... Also man merkt einfach, dass es komisch ist, dass es nicht ganz stimmig ist, dass irgendwas nicht passt. Und deswegen, das hatten wir in anderen Folgen auch schon behandelt, ist es so wichtig, dass man sich nicht selber anlügt und sich nichts vormacht und nicht irgendwas spielt, weil in Summe muss der komplette Prozess von Anfang bis Ende stimmig sein als Marke. Wenn du irgendwas...
Vinz: Mhm.
Paul: da draußen verkaufen willst, dann führe die Leute wirklich wie gute Freunde durch diesen Prozess durch. Aber dann achte halt wirklich an allen Touchpoints, dass die funktionieren.
Vinz: Das ist die perfekte Überleitung zu meiner Phase 2. zwar Vertrauen halten. Da heisst es einfach kurz und knapp «liefern statt labern». Denn der schnellste Weg zum Vertrauen zu zerstören, wenn du es mal hast, mit deinem ersten Eindruck, ist mehr versprechen als was du halten kannst. Oder konkrete Probleme, die du tagtäglich siehst, ist z.B. grosses Marketinggefassel.
Paul: Ja.
Vinz: So eine Krankheit Nummer eins, alle fokussieren sich immer nur auf irgendwelche Marketingfloskeln. Balaverend ohne Ende. Aber schlussendlich können sie das gar nicht halten. Weil das hindurch gar nicht so auf Hochglanz ist, wie es präsentiert wird. Also sind wir wieder bei den Prozessen oder in der internen Struktur. Das Zweite ist auch mehr Baswords als Substanz. Alles ist hochgestochen und kompliziert. Komplizierter als es sein kann. Abgehobener anstatt einfach auf dem Boden zu Was auch noch ein ist, so, klassische Hochglanzauftritt, aber in der Realität ist es einfach eine Enttäuschung.
Paul: Yes. Lustigerweise muss ich bei allen Punkten an Tesla denken gerade und Elon Musk, weil er ja wirklich Vollprofi daran ist seit Jahrzehnten Dinge zu versprechen und vorzumachen, dass es immer kurz vorm Durchbruch steht und kurz davor
Vinz: Ja.
Paul: eine brandneue Technologie umzusetzen und irgendwas zu schaffen und letztlich bleibt es aber beim Reden und beim Versprechen und größtenteils dann auch irgendwann beim Lügen von irgendwelchen Zahlen, die nicht stimmen und so weiter, nur ⁓ Leute, die investiert haben, bei Stange und bei Laune zu halten. man liefert halt nicht. Deswegen, aber ich muss mal klein zu denken, es ist wirklich so ein Prozess, wie wir gerade schon gesagt haben, von Anfang bis Ende. Wenn der nicht stimmig ist, dann merkt man das. Und ich finde ein großes Stichwort dazu passend. ist immer noch eine Unternehmenskultur oder vielmehr eine Markenkultur. Unternehmenskultur, würde ich immer sagen, kannst du natürlich prägen durch Miteinander, durch eine bestimmte Art der Kommunikation und so weiter. Wenn du es aber ein Stück weiterträgst, ist es gleichzeitig natürlich auch eine Markenkultur. Das heißt, wie du dich intern benimmst, schwappt auch immer nach außen. Und wenn du es intern nicht schaffst, dass es eine gute Stimmung gibt, dass sich Menschen wohlfühlen, wie willst du es dann nach außen machen? Also dieser Punkt
Vinz: Mhm.
Paul: intern Leute Scheiße behandeln und nach außen hin aber heile Welt vorspielen, das wird nie ganz funktionieren. Das wird man merken.
Vinz: Du kannst es ja einfach so beschreiben, dass Branding kein Wunschkonzert ist eigentlich bloß ein Versprechen an dich selber, das du jeden fucking Tag neu einlösen musst. Quasi intern wie extern. Weil die Auswirkungen sind einfach ganz klar. Entweder kommt der Kunde halt nur einmal und dann nie wieder. Schlussendlich hast du auch noch schlechte Google-Bewertungen, die dir auch noch viel mehr Schlechtes gibt. Deine Mitarbeitenden verlieren Motivation oder können... und der Markt ignoriert die einfach komplett oder nimmt die einfach auch gar nicht ernst. Das sind halt messbare wirtschaftliche Probleme, eine Auswirkung haben und viele checken das halt einfach nicht, weil es halt Branding immer nur mit Design oder irgendwelchen schön formulierten Visionen gleichsetzt. Aber es sind wirtschaftliche Konsequenzen, die das Unternehmen tragen muss, wenn es halt Ihre Marke nicht so führend wie man es könnte. Und das ist eigentlich nicht so schwierig. Meine Kernregel hier, die ich aufgeschrieben habe, lieber bist du einfach ehrlich, klar und vielleicht ein bisschen leise.
Paul: Ja.
Vinz: Aber dafür läuft es. Und du kannst das halten. Du bist aber nicht laut und unglaubwürdig. Sondern eher geerdet. Aber die Leute checken auf das Mal, hey, die halten auch als Versprechen
Paul: das was wir vor zwei Folgen eigentlich gesagt haben, worauf es dieses Jahr beim Branding ankommt, diese Natürlichkeit. Also wenn du natürlich bist, dann verstellst du dich auch nicht.
Vinz: Kanal.
Paul: Und dann bist du immer du selbst. das kannst du nicht abändern oder dich nicht belügen. Das ist die ehrlichste Art und Weise. Und das baut Vertrauen auf. Auch wenn es nicht alles perfekt ist, das gehört auch dazu. Das ist aber gleichzeitig auch kein Freifahrtsschein, Leute scheiße zu behandeln. Also so immer das, was klassische Chef-Attitüde ist. Ich bin nun mal so und ihr seid alle doof und so. kann mich da nicht ändern. Na komm, ganz ehrlich, dann solltest du besser kein Chef sein.
Vinz: Mhm.
Paul: sollte man dann auch entgegenhalten dürfen. Nein.
Vinz: Ja, das ist so. Das ist ja auch... Also ich ehrlich sagen, ich komme aus dem Militär, war bei uns schon in Chefpositionen, habe Lehrlinge ausgebildet. Wenn irgendwer, der nachgestellte, keinen Bock hat oder schlechte Arbeit liefert, meistens, ich sage nicht immer, aber meistens ist es halt ein Führungsproblem. Weil du musst halt auch nicht immer nur starre Mitarbeiter... Rollen kreieren und deine Leute blöd sehen. Weisst du, für Nachlässungen nutze doch das Potenzial, diese Leute haben. Die ruhigsten sind die, die am meisten vom Kasten haben. Aber sie werden halt nicht gehört. Das sind wir immer wieder in gesellschaftlichen Themen. Aber ich würde sagen, bevor wir uns hier verinnern, gehen wir mal ... Ja.
Paul: Naja, kurzer Aufruf an der Stelle, sich jemand angesprochen fühlt und in dem Bereich extrem viel Ahnung hat, was so Führungskräfte, Coaching, Leadership, Ausbildung und so weiter hat, gerne mal anhauen, weil ich finde das wäre ein gutes Interviewthema. Also falls es da Expertinnen oder Experten da draußen gibt, die gerne mal zu Gast kommen wollen, schreibt uns mal eine Nachricht, dann können wir gucken, ob das gut reinpasst.
Vinz: Yes. Gut, dann würde ich sagen, die Phase Nummer 3. Die Bindung oder das Vertrauen zu pflegen und eben nicht zu verwalten. Weil Vertrauen ist für dich kein Zustand, sondern ein Prozess, den du aufbauen musst. Oder halt auch zu halten durch regelmässige Interaktionen. Was auch immer.
Paul: .
Vinz: Und da finde ich, etwas vom Ausschlaggebenden ist einfach Feedback. Und das sind, wie es schon angedeutet wurde, die drei Fehler, Kunden, Mitarbeiter und Markt. Also bei den Kunden kannst du einfach mal Fragen stellen oder auf Feedback hören, wie, keine Ahnung, was wirklich oder eben nicht. Wo entsteht vielleicht Reibung? Was ist... In der Qualität gut oder schlecht? Was ist im Prozess gut oder schlecht? fühlen sie sich abgeholt oder nicht. Was auch immer. Beim Punkt Mitarbeitende habe ich einfach so diese eine Frage aufgeschrieben. Ja, leben sie denn die Margen überhaupt richtig? Oder erträgen sie die Margen einfach nur? Ist die Marge für sie einfach nur, ja, Geldgeber blöd gesagt, für die Buetz? Vegetieren sie irgendetwas wie dahin beim Arbeiten? Oder sind sie wirklich dabei? Checken sie eben diese, die große Vision des Unternehmens hat. Und brennen sie auch ein bisschen für das Unternehmen. Oder sind sie einfach dort? Und der dritte Punkt am Markt kann man sich halt fragen, wie und warum sich das Umfeld Gibt es neue Dinge, Dinge, nicht funktionieren, aber auch Dinge, die alle anderen machen, aber die eigentlich scheisse sind? Oder gibt es irgendwelche Erwartungen? die man erfüllen sollte oder mit denen man auch spielen kann. Das ist natürlich auch wieder etwas, du vor letzten Folge angekündigt hast. Wie kann man denn mit solchen Sachen spielen? Und der entscheidende Satz, den ich hier noch aufgeschrieben habe, eigentlich mehr wer Feedback ignoriert, der verliert eigentlich zuerst die Relevanz bei diesen drei Säulen und dann aber auch das Vertrauen. Oder? Wer faul wird, das zu pflegen, man sich aufgebaut hat, verliert das irgendwann. Es ist auch wieder ein abdröschender, ekeliger Spruch. Aber ist nichts so konstant wie der Wandel an sich. Die Märkte verändern sich immer, die Menschen verändern sich immer, aber auch Erwartungen verändern sich immer.
Paul: Ja. Ja.
Vinz: Das heisst Branding heisst du musst dran bleiben, aber auch nachschärfen und weiterformen. Branding ist nicht einfach einmal gemacht und dann lässt man es schleifen, sondern es ist halt... Man muss halt immer ein bisschen dran bleiben.
Paul: Absolut, also man kann auch sagen, es ist von Menschen für Menschen. Und am besten kommen Menschen miteinander klar, wenn sie sich auch miteinander auf Augenhöhe begegnen und zuhören und offen miteinander sprechen können. Und das ist eben nicht nur, auch was das ganze Feedback betrifft, nicht nur zuhören, sondern auch wirklich ins Gespräch kommen und nachfragen und vielleicht auch die Möglichkeit geben, mitgestalten zu dürfen. Und all das sind Möglichkeiten. bei allem kann man
Vinz: Genau.
Paul: das immer so tun, als ob. Also man kann auch Möglichkeiten der Mitgestaltung geben, so von wegen hier haben einen Prozess, schickt uns mal Namen, wie wir das neue Produkt benennen sollen. Und dann nimmst du aber keinen von den Namen, weil dir die nicht gefallen. Oder du merkst halt wirklich, in welche Richtung das geht und gehst auf die Leute drauf ein und kommst dann in irgendeinen Gespräch oder Dialog. Das nicht die einfachsten Prozesse. Also es ist nicht der entspannteste Weg. Der entspannteste Weg ist einfach, ich bin Chef und ich sage, wer was zu tun hat und dann werden das alle machen. Aber das ist halt Weg, natürlich ist oder keinen Weg, der sich für alle gut anfühlt. Und letztlich, wenn man das wirklich schaffen will, dass man relevant bleibt mit seiner Marke, weil man ja eigentlich sagen kann, Marken sind für uns Menschen komplett egal. Also wir brauchen Produkte, wir brauchen Dienstleistungen, irgendjemand muss uns helfen und den Rest an sozialer Interaktion, den haben wir im Privaten, im Freundeskreis oder in der Partnerschaft oder was auch immer mit Familie, nochmal ein ganz eigenes Thema. Aber
Vinz: Hm.
Paul: dann ist für Marken da an der Stelle eigentlich kein Platz. Aber wenn eine Marke wirklich das Gefühl gibt, ich sehe dich als Mensch, mir ist es wichtig zu verstehen, was du gerade brauchst, was du willst. Du kannst auch mitwirken. Wir können gemeinsam hier irgendwas verändern. Also ich kann auch als Zielgruppe Teil einer Bewegung sein und fühle mich irgendwie zugehörig. Das ist ja auch nochmal der Zugehörigkeitsaspekt, der voll in Richtung Community reingeht, was auch Chris im letzten Jahr im Interview so stark betont hat. Dann sind das alles Punkte, mit denen gemeinsam kann man was aufbauen, was ein Stück größer ist als so ein klassisches Unternehmen und ein Stück größer ist
Vinz: Yes.
Paul: als so eine klassische 0815-Marke. Und das hat Relevanz und das bleibt in den Köpfen. Und da verdrückt man im Idealfall als Kundschaft, als Mitarbeitendeperson dann doch eine Träne, wenn es die Marke eines Tages nicht mehr gibt. Oder die entwickelt sich natürlich weiter. Also das ist eigentlich was ganz Menschliches. Wir entwickeln uns ja auch weiter, also lasst das doch einfach gemeinsam tun.
Vinz: Ja, also am Schluss kann man sagen, zusammengefasst, Vertrauen ist eigentlich nichts Magisches. ist eigentlich etwas ganz Natürliches, wenn man sich einfach, ja, echt gibt. Und das besteht eigentlich aus diesen drei Sachen. Es wäre halt erstens Einen ehrlichen, starken ersten Eindruck. bis einfach echt, natürlich, wie du das gerne sagst. Punkt zwei ist einfach, liefern auch das, was du versprichst oder für das, du stehen willst, vom ersten Eindruck her. Und der dritte Punkt wäre einfach die Bereitschaft, zuzuhören und sich weiterzuentwickeln. Diese drei Sachen braucht Und, äh, soll ich meinen Schlusssatz schon droppen? Oder, oder?
Paul: Ich freue mich drauf. Hahaha
Vinz: Hast du noch was zu Vertrauen entsteht nicht, weil du alles richtig machst, weil man dir glaubt, dass du ernst meinst. Und genau das spürt man schneller, als jedes Logo zeigen kann. Genau.
Paul: Yes! Das spürt man nämlich durch lauter einzelne kleine Aspekte, die eine Rolle spielen. Sehr schön formuliert. Hey!
Vinz: Yes. Und wer hier Hilfe braucht und Fragen hat, darf er sich gerne an Paul wenden oder an mich. Schreibt einfach, ruft ihn an. Ihr findet unsere Kontaktinformationen eigentlich recht schnell. Überall. Genau.
Paul: Überall. Eigentlich findet er, ganz ehrlich, überall.
Vinz: Oder so, dass ihr gerne mal Kommentar ihr Anregungen habt. Vielleicht habt ihr auch nicht gleiche Meinung. Das ist natürlich auch spannend zu hören. Wir lernen auch immer wieder gerne dazu, weil wir auch nicht alles Und das ist auch schön. Ja. Ich nicht, willst du noch etwas sagen? Oder hast du noch ...
Paul: Ja, ich hoffe, dass wir zu euch, die uns zuhören, auch Vertrauen aufbauen können oder vielleicht sogar schon aufgebaut haben. Also hinterlasst da gerne mal Feedback, schreibt uns an, könntest auch eine persönliche Nachricht schreiben. Ich bin recht aktiv auf LinkedIn. Vince quält sich da auch ab und an hin. Ansonsten Mail, Telefon. was euch lieb ist. Ich finde das eben gerade so bei unserem Medium, hier Podcast, das lebt ja auch. Also es baut Vertrauen unweigerlich auf. Wenn man Menschen
Vinz: Genau.
Paul: hört, dann baut das mehr Vertrauen auf, wenn man nur von Menschen liest oder nur irgendwas sieht von ihnen. Und das ist ja auch das Schöne, dass aus Vertrauen dann irgendwas erwachsen kann. Und das ist ja auch unser Ziel, dieses Jahr mit euch so ein bisschen mehr in Kontakt zu kommen. Deswegen meldet euch da gerne. Ansonsten Viel Spaß beim Umsetzen, seid echt, seid natürlich. Macht einfach euer Ding, zieht durch und verstellt euch nicht, weil ganz ehrlich, das tut diesem Vertrauen nicht gut. Und Vertrauen wollen wir letztlich alle haben. Genau. Danke dir für das schöne Thema, Vince. Hat Spaß gemacht. Bis dahin. Hau
Vinz: Genau. Ja, danke. Genau. dann würde ich sagen, bis zum nächsten Mal. Ciao.
Paul: Merci fürs Zuhören. Teilt die Folge mit allen Leuten, die Nachhilfe in Hinsicht Vertrauen oder brauchen. Hinterlasst Abos und bewertet den ganzen Spaß, denn das schafft uns wiederum Vertrauen und Ansonsten bis bald und viel Spaß.
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