Rebellisches Branding: Konvention, Bruch, Beweis (3 Schritte für KMU)

Shownotes

Rebellisch ist nicht laut. Rebellisch ist klar. Wenn deine Marke im gleichen Teich schwimmt wie alle anderen, wirst du verglichen. Und irgendwann ersetzt.

In dieser Folge sprechen Paul & Vinz darüber, wie rebellisches Branding wirklich funktioniert – nicht als Trend, sondern als Strategie: Konvention → Bruch → Beweis. Mit Beispielen (Patagonia, Liquid Death, Oatly) und konkreten KMU-Ansätzen.

Du erfährst:

  • wie du die unsichtbaren Regeln deiner Branche erkennst
  • wie du aus «Wir sind besser» rauskommst und «Wir sind anders» baust
  • wie du Schwächen als Stärke framest (klein = persönlich, schnell, flexibel)
  • wie du deine Zielgruppe so denkst, dass du in eine neue Kategorie rutschst
  • wie du einen Bruch setzt, der nicht nur provoziert, sondern passt
  • wie du den Beweis lieferst, dass du’s ernst meinst
  • Bonus: die dumme mutige Idee (Ehrlichkeit, Anti-Angebot, radikale Zuspitzung)

Diese Folge ist kein Aufruf zum Krawall. Sie ist ein Aufruf, deine Marke endlich so zu bauen, dass sie nicht austauschbar ist.

Wenn du wissen willst, wo du rebellischer werden musst: hör rein – und schreib uns, welche Konvention du als erstes brechen willst.

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Transkript anzeigen

Paul: Willkommen zurück zu Mach Mein Marke. Dieses Jahr haben wir groß angekündigt, wir werden ein bisschen natürlicher, wir werden ein bisschen lockerer, freier. Das haben wir nicht angekündigt, aber das passt halt gut zum Intro für die Folge. Denn ich dachte mir, warum nicht mal mit so ein paar Konventionen aufbrechen? Und das haben wir ja auch schon im Namen. Wir heißen ja extra Mach Mein Marke Branding ohne Bullshit. Wir wollen den ganzen Bullshit weglassen. Und wenn man sich so klassische Markenentwicklung oder Brandingstrategien anschaut, Dann steckt da immer noch jede Menge Bullshit drin. Mit Verlaub. Können die anderen Leute nichts dafür, aber wir wollen es aufbrechen. Und deswegen habe ich heute so eine kleine rebellische Folge mitgebracht. Ich habe nämlich in drei Schritten vorbereitet, wie man so klassische Branding-Strategien aufbrechen kann, wie man auch aus einem Markt ausbrechen kann, ⁓ rebellisch sich neu darzustellen oder neu zu positionieren, je nachdem, wie man mag. Also, bist du bereit dafür? Heute so bisschen. rebellisch gegen Konventionen vorzugehen und fällt dir vielleicht auf Anhieb direkt irgendwas ein, wo du das Gefühl hast, ja, das ist so klassischer Bullshit, das sollten Unternehmen eigentlich besser lassen, weiß ich nicht, so eine Standardformel zu befolgen oder irgendwas anderes zu machen.

Vinz: Willkommen zu «Mach mal merken», dem einzig deutschsprachigen Branding-Podcast ohne Bullshit. Hallo, erstmals, lieber Paul, liebe alle Zuhörer, Zuhörer. Ja, Rebellis klingt immer gut. Es ist so... Ja, ist so... Man sieht es mir nicht so an, aber ich schwimme schon gerne mal gegen den Strom. daher bin ich gespannt, was du mitgebracht hast.

Paul: Das passt ja auch bisschen zu nostalgisch und heritage branding. Sagen wir so, ist tätowiert. Nein, Spaß. Das spielt wirklich keine Rolle.

Vinz: Genau. Kriminell bis am Boden.

Paul: Na deine alte Bar-Vergangenheit.

Vinz: Ja, nicht nur die. Es auch noch viele, die du gar nicht über mich weisst. Aber das ist jetzt ein anderes Thema. Also, ja, keine Ahnung. Da fällt mir natürlich mega viel auf Anhieb Aber wie soll ich sagen? Ich weiss gar nicht, ich Es ist noch schwierig. Ich habe mittlerweile auch einige aus der Branche.

Paul: Gut. Es ist, glaube ich, der Podcast nicht der richtige Rahmen. Lass mal beim Thema bleiben.

Vinz: Viele sagen das Gleiche. Zum einen, jede Agentur oder die meisten Freelancer kommen mit dem typischen Bullshit. Ich habe die Ahnung, wenn es Branding, Google ist, kommen die 0815 Anleitungen an. die ganze wirkliche Standard. Mission, Vision und deine Werte und das Ganze. Die meisten Leute haben aber keine Ahnung, was das ist oder was das bringt. klingt einfach fancy. Das ist vor allem aber auch so ... Viele Unternehmen wissen gar nicht, was das ist, was ihnen das bringt. Nur schon keine Ahnung, die Bereiche, gibt. Nur schon Marketing oder Branding oder Design. Sie haben immer das Gefühl, sie wissen es, aber sie wissen gar nicht, wie sie es richtig einsetzen. Wenn du Stellen beschreiben und ansehen, suchen sie einen Marketing-Spezialisten, einen Beipapau. Weiss ich nicht was. Wenn sich eine Person meldet, die sehr Erfahrung hat, dann checken sie das gar nicht. Ich weiss gar nicht, wo ich Aber das Gängigste, das man kennt, ist ...

Paul: Ja, na.

Vinz: Die meisten verbinden mit Branding, wenn es mehr als Design ist. Ein Vision, eine Mission und ein paar Werte. Und that's it. Das geht mir persönlich auf den Sack. Wenn du nur ein bisschen tiefer gehst, öffnen sich dort riesige Raum und Möglichkeiten. die meisten ist das ein Aha-Moment. Ich bin gespannt, was du mitgebracht hast.

Paul: Ja. Ja, lass gerne am Anfang so ein bisschen Agenda Setting machen, wie man so schön Neudeutsch sagt. Mir werden gerade zwei Sachen nochmal richtig bewusst. Also es gibt einerseits natürlich die ganzen Standardformeln oder Vorlagen, an die man sich hält, wie du gerade schon meintest mit Wir brauchen unbedingt eine Vision und wir brauchen eine Mission und so weiter. Und gerade zum Thema Brauchst du wirklich eine Vision als kleine Bäckerei oder KMU Betrieb? Das ist die große Frage. Und dazu haben wir mal eine eigene Folge gemacht.

Vinz: Hm.

Paul: kann man gerne noch mal reinschauen. Ist glaube ich immer noch aktuell das Thema. Also es gibt diese Formeln und Vorlagen, wo du dich manchmal reinzwängst und andererseits gibt es die ganzen Konventionen im Kopf, dass man einfach weiß, ich befinde mich innerhalb des Marktes. Ich habe folgenden Wettbewerb. Ich bin keine Ahnung ein KMU und stelle irgendwas her und dann bin ich natürlich genau in dem Bereich unterwegs, wo alle KMU, die das gleiche herstellen, auch unterwegs sind. Also man ist so

Vinz: Mh. Mh.

Paul: festgefahren im Denken und man bricht da selten aus. Und natürlich orientiert man sich auch an den Sachen, die andere machen und will es dann meist besser machen. Aber gerade dieser Punkt, ich will es besser machen, also hatten wir auch Folgen dazu. Ich will die bessere Qualität haben. Ich will den besseren Service. Ich will die bessere Leistung oder das bessere Preis-Leistungsverhältnis. Das führt ja am Ende nur dazu, du das als Unternehmen vielleicht glaubst, aber als Zielgruppe das überhaupt nicht beurteilen kannst. Weil was ist denn wirklich besser? Also ich habe keine Ahnung, ob mein MacBook hier besser ist als ein anderer Computer von, keine Ahnung, anderen Hersteller. Da fehlt mir das technische Know-how. Aber Apple hat mir einfach gesagt, das ist ein Gerät, was für mich passt und denkt außerhalb der Box. Weil ich kreativer bin, fühle ich mich von Apple angesprochen. Deswegen ziehe mich die ganzen technischen Daten nicht so an. Das als kleines Beispiel. Weißt du, worauf ich hinaus will ungefähr. Das ist einfach sehr viel, wie man das Ganze

Vinz: Mhm.

Paul: und wie man das Ganze darstellt. Und wenn man eben nur innerhalb von seinem Bereich bleibt, dann wirst du superschnell vergleichbar. Dann kommt es irgendwann dazu, dass du einen Preisdruck verfällst und dass du nicht richtig eine Beziehung zu deiner Kundschaft aufbauen kannst, weil du halt austauschbar bist. Und eigentlich wollen wir das ja alle nicht. Wir wollen ja dann alle ein besonderes Branding und eine besondere Marke sein, aber befinden uns immer noch im gleichen Teich wie alle anderen auch. Und das ist ein großes Problemen und da hilft es einfach, sich im ersten Schritt gedanklich erstmal auszubrechen. Also ich habe es mir so aufgeschrieben, sagen, es gibt immer irgendeine Konvention, das ist Punkt eins. Dann musst du gucken, wo du dort einen entsprechenden Bruch findest, wo du ausbrechen kannst. Für diesen Bruch, da auszubrechen, zahlst natürlich auch einen Preis. Allein der Preis, dass du eben nicht mehr vergleichbar bist mit den anderen, kann zu einem Problem werden oder kann dazu führen, dass dich Kundschaft nicht mehr wahrnimmt. Aber du gewinnst halt neue dafür. Und da musst du trotzdem dem Ganzen treu bleiben und dafür einen Beweis finden, man so will, dass du in dem neuen Bereich, wo du dich vor Ort hast, trotzdem richtig dazugehörst. Und das jetzt mal klarzumachen, hätte ich gleich noch Beispiele, außer du willst jetzt noch irgendwas hinzufügen oder sagst so, der Punkt, der wäre noch super wichtig.

Vinz: Nein, ich einfach, mach einfach mal weiter und dann kommen wir da schon mal ein paar dummige Denken ins Sinn.

Paul: sehr gut also ich habe mal drei große beispiele und die kennst du wahrscheinlich alle weil lustigerweise machen das mega brands also die wirklich großen brands die wir alle kennen schon manchmal ganz bewusst solche brüche im markt zu provozieren und erfiel mir als erstes sofort patagonia ein so als eine große outdoor marke die wir wahrscheinlich alle kennen die uns auch zuhören und die hatte nun das label dass sie nachhaltig ist Und die hatten die eine berühmte Werbeanzeige, wo drauf stand, don't buy this jacket, also kauf nicht diese Jacke. Und das war eine Werbeanzeige für die Jacke. Und das war ja ganz klassisches, das war ein Bruch mit der Marketingkonvention. Nicht mehr die Jacke zu bewerben oder das Erlebnis zu bewerben, mit dem du was so erleben kannst, wenn du die Jacke trägst, sondern ganz bewusst zu sagen, so eigentlich finden wir Konsum scheiße. Also kauf nicht diese neue Jacke, die wir haben. Und das waren natürlich damals die ersten, die das gemacht haben. Die Kampagne ist schon älter, die ist bis heute bekannt und hat so neuen Standard gelegt, einen ganz, ganz bewussten Bruch zu setzen. Und das ist natürlich auch ein Bruch, den die als Marke fortsetzen zu sagen, eigentlich wollen wir keinen Konsum. Weil wenn du konsumierst, dann konsumier halt bei uns, weil wir sind nachhaltig. Das schwingt dadurch die Blume mit. Anderes Beispiel, Wasser trinken wir alle. Die meisten nehmen vielleicht Leitungswasser. Wenn du welches kaufst, dann hast du eine Auswahl aus blauen Flaschen mit einem blauen Label oder einem grauen Label oder einem grünen Label. Und dann gibt es auf einmal Liquid Death aus Amerika, die das in Dosen verkauft, die schwarz sind oder die golden sind und die eine krasse Illustration drauf haben und einfach nach Heavy Metal aussehen. Da drin ist auch bloß Wasser. Aber sie haben es geschafft, einen ganz bewussten Bruch reinzuführen, indem sie einfach die Verpackung, die für Wasser nicht üblich ist, sondern die für andere Bereiche üblich ist, genommen haben, ⁓ damit Wasser zu labelen. Und auch das kannst du jetzt natürlich kopieren als anderes Unternehmen, aber sie waren gefühlt die ersten, das so richtig krass in dem Getränkemarkt getan haben. Und letztes Beispiel auch aus dem Getränkemarkt wäre Oatly, die Hafermilch-Hersteller. Die haben nämlich nicht nur gesagt, haben die neue Hafermilch oder wir haben eine gute Hafermilch oder eine bessere, sondern die kamen einfach an und haben gesagt, wir erklären Kuhmilch dem Krieg und haben sich da einfach in ihrem Ursprungsland komplett mit der Milchindustrie angelegt und haben damit ein echtes Statement gesetzt. Es gibt auch spannende Videos dazu, die immer noch nicht profitabel sind und eigentlich andere Probleme haben, die Milch auch zu produzieren und einfach Ohnenmengen in Marketing reingesteckt haben. die waren ja, das sind alles drei rebellische Brands in meinen Augen.

Vinz: Ja.

Paul: Würdest du auch so sehen? Oder hast du noch mehr Beispiele, wo du direkt sagst, ja, aber da könnte man jetzt auch das aufzählen oder siehst du es sogar anders?

Vinz: Nein, weiss schon, welche Richtung das geht. Ich finde es Beispiel ... Es klingt auf den ersten Blick mega simpel. Das ist meistens die einfachste Lösung. Also nicht immer nur im gleichen Teichfischen wie alle anderen. Ein Beispiel, das ich letztes ausgeführt habe, ist Keine Ahnung, in einer Branche ... die alle immer die besten sein wollen, alle immer mit Qualität werben und weiss auch nicht was. Wir machen alles und hier und her haben wir dann einfach bestimmt, wir sind vielleicht nicht die schnellsten oder nicht die grössten, dafür sind wir die persönlichsten. Dass man einfach auf persönlichen Service geht, auf persönliche Kundenbindung. Und das ist ja etwas ganz anderes, das man halt dort nicht kennt. Das ist dann auch wieder etwas, das anders schwingt als so einen bewussten Bruch. daher gibt Beispiele, die dutzendlich Es ist dann halt immer die Frage, ja... Ich finde das Beispiel wie Oatley schwierig. Logisch, das war ein Riesenboom. Aber ich mich hier mal informiert und selber auch schon Oatley getragen. Ich finde es der grösste Bullshit, weil es Öl mit Wasser Es ist überhaupt nicht gesund. Das finde ich schwierig, v.a. im Bereich Lebensmittel, die ja so ... kannst eigentlich 90 % mit mega gesund und mega fancy Und was weiß ich, das ist einfach der grösste Dreck. Wenn wir ehrlich sind. Meine persönliche Meinung.

Paul: Also ich glaube, haben es ja nie als, ja ja, haben es glaube ich nie als gesund beworben, sondern als Milch-Alternative, ⁓ einfach die ganzen Emissionen, die durch Milch entstehen, durch Viehhaltung allgemein, die einzudämmen. Ich das war deren Hauptaspekt. Aber du, wir können ja, ja...

Vinz: Ja, logisch. Ja, ja, aber ganz... Ja, das ist wieder... Wir schweifen ein bisschen ab, aber ich finde halt immer so... Wenn du dann halt etwas anderes versprichst, schaue dann aber auch, dass du sauber bleibst. Weisst Wie jetzt zum Beispiel auch, ja.

Paul: Ich würde es bei Outly anders sehen, aus einer anderen Brille, aber ich verstehe deinen Punkt. Genau, musst natürlich letztlich auch immer dem Beweis erfüllen, dahin zu kommen. Und das Beispiel, was du gerade gebracht hast, ich wollte am Anfang noch mal reingehen für KMU, was Möglichkeiten wären, ⁓ also was wären da für Beispiele? Können wir gerne spontan noch Sachen überlegen, was man machen kann. Aber du hast schon eigentlich eine Methode, dahin zu kommen, genannt, denn ich habe jetzt noch

Vinz: Mhm. Ja, also. Okay. Mh.

Paul: Schritte vorbereitet und einen Zusatzschritt, es dann richtig gut zu machen. Wie man jetzt dahin kommen kann, ⁓ als KMU, die natürlich nicht die krassen Media-Budgets haben oder auch erstmal beim Branding allgemein beginnen müssen, bei der Markenfindung, wie die angehen können, ⁓ so einen Bruch zu erzeugen. Und Schritt eins, ja ja, du darfst.

Vinz: Okay. Ich darf Ihnen einen vorschreisen. Das haben wir schon einmal in einer extra Folge gemacht. Eine der besten einfachsten Methoden ist, wenn du deine vermeintlichen Schwächen in deine Stärke umwandlst. Wenn du klein bist, alleine bist, kannst du auch persönlicher sein, individueller. Du flexibler und so. Das vielleicht so vorausgeschossen. Aber will dir nicht Futter wegen deiner ...

Paul: Ja, das ist schon gut. Das hätte ich so als Schritt 2, da würde das perfekt reinpassen. Ich habe mir die Karten, die du auch rumstehen hast, genommen, also die Brand Tactics von Pipdex. Das ist natürlich wieder mal unscharf, jetzt sieht man es. Finde ich wahnsinnig schön, da viele Methoden drin und ein paar haben halt perfekt zum Thema gepasst. ⁓

Vinz: Mhm. Ja.

Paul: Am Anfang, im ersten Schritt, ich immer schauen, den Kontext zu klären. Also, wo stehen wir denn gerade als Marke? Was machen denn wirklich die anderen? Was sind denn klassische Klischees, die es gibt über unsere Branche? Also, keine Ahnung, beim Handwerk gibt es bestimmte Klischees. In Deutschland ist es, dass Handwerker prinzipiell unpünktlich sind und keine Ahnung, meist noch bisschen unfreundlich und so was. Das wäre ein klassisches Handwerkerklischee aus Deutschland beispielsweise. Es gibt auch Klischees über Anwälte und Anwältinnen und über jede Branche hat es irgendwelche Klischees. sind die zerkopften Kreativen, die auch ihr Leben nicht auf die Reihe bekommen und so weiter. Und da einfach zu gucken, was gibt es und in welcher Kategorie befindet man sich da überhaupt. Was sind gleichermaßen auch bestimmte No-Go Areas? Finde ich einen sehr relevanten zu sagen, wo ist denn ein sehr, großer Player bereits aktiv in meinem Marktsegment, den ich eigentlich nicht übertrumpfen kann.

Vinz: Mhm.

Paul: weil ich die Mittel nicht habe, weil ich die Produkte nicht habe oder was auch immer. Also gibt es da bestimmte Sachen, die von einem Anbieter besetzt werden. Und da kommt man eigentlich nicht vorbei. Und welche unsichtbaren Regeln gibt es? Das heißt auch im, Ahnung, gehen wir jetzt mal rein in Beispiel B2B Business Vertrieb. Da tragen alle immer Anzug oder tragen alle immer Hemd. Das ist so unsichtbare Regeln. Das wird einfach so gemacht. Das wurde schon immer so gemacht. Da kommt man nicht dran vorbei. Das macht man eben auch so. Oder, keine Ahnung, alle bewerben immer ihren tollen Service, den sie haben. Das ist auch ein ungeschriebenes Blatt. Deswegen geht man ja auch davon aus, wenn man jetzt ohne sich da Gedanken zu macht in das eigene Branding reingeht, würde man dann auch sagen, bei uns ist Service ganz wichtig. Das wird bei uns groß geschrieben. Ja, geil. Herzlichen Glückwunsch. Das sagen alle aus deinem Bereich, in deinem Etat. Deswegen finde ich es da so wichtig, hinzugehen und zu gucken. In meiner Kategorie, wo ich mich in meinem Marktsegment befinde, was sind da die Regeln, die es gibt? Und die wirklich mal alle auch aufzuschreiben, dass man Gefühl bekommt, wo man sich da befindet. Weil vieles passiert auch unbewusst. Gerade so diese Kleiderordnung nimmt man vielleicht nicht wahr, wenn man schon immer das gemacht hat. Wäre Punkt eins. Hast du noch Ergänzungen oder?

Vinz: Nein, bin noch zuhörloser.

Paul: Sehr gut. Okay, machen wir direkt weiter mit Schritt zwei. Schritt zwei, das ist dann selber in sich, in das eigene Unternehmen reinzuhörchen, also reinzuschauen, was ist denn jetzt bei uns der Fall und was es wirklich war für uns. Also zu überlegen. Wir können ja nicht überall die Besten sein, was ich gerade schon meinte, aber wir können vielleicht in einem Punkt die Einzigen sein, die es so machen. Oder haben wir bestimmte Eigenheiten, so was wie du gerade meintest.

Vinz: Mhm.

Paul: Niemand achtet da groß auf Freundlichkeit, aber vielleicht ist das bei uns gerade Freundlichkeit, Persönlichkeit ein Aspekt, der ganz wichtig ist. Ist es vielleicht auch ein Aspekt, den wir unbewusst schon machen, aber den wir nie kommuniziert haben? Das kann ja auch sein. Oder gibt es irgendeine Macke, die wir haben und die haben wir bewusst immer verdeckt und wegpoliert, damit es niemand sieht? Aber können wir die vielleicht ganz bewusst rausholen? Und was machen wir denn überhaupt schon anders? Aber erzählen noch niemanden davon. Also...

Vinz: Mhm.

Paul: Was hatte ich aufgeschrieben? Alle machen beispielsweise Beratung. Und was ist denn aber wirklich, was steckt denn wirklich hinter Beratung? Das kann dann nämlich der nächste Schritt sein, zu sagen, wir nehmen Entscheidungen ab, die dir schwerfallen. Und das ist dann eigentlich das gleiche, bloß anders geframed oder anders dargestellt. Weil es in dem Bereich, wo man aktiv ist, so nicht gemacht wird. Und da sich auch das Ganze bewusst aufzuschreiben und dann mal auszufiltern, was könnte denn, was könnte denn jetzt richtig gut sein? Das wäre der Punkt.

Vinz: Mhm. Oder Branchenstandards, die eigentlich gegangen und gegeben sind, aber niemand kommuniziert sie richtig. Und dann bist du eigentlich der Einzige, der sie kommuniziert.

Paul: Genau. Und dann kann man nämlich aus den zwei Aspekten, also wir wissen jetzt, was der Markt macht, wir wissen, was wir selber machen und wer wir sind und wo wir unsere bestimmten Macken haben, dann kann man daraus die Strategie wählen. Also zu sagen, alle sprechen von der einen Sache, wir sprechen bewusst von der anderen Sache, die über die niemand redet in unserem Bereich, aber das ist unsere Macke und die können wir eigentlich groß rausbringen, weil die cool ist und weil das andere Leute erreicht oder weil das besonders persönlich ist oder weil Ja, das ist einfach, wie die Einzigen sind, die das in unserem Bereich machen. Und da ist eben Einzigartigkeit immer besser, als die Besten sein zu wollen. Weil das kann man nicht bewerten und nicht messen. Genauso auch dann die Sprache entsprechend anzupassen oder mit bestimmten Prozessen zu brechen und das Ganze auch zu validieren, indem man, man kann auch nochmal in der Strategie bei der Kundschaft nachfragen, was, was die denn so meinen, dann einfach am Ende aus einer bestimmten Kategorie auszubrechen. Und was man auch sich überlegen kann, das ist nur eine ganz grundlegende Entscheidung. Wollen wir komisch oder wollen wir bewusst normal sein? Und das klingt jetzt vielleicht auf Anhieb so ein bisschen, naja, was meint er denn damit? Aber wenn man sich bewusst macht, dass alle gleich sind in der Kategorie, kann man sagen, wir sind auch normal, aber in einer anderen Kategorie. Also wir sind eigentlich ein Fremdkörper in einer anderen Kategorie, weil wir es anderen anbieten, aber sind dort ganz normal. Oder sind wir die komischen Vögel in unserer Kategorie, aber dadurch maximal sympathisch? Oder maximal authentisch oder maximal natürlich, was halt sonst niemand hinbekommt. als letzten Schritt hatte ich mir noch aufgeschrieben, gibt es vielleicht eine? Ja, du darfst.

Vinz: Ich ja schnell etwas sagen. glaube, ich weiss nicht, ob das noch zu diesem Punkt gehört oder vielleicht zum nächsten oder so. Aber ich finde es am einfachsten, wenn man sich auch ein bisschen fragt. Ich meine, die meisten Dienstleistungen zum Beispiel, die probieren eigentlich immer alles für alle zu machen. Aber wenn man sich nur schon dort mal fragt, kann man das, kann man Zielgruppen einfach ein bisschen eingrenzen? Oder?

Paul: Ja. .

Vinz: Also ist es jetzt halt einfach keine Ahnung. Weisst als Schreiner zum Beispiel. Statt einfach klassischen Bauschreiner, der einfach Fenster macht und weiss auch nicht was, keine Ahnung. Vielleicht sind wir halt die, die nur... Dann kann ich selber Vollholzmöbel machen. Du spezielle Elemente spezielle Systemkuchen entwerfen. was auch nicht. Wenn hochwertige Materialien hast, hast du weniger Auftragsvolumen. Aber die Kunden, du hast, sind bereit, den Aufpreis zu weil die Qualität schätzen. Dann bist du aber immer ein ganz anderes Segment unterwegs. Dementsprechend musst du anders auftreten, anders wirken, anders kommunizieren usw. Oder du machst halt das Gegenteil und machst halt etwas mega simples, günstiges für keine Ahnung, für junge, hippie, was kann ich, Freigeister, das Modularsystem oder was der Kucker war. Und dann hast du halt mega viel Volumen, aber die Umsetzung ist so einfach, dass es sich wieder ausgleicht. Aber dementsprechend kannst du viel

Paul: Ja. Ja.

Vinz: lockerer, hipper unterwegs sein und die gehen. Die Zielgruppe ist eigentlich immer ein bisschen der Haupttrigger, der sich am Marken aber auch ausrichten kann. Eigentlich musst du gar nicht zu weit denken. Denk einfach mal zuerst an die Leute. Was brauchen sie, was wollen sie, wie ticken sie.

Paul: Ja, gerade das mit den Kategorien, in denen man sich befindet, das kann man eben von der Zielgruppe aus denken. Mein Beispiel, was mir gerade einfällt, ein Kumpel von mir, der arbeitet in der Medizinbranche und vertreibt dort Möbel. und Material für Krankenhäuser und Praxen. Und da könnt ihr als Schreinerei eben sofort reingehen und sagen, wir machen Innenausbau für Arztpraxen beispielsweise und sind da die einzigen. Weißt du, man könnte als Arztpraxis sagen, okay, wir haben ein Büro oder einen neuen Raum, den wir bebauen müssen. Wir gucken jetzt entweder nur nach Möbeln oder wir wissen, wir wollen was Einzigeartiges haben und gucken dann nach Schreinereien. Und dann hast du aber wieder ein bisschen in der Kategorie Schreinerei unterwegs.

Vinz: Mhm.

Paul: Und wenn du einfach die einzige Schreinerei bist, die sich darauf fokussiert hat oder spezialisiert hat, Arztpraxen von innen schick zu machen und praktisch einzurichten, dann bist du die einzige Wahl innerhalb von der anderen Kategorie. Also nicht unter allen Schreinern, sondern eben unter allen Leuten, die irgendwas für Arztpraxen anbieten. Und das kann richtig gut funktionieren. Aber auch da wieder von der Zielgruppe gedacht, was brauchen die, was sind deren Bedürfnisse? Und dann kannst du innerhalb dessen ja nochmal kleine Besonderheiten einfügen. wenn möglich.

Vinz: alle die, sagen, das ist viel zu aufwendig und viel zu teuer und weiss was, aber wenn du deine Zielgruppen genau kennst, dann kannst du halt wiederum das Angebot, das Produkt oder Dienstleistung so konkret zuschnüren, dass es für dich wieder rentabel ist. Dann weisst du wirklich was die brauchen und kannst dort auch Speziallösungen anbieten. Das gleicht sich in der Regel aus.

Paul: Ja. Genau. Mein Bonus Schritt, nach Schritt drei jetzt die passende Strategie zu finden, also wir haben Kontext geklärt, wir haben uns selber gefunden, wir haben jetzt eine Strategie dafür, wo wir uns dann neu verorten wollen. Der mutigste Schritt, das Ganze abzuschließen, Bonus Schritt, das wäre eigentlich lustig genannt die eine dumme Idee, aber die mutig ist, also die dumme mutige Idee, wenn man so will, die man macht, weil sonst sich niemand traut. Und das kann manchmal auch nur so was sein wie Ehrlichkeit. sagen, guck mal hier, die 10 Sachen können wir nicht. Dafür können wir die eine Sache richtig, richtig gut. Und das ist auch einfach mutig, weil niemand darüber redet, dass, weiß ich nicht, man eben noch keine KI-Einbindung hat oder dass Prozesse noch nicht so gut laufen, aber man versucht es irgendwie zu schaffen oder man versucht immer ein noch breiteres Produktangebot abzudecken. Man kann dann auch ehrlich hingehen und sagen, wir können die 10 Sachen eben nicht, aber die eine Sache richtig gut. Oder zu sagen, wir haben ein Antiangebot. Also wenn du folgende Zielgruppe bist, dann kauf bitte nicht bei uns, weil dann gehörst du nicht zu uns, denen wir das gerne verkaufen wollen oder dann bist du nicht richtig für uns, weil ... und dann kannst du wieder Punkte aufzählen, die deine Rolle spielen. Und das führt eben dazu, auch was du gerade noch meintest, dass man eigentlich ein Angebot unglaublich spitz macht. Das weiß ja alle anderen immer zu sagen, guck dir den Niche aus. positionier dich unglaublich spitz und persönlich, es eben wirklich nur für eine einzige Person mega relevant ist, dann führt das immer dazu, dass es für alle anderen Personen, die auch so sein wollen, auch relevant wird. Also man denkt sich dann rein, dass es für einen schon stimmig ist. Und das kenne ich, also ich weiß nicht, wie es dir geht. Mir geht es selber auch so. Ich denke mir auch, klar, bestimmte Sachen brauche ich nicht, aber eigentlich wäre ich schon gern so, dass ich das Zeug brauchen würde. Und dann redet es mir schön, dass ich auch mit dazugehöre zu diesem Club der Leute, die es wirklich

Vinz: Genau. Mhm.

Paul: dann auch kaufen dürfen mit gutem Gewissen. Und das ist ja eigentlich, keine Ahnung, bestes Beispiel Kameras. Also wie viele Hobbyfotografen und Fotografen gibt es, die sich einreden, sie bräuchten die krasseste Kamera, nur weil sie dann dreimal im Jahr irgendwie zwei Vögel fotografieren wollen auf einem Ast. Und dafür haben sie natürlich die perfekte Kamera. Aber eigentlich ist die Kamera für ganz anderen Zweck gebaut, dass du irgendwie Hardcore Event Fotografie machst.

Vinz: Mhm. Aber gut, ist jetzt... Ich ehrlich sagen, ist auch bisschen ein Schweizer Ding. Ich kenne so viele Leute. Ich auch mal. Ich ja zugeben. Aber keine Ahnung. Wenn mir so ein Hobby anfängt... Du machst das nicht normal. Du lehnst dir mal... Keine Ahnung. Wenn du klettern gehst, lehnst du dir nicht einfach mal eine Stilte aus und probierst es erst mal. Drei, vier Mal. Schaust, ob es dir Spaß macht. Nein. Einmal gehen.

Paul: Haha Ja.

Vinz: Voll begeistert und dann, keine Ahnung, für 5'000 Stutz die teuerste Ausrüstung holen, es gibt. Und dann gehst du zweimal und schlussendlich landest du irgendwo so im Ecken. Weil es gibt so

Paul: Ja.

Vinz: viel, die das so machen. Das ist halt so der Klassiker. Oder nur schon diese Wanderer. Also weisst du, ich gehe einmal mit den Chucks irgendwo laufen und dann siehst du alle irgendwie mit ihren Jack-Wolfskin-Jacken und weiss nicht, was. Ja. Der Klassiker. Aber eben, zücht halt. Es zücht. Weil die Leute haben eben halt so... werden dann in den Club aufgenommen.

Paul: gibt es auch das youtube format hype culture die stellen immer unterschiedliche hypes vor und es gibt eine automarke die ich noch gar nicht kannte. Arcteryx heißen die glaube ich. so ein frühgeschichtlicher Vogel drauf abgebildet. Und das ist eine Outdoor-Marke, wirklich nur für Berg-Extrem-Sport gemacht. Also die Produkte sind von Bergsteigern für Bergsteiger gemacht worden. Und es gibt aber eine Hip-Hop-Szene, die diese Produkte extrem feiert, weil es einfach sehr, gute Outdoor-Jacken sind, die dich warm halten, die dich trocken halten, die gut funktionieren. Und die feiern das. Dann könnt ihr jetzt als Marke sofort schwach werden und sagen, okay, wir gucken jetzt, dass unsere Produkte ein bisschen cooler aussehen oder so. Das, was gerade angesagt ist.

Vinz: Hm. Mhm.

Paul: Und die haben es aber geschafft, sich selber treu zu bleiben und haben gesagt, okay, wenn wir jetzt da aufspringen und mitmachen wollen, sind wir nicht mehr das Produkt, was die Leute haben wollen. Die wollen, die wollen kein hippes angesagtes Zeug. Die haben sich bewusst entschieden für eine Outdoor-Marke, die nichts mit ihrem Kontext zu tun hat, weil das, weil sie das einfach leben und cool finden. Aber die Marke ist, bleibt cool, solange sie sich auf ihr eines mit ihr spezialisiert und da treu bleibt. Und so können nämlich

Vinz: Mhm.

Paul: Unbewusst auch Trends entstehen. Also das kannst du als Marke meist auch nicht bewusst steuern. Aber du kannst es einfach für dich nutzen, indem du und da bist du ja Profi dran mit nostalgischen Branding, indem du der eine Sache, die du schon immer gemacht hast, treu bleibst und das einfach sehr spitz zugespitzt fokussiert kommunizierst.

Vinz: Ja, Sagen wir nur, Ja, Paul. Das ich nicht bringen, sorry.

Paul: Man hätte es anders angehen können. ja. Ich glaube, das ist auch noch mal ein Thema für eine andere Folge mit Rebrandings und worauf man achten sollte. Ich war nämlich ohne Witz vorne noch einkaufen und habe gesehen, es gibt ja die Betty Bossy Produkte, also diese ganze Back- und Kochzubehör. Und dann habe festgestellt, die sind auf einmal nicht mehr pink. Also sie waren ja so vorher ultra kitschig pink. Ich fand es eine hässliche Verpackung, aber ich wusste diese ganzen pinken Backprodukte, das ist Betty Bossy.

Vinz: Yes. Ja. Mhm.

Paul: Und jetzt sind sie auf einmal grün. Und ich finde, wenn du so einen harten Bruch machst, dann musst du es auch begründen können. Das hat auch definitiv nichts mit rebellischem Branding zu tun, sondern mit irgendeiner anderen Markenentscheidung. Vielleicht machen wir das mal bald als nächste Folge, worauf man bei Rebrandings achten sollte, wenn man das angeht. Genau.

Vinz: Aber ich finde, gibt ja mittlerweile auch... Wer hat das gesagt? Wer hat das gehabt? Mit so... Mit Eben das Rebell-Branding und so weiter. Enrico hat das, gesagt, letztes Jahr im Interview. Und das ist halt auch Anti-Branding. Es ist ja aktuell auch so bisschen ein Hype oder ein Trend. Halt eben so quasi so, dass das... Ja...

Paul: Das hatte Enrico erzählt. Anti-Branding war das.

Vinz: Ich weiss nicht, extra schrill oder extra gegen den Strich. Dann muss ich einfach sagen, dass es nichts anderes als ein Trend. Eigentlich geht es darum, einfach mal etwas weiter zu als der Rest. Das ist eigentlich That's the Magic. Einfach sich ernsthaft Gedanken machen und halt mal über den Tellerrand schauen. Und nicht immer nur an diesen 0815 Formeln.

Paul: Ja.

Vinz: die man gerade findet, wenn man Branding googelt, sich festhalten.

Paul: Du, da passt eigentlich perfekt mein Abschlusssatz. Ich hau den jetzt einfach schon rein, dann darfst trotzdem noch letzte Gedanken sagen. Denn das wäre, rebellisch heißt eben nicht einfach nur anders sein zu wollen, weil es cool ist, sondern rebellisch bedeutet, dass man aus einer bestimmten Konvention ausbricht, sich danach als Marke besser zu fühlen, weil es besser zu einem passt. Ich weiß, es ist nicht ganz so lyrisch formuliert wie deine Sprüche, deine Abschlusssätze, aber...

Vinz: Ja.

Paul: Ich habe mir Mühe gegeben.

Vinz: Aber ja, kurz gesagt, mach doch einfach dein Ding und schies halt, auf gut Deutsch gesagt, auf Konventionen, die die Mehrheit machen. Ich meine, ist ja eigentlich auch, was nur schon das Wort Charakter aussagt. Also wenn du keine Ecken und Kanten hast, dann bist du einfach irgendein... Keine Ahnung. Du ja ein neues Wort gelernt. Ein Teigmann.

Paul: Ja. ⁓ das ist auch gut. ⁓

Vinz: Wenn du einfach deinen Charakter von anderen Und da ich lachen. Das ist ein mega guter Begriff. So kann es auch bei den Märkten sein. Habe einfach den Mod und steh zu dem, was dich ausmacht. Wie du gesagt hast, du musst nicht immer der Schrillste sein, weil das machen ja auch die meisten, sondern bist einfach echt. That's it.

Paul: Das ist es. Und wenn man eine Sache mitnehmen sollte aus dieser Folge, dann wäre es für mich oder für euch da draußen, uns würden, wirklich der Punkt, einmal zu schauen, was machen denn alle anderen in meinem Bereich und Was bin ich denn eigentlich wirklich selber? Wo tue ich mir dann eigentlich auch einen Gefallen, wenn ich einfach mal so bin, wie ich bin und kann dann da aus dem alle andere machen das so, deswegen muss ich es auch machen, ausbrechen. Und das ist eigentlich, wie du meintest, wir hätten die Folge irgendwie in zwei Minuten aufnehmen können. Aber egal, jetzt habt ihr bisschen mehr Kontext. Wenn ihr noch Fragen oder Wünsche habt, kommentiert das mal gerne. Und wenn ihr wissen wollt, wie das für eure eigene Marke aussehen kann, dann können wir gerne mal kostenlos schreiben oder telefonieren.

Vinz: Mhm.

Paul: Winz hilft bei allen nostalgischen Marken, ich helfe bei allen anderen Marken, die nachhaltig, langfristig wachsen wollen. Und dann können wir schauen, ob uns auf Anhieb von außen betrachtet irgendwas auffällt. Denn das ist auch noch so ein Punkt. Von außen betrachtet, das ist immer super einfach. Das selber zu finden, ist manchmal ziemlich schwer, weil man einfach schon tief, tief drinsteckt in diesen ganzen nervigen Konventionen. Und da bin ich selbst keine Ausnahme. Ja, sehr gut.

Vinz: Hm. Und da reden wir selber aus Erfahrung. Genau. Da sind wir eigentlich froh, wir uns gegenseitig Weil dann schauen wir uns gegenseitig einmal so ein bisschen auf Finger. Und auf das Mal... Das ist einfach einfach.

Paul: Das ist jedes mal so selber den anderen am Schopf aus dem Sumpf da wieder rausziehen.

Vinz: Genau. Yes, hey, danke vielmal und bis zum nächsten Mal.

Paul: Bis dahin, danke dir, Binz. Hau rein, ciao.

Vinz: Ciao! Vielen Dank fürs Zusehen und Zusehen. Lasst gerne Kommentar, liken, teilen und abonnieren. Bis zum nächsten Mal, danke.

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