Ziele scheitern nicht an dir, sondern am System deiner Marke (5 Schritte für KMU)

Shownotes

Nach drei Monaten ist bei den meisten Schluss. Nicht weil die Ziele schlecht sind. Sondern weil sie im luftleeren Raum hängen.

In dieser Folge bringen Paul & Vinz Zielsetzung zurück auf den Boden: weg von Wunschdenken, hin zu einem System, das KMU wirklich durchziehen können — in der Marke, im Team und im Alltag.

Du erfährst:

  • wie du eine ehrliche Bestandesaufnahme machst (ohne Selbstbetrug)
  • wie du 3–5 klare Zielzustände definierst (weniger, dafür richtig)
  • warum das «Warum» hinter Zielen über Erfolg oder Frust entscheidet
  • wie dir ein Worst-Case-Szenario hilft, wirklich ins Handeln zu kommen
  • wie du Ziele in minimale Routinen übersetzt, die du durchziehst
  • warum System immer Motivation schlägt

Diese Folge ist kein Neujahrs-Push. Sie ist eine Erinnerung: Markenarbeit ist kein Projekt. Es ist ein Prozess.

Wenn du dieses Jahr nicht wieder im März aussteigst: hör rein – und sag uns in den Kommentaren, welcher Schritt bei dir am meisten klemmt.

PS: Gib uns doch eine Handvoll Sterne auf Spotify, wenn du eh dort hörst!


🔗 Mehr von uns:

🌱 Paul:

🔥 Vinz:

🎥 YouTube-Video zur Folge:
youtube.com/@machmalmarke

🌐 Alle Links & weitere Folgen:
machmalmarke.jetzt


💬 Du hast Feedback, Fragen oder Themenwünsche?

Schreib uns gerne. Wir freuen uns auf den Austausch!

Transkript anzeigen

Vinz: Liebe Paul, liebe Fans gemeint. Jahresstart, neue Ziele, neue Energie. äh... Drei Monate später ist die ganze Scheisse wieder verpfügt. Würden wir so sagen. Nicht weil die Ziele unbedingt schlecht sind, sondern weil irgendwie kein Gescheitssystem da Man kennt es ja, wir alle kennen es. Und das Problem... ist nicht die Ziel, sondern dass sie eher im luftleeren Raum steht. Also keine Struktur, das eher ein Wunschdenken. Alles ist schwammig. Um dieses Thema soll es heute gehen. Wieder mal aus der Praxis. Heute will ich zeigen, wie man für seine Marken, für die 226, klare Ziele definieren Und wie kommt man aber auch in das Machen, das wir immer geredet haben. Damit man heute in einem Jahr oder wenn man die Folge halt auch lässt einfach weiter ist und stolz zurückliegen kann und sagen kann Scheisse, 2026 war mein Kurze Frage, hast du irgendein Ziel definiert für dich? dieses Jahr einfach so mal ins Blaue

Paul: Willkommen zu Mach mal Marke, dem einzigen deutschsprachigen Branding Podcast ohne Bullshit. Spaß.

Vinz: Okay.

Paul: ist alles privat, darf ich nicht teilen. Spaß. Ich habe mir dieses Jahr das zur Herzen genommen, weil ich es bei Patrick Schnitzler gesehen habe, der ja Content macht, als hätte er schon 500.000 Follower. Ist da glaube ich auch auf dem besten Weg dahin und macht da echt sehr, gute Sachen. Also kann man gerne mal rein folgen auf Instagram. Der hat gesagt, Ziele sind so das die eine Sache. Viel wirkungsvoller ist, sich in eine Identität reinzudenken als in stupide Zahlenziele. Und das habe ich mir echt zu Herzen genommen. Ich habe mir nämlich für dieses Jahr ganz klar gesagt, ich bin der Typ mit Markenworkshops. Ich Ich lebe das, ich brenne dafür, also muss ich es jetzt auch einfach sein. Ich wachse also in die Identität rein. Und dadurch wird alles andere folgen und kommen, was dafür wichtig ist. Indem ich mich da rein empfinde, wenn man so will. Und das funktioniert auf eine rein psychologische Maßnahme oder auf einer psychologischen Ebene viel effektiver als klare Ziele zu sagen, ich mache dieses Jahr, keine Ahnung, 50 Workshops, die ich mir vorgenommen habe. Das wäre das eine Ziel und das wäre nämlich frustrierend, wenn ich nach drei Monaten merke, schaffe ich nicht und ich muss mein Ziel neu definieren. Und was anderes ist, eben zu sagen, ich bin der Typ für Markenworkshops. Ich bin jetzt froh, wenn ich coole Workshops am Anfang des Jahres machen kann. Und wenn sich das innerhalb eines Jahres so entwickelt, dass es nach Ende des Jahres mehr werden oder weniger oder längere Workshops oder kleinere Workshops oder mit mehr Menschen, mit weniger Menschen, dann entwickelt sich das alles automatisch hin zu dem, was ich sein will und nicht.

Vinz: Mhm. Mhm.

Paul: welche Ziele ich mir aufgeschrieben habe. Hey, und da, also das fühlt sich gerade richtig gut an. Danke Patrick, falls du das hörst. War ein sehr, sehr wichtiger, einsteigender Tipp und eigentlich was ganz Selbstverständliches, aber es immer wichtig, das nochmal von außen zu hören. Wie geht es dir denn mit dem ganzen Zielthema?

Vinz: Ja. Ich habe schon x Sachen ausprobiert. Aber das, was du angesprochen hast, ist quasi der Identitätsshift. Das hat ja auch viel mit Manifestieren zu tun. Es ist ja eigentlich im Kern auch etwas, sehr gut funktioniert. Aber ich habe gemerkt, es nur ein Teil davon Letztes Jahr habe ich auch mit gewissen Sachen Angefangen war es Beispiel das Sportthema, das ich intensiv mache. Man muss auch sagen, wenn man sich selber immer sagt, ich bin sportlich, dann handelst du automatisch danach. Aber du musst ja trotzdem konkret wissen, was du auch Darum sage ich, jawohl, ich einen sehr guten Input, aber das ist nur ein Teil des Grossen Ganzen. Ich habe für heute wirklich fünf klare Schritte mitgenommen. die eigentlich jeder umsetzen kann, wenn er Bock hat. Soll ich einfach mal losgehen? Es ist natürlich, wie im Branding auch, eigentlich geht es ja einfach nur immer ums Gleiche, wenn man quasi irgendetwas vorhaken will. Und jetzt auch vor allem, man kann es jetzt für sich selber anwenden, aber natürlich auch für seine Marke. Am Anfang ist es immer wichtig,

Paul: Sehr gut, erzähl. Jaja, du darfst reingehen.

Vinz: sich zu fragen, wo ich genau Einfach einmal eine knallhart ehrliche Bestandesaufnahme machen. Bevor du nicht weisst, wo du stehst, kannst du auch nicht wissen, woher du das willst. Du musst ja irgendwo einen Vergleich haben. Man kann schon fast sagen, wenn du die Eissituation nicht kennst, dann baust du deine Ziele auf Sand. Es ist halt einfach nicht stabil.

Paul: Jawohl.

Vinz: Und konkrete Leidfragen, was ich hier zum Beispiel mal aufgeschrieben habe, wäre, was läuft aktuell wirklich gut? Mit was bist du happy? Hast du gute Angestellte? Hast du, keine Ahnung, ein gutes Produkt? Was auch immer. Selbsterklärend.

Paul: Das fällt dir natürlich leicht, weil du das Dankbarkeits-Journal führst und ich glaube, ist alleine von der Einstellung her ein extremes Tool. Wenn man das eine Weile durchhält und ein paar Monate macht, kommt man ja automatisch in das, ich sag das böse M-Wort, Mindset rein, dass man Dinge einfach anders wahrnimmt und anders sieht. Und alleine dieses

Vinz: Genau. Ja.

Paul: Ich gehe anders mit Situationen weil ich sie anders wahrnehme, weil ich es trainiert habe. Allein ein riesengroßer Faktor, ⁓ etwas schätzen zu können. Und dieses Thema Wertschätzung ist auch ein sehr spannendes Thema. wir ja fast noch mal eine eigene Folge drum machen, weil damit können Marken stehen und fallen.

Vinz: Mhm. Ja. Genau. Die zweite Frage ist das Gegenteil. Was läuft nicht gut? Ehrlich sein. Der dritte Punkt... Ja, genau. Nicht nur dort. Überall. Der dritte Punkt ist... Wo lügst du dir vielleicht selbst etwas vor? Also hier beleucht die ersten zwei Sachen wirklich noch mal.

Paul: Ich glaube, in Deutschland fällt das vielen Menschen leichter.

Vinz: Ist denn wirklich alles so rosig, wie du meinst? Oder ist denn wirklich alles so schlecht, wie du es denkst? Also wirklich das nochmal hinterfragen. Als 14 habe ich noch aufgeschrieben, was funktioniert vielleicht nach aussen, aber nach innen nicht. Also keine Ahnung, ich hatte es dort im Kopf, vielleicht hast du einen mega schönen Auftritt, deine Kommunikation ist on point. Was auch immer, du hast genug Kunden und so weiter. Aber läuft es dann auch intern? Bist du vielleicht die ganze Zeit am rackern oder deine Leute brennen aus? Was auch immer. Oder alle sind unzufrieden oder du hast jährlich Mitarbeiterwechsel von 50 % der Angestellten. Das sind ja klare Zeichen. Es geht einfach darum, einfach einen knallharten Spiegel zu und ehrlich Weil wenn du das schon nicht hast ... Dann ist alles anders, wie es auf einem Füchse

Paul: Ja.

Vinz: Genau. Und die Ehrlichkeit gilt nicht nur für Fakten, also für Fakten zu zahlen, sondern auch für emotionalere Dinge, schwammige Dinge, auch strategische Dinge. Zum Beispiel die Positionierung, die Team, wie läuft es bei denen, sind sie happy oder nicht. Gibt es Prozesse, die schon veraltet sind und niemand hinterfragt. Alle regen sich darüber auf und niemand hat die Eier, sie mal aussprechen. Oder generell, die Klarheit des Marktes. Sind wir noch on point? Und da kannst du einfach sagen, wenn du den Status nicht akzeptierst, dann kannst du ihn aber auch nicht verändern.

Paul: Vor allem wenn du nicht akzeptierst, dass der Status quo nicht gut ist. ich glaube der entscheidende Punkt ist, klar kann man die Übung alleine machen, machst aber am besten mit deinem Team. Machs auch am besten mit Menschen,

Vinz: Genau. Mhm.

Paul: das entscheiden müssen und machst am besten mit der Person, dem der ganze Bums da draußen gehört. Weil die Frage ist ja ganz oft, wer hat welche Wahrnehmung? Und es kann durchaus sein, dass du als Chef, als Chefin das Gefühl hast, das läuft ja rund. Alle wissen ja, worum es geht. Und wenn du aber wirklich mit dem Menschen redest und mal rausfindest, was hält sie auf, was beschäftigt sie? Und es kommt zu dem Punkt, dass man feststellt, es weiß eigentlich niemand so genau, wo wir positioniert sind oder

Vinz: Mhm.

Paul: Wenn sagt, sind ja da positioniert und auf einmal kommt ein Gespräch und man stellt fest, ich dachte immer, wir werden ganz woanders, dann hat man da ein echtes Problem. Also dann darf man da auch gerne ehrlich sein und reingehen und sagen, hey, auch wenn es gerade gut läuft, aber das hält uns zukünftig spätestens auf. Das kann zu einem echten Problem werden. Genauso aber umgekehrt auch mit dem positiven Ding. Also es gibt nichts Schöneres als zu erfahren, welche einzelnen Punkte das Leben für die Menschen im Unternehmen reicher macht.

Vinz: Mhm. Ja. Mhm.

Paul: Und das sind manchmal ganz banale Sachen, wo du die du selber gar nicht auf dem Schirm hast. Und manchmal sind es auch Dinge, die sie eben vermissen. Und allein diese zwei Punkte zu besprechen, das kann einen ganzen Tag füllen, je nachdem wie umfangreich das man macht. Aber das miteinander zu tun, in einem ehrlichen Gespräch, auch mit einem Raum, natürlich Sicherheit ermöglicht. Also nicht jeder traut sich sofort vor Chefin oder Chef, sich zu öffnen und frei seine Gedanken. zu äußern und gerade wenn es irgendwelche Abhängigkeitsverhältnisse gibt, ist es oft problematisch. Aber wenn man das schafft, eine gute Dynamik reinzubringen, eben diese Wertschätzung zu vermitteln und eine Sicherheit auszustrahlen, innerhalb von so einem Raum, ist das, weiß nicht, kann das ein richtig schöner Bereich sein, der Prozess sein, der auch ein Team zusammenbringt. Weil man Menschen alleine durch Sonen zusammenkommen, das Gefühl gibt, man hört sie, man versteht sie, man sieht sie. und man findet damit gemeinsam einen Umgang. Darum geht's ja.

Vinz: Genau. Der Punkt zwei, oder der Schritt zwei von diesen fünf, wäre das, was du vorhin angesprochen hast, quasi den Wunschzustand definieren. Oder eben ein klares Bild der Zukunft schaffen. Oder, keine Ahnung, wenn man alleine ist, hinterfragen, welche Person ich sein Und im Unternehmen wirklich klare, ja ... ein klares Bild vor Augen zu zeichnen. Wie soll es denn sein? meine Meinung ist, lieber weniger dafür das richtig. Also ich habe jetzt einfach gesagt, drei bis fünf Bereiche mehr nicht. Und diese halt wirklich auch klar definieren. Also ein Beispiel kann sein, vielleicht ist es ein klares Umsatzziel. Das kann auch sein, oder? Oder das Team. Team befinden. Bist du vielleicht aktuell alleine? Willst du in einem Jahr zwei Angestellte haben? Oder geht es ⁓ Team Spirit? Oder was auch immer? Geht es aber auch ⁓ Sichtbarkeit? Willst du regional bekannt sein in deiner Branche? Oder außerhalb deiner Branche relevanter sein? Was auch immer? Willst du deine Positionierung schärfen? Für was sollen deine Marken stehen? Willst das in Angriff nehmen? Oder generell halt einfach bisschen den Arbeitsalltag neu gestalten. Es ist ja auch immer ein grosses Thema. Vier Tage pro Woche. Umstrukturierung. Was auch immer. Also da wirklich drei bis fünf klar definierte Zielzustände. Wie soll es in einem Jahr laufen?

Paul: Plus, das würde ich gerne noch mit hinzufügen, warum das für das Unternehmen wichtig ist oder für die Marke oder für die Person, die das Ziel setzt. Denn wenn das fehlt und man hat dann wirklich nur als Ergebnis das reine Umsatzziel, dann

Vinz: Mhm.

Paul: geht jeder anders damit ⁓ Dann ist das für den einen Druck, der dieses Umsatzziel erreichen muss und für die andere ist es zu leicht. Für den nächsten ist es komplett unklar, warum man das überhaupt machen soll, was dahinter steht. Je klarer man also macht, was man überhaupt erreichen will als Marke mit den einzelnen Zielen, die man gibt und warum das wichtig ist und warum das vielleicht dann als Ergebnis dazu führt, dass es dem Team besser geht oder dem Unternehmen besser und was heißt das überhaupt konkret? Es geht uns besser und was Was für einen Zustand erreichen wir dann damit? Was sind dann die nächsten Schritte, die dann darauf folgen? Allein darüber kann man auch wieder einen ganzen Tag reden. Und das ist wichtig, dass es darüber eine Klarheit gibt. Sonst

Vinz: Mhm.

Paul: gibt es dann am Ende einen großen Frust, warum man die Ziele nicht erreicht hat. Und gleichzeitig die Frage, was wäre denn passiert, hätten wir die Ziele erreicht? Wie sehe dann die Welt aus? Und wie geht es jetzt überhaupt weiter? Da bleibt ganz viel im Unklaren. Und das sollte nicht sein.

Vinz: Ich finde einen guten Punkt. Warum? Genau. Der dritte Punkt ist ein bisschen mein Geheimtrick. Den habe ich auch letztes kennengelernt und mir hat er persönlich extrem geholfen. zwar das komplette Gegenteil von Punkt 2. Und zwar stellt man sich das Worst-Case-Szenario vor. Man definiert wirklich, was ist denn ... Das beschissenste Szenario in den Bereichen, man vorher definiert hat. Also keine Ahnung, katastrophalen Umsatz, alle Mitarbeiter kündend, völlig ausbrennen, Burnout, was auch immer. Du gehst unter in der Konkurrenz, gehst Bankrott. Was ist das Schlimmste für dich? Oder für die Marken? Und es klingt mega krass, aber das habe ich selber ausprobiert.

Paul: Ciao!

Vinz: Mir hat es mega zu untergeben. Die meisten setzen die Ziele einfach aus einer Hoffnung heraus. Aber Veränderung entsteht eigentlich erst aus Abneigung. Immer wenn du beide Bilder vor Augen hast. Denn dann eigentlich jede Entscheidung viel klarer. Das ist nur schon im Thema Sport. Wenn du beide Bilder vor Augen hast, kannst du sagen, wenn ich jetzt Sport mache Dann bin ich einen Schritt näher bei meiner Wunschvorstellung. Wenn ich keinen Sport mache, dann bin ich wieder einen Schritt näher an meiner Worst Case Vorstellung. Angstvorstellung. Das ist eigentlich etwas so Simples, aber es so machtvoll. Vor allem für Marken ist das extrem hilfreich. Unbequem, aber wirkungsvoll kann man sagen.

Paul: Angst. Ja. Genau. da kann man auch, ich muss gerade so bisschen an Zukunftsbilder denken, weil das da eine große Rolle spielt. Da entwickelt man Zukunftsbilder eigentlich auf eine ähnliche Art und Weise, dass man überlegt, was kann im besten Fall entstehen und was entsteht im schlechtesten Fall. Und da kann man ja auch den Maßstab bestimmen zu sagen, passiert das nächstes Jahr oder ist es in fünf Jahren oder in zehn Jahren. Und je nachdem, wie realistisch man sich diese Bilder ausmalt, also auch zu sagen.

Vinz: Mhm.

Paul: Im Worst Case, was passiert, wenn ich das alles nicht mache, wenn das alles weg ist, dann auch zu hinterfragen, wie geht es mir damit, wie geht es der ganzen restlichen Welt damit und so weiter. Also mehrere Faktoren aufmachen, dass man wirklich ein ganzheitliches Bild am Ende hat. Dann kann man damit auch umgehen und dann kann man eben sagen, wenn wir jeden Tag ein kleines bisschen etwas tun, summiert sich das über die Zeit so stark, dass wir unser Ziel erreichen. Und umgekehrt, wenn wir jeden Tag nichts dafür tun,

Vinz: Mhm.

Paul: bleiben wir nicht nur auf dem Stand, wir werden sogar jeden Tag ein kleines Stückchen schlechter ohne unser Zutun. Und da gehen nämlich die beiden Bilder extrem auseinander. Und dann führt das nämlich dazu, dass man diese extremen Bilder erreicht. Man will natürlich beim Positiven rauskommen. Und das sind manchmal Ziele, die aber auch zu groß sind, sie zu erreichen. Also es kann auch bei Umsatzzielen sogar der Fall sein, dass man sagt, wie sollen wir das denn schaffen, wenn man das dann aber rückwärts spielt? ⁓ ja, okay, dann mach ich nicht weiter. Mach du.

Vinz: Genau. mhm Das ist der nächste Punkt. Genau, ist der nächste Punkt. zwar vom Ziel zum System. Das ist das, was ich vorhin gesprochen habe. Es ist mega gut, wenn du dir das Wunschszenario vorstellst oder dich in eine Person versetzt. Aber du brauchst ein System. Du brauchst eine Routine. Und das hat mir auch extrem geholfen. Und zwar das grosse, schwammige, heroische, im Klaren umsetzbare meine Schritte übersetzen. Im Branding-Bereich habe ich einfach gesagt, frag dich einfach nüchtern, was musst du täglich oder wöchentlich machen? Was ist der kleinste minimale Aufwand, der dich dann langfristig immer zu deiner Wunschvorstellung bringt? Das könnte sein z.B. jede Kajanik pro Woche wird 2 Stunden

Paul: Mhm.

Vinz: im Team über Positionierung geredet. Oder die wird ausgerbeitet. Oder es gibt keine Ahnung, ein klarer Content noch mit Tag in der Woche, wo man halt mögliche Themen bespricht oder auch umsetzt. Es gibt vielleicht auch regelmässige Feedback-Gespräche im Team, halt wirklich miteinander die Marke weiterentwickeln. Oder generell regelmässige Reflektion. Also was ist minimal umsetzbar?

Paul: Hauptsache regelmäßig, ne?

Vinz: Genau. Ich kann das von mir persönlich sagen. Bei mir ist das z.B. wirklich jeden Tag ein gewisser Anruf. Krass gesagt könnte ich sagen, wenn ich heute keinen Bock habe, zu sage ich einfach, ich muss einfach einen Scheissanruf machen und dann habe Freude Rest des Tages. Aber das ist

Paul: Ja.

Vinz: Über das Jahr waren das etwa 300 Anrufe. Mittlerweile bin ich auch nicht mehr so Noob in Akquise darf ich von mir Es summiert sich und die Kurve geht irgendwann so hoch. Exponenziell. Und das ist mit allem so.

Paul: Ja, das ist ja genau wie bei uns mit dem Podcast. Jede Woche zwei Folgen. Auch das summiert sich. Jede Woche ein Blogbeitrag. Auch das summiert sich. Jeden Tag Content. Auch das summiert Also es ist immer die Summe aller Teile. Und wenn man nämlich bei denen reinschaut, die es geschafft haben, in Anführungszeichen von außen betrachtet, dann ist es auch da immer ein Prozess. Das sind immer viele kleine Schritte, die dazu geführt haben, dass sie jetzt

Vinz: Genau. Ja.

Paul: richtig gut sind oder richtig bekannt oder was auch immer. Aber das ist nicht dieses Übernacht bekannt werden. Und da das vielleicht auch heutzutage der größte Trugschluss, dass man durch TikTok beispielsweise wirklich über Nacht berühmt werden kann durch Algorithmen. Aber in den meisten Fällen, wenn man sich anschaut, wer in seinem Metier richtig, richtig gut ist, geht es nur über viele kleine Schritte und nicht mit dem Übernacht sind wir erfolgreich. Wie bei Agenturen vielleicht. Übernacht haben wir einen großen Etat gewonnen.

Vinz: Mh. Genau.

Paul: Dann hast du nämlich genau das gleiche Problem. Entweder du machst jeden Tag ein kleines bisschen oder du über Nacht einen großen Kunden und dann bist du aber komplett davon abhängig. Das ist eben auch nicht der Idealzustand, wo du hinkommen willst. das eine ist wirklich Routinen aufbauen. Ich glaube, das ist ja der entscheidende Punkt.

Vinz: Ja. der fünfte Punkt, und das ist eigentlich der banalste, aber gleichzeitig der wichtigste, anfangen, dranbleiben und einfach durchzuzeigen Egal ob man Bock hat oder nicht, weil System immer Motivation Weil motiviert, das ist ja eigentlich auch ein bisschen das Paradox dran, motiviert bist du ja eigentlich erst wenn du siehst, dass es klappt. Wenn es positive Ergebnisse mit sich bringt. Aber bevor das passiert, musst du ja machen. Oder? Ja.

Paul: Ja. Ja. Und das geht aber nur über Routinen. Und ich glaube gerade so zum Jahresanfang, weil du ja auch meintest, nach drei Monaten ist bei den meisten Schluss. Man sagt ja oft, nach drei Monaten hast du eine Routine drin, dass sie auch bleiben kann. Aber wenn du dir nur das Ziel der drei Monate gibst, zu sagen, Ich will das drei Monate durchhalten. ist ja immer die Frage, was passiert dann nach dem dritten Monat, wenn der erste Tag anfängt. Machst du dann weiter? Baust du es aus? Wie gehst du dann damit Weil für viele, die sich an Zielen orientieren, ist ja oft das Problem, dass sie sich freuen, wenn sie das Ziel erreichen, dass aber danach die große Lehre kommt. Man kennt es ganz oft von Unternehmen, die ihre erste Million gemacht haben. Und dann hast du die erste Million. Aber wie geht es denn dann weiter? So und das ist oft die Lehre danach. Dann hast du

Vinz: Mhm. Genau.

Paul: Man kennt es ja auch von Sportlerinnen und Sportlern, die haben ihr großes Turnier gewonnen. Und am Tag danach, das ist immer die große Frage, wie geht man dann damit ⁓ Wie macht man weiter? Und welche Routine zieht man eben auch durch, auch wenn man sie schon durchgespielt hat? Da geht es ja dann wirklich ⁓ das Dranbleiben. Das ist, ich, der eigentliche Kunst.

Vinz: Das ist ja eigentlich auch schon... Das ist auch noch ein bisschen persönlicher Hack mit dem ganzen... Man hat ja immer oder wir Menschen sind ja so gestrickt, egal ob persönlich oder im Business oder was auch immer. Du hast ein Ziel und du willst es möglichst schnell erreichen. Du willst einfach grinden und... am Ziel sein. Aber das ist ja genau das, was du gesagt hast, nur schon mit Sportlern. Es ist mittlerweile bewiesen, dass der Erste Platzierte bei einem Wettkampf schneller wieder unglücklicher ist als z.B. der Zweite oder sogar der Dritte Platzierte. Denn die haben immer noch das Ziel vor Augen und sind immer noch eifernend immer noch dahin nach. Und dort ist eigentlich der einfachste Trick, halt eben das Ganze

Paul: Mhm. Ja.

Vinz: Was man halt verfolgt, sei es business-technisch oder persönlich, nicht einfach als AB-Spaziergang sieht, sondern halt eben als Wanderung, als Erkundung. Weil es gibt immer etwas Neues. Und wenn man halt wirklich dem zau-dofen-Spruch glaubt, der Weg ist das Ziel, dann wird man immer etwas haben, das man ja weitermachen kann. Und das ist etwas extrem Schönes.

Paul: Ja.

Vinz: Und eben so quasi, die Schönheit im... Ja... Im japanischen Gitsy gibt Philosophie. Die Schönheit im Unperfekten finden. Im Nichtfertigen. Das ist eigentlich etwas unglaublich Machtvolles. Genau.

Paul: Ich glaube, da könnte man eine eigene Folge dazu machen zu den ganzen japanischen Sachen. Viele kennen ja Ikigai als das Prinzip, seine innere Mitte zu finden, der man einerseits Geld verdienen kann, der Welt etwas Gutes tut und Erfüllung findet in dem Ganzen. Es hat aber auch

Vinz: Nein.

Paul: bei all den anderen Bereichen jeweils einen treffenden Begriff dafür. Also die haben es irgendwie geschafft, das Leben schon ziemlich effizient durchzuspielen auf ihre Art und Weise mit ihrer Kultur. Aber es sind halt viele Dinge, wo sie anders über das Leben nachdenken. Ich durfte mal ein halbes Jahr in Japan leben und das ist schon faszinierend, festzustellen, wie viel Kultur bei allem, was sie tun, mitschwingt und auch die Liebe immer im Detail liegt und immer auch eine Wertschätzung.

Vinz: mhm

Paul: aber wie gesagt Wertschätzung ist vielleicht echt mal für eine eigene Folge geeignet, weil da viel dahinter steckt, was man da rausholen kann.

Vinz: Ja, magst du noch was sagen? Sonst komme ich zu meinem Abschlusssatz. Mh.

Paul: Also ich glaube, wir konnten gemeinsam alle Aspekte zusammentragen, die eine Rolle spielen. Ich finde es eben ganz, ganz entscheidend, dass man sich nicht nur an reinen Zielen oder Zahlen festhält, sondern dass man schon die Frage klärt, was wirklich dahinter steht. Und wenn ich jetzt im Umkehrschluss an den Anfang zurückdenke und sage, mein Ziel ist, diese Identität zu erschaffen, kann ich mir trotzdem Umsatzziele darunter liegen, also irgendwelche Zahlen oder bestimmte Dinge, aber ich weiß, warum ich das mache, also was wirklich als höherer Wert, höheres Ziel dahinter steckt. Und ich glaube, das ist ein Schlüssel, Ziele auch erreichen zu können. Weil man dann wirklich einen emotionalen Antrieb hat dahinter. Und ganz ehrlich, eine Zahl ist kein emotionaler Antrieb. Auch sich davon was kaufen zu können, das ist reiner Konsum. Aber es ist immer eher die Frage, wie geht es mir damit? Und auch dafür braucht es Räume, man eröffnen kann. Also wie? Wenn wir das alles erreicht haben, Ende des Jahres, auch unsere Sachen, die wir uns vorgenommen haben mit dem Podcast. Wie geht es uns dann damit? Was finden wir darin dann für eine Erfüllung? Das ist, ich, die eigentliche spannende Frage. Und da würde ich auch sagen, dieses Jahr sind wir eher noch nochmal in der Ecke mehr Markentherapeuten in der Hinsicht, weil das schon spannend ist, Unternehmen auf dem Prozess zu begleiten und es ist einfach sehr viel miteinander reden und ins Gespräch kommen und

Vinz: Mhm. Mhm. Ja, in mir auch. Zu dem, was du gerade noch gesagt hast, Ergänzenderhalben Kannst es ja so vergleichen, wenn dein grosses Ziel die Vision ist, dann ist eben das System dahinter. Die Mission. Vielleicht einfach noch

Paul: neue Art Offenheit darüber zu reden, zu lernen für Unternehmen. Und ich finde es spannend, also freue ich mich drauf. ja geht schon geht schon irgendwie auf

Vinz: Das nochmals zum Sagen. Vision ist das grosse, das Emotionale. Und Mission sind die klaren, umsetzbaren Systeme, die auch messbar sind. Ich finde immer, nur eines von beiden ist eine Einseite. Wenn du beides hast, dann hast du beides. Ja, ich glaube.

Paul: Wenn jemand Anmerkungen hat und das Gefühl hat, hey, da fehlt aber ein ganz entscheidender Punkt, lasst uns das bitte wissen. Also wir tragen ja alles zusammen hier in einem Podcast, was uns geholfen hat, was wir mitgenommen haben, was wir so gesehen haben am Wegesrand und bringen das hier mit ein. Falls es aber noch mehr Gedanken gibt, berechtigte Kritik oder bestimmte Inspirationen, kommt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns drauf. Hinterlasst da gerne Kommentare. Liked das Ganze, es euch gefallen hat, teilt das mit den Personen, die das interessieren könnte oder haut uns in der persönlichen Nachricht an, dass wir mal miteinander reden, dann machen wir das sehr, sehr gerne. Freuen uns darauf.

Vinz: Genau. Ja, ich habe jetzt noch meinen Abschlusssatz, den ich auch noch nicht gesagt habe. Und zwar, Paul, Ziel erreichst du nicht nur, weil du sie dir wünschst, sondern weil du bereit bist, in kleine, ehrliche Schritte zu zerlegen und sie dann aber auch genau dann umzusetzen, wenn eben niemand zuschaut.

Paul: Ja, unbedingt.

Vinz: Ich habe fertig.

Paul: Das war sehr schön zusammengefasst, aber dieses auch machen, wenn niemand zuschaut, das ist ein ganz ganz wichtiger Punkt. Merken, einrahmen, markieren und dann einfach machen.

Vinz: Wir müssen wirklich diesen Horakalender machen für dieses Jahr.

Paul: Du bist uns noch den Kalender für letztes Jahr schuldig. wir kriegen die Wochensprüche schon noch zusammen. ist es nicht. sage nichts. Vielen Dank für das Thema. Das passt zum Jahresanfang. Wir wünschen euch allen ein schönes Jahr und hoffen, ihr macht Marke. Bis dahin. Ciao.

Vinz: Genau. Und gibt's jede Woche so ein Speedo-Bild von dir. Genau, bald und bis zum nächsten Mal. Ciao.

Paul: Vielen Dank fürs Zuhören. Teilt die Folge gerne mit allen, es interessieren könnte. Liked das Ganze und hinterlasst Bewertungen bei Spotify oder Apple Podcasts, denn das hilft uns in Zukunft sehr, weiter. Danke fürs dranbleiben, mag gemacht und bis bald. Ciao.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.