Branding 2026: Natürlichkeit schlägt KI

Shownotes

Natürlichkeit schlägt KI. Punkt. Weil Menschen keinen Einheitsbrei mehr fühlen. Und Marken ohne Substanz 2026 einfach untergehen.

In dieser Folge springen Paul & Vinz zurück zu Folge 1 („Was ist Branding?“) – und machen das Update für 2026: Was bleibt gleich, was wird wichtiger, und warum KI dir zwar Tempo gibt, aber keine Marke baut.

Du erfährst:

  • warum KI dir Arbeit
  • abnimmt, aber dir auch dein Profil glattbügeln kann
  • weshalb „authentisch“ als Begriff durch ist – und was Natürlichkeit besser trifft
  • wieso Emotionen keine Deko sind, sondern Markenbindung
  • was Storytelling mit A24 statt Hollywood zu tun hat (mehr Kante, mehr Tiefe)
  • warum Vertrauen die stärkste Währung ist – und wie du es verspielt bekommst
  • weshalb ein klares Fundament Trends überlebt (und Prompt-Branding nicht)

Diese Folge ist kein KI-Rant. Sie ist ein Reminder: Erst Klarheit. Dann Tools. Dann Wirkung.

Wenn du 2026 nicht perfekter, sondern echter wirken willst: hör rein – und schreib uns, wo du KI nutzt und wo du sie bewusst weglässt.

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Transkript anzeigen

Paul: Hey Vince, willkommen zurück zu Mach mal Marke im neuen Jahr, neues Glück. Ah nee, das hätte ich nicht sagen sollen. Alter, abgelaufene Spruch. Willkommen in 2026. So, haben das andere Jahr erfolgreich geschafft, hinter uns gelassen. Können jetzt irgendwie voll ins neue Jahr starten. Haben mit einer kleinen Pause begonnen, sind jetzt aber wieder da am Start. Für alle, die uns gerne zuhören und im Thema Marken, Umsetzung, Marken machen, dranbleiben wollen, besser werden wollen und deswegen haben wir uns beide am Anfang überlegt, starten wir mal mit einem gedanklichen Sprung zurück zu Folge 1. Was ist eigentlich Branding? Und machen das kleine Update. Was ist Branding in 2026? Denn im letzten Jahr und auch seit Folge 1 habe ich persönlich das Gefühl, es hat sich schon so ein bisschen was verändert. Und wir können mit neuem Blick nochmal drauf schauen, was dieses Jahr für Brands, für Marken da draußen wirklich wichtig werden wird. Und so ein paar Herzensthemen und Kernthemen habe ich mir aufgeschrieben. Bin gespannt, was du noch mitgebracht hast. deswegen die erste Frage an dich. Was siehst du so als Branding in 2026? Worauf wird es definitiv ankommen?

Vinz: Was Pa. Hallihallo. von mir. Im neuen Jahr. In einer neuen Folge. Und Backflash zur ersten Folge von uns. Pa. 2026. Also kurz vorweg. Wir wollen jetzt hier keine Trend-Bashing betreiben oder so. Sondern so das Fundamentale von Branding. Das sollte ja eigentlich, wenn man es schlau macht, gleich bleiben. Aber dennoch, das haben wir ja schon in ein paar Folgen besprochen, was ich spontan als grösste Änderung gesehen habe, ist halt einfach so wieder zurück zum echten Weg von dem Einheits-KI-Bullshit. Das kann ich jetzt auch sagen, weil ich heute einen LinkedIn-Artikel gelesen habe. Aber nein, genau, nein, eigentlich...

Paul: Du Schelm, Vince!

Vinz: Ich sehe das als das Ding, das ich glaube, Gefühl habe, dass Menschen sowieso werden. ist ein bisschen in aller Munde. Letztes Jahr haben auch unsere Interviewgäste das schon etwas angedeutet. Menschen wollen einfach wieder mit Menschen interagieren und nicht einfach nur so ein 0815 KI Bullshit erleben.

Paul: Absolut. Also gut, dass du dich vorbereitet hast. Wir können die Folge abbrechen an der Stelle. Geht mal auf meinen Blog, schaut mal den Artikel, was Marken brauchen in 2026. Da steht alles. Nee, aber ich bin zumindest froh, dass du das auch so siehst. Und ich meine, wir haben ja auch gemeinsam dieses Jahr erlebt. Wir haben es irgendwie in 75 Folgen mehr oder weniger verarbeitet, vor uns mit allen Themen, die relevant waren. Und es ist wirklich jetzt auch mit dem

Vinz: Ciao!

Paul: mit dem Abstand und für mich ist so ein Jahreswechsel immer so ein kleines Thema, weil ich mir schon einige Dinge neu vornehme und das Gefühl habe, dieses alte Jahr ist endlich vorbei und jetzt kann man endlich mit neuem Wind in das neue Jahr starten, wenn es letztlich ein paar Tage vergangen ist nicht und trotzdem hat man dieses Gefühl, man kann jetzt nochmal neu etwas auf die Beine stellen, wenn man so will. Und letztes Jahr war halt komplett unter dem Deckmantel, alles wird schneller und automatisierte und Alles ist erstellt durch KI und wenn du es mit KI erstellst, ist das positiv, weil du Dinge automatisierst und mehr Geschwindigkeit in dein Business reinbringst. Und auf der anderen Seite ist es verpönt, weil es ist halt ein KI generierte Inhalt und Leute haben Gedankenstriche auseinandergenommen und Absätze und so weiter. Also es gab ganz viel Detektivarbeit auf LinkedIn, wenn man das mitverfolgt hat. Und es war ein Riesenthema. Also man konnte es auch nicht richtig machen, hatte ich das Gefühl. Und ich habe das neulich in einem guten Reel zusammengefasst gesehen. wie man das erste Mal mit ChatGBT gearbeitet hat, wo man einfach gesagt hat, schreib mir mal einen Artikel zu einem Thema. Das Ding hat einfach einen perfekten Artikel geschrieben. war komplett begeistert davon und dachte sich so, hey, das ist richtig gut. Und heutzutage oder Ende letzten Jahres war bei mir auch der Punkt mit ChatGBT im Umgang zu sagen so, bereite mir mal einen Artikel vor und dann sieht man das und sagt, hier guck mal, das ist nicht gut, das ist nicht mein Stil, da muss so ein falschen Absatz, das soll anders werden. Also man geht automatisch, wenn man jetzt bisschen damit gearbeitet hat, viel kritischer mit dem Tool ⁓ Und es mag auch sein, dass die Modelle unterschiedlich sind. Wir stecken da beide nicht metertief im Thema drin. Aber es hat sich ja auch der Umgang damit verändert. Und je mehr man damit arbeitet, desto mehr wird einem auch bewusst, dass eigentlich was anderes ganz entscheidend ist. Nämlich auf einmal Inhalte, die einen Rechtschabfehler haben. Inhalte, die irgendwie echt klingen, die man nachvollziehen kann, die eine natürliche Story haben, die nicht so glatt gebügelt sind. Und Das haben wir, glaube ich, auf irgendeine unterschiedliche Art und Weise erlebt, was KI mit uns anstellt und im Positiven als auch im Negativen.

Vinz: Ja, da ich bei dir. Aber, äh... etwas, du gesagt hast, finde ich auch noch ein bisschen die Ironie in dem Ganzen, dass man mittlerweile fast länger dran ist, die Scheisse der KI selber wieder korrigieren zu wenn man sieht, dass ist nicht mein Stil oder das will ich noch geändert haben oder weiss nicht, anstatt es einfach selber zu Weil das finde ich schon eine der grössten Gefahren.

Paul: Ja.

Vinz: Man wird schnell faul und ruht sich auf dem aus. Dann verlärmt man gleichzeitig, um selber zu studieren. Ich habe mich teilweise auch letztes Jahr etwa ertappt, wenn ich hunststopide Fragen in das Tool eingegeben habe. Im Nachhinein dachte dass nicht mehr selber im Stand um A oder B zu wählen. Also, einfach etwas mehr zurück auf die Intuition. Aber es ist schon so, nach wie vor nutze ich selber auch im Privaten wie in der Arbeit. Wenn man es smart einsetzt, es schon eine Erleichterung. Aber es kommt natürlich immer darauf an, wie es sein Ein bisschen ein Appell an alle, die hier Ahnung anti oder voll pro sind, nutz einfach das gesunde Mittelmass. Weil es ist jetzt da...

Paul: Ja und aufs Denken.

Vinz: Jeder nutzt auf seine Art. Wenn man einfach stur sagt, ich nutze es gar nicht, dann kann man sich da auch viele Chancen entgehen lassen. Aber wenn man halt zugierig ist, ist die Gefahr da, dass man es krass gesagt, schon fast verdummt. Und es klingt halt generell nach Einheitsbrei. Meine Meinung.

Paul: Absolut. Und du bringst es immer so schön auf den Punkt, hast du schon in einigen Folgen so genannt, sagen Bullshit in, Bullshit out. Und genauso funktioniert KI. Also es lebt davon, was man reinbringt. Und deswegen sehe ich eben für Marken, mal hinzukommen langsam zu dem Thema Natürlichkeit, wie schafft man das überhaupt? Es geht immer mehr das eigentliche Fundament.

Vinz: Mhm.

Paul: Also es geht weniger Umsetzung. Wie schreibt man denn den perfekten Blogbeitrag oder den perfekten LinkedIn-Post oder was auch immer mit KI, mit Chetchibit oder Gemini oder wie die alle heißen, sondern es geht mehr darum, was soll überhaupt in jedem Blogbeitrag mitschwingen? Was soll für eine Stimmung vermittelt werden? Wie sind wir überhaupt? Und dieses Fundament, diese Substanz muss man sich für sich mehr denn je erarbeiten. Und da hängt es wieder ganz stark davon ab, dass man selber denkt, denn auch

Vinz: Mhm.

Paul: Das Fundament, auch eine Vision, kann dir ja eine KI heutzutage schreiben. Das ist ja kein Problem. Darum geht es auch gar nicht. Aber du musst, wenn du was schreiben lassen willst, erst mal selber wissen, was du überhaupt reingeben kannst und worum es dir wirklich geht. Und da braucht es alleine eine Natürlichkeit, dass man all die Tools mal kurz abstellt und sich wieder zusammensetzt und miteinander ins Gespräch kommt innerhalb von einem Unternehmen, von einem Team und sich überhaupt überlegt, wo wollen wir als Team hin? Wo stehen wir gerade? Was ist uns wichtig?

Vinz: mhm

Paul: Und wer wollen wir da draußen sein als Unternehmen? Denn all das hat sich so bisschen verschoben, habe ich das Gefühl. Und eine Marke muss das aber wissen. Gerade wenn du willst, dass mehrere Menschen mit der Marke arbeiten und dass man mit der Marke dann wiederum andere Menschen erreicht. Denn Marke ist ja nun mal das, was in den Köpfen der Menschen hängen bleibt von dem Unternehmen. Und Branding ist der Prozess, das Ganze zu gestalten. So, damit haben wir die Definition mal abgehakt. Aber das überhaupt machen zu können, dann überhaupt irgendwas branden zu können,

Vinz: mhm Mh.

Paul: muss halt diese Substanz wieder ins Leben erwecken. Und da geht es ganz klar darum, dass das Denken menschlich bleiben muss. Also du musst selber denken, selber zur Substanz kommen, diesen Fokus bekommen auf das, was wirklich zählt, ⁓ danach in die Umsetzung zu kommen. Und da können dann wieder Tools benutzt werden. Also da sehe ich überhaupt kein Problem. alle, in der Gestaltung oder in der Kreativbranche arbeiten, die nutzen auch bloß die Tools. Aber es ist immer die Frage, in welchem Umfang und ab welchem Punkt.

Vinz: Genau.

Paul: kann man sie wie nutzen und wie mit einbeziehen.

Vinz: Ja, also eigentlich zusammengefasst gesagt, brauchst einfach ein Fundament, das du nachher einfach auf die Messe hast. Aber das Fundament muss halt einfach trotzdem noch mit Hirnschmalz erarbeitet werden und vor allem im Dialog zwischen den Leuten, die es darauf ankommt. Und das intern wie aber auch extern. Also Feedback reinholen und dann halt sich auch wirklich mal ... Was wollen die Leute wirklich, die wir abholen wollen? Egal ob Mitarbeiter, Kunden oder auch der Markt. Darum geht es ja. Und dann halt auch schauen, wie können wir das Ganze so bündeln, damit wir so unser Ding machen können. Gegen aussen so wirkend, echt wirkend. Das ist Branding.

Paul: Ja. Genau und es geht ja nur, wenn du mit Menschen redest. Also ich würde immer damit beginnen, intern innerhalb des Teams mit den eigenen Angestellten, mit allen Leuten, die im Kundenkontakt sind und mit allen Leuten im Unternehmen zu reden, da erst mal herauszufinden, was die überhaupt beschäftigt. Also auch die Menschen erst mal wieder zu sehen und mit einzubeziehen in solche Prozesse. dann natürlich genauso mit einer Wunschzielgruppe zu sprechen, was die Menschen da draußen beschäftigt, die die Marke in Erinnerung behalten sollen und aus all den Punkten dann für sich Entscheidungen zu treffen, die es gehen soll. Und im Idealfall sind die so runtergebrochen, dass die auf einen A4-Zettel passen. Worum geht es in unserer Marke? Also du sollst es ja wiederholen können, auch als Person, die neu im Team ist oder als Person, die irgendwo im Unternehmen arbeitet.

Vinz: Mhm.

Paul: Die muss ja wiedergeben können, wofür die Marke steht. Und da braucht es eben ganz klar diese Klarheit. Und das erarbeitet man am besten im Prozess. Aber jetzt würde ich mal einen Schritt weitergehen hin zu dieser Natürlichkeit, was ich persönlich damit meine. Und da bin ich super neugierig, was du davon hältst und wie du das interpretieren würdest. Weil man kann ja jetzt böse sagen, das ist auch bloß ein anderer Begriff für Authentizität oder Echtheit oder eben Natürlichkeit. Und es ist... absolut richtig. es ist auch bloß ein weiterer Begriff, den ich da irgendwie in den den Raum werfen möchte. Zum einen passt es perfekt, weil ich nachhaltig unterwegs bin. Du bist nostalgisch unterwegs. Dann haben wir das dritte N Natürlichkeit. Dann sind wir irgendwie mit drei Ns unterwegs. Das ist schön. Aber der eigentliche Grund dahinter ist zu sagen, authentisch ist halt abgeklopft der Begriff. Also alle sollen irgendwie authentisch sein und echt sein. Aber dann ist immer die Frage, was ist denn jetzt echt? Also die Frage. kann man nicht so leicht beantworten. Alles ist irgendwie echt, was da ist, auch egal ob online oder in der echten Welt da draußen. Also merkst du ja schon, echte Welt, dann ist die Online-Welt ja nicht echt, aber die ist ja auch irgendwo echt. Also da ist alleine der Begriff schwierig. Und natürlich hatten wir auch in meiner Folge über nostalgisches Branding drin. Das spricht so eine gewisse Sehnsucht an. Zurück nach dem, wo wir Menschen eigentlich herkommen, nämlich draußen Natur, die Welt ohne alles Digitale. und sich da wieder zu spüren und selber herauszufinden, was macht uns Menschen überhaupt aus? Was machen wir überhaupt mit Unternehmen, mit Marken da? Und wie wollen wir da draußen überhaupt wirken? Wie wollen wir denn unseren Alltag verbringen? Und wie wollen wir denn miteinander arbeiten? Und was wollen wir denn überhaupt erschaffen? Also da stecken so viele Sachen mit dahinter. Und natürlich würde ich dann sagen, diese Natürlichkeit ist, sich so zu zeigen, wie man wirklich ist. mit allen Ecken und Kanten auch. Und das ist nicht mehr dieses Ahl glatte und perfekte und durchoptimierte, sondern auch mit bestimmten Wünschen und Dingen, die man eben noch nicht geschafft hat. Und Dinge, die man erst angehen muss und Dinge, die nicht perfekt sind, aber die dadurch erst nahbar und echt werden. und das ist jetzt der Abschluss von meinem kleinen Pamphlet hier, wenn man sich überlegt, welche Geschichten in Erinnerung bleiben, dann sind es immer die, die irgendwelche Ecken und Kanten haben. Also gerade bei Filmen, irgendwelche Helden, die aber nicht ganz heldenhaft sind, die eine dunkle Vergangenheit haben oder was auch immer. Das zieht uns magisch an und Marken können das auch. Die dürfen das auch und die verstecken ja sonst immer nur ihre Schattenseiten und sich aber ganz zu zeigen mit Licht und Schatten. Das ist eine Art Natürlichkeit, die wir heutzutage brauchen. Perfekt.

Vinz: Du hast es genau so beschrieben, wie ich es einhaken wollte. Für die, die es noch nicht wissen, habe ich ein Studium im Bereich Film Es extrem spannend und ich viel mitnehmen, v.a. der Dramaturgie, Storytelling und so. Eigentlich hast du ja gesagt. Schau mal, ich bin ein sehr grosser Filmfan. Aber letzte Mal, als ich im Kino gingen, war das ein Bejoker. Das jetzt auch schon bisschen her. Weil ich auch das Gefühl habe, Scheisse, die mittlerweile rauskommt, einfach zu glatt, zu oberflächlich. Zu nach Schema F. Oder sie will irgendeinen solchen Scheiss einbringen. Und Charaktere und die Geschichte an sich sind einfach oberflächlich. Und genau so es bei Marc. Genau. Weil diese Filme und diese Figuren, die uns wirklich Packend emotional, dort wo wir mitfühlen. sind genau diese Charaktere, menschlich sind, die Schwächen zeigen. Denn das erlaubt uns, vergleichen, quasi uns hineinzusetzen in diese Figuren. Und das ist genauso bei den Marken auch. Und wenn eine Marke halt eben... Logisch, es kann auch dort funktionieren, oder? Aber eigentlich will man ja beim Branding Emotionen ansprechen. Oder? Dann kommt es immer darauf an, was einer Branche ansprechen Logisch. Irgendwas wie einen Proteinshake, weil andere Zielgruppen ansprechen als Kinderwagenfirmen. Aber es geht Emotionen. Dort muss man wirklich auch den Mut haben, du sagst, natürlich zu sein. Das heisst nicht immer nur, das Positive noch positiver zu dass es fast schon übermenschlich wirkt, nicht erreichbar quasi. sondern man muss halt ikke noch kanten, sowieso zuhörbar, wo dann halt auch die Leute dazu einladen, die Emotionen mitzunehmen.

Paul: Ja, da fällt mir noch der Begriff ein vielschichtig, weil wenn ich daran denke, dass ja von den großen Filmstudios genügend Filmstudios immer die gleichen Geschichten erzählen. immer ein Drama besteht immer aus den gleichen Akten, Action-Film besteht immer aus den gleichen Akten, Personen machen eine ähnliche Entwicklung mit durch in Filmen und es wird ganz oft auf die Drehendrüse gedrückt und so weiter. Das hat man schon ganz oft gesehen. Aber es gibt ja ein Filmstudio, was so bisschen raussticht, und das ist A24. Kennst du bestimmt auch genügend Filme von denen. Die laufen ein bisschen anders. Die haben andere Brüche drin. Und die haben Charaktere, die eben sehr vielschichtig sind. Also die erzählen nicht nur, dass eine Situation in dem Moment traurig ist, sondern du kriegst mit, die ist besonders traurig, weil irgendwas in der Kindheit war. Weil noch ein Aspekt mit dazu kommt, den man noch gar nicht gesehen hat. Und dadurch bekommt ...

Vinz: Mhm.

Paul: die Geschichte in einen völlig neuen Blickwinkel auf das Leben beispielsweise. Und wir fühlen uns zu solchen Filmen angezogen, weil das realer ist als der klassische Hollywood-Kitsch, der einem gezeigt wird. Und Kitsch auch im Sinne von Drama kann auch kitschig sein. Und das ist jetzt mal ganz plump runtergebrochen, kann man aber eins zu eins übertragen auf Marken. So wir wissen, wie Marken normalerweise funktionieren, weil wir schon so viele Marken erlebt haben. Wir wissen wie

Vinz: Hm.

Paul: Autowerbung aussieht, weil wir schon ganz viel Autowerbung gesehen haben. Wir wissen, mit welchen Emotionen das aufgeladen wird und dass das alles immer perfekt dargestellt wird und so weiter. Das alles Geschichten, die sind schon ganz oft erzählt worden und dadurch erreichen die uns gar nicht mehr. Und mit Natürlichkeit meine ich eben auch, dass man so eine Vielschichtigkeit damit ins Spiel bringen kann. Also es muss nicht diese auch da keine klassische

Vinz: Mhm.

Paul: Tränendrüsen, Geschichte von wegen, ich war als Gründer vor dem Bankrott und dann kam die große Rettung. Ich hab durchgebissen und ich mache mein Set und irgendwie durchgezogen. Jetzt steht da mein Millionen-Business. Das ist auch eine 0815-Geschichte, die jetzt schon 1000 mal erzählt wurde. So, die holt niemanden mehr ab. Aber es gibt ja Facetten, die sind vielschichtig im Sinne von, bei uns arbeiten Leute, die geben jeden Tag alles und stellt euch vor, die haben sogar zum Teil Familie und die schaffen das Familienleben und das Leben mit der Marke im Unternehmen. unter einen Hut zu bringen. So das ist eine vielschichtige Geschichte, wo viele kleine Einzelschicksale eine Rolle spielen, die dann in Summe eine Marke und den Umgang der Marke mit dem Leben widerspiegeln. Und das ist eine Natürlichkeit und eine neue Art der Geschichtenerzählung, die glaube ich jetzt richtig relevant wird. Und man merkt dann einfach, ob es irgendwas ist, was es schon 1000 mal gab, weil das macht KI. Das bezieht sich auf alle Quellen, es schon mal gab.

Vinz: Hmm.

Paul: und alle Geschichten, schon mal erzählt worden. Und deswegen kriegen wir Durchschnittsgeschichten daraus. Und genauso kriegen wir auch Durchschnittsbilder. Oder machen wir es anders und wir verzichten bewusst auf KI-generierte Bilder, die uns immer gleich alte Menschen in gleichen Kleidern mit gleich verschwommenem Hintergrund anzeigen, weil das die Modelle aktuell im Durchschnitt einfach immer wieder reproduzieren und immer so ausrechnen. Und sagen, wir investieren halt bewusst in eine Photosession, die unseren Alltag zeigt in einem Stil der So ist, wie wir nun mal miteinander arbeiten. dann kannst du nämlich Brüche einführen, dass auch eine Kanzlei vielleicht lustig ist und einen Tischkicker rumstehen hat. Warum nicht? Also dann erzählt da die Geschichte neu und auf einmal hast du neuen Twist und das macht eine Marke wiederum spannend und interessant und eben nahbar. Weil man dann einen mini kleinen Anker findet, wo man das Gefühl hat, so geht es mir auch, so fühle ich mich auch, wie das die Marke mir gerade erzählt. Und dadurch schafft man eine Art Verbindung. Und letztlich geht es ja darum, dass man Verbindungen aufbauen will.

Vinz: Hmm.

Paul: Und mit Verbindungen kommt Vertrauen. Und Vertrauen ist, das hatten wir auch mal in der Folge, die stärkste Währung. Also wenn ich einem Unternehmen einmal Vertrauen geschenkt habe, dann kann das Unternehmen das nicht so leicht wieder wegnehmen. Und da würde ich nochmal auf die Macht von guten oder riesengroßen Brands oder einfach starken Brands drauf eingehen wollen. hatte ich nämlich neulich als schönes Beispiel gehört. Wenn du ein Auto sehen würdest mit einem Apple-Logo wüsstest du sofort, wie das Auto ungefähr sein wird. ohne dass du jemals was darüber gehört hast und genau weißt, was es für technische Daten

Vinz: mhm

Paul: hat und wie es funktioniert. Einfach weil du gewohnt bist, wie Apple bestimmte Dinge auflädt und welche Geschichten es erzählt und was so ein Apple Produkt ausmacht. Und dann überträgst du all die Erfahrungen, die du mit Apple Produkten gemacht hast, automatisch auf das Auto und hast eine Erwartung, dass das Auto sich auch so anfühlen wird wie alle anderen Apple Produkte auch. Und damit hast du es eigentlich geschafft. passt jetzt vielleicht nicht ganz zur Natürlichkeit, aber ich fühle mich gerade als treffendes Beispiel noch ein.

Vinz: es geht halt auch einfach ein bisschen den Mut, klare Kanten zu zeigen. haben wir auch schon genug oft in diversen Folgen gesagt. Im Branding geht es darum, Emotionen zu wecken, an einer Firma einen Charakter einzuhauchen, der die richtigen Leute anzügt. Auf allen Ebenen. Und das geht es. Es ist nicht nur ein Logo oder so. Es hat viel mit Strategie zu tun. Wenn man das aber ... ja, smart macht ... Es gibt so viele verschiedene Stilmittel, die man auch ... Man kann auch Wie du gesagt hast, man muss sich nicht immer allzu ernst nehmen. Wie Beispiel Galaxus mit den Werbungen. Oder generell, kann überdramatisieren. Es gibt so viele Sachen. Man muss eigentlich nur nutzen, was es schon gibt. Und auch einfach mal bisschen mutig sein, kreativ zu Anstatt halt immer nur, wie es heute schnell mal üblich ist, einfach mal schnell die JGPT zu Weil meistens werden nicht immer einfach Standardlösungen ausgespuckt. Und das merkt mittlerweile halt auch der autonormale User von diesen Sachen.

Paul: Absolut. Und wie gesagt, wir wollen die Tools nicht verteufeln, mit denen kann man gerne arbeiten, aber du musst am Anfang die Denkarbeit schon selber machen. Darauf kommt es auch gerade fürs Branding in 2026 am meisten an. Also kenn dein Fundament, deine Substanz, deine Basis, um die es dir wirklich geht. Sei dir dessen bewusst. Dann überdauert nämlich so eine Substanz auch jeden Trend, der dieses Jahr kommen wird. Und wir wissen noch nicht, was kommen wird, aber es wird bestimmt einiges kommen, was gut, aber auch schlecht sein kann. Aber dieses unerschütterliche Fundament, diese Substanz, die man sich da aufbaut, Die muss für alle klar und logisch und greifbar und verständlich sein. Und darauf kann man dann aufbauen. Und Natürlichkeit ist dann eher die Art und Weise, wie man damit umgeht und wie man sich zu der Welt da draußen verhält und vor allem zu den Menschen. Denn es sind Menschen in einem Unternehmen, die für die Marke arbeiten. sind Menschen da draußen, die du erreichen willst. Also da was Natürliches, Menschliches reinzubringen, ist irgendwie der logischste Schritt. Und das nicht alles KI machen zu überlassen.

Vinz: Mhm. Und es ist natürlich auch logisch, jeder will ja immer quasi das Beste liefern. Aber es bringt einen vielfach auch dazu, halt nicht vorwärts zu Dass man sich am Detail aufhängt. Und da gibt es halt auch so den guten alten Spruch, lieber nicht ganz perfekt, dafür fertig. Anstatt perfekt und...

Paul: Ja.

Vinz: Niemanns xyz.

Paul: Ja. Und das, genau, auch guter Punkt. Dieses nicht ganz Perfekte führt da auch dazu, dass du es weitermachst und dran bleibst. Und das hatten wir schon in der

Vinz: Mhm.

Paul: letzten Jahresabschlussfolge als große Erkenntnis gehabt. Lieber viele kleine Schritte als einen großen Wurf und sich danach nicht mehr drum kümmern. Und genau auch das ist Branding dieses Jahr. Dran zu bleiben, Dinge auszuprobieren, zu versuchen, aber wie gesagt alles mit der gesunden Substanz, die die gleich bleibt, damit man sich daran orientieren kann und anhand dessen auch das Vertrauen aufbauen kann. Das wären eigentlich so meine Punkte, die ich für das Jahr hauptsächlich sehe.

Vinz: Mh.

Paul: Also so der große Trend Natürlichkeit oder als großes wichtiges Markenthema. Und nochmal der Appell, kümmert euch wirklich ⁓ das Fundament. Dann kann alles andere darauf aufbauen und ja, damit kann man da Menschen erreichen. Hättest du noch Punkte, die deiner Meinung nach wichtig sind?

Vinz: Hm, einfach machen.

Paul: Sehr gut. Und jetzt ist es eigentlich noch spannend. Also ich habe mir in Vorbereitung auf die Folge, unsere allererste Folge angehört. Und damals haben wir das noch ein bisschen anders beschrieben. Ich würde sie jetzt nicht nochmal hören, weil Tonqualität war damals noch ein bisschen anders. jetzt habe ich schon das Gefühl, mit der Folge geht es nochmal in eine andere Richtung. Und das haben wir uns ja auch vorgenommen für dieses Jahr. Wir haben im letzten Jahr ganz viele Themen

Vinz: Genau. ⁓

Paul: ganz grundsätzlich angesprochen und dieses Jahr wollen wir eigentlich mehr in die Praxis reingehen, noch mehr in die Tiefe bei bestimmten Fokusthemen und unsere einzelnen Formate weiterhin durchziehen. Sowas wie die Brandbusters oder die Brandfathers oder die Spontan Masterclasses wird es natürlich auch geben und viele spannende Interviews sind grob in Planung und wir können uns oder werden uns da sehr auf das Jahr freuen. Also das wird eine schöne Reise und die wollen wir dieses Jahr aber noch mehr

Vinz: Genau.

Paul: mit euch machen, mit allen, die uns hören. Wenn ihr also bestimmte Wünsche habt oder Themen oder einen allgemeinen Wunsch nach, ich muss mal was loswerden, was eure Klangqualität betrifft oder eure Art und Weise, dann schreibt uns einfach an. Ihr müsst auch keine öffentlichen Kommentare hinterlassen. Ihr könnt uns auch auf LinkedIn oder per Mail anschreiben oder wir können einfach mal telefonieren. Alles entspannt, aber wir wollen mit euch ein bisschen mehr in den Austausch kommen, ⁓ gemeinsam dieses Format weiter zu bespielen. hat nämlich im ersten Jahr Spaß gemacht und jetzt darf es einfach weiter wachsen und sich weiterentwickeln.

Vinz: Ja, kann ich es unterschreiben. Du bist ja richtig gut vorbereitet. Ich kann ja fast nichts mehr sagen. Bringt auch nichts, wenn ich immer alles wiederhole von dir.

Paul: Perfekt. Kannst du noch einen schönen Abschlusssatz formulieren und dann hören wir uns in nächsten Folge mit deinem Thema wieder. Das noch als letztes, ganz gewohnt im Rhythmus, immer freitags und dienstags mit neuen Mach mal Marke Themen und wir selber wissen meist nicht worum es geht. Deswegen bin ich jetzt sehr gespannt, was du für Dienstag mitbringst.

Vinz: Hm. Es wird praxisorientiert. Kann ich schon mal teasern. Yes, danke vielmals und appellen an alle. Immer schön natürlich bleiben und Hände an ihr und machen einfach Marke.

Paul: Sehr schön. Hey, danke, Dievins. Dann. In diesem Sinne, haut rein und bis bald. Ciao.

Vinz: Ciao.

Paul: .

Vinz: Vielen Dank fürs Zuhören. Wenn es euch gefallen hat, hinterlangen gerne einen Kommentar. Folgend, liken und teilen fliessig an alle, die es interessieren können.

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