Storytelling für Einsteiger: Die 7 Schritte, die jede Marke braucht (spontane Masterclass)
Shownotes
🎙 Was dich in dieser Folge erwartet:
Storytelling wirkt oft wie Magie. Dabei ist es vor allem eines: eine erlernbare Fähigkeit.
In dieser spontanen Masterclass bauen Paul & Vinz auf dem Interview mit Michael Otto auf und zeigen ganz konkret, wie Marken mit Storytelling starten können, ohne sich zu verstellen oder in Marketing-Theater zu verfallen.
Du erfährst:
- warum Storytelling nichts mit Talent, aber viel mit Klarheit zu tun hat
- weshalb der Kunde der Held der Geschichte ist – nicht deine Marke
- wie du deiner Marke eine klare narrative Struktur gibst
- warum Emotionen wichtiger sind als perfekte Formulierungen
- wie du die richtige Geschichte findest (und nicht irgendeine)
- weshalb Sichtbarkeit Teil des Storytellings ist – nicht das Danach
- wie Storytelling langfristig wirkt, wenn du dranbleibst
Diese Folge ist kein Hochglanz-Framework. Sie ist eine Einladung, anzufangen, zu testen und deine Marke erzählbar zu machen.
👉 Unser Rat: Mach es nicht perfekt. Mach es ehrlich. Und mach es regelmäßig.
💬 Diskussion erwünscht: Wo tust du dich mit Storytelling aktuell am schwersten?
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Transkript anzeigen
Vinz: So, liebe Wir haben ja erst gerade unser Interview hinter uns mit Dort es das Thema Storytelling. Wir lange und dieses Thema, natürlich auch über die Gottenthe Welt, Ich habe mir darauf es ist ja mega spannend, für andere, die nicht so tief in diesem Thema ist es natürlich ... einen riesigen Graben der Idee eigentlichen Umsetzung. Und darum habe ich gedacht, weil das hübsche Deck hier rumstehen haben. Also das jetzt Schleichwerbung, wir werden nicht Ja, wäre schön, vielleicht auch mal so Da ich gedacht, wir gehen heute nochmal voll Gas ins Thema und gehen da
Paul: Leider.
Vinz: Das System durch ein Storybuilding-System mit sieben und zeigen wirklich anhand eines fiktiven wie kann eigentlich jedes Unternehmen spannende Wie kann man die richtigen Emotionen bei den richtigen Leuten so dass einem die Leute wortwörtlich die Bude einrennen? Und anhand von dem habe ich mir etwas Und von einer Versicherung. Dann ich einfach gedacht, wenn die dann sogar etwas Cooles dann schafft es wirklich jeder.
Paul: würde ich dir zustimmen, da Willkommen zu Mach mal Marke, dem einzigen deutschsprachigen Branding-Podcast ohne Bullshit. Viel Spaß! Ja, wenn es bestes Thema, was du mitgebracht hast, schließt wirklich nahtlos an die sehr schönen Gedanken von Michi an. Und ich fand es da wirklich erstaunlich oder besonders lustig, dass er Storytelling mit Stories erklärt hat. Er eigentlich nur Anekdoten von irgendwelchen anderen Leuten, die er kannte, erzählt. Und alleine wenn man ihm so ein bisschen zuhört.
Vinz: Mh.
Paul: kriegt man einfach einerseits gute Laune, glaube ich, und andererseits ein gutes Gefühl dafür, was Storytelling eigentlich ausmacht. Und ohne jetzt was vorweggreifen zu wollen, ist, glaube ich, der erste Schlüssel, sich mal locker zu machen von den ganzen Ansätzen, von denen man immer glaubt, dass sie zum Storytelling gehören und sich wieder zurückbesinnen auf die Dinge, auf die es wirklich ankommt. Also wir sagen ja ganz oft auf die Substanz, die man hat und
Vinz: Hmhm.
Paul: wirklich die Basis, die einen eigentlich trägt. Und sogar so weit, dass man sich überlegt, wer bin ich eigentlich, was mache ich hier, wie will ich denn rüberkommen und wie würde ich jetzt beispielsweise spontan zu meiner Nachbarin, meinem Nachbarn reden, wenn die gerade die Ecke kommen und man führt einfach so einen Plausch. So das ist das ist eigentlich auch eine Art Storytelling. Aber du hast den Leitfaden und die PIP-Tags sind E-Klasse. Bei mir stehen auch alle rum, aber ich habe noch nicht alle durchstudiert. Muss ich mal noch machen. Deswegen bin ich gespannt, wie du das Ganze aufbereitet hast.
Vinz: Ja, kurz vorweg, was du jetzt gesagt hast. Das hatten wir ja auch noch als Quintessenz im Interview draussen. Es gibt so Zauberformeln und geheime Hacks und Strategien. Aber am meisten macht man ja schon intuitiv. Und ich glaube, wenn man einfach mal anfängt zu dann ist man schnell auch mal im Flow und dann fängt es an Spass zu Lieber zuerst wild drauf los und dann ordnen. Anstatt krempfehaft zu Anfang an einen Rahmen zu zwingen, der einem vielleicht gar nicht taugt. Nö. Aber du...
Paul: Ja, und ich glaube wirklich Storytelling, wie du meintest, dass es intuitiv geht, am einfachsten einfach drauf los zu erzählen und sich nicht immer diese Gedanken zu machen. Ich bin auf keine Ahnung Instagram und ich muss jetzt so schreiben wie Instagram oder ich schreibe eine Mail und die muss so klingen wie eine Mail oder LinkedIn und es muss so klingen wie wie Business auf LinkedIn nun mal Aber das ist dann meist der klassische Stock im Arsch, der einen festhält.
Vinz: Ja. Genau, ja. Ja, genau.
Paul: Und eigentlich würde man es ja unter Freunden in der lockeren Atmosphäre ganz anders erzählen. Und hat vielleicht sogar noch vom inneren Ohr, wie das klingt, wenn Leute, die man sehr mag, Geschichten erzählen, bei denen man gerne zuhört und dann mal reflektieren, warum hört man da gerne zu und was ist einem wirklich geblieben. Und das ist dann diese Zauberformel, wo man eigentlich hinkommt. Lockerwach, einfach, wenn man jetzt das hört, also schön, dass ihr alle da seid und zuhört, einfach erstmal locker machen und dann machen wir jetzt weiter.
Vinz: Mhm. Ja. Ich habe zudem auch noch Punkt, dass das immer im Privat- oder im Bekanntenkreis Wenn du mal nicht weisst, was zu ist, gibt es ja viele Momente, in ich einfach komm, erzähl eine Räubergeschichte. Und erstens muss man dann schmunzeln und zweitens beginnt man einfach einen Scheiss-Trag zu der aber meistens mega gute Geschichte daraus entsteht. Und das lockert einfach die ganze Stimmung auf und man f****
Paul: Mhm.
Vinz: Man hört dann auch gerne zu. Weil man nicht mehr den Stock im Arsch hat, sondern einfach mal anfängt. Und kommt zu 90 % eine richtig geile Geschichte dabei raus. Die man einfach mal erlebt hat. Und dann kommt man wieder zum nächsten. Und das ist ja auch das, was er gesagt hat. Wie gesagt, die Kopfstand-Methode. Einfach mal vom Gegenteil ausgehen. Nicht immer verkrampfen, sondern einfach mal vielleicht das Gegenteil probieren.
Paul: Mhm.
Vinz: Ich erzähle mal richtig scheisse Geschichte, richtig schlechte Geschichte. Und dann wird sie meistens mega gut. Genau.
Paul: Ja genau, kannst ja anfangen. Was war die schlechteste Geschichte, die du jemals gehört hast? So und das meist, wenn du das erzählst als Geschichte ist, das meist eine richtig lustige Geschichte.
Vinz: Yes. Ja, ich würde sagen, wir fangen jetzt einfach mal an mit dem ersten Punkt von diesen sieben. Sonst wird es ein Art ZDN wieder aus. Und zwar... Genau. Ich habe jetzt hier den Punkt Konzept. Also warum braucht ein Unternehmen überhaupt eine Story? Das ist schonmal die grosse Frage. Und dort habe ich mir aufgeschrieben, die meisten Unternehmen starten völlig falsch.
Paul: Wieder spontane Masterclass hier, oder?
Vinz: Sie wollen sofort erzählen, was sie tun, statt warum jemand zuhören soll. Das Fakten getriebenen Geschwafel, das eigentlich keinen Schwanz interessiert. Aber eine ist eigentlich keine Marketing-Decu. Sie ist eher ein Navigationssystem. Das hat auch Michi.
Paul: ⁓ gute Frage am Anfang.
Vinz: bestätigt. Das habe ich mir jetzt nicht einfach so aus Kuh gezogen. Sie zeigt ja im besten Fall den Kunden, wer du bist, wofür du stehst und warum du relevant bist für Ich habe jetzt hier eine fiktive Versicherung erfunden. Die nennt sich Fels- und Federversicherung AG.
Paul: Mhm. Schon mal schöner Name.
Vinz: Und jetzt ist die Frage, warum braucht es diese Geschichte? Und ich habe mir dann geantwortet, also ich stelle jetzt mal die Frage, warum braucht diese Versicherung eine Geschichte? Vor allem eine Versicherung.
Paul: ich hätte auch direkt die antwort genommen aber ich meine versicherung zu aus dem bauch aus ist halt ein mega abstraktes produkt dass wenn du es rein faktisch erklärst eigentlich keinen sinn macht weil für die den prozent anteil schaden den man eines tages vielleicht haben könnte also sehr meist wirklich nicht wahrscheinlich dass was eintritt zahlst du dann doch ganz schön viel geld und auf einer rein faktischen ebene macht das wenig sinn dann macht eigentlich
Vinz: Mhm.
Paul: Mathematisch betrachtet mehr Sinn, das Risiko auszuhalten und deswegen haben ja Versicherungen im ersten Schritt schon ein extremes Vermittlungsproblem. Und wenn die keine Geschichten erzählen, bleiben die halt ein abstraktes Produkt und ein abstraktes Produkt, mit dem möchte ich mich nicht auseinandersetzen. Wenn es da nicht irgendeine Geschichte gibt, die mich abholt.
Vinz: Ja. Ich habe mir als Ergänzung es den Leuten eher Angst, weil es ist mit etwas im Verbund, was man eigentlich verhindern will. Man zahlt einen Haufen Geld und in der Regel ist es sehr langweilige Geschichte. Also niemand will sich eigentlich damit befassen. ich habe mir hier aufgeschrieben, eine Story für eine solche Versicherung, die soll ja eigentlich zeigen, wir als Versicherung, wir sind nicht da, Panik zu schüren.
Paul: Mhm.
Vinz: sondern zum Lichtigkeit gehen. Dann habe ich mir das Konzept aufgeschrieben. Sicherheit und Entlastung. Also Fels und Feder. Wie es der Namen
Paul: Grundlegend schon, dass man einfach besser erklären kann, warum was wichtig ist und du brauchst ja ganz grundlegend die Bedürfnisse der deiner Zielgruppe. musst du ja können. Und solange du die nicht kennst, kannst du auch nicht drauf eingehen und dann kannst du gar nicht kommunizieren eigentlich, oder?
Vinz: Genau, das ist natürlich die Voraussetzung. Wir haben ja genug Folgen darüber gemacht.
Paul: Wie Michi auch meinte, braucht er immer als Basis, weil sonst kann er überhaupt nicht ansetzen, man nicht mal das weiß.
Vinz: Genau. Also das vielleicht noch ... Genau das als Anmerkung, wenn man die Grundlage von sich selber man nicht weiss, was man macht, wer man ist, wer seine Zielgruppe ist, welche Probleme es usw. Auch was der Markt macht, was die Mitbewerber machen. Bevor man das nicht hat, man hier auch nicht hergehen. Wenn jemand zuhört oder zuschaut und das noch nicht für sich hat, dann er noch 70 andere Folgen, in er sich das erarbeiten kann. Aber hier geht es darum, bestehende Fundament, das man hat, wirklich einmal in Geschichte zu weben. Ja. Genau. Und da wäre der erste Punkt, das Konzept. Was ist der übergeordnete Rahmen? Was sind unsere Leitbilder im Storytelling? Was soll vermittelt werden?
Paul: Ja, sehr gut. Weiter geht's, oder?
Vinz: Der zweite Punkt das Finden. Exploring. Wo findet man diese Viele versuchen ihre Geschichte, das Produkt oder sich selbst zu weben. Wir sind, wir haben recht ichbezogen. Aber eigentlich ist das falsch. Hier kommt es darauf an, was du gesagt hast. In der Regel in den Problemen der Zielgruppen, in emotionalen Spannungen, also Trigger-Punkten. Dann im Moment, in die Menschen beschäftigt. Also wirklich eben die Probleme oder auch die Zielträume. Auch im Kontext einer Branche oder im Wandel der Zeit. Also es kann ja auch recht gesellschaftlich sein. Thema Versicherung ist auch gesellschaftlich bedingt. Überall hat man seine Krise. Dann ist die Versicherung relevanter. Es geht um die emotionalen Trigger-Punkte, die emotionalen Aspekte und nicht um das faktische Gelaber.
Paul: Ja, aber du meinst jetzt schon, wenn man den Kontext hat, also wir wissen jetzt, was wir erzählen wollen. Vom Inhalt her wissen wir jetzt, wo das Ganze verortet ist.
Vinz: Ja. Genau.
Paul: Also auch im Sinne von wer liest das, wer liest das wo setzt diese Geschichte überhaupt an. Wenn du meinst, gerade Bedürfnisse der Zielgruppe spielen die Rolle, brauchst du ja immer das als Basis, überhaupt anfangen zu sehr gut.
Vinz: Ja genau, wo... Genau. habe jetzt hier auch wieder eine gute Frage, die es vielleicht einfacher macht. zwar, welche Situation erlebt meine Zielgruppe? Im Moment? Also was beschäftigt die täglich? Und ich habe für diese Versicherung ein Beispiel aufgeschrieben. Hey, keine Ahnung. als Familienväter zum Beispiel. Ein Familienväter sitzt am Küchentisch, ...
Paul: Mhm.
Vinz: offene Rechnungen, ein Schadenfall droht und er hat das Gefühl, alles alleine tragen zu müssen. Das ist die blanke Realität von vielen Leuten. Er braucht jetzt eigentlich jemanden, der ihn stabil macht, der ihm auch bisschen Last abnehmen kann, dass er wieder Power hat, die Family da zu sein. Und da entsteht quasi der Story Kern. Dort findet eine Story statt. von einer Versicherung. den wirklichen realen Problemen, bei den Leuten.
Paul: Bloß, da macht es sich wirklich gut, mal zu schauen, wie andere kommunizieren, was die für Stories an den Tag legen und wie die Realität deiner Zielgruppe aussieht. Du kannst nämlich auch sehr, gut das umkehren und sagen, man glaubt immer, das ist eine Vetersache. Es gibt auch extrem viele Mütter, die sich Versicherung für die Familie kümmern. In welchen Situationen machen die das und wie sieht der Alltag von denen aus? Also wo befinden die sich vielleicht?
Vinz: Mhm.
Paul: nach einem stressigen Tag mit den Kindern am Abend auf dem Sofa musst du dich noch die Versicherung kümmern. Auch da kannst du es in ein bestimmtes Setting reinbringen. Oder du verortest das nochmal ganz anders, dass nicht alle von uns schon mal einen Schadensfall hatten, aber wir kennen alle mindestens eine Person, die diesen Schadensfall hatte. Vielleicht kennen wir alle den einen tollpaschigen Freund oder die eine, keine Ahnung, schrullige Nachbarin, der das schon mal passiert ist. Und dann sind das dann diese die Bilder, über die man erzählen kann. Weißt du, dass man
Vinz: Mhm.
Paul: Auch da kann man vielleicht als Versicherung sagen, wir suchen dann bewusst die zweite Ebene. Also wir machen es nicht super persönlich, sondern reden von einer von der einen Person, die wir alle kennen. Dadurch haben wir so einen gesunden Abstand drin. Das ist nicht zu nah dran an der eher vielleicht ein bisschen auch am Humor und gleichzeitig an dem Bewusstsein, wenn der das passieren kann oder dem das passieren kann, dann bin ich ebenso vielleicht mal dran. Deswegen lieber jetzt vorsorgen, bevor es zu spät ist.
Vinz: Mh.
Paul: Oder, Also da gibt es schon wieder endlos viele Ansätze. Will auch plus aufzeigen, es hat so viele unterschiedliche Möglichkeiten, die dann eine Rolle spielen.
Vinz: Genau, also... Das macht ja... Das macht ja auch die Mobiliare so gut. Jeder kennt ja den Satz, liebe Mobiliare. Weil die halt wirklich für sich quasi diese Art Storytelling etabliert haben. Es hat auch so bisschen Humor ja genau das, was es ausmacht. Die haben halt für ihre Art und Weise einen Weg gefunden, ihre Dienstleistung leicht charmant humorvoll Und jeder kennt diesen Satz, lieben Mobiliar, dass ja immer wenn etwas passiert oder so, sagt das jeder.
Paul: Kanal. Ja, und das ist tatsächlich auch eine Art Claim von ihnen, den sie etabliert haben. Plus, haben in der Hinsicht Storytelling extrem, also bestimmt haben sie es bewusst gemacht, ich mal davon aus, die Stories so kurz gehalten, dass man die sehr einfach weiter erzählen kann. Also die haben diesen Faktor, ich erzähle eine Geschichte weiter, mit eingeplant. Weil das ist sonst oft ein Riesenproblem, wenn du zu ausführlich deine Story erzählst.
Vinz: Mhm.
Paul: Und da muss ich gerade dran denken, ganz viele Unternehmen machen das halt immer so in diesem klassischen Firmenportrait-Video, was dann aber fünf Minuten geht und eigentlich keine Sau interessiert, weil es die ganze Zeit ich und wir und toll toll toll ist und aber überhaupt nichts mit der Lebensrealität von den Leuten zu tun hat. Das ist keine Geschichte, die ich weiter erzähle. Also ich habe noch nie jemandem erzählt, dass ich mir fünf Minuten Firmenportrait von irgendeinem der hergelaufenen Laden angeschaut habe. Aber eine emotionale Geschichte, wo jemandem was passiert ist.
Vinz: Mhm.
Paul: meint ja auch michi im gespräch drama also das interessiert leute immer also da erzählen wir auch von hin zu uns die letzte geschichte die wir über irgendwie fünf ecken mitbekommen haben weiter weil das fängt und das irgendwie bleibt
Vinz: Mhm. Ja, das ist so. Das ist eigentlich auch der Punkt 3 in diesem System. Das wäre nämlich der Character. Also, welche Rolle spielt das Unternehmen eigentlich in der Story? Das haben wir ja auch schon mal in einer anderen Storytelling-Folge angesprochen. zwar, geht nicht um die als Unternehmen primär in einer Story, sondern der Kunde ist der Held.
Paul: Fick die Bar, leitet. Mhm.
Vinz: vor Geschichte. Das ist das gängigste Storytelling-Framework, man so will. Du als Dienstleister oder als Produkteanbieter, einfach als Unternehmen, du bist der Mentor und der Held vor Story, ist der Denk an jede gute Geschichte. Keine Ahnung, das klassische Beispiel Star Wars. Das ist ja die Heldenreise. Luke Skywalker verloren, hat eine riesige Mammutaufgabe vor sich und dann kommt der Mentor. Keine Versicherung, genau. Und kommt der Joda und der Wisden. Warum kann er das? Weil er die Lösung für das Problem Nur schon wer das umsetzt, hat eigentlich
Paul: Keine Versicherung.
Vinz: einen riesigen Vorteil gegenüber vielen anderen, die das immer noch nicht begriffen haben. sind die, die meistens herzlich willkommen auf der Webseite stehen. Genau.
Paul: Ja, das sollte eigentlich Standard sein, dass es immer ⁓ die Zielpersonen von der Ansprache her und auch vom Storytelling her. Und gleichzeitig denke ich gerade dran, würdest du auch sagen, das geht so weit, dass die Erzählperspektive auswählt. Weil da denke ich gerade dran, das hat ja viele größere Unternehmen auch, die dann Maskottchen haben. Wo das Maskottchen innerhalb der Werbung irgendwas erklärt oder erzählt, weil man mit einem Maskottchen mehr was anfangen kann als mit dem abstrakten großen Unternehmen, was dahinter steht. Und hinter dem Unternehmen steht ja meist noch eine Unternehmensgruppe und dann dann, gehören dann irgendwie tausend Unternehmen dazu und so weiter. Also es ist ja völlig, sehr schnell völlig Und gerade da eine persönliche Nähe herzustellen, hat es dann einfach diese kleinen Viecher. Und manchmal sind die lustig, manchmal sind die ein bisschen cringe und komisch. Aber die versuchen ja diesen
Vinz: Mhm.
Paul: diese Story auf einmal persönlich nahbar zu machen. Aber vielleicht ist es auch bloß eine Brücke, die geschlagen wird, die auch nicht immer gut funktioniert. Also muss man sich genauso überlegen, wer erzählt die Geschichte? Und vielleicht hören wir auch einfach lieber jetzt bei der neuesten McDonalds Werbekampagne Stromberg zu, weil auch da McDonalds als Riesenunternehmen einfach eine bekannte Figur genommen hat, die mit einzubeziehen in die Markengeschichte, die sie eigentlich erzählen wollen.
Vinz: Genau,
Paul: So und die Figur ist dann wiederum Held und Heldin. Da bist gar nicht du als Publikum, du bist dann eher die der beobachtenden und die Hauptfigur, Main Character ist dann einfach eine andere Person. Also es gibt so viele, auch da wieder so viele Perspektiven, die man einnehmen Gut überlegen, was für wen relevant ist.
Vinz: Man kann sich damit aber auch mega ins Knie schiessen. Also zum Beispiel Nespresso, George Clooney. Die sind jetzt abhängig von ihm. Also er hat sie eigentlich in der Hand und er wird alt. Und er kann einfach sagen, gut jetzt will ich einfach die doppelte gage. Also es funktioniert ohne ihn einfach nicht so. Also darum...
Paul: Mhm. Ja. Ja, und der wird alt. Mhm. Ja. Oder anders gesagt, wenn er eines Tages einen Skandal haben sollte, aus welchem Grund auch immer, dann hängt eine komplette Marke damit dran. Dann ist die davon abhängig.
Vinz: Genau. Und das ist ja gleiche wie mit Tesla zum Beispiel.
Paul: Ja. Augen auf bei der Chefwahl.
Vinz: Genau. Ja, genau. wer geht es? Und da geht es ... ... eigentlich immer den Kunden. Die Frage ist halt einfach, wie definiert man die eigene Framework oder in dieser Storytelling-Definition von einem Unternehmer. Und ich habe hier als Beschreibung für diese Wir wollen Menschen stärker ohne sie schwerer zu machen. Also die Leichtigkeit einbringen. Also stärker der Fels, leichter die Federn.
Paul: Ja.
Vinz: Yes, dann Punkt 4. stellt man sich die Frage, was die Story überhaupt bewirken Also was, wenn wir damit abzielen, also soll sie Vertrauen schaffen, Mut schaffen, Klarheit schaffen, entlasten oder auch einfach nur Orientierung bieten? Aber das muss klar definiert sein, wie auch im Branding generell. Also in einer Marke, finde ich, das sind wesentliche Fragen. Das lache ich immer in all meinen Erfahrungen. Keine Ahnung, wenn irgendwer schon einen Flyer brauchte. Wenn du einfach mal fragst, warum, warum hast du das Gefühl, du brauchst jetzt Flyer, dann wissen die meisten Leute nicht einmal eine Antwort darauf. Weil sie ja, die wollen halt einfach irgendetwas, aber wissen meistens gar nicht warum. Das Gleiche bei einer Story. Genau.
Paul: Genau, aber wenn du jetzt sagst, der Flyer soll informieren, dann kannst du den so machen, dass der informiert und trotzdem wird es niemand lesen. Und weil du da ja wieder aus einer ich-sende-ne-informationen-Perspektive bist, finde ich fast die noch tiefer gehende Frage ist, welche Emotionen soll man hinterlassen? Also keine Ahnung, soll man dem Flyer oder bei der Story, soll man mindestens einmal schmunzeln oder soll man die Geschichte gerne weiter erzählen? Welche Emotionen bist du danach?
Vinz: Mhm. Genau.
Paul: Oder bist du vielleicht angegriffen oder fühlst du dich persönlich ertappt so ein bisschen auf die Schliche gekommen. Was auch immer. es gibt so viele Aspekte, wie man sich nach einer Story fühlt. Und man kann das ja selber mal ausprobieren, indem man, ich bin jetzt beispielsweise auf LinkedIn aktiv. Ich sehe da manchmal Stories, die machen mich richtig wütend, was da Leute für Mist schreiben. Und dann mache ich die App wieder zu. So, aber die Stimmung nehme ich ja dann in dem Augenblick mit. Und manchmal bin ich auch einfach gerührt, weil es schöne Geschichten auch zum Teil sind. Und manchmal sind es Geschichten, die
Vinz: Mhm.
Paul: Ich nicht, hole mich einfach überhaupt nicht ab. Und alleine daran merkt man, das kennen wir ja alle, Gefühle, wie stark uns Emotionen prägen. Und das ist ja die Kunst beim Branding, direkt einen guten Eindruck zu unterlassen. Und wenn du dir überlegst, diese eine Geschichte, die du da gerade machst, ist vielleicht für eine Person, die dir wichtig ist, der erste Kontaktpunkt mit dir. Wie soll die sich denn nach diesem ersten Kontaktpunkt fühlen? Und soll die denn dann gerne auf dich zurückkommen? Und soll die vielleicht bei der zweiten, dritten, vierten Geschichte von dir, die sie liest, immer das Gefühl haben, dass eine ähnliche Emotion aufkommt oder alleine, dass der Stil so ähnlich ist, dass man immer wieder an dich denkt. das merkst du schon, kommt sofort so viele Facetten zusammen. Aber diese Emotionen sollte man nicht vergessen, weil die sind extrem entscheidend.
Vinz: Genau. Yes. Ich habe für das Beispiel für Fels und Feder aufgeschrieben, die Storytelling von denen soll in erster Linie das Bild zerstören, dass Versicherungen kompliziert und eher kalt sind. Das ist ja auch so eine, ja, wie soll ich sagen, Attribute, man vielen Versicherungen zuweist. Und gleichzeitig soll sie aber...
Paul: Mhm. zu Recht.
Vinz: Genau. Soll sie aber auch zeigen, wir sind wirklich da, wenn es zählt. Menschlich, entlastend, was auch immer. Das predigen ja auch viele, aber viele sind dann wirklich nicht da, wenn es darauf ankommt. Aber wie kann man das den Leuten auch zeigen? Zwei Funktionen soll die Story bewirken. Erstens emotional entlasten, zweitens aber auch rational durch eine Klarheit schaffen. Es geht ja dann auch wichtige Sachen.
Paul: Mmh. Ja. Mmh.
Vinz: Ist auch nicht immer schön, wenn man den Hampelmann spielt.
Paul: Übrigens passend da fällt mir gerade die emotion natürlich auch an den zum schritt davor wenn man sich überlegt wer soll die geschichte lesen und in welchem augenblick mit welchen emotionen kommen die denn an die geschichte und wenn du eine person erwischt die gestresst ist dann hat die nicht gerade die den besten die beste neutralste emotionale basis ⁓ anzufangen zu lesen und wenn die sehen dass so eine versicherung bist haben die automatisch da sind die in einem bestimmten modus drin
Vinz: Mmh.
Paul: Ich persönlich bin wie beim Finanzamt vielleicht auch eher in der Abwehrhaltung. Und so geht es verdammt vielen Leuten, dass man erst mal denkt, Versicherung kostet erstens viel Geld und ist zweitens nicht da, wenn es einen Schaden gibt. Auch wenn das in meinem Fall gar nicht so genau. Also ich hatte schon eine Situation, da war sie eher nicht da. Ich hatte eine Situation, da war sie sehr kompetent und sehr schnell da und bin aber damit echt groß geworden mit dem Bild. Eine Versicherung tut auf den ersten Blick extrem lieb. Und wenn es darauf ankommt, machen sie dir das Leben zur Hölle.
Vinz: Mhm.
Paul: Also da musst du schon echt rudern, damit du überhaupt was abbekommst. Weil es dann immer 1000 Gründe gibt, warum sie doch nicht zahlen müssen oder warum eine andere Versicherung, du hättest abschließen müssen, dass die dann zahlt. also mit diesem Abwehrgepäck bin ich dann unterwegs, wenn ich die Geschichte von der Versicherung lese. Die müssen die erstmal aufbrechen können. Und das ist eine extreme Herausforderung, die man hat.
Vinz: Hm. Ja, das ist der zweite Punkt. Bin ich wieder hier?
Paul: Aber man kann das lösen. Kommen wir noch hin.
Vinz: Übrigens, das kann man lösen. Man muss halt einfach bisschen kreativer an
Paul: Mhm.
Vinz: Übrigens, wenn wir das jetzt schon sagen, es ist ja bald Weihnachten und wir haben dort unten immer noch unsere Liste, die man sich eintragen kann. Wer ein kleines Präsent von uns will als Dankeschön, der kriegt etwas. Und was es ist, wir dann vor Weihnachten noch. Ja, genau, erzählen. Aber einfach, dass ich es nochmals gesagt habe. Voll reingeschissen, nicht? das ist ...
Paul: Ja, das ist gut. Es wird nämlich schön. allem wirklich ein Dankeschön. Loswerden.
Vinz: Genau. Und man kann es auch brauchen. Es ist nicht einfach irgendein Scheiss, sondern ... Genau. Und ihr landet auch nicht in einem Spam-Funnel. Da müsst ihr keine Angst haben.
Paul: Es ist nicht wie bei Versicherungen. Erstens zahlt ihr nichts und zweitens bekommt ihr wirklich was. Ja Pärze sein haben wir keinen Pfannen.
Vinz: Genau. Es ist uns zu blöd. Also, Gummimach weiter. Also Punkt 5, das wäre die Struktur. Wie baut man seine Story logisch auf? Und da gibt es jetzt so eben die klassischen Varianten oder die klassischsten Varianten, wie es im Lehrbuch steht. Das ist sogenannte 3-Akt. Und zwar ist das nichts anderes. Hey, am Anfang, da ist ein Problem. Oder ein Wunsch. Das heisst, das Leben wirft keine Ahnung, unerwartete Herausforderungen auf. Für den Main Character, was der Kunde ist. Der Kunde hat ein Problem. Entweder er gestresst oder unsicher oder überfordert, was auch immer. Der Akt II wäre die Begegnung. Also quasi nach dem Bewusstwerden von dem Missstand. Dritt aufs Mal der heroische Mentor zu taggen. Und zwar wäre unsere Versicherung Fels und Feder in Charge. Ruhig, klar, verständlich, menschlich, wie sie sich präsentiert.
Paul: zum langen weißen Bart, großem Hut und so einem Stab wie Gandalf.
Vinz: Genau, jawohl. Und dann nimmt sie halt im besten Fall... Also nein, dann wird der Kunde vor die Wahl gestellt. Nimmt er die Hilfe an oder eben nicht? Das wäre dann der Scheidepunkt. Und im Akt 3, wenn er sie dann annimmt, im besten Fall, das wäre die Transformation. Also der Kunde geht aus der... Situation stärker und leichter weil es ein Happy End gibt. Wenn man hier noch tiefer hineingehen will, wenn man das auf eine Webseite nimmt, kommt man an den Scheidepunkt beim Call to Action, wo jeder Webseitenbesucher kann. «Nein, finde ich scheisse, will ich nicht.» Oder «Pah, finde ich voll geil, will ich.» Und dort kann man das abgeschrieben. Was ist Hell Island für den Kunden, wenn er nicht mit dir zusammen schafft? Was ist Heaven Island für den Kunden, wenn er dein unschlagbares Angebot annimmt? Hier kann man noch sehr tief in die Materie hinein, aber eigentlich geht diese drei Akte. Wie im Film. Ich habe hier für das eine kleine Beispiel-Story zusammengewurstelt. Willst noch etwas loswerden oder darf ich dich mal herunterraten?
Paul: Ja, ein Gedanke noch. Du kannst es auch komplett zerstören, diese Methode. ist wie bei jeder Methode, es ist immer ein Anker und viele Menschen nutzen solche Methoden und dadurch klingen dann auch viele Sachen ähnlich, wenn man sich ganz stur an die Methode hält. Und spannend wären ja Filme, wenn die vermeintliche Hauptperson nach fünf Minuten stirbt und man mitbekommt, es gibt eine krasse Wendung. Habe ich nicht kommen sehen, aber jetzt wird es richtig spannend und
Vinz: Ja.
Paul: Das schafft man nicht in einer kurzen Story als Versicherung zu schreiben, aber man kann durchaus mit solchen Elementen spielen, dass man mit einer bestimmten Erwartung bricht. Von wegen alle denken an das, wir liefern was anderes und am Ende gibt es die große Überraschung.
Vinz: Ja, guter Punkt. Aber das ist halt, wie soll ich Da muss man halt schon auch wissen, was man will. Das kann jetzt auch nicht jeder gerade so herrwursten. Das soll wohl überlegt sein. Aber wenn man es macht, eben mit Konventionen bricht vor allem, mit solchen Schemen, auch bisschen anders dran hergehen, dann kann man da recht viel Power herausholen. Vor allem halt in der Kommunikation.
Paul: Das ist auch schon alles. Genau, jetzt darfst du. Ja, ich würde auch sagen, also wir, wir zwei stecken ja auch echt tief drin eigentlich. Also wir sind keine Profis wie Michi und trotzdem haben wir viel mit Text und mit geschriebenen Worten und Formulierungen zu tun. Es ist Teil von unserem Job. So und wir liefern ja dafür auch eine Basis, damit Menschen wie Michi damit dann gut Storytelling machen können oder gut Marketing oder was auch immer. Und ganz viele scheitern alleine an der Konsistenz der Geschichte, dass man die
Vinz: Mmh.
Paul: Wenn man in der Versicherung arbeitet, jetzt bei Steine und Federn, man den völlig falschen Ansatz wählt, dass man viel zu viel voraussetzt, dass man direkt ein Produkt erklärt, weil man einfach tief im Produkt drin steckt beispielsweise und weiß, was es alles bringt, aber man holt ja die Menschen gar nicht an den Punkt ab, wo sie sind. Deswegen ist es am Anfang so wichtig, sich dann doch an so ein Framework zu halten und kann, wenn man das Ganze Konsistenz geschafft hat, diese Geschichte zu erzählen, dann beginnen einige Sachen zu durchbrechen, anders zu machen, man es gewohnt ist, da eine Spannung mit reinzubauen. Aber das ist wie so eine Art on top add-on oben drauf, was man sich dazu bauen kann. Aber erst mal muss man es überhaupt schaffen, einen geraden Satz zu schreiben, den jemand, der nichts mit einem zu tun hat, versteht. Und ich glaube, daran scheitern schon viele.
Vinz: Ja, und wo... Und halt, dass die Liste ist, aber auch alles, es wird zusammengepasst. Ja, auf jeden Fall.
Paul: Mhm. Jetzt, du darfst winzen.
Vinz: Ja, das war es. Es gibt Momente, denen das Leben plötzlich schwer wird. Ein Unfall, Schaden, eine Sorge, die dein komplettes Leben einfach durcheinander Fels und Federe ist dafür da, dir in diesen Momenten Stärke zu geben und gleichzeitig die Last von dir zu nehmen, damit die Sicherheit sich nicht anfühlt wie Stein, sondern wie ein Federer. Genau. Das wäre jetzt einfach mal so richtig kitschig nach Lehrbuch. Ja, klingt eigentlich auch ein bisschen austauschbar, oder? Ja.
Paul: würde mich jetzt nicht so abholen aber es ist ist solide also machen viele so
Vinz: Genau. ist jetzt nichts weltbewegendes. Ich habe da nicht so viel Energie rein gestickt. muss jetzt auch noch ehrlich sagen. Es soll einfach immer so verständlich sein, wie das dann so bisschen zusammenkommt. Genau.
Paul: Aber du sagst, also ich glaube in so einem Workshop Kontext, das kann für manche Leute auch richtig cool sein, endlich mal das so schön zu formulieren, weil man sonst nie hinbekommt als Sachbararbeiterin oder wer auch immer dort Content machen muss in so einer Versicherung. Und auf der anderen Seite, jetzt super kritisch finden da auch bei jeder tollen Formulierung irgendein Haar in der Suppe. Und das meinte ja Michi auch zurecht. Es ist ganz oft auch das Setting, in welchem man so was liest.
Vinz: Ja, aber...
Paul: Also wir sind ja jetzt irgendwie beide bereit dafür, das zu lesen. Wir haben die Erwartung da dran. Uns fehlt ja komplett der Kontext, in dem das sonst Leute lesen würden. Und das muss man immer schon mit bedenken. Das ist in so einem Setting fünfmal durchgelesen. Man hat es auch schriftlich vor sich. Man hört es jetzt nicht oder was auch immer. Das macht alles einen Unterschied. Das prägt alles mit. Und...
Vinz: Ja. Ja, ja. Und eigentlich alle in den Interviews was auch unsere Meinung ist, es steht und fällt mit der Zielgruppe. Vielleicht hast du ja auch eine Zielgruppe mit dem Kontext. Vielleicht willst du genau Leute ansprechen, eher auf das kitschige Gedöns stehen. Dann hau rein. Dann hast du halt eine Goldschnörkelschrift, Fels und Feder, und dann passt es wieder. Aber wenn es dann halt
Paul: Und mit dem Kontext. Mhm.
Vinz: mega clean, modern, hip ist, völlig am Ziel vorbeigeschossen.
Paul: Du kannst es ja, also das kannst du ja perfekt als Basis jetzt beispielsweise nutzen, zu sagen wir machen uns extra lustig über klassischen Versicherungssprech und bringen im letzten Satz die Auflösung drunter. Also du kannst es noch kitschiger, noch lyrischer machen, von wegen so leicht wie eine Feder und so standhaft wie ein Stein, versichern wir sie in ihrem Sein. So, gezeichnet Wolfgang Amadeus, keine Ahnung.
Vinz: Genau.
Paul: Klaus und das ist Versicherungsmitarbeiter 48 bei Stein und Feder. Du packst noch so ein Foto von ihm daneben. Etwas cringer Typ, aber trotzdem nett gemacht. So und das macht sich dann halt so bisschen drüber lustig, weißt du?
Vinz: Cringy Typ, aber... Ja genau. Aber ist unser Fels in der Brandung? irgendwie so? Wenn es ihren Schadenfall geht. die Schadensfallbearbeitung geht. Ja eben, ist eine Sache... Da kann es in alle Richtungen gehen. Also es ist wirklich... Ja. Genau.
Paul: Ja, Er macht die Texte als Hobby. ist auch immer Spiel mit den Erwartungen. Das gehört auch jedes Mal mit dazu. hat automatisch, man von der Versicherung liest, hat man eine Erwartung, wie eine Versicherung klingt. Wenn eine Versicherung damit wiederum spielt und die Erwartung bricht, dann hat man es geschafft, Aufmerksamkeit zu bekommen. Ansonsten wird die Erwartung erfüllt und dann ist das, wenn ich was Negatives erwartet habe, negativ und wenn ich was Positives erwartet habe, positiv. So gehe ich daran.
Vinz: Genau.
Paul: Also man liest schon mit. Weiß auch, wenn Apple jetzt kommuniziert und man ist absoluter Apple-Fan, dann sieht man das ziemlich, ziemlich positiv und jemand, Apple hasst, sieht das gleiche Statement ziemlich, ziemlich negativ. So weil die einfach aus zwei unterschiedlichen Ansätzen das Ganze lesen. Und das ist Teil vom Storytelling, sehr klassisches Senden und Empfangen.
Vinz: Genau. Das geht auch in den Punkt 6 ein. Wie erzähle ich die Geschichte, damit man sie nicht vergisst oder sie hängen bleibt? Oder dass sie einfach das gewünschte Ziel erreicht von diesen Emotionen? Welche Stilmittel brauche ich? Rede ich mit Metaphern? Welche Sprache Ist sie einfach? sie geschwollen? Erschaffe ich klare Bilder? Sind es wirklich menschliche Szenen oder ist es eben auch bisschen lustig? Nehmt man sich selber nicht zu ernst? Das sind ganz viele Dinge, wo man dann halt die Würze hinein geben kann, dass man halt so seinen Stil findet mit dem Ganzen. Ich habe zum Beispiel ein so blödes Beispiel, das musste ich einfach aufsteigen, für Fels und Feder, das jetzt auch nicht, das ist ein Kontext, aber mehr ein so Punchline.
Paul: Mmh.
Vinz: Sicherheit darf sich nicht wie Beton anfühlen, sondern wie ein Fundament, dem du tanzen kannst.
Paul: Yes, okay.
Vinz: und kannst du natürlich auch wieder in das klassische Versicherungsgelaber reingehen.
Paul: Ja, aber das ist genau der Punkt. ganz viel vom Kontext abhängig, wen willst du erreichen und da kann ich echt nochmal unsere Positionierungsfolgen auch empfehlen. Deine Zielgruppe, die ist mitunter ziemlich vielfältig, aber je konkreter du eine Person ansprichst, erreichst du auch alle, die dazugehören wollen, die so sein wollen wie die eine Person und deswegen ist es so wichtig, auch ganz viel links und rechts wegzulassen.
Vinz: Mhm. Ja.
Paul: So eine Story, so ein Statement wird niemals alle Menschen gleichermaßen erreichen. Die einen lesen positiv, die anderen negativ, die letzten lesen es gar nicht. Aber wenn das eine Geschichte ist, die eine ganz bestimmte Zielperson sofort lieben wird, dann schreib für diese eine Zielperson. Schreib das, als würde das deine Oma lesen. Und auf einmal feiern das auch alle, die Enkel sind und selber Omas haben, weil die das genau fühlen. Weil da Emotionen wirklich rüberkommen.
Vinz: Genau. Ja.
Paul: Auch damit spielt ja Werbung und Marketing extrem oft und gute Storytelling eben auch. Also Michi hat ja auch zurecht gesagt, er ist eigentlich Werbetexte. Das sind ja alles Geschichten, die irgendwie bleiben sollen, die uns irgendwie ein paar Sekunden länger mit der Aufmerksamkeit halten wollen als alle anderen Geschichten. Und dafür machen all die Punkte, die du vorgestellt hast, absolut Sinn.
Vinz: Aber man muss das Fundament haben. Man spart sich dann viel Arbeit. Genau. Oder doppelte Arbeit. Yes. Punkt 7. Das wäre organisieren. Oder besser gesagt, wie bringe ich die Story in die Welt? Keine Ahnung. Wie wird die Story sichtbar gemacht? Auf einer Webseite, in Texten, in Videos, in Kundengesprächen?
Paul: Mhm. Mhm.
Vinz: In der Bildsprache, was für Bilder ich brauche, im Claims und generell im Verhalten der Leute. Das spielt überall irgendwo zusammen und schwingt auf allen Ebenen mit. Generell auch die Marke an sich. Darum ist die Frage, auf welchem Medium oder in welchem Medium Wie wird dort die Story gezeigt? Wie spielen wir damit?
Paul: habe ich eine Methode, dafür hilft. Und zwar gibt es, und ich überlege gerade, ich es genau mal genannt habe, aber so eine Art Story, Brand Story Framework, dass du sagst, man fängt jetzt nicht an, sich all die Schritte zu überlegen, nur ⁓ einen einzigen LinkedIn Beitrag zu schreiben, sondern du definierst all die Punkte, kennst deine Zielpersonen, wo die aktiv sind und stellst fest, das sind vielleicht auch unterschiedliche.
Vinz: Ja.
Paul: Und dann kannst du dir für die einzelnen Aspekte jeweils Aufhänger machen. fast wie so eine Tabelle, 1x1-Tabelle, wo du genau weißt, für die Zielperson ist es der Ort, das Setting, die Sprache und der Stil und was auch immer. Also definierst wirklich alle Punkte und für die andere Zielperson ist es anders definiert. Alles ist aber unter diesem großen Stil zusammengefasst. Und dann kann ich mir je nachdem, was gerade passiert oder kommt, einzelnen Elemente auch rauspicken und kann sagen, nehme ich mische jetzt mal zwei Elemente oder ich nehme jetzt hier die drei Elemente raus, die ich mir vorbereitet habe. Sprich, das muss nicht, du musst nicht dich so rigoros kürzen, dass es alles in eine Story reinpasst, sondern Storytelling hat ja auch damit zu tun. Schaffst du es jetzt ein halbes Jahr LinkedIn-Content zu füllen, schaffst du es alle Webseite-Texte ansprechend zu schreiben und so weiter. Das alles ist ja auch Storytelling. Also ich Ich auch Michis Projekte, der schreibt auch Website-Texte. und muss da eben mehr als die Startseite schreiben. Da gehört mehr dazu. Auch das braucht alles, genau die Grundlagen, die wir gemeinsam gerade besprochen haben, die du so gut vorbereitet hast.
Vinz: Hm. Ja,
Paul: Und das ist ja wiederum dann ein Dokument, das noch als Anmerkung, auf das du immer wieder zugreifen kannst. Deswegen nutze ich das selber auch ab und an, je nach Projekt in meiner Arbeit, zu sagen, das ist ein Teil des Ergebnisses, damit Kunden, Kundinnen damit arbeiten können, damit die das, Framework nehmen können. Das ist wirklich wie so ein Puzzlesystem oder so ein Bausteinsystem, wo du das neu zusammensetzen und verwerten kannst, je nach Anlass, wo du eben genau weißt.
Vinz: Nein. Hm.
Paul: Das ist relevant, das muss ich nehmen und dafür kann ich die restlichen 80 Prozent weglassen, weil ich mich auf die 20 Prozent konzentrieren kann, die wirklich wichtig sind in diesem einen Moment.
Vinz: Das Schöne ist, wie auch hier mit diesem Werkzeug, aber auch generell, wenn man am Markengrundlage gearbeitet hat, dass es ein Werkzeug man auf die Zeit weiterentwickeln kann. Wenn man es dann nutzt. Denn fertig ist so etwas nie. Auch hier im Storytelling-Ansatz. Es ändert sich immer etwas. Auch schon das Zielpublikum oder generell das Weltgeschehen.
Paul: Mhm.
Vinz: wo man auch darauf eingehen kann und die Bedürfnisse der Leute wieder abholen sollte, mit seiner Dienstleistung, was auch immer. Fertig ist so etwas nie, aber soll sich organisch weiterentwickeln, wie das Unternehmen selber auch.
Paul: ja und was da auch immer hilft sind guidelines also ich muss gerade an ein buch denken hier kräftbar art corporate language, das Praxisbuch. Da sind auch Beispiele also hier steht vorne drauf, warum Marken in der digitalen Welt eine stärkere Stimme brauchen, wie Sprache zum Branding Tool für Mittelstand und große Unternehmen wird. Und da sind einfach zwölf Erfolgs-Cases mit drin und wertvolle Tipps. Und es geht eben genau darum, diese, Sprache erstmal zu definieren. Und das ist nun wirklich die Grundlage dafür, Stories zu finden.
Vinz: Mhm.
Paul: will das nur zeigen, denn je nach Unternehmensgröße ist das natürlich auch relevant, wenn jetzt nicht nur eine nette Person wie Michi Stories macht, sondern da mehrere Leute involviert sind in der Art, wie nutzen wir als Brand unsere Sprache? Und da können wir fast eine eigene Folge nochmal dazu machen. Da müssen wir das definieren als Basis für Storytelling. Und dann sind das die größeren Baukästen, Bausätze, aus denen man dann auswählen kann.
Vinz: Mh. Ja, auf jeden Das wäre es eigentlich von mir. Ich noch einen doofen Schlusssatz geschrieben, wenn ich den noch erzählen soll. Ja, hau rein!
Paul: dann habe ich aber noch was davor. Also ich denke denke gerade noch an die die Kopfstand Methode von Michi. So und ich erzähle das auch dann kann man nämlich die spontane Masterclass voll machen, dann haben wir wieder die berühmt berüchtigten 50 Minuten voll im Aber ich finde wir haben jetzt, du hast es super vorbereitet mit den einzelnen Schritten an die man sich halten kann überhaupt irgendwie starten zu können. Und Michi hat einen sehr einfachen Weg im Interview erzählt, in dem er meinte
Vinz: ja.
Paul: macht einfach einen Kopfstand im Sinne von, textet mal richtig schlecht, macht mal einen LinkedIn-Beitrag richtig schlecht, sodass ihr den selber nicht lesen wollt. Die ersten Zeilen dafür als Huck, als Einstieg. Und dann macht das gleiche nochmal richtig, richtig gut, den Einstieg. Und das hat zur Folge, dass wenn man dann die Leute gefragt hat, liest mal vor, den Einstieg, der euch besser gefällt, dass die Mehrheit der Leute, die ...
Vinz: Mhm.
Paul: die extra schlecht getextete Version genommen hat, einfach weil sie lustiger ist und interessanter und bisschen spannender. Und das ist dieser berühmte Kopfstand, mal Abstand zu nehmen von dem eigenen Denken und von der eigenen Erwartungshaltung und einfach mal so einen Querschuss da rein zu hauen. So und das meine ich mit diesem Locker machen und einfach mal Abstand nehmen. Das ist nicht einfach gemacht. Es braucht auch manchmal ein wichtiges oder viel Vertrauen und Mut und ein gutes Setting dafür. Aber es ist schon
Vinz: Hmm.
Paul: Es ist ein relevanter Ansatz, überhaupt erst mal irgendwas zu Papier zu bringen. Und das ist ja noch als Abschluss für viele eine echte Qual. Also dann hat man jetzt so ein gutes Framework und sitzt am Ende trotzdem vor dem weißen Blatt, hat zwar alles definiert und weiß nicht, wie man jetzt anfangen muss. Und da hilft es manchmal einfach, die Gedanken aufzuschreiben. Einfach mal zu Beginn einfach vielleicht auch ganz bewusst zu sagen, ich beginne jetzt mal extra schlecht. Also ich schreibe das jetzt mal die Geschichte, die ich mit allen Aspekten jetzt definiert habe.
Vinz: Ja.
Paul: extra so auf, dass sie richtig schlecht ist. So, und dann hat man aber immerhin was aufgeschrieben und kann damit arbeiten. Und dann geht's los. Dann wird einfach optimiert. Dann wird's vor allem auch liegen gelassen, nächsten Tag wieder zur Hand genommen und so. Und da gibt's dann noch viel mehr Tipps und Tricks. Und da sind wir echt nicht die Experten man kann so arbeiten und beginnen, Stories zu erzählen. Und den wichtigsten Punkt haben wir ja fast noch vergessen am Schluss. geht natürlich auch immer darum zu gucken, wie kommt so eine Geschichte an. Also man kann das entweder vorhinein testen, dass man das einfach der Zielgruppe, Freunden, Bekannten, wem auch immer vorliest und sagt, ist dein erster Eindruck und erst mal zuschaut, wie reagiert die Person darauf und dann natürlich auch im Umfeld, dass man sieht, wie sind Aufrufraten, was sind Kommentare drunter und so weiter, je nachdem, wo man die Geschichte einsetzt. Das ist eben auch ganz wichtig. Testen, ausprobieren.
Vinz: Hm.
Paul: zuhören, aber auch eine Konsistenz mitbringen, dranbleiben, dass man einen Stil vielleicht gefunden hat, den man fortführt und so weiter. Dann kommt das Ganze gut, weil Storytelling ist wie bei Branding auch ein essenzieller Teil von einer Brand, aber auch eine Wanderung. Also das ist nicht, ich mache mal eine lustige Geschichte und dann ist gut, sondern man braucht schon mehr als eine Geschichte und dann kann Storytelling auch über mehrere Posts und mehrere Beiträge und mehrere Geschichten einen großen Bogen spannen.
Vinz: Ja.
Paul: das noch alle Gedanken, die die so spontan im Kopf rumschwirrten. Aber ich glaube zusammen ergibt es jetzt ein großes Ganzes, oder?
Vinz: Genau, Ich hoffe es. Sonst hinterlässt ihr gerne einen Kommentar, wenn ihr noch Fragen habt. Es ist ein Thema, wie mit allem in diesem Bereich. Markenentwicklung, Branding, Storytelling, was auch immer. Da kann man sich so tief drin verlieren. Da wurden ja schon ganze Bücher darüber geschrieben. Paul hat gerade etwas gezeigt. Da kann man nie fertig darüber reden. Darum werden wir ausvermutlich auch
Paul: Ja, beschwert euch mal.
Vinz: nicht so schnell Themen ausgehen, über wir reden können. Aber wenn ihr spezifische Fragen habt, sei es nur ein Detail, machen wir auch sehr gerne eine Spezialfolge darüber. Es ist unser tägliches Brot, wir sind da gerne drin. Wenn jemand Fragen hat und profitieren kann, wir das gerne. Dafür gibt es das hier.
Paul: sehr gerne. Ansonsten hinterlasst ein bisschen Liebe, schenkt uns mal eine Bewertung, das hilft uns extrem auf entweder Spotify oder Apple. Da hilft das, dass wir ein bisschen bekannter werden und dass noch mehr Leute über Storytelling lernen, aber teilt das genauso gerne die Folge für alle, wo ihr das Gefühl habt, die könnten Storytelling gebrauchen. Ansonsten bin ich jetzt gespannt auf deinen Schlusssatz. Hoffentlich lyrisch mit mit Stein und Feder.
Vinz: Yes. ⁓ ich den noch... Muss ich den noch wiedergeben? Ja, er ist nicht so, den habe ich noch vorher schnell gemacht. Aber eben... Wenn selbst der Versicherung zur Gänsehaut-Story werden kann, dann hat eigentlich niemand mehr eine Ausrede dazu, eine solche Geheimnisse zu haben. Weil Storytelling ist kein Luxus, es ist eigentlich das Herz einer modernen Marke.
Paul: Haha. Okay.
Vinz: Menschen vergessen in der Regel, was du verkaufst, aber nie, wie deine Story sie fühlen lässt.
Paul: ja, das sind die guten Geschichten, bleiben und die wenigsten kommen von Marken, die meisten kommen irgendwie von aus dem näheren Umfeld oder von Erlebnissen. Aber wir brauchen schon alle Geschichten als Menschen. Das trägt uns und Marken können da, also haben da einfach riesen Potenzial da aufzuspringen und mitzumachen. Deswegen nutzt das.
Vinz: Ja, die meisten haben einfach ein riesiges Potenzial.
Paul: Nutzen, Margemachen, Storys erzählen und ansonsten kommentieren, liken, folgen für mehr und sich das Weihnachtsgeschenk von uns sichern. Tragt euch auf die Liste ein, wir freuen uns.
Vinz: Bis bald.
Paul: Danke dir fürs Thema. Ciao Wins.
Vinz: Ciao.
Paul: Merci fürs Zuhören. Hinterlasst gerne eure Gedanken als Kommentare, teilt die Folge, liked das Ganze und folgt rein für mehr tolle Inhalte rund ums Thema Marke. Viel Spaß beim Marke machen und bis bald. Ciao.
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