Ohne Storytelling keine Marke — die ganze Wahrheit (mit Michael Otto)
Shownotes
Geschichten sind das, was Menschen verbindet. Doch die meisten Marken schaffen genau das nicht.
In diesem Interview sprechen Paul & Vinz mit Michael Otto über die Kunst des Storytellings – und warum es ohne echte Geschichten keine starke Marke geben kann. Es geht um Mut, Persönlichkeit, Haltung und die Fähigkeit, Menschen emotional abzuholen statt sie mit Marketing-Blabla zu langweilen.
Es geht darum:
- wie Storytelling Marken mit Bedeutung auflädt
- warum Authentizität der einzige Weg ist, Vertrauen aufzubauen
- wie du persönliche Erlebnisse in starke Geschichten verwandelst
- warum viele Unternehmen Angst davor haben, echt zu sein
- welche Rolle KI im Storytelling spielt – und wo sie versagt
- weshalb Feedback Gold wert ist, aber nur wenn du es zulässt
- wie du Content machst, der nicht wie Werbung wirkt
- warum die Zukunft des Marketings von Autodidakten kommt
Diese Folge ist kein theoretischer Talk – sie ist ein Weckruf, endlich Geschichten zu erzählen, die Menschen wirklich fühlen.
Die wichtigsten Takeaways:
- Storytelling ist Branding – nichts anderes.
- Emotionalität schlägt Werbesprache. Immer.
- Trau dich, persönlich zu werden.
- Mut ist die wichtigste Ressource im Marketing.
- Echtheit lässt sich nicht faken.
- Storytelling startet bei dir – nicht bei deiner Zielgruppe.
- KI kann unterstützen, aber nicht fühlen.
- Es gibt keine Verbindung ohne Verletzlichkeit.
👉 Hör rein und lerne, wie du mit deiner Geschichte begeisterst – nicht belehrst.
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Michael Otto (aka der Typ mit der Ananas) ist selbstständiger Werbetexter (auf dem Papier, denn eigentlich ist er ein Super-Storyteller) für Marken.
Auf LinkedIn kennt man ihn und dort könnt ihr ihn erreichen: linkedin.com/in/werbetexter-michael-otto/
Michaels Website: super-storytelling.de Michaels Instagram: instagram.com/textendertexter/
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Transkript anzeigen
Paul: Wins, willkommen zurück bei Mach mal Marke. Wir haben mal wieder ein Interview vorbereitet mit einem mega entspannten, super lässigen, gut aussehenden einem super Storyteller. Und damit sind wir direkt schon beim Thema. Denn Storytelling ist ein Thema bei uns, schon mal in ein paar Folgen zu Gast als Thema. Und ist, glaube ich, für das nächste Jahr und gerade so in Zeiten von langen Gedankenstrichen und KI das Thema schlechthin, womit sich Marken, Brands, KMU, alle möglichen Leute auseinandersetzen sollten. Denn wir beide haben schon mal in unserer jahrelangen Erfahrung mitbekommen, dass das eine hohe Kunst ist. Und wenn man die beherrscht, kann man sich eigentlich alles andere schenken. Abgesehen von handwerklichen Fähigkeiten, das hatten wir gerade im Vorgespräch, das ist ein anderes Thema, anderer Podcast.
Vinz: Viel Bullshit.
Paul: Aber nichtsdestotrotz bin ich mehr als glücklich, dass wir den berühmt berichtigten Michael Otto bei uns haben dürfen. Live und in Farbe.
Michael: dem berüchtigten, deutschlandweit gesuchten und zur Fahndung ausgeschriebenen Michael Otto. freut mich sehr hier zu sein. Hallo Wins, hallo Paul.
Paul: Die Freude ist ganz unsererseits, dass ihr länderübergreifende Freundschaft bewahrend ausspielen könnt. Ja, das ist ja so bisschen der Michi, ich übergebe mal oder leite mal einen mit so einer ganz Frage. Wie und warum Storytelling? War das so ein Kindheitswunsch von dir? Hast du schon damals Lego spielend gedacht, ja, ich kann gut mit Geschichten oder?
Vinz: Hallo Michi!
Michael: Willkommen im Zukunft!
Paul: Konzert ist einfach gut, aber später kam dann der Begriff Storytelling dazu.
Vinz: Willkommen zu «Mach mal Branding ohne mit und unserem Special Guest Michael
Michael: ist eine schöne Frage. meine Fantasie die war schon immer extravagant, schon als kleiner Junge. Also ich konnte schon gut Geschichten erzählen. Heute würde man sagen, das waren Geschichten aus dem Paulaner Garten. Meine Eltern haben bestimmt noch ein paar mehr drauf als ich, aber ich erinnere mich an Stories wie
Vinz: Mhm.
Michael: Ich weiß nicht, wir waren am See, am Rombachsee, das ist See in Bayern. Und ich hab behauptet, ich wär vom einen Ufer ans andere geschwommen, ich sechs. So und wieder zurück und mit einer Selbstverständlichkeit, die normal war und wahrscheinlich auch sehr zum Ärgernis meiner Eltern. Das Geschichten erzählen... ist so ein Teil von mir geblieben. habe lang Geschichten aus dem Paulaner Garten erzählt und irgendwann habe ich sie auch aufgeschrieben. Dann habe ich angefangen, Kurzgeschichten zu schreiben für mich selbst. war ich noch relativ jung und habe sogar zu den Anfängen, also da DSL quasi gerade so seinen Durchbruch erlebt hat und ISDN langsam aber sicher niemand mehr kannte, hatte ich sogar einen Blog, den niemand kannte, nur ich. Und da hatte ich eigentlich, da habe ich es entdeckt für mich, Texten, dass es mir einfach Spaß macht. Wenn wir das heute lesen, dann lachen wir uns alle schlapp, aber nicht, weil es so witzig ist, sondern weil es so unangenehm ist wahrscheinlich. Aber es hat einfach Spaß gemacht. Irgendwann habe ich es verloren und dann wiedergefunden. Und es ist vielleicht eine langweilige Antwort, aber es ist so das, was ich am besten kann. Damit will ich nicht sagen, dass ich es gut kann, aber es ist das, was ich am besten kann. Und wenn man irgendwann rausfindet, was das ist.
Vinz: ...
Michael: dann verfolgt man das ja irgendwie automatisch. Und dann macht es auch Spaß. Also wenn man Reaktionen erlebt, Feedbacks bekommt, das ist schon etwas, wovon man zehrt, was einem Kraft gibt. dann das wie so das Holz fürs Feuer zum Anschüren, dieses Feedback. dann bleibt man irgendwann dabei. Das ist eine sehr, sehr nüchterne Antwort. Es macht mir einfach Spaß. Und wenn es Leuten gefällt, dann gefällt es mir noch mehr.
Vinz: Mh.
Paul: Aber ist das nicht auch noch so ein entscheidender Punkt, dass du es einfach für Leute machst? Also wahrscheinlich auch zum Brötchen backen und einkaufen Miete zahlen und so weiter. Weil du hättest ja auch sagen können, ich werde direkt Autor von Kurzgeschichten. Und hast das ja nun nicht gemacht.
Michael: Ja, na klar, ist definitiv, also es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich es nur für mich selber mache, dass ich am Ende Texte schreibe, Geschichten schreibe oder was auch immer. Ich bin ja kein Autor, also für die, die mich jetzt zum ersten Mal heute kennenlernen. Erst mal Entschuldigung, es tut mir sehr leid, ich versuche es so angenehm wie möglich zu machen für euch. Und ich bin Werbetexte auf dem Papier.
Vinz: Haha.
Michael: Und Storytelling ist halt in der Werbebranche ein wichtiges Element. Deswegen sind wir drei heute hier. Und dazu gehört natürlich auch, dass man Geschichten in eine Textform für Unternehmen verpackt für Marken. Aber es geht ja nicht darum, jetzt Bücher für die zu schreiben. Da geht es ja was anderes. Wenn ich das nur für mich machen würde, würde ich es nicht machen. Es ist ein angenehmer Zufall, dass es mir Spaß macht und ich damit auch noch Geld verdienen kann.
Vinz: Hm.
Paul: und Menschen hilfst. Ich glaube, der Aspekt darf nicht zu kurz kommen, weil du verkaufst ja jetzt keine Funnel-Optimierung von irgendwelchen Funneln, die niemand braucht und du quatschst auch nicht als Coach irgendwelche Selbsthilfe Kurse jemandem auf und so weiter oder sagst, ich schreibe dir ein Buch, was du nicht brauchst, aber ich kann gut verkaufen. Das ist ja alles nicht der Fall. Also du löst ja gerade heutzutage ein Problem, dass viele Marken gar nicht in Worte fassen können, was sie eigentlich machen oder wer sie sind.
Michael: Ja, definitiv.
Vinz: Ahem.
Paul: Deswegen würde ich sofort sagen, du bist doch kein Werbetexte. Also du schreibst ja jetzt nicht lustige Einzeile oder machst irgendwelche lustigen Wortspiele. Wahrscheinlich auch, aber nicht nur. Und da kommt ja dann sofort Storytelling ins Spiel. Auch wenn das gerade so ein Trendbegriff ist, oder würdest du sagen, nee, das hat für dich eine andere Bedeutung?
Michael: Ja, definitiv. Storytelling, man denkt vielleicht als außenstehende Person, ich glaube das muss man so ein bisschen aufdröseln. Die deutsche Übersetzung, 1 zu 1 Übersetzung ist ja Geschichten erzählen und es ist, wenn ich jetzt ein Unternehmen bin, genau, und wenn ich ein Unternehmen bin und dann sagt mir irgendjemand aus dem Marketing Team, wir brauchen mehr Storytelling, dann denkt so ein
Vinz: Mhm.
Paul: Das ist in Deutschland aber allein Unterhalte.
Michael: Manager, der gar nichts mit am Hut hat oder eine Managerin mit Storytelling, die denken dann an einen Werbespot womöglich oder so. Aber es ist so viel mehr. Also eine Headline kann ja auch schon Storytelling es gibt so eine, die kürzeste und traurigste Geschichte, Kinderschuhe zu verkaufen, nie getragen. Da kann man viel hinein interpretieren. wenn ich sage traurige Geschichte, dann ist es eher der Aspekt, warum verkauft man Kinderschuhe, die nie getragen sind? Welche Tragik verbirgt sich da? Was für ein Schicksal verbirgt sich hinter dieser kurzen Zeile? Das ist ja auch schon eine Geschichte und eine sehr emotionale und das lässt sich übertragen auf die Businesswelt. Also man muss nicht einem Produkt oder einer Dienstleistung einen Blogtext. beimessen, das in eine Geschichte zu verpacken. Dann geht es eigentlich im weitesten Sinne darum, Bilder in den Köpfen von Menschen auszudenken und die Geschichten, die sich dann formen in den Köpfen, die können höchst individuell sein. Da kann jeder was eigenes mit assoziieren. Eigentlich ist es genau
Paul: bist du schon ein Geschichtenerzähler für jemanden. Also du hast einfach die Fantasie und Kreativität und schwimmst, tust du als würdest du von einem Ufer zum anderen schwimmen, aber die Geschichten erzählst du ja auf Basis von jemanden anderen. Bist du der denkende Kopf im Hintergrund.
Michael: schon. So kann man das... Ja, stimmt. Das ist ein guter Punkt, Das, was ich tue, also das Texten, das ist so das Endprodukt. Und eigentlich ist es zu wenig. Deswegen lautet meine Webseite jetzt auch nicht supertexting.de, sondern halt superstorytelling.de. Was auch übrigens strategisch betrachtet eine spannende Entscheidung war, weil ich natürlich als Texte... Mit Texte kannst du in der Regel als Autonomalverbraucher noch eher was anfangen als mit Storyteller. Aber es war trotzdem halt irgendwie eine strategische Entscheidung, weil das Texten allein wird dem eigentlich nicht gerecht, was ich anbieten möchte. Es ist schon dieses Ideen kreieren. Der Text ist in meinem Fall nur mein handwerkliches Endergebnis, in dem ich liefere. Aber das Ideen bilden und das kreativ sein die Ecke denken und so ist eigentlich das, was wirklich passiert. Also was ich eigentlich wirklich verkaufe, sag ich jetzt mal so ganz flon.
Vinz: es gerade spannend, du hast meine erste Frage schon beantwortet. Was ist Storytelling für dich persönlich? was kann das im besten Fall bewirken? Oder im schlechtesten Fall für ein Unternehmen?
Michael: Was war die denn? Ja, also ich fand die Frage schön formuliert von dir. Du hast gesagt, für dich, was ist Storytelling für dich? Weil es ist mit Sicherheit für jeden was anderes. Und du wirst lachen, ich kenne die offizielle Definition von Storytelling auch gar nicht. Könnte ich dir gar nicht runterbeeten jetzt.
Vinz: Und und...
Paul: die gibt es aber von branding auch nicht und ich glaube das ist eben problem von dem ganzen kreativbereich was ist denn jetzt dieses wenn du designer bist oder designerin das behaupten leute von sich die aus dem produktbereich kommen leute digitale produkte entwickeln leute die halt irgendwas mit bildnerischer gestaltung machen und so weiter also die ganzen begriffe sind ja eh so offen und die werden halt manchmal durchs durf gejagt trendmäßig und dann ist es ja eher die kunst zu sagen ich mache immer noch
Michael: Mhm.
Vinz: Hm.
Michael: Mhm. Mhm. Mhm. Ja.
Paul: Storytelling, auch wenn das Ding langsam kein Trend mehr ist, weil alles komplett übergeschwappt ist in Personal Branding. Und ich weiß gar nicht, was du so als aktuell größte Trendsau bezeichnen würdest, die gerade geschlachtet wird von allen Seiten.
Michael: Mhm. Auf LinkedIn mit Sicherheit Personal Ja, schon irgendwie. Ja, ja, definitely. Also ich die Macht des Storytelling, die wurde mir eigentlich erst viel, viel zu spät bewusst. Noch rechtzeitig, aber eigentlich viel zu spät. Rückblickend betrachtet habe ich das erste Mal, aber das wusste ich damals natürlich noch nicht und mein Vater wusste es auch nicht.
Paul: Also doch. Das machen ja erstaunlich viele auf LinkedIn, oder?
Vinz: Mhm.
Michael: Als Pokémon rauskam in Deutschland, da war ich in der Grundschule. lasst mich 7 gewesen sein oder 8, ich weiß es nicht mehr ganz genau. Aber die ersten 150 Pokémon für alle hier, die was damit anfangen können, die waren relativ früh veröffentlicht. Man wusste, wer diese kleinen Fabelwesen in der Welt sind und wie die heißen. waren 150 Stück und die konnte ich... In der Woche, wahrscheinlich. Lass es zwei gewesen sein, dann war das viel. Und mein Vater, der mit mir Lateinvokabeln lernen musste, später in der fünften Klasse, in der weiterfühenden Schule, er sich halt über mich aufgeregt, weil ich es nicht geschafft habe, elf Lateinvokabeln auswendig zu lernen, aber halt innerhalb dieser zwei Wochen die 150 Vokabeln einwandfrei beherrscht habe. Und das ist ja auch, damals wusste ich ja nicht und er auch nicht, womit hängt das zusammen. Sicherlich natürlich auch in der Intensität des Konsums vom Pokémon, aber hauptsächlich deswegen, wir die, in dem Fall diese Fabelwesen, diese Pokémon, emotional an etwas knüpfen. Wir verbinden die mit etwas und dadurch entsteht für uns etwas, das gar keinen Lerneffekt mehr darstellt. Das ist pure Unterhaltung.
Vinz: Mhm.
Michael: Und wir nehmen das, was da passiert, diese Fachbegriffe. Das sind ja im Prinzip auch nichts anderes als Vokabeln. Genauso abstrakt wie ein lateinisches Verb. Aber wir speichern die unterbewusst sofort ab, weil wir sie in eine Geschichte packen. Und jeder von uns hat doch auch schon mal in einer Talentshow oder so diese Menschen, schaffen, sich ultra viel zu merken. Kennt ihr die? Und wenn die erzählen, wie sie sich das gemerkt haben,
Vinz: Hm.
Paul: Mhm.
Michael: dann bauen die sich ein Haus im Kopf und packen die Sachen, die sie sich merken müssen, irgendwo in eine Ecke und dann kommst du rein und dann komm ich links rein und links steht dann der Schraubenschlüssel und dann keine Ahnung. Die bauen sich auch nur eine Geschichte in ihrem Kopf. Die haben aber halt extremes Talent dafür. Und das mit dem Pokémon, natürlich in einer viel kleineren Dimension, aber ähnlich. Und genau so ist es. Und später war es noch unbewusst und erstmals bewusst war es in meinem Studium. Ich habe BWL studiert, was super, super schwierig ist, falls es niemand von euch kennt. Betriebswirtschaftslehre schaffen nur die wenigsten. 90 % Durchfallquote. Genau, ich gehöre zu den 10%, die es geschafft haben. Und dort hat... Also es war halt BWL, genau. wusste, mein Schnitt war viel zu schlecht und BWL fand ich dann doch ganz interessant. Schwerpunkt Marketing habe ich es gemacht.
Paul: aber alle, weil sie Geld verdienen wollen. Respekt!
Michael: war tatsächlich jetzt mal ein Klischee, alle Klischees beiseite. Ich fand das Studium echt cool. Und in Personalführung hieß das Fach oder Modul, man. Da hatte ich den Dr. Knicker. Knicker, Entschuldigung, Dr. Knicker. Der war mal ein hohes Tier bei BMW. Das wäre also der, den würde ich gerne umarmen. Das war echt ein cooler Typ. Der war schon in seinen besten Jahren, also pensioniert quasi irgendwie.
Paul: Falls er das hört, liebe Grüße.
Michael: BMW raus und dann noch mal so als Prof an der TH Nürnberg rein. Und der hat was gemacht und ich wusste damals noch gar nicht wirklich, warum das eigentlich so geil ist, obwohl es so offensichtlich war. Der hat seine Vorlesung komplett anders gehalten als alle anderen Professorinnen und Professoren. Was der gemacht hat, war, der hat zu jedem Thema, jede Stunde, jede Vorlesung eine Geschichte erzählt. Und wir saßen da drin, wir wussten immer schon von vornherein, die Stunde heute wird wieder geil, weil der irgendwie aus dem Nährkästchen plaudert, eine eigene echte, reale Erfahrung teilt. Ob das irgendwie mit seinen, Story, die 20 Jahre alt ist, als sein Sohn das erste Mal von einer durchzächten Nacht heim kam, 5 Uhr morgens und sich heulend mit ihnen an den Küchentisch sitzt, weil seine erste große Liebe ihm einen Korb gegeben hat oder, oder er hat das geschafft, diese Geschichten zu verknüpfen.
Vinz: Mhm.
Michael: mit dem was er uns in der Stunde beibringen wollte. Und für dieses Fach musste niemand von uns lernen, weil wir waren nur im Unterricht und wir haben alles kapiert. Hier und da mal einen Fachbegriff nochmal nachschlagen, klar, ne? Aber das war geil. Und da hat es eigentlich das erste Mal Klick bei mir gemacht, wie... Was das für eine Power hat, man eine Geschichte erzählt. Weil wir hatten den krassen Kontrast zu allen anderen Fächern. To be fair, Instochastik, Analysis und so. Da eine Geschichte zu erzählen, wenn du an der Tafel was vorregst, ist natürlich schwer, ja, aber...
Paul: Aber da hilft immer noch, du allein Unterhalter bist. Einfach von der Ausstrahlung her, von der Aura, glaube ich. Aber das ist ja eigentlich auch die hohe Kunst, das zu übersetzen für sich im Kopf. Also ich glaube, diese Geschichten, das ist ja das älteste Kulturgut, was wir haben, was man auch nicht gut aufzeigen kann, weil die halt mündlich überleifert wurden, bevor dann die ersten Bilder irgendwann gemalt wurden. Und echt spannend, was man da jetzt rausfindet anhand der wenigen Überleibsel, die es noch gibt. Aber ich glaube, diese Macht der Geschichten
Michael: Das war schon cool. Mhm.
Paul: Mit denen wären wir groß, ohne die wären wir auch keine Gesellschaft und würden als Menschen nicht überleben können und so weiter und so fort.
Michael: Und wir machen's
Paul: Also ich meine, das ist ja immer noch kein Unterrichtsfach zu sagen, eine Unterrichtsstunde, das ist also Deutsch in allen Ähren, da lernen wir immer noch andere Dinge, die auch wichtig sind. Aber es gibt ja jetzt keinen Fach Geschichten erzählen. Dabei ist es so die Kunst, man, alle, Leute die einen wirklich durchs Leben tragen kann, kann man doch fast schon sagen, oder?
Michael: Mhm. Ich glaube auch, wer gut Geschichten erzählen kann, der wird wahrscheinlich immer in irgendeiner Form ein Publikum haben. Und mit Publikum meine ich im weitesten Sinn, das kann sein Auftragsanfragen, kann sein Menschen, die sich für einen interessieren im Bewerbungskontext oder, Weil wenn du eine Geschichte über dich selber gut erzählen kannst, machst du dich auch interessant. Und was viele Menschen unterschätzen ist, wir sind alle Storyteller. Wenn wir hier heute auflegen und zu unseren Liebsten gehen oder wenn wir uns mit einem Freund, einer Freundin treffen oder oder oder und jemand fragt, wie geht es dir und du sagst heute nicht so gut und dann sagt sie oder er, warum, dann fängst du an, der Geschichte zu erzählen und du machst dir ja gar keine Gedanken darüber. Was ist da dein Hook? Wie steigst du ein? Was ist die Hyperbe? Was ist die Conclusio? Gibt es nochmal einen?
Vinz: Hmhm.
Michael: irgendwie machen wir das intuitiv. Die einen vielleicht ein bisschen besser als die anderen, weil sie schaffen, einen Spannungsbogen anders aufzubauen. Aber im Prinzip tun wir es alle. Und ich vor drei Wochen einen Workshop gehabt, ich wirklich lachen, weil ich an den Moment im Workshop denken musste. Da hat einer der Teilnehmer Felsenfest behauptet, er kann nicht texten, er kann keine Geschichten erzählen, kann schon gar nicht texten. Und heute habe ich was gelesen. hat einen Beitrag auf Social Media geteilt. dem Fall war es LinkedIn. Das ist so cool erzählt und ich musste dem sofort schreiben, habe gemeint, du, Depp, stehst im Workshop und versuchst alle davon zu überzeugen, dass es einfach nicht geht. Und haust da heute so eine Granatengeschichte raus, die ich echt sehr gerne von Anfang bis Ende gelesen habe. Ich glaube, die Menschen gehen zu hart mit sich ins Gericht. Und bei Unternehmen, wenn wir das mal auf die Businesswelt übertragen, da habe ich mal einen coolen Spruch gehört. Ja, ja, vielleicht. Ja, das kann es sein. Und ein anderes Problem ist, und das habe ich vom Juri Kaifens, einem begnaderten Texte-Kollegen von mir, er wiederum hat es von einem Mentor mal gehört, aber dieses Bildnis ist sau geil. Das habe ich direkt übernommen, als ich es zum ersten Mal gehört habe. Wenn du selber in der Flasche sitzt,
Vinz: Zu viel Stock im Arsch.
Michael: kannst du das Etikett nicht lesen. als Unternehmen, dann übertragen bedeutet das so viel als Unternehmen, wenn du ständig mit deinem eigenen Produkt, deiner Dienstleistung zu tun hast, bist du in dieser Flasche drin, du bist so sehr in diesem Thema drin, dass du innen drin sitzt, aber du siehst von außen gar nicht mehr, was dich ausmacht, was für Inhaltsstoffe du hast. Und da hilft es dann, Blick von außen eben zu holen. Ich weiß nicht, ob ihr Michael Matthias kennt, ehemaliger Creative Director von Jung von Matt. Ich glaube, seit 15 Jahren selbstständig und nicht mehr bei Jung von Matt, aber Jung von Matt kennen wir ja hat mal... Der ist schon eine Geschichte für sich. Der hat mal erzählt, er war bei den Öffentlich-Rechtlichen, die ganzen Talkshow-Ladies von Maischberger und haste nicht gesehen, Riverboat und keine Ahnung, wer da alles mit am Tisch sitzt. Die haben ihn geholt.
Paul: Das ist auch schon eine Geschichte für sich als Markenname.
Michael: weil zu der Zeit gerade so Streaming-Dienste geboomt haben und die haben halt gemerkt, das Abendprogramm zündet nicht mehr so, die haben nicht mehr so viele Einschaltquoten. Und die mussten die Frage klären, das war eine der Einstiegsfragen. Warum gucken uns die Leute eigentlich? Oder was bringt sie dazu, einzuschalten? Er hat ihnen diese Frage gestellt, es waren wohl acht Ladies oder so mit ihm in dem Raum. Und es hat acht Stunden gedauert, eine Antwort darauf zu finden, warum die Leute Talkshows gucken. Mich interessiert immer, was würdet ihr intuitiv sagen? Warum gucken die Leute Talkshows?
Paul: Wegen der Geschichten.
Michael: Geschichten, okay. Vince, was würdest du sagen? Im weitesten Sinn klar Geschichte, aber man muss tiefer einsteigen.
Vinz: Hm... Ja, Ich schaue das nicht, darum ist es schwierig, mich hier zu versetzen.
Michael: auch nicht. Aber wenn man es hört macht es klick. Versuch trotzdem mal.
Vinz: Jaja, keine Ahnung, weil man sich bereisen lässt.
Michael: Noch Man würde ja meinen, dass die Menschen, diese Talkshows führen, die wissen sie wüssten
Vinz: ich könnte es mir noch sagen, ist auch so ein bisschen wie wenn man sich ausbeschalen lässt. Dass es einfacher die Geschichten von anderen zu hören, als mit sich selber zu beschäftigen.
Michael: Mh! noch tiefer, aber im weitesten Sinne ja. Es ist Drama. Die Leute lieben Drama. Und in Talkshows weißt du ganz genau, dass die Leute die Gäste so auswählen, dass es an irgendeinem Punkt, es wird eine Reibung geben. Die werden sich streiten, vielleicht anschreien, beschimpfen. Und da warten die Leute drauf. Die lieben Drama. Aber acht Stunden hat es gebraucht und diese ganzen vielen klugen Köpfe, da drauf zu kommen.
Vinz: Nativer. Ja, Drama, Mhm.
Michael: Und das meine ich mit, wer in der Flasche sitzt, kann das Etikett nicht lesen. Genau deswegen holen sich Unternehmen Storytelling ins...
Vinz: Mhm.
Paul: Und das Lustige ist ja... Du hast uns das gerade als Geschichte erzählt. Meinst du, du hättest ja auch einfach sagen können, so aus dem Marketing spreche, das ist so eine Formel, die ist so aufgebaut, das Verhältnis zwischen Marke, Unternehmen und Zielgruppe auf der anderen Seite. Und das, was du machst, ist einfach eine Geschichte erzählen, nicht mal von dir, sondern von einer Person, die du dir gemerkt hast.
Michael: Mh. ... wäre auch cool, wenn ich das irgendwann mal Das wäre eigentlich auch eine geile Challenge.
Paul: Ja, aber das ist ja genau der Punkt. alle, die bis hierher zugehört haben, lieben ja auch einfach gerade die Geschichten von dir mitzubekommen. So und mir wird bewusst, was das wieder für eine Power hat, die völlig unterbewusst passiert. Weil wir wissen ja auch noch alle aus Studien oder Schulzeiten oder wo auch immer man irgendwas lernen muss auf der einen Seite und wo, du gerade von einem Studium Beispiel meintest, Lernen Spaß macht, weil man einfach Leuten gern zuhört.
Michael: Hahaha Ja. Ja, ja. Ja.
Paul: wenn die wirklich was spannendes erzählen. Und dabei bei dem spannenden Erzählen geht es ja nicht mehr darum, dass du immer Mehrwert rausnimmst. Also sonst würden wir auch keine Comedy Shows gucken. Was hat das für ein Mehrwert? Das erzählt ja nicht mal realistisch, wie das Leben abläuft, sondern eher wie es lustig ablaufen könnte Aber es ist ja wirklich Unterhaltung
Michael: Stimmt. Deswegen sagen wir auch, Die beste Werbung ist die, die sich nicht wie Werbung Reddit, kennt ihr bestimmt?
Paul: dieses Internet.
Michael: Und Reddit ist deswegen so geil. hab mal mit einem Kunden, war mein einziger Kunde, mit dem ich das gemacht hab, aber es war geil. Wir haben da einen Testballon gemacht für Ads. Und die Reddit-Community, das war die Herausforderung, die ist knallhart. Die sind sehr, sehr, die judgen und die fassen dich nicht mit Samthandschuhen an. Wenn du da einen Fehler machst, Cringe bist. Aber nicht auf die schlaue Art, auf die smarte Art, sondern cringe, cringe. Dann kriegst das zu spüren in den Kommentaren. Und wir haben eine Werbung gemacht und wir wussten, die muss... Das war für den SAP-Dienstleister, by the way, wenn es interessiert. Also es war auch noch leicht nerdy so, aber wir dürften halt jetzt auch nicht zu werblich werden und zu SAP-mäßig. Wir mussten es schaffen und das haben wir dann in Form eines Memes gemacht, Werbung zu machen.
Vinz: Mh.
Michael: die sich so anfühlt, wie organischer Content, wie wenn du durch den Feed scrollst und jemand hat einfach was geteilt. Und das ist uns tatsächlich gelungen. Und das war richtig geil. da hat diese App voll Fahrt aufgenommen. Niemanden hat sich mehr angefühlt wie eine Werbung. Die Ziel dieser Werbung war übrigens, Developer, SAP-Entwickler und Entwicklerinnen zu akquirieren oder zu begeistern für das Unternehmen. Und das ist mit dem Posting tatsächlich gelungen, obwohl es kein klassisches Wir-suchen-dich-Posting war, sondern auch nur in Form eines Memes. Es war ein kleines Cartoon, das man aus anderen Kontexten von 9Gag und Co. schon kannte, aber dann einfach übertragen auf das Unternehmen. Es war im Prinzip auch nur eine Geschichte und das hat ziemlich viele Bewerbungen an Land gespielt damals. Das hat auch sehr Spaß gemacht.
Paul: Ich muss jetzt auch gerade an klassisches Influencer-Marketing denken, weil letztlich Influencer heutzutage liebevoll Content-Creator genannt sind ja auch bloß Geschichten-Erzähler. Und du nutzt dir die Kraft, dass diese einzelnen Personen viele Menschen erreichen mit ihren Geschichten, die sie erzählen. Und je besser du im Verhältnis stehst als Marke zu diesen Menschen, desto einfacher können die auch deine Geschichte weiter erzählen. Also weniger aus dem Wir geben dir vor, welche Geschichte du erzählst, sondern wir machen dir eine schöne Geschichte auf.
Michael: stimmt.
Paul: über uns, müssen die ja auch erstmal aus der Flasche heraus erzählen können. Also brauchen wir eigentlich Hilfe in Form von Menschen wie dich, Michi. Und haben dadurch dann die Möglichkeit, dass andere Leute über uns eine Geschichte erzählen. Und je näher die Leute an dem Publikum dran sind, desto eher werden ja auch die Geschichten geglaubt. Also es ist nochmal was anderes, ob ich jetzt meiner Frau was über Storytelling erzähle oder ob du das machst. Du bist in der Hinsicht näher dran am Thema Storytelling und ich bin näher dran an meiner Frau und beides kann.
Michael: Mh.
Paul: sowohl als auch Vor- Nachteile wahrscheinlich haben. ich überlege gerade so ⁓ Denken, als, also es ist ja am Anfang, wenn du das machst für Marken und Unternehmen, die sich erst mal selber rausfinden müssen, sind es ja wahrscheinlich auch mehrere Schritte, oder? Du hast auf der einen Seite, bist du fast wie so eine Art Therapeut. Erst mal so bisschen und gedankliche Freiheit wieder reinzubekommen in das Ganze. Wer sind wir eigentlich und was wollen wir da draußen erzählen? Und dann so ein kleines Planspiel zu überlegen, wer ist denn jetzt wirklich nah dran an dieser Zielgruppe, die ihr erreichen wollt? Und wie müssen wir denn überhaupt erzählen, damit die Leute das abholt? Weil du hättest ja auch, ⁓ beim Reddit Beispiel zu bleiben, komplett falsch abbiegen können.
Michael: Was ich allerdings nicht kann, und da bin ich der Falsche, und da bist du zum Beispiel Paul, genau der Richtige. Ich helfe den Leuten nicht dabei, rauszufinden, wer sie sind. Das kann ich gar nicht.
Paul: Das müssen Sie schon können. Also Leute, alle die bisher gehört haben, fragt Vince und mich, wir helfen oder hört einfach die anderen Folgen an.
Michael: Das müssen die haben im Prinzip. sozusagen. Das kann ich nicht. Also was die ausmacht, wofür die stehen.
Paul: Aber würdest du sagen, ist so die Basis, ⁓ überhaupt was erzählen zu können?
Michael: Ja, definitiv, definitiv. Wenn du nicht weißt, du bist, was dich ausmacht, warum, was auch gegen dich spricht, was ja klingt negativ, aber das ist eigentlich nur positiv, weil es ja für diese Sogwirkung am Ende sorgt. Also das Ziel muss am Ende sein, dass uns Leute nicht mögen, dass es Leute gibt, die uns nicht gut finden. Das muss das Ziel sein, weil im Umkehrschluss wird es dann Leute geben, die uns mögen. Aber dieses irgendwo zwischendrin rumschwimmen, das funktioniert halt nicht und
Vinz: Hm.
Michael: Das rauszufinden. Warum mögen uns Leute und warum nicht? Ich will nur die Kreativarbeit am Ende übertragen aus der Basis. Das ist das, was mir Spaß macht und was ich kann. Das andere könnte ich gar nicht, was ihr da macht. Was hilft euch dabei?
Vinz: Hm.
Paul: Aber hast du das...
Vinz: Aber
Paul: das rauszufinden mit den Ich glaube, du könntest das auch.
Michael: Ja, was braucht's da? Warum kann ich das nicht? Warum könnt ihr das?
Vinz: Verste... Verste... Verständnis. Ja. Es ist eigentlich gar nicht so schwierig. Es geht ja auch noch darum, sich einzulassen auf das Gegenebe und das Gegenebe wirklich verstehen zu Und es ist eigentlich bei uns nichts anderes als bei dir. Eigentlich sind wir nur Strategen und unser End-Output ist dann halt mehr auf die eine Seite ein strategisches... Dokument mit irgendwelchen Definitionen über Hinz und Kunst. Auf der anderen Seite aber auch ein optisches Endergebnis in Form von einem Corporate Design zum Beispiel. natürlich Paul und ich machen auch hin und da mal Text. Mit so einem Ausmass wie du, sind jetzt auch nicht Vollprofis. Aber das ist ja eigentlich auch das Schöne an der kreativen Arbeit. Eigentlich sind wir auch alle Strategen, aber anstatt irgendein so ein... hergewichste Powerpoint am Schluss haben, die keine Sau abholt und interessiert, können wir halt mit Optik, aber auch mit Geschichten in deinem Fall, mit guten Geschichten, die Emotionen wecken, können wir das Ganze einfach visualisieren und so halt die Leute auch abholen. Oder eigentlich einfach die, den Gap einfach überbrücken. Vom abstrakten Strategischen zum Fassbaren. die man dann auch begreift und spürt.
Paul: ich würde schon sagen, am Anfang sind wir alle Übersetzer als Kreative, weil wir immer zuhören, immer Fragen stellen und dann würde ich mich tatsächlich eher als Therapeuten sehen als anstatt als Strategen, weil wir eigentlich wirklich nur, lösen dieses Flaschenproblem, was du vorhin aufgemacht hast, weil wir stecken ja alle selber irgendwo in den Flaschen und
Vinz: Das ist so. Genau.
Michael: Bei euch sehe ich das total. Also bei euch sehe ich
Vinz: Mhm.
Michael: das mit dem Therapeuten auch, bei mir gar nicht. Ich bin eigentlich eher der Lehrer, sagen muss oder der Arbeitgeber vielleicht sogar, der dann seinen Mitarbeitenden sagen muss, wenn sie was nicht so toll machen in seinen Augen. Die können einen gerne auch vom Gegenteil überzeugen, klar. Aber ich komme ja dazu, damit ich auch die unangenehmen Sachen anspreche. Ihr seid noch einen viel weit einen Schritt vorher da. Also dieses
Paul: Wir machen wirklich Grundlage für alles, ich auch so sehen. Aber hast du für dich das Gefühl, wenn du jetzt sagst, kreativer klingt er schon so oder so, letztlich bringst du die Texte auf den Tisch. Also klar, du hörst den zu, du nimmst die Ausgangssituation und lieferst dann einfach ab. Und dann gibt es wahrscheinlich das klassische Ping-Pong zwischen, holt die Geschichte die Leute darfst du noch mal ran, dürfen sie noch mal an ihrer Einstellung arbeiten oder was auch immer, dann ein gutes Ergebnis zu haben.
Vinz: Hm.
Paul: Oder, und das wäre noch die gehst du fast schon auf die andere Ebene, dass du sagst, alle können irgendwo Geschichten erzählen. Langfristig willst du eher derjenige sein, der Menschen befähigt, Geschichten zu erzählen, Geschichten selber zu erzählen.
Michael: Also am liebsten erzähle ich sie selber. Das macht mir natürlich am meisten Spaß. freue mich natürlich, die Zusammenarbeit mit mir dahingehend schon, wenn mein didaktisches Skilllevel ausreicht, damit es bei den Leuten Klick macht oder ich sie ermutigen kann, das so weiterzuführen. Das ist natürlich toll. Freue ich Das Problem ist, glaube ich, also ich habe ja vorhin gesagt, jeder kann es.
Paul: Ja.
Michael: Und es gibt ja so einen Spruch und der ist ja... Den gibt's nicht umsonst. Der der Prophet auf dem eigenen Berg, der ist nix wert. Und als angestellte Person, und das erlebt man schon häufig, und das kriege ich oft auch unter dem Tisch als Feedback. Also meistens ist ja die Beauftragungskette, dass eine Person in einer Entscheidungsposition, die holt mich ran und dann arbeite ich mit dem Team zusammen. Dann machen wir das und alles toll, cool. Und dann nach der Zusammenarbeit oder vielleicht auch schon nach dem ersten Kick-off-Call oder weiß ich nicht, passiert es, dass ich mich mit den Leuten connecte, mit den einzelnen Mitarbeitern, auf LinkedIn beispielsweise oder Instagram oder E-Mail, egal. Und dann kriege ich immer mal wieder so Feedback, so weißt du was, das Witzige ist mich hier, ich sag so was. Das, was wir jetzt hier vorhaben, das haben wir im weitesten Sinne oder vielleicht auch genauso alles schon gesagt, dass wir das brauchen.
Vinz: Wow.
Michael: Und das ist echt schade, wenn die Leute dann halt nicht auf ihr Team hören. Und erst dann erst click macht, wenn man jemanden dafür noch mal extra Geld in die Hand drückt. Ist schon komisch. Ärgerlich auch. Und ich war selber auch in der Position schon als Angestellter. Und das meinte ich normalerweise können das die Leute. Oder sie haben jemanden im Team, weiß, wie es Und da fehlt dann das Vertrauen. Oder die...
Paul: das ist doch aktuell eher so ein Fluch, dass wir einfach ein Überangebot an Wissen haben. haben lauter Menschen, die einem irgendeine Fähigkeit noch erklären wollen und beibringen wollen. Und das führt ja am Ende dazu, dass man selber denkt, ich kann es noch nicht. Also führt er selbst bei mir dazu, dass ich das Gefühl habe, dieses Branding, ich habe zwar mit Vince einen Podcast darüber und mache das seit Jahren, aber ich kann es nicht, wenn ich anderen Leuten die Branding mache, zuhören, die mir gerade irgendeinen Kurs verkaufen wollen.
Michael: Ja. Hm. Ja, dieses Vergleichen ist natürlich der Tod der eigenen Zufriedenheit und auch da beginnt wahrscheinlich der Imposter. Das ist natürlich nochmal ein anderes Paar Schuhe. Also in meinen Augen das andere ist dieses... Ich hab's grad gesagt, also dieses Vertrauen, einfach fehlt. Vielleicht mal in einen selber. Und auch Mut. Mut ist auch wichtiger Punkt. ich hab vorhin gesagt, wir müssen schaffen, dass uns eine gewisse Zielgruppe nicht mag oder uns nicht in Erwägung zieht. Und davor haben ja viele Unternehmen schon eine Zielgruppe Was aber ja nur fair ist, weil wir wollen ja gar jeden erreichen, außer wir verkaufen.
Vinz: Ja.
Michael: Wasser oder Brot oder keine Ahnung. Aber selbst dann macht es ja Sinn, irgendwie bei einer gewissen Zielgruppe top of mind zu sein, weil du dann für die alternativlos bist und halt nicht irgendein die Regal greifen. Aber es ist ein anderes Thema. Die meisten haben Angst, vor sich hin plätschern, diese Zwischenfrequenz, dieses Mittelding aufzugeben, weil sie dann von jemandem nicht gemocht werden. Das ist ja so ein Urinstinkt von uns, dass wir eine Rudelzugehörigkeit, dass wir gemocht werden wollen, bloß nicht jemandem auf die Füße treten, bloß keinen potenziellen Stakeholder abschrecken. Aber genau da müssen wir hin, wenn wir als Marke wahrgenommen werden wollen. Wenn wir das nicht tun und sein wollen wie alle anderen, dann sind wir niemand. Und das trauen sich die wenigsten, das meinte ich mit Mut. Und ein guter Indikator ...
Paul: Aber das sind ja genau die Geschichten, erzählen oder gut ziehen. Also die meisten Geschichten, die uns erzählt, ist persönliches Beziehungsdrama von irgendwelchen Promis. ABCD, welche Kategorie auch immer. Das zieht immer, auch wenn es natürlich aufgebaut wird. Ja, genau Drama. Aber ich meine, das ist eine Geschichte einer Person. Natürlich tangiert die mich eigentlich nicht und ich verfolge die trotzdem. Weißt du, umgekehrt, weil du die ganze Zeit meintest, wir müssen gucken, dass Leute uns nicht mögen. finde das...
Michael: Ja, da sind wir wieder beim Drama, ja? Ja, hat natürlich...
Paul: erstaunen ein bisschen drüber, es so negativ ist, weil man kann auch sagen, wir müssen schauen, dass uns eine Person liebt. Und wenn uns eine Person liebt, werden uns ganz viele andere Personen lieben, die die eine Person sein wollen oder so sein wollen wie die oder die Person halt gerne haben und so weiter.
Michael: Weißt du, was den Leuten hilft, warum ich das gerne mache? Man nennt das auch die Kopfstandmethode, die habt ihr bestimmt auch schon mal gehört. Den Leuten fällt das oft eine Sache ranzugehen, die so offensichtlich ist, wie zum Beispiel, wie schaffe ich es, reich zu werden. Das ist so etwas, ja, es ist oft viel einfacher, wenn wir das Ding einfach umdrehen. Und man Dinge auch ausschließen.
Paul: Wie schafft man das?
Michael: Ich habe gestern einen Workshop gehalten für die Wirtschaftsförderung Karlsruhe war super. Die haben von mir die Aufgabe bekommen. haben uns den Thema Headlines gewidmet und ich habe denen die Aufgabe gegeben. Wir haben vier Themenbereiche uns ausgesucht. Das war nicht aus deren Bereich, wäre ja zu einfach gewesen und da wären sie auch in der Flasche gesessen und könnten das Etikett wieder nicht lesen. Wir haben uns vier komplett losgelöste Themen von der Stadt Karlsruhe ausgesucht. Ich habe denen gesagt, gib mir einen. Lebensmittel aus dem Supermarkt, dann kam der erste Zuruf Nutella, habe ich Nutella an an das Zweitbord geschrieben. Dann habe ich gesagt, gibt mir ein Kleidungsstück, kam Socke, habe ich Socke an das Zweitbord geschrieben. Dann habe ich gesagt, jetzt gebt ihr mir bitte noch ein, das vierte war ein Gegenstand, wenn der auf dem Fußfeld tut es weh, das war dann ein Axt. Was habe ich? Kleidungsstück, Eier und Körperteil war Nase. So, habe ich durchnummeriert, Nutella war die Eins und so weiter.
Vinz: Hm.
Michael: Dann die Gruppe, 20 Leute ungefähr, haben wir auch durchnummeriert, mussten alle drei nachdurchzählen. Ich bin die eins, zwei, drei, vier. Die haben alle ein Thema bekommen. Und dann habe ich gesagt, so, jetzt hat jeder von euch ein Thema. Und jetzt macht ihr mir, Thema war Headlines, Hooklines für LinkedIn, genau zu sein, jetzt macht ihr mir bitte eine schlechte Hookline. Jetzt macht ihr mir eine Hookline, die dafür sorgt, dass die Leute, wenn sie die ersten zwei, drei Zeilen eures LinkedIn-Postings sehen, die wollen danach nicht auf mehr Anzeigen klicken. Das ist ja das Ziel auf LinkedIn, dass die Leute auf mehr Anzeigen klicken und der ganze Beitrag aufklappt. Und dann sieht man, was die Person der Welt mitzuteilen hat. Das ist die Aufgabe, dass das nicht passiert. Was meint ihr? Am Ende übrigens, die hatten auch die Aufgabe, im zweiten Schritt eine gute Headline zu machen zu dem Thema. Am Ende durfte jeder seine Lieblings-Hookline von sich selbst vorlesen. Ohne zu teasern, ob das die gute oder die schlechte.
Vinz: Mh, mh.
Michael: Was meint ihr, was ist passiert? Was meint ihr, was ist... Die Leute haben ihre... haben vorgelesen, wir haben gelacht. Meistens haben wir gelacht. Dann habe ich gesagt, war das jetzt die Schlechte oder die Gute? Und dann kamen in acht von zehn Fällen, sag ich jetzt mal spontan, so hat sich's angefühlt, lagern mich nicht fest, kam, ja das ist die Schlechte. Und ich hab gemeint, so, und wo ist die jetzt schlecht? Warum? Warum? Was ist da passiert? Was glaubt ihr?
Paul: ruf an.
Vinz: Die schlechten waren besser. Die schlechten waren besser. Hm. Man hat einfach einen Fick draufgegeben und einfach gemacht. genau.
Paul: läuft
Michael: genau.
Paul: das.
Michael: Druck raus, kein Rahmen im Kopf, keine Grenzen. Und dann passieren plötzlich wieder geile Dinge. Im Prinzip war das nichts anderes als dieses Kopfstand-Ding. Das ist das, warum ich sage, wie können wir das schaffen, dass uns jemand nicht mag?
Vinz: Mmh.
Michael: Welche Eigenschaften haben wir, dass uns jemand nicht mag?
Vinz: Das ist ja auch. Das ist ja... ja... Was Paul und ich eigentlich auch immer so ein bisschen in Verbindung setzen. Branding ist eigentlich nichts anderes als Persönlichkeitsentwicklung. Einfach im Business-Kontext. Oder einfach Charakter sein. Also wenn du ein guter Brand bist, dann bist einfach du selber. Gib einen Fick darauf, was andere denken. Weil du wirst automatisch... Dann die abholen, die du im realen Leben abholen wirst. dort ist... Ja, haben ja auch schon einige unserer Interview-Gest gesagt. Viele Unternehmen haben einfach immer noch den Stock im Arsch. Die haben immer das Gefühl, wir müssen perfekt sein und clean und... Ja, sonst ist das schwierig zu machen. Aber nein, ist heutzutage nicht mehr so. Vor allem heutzutage. Du darfst einfach echt sein. Einfach mal... ...bisschen lockerer. Du darfst auch als Versicherung locker sein. Du bist halt Versicherung für die jungen Raver oder weiss auch nicht was. Dafür feiern die komplett alle ab. Also weisst du... Ja!
Paul: Aber du, glaube, ist ja der größte Knackpunkt heutzutage. Dann versteht man das sofort, wenn man das jetzt hört und sagt, ja klar, fange ich an, lege ich los. dann bist du aber unsicher und hältst dich wieder fest an irgendwelchen Guidelines und Regelwerken und fünf Schritten zum Ziel und die perfekte LinkedIn-Formel, weil man ja auch erfolgsgetrimmt ist. Also es muss dann auch funktionieren und man will sich auch nicht die Blöße geben und so weiter. Also ich glaube, unterbewusst sind solche Blockaden drin.
Vinz: Ja.
Paul: die es da fast unmöglich machen zu sagen, jetzt gebe ich den Fick drauf und mach einfach. Sondern ich orientiere mich dann doch wieder an Formeln, funktionieren und irgendwelchen, wir sind ja immer so eine Art Sicherheitsgarantien, die ganz viele aus der Kreativbranche oder Coaches beraten, uns da an die Hand geben.
Michael: Ich glaube...
Vinz: Hm.
Michael: glaube, wenn Unternehmen anfangen würden, mal ein oder zwei Personen im Team den Lied zu überlassen und die Entscheidungsfreiheit auch mal Dinge dann so umzusetzen, wie sie glauben, dass es gut wäre für das Unternehmen, ich glaube, dann wäre es auch geil. In vielen Unternehmen ist das Problem, dass die Iterationen so viele verschiedene Stufen durchlaufen, vom Topmanagement bis hin zum Azubi, dass viele Köche verderben den Brei, dass da gar nichts Gutes mehr bei rumkommen kann. Und es gibt gerade noch eine Anekdote, die erzähle ich gerne, auch wieder gehört in, auch Michael Matthias, wir hatten ihn gerade, Creative Director ehemalig, jung von Matt, der bringt Leuten bei, wie man geile Headlines formuliert. Und der hat eine coole Story in einem Podcast mal geteilt. Und zwar zu Corona-Zeiten war das. eine Teilnehmerin und da waren sich alle einig damals, die hat die coolste Line des Tages gezimmert. Die lautete sinngemäß, und zaubern sie ihren Kunden ein Lächeln unter die Maske. Und alle haben sofort impulsartig positiv reagiert und gesagt, das ist die beste Line des Tages, die ist echt cool. Die setzt etwas, was für gewohnt ist in den neuen Kontext und klasse. Pattern Interrupt, sagen wir Marketing, musst du halt einfach mal durchbrechen. Lächeln ins Gesicht zaubern, Lächeln unter die Maske zaubern. Cool. So einfach und so gut. So und dann ging es los und dann ist was passiert und das ist dieses, was ich meinte, einmal mal zwei Leuten vertrauen und machen und nicht irgendwie 100 Leute in die Feedback-Schleife reinziehen. Die Leute in dem Workshop, die waren ja auch dazu angehalten Feedback zu geben. Michael Matthias hat sie um Feedback gegeben. Wie findet ihr die? Und dann bist du auserkoren, darfst du challengeen. darfst das Haar in der Suppe suchen und findest vielleicht sogar eins, selbst wenn keins da ist. Und das ist etwas, was in der freien Wildnis bei Branding, so Markenwahrnehmung, das findet nicht statt. Wenn du an einem Plakat vorbeileust, entscheiden wir in Millisekunden, ob wir das gut finden oder nicht die Line, die wir da lesen. Aber in diesem Workshop haben die Leute diese Line von der Lady auseinandernehmen dürfen und haben das dann getan. Und dann haben die plötzlich Sachen gefunden.
Vinz: Mh.
Michael: Da hätte man in zig Millionen Jahren vielleicht mal drauf kommen können. Also einer hat gesagt, geht das nicht so in eine Schwurbler-Richtung? Kritik an Regierung, Maskenpflicht und ... Mein Gott, ja, wenn man sich da zehn Stunden lang über alle möglichen Eventualitäten einen Gedanken macht, man vielleicht als Endkonsument auch dann mal auf den Trichter. Aber das ist ja dann nicht deine Zielgruppe. Und das meinte ich.
Paul: es gar nicht gibt.
Michael: nicht eingefallen müssen, etwas, das schaffen viele nicht. Und dieses Zerdenken findet sowieso nicht statt. Und dieses Zerdenken aus dem Revisionsprozess rauszunehmen, das geht eigentlich nur, wenn du mal Vertrauen schenkst und ein bisschen Mut dann noch mitbeifügst.
Vinz: Mhm. Ich habe gerade eine Anschlussfrage. Das war ein interessanter Punkt. Genau das Missinterpretieren oder ... ... anfangen zu schwurbeln, was wir in Zeiten nennen? Hass und Hetze erleben. Ich bin politisch wirklich der Schweizer. Ich bin der Meinung, egal welche Partei
Michael: Hm.
Vinz: Mittlerweile spinnen alle irgendwo durch. Meine persönliche Meinung. Aber wie ist das bei dir in deiner Arbeit konkret, vor allem als Texte? Hat sich das in den letzten Jahren gewandelt? Dass genau so Punkte vermehrt auftauchen, von wegen du, du. Bringst du ein Konzept, z.B. von ein Headlines, und dann fängt man wirklich gezielt an, die auseinanderzupicken?
Michael: Mhm.
Vinz: Genau wegen des Zeugs. Das könnte man missinterpretieren. Oder man steht an dieser Gruppierung auf der Schlips. Ich finde das oder auch Sachen wie, keine Ahnung, generell der Sprachenwandel, wo es auch X-Tausend-Meinungen gibt, recht kritisch. Weil man ... Weiss doch auch nicht. Man verkompliziert so eine Sache wie z.B. das Texten so extrem. und schafft sich Probleme, bei denen eigentlich gar keine da sind. Dann hast du eine coole Headline, alle finden es cool, aber irgendein Idiot kommt immer und hat etwas dagegen.
Michael: Ja, also ich würde dann nochmal unterscheiden, ich würde niemanden diffamieren mit meiner Arbeit. Das ist mir ganz wichtig. Und das andere ist, dieses Zerflücken gab es in meiner bescheidenen Laufbahn als Texta schon von Anfang an. Und das gab es auch schon eben, als ich noch in der Flasche saß und angestellt habe und da noch viel mehr. Also ich verpeute. Und deswegen macht mir die Selbstständigkeit so viel mehr Spaß als das Angestellten-Dasein.
Vinz: Mhm. Mhm. Okay.
Michael: Ich bin nicht mehr der Prophet auf dem eigenen Berg. bin der, von außen kommt und dem die Mitarbeitenden und die Entscheider plötzlich glauben. Sehr zum Ärgern ist dann der Teammitglieder oft, die sich dann vor den Kopf gestoßen fühlen, verarscht fühlen, frustrieren dann auch, verständlicherweise. Aber ja, klar, bei mir wird auch was auseinandergenommen und in Frage gestellt. Aber ich habe den großen Vorteil, ich kann auch verargumentieren und ich bin ja auch dazu angehalten, denen
Vinz: Mmh. Trau und Aue. Hm.
Michael: diesem Mut zu raten und zu sagen, hey geht auch mal den Schritt. Auch wenn einer, der bisher vielleicht bei euch gekauft hat, danach nicht mehr kauft. Aber vergesst den. Fokussiert euch auch auf die, die dann erst mal kaufen und künftig dafür kaufen. Weil ihr jetzt jemand seid. Weil ihr jetzt, du hast es gesagt, der Charakter der Unternehmen. Genau das ist es. Weil sie plötzlich wissen wer ihr seid, wofür ihr steht.
Vinz: Mhm.
Paul: Aber die Leute kaufen ja auch bei dir mittlerweile, weil du ein Name bist. Also gerade wenn man dich von LinkedIn kennt, du hast eine ordentliche Follower-Schaft dort. Du bist auch gefühlt seit Stunde Null schon dort aktiv, bringst gerade wieder Spaß rein. Wenn man deine Beiträge sieht, liest man die gerne bis zu Ende. Ich zumindest habe auch immer das Gefühl, das schwimmt so bisschen gegen den Strom und nimmt die Sache auch nicht zu ernst, was auch einfach sehr, sehr entspannt ist dafür, dass es 90 Prozent der Leute, da aktiv sind von dem einen Prozent, die auf der Plattform überhaupt sind.
Michael: Mh. Mh! Danke.
Paul: das sehr, sehr ernst und verbissen nehmen. ich glaube, immer wenn es drauf ankommt, also sprich, der Beitrag muss jetzt wirklich was verkaufen, dann wird es immer cringe und komisch und eigentlich nicht gut. Und bei dir ist es einfach locker und lässig und von außen betrachtet und so von dem, was ich von dir kenne, habe ich schon das Gefühl, die Leute kommen ja auf dich zu, weil sie dich haben wollen. Also die kommen ja nicht auf dich zu, weil sie Texte primär brauchen, wahrscheinlich schon, sondern schon, weil du ihnen irgendein Problem lösen sollst. Mit deiner Art, mit den Worten, die du findest.
Michael: Mhm. Stimmt? Hm. Ja. Da habe ich natürlich als Einzelperson einen großen Vorteil, weil ich mit diese Abstraktion im Unternehmen ist ja schon was Abstraktes. Kann man nicht richtig greifen. Es hat einen Namen, dann hat man ein Headquarter, vielleicht noch im Kopf ein Logo. Im besten Fall jemanden, der für diese Marke steht. Es gibt viele Love Brands, da kennen wir die Gesichter zu den Marken. Da steht und fällt dann auch oft mal eine Marke mit diesem Gesicht.
Vinz: Mhm.
Michael: gut sein kann schlecht sein für die marke meistens schlecht wenn es fällt gut wenn es steht und kann halt dann auch eine abkürzung sein stell dir vor du bist schon jemand irgendwie in der influencer szene du hast es vorhin über influencer gehabt und storytelling und dann kreiert da jemanden produkt hat das produkt natürlich einen enormen vertrauensvorschuss schon durch durch diesen menschen Und dadurch, dass ich in Anführungsstrichen nur Text verkaufe, ist auch die Hemmschwelle zur Anfrage relativ gering. Wenn ich jetzt Laserdruckmaschinen oder so verkaufen würde, wäre es Unternehmen haben da schon auf jeden Fall als Marke mit einem Team und so, die haben die größere Herausforderung. Es gibt so einen absolut platten Spruch. Ich will ihn eigentlich fast nicht sagen, weil ich ihn so zum Kotzen finde. Aber Menschen folgen Menschen.
Paul: Jetzt musst du ihn sagen.
Michael: Das ist eine furchtbare Floske. Ich ekele mich gerade vor mir selber. Ja, das mache ich. Aber der Kern stimmt. Es gibt einen Grund, warum der Algorithmus auf LinkedIn, wenn du jetzt auf LinkedIn gehst und du guckst dir deinen Feed an, du wirst an erster Stelle nie eine Ad sehen. Nie. Und auch nie einen Unternehmensbeitrag. Sondern einen Beitrag von einer Privatperson.
Paul: Texte mal was besseres da drum.
Vinz: Hahaha
Michael: Und das ist ja nur deswegen, das ist ja das Henne-Ei-Prinzip. Nee, eigentlich nicht. In dem Fall ist es ganz einfach. Der Algorithmus hat erkannt, dass wir Menschen halt einfach keine Werbung mögen und wir sofort uns verpissen, wir das Gefühl haben, soll hier auf Biegen und Brechen was verkauft werden. Der Algorithmus will, dass die Leute sich wohlfühlen und das geht, wenn sie das Gefühl haben, da reden Menschen mit denen.
Vinz: Hm.
Michael: Deswegen folgen die Leute wahrscheinlich auch ihrem Lieblingsautor, ihrer Lieblingsautorin als der Kreativagentur, die diesen Menschen vertritt oder halt lieber dem Handballspieler oder dem Fußballspieler oder dem Basketballspieler als dem Verein, für den diese Menschen spielen.
Vinz: Hm.
Michael: Und für uns als Dienstleister ist das natürlich toll. Wir sind nicht nur unsere Marke, wir sind gleichzeitig das Gesicht dazu. Mietige Hemmschwelle zum Kennenlernen und dadurch können wir uns als Mensch sehr alternativlos machen. Dann haben die Menschen fast schon gekauft, noch ehe sie von uns das Angebot erhalten haben. Weil die Dienstleistung, das ist im Prinzip das, was du gesagt hast, Paul, zweitrangig wird plötzlich. Man ist vielleicht gar nicht mehr der Beste auf dem Markt, muss man dann auch nicht sein, weil die Sympathien so matchen.
Vinz: Mhm.
Michael: dass die Menschen mit dir unbedingt wollen. Und das ist natürlich ein großer Vorteil. diese Menschlichkeit reinzubringen in eine Marke, ist die Kunst, das ist die Aufgabe. Und das ist für viele, die denken, das darf gar nicht sein. Bloß keine Ecken und Kanten, bloß keine Haltung. Wir sind ja ein Unternehmen und wir müssen ja allen gefallen. Jeder Stakeholder, jeder potenzielle Investor, der schon mit an Bord ist. Wenn wir da einmal auf die Füße treten, geht die Welt unter. Und diese ganzen vertanen Chancen, die werden außer Acht gelassen dadurch.
Paul: Aber das finde ich...
Vinz: Mhm.
Paul: Jetzt überlege ich aber gerade, wenn wir bei dem Punkt LinkedIn bleiben und diesen Geschichten, ich sehe da auch oft Content, der handwerklich jetzt nicht perfekt geschrieben ist, wo aber die Geschichte dahinter extrem stark ist und die Interaktionen und so weiter geben dem ganzen Recht. Das befolgt jetzt nicht die Regeln von wegen so viele Absätze, so lange Sätze, die Art und Weise, sondern es ist wirklich, das ist Story pur auf eine Art. Und was mich jetzt
Michael: Felle Christus!
Paul: dir als Profi interessieren würde, wie ist denn so das Verhältnis? Weil ich meine, du stehst da tief im Saft drin, du kennst natürlich auch, wie du vorhin schon gesagt hast, mit der Handstandmethode, du kennst so die Wege hin, wie man eine Geschichte macht, du kennst wahrscheinlich auch, gibt ja von Pipdex diese Storyteller-Karten und so weiter, mit den Techniken drauf, das zu erzwingen, also sprich mit den Techniken, mit dem Handwerk. Wir haben das alle hier, ich habe auch die komplette Reihe hier.
Michael: Hab ich auch? Jaja, geiles Ding, Hast du es auch da? Stark, die Archetypen sogar. Hammer.
Paul: Das also spricht mit dem Handwerk kannst du sehr lernen auf der einen Seite und ohne die Themen kannst du es aber wahrscheinlich nie anwenden. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass das Thema dann fast wichtiger ist, die Story Technik, die man kommt oder hinter jedem Thema steckt dann auch versteckt, irgendwann ist Story Technik. Also wie, wie würdest du sagen, ist das Verhältnis auch bei dir? Gibt es da Themen, wo du einfach sagst, so keine Ahnung, kann man nichts machen oder es gibt immer die passende Technik und Thema ist nicht so wichtig?
Michael: Ja. Themen du meinst im Anfragen Kontext oder wie man war auf die andere Sache hätte ich direkt eine Antwort. Better than than perfect.
Paul: Ich glaube, also, na, hau mal direkt mit der Antwort raus und dann machen wir mal weiter, weil Mark ist immer so abstrakt oder die Unternehmen sind ja abstrakt. Also ich glaube, das ist noch mal fast dann die Aufbauantwort darauf.
Michael: Ja. Ja. die die Geschichte zu erzählen oder Emotionen reinzubringen oder wie auch immer wir jetzt Storytelling definieren. Es ist erstmal zu tun, ist immer wichtiger, als es perfekt zu tun. Nach irgendeinem Best Case, nach irgendeiner Formel. Ich versuche auch meine meine Workshops beispielsweise mittlerweile völlig losgelöst von irgendwelchen Frameworks oder so. Ich gebe denen das als Goodie, aber mache das so im Nachgang, PDF oder manchmal auch ausgedruckter Form gerne mal mit. Aber
Vinz: Hm.
Michael: eigentlich will ich, dass die Leute intuitiv schon verstehen, ohne sich darüber Gedanken zu machen, wo sie starten können und warum. Zum Beispiel sich da von diesen Boundaries zu lösen und zu sagen, ich mache jetzt mal eine Hookline, da klickt keiner auf mehr anzeigen. ist so eine, man will eine Technik, aber es ist ja kein Framework. sage denen nicht, starte rein mit der, im AIDA Style, das erste Wort muss die Aufmerksamkeit catchen und so. dann wird es wieder zu verkopft.
Vinz: Mhm.
Michael: Das will ich gar nicht. Das würde ich auch für meine eigene Arbeit gar nicht vielleicht beantwortet, dass die Frage direkt, wie gesagt, ich den zweiten Teil deiner Frage nicht ganz verstanden. Vielleicht magst du nochmal.
Paul: Ich glaube, die große Herausforderung bei Marken ist ja auch, sich selber erst mal zu verstehen. setzen ja Vince und ich an. So ist auch Hauptthema von diesem, von dem Podcast, den wir hier haben, weil wir sagen, Branding ohne Bullshit. Da gibt es extrem viel Bullshit. Das sind die ganzen Skripte und Wege dahin und Methoden und Ansätze und irgendwelche Darstellungen und so weiter. Und das ist gut und schön. Aber im Endeffekt geht es immer nur darum, ein paar grundsätzliche Fragen für sich beantwortet zu haben, einfach zu wissen, wer, wer ist man denn und
Michael: Hm. Hm.
Paul: Was macht man denn für wen da draußen? Und warum? Die große Frage nach dem Warum. Und als Unternehmen ist das manchmal echt abstrakt oder manchmal ganz plump und ganz simpel, aber die Leute kommen selber nicht drauf. Und dann machen wir so die erste Übersetzungsarbeit. Und dann kommt ja ganz schnell die Frage. Jetzt haben wir das rausgefunden. Wir machen halt den Laserdrucker für andere Unternehmen. Und wir haben vielleicht sogar rausgefunden, das erfüllt bei denen nicht nur das Bedürfnis, dass sie dann ein gut gedrucktes Objekt haben, sondern die haben
Michael: Hm.
Paul: können ihre Kunden wiederum begeistern mit einem Objekt, sonst nicht alle haben und so. Also das hat dann schon eine Bedürfnisschufe tiefer gegraben. Vielleicht sind wir da dann als Basis. Und dann kommt die große Frage. Jetzt wollen wir irgendwie Storytelling da draußen machen. Wir haben auf der einen Seite die ganzen Techniken und Methoden. So in welchem Ozean fischen wir, machen wir Handstand oder Rolle rückwärts oder was es auch immer alles gibt. Aber vielleicht fehlen auch einfach die Themen. Und vielleicht liegt es dann wirklich nur daran, zu wissen, ja was soll man denn da draußen erzählen? Das ist ja auch manchmal der große blinde Fleck. Ich habe zwar einen Alltag, haben alle irgendwie 24 Stunden, Pickle packe voll und komme trotzdem nicht drauf, was soll man denn da draußen teilen? Die Methoden hätte ich ja.
Michael: glaube, das ist so einer der Punkte, ist von vielen Menschen das, ja, das ist eigentlich das meist angebrachte Argument, gerade bei LinkedIn-Workshops, ich, die ich mache. Ich gehe jetzt mal von Einzelpersonen aus, bei Unternehmen wird es tatsächlich abstrakt, aber uns hören jetzt hier Menschen zu und deswegen vielleicht einfacher. Die sagen, ich weiß gar nicht, worüber ich reden soll. Und das Ding ist, die Menschen unterschätzen und dann die Unternehmen auch gleichzeitig, die unterschätzen wahnsinnig. Also das Internet ist ja, das hat schon so einen voyeuristischen Charakter, kann man sagen. Also wie so ein Blick so durchs Schlüsselloch. Wir können jemanden zusehen und gucken, was die Person online veranstaltet oder unternehmen. Können uns da, klar heimlich, eine Meinung bilden, uns darüber lustig machen vielleicht sogar oder... Und die kriegen das nie mit. Das machen wir ganz heimlich als stille Mitlesende. Zugucker. Aber das unterschätzen die Leute so, so sehr. Genau diesen, diesen Reiz, der da, der da aufkommt. Wenn ihr, wenn sich jemand mal meinen LinkedIn-Profil anguckt, der, der Mensch wird feststellen, ich habe in fünf Jahren LinkedIn ähm vielleicht zwei, maximal drei Use-Cases geteilt. Und ich hau auch nie ne Call to Action irgendwie an meine LinkedIn-Postings. Ich pitche da nie. In irgendeiner Form. Ich teile nicht mal mein Handwerk. oder so, richtig. Ich mache eigentlich echt Content, wie mir der Sinn steht. Und meistens ist es Geschichten erzählen. Und jetzt kommt der Knackpunkt. Das ist mein Aquisitool. Scheißbegriff. Aber das funktioniert. Die Anfragen kommen, weil die Leute meine Storys lesen, meine Beiträge lesen. Und dann kriegen sie diese Transferleistung von, der bietet ja Text an und, der erzählt was, das resoniert mit mir und ich sympathisiere damit. Die kriegen das hin. Die schaffen das daran zu erkennen, ob man mit jemandem gerne zusammenarbeitet. Da haben wir ja gerade drüber gesprochen, ob die Dienstag ist so lang perfekt, das ist egal. Themen gibt es en masse. Es ist scheißegal. Man kann über alles reden. Wir könnten heute, wenn wir es gewitzt machen, wir könnten hier alle eine Beitragsserie über O-Saft, Orangensaft machen. Und wenn es witzig ist, das wäre mal eine Challenge. Ja, und...
Vinz: Mh. Können wir hier mal eine Challenge machen, Das wäre ...
Michael: Ey, ich hab vor drei Wochen einen LinkedIn Beitrag gepostet, der war absolut inhaltslos. Da stand Test123Heehoo. Was?
Paul: habe kommentiert. ich habe kommentiert und hunderte andere auch.
Michael: Ja, der hatte 100 Kommentare, der Beitrag, und hatte weit mehr Impressionen als meine normalen Beiträge, obwohl er tendenziell schon weniger Interaktionen hatte, also Likes. Aber der hat gut funktioniert, weil ich da ein Muster durchbrochen hab. Wenn ich das jetzt jeden Tag poste, interessiert es keinen Schwein mehr. da konnte man schön sehen an dem Beitrag, das ist ungewöhnlich. Es hat sich sogar eine Person den Beitrag für später abgespeichert. Du kannst ja in den Analytics sehen ...
Vinz: Dann ja, ich seh.
Michael: Wie oft wurde der Beitrag geteilt? Wie viele Impressionen? Und wie viele Menschen haben den abgespeichert? Eine Person hat sich den später abgespeichert, ⁓ nochmal auf Nummer sicher zu gehen und das Learning wahrscheinlich nicht zu vergessen. Das ist kein Thema, aber es ist etwas und etwas Ungewöhnliches. Und heute, und das ist ja der Witz, die Hebel, die du heute umlegen musst, dich interessant zu machen als Unternehmen, die sind eigentlich so klein.
Paul: Mhm.
Michael: Weil ganz viele sich nicht trauen, gewisse Themen zu reden oder persönlich zu sein. zu zeigen oder was auch immer. Du musst gar nicht so viel geben, du musst gar nicht so viel preisgeben, du musst gar nicht so viel Haltung zeigen, gar nicht so viel Witz. Da reicht schon von allem immer ein bisschen, weil eben die meisten das nicht machen, rauszustechen. Das täte gar nicht so weh. Was oder wie seht ihr das?
Paul: Wär dann so deine... Ich würde dir voll zustimmen. Und ich sehe bei dir immer so die Zauberformeln, das alles selber nicht so ernst zu nehmen. wir sagen ja auch immer, ist keine Wissenschaft. Ja.
Michael: Toller Schutzschild, wenn man sich über sich selber witzig macht, es niemanden mehr machen. Danke Vince.
Vinz: Zeigt aber auch Charakter,
Paul: Ja, So, ich also ich mal so ein Kritiker zu spielen. Man könnte auch immer sagen, klar, dort funktionieren deine Beiträge gut. Du erzählst der Stories und bietest Storytelling an. Das ist so wie Leute, die mir LinkedIn erklären, auf LinkedIn und mir LinkedIn Coaching verkaufen. So die machen das auf der Plattform oder auf YouTube sind die besten Videos von den Leuten, die erklären, warum YouTube der beste Kanal ist und wie du den optimal nutzt. So, dann bist du immer auf einer Plattform, Content über die Plattform, weil du es ja auch immer lernen möchtest, sonst wärst ja auch nicht da.
Michael: Hm.
Paul: von den Leuten, die die verkaufen wollen auf der Plattform, über die Plattform, mit der Plattform und so weiter und so fort. Da könnte man ja als Kritiker dann immer sofort sich hinstellen und sagen, ja mich interessiert das schön und gut, aber ich mit meinen Laserdruckern. ich also bei mir kaufen die Leute nicht aus Sympathie, die wollen ja dann auch wieder Fakten haben und die wollen ja dann schon wissen, was kann das Produkt und dann bist du immer bei dem Markenvorbehalt, das bei Unternehmen ja schon als allererstes immer noch zählt. Die wollen irgendein Produkt verkaufen. Und es ist den Leuten scheißegal, ob die Mitarbeiter auf LinkedIn lustige Geschichten erzählen. Das ist ein nice to have, was manchmal noch schön ist. Aber im Endeffekt soll das Produkt mir helfen, ein Problem zu lösen. Und es macht es nicht, dass Michi lustige Geschichten auf LinkedIn teilt.
Michael: Ja. Hm. Ja. Ja, bestes Beispiel ⁓ da vielleicht so ein Dina Reit auf LinkedIn, Geschäftsführerin von SK Laser. Die hat das Unternehmen übernommen, ihr Papa hat es gegründet, junge Unternehmerin. Die wenigsten Menschen auf LinkedIn brauchen Laser, Industrielaser, sehr teuer und sehr nischig. Und die hat eine krasse Reichweite und die Menschen gucken sich ihre Videos an. auch ich, obwohl ich keinen Laserdrucker brauche, weil sie Geschichten erzählt. Und das interessante die hat vor mittlerweile, glaube ich schon vor einigen Monaten, die hat einen Versuch gestartet. Die hat mal ein Video gemacht, dann eben nicht so, wie sie es sonst macht, wo sie eine Geschichte erzählt zu dem Produkt, das sie lasert oder wie auch immer. Die zeigt auch immer so bisschen, was die Laser können, aber es ist halt alles immer sehr nahbar, sehr sympathisch. Die redet mit in die Kamera und Und was es da geht eigentlich ist fast schon beiläufig, weil die Art und Weise, wie sie es macht, sehr sympathisch ist. Und dann hat sie mal einen Versuch gestartet und wie so ein klassisches, so ein Home-Shopping-Kanal, so ein wirklich Produktverkauf. Das hat sie auch angeteasert. Heute Testballon. Ich mache mal hier so einen klassischen Video Sales Letter oder wie auch immer man das nennt. so ein richtiges Vertriebsvideo, wie man es vielleicht auf einer Messe pitchen würde. Das ging erstaunlich gut was die Reichweite angeht, aber exakt Null Bestellung. das fand ich ziemlich spannend. Das hat die im Nachhinein aufgelöst. Ich hab die Leute da mitgenommen in dieser Reise. Und was die über Branding und Storytelling erzählen würde in einer sehr industrielastigen und trockenen Branche, das würde mich mal interessieren, wenn ihr die in einem Podcast kriegt. Das wäre geil. Paul (1:00:12) Mmh. Wir fragen mal an. Weil im Prinzip kannst du so ein Beispiel dann wiederum auf alles anwenden und sagen, es gibt keine Ausreden mehr, das nicht zu machen. Weil wir ja auch durch die Plattform in der Zeit sind, wo man Menschen kaufen von Menschen, wo das einfach noch mehr zutrifft. Weil das ganze Produktlastige haben wir irgendwie durchgespielt auf eine Art. Michael (1:00:33) Hm? Vinz (1:00:36) Aber es Michael (1:00:45) Hm. Vinz (1:00:46) Aber es ist ⁓ Internet. du kennst ja heutzutage, es gibt Leute, kaufen jeden Bullshit. Also es gibt ja auch die ganzen Videokurse. Letztes habe ich ein Ad gesehen. war wie, lern in zehn Tagen, wie du Stillleben malst. Oder so eine Scheisse. Also weisst du, das ja cool, aber interessiert jetzt auch nicht Also du kennst ja wirklich, du findest für alles irgendetwas. Und wenn du das, das bin ich auch voll der Meinung, wenn du das einfach cool, spannend, locker, sympathisch über eine Geschichte erzählst, dann stichst du zu 99 % alle anderen aus. Weil du einfach du bist. Ja, ja genau. Michael (1:01:12) Ja. Ja. Ja. Paul (1:01:30) Ja und du kriegst die Reichweite. Michael (1:01:30) Visuelles Storytelling ist da übrigens bei mir. ich bin jemand, ich bin absolutes Marketingopfer und wenn etwas schön gebrandet ist und das ist ja auch Storytelling, schönes Branding, wir assoziieren ja mit einer Marke, wie eine Marke wirkt auf uns. Ob die Farben für uns lecker aussehen, sind die satt, das weg, das sind uns irgendwie eine Erinnerung, was nerdiges aus der Kindheit oder oder, da passieren ja so viele Dinge, da machen wir uns ja gar keinen Gedanken drüber, warum uns etwas gefällt oder nicht. Aber wenn etwas schön designt ist und ich brauch's aber eigentlich gar nicht wirklich, dann tendier ich schon gern mal dazu, es trotzdem zu kaufen. Und jeder von uns ist schon mal in diese Falle getappt. Paul (1:02:12) Aber ich glaube, es braucht manchmal gar nicht viel. Ich folge beispielsweise auf YouTube einen Dude, einen Brandenburger oder Berliner, der Gebrauchtwagenhandel macht und der filmt dann immer seinen Bildschirm, wie er ein Angebot auseinander nimmt, was ist daran gut, was schlecht ist, wie erstaunlich viele Kilometer das ist. Siehste, aber das ist so der eine Typ, wenn ich jetzt wüsste, ich habe mit Autos null Amut. Wir haben kein Auto, interessiert mich nicht sonderlich, aber ich gucke mir den einfach gerne an, weil das Unterhaltung ist. Vinz (1:02:12) Ja... Nein. Michael (1:02:26) Ich glaube, ich kenne den von Instagram ziemlich sicher. Ja. Paul (1:02:42) Ich gebe dem praktisch Reichweite dafür, dass noch mehr Leute sehen, weil das ist ja auch dieses Geben und Nehmen. Jemand gibt Content raus, viele Leute sehen es, weil es leicht zu konsumieren ist. Und das ist nicht die Zielgruppe. Aber der macht das ja für seine Zielgruppe. Und ich bin nicht mal Teil der Zielgruppe und gucke es trotzdem. Das ist eigentlich das Faszinierende. Und der macht das nicht gut gebrandet. Der hat auch nicht die beste Audioqualität und gar nicht die beste Bildqualität. Aber der hat die lustigste Art, die mich persönlich abholt, weil ich oderhin so dieses Vinz (1:02:42) Ja vor allem Michael (1:02:46) Ja. Stimmt. Geil! Paul (1:03:10) Meine Mutter ist Berlinerin, das triggert in mir was. Michael (1:03:14) Siehste? Genau, da passieren wieder so unterbewusst Sachen. Ich hab mir auch mal ein Video angeguckt, wie jemand eine Kuckucksuhr repariert auf YouTube. Wurde mir zufällig. 200 Views, das Video hatte also kaum Read. Und ich hab mir das, ging fast eine halbe Stunde, ich hab's fast bis zum Schluss geguckt. Hab keine Kuckucksuhr, werd mir eine haben. Aber der hat so schön geredet und das war so beruhigend, ganze Ding. das... Paul (1:03:21) Bis dann, ciao! Hahaha Ja. Michael (1:03:38) Wenn da alles zusammenpasst und ich war dann die richtige Zielgruppe in dem Augenblick, witzigerweise, obwohl ich keine Kuckucksohabe, dann, ja, man unterschätzt, wie eine Art der Präsentation. Paul (1:03:48) Aber ist dann vielleicht so die die Krintersenz, ist es eigentlich alles egal? Hauptsache man macht irgendwas, man teilt das, was einen beschäftigt, weil irgendeinen Kopf da draußen wird es auf jeden Fall erreichen und abholen. Michael (1:03:59) Ja, Vinz (1:04:00) Aber darf ich Michael (1:04:01) klar, also... Vinz (1:04:02) schnell vor der Expertenantwort meine Meinung reinhalten? Das ist etwas, was ich in meinem kurzen Leben gelernt habe. Wir alle sehen uns nach irgendwelchen Zaubertricks und Zauberformeln und probieren das Ganze immer in dieses System, in diese Schublade reinpacken. Ich glaube aber, wenn wir intuitiv so machen würden, wie wir denken, es kommt gut Paul (1:04:06) Hahaha. Michael (1:04:07) Ja bitte. Hm. Vinz (1:04:29) machen wir schon automatisch extrem viel von dem, was so als Standard-Top-Formel verkauft wird. Oder präsentiert wird. Meine 5 Rappen, aber jetzt darf der Michi sagen. Michael (1:04:43) Ich glaube, diese Intuition, ist alles gesagt mit. Das war im Prinzip genau das Beispiel von Michael Matthias aus seinem Workshop. Dass man seiner ersten Intuition gern mal Glauben schenken darf und sie nicht zu sehr zu zedenken. Oft ist es bei mir auch so, selbst wenn ich meine Texte, und das hat dann eher so formale Gründe, wenn ich sie in der Nacht liegen lasse und am nächsten Tag noch mal in meine eigene Revision gehe mit meinen Texten und mal drüber gucke. Vinz (1:04:49) Mhm. Michael (1:05:11) dann mache ich das meistens eher so aus Formalitätsgründen. Vielleicht bin ich irgendwo zu lang gewesen, habe zu viel gesagt, aber so die Grundidee, die erste Grundidee, die ich niedergeschrieben habe, die ist entweder oft schon sehr nah dran oder schon die richtige. Und ich habe ein cooles Beispiel, sogar ein Praxisbeispiel. Ich habe für ein Recruiting-Unternehmen, die Interviewe-Manager vermitteln, sollte ich einen Claim entwickeln und es kam raus. Vorher haben wir die Webseite neu gemacht, neu gebrandet. einen Designer, der die Webseite aufgesetzt hat. Ich habe die Texte gemacht. Und wir hatten den Claim längst. Es war die H1 Headline, die wir konzipiert haben für die Startseite. Wir haben am Ende den Claim gar nicht gebraucht. Das war schon da. Ich mache Headlines auch immer erst zum Schluss, wenn ich Website Texte texte und diese Headline, habe ich ganz zum Schluss draufgepackt auf dieses ganze Textkonstrukt. Das war schon die Quintessenz des Unternehmens und das war der Claim. Wir den Claim entwickelt, ohne es zu checken. Alles andere hätte das eigentlich nur verschlimmbessert, Vinz (1:06:10) Mhm. Paul (1:06:10) da ist man ja wieder in den Regeln drin. Also zu glauben, man braucht das, man muss das noch entwickeln, das muss was anderes sein als die Botschaft, die man sendet oder die H1, die irgendwo steht. Aber die Unternehmen oder die Claims, die uns in Erinnerung bleiben, denen ist es vielleicht auch einfach egal. Also gerade ich glaube, ist so die Superpower von kleinen Unternehmen oder auch Selbstständigen, wie wir das sind, dass wir uns ausprobieren können, dass wir uns auch selber nicht so ernst nehmen müssen. Vinz (1:06:16) Mh. Michael (1:06:18) Mmh. Hm. Mhm. Ja, voll. Paul (1:06:39) dem was wir tun einfach machen können und so weiter wo ja klar in größeren unternehmen diese ganzen sicherheitsnetze sind und man sich einander gefallen muss und so weiter das überhaupt durchzubekommen also die haben die ganzen barrikaden wo man aber auch schon bei den extremen großen brands die ja nun wirklich millionen an marketing budget jährlich ausgeben so was wie adidas und nike und so weiter genau weiß die sind zu groß und zu abstrakt Michael (1:06:49) Hmm... Paul (1:07:06) ⁓ nahbar für uns Endkonsumenten zu sein. Deswegen hauen die eine Subbrand nach der anderen raus, ⁓ für Street Footballer genauso relevant zu sein wie für Basketballerinnen in der U18-Mannschaft, da dann wieder so eine Nähe herzustellen, die wir automatisch haben. Und da gefällt uns ja vor allem das Unperfekte oder die mutige Geschichte von Leuten, die es einfach ausprobieren, die es einfach machen. Von dem Michi, der einfach seine Geschichten teilt. Das fasziniert uns ja auch irgendwie, weil Ich meine, das, du machst, dein Erfolg gibt dir irgendwie recht und du hast die Reichweite dahinter und das ist so bisschen Proof of Concept. Und ich hab ja auch schon, verfolgt dich ja auch schon eine Weile und kenne andere Podcasts mit dir. Und jedes Mal, wenn du da coole LinkedIn Tipps wie das letzte, was ich gehört habe, war mit Victoria Weber. Wenn du die raushaust und so, dann bin ich ja fast dabei, mitzuschreiben und zu denken, ja, das probiere ich jetzt mal aus. Aber da bin ich schon wieder in der Methode drin. Statt einfach zu sagen, ja, ich gehe lieber eine Runde draußen spazieren, mach den Kopf rein. Dann schreibe ich einfach das, was mich beschäftigt und ich Das wird da draußen Menschen erreichen. Mehr als wenn ich es plane. Michael (1:08:07) vielen vielen vielen vielen dank ich vielleicht so zum meine aller aller aller lieblings werbespots aller zeiten storytelling on point und und ja ich habe auch gesagt oder wir haben gesagt die beste werbung ist die die sich nicht werbung anfühlt der dollar shave club dollar wie der dollar der amerikanische dollar dollar shave club dot com die haben vor 13 jahren auf youtube mit einem minimalen Budget, ein lächerlich geringes Budget, eine der besten Werbespots aller Zeiten rausgehauen. Der heißt Our Blades, also unsere Rasierklänge are fucking great. Und der ist absolut low budget gefilmt, aber die Story ist so cool. Und wer jetzt neugierig, darfst du googeln Dollar Shave Club, Our Blades are fucking great. 13 Jahre alt, 28 Millionen Aufrufe angucken, genießen und dann nochmal Gedanken drüber machen. Ob Storytelling geil ist oder nicht, ob wir das brauchen oder nicht. Paul (1:08:59) mal am Schluss noch deine Zukunftsprognose raus, weil böse Zungen behaupten ja immer seitdem es KI gibt, dass es Storytelling oder Texte nicht mehr braucht. also erstens du hast noch einen Job, du verdienst noch Brötchen, vielleicht auch mehr denn je, weil Leute jetzt schon mitbekommen haben, dass KI vielleicht doch nicht so toll ist und dass es auf andere Dinge ankommt. Wo siehst du denn aber so, gerade in dem Kontext, gibt es die nächsten Jahre so eine Zukunft. Michael (1:09:06) Ja... Ja... Vinz (1:09:06) ja. Michael (1:09:13) Ja. also aktuell, was in zehn Jahren ist, I don't know, kann sein, dass, wir wissen es nicht, darüber zu spekulieren möchte ich auch nicht. Was ich aber jetzt merke, das de facto, ich kriege Anfragen, die Leute ... gelangweilt sind von KI. Die haben KI intern angewendet, merken es ist nur so eine Echo-Kammer, das was reingeht kommt raus oder es wird kopiert von anderen und das ist dann im Prinzip der gleiche Effekt, den es schon vor zehn Jahren gab. Als KI kein Thema war, alle haben voneinander abgeschrieben, jetzt schreibt die KI von allen ab oder setzt nur das ⁓ was vielleicht im Vinz (1:09:57) Mh. Michael (1:10:01) wenn jemand sich in Rahmen oder Beschränkung in einem eigenen Kopf setzt und entsprechend die KI auch brief, dann kommt auch nur diese Beschränkung raus. Dann ist es auch kacke. Also du kannst mit Sicherheit auch, wenn du geile Ideen hast, dann kannst du bestimmt auch geile Ideen weiterentwickeln mit einer KI. Aber dann musst du schon in deinem Kopf halt diese Fähigkeit besitzen, groß zu denken. Und das lernst du nicht in einer Echo-Kammer, das lernst du nicht in einer KI. Das zum einen. Genau, auch wenn sie dich bestärkt und für viel Optimismus sorgt, das bringt halt nichts. Vinz (1:10:22) Hm. Paul (1:10:24) Auch wenn ihr dich andauernd bestätigt. Michael (1:10:31) Ein anderes Phänomen ist Stirps aus. Wahrscheinlich werden mehr Autodidakten auf dem Markt sein und es wird nicht mehr diese klassischen Junior-Ausbildungen bei Textlerinnen, Textern und Storytellerinnen geben, weil Das, was jetzt eine KI schon kann, das ist halt schon auf Junior-Niveau mindestens. Und dann wird es für viele keine Gründe mehr geben, Junioren auszubilden. Das zum einen, das heißt, das wird weniger. Dann wird es auch nicht mehr diesen klassischen Senior vielleicht irgendwann mal geben. Ist zu befürchten. und alles Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Wertigkeit und das haben wir jetzt erlebt. Ich weiß, ich habe das mitbekommen, wie Apple das neue Logo abgefilmt hat. Die Logo-Animation in einer sehr aufwendigen Studio-Konstellation haben die ihr Logo, was man locker mit bisschen Rendering und so. Paul (1:11:03) oder schlecht. Vinz (1:11:18) Hm. Paul (1:11:19) direkt mal schauen nachher. Michael (1:11:32) viel weniger Aufwand, Kohle, viel schneller. Aber die haben das in einem Studio gemacht mit mehreren Menschen und mit Lichteffekten aus echten Lampen. Und das haben die natürlich mit einer Kamera begleitet und dann als Content-Piece geteilt. wir haben dafür, es ist einfach eine gewisse Wertigkeit, die da mitschwingt. Das ist auch schon Storytelling, was die da gemacht haben. Für die wir immer eine Faszination haben werden und auch eine Bereitschaft haben werden, dann für so einen Markt Vinz (1:11:55) Hm. Michael (1:12:01) dass da gleichzeitig entsteht, auch mehr zu zahlen. Paul (1:12:05) Das ist ja noch ganz kurz, das ist ja auch aus Kundensicht immer eine Wertigkeit, und eine Sicherheit. Theoretisch, kannst es auch mit KI machen, drüber gucken, ausbessern und abgeben. Letztlich ist mir als Auftraggebende Person egal, wie du das machst. Hauptsache, es kommt so gut raus, dass ich mich da abgeholt fühle davon und ich erkauf mir ja praktisch, indem ich ihr Geld gebe, die Richtigkeit von der Headline und das Echtsein. Michael (1:12:13) Ja. Mh. Ja, komplett. Der Begriff Wertschätzung, wenn wir den mal auseinandernehmen, der besteht aus zwei Wörtern, der Wert und die Schätzung und wir schätzen den Wert. Und wenn ich jetzt zwei Produkte habe und ich weiß, dass eine Produkt ist von vorne bis hinten, da steckt eine KI dahinter. hat sich keine Liebe reingesteckt, keinen Schweiß, keine Tränen, keine Träume, keine Vision. Und das andere Produkt auf der anderen Seite eben schon. Komm, also was finde ich spontan geiler? Wo möchte ich mal, Preis hin oder her, würde ich eher zugreifen? Das muss man sich mal überlegen. ja, wird es Produkte geben. Da wird die Emotionalität keine große Rolle spielen. Da werden wir eine unemotionale, relativ unemotionale, komplett rational ist es nie, aber jetzt mal nur aufs reine Produkt- oder Dienstleistung gezogen, werden wir dahingehend keine emotionale Entscheidung treffen. Aber es wird genug andere Produkte geben und meine eigene Marke, wenn ich meine eigene Marke stärken möchte und den Vince und den Paul beauftragen will, dann will ich, dass der Vince und der Paul das machen und keine KI. Dann will ich selber eine Geschichte erzählen. Dann will ich den Leuten erzählen, wie ist es zu diesem Logo gekommen? Wie ist es zu meiner Positionierung gekommen, zu meinem Sprech? Ich will erzählen, wo stand ich und wie haben die mir und warum geholfen? Und nicht, ich hab mich da an den Generator gesetzt und dann gepromtet und ja, da ist es. Das ist auch ungeil. Aber war günstig. Ja genau, wie geil ist diese Story auf einer Skala von 1 bis 10? Paul (1:13:51) Aber er war schon günstig. und austauschbar. Und das sagt der Vince auch andauernd Bullshit in, Bullshit out. das ist aktuell nur noch das das weiterverarbeiten und weichspülen von dem was es schon gibt. wir würden glaube ich auch immer so sagen, das bleibt relevant. Das Handgemachte. Michael (1:14:00) Limes gegen Null. Vinz (1:14:10) Aber irgendeines, wodurch... Ich habe das Gefühl, meiner Nische ... Die Leute sehnen sich nach Echtheit. Nach Echtum, Kundenkontakt, nach Menschlichkeit vor allem. Und einfach weg von dem generischen Halt. sind schon Leute, die nicht gross Berührungspunkte haben. merken schon, dass es Standard-Bullshit Auch wenn es auf den ersten Blick cool aussieht oder sich gut liest. Michael (1:14:22) Ja. Voll. Vinz (1:14:44) Aber spätestens im zweiten Blick ist es ein generisches Fach. Und das ist ... Michael (1:14:50) Damit ist eigentlich alles gesagt. Komplett richtig. Befüllen wir die, Auch meine Wahrnehmung. Paul (1:14:54) Und meinst du noch so als letzten Tipp, weil den Content und die tollen Sachen von Juri Kaifens kenne ich ja auch und höre auch immer mal in den Podcast rein, ist glaube ich auch so der Meinung, das ist wie ein Grundwerkzeug, was wir alle brauchen, Storytelling. Würdest du das auch so unterschreiben? Also wenn man die Möglichkeit hat, einfach mal anfangen, sich damit auseinanderzusetzen, warum wir Dinge faszinierend finden und andere nicht. Vinz (1:14:56) Mhm. Michael (1:15:18) Genau. Prinzip, ich hab's vorhin ja gesagt, wer gut Geschichten erzählen kann, der wird immer ein Publikum haben. Wenn du es schaffst, dass dir jemand an deinen Lippen klebt, dann kannst du ganz schön viel erreichen. kannst du viele deiner Ziele umsetzen. kannst du es auch schaffen, ... Ey, du hast einen Traum. hast Projekt, willst du umsetzen. Du hast aber keine Kohle. Du brauchst einen Investor. Wie überzeugst du diesen Investor? Wie funktioniert Höhle der Löwen? Die Leute stehen da und erzählen eine Geschichte. Lernen Geschichten erzählen. Vinz (1:15:43) Aber ich glaube, was noch mitschwingt, wo du das noch exponentiell verfeilfachen kannst, wenn du selber an das, was du verkaufst, an wer du bist, wenn du wirklich an das glaubst, wenn du hundertprozentig hinter dem stehst. Weil wenn du das nicht hast, ja, dann sind wir noch einmal ganz am Schluss, ganz am Anfang zurück, Lehrerbeispiel, vom Dozenten. Michael (1:15:50) Ja. Das ist die stärkste Geschichte. Vinz (1:16:11) Das kennt ja jeder. Jeder hatte ein Lieblingsfach. Und meistens genau diese Fächer, die uns die Lehrer Lehrerinnen einfach mit ihrer eigenen Faszination für das Themagebiet abgeholt haben. Eben das Feuer entfacht haben in uns. Oder uns angesteckt haben mit ihrem Feuer. Und das geht es, ich, egal ob es jetzt Texte ist, Branding ist, Design ist. Oder eben die Dienstleistungen oder Produkte. Einfach eine Freude weitergeben. Michael (1:16:14) Ja. 100 % Vinz (1:16:39) eine Faszination weitergeben. dann hast du, wie du gesagt hast, immer Publikum. Heute sowieso. Im Zeitalter des Internets und Social Media. Michael (1:16:40) Hm. Amen. Paul (1:16:50) Und ⁓ zu lernen, also, willst du noch einsteigen, Michi, oder? Michael (1:16:54) Ne, ab jetzt wird's nur schlechter. Da der Vince alles gesagt. Vinz (1:16:56) ⁓ das nehme ich jetzt aber als Kompliment. Paul (1:16:58) Gut, okay. Dann würde ich sagen, als kleine Hausaufgabe... Vinz (1:17:03) Ich muss glaube ich muss glaube auch wirklich mal von LinkedIn Content machen. Paul (1:17:10) Das machst du doch schon für die Auf jeden Fall, ⁓ zu lernen, wollte ich gerade so den charmanten Call to Action machen, folgt unbedingt Michi rein auf LinkedIn mit seinen genial entspannten, nicht ernst zu nehmenden Geschichten, die er da teilt. Also man kann sehr viel lernen, wenn man das mal analysiert und auseinander nimmt und sein eigenes Leseverhalten reflektiert. Und genau das gleiche, folge dir unglaublich gerne auf Instagram durch die Stories. Vinz (1:17:12) Ja. Michael (1:17:12) eben. Paul (1:17:37) Also so random Alltagsgeschichten, die du teilst, auch oft nicht ernst zu nehmen, aber trotzdem sehr unterhaltsam und man bleibt irgendwie dran. Also das finde ich auch immer so faszinierend. Man hört es bis zu Ende, man bleibt dran und man kann dich dadurch sehr gut kennenlernen und baut da schon fast eine Beziehung auf. Mega angenehm. Michael (1:17:54) Danke. Schönes Beispiel. Das ist im Prinzip dieses Workshop Beispiel, was ich gebracht habe mit macht man schlechte Hooks auf Instagram Stories, die sind so beiläufig und so irrelevant, weil sie ja bald wieder weg sind, dass wir uns da keine Gedanken machen. Und das ist echt interessant, was du sagst. Ich gucke auch gern Stories, viel lieber als Reals, als unkonstruiertes und echtes, wenn es eine Echtheit ist, was du auch gesagt hast. Da sehen man sich danach und die Stories, Die bilden das viel mehr ab als dieser Content, den man da reingespült bekommt. Ja, da sehen sich die Leute danach. Ja, das ist genau diese Entlastung, die dann genau dadurch weniger zerkopft. schönes Beispiel. Und Dank für deinen Lob, natürlich. Paul (1:18:25) die Sicherheit, dass es einen Tag später nicht mehr da ist. Das ist ja die Entlastung, die wir haben, während das bei LinkedIn eben anders ist. Ja, also folgt Michi, lest und beauftragt ihn, weil das noch als wirklich allerletztes, es gibt da draußen so unglaublich viele Unternehmen. Und es gibt einen Teil, würde ich mal sagen, die wissen noch gar nicht, was sie eigentlich für eine Power haben mit den Geschichten, die sie haben. Erzählen sie einfach nicht. Ein anderer Teil gibt sich Mühe, macht es aber ziemlich schlecht. So nach Lehrbuch. Und das kommt einfach nicht mehr gut an. Und dann gibt es ein paar sehr wenige ausgewählte Beispiele. Michael (1:18:56) Hm. Hm. Paul (1:19:06) die wir aber wahrscheinlich alle kennen, weil wir sie gerne verfolgen. Und das ist eine Art und Weise, wenn man das eigene Verhalten mal auseinander nimmt, wem folgt man, warum, kann man sehr viel für sich selber mitnehmen, für das Unternehmen, für die Selbstständigkeit, was auch immer man da macht. Aber Geschichten werden, glaube ich, auch noch, bis es uns Menschen nicht mehr gibt, unser Sein ausmachen, oder? machen wir noch ein zweites Armen hinterher. Also folgt Wie darf man dich am besten kontaktieren? Auf LinkedIn anschreiben oder Instagram oder Mail oder anrufen oder... Michael (1:19:37) Genau, mein Management in New York ist gerade im Urlaub, deswegen am besten einfach auf LinkedIn kontaktieren. Michael Otto, der Typ mit der Ananas, ich freue mich. Danke, dass ich hier sein durfte, es war mir eine große Freude. Paul (1:19:45) Sehr gut. Vinz (1:19:49) Danke, now. Paul (1:19:49) Vielen Dank, hat Spaß gemacht. Danke für die ganzen Anekdoten. wir konnten lernen. Du bringst auch Plusgeschichten mit, ⁓ Wissen zu vermitteln. wir sollten das alle viel öfter machen. Danke dir. Vinz (1:19:54) Mhm. Michael (1:20:00) Danke euch. Vinz (1:20:01) Danke vielmal. Paul (1:20:02) und bis bald. Ciao! Michael (1:20:03) bald. Paul (1:20:05) Merci fürs Zuhören. Teilt die Folge gerne mit allen Leuten, Nachhilfe in Hinsicht Storytelling brauchen. Hinterlasst liebe Kommentare oder auch kritische. Folgt rein für mehr tolle Interviews und macht Marke. Viel Spaß und bis bald.
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