Kill Your Darlings im Branding (so holst du das Maximum aus deiner Marke)

Shownotes

🎙 Was dich in dieser Folge erwartet:

Nicht jede Idee gehört in dein Branding.
Weniger ist oft mehr – besonders, wenn es um Markenwirkung geht.

In dieser Folge sprechen Paul & Vinz über das Prinzip »Kill Your Darlings« – und warum es manchmal befreiend ist, sich von liebgewonnenen Ideen zu trennen.

Das kannst du daraus mitnehmen:

  • Klarheit entsteht oft erst, wenn du Überflüssiges streichst.
  • Gute Marken brauchen Mut zur Reduktion.
  • Loslassen ist ein kreativer Akt – nicht ein Verlust.
  • Feedback hilft, blinde Flecken zu erkennen.
  • Die Kundensicht ist wichtiger als dein eigenes Ego.
  • Frag öfter »Warum?«, um zum Kern deiner Marke zu kommen.
  • Jedes Gestaltungselement sollte einen Zweck erfüllen.
  • Dynamik und Anpassung gehören zur Markenentwicklung.

Wenn du spürst, dass dein Branding feststeckt: Diese Folge könnte dein kreativer Befreiungsschlag sein.


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Transkript anzeigen

00:00:07:

00:00:12: Hallihallo, ich Machmal Marke. heutige Thema, das ich mitgebracht habe, lieber Paul, heisst Kill Your Darling. Warum du manchmal loslassen musst, damit deine Marke glänzt.

00:00:31: Das ist aber perfekt mit einer Late Night Voice vorgetragen.

00:00:35: Ja, die habe ich jetzt natürlich schön trainiert, dass das auch etwas wird auf diesem Kanal. Danke vielmal an die fünf Leute, die regelmässig zuhören. Danke Mama. Joi Paul, alles klar bei dir?

00:00:47: Merci.

00:00:53: Ja, läuft so weit. Massives Thema. Schön, dass wir wieder zusammen sind und über Kill Your Darlings reden können. Kann ich eigentlich nur aus dem Beziehungsleben. Nein, Spaß beiseite. Aber irgendwoher kommt das. Weißt du, wo es herkommt eigentlich? Der Ausdruck.

00:01:02: Genau.

00:01:09: Nein, keine Ahnung. glaube, ist so ein bisschen in jeder Branche. Das irgendwie ein Geheimcode, hat seinen Stellenwert. Und eigentlich haben das auch schon gehört. Aber... Ja, ich würde sagen, bedeutend, was ist deine Erfahrung? Woher kennst du den Begriff oder die Aussage?

00:01:31: Ach, ich mein Vince, wir sind beide Designer. So vor uns hat das natürlich einen ganz, ganz entscheidenden Hintergrund, weil wir irgendwie damit groß geworden sind, irgendwie am Anfang bestärkt zu werden. machen gutes Design und dann im nächsten Schritt aber gesagt zu bekommen. Jetzt trenne dich aber von dem, was dir selber gefällt. So kill your darlings. Trenne dich einfach von den Dingen, die dir wichtig erscheinen und in die du vielleicht auch sehr viel Zeit und Energie reingebuttert hast. Aber manchmal ist dafür einfach kein Platz. ja, ich glaube, wenn man irgendwann mal sehen könnte, wie viele Darnings da schon gekillt wurden, in Anführungszeichen, weil eigentlich ist das Thema ja mit Femiziden nicht gerade lustig. Deswegen ist krass, dass der Begriff noch so umher schaukelt. Aber wenn man sich anschaut, wie viele Kreative sich von irgendwelchen Ideen trennen mussten, ist das, glaube ich, krass, weil wir sehen ja immer nur die Ergebnisse, aber nie was dahinter steht.

00:02:26: Dehech! Genau, Ja, Friedhof der Kuscheltiere. Also bei mir ist das, wie soll ich sagen, das habe ich schon früh mal gehört irgendwo oder gelesen, auch zur Schulzeit damals schon. Aber wo es mich wirklich geprägt hat, im Studium. Für alle, die es nicht wissen, ja, ich habe mal den Studiengang Animationsfilm besucht. Richtig.

00:02:32: Wie geht's hier mit dem Begriff?

00:02:56: Der liebe Vince hat Trickfilme gemacht.

00:02:58: Jawoll, genau. Aber... ...durch das hatte ich die Annöre oder die Tiefannöre ans Thema Storytelling. Und vor allem im Animationsfilm hat das halt so einen Stellenwert Kill Your Darlings. Weil es... halt wirklich das Wesentliche geht. alles, was du... ... in einen Film reinbringst... Das soll einen Grund haben, warum es existiert, Mehrwert zu bieten. Denn jeder Strich, du zusätzlich zeichnest, vor allem im 2D, musst du nachher auf Hunderten, wenn nicht sogar Tausende, Zehntausende Frames wieder zeichnen. Das heisst, der Aufwand nur wegen eines Striches in einem Bild kann rapide steigen und dementsprechend auch kosten. Und dort hat man das halt wirklich... Ja, dort hat man das halt wirklich gemerkt. Und wenn man das halt so adaptiert, ich sage jetzt mal auf unsere Welt, auf unser Kernthema, Margenentwicklung, Branding, ja, dann ist das natürlich auch vieles adaptierbar.

00:03:55: Krass, du das sagst, das war mir gar nicht so bewusst, ja, macht absolut Sinn.

00:04:17: Und äh, ja, ich frage jetzt einfach mal Paul, was sind deine Erfahrungen so, auf was trifft das, auf was könnte ich das so zutreffen? In dem Kontext.

00:04:28: Ich glaube, da gibt es endlos viele Aspekte. Ich glaube, das Altbekannte unter uns Designerinnen da draußen ist ja, dass man ganz oft, wenn man irgendein Projekt zum ersten Mal hört oder davon mitbekommt, dass es das gibt und dass Leute da Interesse haben, was zu machen, dass man direkt so ein Bild vor Augen hat, in welche Richtung das gehen kann. So die erste Idee und Inspiration. Und sich davon aber nicht zu sehr verleiten zu verführen zu lassen, das ist halt eine Riesenkunst. Da erst mal eine Distanz aufzubauen, zu sagen, okay, ich hab zwar direkt eine Idee, ähm, die das gehen könnte, eine Richtung, in die das gehen könnte, aber ich trenn mich davon, weil ich ja noch gar nicht den ganzen Hintergrund weiß. Das ist so der erste Punkt. Weil du gerade noch gesagt hast, jeder Strich spielt da eine Rolle. So in der Zeit, wo ich noch echt viel Design machen durfte, ähm, oder gemacht habe, ging's genauso diese Striche. Also du hast irgendwie eine coole Idee für ein Logo oder für einen bestimmten Stil. Und dann geht es aber in irgendwelchen Folgeschritten darum, wie kannst du das Ganze dann adaptieren für eine mobile Anwendung, für Social Media, für Videoeinblendungen oder was auch immer. Auf einmal muss deine Idee auf all den Formaten funktionieren und dann ist es wie bei deinem Strich im Animationsfilm. Der kann zu viel sein. So, kann die Idee zu komplex sein, zu kompliziert. Und im letzten Strich, letzten Strich sage ich schon, im letzten Fall, an den ich immer denken muss, ist dann so die

00:05:43: Mhm.

00:05:57: Präsentation an deine Kundschaft oder an deine Auftraggeber da draußen, wo du dein Ergebnis zeigst oder deine Idee teilst und die damit das Ganze für dich einordnen oder auch einfach ihren Geschmack drüber fließen lassen und sagen gefällt uns, gefällt uns nicht. Es ist ein völlig natürlicher Prozess. Wir sind der Dienstleister, also wir machen das ja für Leute und nicht damit es uns selber gut gefällt. Und bei all den Punkten musst du dich halt immer wieder von Dingen trennen, an die du dich eigentlich schon gewöhnt hast. Und das ist ja irgendwie ein super ambivalentes Thema, weil es ist ja auf der anderen Seite schön, dass du dich in so einem Projekt an eine Sache gewöhnst und damit herausfindest, passt das, passt das nicht. Aber ich glaube, du winkst so bisschen mit dem Soundfall auf Reduktion und auf Essenz, weil letztlich geht es ja darum, bringen, bringen all das raus und komm irgendwie auf den Punkt. Und das ist manchmal gar nicht so leicht, wenn man so viele Ideen hat.

00:06:47: Also ich auch, ist? Das ist jetzt... Du hast das jetzt gut erklärt, wiedergegeben, quasi aus Designersicht. Was ich jetzt bisschen spannender finden würde, wäre... Zum Beispiel auch aus der Sicht eines Unternehmers. Weil was jetzt für uns halt mehr der Designerspekt ist...

00:07:02: Kenne ich nochmal am besten.

00:07:19: ist beim Unternehmer teilweise ganz etwas anderes. Und darum habe ich eigentlich auch gesagt, wenn du nicht loslässt, dann wird deine Marke eigentlich nie richtig glänzen können. Ich habe mir jetzt aufgeschrieben, natürlich klar, so optische Sachen, sei es ein Logo, sei es Farbe, sei es irgendwelche Sprüche, aber das können auch wesentliche Sachen sein, wie ein Angebot an sich oder eine Firma-Kultur. wo man halt probiert zwanghaft am Leben behalten, obwohl es schon irgendwie, ja, seit 20 Jahren nicht mehr zeitgemäss ist. Und... Genau. Und... Und das ist halt... Eben darum habe ich am Anfang gedacht, jeder hat so bisschen seine Erfahrung mit so einem... Mit diesem Begriff, mit dieser Aussage im Leben gemacht.

00:07:59: Liebe Kinder, jetzt kommt der spannende Part in dem Video. Ey, du hast absolut recht, ja.

00:08:16: Aber eigentlich kannst du es auf alles anwenden. Und eigentlich geht es sehr stark auch in das Thema, ja, sagen wir mal, vom Wesentlichen oder vom Essenziellen her. Weil ich ihn heute als Treffen hatte mit einem guten Freund, wir haben das schon lange nicht mehr gesehen. Und dann sind wir eigentlich auch wieder auf den gemeinsamen Nenner gekommen. Die meisten Leute haben immer das Gefühl, sie müssen etwas dazutun, damit etwas besser wird. Aber eigentlich hilft es vielmehr, wenn einfach mal das Unwesentliche wegnimmt. Und, und, und... Ja... Es ist jetzt recht philosophisch, etc. Ich natürlich von allem im Leben anwenden. Aber... Ja, hast du noch etwas zu sagen? Sonst wäre ich ins Thema... wäre ich mehr ins Thema reingehen. Was hält uns ab davon?

00:09:00: Ja ja, aber lass doch...

00:09:07: Jaja, ich ne, ich find...

00:09:14: Oder bist du da noch ein bisschen...

00:09:14: ja, aber lass uns noch ganz kurz, ich finde es gerade super, wie du das das Blatt gewendet hast. Hab irgendwie tausend Gedanken dazu im Kopf. Und zwar ist, glaube ich, die höchste Kunst, wenn man irgendwas macht wie wir, so Markenentwicklung aus der Entwicklerseite, sage ich mal, sich in diese Kundensicht reinzuversetzen und zu überlegen, wie fühlt sich denn für die der Prozess an? Weil wir kennen ja den Prozess nur von unserer Seite.

00:09:20:

00:09:43: Und wenn wir selber unsere Marken entwickeln und bauen, dann machen wir das für uns selbst. Und haben zu einem tiefen Einblick. Aber sich so in die andere Sicht reinversetzen ist halt ganz entscheidend, auf der Gefühlsebene erst mal zu verstehen, das ist ein krass anspruchsvoller Prozess, das du loslässt von den Dingen, an die du dich über Jahrzehnte gewöhnt hast. Was erwarten wir denn da? Dass wir irgendwie zwei Workshops machen und die Leute dann rausgehen und sagen ... Yay, hab einen neuen Claim, der ist es jetzt. Nachdem du irgendwie 40 Jahre mit dem anderen Claim durch die Gegend gefahren bist und so.

00:10:16: Das ist halt der wesentliche Kern, was ich jetzt eigentlich ansprechen will. Eben der Grund, warum es vielen Unternehmen schwer fehlt, sich von etwas Sei es ein Logo, das halt einfach scheisse aussieht mittlerweile. ich darf nicht mehr so viel fluchen, haben wir gesagt. Sei es...

00:10:36: Du bist schon gut, aber...

00:10:38: Sei es eine Farbe, gar nicht dazu passt, sei es einfach das komplette Äussern. Aber eben auch wesentliche Sachen, strategische Sachen. Eigentlich ist es immer der Grund, dass wir lieben, was wir selbst erschaffen. Es hat mit Stolz zu tun, mit Ego, aber auch mit Emotionen. Was generell eine Marke im besten Fall machen soll. Darum eben Kill Your Darlings. Meistens sind sie ja genau die Sachen, die wenn du mal kicken würdest oder einfach mal einen neuen Anstrich darüber tust oder halt dir mal klare Gedanken machst. Ist das heute noch zeitgemäß? Sprich ich überhaupt noch meine Zielgruppen an? Ist mein Produkt oder meine Dienstleistung überhaupt noch wesentlich in meinem Marktsegment? Und dann halt einfach mal, eher leichter der Spiegelvorhalt ist, dann wirst du auch neue Erkenntnisse gewinnen. Und das ja eigentlich an das was du jetzt gerade gesagt hast. Da helfen eben meistens nicht nur zwei oberflächliche Workshops. Und man sagt halt, man kommt. Ja, lieber kommt, mach das und das und das. Weil das ist belehrend. Niemand will gehört kriegen. Hey, dein Logo, du 20 Jahren selber gemacht hast, oder dein... ...die Frau... ...von deinem Vater, oder keine Ahnung wer. Oder deine Nächte. Das ist für einen Arsch. Mach ein neues. Oder? Und wir kommen jetzt und zeigen dir, wie du deine Firma präsentieren sollst. Dann würde ich auch sofort... Ja. Genau.

00:12:21: Und ich glaube, die Ebene wird halt ganz oft, ja, aber das wird so oft unterschätzt, es ist irgendwie logisch, dass wenn man von außen mit dem neutralen Blick, den man am Anfang hat, draufschaut, sofort denkt, das Logo passt nicht mehr. Oder schreibt doch einfach auf die Startseite hin, was ihr eigentlich macht und warum das deine Zielgruppe hilft. Und es gibt ja Gründe, warum das da nicht steht. So ein Grund, oder warum das Logo schlecht ist. Ein Grund ist, man weiß es nicht und man ist irgendwie offen und dankbar dafür.

00:12:32: Mhm.

00:12:44: Genau.

00:12:49: dass endlich Leute kommen, die helfen und das wissen. ist ... den Part können wir mal zur Seite schieben, weil dann ist der Prozess eigentlich leichter. Aber gerade wenn du irgendwie an diesen Blockaden stehst, von denen du gerade gesprochen hast, also dieses, kann da nicht loslassen, dann fängt ja eigentlich Markenentwicklung erst richtig an, spannend zu werden, in dem du halt nachfragst. Und das einfachste Tool oder die einfachste Möglichkeit ist, fünfmal warum zu fragen. Warum kannst du dich nicht von einem Logo trennen? Warum ist dir das so wichtig? Warum bedeutet dir das so viel? So frag einfach, dann kommt immer eine Antwort. Frag dann einfach weiter nach, dem Ganzen auf den Grund zu geben. Sind das irgendwie rein persönliche Dinge? So und es geht ja gar nicht in erster Linie darum, dass wir das rausfinden, es dann irgendwie zu beurteilen, sondern damit die Person selber merkt, woran es liegt. Weil die meisten können es nicht einordnen. Die meisten haben irgendwie ...

00:13:33: Genau.

00:13:43: Am Ende wissen die auch selber, das Logo ist nicht gut und können es nicht zugeben. Wie du gerade meintest, da kommt jemand von außen und weiß es besser und stellt meinen Machtanspruch in Frage. Was auch immer. Die Situationen da draußen sind so vielfältig. Und man kann so einen Prozess gar nicht vorsichtig genug angehen. Was man immer machen kann, ist, glaube ich, lauter Angebote machen. Das hat ja erst mal nichts mit Kill Your Dardings zu tun, sondern ... Da gibt es irgendwie einen Stand, Status quo und man macht haufenweise Angebote von wegen, wir könnten in die Richtung gehen, das könnte eine Rolle spielen, wir könnten ans Logo ran. Das ist ja erst mal so der ausgebreitete Tisch von wegen, liebes Projekt, in die Richtung könnten wir vorgehen. Lasst uns erst mal rausfinden, was ihr überhaupt braucht und wo dran ihr hängt. Und meist hat es ja oder manchmal hat es ja auch einen guten Grund, dass Leute nicht loslassen wollen. Das sind ja dann eher wir diejenigen, irgendwie lernen müssen. Das hat sich bewährt oder das ist gut oder die sagen ganz bewusst dies das jenes. Und das ist ja dann dieser gegenseitige Lernprozess. Plus eigentlich musst du noch die Kunden mit dazu holen. Deine komplette Zielgruppe, die alle Kunden in den Kunden. Und den Tipp finde ich immer ganz gut, wenn du Zeit hast und irgendwie Markenentwicklung starten willst, setz dich einen Tag mit deinen Lieblingskunden, mit deiner Hauptzielgruppe hin und beobachte mal,

00:14:44: Aber das finden die halt auch.

00:15:07: in welcher Situation die dein Produkt nutzen und damit arbeiten und wie es denn damit geht. dann entscheiden sich so viele Dinge. werden irgendwie unwichtige Sachen wichtig und wichtige Sachen unwichtig. Da wo du vorher dachtest, das ist super relevant, hat irgendwie keine Relevanz mehr. Mach das einfach, so dass es so ein einfacher Tipp und so Augen öffnet, sich selber einzuordnen. Jetzt habe ich schon wieder tausend Sachen gelabert.

00:15:31: Ja das aber auch mit seinen eigenen Mitarbeitern. Das sicher. Und jetzt nochmal, schnell zurückzukommen, sonst vergesse ich es nicht zu sagen, was du gesagt hast, wirklich nachfragen, die Gründe herausfinden. Und wenn es einen Grund gibt, dann muss man das aber auch respektieren. Also weisst du, jemand, keine Ahnung, wenn ich... Was kann ich? Wenn man Schmied oder mit einer Oldtimer-Garage arbeitet und die sagen, nein, das Logo muss bleiben. Wenn es einen Grund dafür gibt, einen guten, dann kann man es ja auch einfach lassen. Es muss nicht immer auf Bügeln und Brechen etwas komplett Neues sein. Man kann auch bestehende Elemente sein lassen, aber das halt einfach mit anderen Sachen kreativ verbinden. Und das ist ja quasi unser Job, Dass wir...

00:16:28: Da brauchst du einfach unglaublich viel Ehrlichkeit. Es geht ja auch darum, dass die Leute, die dir sagen, das ist der Grund, selber verstehen, warum der Grund für sie relevant ist. Und manchmal hilft das ja auch, damit sie halt für sich selber rausfinden, dass vielleicht kein guter Grund oder vielleicht gibt es einen anderen Grund, der das zu einem guten Grund macht oder wie auch immer. Grund hin, Grund her. Indem man darüber redet und offen seine Meinungen austauscht. Wobei ich immer sagen würde, aus der der Branding

00:16:29: Ja. Ja.

00:16:37: Genau.

00:16:44: Mhm.

00:16:56: oder aus der Strategienposition haben eigentlich weniger eine Meinung. Wir helfen ja eigentlich nur, Dinge einzuordnen und den Prozess zu begleiten.

00:17:03: Oder sollten eigentlich mehr... Ich kenne das von vielen Kundenstimmen. Von mir selber. Die teilweise schon bitzli brennte Kinder sind. Die sind zum Beispiel mega design, die sind happy, aber denen fehlt halt was. Und denen wird auf Anhieb ein komplettes Rebranding...

00:17:16: Mhm.

00:17:31: quasi wie schon aufzwungen und das was sie eigentlich seit Jahrzehnten haben wird dann wie in Dreck gezogen und das finde ich halt einfach komplett falschen Weg oder halt als Beispiel von letztens meine Ex-Partnerin Ja, ich bin Single Nein, äh

00:17:33: Ja.

00:17:54: Werbecall oder was? Sollen wir einen Button einbinden?

00:17:58: Die hat erzählt, sie ist Barista und sie will auch ein neues Konzept für diesen Laden machen. Und dann hat der Chef, der eigentlich nie dort ist, aber der ist einfach... Chef gehört das. Der hat dann einfach irgendeine Firma engagiert, die dann ein Konzept macht für, weiss ich wie viel, 1000 Stutz. Und das Resultat, die gebraucht haben, also das hat glaube ich irgendwie der Lehrling schnell in zwei Stunden mit Jet-GPD zusammengeblunderlet. Zum Beispiel eine Variante war einfach so, irgendein ein huntsbilliges Logo, ja sie sollen sich jetzt auf Basta... Pasta... äh... Spezialisier... Pasta la vista oder so eine Scheisse haben sie dann gehabt. Und... und äh... Neben drei ist ein Italiener. Wo es schon seit Jahrzehnten gibt. Und dann muss ich einfach sagen, ja aber... Alter, mach doch deinen Job. Also weisst du... Mach doch etwas Kreatives und nicht einfach so etwas völlig Platz. Ja, keine Ahnung. Also es ist jetzt einfach nur so Beispiel, aber... Ja... Geht in die Richtung.

00:18:51: Nein.

00:18:59: Ja, kann ich voll nachvollziehen. glaube, es gibt ja, also es gibt immer große, coole Beispiele von Unternehmen, die richtig gut laufen. es gibt noch die die gute alte Chefin, der gute alte Chef, die halt dann wirklich jeden Tag im Laden stehen und die Kundschaft einfach kennen. Und ich glaube, das macht und das komplette Marktumfeld, das macht so viel aus. Aber das ist ja dann eh jetzt immer ein neues Fass zu überlegen, welche, welche Unternehmensform ist. ist irgendwie ein Familienbetrieb, der

00:19:25: Eber.

00:19:29: der da organisiert ist oder sind das irgendwelche Stakeholder im Hintergrund, die ein Mitspracherecht haben oder ein Vetorecht oder was auch immer. Es hängt davon so vielen Faktoren ab, aber ich glaube, wenn du es dir leicht machen willst, versuch halt wirklich im Feld da draußen rauszufinden, wie geht deine Zielgruppe mit deinem Produkt Und sei es jetzt in einem Café, als Barista, guck halt, wie sich dort die Leute bewegen. Und da würde ich ein kleines Fragezeichen hinten dran machen, ob die Mitarbeiterinnen immer

00:19:38: Mmh.

00:19:58: am besten wissen, wie, was die Kunden wirklich wollen. Weil die natürlich zwischen den Stühlen stehen. So die haben einerseits den Druck von der Chefetage ... ... irgendwas machen zu müssen. Die haben ihre eigenen Prozesse. So die kennen den Laden auch nicht von der anderen Seite. Unbedingt. Aber die kennen natürlich die Bedürfnisse der Zielgruppe. Aber dann noch mal zu schauen, wie bewegt sich jetzt wirklich deine ... ... Kundschaft im Laden? Wie geht die mit deinem Produkt um? Was macht die wie? Was macht die davor? Was macht die danach? Ohne jetzt direkt in irgendwelche ... Personas reingehen zu müssen, also du musst nicht wissen, wann die früh aufgestanden ist, Person. Guck halt irgendwie, guck doch einfach zu. So und frag halt nach. Mach's dir nicht super kompliziert. Sei halt offen und interagier irgendwie damit. Und dann bist du ja fast wieder an dem Punkt zu sagen, kill your darlings. So guck halt, welche Punkte, an welchen Punkten du festhältst und warum die, nachdem du weißt, was es eigentlich braucht, warum die dann immer noch bedeutsam sein sollen. Und wenn's dafür einen guten Grund gibt. Palsi, ansonsten weg damit.

00:20:58: Ich habe dort eigentlich, Klarheit zu eine meiner drei vorbereiteten Fragen an sich selber. Das hast natürlich schon wieder mal gespoilert. ist quasi die Technik fünfmal warum fragen. Warum ist das hier? Warum? Und so weiter. Wenn das ein bisschen zu schwierig ist oder zu komisch auf Anhieb, ich noch zweite Frage und zwar unterstützt es meine Markenversprechen.

00:21:05: Yes, wir sind eingespielt, Vince.

00:21:27: Das ist eine sehr einfache Frage. Die dritte Frage, habe, versteht es meine Zielgruppe oder nur ich? Und wenn man sagt, dass nur schon bei einem der drei möglichen Ansätze zögert oder sich unsicher ist oder hadert, dann ist es Zeichen auf ein sogenanntes Darling, das man vielleicht mal bisschen durchleuchten sollte. Ja, und checken soll. Ist es vielleicht nicht einmal Zeit, das Ding... ...kicken oder halt einmal weiterentwickeln? Man muss es ja nicht immer komplett schreddern. Vielfach kann man es einfach mal optimieren. Oder? Genau. Zerrössl...

00:22:09: Aber sag nochmal bei Punkt 2, ich glaube da musst du noch kurz einordnen, was ist Markenversprechen in dem Kontext.

00:22:16: Das Markenversprechen ist in dem Sinne, dass man einfach sagen kann, ist dein Nutzen? Was versprichst du deinen Kunden? Was ist deine Daseinsberechtigung? So sage ich das meistens einfachen Worten. Klar, hat wieder jeder Branding-Guru

00:22:43: Da doch alles entspannt, ich glaub nur im...

00:22:43: seine eigene Definition. Aber eigentlich geht es wesentlich runtergebrochen, das einfach dein Nutzen, deine Daseinsberechtigung. Was hat jemand, wenn er deine Dienstleistung oder dein Produkt kauft in Aspekte.

00:23:01: finde ich super, die Herangehensweisen. Ich werde mich jetzt im Anschluss zum Video hinsetzen und rausfinden, woher der Begriff Kill Your Darlings kommt. Weil ich echt sagen muss, ich bin ja recht auf LinkedIn aktiv und auch viel so in politischen Bubbles und würde mich da auch, also finde ich die ganzen feministischen Bewegungen ganz cool. Und in dem Kontext halt Kill Your Darlings bei all den Femiziden, stattfinden, finde ich das echt ein problematischer Begriff. Aber das ist

00:23:12: Das gut.

00:23:27: Ja gut, wieder ein... Du bei mir auf ein heikales Thema gestossen, weil ich finde einfach generell jedes Extrem ist schlecht. Egal ob welche Seiten, aber... Eben, also ich will noch schnell einhängen. Vielleicht zusammengefasst, was ist ein Resultat oder was sind Resultate? Was bringt das, wenn man halt so einen Starling killt oder mal weiterentwickelt? Kreativität ist wieder im Fluss.

00:23:36: Egal, wir skippen das, aber mich interessiert jetzt trotzdem Geschichte. hau rein.

00:23:57: Das heisst, man kommt automatisch auf neue Ideen. Man kommt auf Ideen, die man vorher gar nicht gesehen hat, gemerkt hat. Klarheit. Was immer eigentlich erstrebenswert ist. Vor allem im Bereich Marktentwicklung. geht eigentlich hauptsächlich Klarheit. Alle sollen vom gleichen reden. Und es soll einfach klar sein, was es da geht. Und ja, es wird cleaner. Einfacher, weniger verwurstet. Das eigentlich an Klarheit rein. Ja, zusammengefasst, das ist so mein Schlusssatz. Branding ist kein Museum. Es ist ein Werkzeug. Und manchmal tut es gut, wenn man Platz schafft, das Werkzeug wieder zu schärfen. Hört, hört.

00:24:55: Die wir Kinder mit dem Fernsehen achtet da drauf. Ey cool, danke dafür.

00:24:57: Genau.

00:25:03: Ja, danke. Von dem her einfach machen.

00:25:10: viel Spaß beim Magemachen. Danke, Devinz und bis zum nächsten Mal.

00:25:13: Hau rein! Bis zum nächsten Mal. Tschüss!

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