Dein Branding lebt vom Machen (nicht vom Planen)
Shownotes
🎙 Was dich in dieser Folge erwartet:
Branding ist kein Plan. Branding ist Praxis.
Und nur wer macht, entwickelt eine Marke, die wirklich wirkt.
In dieser Folge sprechen Paul & Vinz über den Unterschied zwischen Wissen und Wirkung – und warum deine Marke erst in der Anwendung Form annimmt.
Das kannst du daraus mitnehmen:
- Branding entsteht im Tun – nicht in der Theorie.
- Ohne Umsetzung bleibt jede Strategie wirkungslos.
- Klarheit im Kopf reicht nicht – es braucht mutige Kommunikation.
- Mindset und Skillset gehören zusammen.
- Markenpflege ist kein Projekt, sondern ein Prozess.
- Kommunikation ist nicht Beiwerk, sondern Kern des Brandings.
- Deine Marke entwickelt sich im Dialog mit der Zielgruppe.
- Ein starkes Branding lebt von Anwendung, Anpassung und Ausdauer.
Wenn du beim Branding weniger denken und mehr machen willst – diese Folge ist dein Anstoß.
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Transkript anzeigen
Paul: noch drauf. So moin Vince, willkommen zurück zu mach mal Marke. Ich habe dir was mitgebracht und zwar besteht eine gute, ne warte ich muss nochmal anfangen. Ich schneide das nachher alles weg, kein Problem. Warte ich sitze ja in Märkli. Wie habe ich das denn vorne formuliert? Mann ich habe mir das nicht aufgeschrieben. Eine gute Marke entsteht erst im machen. Oder? Habe ich es genannt? Okay. Vince, schön, dass du wieder da bist bei Mach mal Marke, unserem kleinen Plausch ohne Bullshit hier, ohne Blatt vorm Mund. Ich habe dir was mitgebracht, ein neues Thema. Und zwar entsteht ein gutes Branding erst im Machen. Machen ist King, deswegen heißen wir auch Mach mal Marke, einfach machen. Das ist das Motto und ich bin super neugierig. Was du dazu meinst. Machen.
Vinz: Yes. Hoi Paul. Hast schon mal den grössten Bullshit vom Abend rausgelassen. Plauder ohne Bullshit. Ja, Nein, sag! Ja, hallo von mir auch. Und ich. An... ...die fünf Nasen, es zuhört. Wie immer... Wie immer... ...spannende Geschichten und Mythen rund das Thema Branding.
Paul: Ja, die hab ich auch nicht begrüßt. Das kommt noch.
Vinz: die mir durchleuchtet. Ja, Thema Machen. schon gesagt, Machen ist eigentlich etwas vom Wichtigsten. Wir haben das vorigen noch besprochen. Wissen. Also, kannst dir Wissen aneignen, was es gibt in einem Bereich. Wenn du nicht in Umsetzung kommst, bringt es dir einen Scheissdreck.
Paul: Und Vince hat die Episode für diesmal nach einer Minute zusammengefasst. Herzlichen Glückwunsch dafür! Das ist eine Grundhaltung, oder? Ins Machen. Also, ich weiß so, ich komme ja drauf, weil ich so viel da draußen sehe an coolen Designs, an coolen Strategien, an toller Kommunikation und so weiter als Konzept oder als cooles aufbereitetes Projekt von irgendwelchen Agenturen, Studios, was auch immer, kleinen Büros.
Vinz: Schöner Loppet. Ja.
Paul: So und das ist ja in der Schublade alles super cool. Nun sind wir ja selber vom Fach und wissen, dass es da draußen Mockups gibt, wo man coole Designs cool aufbereiten kann und dann sieht das immer so aus, als wären das alles perfekte Brandings und dann guckst du dir die Realität an und ich hab das, ich mach das immer mal aus Spaß zwischendurch, dass ich auf Studio Seiten die Projekte anschaue und dann mir anschaue im nächsten Schritt, wie sieht denn die Website aus von den Kunden, für die die das wirklich gemacht haben. Und es gibt mitunter wirklich den Bruch, dass es auf der Website geil aussieht und in echt nicht. Weil es immer Sachzwänge gibt und immer einen Alltag. Und wir wissen, wie es ist, wenn man irgendein Unternehmen führen muss. Da ist viel los und man hat dann zwar ein cooles neues Design, aber man wendet es nicht an. Oder man hat die neue, coole Strategie und das Team, mit dem man es ausgearbeitet hat, ist super zufrieden. Aber es landet in irgendeiner Schublade. So, das wird nicht mit Leben gefüllt. Dabei wird der Fokus ja völlig falsch gelegt. Es geht da nicht ums, wir machen ein Branding im Prozess und dann landet das in der Schublade, sondern ein Branding funktioniert ja erst, wenn du es danach auch anwendest, wenn du ins Machen kommst. Das ist der eigentlich spannende Part und der wird komplett unter den Tisch gekehrt. Der ist ganz oft unsichtbar, ich so das Gefühl. Was denn deine Erfahrung?
Vinz: Ja, glaube für viele ist das halt einfach auch... Oder wie sagen sie so aus meiner Erfahrung, auch unter Branchenkollegen wird der Begriff Branding immer einfach oberflächlich für Designaspekte verwendet. Und das ist ja eh schonmal Bullshit, oder? Weil Branding, eigentlich reden wir ja gerne, oder lieber von Margenentwicklung, das hat so viel mehr Facetten, also da geht es Diverse Berührungspunkte mit einer Zielgruppe, aber natürlich auch gegen sie. Strategie, Kommunikation, Design, Anwendungen, pa-pi-pa-po. Und es gibt ja das Zitat, was ist Branding? Branding ist das, was Leute über dich sagen, wenn du nicht im Raum bist. Das heisst, man probiert an...
Paul: Alles.
Paul: Also alles.
Vinz: eigentlich an einer gesichtslosen Marke an die Persönlichkeit zu geben. den Charakter einzutauchen. das geht es. Und für viele ist es dann einfach nur so ein Nice-to-have. Weil aber auch, sagen sie mal, viele von unserer eigenen Branche noch schon mit den oberflächlichen Gedanken hineingehen. Dann machen sie vielleicht irgendwie ein Briefing, fragen ein paar schlaue Fragen. Aber sie machen nichts draus. Sie machen vielleicht ein schönes neues Logo, Schrift, hampeln irgendwie die Reitegen nach Farben umeinander. Und dann ist das schön, sieht cool aus, aber der Funken fehlt. Der Funken fehlt für die Umsetzung. Die Substanz eigentlich, die wir auch vermitteln wollen. Du im nachhaltigen Bereich, ich im nostalgischen Bereich. eher Kritiker, links und rechts oder was auch immer. Nein, es geht doch einfach Substanz. Ja. Seel.
Paul: Also es sind ohnehin die beiden Bereiche super nah beieinander, super ähnlich. Also finde auch Nachhaltigkeit ist eigentlich was eher als Konservatives, weil du einen Zustand, der von Natur aus wunderbar bewahren möchtest. Aber du, anderes Thema. Ich stimme dir absolut zu, dass keine Politik hier, ich nur Spaß. Ich stimme dir absolut zu, dass das ganz oft verwendet wird als Rechtfertigung für den Design. Weißt du, damit das Design später gut verkauft werden kann.
Vinz: Ja.
Vinz: auf jeden Fall.
Vinz: Hahaha
Vinz: Mhm.
Paul: ... fragst du davor ein paar Fragen, nennst das ganze Strategie oder Branding ... und dann ist es das. Und Branding, ist so, also das ist ja wilder Westen ... ... um ehrlich zu sein. Das ist ... ... alles und nichts. Manche Leute sind der Meinung, ... da gehört eine Mission und eine Vision mit dazu. Andere reden nur noch von Purpose, ... die nächsten legen ganz viel Wert ... auf deine Werte als Unternehmen. Manche wollen, dass du unbedingt Haltung zeigst ... mit allem Möglichen. So letztlich ist es, ... wie wir auch schon mal besprochen hatten, ... es ist immer die Summe aller Teile. So und das ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, ... was du jetzt konkret brauchst. Ob für dich der eine Punkt relevanter ist oder der andere Punkt. Aber wie auch immer, so ein Branding entsteht ja nur daraus, weil du dir als Unternehmen Gedanken darüber machst. Welchen Eindruck will ich denn hinterlassen? So und sobald du dir das bewusst wirst, ... welchen Eindruck du hinterlässt und welchen du hinterlassen möchtest, ... fängst du ja automatisch an zu handeln. Und das ist eigentlich der entscheidende Punkt. Und da musst du dich dann nur noch fragen, ... mache ich das irgendwie strategisch, ... sodass ich es plane und gucke, ... dass alle Handlungen ... zu einer Wirkung führen? Oder mache ich es halt irgendwie? Weil ich mir denke, ich als Chef ... habe mich gerade so entschieden, das so zu machen. Oder ich als Marketingverantwortlicher ... ... habe mich entschieden, das so zu machen. Dann ist es halt nicht koordiniert. Aber trotzdem ist es dann schon mehr machen, ... als Dinge einfach laufen zu lassen. Aber so oder so, du arbeitest dann irgendwie ein Branding aus, überlegst dir eine Strategie, passende Kommunikation, findest am Ende natürlich auch ein Design oder bist zu dem Entschluss gekommen, dass dein Design so bleiben kann, wie es ist oder was auch immer. Es ist alles fertig und ich finde es halt ganz wichtig, immer zu betonen, dass dann der wichtige Part ankommt. Eigentlich brauchst du dann eine Person, die dich begleitet in dem Prozess, dass es von allen einem Team richtig angewendet wird, dass die Leute, die später damit arbeiten, auch verstehen. wie sie damit umgehen müssen. Und das ist eben nicht nur Design. Das sind nicht nur Logo-Größen. Das ist nicht nur, wann brauche ich welche Schriftart oder welchen Schriftschnitt oder wann ist der Hintergrund grün oder blau. Darum, das ist natürlich ein Aspekt und das kannst du irgendwie mit einem Manual vorgeben. Aber dass die eigentliche Kunst des Machens ist, dann rauszufinden im Dialog mit einem Zielpublikum, funktioniert das oder funktioniert das nicht? Fühlt sich das gerade richtig an oder nicht? Für mich und für das Zielpublikum.
Paul: Wie ist es? Das ist machen. Und dafür muss es ja erstmal ausprobiert haben. Und das ist glaube ich auch so ein grundlegendes Umdenken zwischen ich kaufe mir irgendeine Markenentwicklung, irgendein Design, was auch immer. Dann habe ich das und dann läuft das Ganze hinzu. Das ist ein Prozess, den starte ich jetzt und der mündet in einem Dialog mit meinem Zielpublikum. Und ab da an ist es immer ein Austauschen, immer ein Austarieren.
Vinz: Mh.
Paul: Jetzt habe ich alle Sachen definiert, wie wirke ich jetzt, dann passe ich irgendwelche Sachen an, wie wirke ich dann und das ist alles machen für mich. So würde ich das knallhart definieren. Zwar überhaupt nicht knallhart oder? Egal.
Vinz: Ich glaube, braucht einfach auch... Ja, also das auf jeden Fall. Einfach eine Umsetzung haben. Eine Bewegung haben. Und darum finde ich halt, der Anfang ist immer am schwierigsten. Aber darum finde ich es halt noch so schade, wie soll ich sagen, die erste Hürde für ein richtiges Branding-Konzept ist ja eigentlich immer die Entscheidung, sich darauf einzulassen.
Paul: Würdest du machen, auch so sehen.
Paul: Mmh.
Vinz: Weil es hat halt zwangsweise immer mit Veränderung oder Anpassung zu tun. Oder? Und ich glaube auch das ist schon mal die grösste Hürde für jedes Unternehmen, das halt in seinem Trott ist, das das vielleicht schon seit 30, 40, vielleicht schon seit 150 Jahren macht, oder? Wo ihre Standards hat. Aber es hat ja auch viel Gutes. Das heisst, zeigt ja nur schon, dass sie etwas richtig machen. Oder? Und jetzt geht es ja eigentlich wieder um, um halt wie sagen...
Paul: Hm.
Vinz: Okay, ich aktuell Probleme habe, wie kann ich die beheben? Und dort setzt ja eigentlich Branding an. Oder? Genau. Also...
Paul: Es ist eine reine Verbesserung, finde ich immer. Weil Veränderung klingt immer so gemein oder so anstrengend. Lässig geht es auch darum, Dinge besser zu machen. und... So das Natürlichste der Welt...
Vinz: der oder einfach... Ich habe immer diese Analogie dazu, das den Leuten so bildhaft wie möglich zu erklären. Bei den Traktoren zum Beispiel, hast du ja einen Hass und einen Schild geraten. Und das ist immer das. Die meisten Experten oder was auch immer, sagen in jedem Unternehmen, ahhh... Du bist im Schildkrott, du machst das und das das kacke oder falsch und darum läuft es nicht. Das heisst, du musst mehr machen. Obwohl die Unternehmen ja schon vollgas und machen sind. Deshalb aus ihrer Sicht, aus Unternehmenssicht sind die ja schon im Sprintgang, im Hass. Und rotieren und machen, die machen es schon das Bestmögliche nach ihrem eigenen Wissen. Und was meine Meinung ist, ist, die meisten Unternehmen sind im Neutralen Die wissen nicht mehr oder wissen noch nicht welchen Gang denn für sie passt. Und mit einem richtigen Brandingprozess, also mit einem richtigen, einfach mit einem... Ganzheitlichen Brandingprozess ist es einfach möglich. Es sollte das Ziel sein, passenden Gang für das Unternehmen zu finden. für gewisse fühlen sich wohl im Schildkroth. Gewisse fühlen sich wohl im sechsten Gang. Aber wo ist dein Gang? Das muss herausgefunden werden. Das hat nicht nur auf Design-Ebene, sondern auch
Vinz: auf Kommunikationsebene, aber auch von Anfang an auf strategischer Ebene. Und wenn man halt keine Ahnung in der Situation ist, man hasst sich den ganzen Tag den Arsch wund, weil man untergeht vor Aufträgen und keine Leute findet, dann muss man ja zuerst einfach mal reinhalten und sagen, eigentlich ist es ja Luxus, weil der Chara läuft ja, oder? Und dort kann man mit Branding und sich Strategien und Möglichkeiten überlegen, wie man aktuell an dieser Situation meisterwirkt. Kurzfristig, aber auch langfristig.
Paul: Aber eigentlich ist es immer langfristige Entscheidungen, die man fällt. Also das ist ja eh, gerade wenn du von Leuten sprichst, die dir irgendwie schnell einen Erfolg versprechen, wenn du schnell noch irgendwas machst, hauptsächlich schnell, schnell, schnell und immer mit der Angst jagen, dass du irgendwas krasses gerade verpasst, dann kommst du ja nie hinterher und du wirst ja nicht fertig. Also das ist ja auch ein ein Tod optimieren ohne Ende, dass du wirst nie ankommen.
Vinz: Auf jeden Fall!
Paul: in diesem diesem ran hin zu dem neuen. Und im Gegensatz dazu, dir bewusst zu werden und zu überlegen, was will ich denn eigentlich für die nächsten Jahre, Jahrzehnte, wo will ich denn rauskommen? Was habe ich denn überhaupt vor? Was sind denn noch die größeren Ziele dahinter? Das ist ja eigentlich ein Prozess vom innehalten und bewusst werden. Und wenn du dir ganz am Anfang bewusst machst, wie viel Wert deine Marke für dich hat, ist das ja eigentlich der wichtigste Schritt. dann danach auch dafür zu handeln. Denn wenn man sich das so überlegt, ... Unternehmen ist, ... ... ... ... erstmal ein völlig neutrales Gebilde ... für ein Zielpublikum. Das gibt es halt. Und erst wenn es für mich als ... Kundschaft irgendwas macht, ... gewinnt das an Relevanz oder Form. Sobald ich mit Kunden irgendwie interagiere, ... hinterlasse ich eine Wirkung. Und diese Wirkung macht mich zu einer Marke, ... wenn ich die bewusst gestalte. So und diese Marke lebt aber nur, wenn ich mich immer wieder mit der Marke auseinandersetze und beschäftige. Und das soll ja, das ist ja, soll jetzt nicht gemein von uns oder gemein klingen, dass wir sagen so mit der hohenden Zeigefinger setze ich immer mit deiner Marke auseinander. Ich glaube, diesem, wenn du ein natürliches Gefühl hast von Anpassungsfähigkeit, dass du irgendwie willst ein bisschen mit der Zeit gehen, willst dich anpassen, willst dich verbessern, willst vielleicht auch bewusst dir selber treu bleiben und dich eben nicht anpassen und verbessern.
Vinz: Mhm.
Paul: dann handelst du ja. So, bist du eigentlich schon im Machen drin. Dann hast es ja schon geschafft. Aber du musst dir glaube ich im ersten Schritt einfach nur bewusst werden, diese Marke oder das, was ich tue, es noch einfacher zu sagen, das, ich tue hinterlässt immer eine Wirkung. So und die kannst du anpassen.
Vinz: Es heisst ja auch so schön, auch wenn man nicht handelt, handelt man. Es ist dann einfach vielleicht nicht so optimal für dich. Genau. Genau.
Paul: Er heißt ja genauso wie, du kannst nicht kommunizieren. Du kommunizierst immer, auch wenn du nichts sagst oder dich raushältst aus irgendeiner Diskussion, Debatte, was auch immer. Aber dann der schönste Prozess ist wirklich, man setzt sich hin, man findet die Substanz, die Grundlagen, da ist man ja auch schon im Machen drin. Und je nach Unternehmensgröße oder Stand oder Situation heißt es ja auch nie, dass man alles aufs Mal definieren kann oder muss.
Vinz: Genau.
Paul: Das kann manchmal helfen, dass man sagt, man setzt sich jetzt irgendwie ein Vierteljahr hin, definiert alles oder sogar noch schneller. Man macht in einem Monat alles parat als Marke, bringt da wieder Schärfe rein und einen frischen Wind oder was auch immer einem selber gut tut. Und dann muss man es aber anwenden. Oder man lässt sich alleine für den Prozess mehr Zeit und sagt, man macht das etappenweise Stück für Stück, bindet Gespräche mit der Zielgruppe ein, mit Bestandskundschaft, mit allem Möglichen. Und er arbeitet sich das über einen viel längeren Zeitraum. Das geht halt genauso. Oder du machst das komplett iterativ. Du bereitest irgendwas vor, testest das, passt es an, testest es wieder, passt es wieder an und so weiter. Das kann ja genauso gut funktionieren. Also die Ansätze sind alle unterschiedlich. Aber aufs Machen kommt es an. Und da würde ich eigentlich gerne noch auf einen zweiten Aspekt eingehen. Die beste Strategie funktioniert nämlich nur, wenn sie auch angewandt werden kann. kann. Gerade in Hinsicht Kommunikation, wenn du dir noch so ein tolle Storytelling, noch so tolle Kanäle, noch so tolle Contentstrategien überlegst, wenn du die nicht anwendest und testest, testest, kannst du ja gar nicht wissen, ob das funktioniert oder nicht. nicht. Sprich, du kannst auch gar nicht wissen, ist es eine gute Strategie oder eine schlechte Strategie. Die beste Strategie ist immer, dass man sie ausprobiert und dann halt guckt, wie weit man damit kommt.
Vinz: Hm.
Paul: Letztlich ist alles, was wir auch erarbeiten, immer nur eine Annahme von einem Wunsch, von der Situation, von dem Misszustand, von allem Möglichen. Und Alles, was wir tun, muss immer angewandt werden, weil man sonst nie sicher sein kann, klappt das oder klappt das nicht.
Vinz: Ja, bin ich völlig bei dir. Ich finde persönlich gesehen, Der Schlüssel zu dem ist einfach... Einfachheit. Ja, haben wir auch schon Folgen darüber gemacht. Das ist auch ein iterativer Prozess. Man hat immer das Gefühl, oder der Mensch hat ja grundlegend das Gefühl, wenn man ein Problem hat oder eine Hürde hat einem hat, dann nützt es, wenn man etwas dazu tut.
Paul: Ja, absolut.
Paul: Mmh.
Vinz: Aber jedes Teil, in das System kommt, gibt automatisch wieder unzählige Möglichkeiten mit dem Bestehenden. Das heisst, Eigentlich liegt Kunst darin, wie auch Branding, so viel wegzunehmen von einem Konstrukt, es bis es trotzdem noch funktioniert. Und das ist eigentlich so... Soll ich sagen, die Zauberformel in allem was man macht, aber vor allem auch im Bereich Markenentwicklung, schauen, was man alles streichen damit der Kern noch vorhanden bleibt und dass es funktioniert. Denn dann macht man automatisch sich selber die Hürden viel einfacher, viel kleiner, eben ins Machen zu das auch umzusetzen.
Paul: Ja, und auch verstanden werden. Also ich weiß, dass der Prozess echt weh tut und schmerzhaft sein kann, weil man sich von Dingen trennen muss mitunter. Also auf den ersten Blick. Das heißt ja eigentlich nur, das sind Elemente, die bleiben zwar bestehen, aber die stellst du nicht mehr in den Mittelpunkt. Und gleichzeitig machst du es dir so viel leichter, indem du sagst, wir stellen jetzt Sache A in den Mittelpunkt. Und wenn Sache A nicht gut funktioniert und ankommt,
Vinz: Mhm.
Paul: können es anpassen, dann haben wir noch Sache B und dann steht halt Sache B im Mittelpunkt. Und was ist jetzt diese Sache? Das kann eine Arbeitsweise sein, eine Haltung, du hast, bestimmte Werte, das kann deine Mission sein, das kann dein Produkt sein, das kann irgendein tolles Service sein, was auch immer. Mach da drum deine Geschichte. Machs einfach. wie mit einem guten Storytelling, wir machen das für die Zielgruppe, sie darin zu führen, dieses Ziel zu erreichen. Pass auf immer, so ist es simpel und einfach. Und dann kannst du halt dein machen kommen und das anwenden. Und da spielen eigentlich noch drei relevante Sachen eine Rolle. Du brauchst am Anfang immer das Mindset dafür. Sprich, du musst erst mal verstehen, worum es geht und warum das wichtig ist. Das machen wir eigentlich meist so im Strategiepart. Beziehungsweise noch davor, wenn man erst mal Bewusstsein schafft dafür, welche Relevanz hat eigentlich die Marke und wie wichtig ist das für dein Team zu wissen. was dein Unternehmen macht, wie du als Marker wirken willst. All die Sachen definierst du ja ganz am Anfang. Das ist das Mindset. Dann hast du es im Idealzustand verstanden, worum es wirklich geht. Dann brauchst du aber immer noch ein Toolset an Dingen, mit dem du das später umsetzen kannst. Sprich, das sind dann sowas wie dein Storytelling-Kit oder dein Brand-Book oder dein Logoset oder ... Dein Designhandbuch oder was auch immer. Das sind alles Tools, denen du später arbeitest. Und sei es sowas wie... Es gibt so Brandstory-Kits, die die einzelne Schnipsel zusammenwürfeln. Wo du deine Geschichte immer neu verpacken und erzählen kannst. Aber es geht immer die gleiche Basis. So das ist alles dein Werkzeug, das du dann hast. Und dann brauchst am Ende noch das Skillset. Und das Skillset ist ja nichts anderes, als dass alle, die mit der Marke arbeiten, wissen... woraus die Marke besteht. Was wichtig ist, dass auch die Leute das Mindset haben und dann das Toolset und damit umgehen können. Das ist das Skillset und das ist eine reine Übungssache. Leuten an die Hand zu geben, unser Unternehmen steht für die eine Sache und im Service ist uns die eine Sache wichtig. wenn du mal auf einer Party gefragt wirst, worum es bei uns geht, wir machen das. So und das sind so ganz einfache Basics, die musst du aber trainieren.
Paul: Und das ist ja als eine Person, die das im Unternehmen umsetzen muss. Oder auch für uns, die das von außen betreuen, manchmal echt schwer, weil die Leute alle im Alltag strott gefangen sind. So du willst sie irgendwie dahin führen, dass sie noch mal was Neues anwenden. Aber auch da, wenn du das richtig verpackst und sagst, wir machen uns alle das Leben viel leichter, wenn wir die Sachen anwenden und die Sachen nutzen, es gibt und das testen und in Dialog kommen mit der Zielgruppe, dann entsteht auf einmal eine Marke. Dann entsteht pure Magie, weil ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, weil sich eine Zielgruppe verstanden fühlt, weil Dinge ineinandergreifen, das ist dann wie so eine magische Maschine, die auf einmal Fahrt annimmt. Das finde ich eigentlich immer den schönsten Part. Aber der ist halt nie hergestellt, wenn du gerade fertig bist mit so einer Markenentwicklung. Da geht es eigentlich erst richtig los.
Vinz: Mh.
Vinz: Ja. Aber ich glaube auch, was ich vielleicht sagen ist, die von sich aus auf die Idee kommen, das Rebranding in Angriff zu oder eben mal an so einem Mist zu arbeiten oder sich mal wirklich die Zeit nehmen wollen, das genau anzuschauen, die meisten kommen von sich aus erst darauf, wenn schon etwas... hart am Arsch ist. Also wenn man schon so tief im Straudel ist, eben genau in diesem Trott, in diesem Zustand, wo es einem selber gar nicht unmöglich erscheint, überhaupt mal zu Denn dann heisst es immer, aktuell ist es scheisse, aktuell ist es keine Zeit.
Paul: Ja.
Vinz: Halbes Jahr später. Ja, noch schlimmer als vor einem halben Jahr. Ja, man muss sich halt die Zeit auch nehmen. Weil schlussendlich ist das halt schon... Genau. Ja. Genau. Das ist ja wie auch... Zeig noch.
Paul: Aber auch da wieder machen, ne? Willst du den gleichen Fehler nochmal machen? Und nochmal und nochmal. Also, ich hatte auch schon mit...
Paul: Ich meine nur, ich hatte auch schon mit Anfragen zu kämpfen, die gemeint haben, wir haben jetzt so auf die Website neu gemacht, macht ihr uns noch mal neu, die Alter hat uns nicht gefallen. So statt da irgendwann mal innezuhalten und zu hinterfragen, liegt es vielleicht nicht an der Website oder an dem Design oder was auch immer, sondern an dem Punkt dahinter. So, warum hat ihr euch nicht gefallen? Fünfmal warum fragen und du bist eigentlich an der Basis dran, am Grund, wo es wehtut. Und da bist du ja auch schon... Das ja alles hängt auch alles mit dem Machen zusammen. Aber sag nur, was du noch zu Ende bringen wolltest.
Vinz: Es ist ja eigentlich... Gott, habe ich schon wieder vergessen. auf den Punkt eingehen, den du gerade gesagt hast, das ist eben auch... Wie soll ich sagen? Ich glaube, wenn man es halt anständig macht, richtig macht, wie wenn man ein Haus baut. Im Haus fällst du auch nicht beim Dach an. Wo willst du das annageln? In der Luft? Oder... Wenn du es anmerken musst, musst zwangsläufig einmal die Strategiepart heransehen.
Paul: Ist egal. Mmh.
Vinz: der Grundlage des Fundamentes. Und wenn das sauber ausgeschafft und ausgerbeitet ist, der Beton hart ist und ohne Durche noch eine Dämmung und Frostregel dann ist der Rest umso vieles einfacher. Man kommt schon zwangsläufig hinzu machen, weil halt am hintersten und am letzten klar ist, was dann gemacht werden muss. was denn Sinn macht. Nur weil es Standardvorlagen gibt für Branding oder Markenentwicklung, heisst es nicht, dass alle alles brauchen oder für alle genau dieser Weg richtig ist. Im richtigen Brandingprozess geht es darum, herauszufinden, welcher Gang für dich Oder welche Konstruktionsart, wenn wir jetzt beim Haus bleiben, ist es Betonbau, ist es Holzbau, ist es Lehmbau. Und das geht es. Weil wenn man das zuerst wirklich einmal erkennt hat und sich das herauskristallisiert hat, dann macht es, glaube ich, allen richtig Spass, zu den Rest in Angriff zu Erstens einmal definieren. und dann aber auch umsetzen, weil alle Freude haben und alle vom Gleichen reden. Das ist Problem. Finde ich.
Paul: eigentlich das perfekte Beispiel, weil du dir echt überlegen kannst, auch als Traditionsunternehmen hast du ja schon ein altes Haus oder ein Haus, was schon eine Weile dasteht. Ist ja dann auch die Frage, bevor du dich jetzt entscheidest, ich will ein neues Haus bauen, grundlegend zu überlegen, was passt dann an meinem alten Haus nicht mehr, worum geht es mir, geht es mir darum, dass sich Leute wohlfühlen, denn es gibt, wie auch beim Haus, gibt für jedes Problem, gibt es das passende Gewerk. So wenn Du hast das Gefühl, dass dein Boden passt nicht mehr, dann macht ihr halt einen neuen Boden. Und dann steht ihr Boden sinnbildhaft für die Website. Und wenn du das Gefühl hast, die Wandfarbe oder die Inneneinrichtung passt nicht, dann steht das halt sinnbildhaft für beispielsweise den Content. So, dann sucht ihr halt Leute, ihr richtig gut Content können. So, und wenn es dir darum geht, dass so, ich bin noch nicht fertig. Wenn es dir halt darum geht, rauszufinden, wie soll dann überhaupt die Stimmung sein für die Leute? Was sollen die in dem Haus machen? Wer soll sich da wohlfühlen? Wer soll da arbeiten? Dann ruf halt uns an.
Vinz: jetzt habe ich einen anderen gewartet.
Vinz: Mhm.
Paul: Weil da geht es Marke, so das Marke fasst all das zusammen. Und dann können wir immer noch entscheiden, wie die richtige Stimmung, die du haben willst, brauchst du einen neuen Fußbrunnen. Was dann die Website ist. Ich hoffe, das Bild kam an. ähm, und dann kannst du immer noch sagen, okay, Haus abreißen, neu bauen, aber dann halt so, dass es für einen passt. Und es geht nie die Hausaußenfarbe. Das ist vielleicht eine Wirkung von vielen. Aber es macht doch keinen Sinn, dass das Haus von außen gut aussieht und innen leer ist. Oder innen fällst du direkt von der Haustür in den Keller rein, weil sich den Innenausbau niemand gekümmert hat. Und das kannst du auch sinnbildhaft dafür entnehmen, dass dein Team gut funktioniert, dass dein Produkt auch wirklich was kann, was hat, mehr Wert hat und bietet. So, aber dann kannst du umgekehrt halt überlegen, in welchem Haus würdest du dich richtig wohlfühlen? In welchem Haus würde sich deine Kundschaft richtig wohlfühlen? Dann bau halt dieses Haus. Oder mach aus dem Haus, das du hast, das Bestmögliche, das ... dieser Eindruck entsteht. Mach aus, hätten wir uns nennen sollen.
Vinz: gute Analogie für ein anderes Thema, für eine andere Folge ist, wenn verdammt viel Geld für Marketing drauf geht. Sinnbildlich für die Heizung. Dann... Ja. Studiere halt mal dran, neue Fenster zu machen. Damit die Wärme drin bleibt. Dann brauchst du auch weniger Geld für Marketing, weil deine Marke für sich selber steht. Genau.
Paul: Mmh.
Paul: Ich glaube, werden die Podcasts zwar ohne Bullshit dafür mit vielen coolen Analogien und Metaphern und Bildern. Aber das stimmt voll. also ich habe halt auch die Erfahrung gemacht, dass man mit Bildern halt super viel erklären kann. Und das Marketing-Thema greifen wir unbedingt auf. Dann gibt es so dieses coole Bild, dass wenn Marketing und Branding Hand in Hand arbeiten, dass es eigentlich nur noch nach oben geht. Das ist
Vinz: Beautiful.
Paul: wirklich reine Brand Performance, ... die dann abgefeuert wird. Aber du, hast du noch Punkte zum Thema machen? Was ... geht dir noch abschließend durch den Kopf?
Vinz: Nein, einfach...
Paul: Einfach machen,
Vinz: Einfach behalten, keep it simple und ist es eigentlich umso einfacher. Und wenn man mal angefangen hat, dann ist es eigentlich ein leichtes, dran zu
Paul: Ich würde auch sagen, abschließend machen ist der Schlüssel für alles. Also wenn du dir schon Gedanken machst deine Wirkung als Marke, ist der logische nächste Schritt, sich Gedanken zu machen oder die Gedanken festzuhalten und Dinge zu entscheiden, einfach zu halten, Klarheit zu schaffen und da Entscheidungen zu treffen. Und wenn die alle stehen, die Entscheidungen, das Ganze mit Leben zu füllen. Und darum geht es eigentlich beim Machen. Wirklich Dinge anzuwenden, Dinge zu testen, nachzufragen, einen Austausch, Dialog zu kommen, aktiv zu bleiben. So eine Marke ist wie ein kleines Baby am Anfang. das musst du dich einfach kümmern. Da musst du auch wissen, was es braucht, damit es groß wird. Und wenn es eines Tages erwachsen ist, dann steht das Ding auf eigenen Füßen und arbeitet für dich. Und das ist eigentlich das Schönste, was es gibt. Aber du musst dich am Anfang ein bisschen darum kümmern und das Pflegen. Denn ... Nur diesen Prozess zu starten und danach zu sagen, schön war es, das landet jetzt in dieser Schublade, das bringt nichts. Dann ist es schade drum, dann investiert es lieber das Geld in Marketing und deine Zeit und Energie. Aber ansonsten, einfach machen. Es ist echt nicht schwer. Wenn du einmal weißt, worum es geht, loslegen. Und wir heißen ja nun schon, mach mal Marke, weil da Machen drin steckt. Da ist ein armer Programm. Und falls man echt Hilfe von außen haben möchte oder braucht, Vince und ich, wir helfen immer gerne weiter. Sei es nun eher der nostalgische Bereich bei Vince oder der nachhaltige Bereich bei mir. Wir sind da, wir können helfen und wir können gemeinsam entscheiden, welches dein Traumhaus werden soll. Oder auch nicht. Vielleicht finden wir dann auch eine andere Analogie. Ja, aber ich finde auch noch Analogien, weißt du, ich arbeite super gern mit Küche oder mit Gartenbeet. Was sind so deine Top-Analogien?
Vinz: Richtig kitschig. Genau.
Paul: die du hast. Hausbau, Fundament.
Vinz: Immer je nach Zielgruppe.
Paul: Oder, ich glaube auch, zuhören, nachfragen, verstehen und dann drauf eingehen. Also, egal ob du Küchen magst oder Häuser oder was auch immer, ich der wichtigste erste Schritt zu machen ist einfach darüber reden, Hauptsache machen. Also, danke dir, Vince. Schön wars.
Vinz: Genau.
Vinz: Yes. Danke auch. Schönen Abend. Dir und allen anderen. Bis nächstes Mal.
Paul: Hau rein!
Paul: Bis bald. Ciao.
Vinz: Ciao.
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