Branding ist die Summe aller Teile (und du vergisst die Hälfte)

Shownotes

🎙 Was dich in dieser Folge erwartet:

Branding ist nicht dein Logo. Branding ist, wie du dich als Unternehmen verhältst – nach außen wie nach innen.

In dieser Folge sprechen Paul & Vinz darüber, warum jede Entscheidung auf deine Marke einzahlt – egal ob Website, Service, Kommunikation oder Unternehmenskultur.

Das kannst du daraus mitnehmen:

  • Ein starkes Branding entsteht aus der Summe vieler Einzelteile.
  • Emotionen, Service und Mitarbeiterzufriedenheit wirken nach außen.
  • Design erzeugt den ersten Eindruck – aber nicht die Bindung.
  • Interne Kommunikation ist entscheidend für Markenstärke.
  • Nutzererfahrungen prägen die Wahrnehmung deiner Marke mehr als Claims.
  • Feedback ist Gold – und ein Teil der Markenentwicklung.
  • Markenentwicklung endet nie – sie ist ein ständiger Prozess.

Wenn du willst, dass deine Marke nicht nur gut aussieht, sondern auch wirklich wirkt: Diese Folge ist Pflicht.


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Transkript anzeigen

Vinz: Ja.

Vinz: Hm, also, hallo Paul. Hallo, ich mache mal merken. Spannendes Thema natürlich, wie immer. So wie die kennen, es sehr viele Teile. Was ich jetzt schon spontan im Kopf habe, sicher mal so die groben Teile. Natürlich Strategien, die in verschiedenen Bereichen geleidert sind. Wie zum Beispiel Positionierung oder äh...

Paul: Endlos viele.

Vinz: Generell so bisschen die Substanz von einer Marke. Purpose. man dann mal sagt. Genau. Dann ist nicht der...

Paul: Aber woran würdest du denn am Anfang denken? So was, macht für dich denn eine Marke aus? Die Teile, die für dich so am relevantesten sind.

Vinz: Die Marke... Es ist immer ein bisschen das zweischneidige Schwertdesign, das was einem sicher zuerst in die Augen bringt. Aber natürlich auch die Emotionen dahinter. Schlussendlich, Branding ist ja einfach eine Emotion. ist der Eindruck, der Gesamteindruck, was du an Marke übermittelt. Ich finde es schwierig, wenn du gerade so fragst, wie für jeden... ist der Eindruck, gewisse Dinge wichtiger in der Wahrnehmung.

Paul: Ja, es ist ja eh, also man kann es glaube ich super unterschiedlich aufteilen und aufgliedern. So wenn du jetzt sagst aus Kundensicht ist es das eine, aus unserer Sicht ist es ja eh was ganz anderes. Aus Unternehmenssicht nochmal.

Vinz: Genau. Darum ist das glaube ich auch so ein... Mhm. Genau. Darum ist es einfach eh mega vielfältig wie die Persönlichkeit an sich. Ich vergleiche es immer gerne. Eine Marke ist ja eigentlich wie eine reale Person auch. Und jede Person hat so viele Facetten. Interessen, Hobbys, Stil, Sprache, Auftreten und so weiter. Und Gleiche probiert man ja eigentlich mit Marke, Entwicklung für ein gesichtsloses Unternehmen in dem Sinn zu generieren. Dass das ja genauso... ankommt bei den Menschen, wie wenn du als Person denen gegenüberstehst.

Paul: Wobei ich immer sagen würde, dass Unternehmen gar nicht gesichtslos sind. Also gefühlt sind das alles Menschen, die da arbeiten und die ziehen sich dann diese Unternehmensmaske über und tun so willkommen bei uns. Wir sind ein offizielles Unternehmen. Am besten noch mit dem Schriebs vorne drauf. Willkommen auf unserer Website, wo ich mir so denke, Leute, ich bin ja auf eurer Website. Natürlich weiß ich, dass das eure Website ist. Ihr müsst mich da nicht willkommen heißen. Sagt mir doch einfach, was ihr macht und gebt mir irgendwie ein Gefühl, wie ihr drauf seid.

Vinz: Genau.

Vinz: Nein, das sind sie nicht.

Vinz: Mhm.

Paul: Vielleicht können wir damit ja anfangen. Was wäre es denn bei dir aus Kundensicht? Die Summe aller Teile von der guten Marke? Du meintest ja gerade so, das erste, was man sieht, ist immer das Visuelle. Das wäre so. Keine Ahnung. Die Farbe, Schrift, vermittelt eine Stimmung.

Vinz: Ja, heisses Schick, dann schau ich an, zuerst passt es optisch oder nicht. Ja sorry, wir sind Menschen. Also wenn das nicht jeder macht, dann weiss doch, ich. Dann lügst du an Schnur. Aber es ist ja mittlerweile so, sogar... Also alle Menschen generell durch den ganzen... Das ganze Bombardement an visuellen Reiz, Eindrücke, tagtäglich auch durch Social Media, Fernsehen, weiss ich nicht, Guckerwas. hat man ja auch ein gewisses Level an Affinität erreicht. Das heisst, der visuelle Auftritt ist nach wie vor sehr wichtig. Weil ich, wenn ich an mich selber denke, ich keine Ahnung, irgendetwas an einen Online-Shop kaufen und ich merke in den ersten 10 Sekunden, Alter, das sieht aus wie Arschloch. Das ist entweder Shady, ein Scam oder einfach...

Paul: Mh.

Vinz: nicht professionell,

Paul: Übrigens, sehr guter Test ist, überleg dir mal beim iPhone beispielsweise, du nimmst den Apfel weg. Dann ist einfach ein viel zu überteuertes Telefon. Und dann denkst du so, was will diese gesichtslose Marke? Letztlich dieses Apple-Zeichen macht den Wert hinter diesem ganz normalen Telefon, so wie jedes andere auch ist. Es hat irgendwie Kameras, es hat ein Display, es hat einen Chip, es hat einen Akku. Es hat die grundlegenden Funktionen, die nehmen sich ja technisch nicht so viele Dinge. und gleichzeitig sobald dieser Apfel hinten drauf ist, hat das Ding auf einmal einen Wert. Sprich, dieses, genauso wie das Goldene bei McDonald's. Wenn du das austauschen würdest, ich glaube, nur vom Geschmack her würdest du wahrscheinlich die Bürger zwischen Burger King und McDonald's unterscheiden können, wenn du jetzt Hardcore-Fan bist von einem der beiden. Ich würde es jetzt nicht auf Anhieb unterscheiden können. Sprich, du könntest das Optische komplett tauschen. Aber das Optische wiederum, also sowas wie das Goldene von McDonald's, führt da dazu,

Vinz: Jaaa!

Paul: dass ich damit direkt ganz, ganz viele Dinge assoziiere. Sprich, Klub ist, ich weiß nicht mehr, wer hat das auf jeden Fall mal zusammengefasst. So, hast einerseits auf der Marke dieses ganze Emotionale, was die Marke ausmacht. Und auf der anderen Seite aber wirklich die Markenelemente, die einen Wert haben. Und bei den großen Marken kannst du es sehen, also der Swoosh von Nike, das von McDonald's, der Apfel von Apple. Diese Symbole mittlerweile wert. Also die sind ein essenzieller Teil von der Marke, deswegen ist Design wahrscheinlich schon wichtig, wenn du dich richtig groß etablieren möchtest.

Vinz: Ja, aber ich finde das Design ist jetzt eigentlich nur das Logo von den Unternehmen. Es gibt ja auch so viele Posts auf Social Media, die den Leuten zum Beispiel einfach das Logo weglassen. Und dann siehst du nur die Farben oder das Layout von einem Preisschild, zum Beispiel von Ikea. Also ich finde, auf das alleine kannst es nicht reduzieren, zumal, ja vielleicht oberflächlich schon, aber wie zum Beispiel mit dem iPhone nochmal zurückgehen.

Paul: Ja klar, dann siehst du es auch schon.

Vinz: ist für mich dann aber auch wie die designt Nutzererfahrung. Und das ist bei Apple ganz ehrlich, ist das etwas ganz anderes als wenn du ein Samsung Handy hast, ein Android Handy. Also wenn du gewöhnt bist mit... Ja genau, also das ist eigentlich quasi wie der erste Eindruck im Design, wenn der schon mal gepasst ist, ja boah cool, gehst mal weiter.

Paul: Aber das ist ja genau der nächste Punkt, Also das ist letztlich...

Vinz: Dann ist es für mich wie eine Mischung zwischen Information, du suchst ja noch etwas im Aktiv. Und natürlich auch, wie findest du die Informationen, die du suchst. Also einerseits Kommunikation, aber auch Nutzererlebnis. Das mich einfach das Gleiche in der Kommunikation generell. Wenn du Handys suchst oder das iPhone suchst, dann hast du keinen Bock. Ich weiss nicht, wieviel Romance zu lesen von wegen Willkommen, wir sind die, uns gibt es schon seit 200 Jahren, wir haben uns spezialisiert und das machen ja mega viel. Also quasi das erste, was man liest ist Willkommen, wir sind, wir sind, wir sind, sondern das mir doch als Nutzer scheissegal, ich will doch einfach nur wissen, was kriege ich da und warum sollte ich mir jetzt die Mühe machen, um weiter zu scrollen. Das heisst, dort verkacken es eigentlich auch mega viel. Und zweitens.

Paul: Aber jetzt sind wir schon fast weiter weg vom Thema, weil eigentlich war ja die Frage so die Summe aller Teile. Und gleichzeitig hast du gerade schon die Antwort gegeben, weil es neben diesem Design erster Eindruck hinterlässt irgendeine Stimmung, ist es ja diese diese Wirkung, die du spürst, sobald du eine Seite aufmachst oder irgendeinen Laden betrittst oder irgendwie mit diesem Unternehmen interagierst und sei es halt, dass du Leute anrufst und direkt die erste Stimme am Telefon hast. Und ich habe das echt erst letzte Woche erlebt, wo ich irgendeine Versicherung anrufen musste. Und das erste, was ich höre, war so eine ... ... verzerrte Stimme fast wie ... ... klassische KI-Stimme, die mich irgendwie begrüßt ... in so einem Kundencenter und mich ... 10 Sachen abfragt und ich soll die richtige Taste eintippen, ... ... zum jeweiligen Thema, wo ich hin will. Und auch das ist ja eine Erfahrung, ... ... die ich habe mit diesem ... abstrakten Unternehmen. Und auch das ist Teil von der Marke.

Vinz: Mh.

Paul: von einem Markenerlebnis und du hast ja von Erlebnissen gesprochen. All das sind ja krasse Erlebnisse, die zum großen Teil unbewusst passieren.

Vinz: Mhm.

Vinz: Aber das, was du jetzt ansprichst, das ist mittlerweile... Es fällt mir je länger je mehr auf, dass gewisse... Zum Beispiel wie meine Verwaltung von Wohnung... Wenn du dort anrufst, dann hast du wieder so eine KI-Stimme, irgendwie fünfmal eine Taste drücken, bis du dann endlich mal bei jemandem bist. Und dann muss diese Person dich wieder irgendwo hervermitteln. Das ist so mühsam! Und ich muss ehrlich sagen, ich habe nämlich auch ein spannendes Thema dazu.

Paul: Hm.

Vinz: für eine andere Folge, aber äh... Ich finde, mittlerweile so ein Peak erreicht, wo das die Leute richtig, richtig hart abfuckt. So das Künstliche. Weisst, keine Bezug mehr zum Menschen sich. Das Greifbare, Nachbare, Echte. Sondern nicht mehr nur das Gestellte, Falsche. Und das ist halt... Ja, ich glaub, keine Ahnung, es so viel Einfluss, auch vielleicht... Wenn wir wieder rein auf dem Designaspekt sind, weisst du, das...

Paul: Aber das ist ja ein superspannender Punkt, wenn du so in dieser Verbraucherinnenposition bist, hast du immer das Gefühl, du wir haben jetzt irgendwie das Visuelle, das was du siehst, das hinterlässt eine Wirkung, das was du spürst, wie wird mit dir umgegangen und dann ist halt der nächste Punkt das Verhalten. So die Wirkung entsteht ja, weil irgendjemand sich verhält und das ist halt ein Riesenunterschied, wenn mir eine Versicherung auf der Website verkauft.

Vinz: Ja.

Vinz: Mhm.

Vinz: Mhm.

Paul: wir sind menschennah, wir sind serviceorientiert und so weiter und du rufst an und hast eine KI-Stimme, dann ist das weder serviceorientiert noch menschennah, weil es in erster Linie umständlich ist. Sprich, das ist Verhalten und das hinterlässt genauso unbewusst eine Wirkung auf dich als Konsumenten da draußen. Und ich glaube, das ist ein Riesenpunkt, der ganz vielen Leuten nicht bewusst ist. Das eine ist ja, beim Branding wird immer so getan, Guck mal, wie du dich verhalten oder wie du sein möchtest, wie du wirken möchtest da draußen. Und was vergessen wird, wenn du das alles definiert hast, musst du dich auch entsprechend verhalten. Sonst geht das ja nicht auf. Kannste nicht irgendwie tun. Wir sind super cool in dem, wir tun. Aber wir behandeln unsere Mitarbeiter dann ziemlich beschissen. Und deswegen haben die einen schlechten Service beispielsweise.

Vinz: Ja, einfach viel gemacht. Im grossen Unternehmen wie aber auch im kleinen Unternehmen. Oder auch blöd gesagt, nur schon wenn du Einzelperson bist und eine Firma hast. Und quasi auf deiner Webseite den Standard Bullshit predigst. Ja, ich bin so super, bin der Beste, der Einzige.

Paul: Immer wieder.

Paul: Mmh.

Vinz: professionell, effizient usw. usf. Und wenn du mal ein Mail schreibst, dann hörst du einfach eine Woche nichts zurück. Sorry, aber dann hast du die Regeln nicht verstanden, Und das ist halt schon...

Paul: Ja, schreibst halt entweder nicht hin oder machst anders. gehört beides mit dazu. Und der andere Punkt ist ja, du musst es ja nicht mal schreiben. Also es zwingt dich ja, keinen zu schreiben. Ich antworte superschnell, weil ich ganz serviceorientiert bin. Ohnehin sind das so, können wir auch mal eine andere Folge machen. Ich finde das immer so Bullshit-Floskeln, wenn irgendwo steht, wir sind innovativ, wir sind serviceorientiert. Ja Leute, willkommen in 2025. Das ist doch irgendwann Standard, oder? Also...

Vinz: Ja.

Paul: Ein Unternehmen, das bewusst nicht innovativ ist, kenne ich nicht. Ein Unternehmen, das bewusst nicht serviceorientiert ist, kenne ich auch nicht. Oder würden dir da welche einfallen? Und das ist eigentlich ein guter Trick, herauszufinden, wenn du das irgendwie als Leitlinie hast für dich, also zu sagen, wir sind serviceorientiert, würde das umgekehrt Sinn ergeben. Zu sagen, wir sind nicht serviceorientiert. Nein, würde keinen Sinn ergeben, weil alle wollen irgendwie Service machen. Also dann nimm dir halt einen anderen Punkt raus. den du in den Mittelpunkt stellst, der deine Leitlinie ist. Das ist also, nehmt es mit als Tipp, probiert es mal aus. Dann klappt das. Aber es sind immer noch nicht alle Teile, die ich meine. Es ist noch mehr, die summeale Teile. Nee, was fällt dir noch ein? Das ist jetzt so die Verbrauchersicht. Also irgendwie wir haben einen visuellen Eindruck, die Wirkung, Verhalten. Und ich glaube, damit haben wir ziemlich viel abgedeckt. Letztlich muss halt, finde ich immer noch, das Produkt auch standhalten. Also...

Vinz: Nein.

Vinz: Ja, dann haben wir los.

Paul: Ist halt cool, wenn das bisher alles stimmt, aber dann ist keine Ahnung, das iPhone funktioniert nicht, dann hält das Produkt nicht, was es verspricht oder was das Unternehmen verspricht. Wenn der Service schlecht ist, ist ein Riesenpunkt und das hinterlässt ja alles eine Erfahrung. Manchmal sind die Dinge auch unfair. Ich glaube, viele, die so im Versandhandel unterwegs sind oder irgendwelche Produkte anbieten, die zu Kunden geschickt werden, haben oft das Problem, dass wenn halt die Post Mist baut und ein Paket kommt zerstört an oder verspätet an, dann färbt das ja auch negativ auf dich als Unternehmen ab, auch wenn du nichts dafür kannst. Und das ist dann halt so, das weitere Umfeld rund dein Unternehmen, das du auch mit beeinflussen solltest, beziehungsweise dann halt irgendwie damit umgehen solltest, dass es so handelt, wie es handelt. Und ich glaube, damit werden echt viele Faktoren so von Konsumentensicht abgedeckt, oder? Würde dir noch was einfallen?

Vinz: Vielleicht auch, dass man ernst genommen wird. quasi, dass man den Dialog vom Kunden oder vom Nutzer respektiert, aber auch wirklich einfordert. Man kriegt mittlerweile bei jedem Magazin ein Abo oder irgendeinem Sv, kriegt man laufende E-Mails von VG, ja bewertet unseren Service.

Paul: ja, naja.

Vinz: Und solange es gute Bewertungen sind, alles okay. Aber wenn du mal eine schlechte Bewertung schreibst, auch auf Google zum Beispiel, dann kriegst meistens oder vielfach auch einfach so eine Standard-Copy-Paste-Antwort. Aber machen tun sie nichts. Sie schauen dir ja nicht her. Und eigentlich sind das ja genau die Bewertungen, die eigentlich die wichtigsten sind. Also es bringt dir ja nichts, wenn einfach immer alle sagen, hey mega cool, mega cool. Aber wenn sich dann wirklich jemand einmal Zeit nimmt und sagt, hey, schau, ist gut, aber das ist nicht gerade so zumindest zufriedenheitlich gewesen. Also klar, viele sind ja auch einfach wütende Wutbürger, die dann einfach mal ihren Frust rauslassen. Aber man merkt ja dann wirklich, wenn es ehrliche Kritik ist, also dann sollte man ja doch genau dort heran schauen. Und das ist vermutlich noch ein wichtiger Punkt. So, so...

Paul: Ja, das ist ja auch... Interaktion mit der Zielgruppe. Einfach Nachfragen zuhören, rausfinden, was die wirklich wollen, auf die Leute eingehen. das ist, wie du gerade hast ja perfekt zusammengefasst, von wegen ernst genommen werden. Finde ich sehr gut.

Vinz: Genau.

Vinz: Und das Gleiche ist dann auch intern im Unternehmen selber. Jetzt haben wir eigentlich alles aus Konsumentensicht angeschaut. Ich das Gefühl, du willst auf das noch raus. Quasi intern. Weil dort ist es ja eigentlich genau das Gleiche, aber einfach mit den Mitarbeitern. Also die sind ja eigentlich die, die ein Unternehmen am Leben behalten.

Paul: Hm?

Paul: Endlich!

Paul: Jetzt geht's

Vinz: Wenn es deinen Mitarbeitern nicht gut geht, die nicht zufrieden sind oder sich mit dem Unternehmen nicht identifizieren können oder voll dahinter stehen, dann machst du etwas falsch. Das ist nur schon ein Beispiel. Aus meiner Nische geht es eigentlich mega vielen so. Die gehen unter in Arbeit, was ja eigentlich ein Luxusproblem ist. Aber gleichzeitig finden sie halt keine Leute. Und es wird dann einfach immer nur abgefahren. Ja, es hat keine Leute. Oder die Jungen wollen nicht. Aber vergessend, da... ...extrem die Leute, die sie schon haben. Und die werden einfach in den meisten Fällen zu 99 % einfach dazu verdunnen, um halt... ...no mehr machen und no mehr machen und no mehr machen. Und no mehr machen plus über einen längeren Zeitraum. Das ist einfach die Formel für... äh... Misserfolge, weil der verblasst sie jeden früher oder später. Und dann sind sie noch verwundert, warum einer nach dem anderen könnte. Und das ist halt wirklich mein Gott, es ist doch nichts einfaches als doch einfach mal intern zu was ist gut, was ist schlecht, Feedback reinholen, wie auch beim Konsument auch. Und das dann aber auch ernst nehmen und umsetzen.

Paul: Ja, absolut. Hat auch ganz viel mit Führung zu tun, finde ich. Also wenn du so ein normales Unternehmen hast, ... irgendjemand hat das Sagen. Und solange die Person das nicht schafft, ... einerseits dem Team zuzuhören ... und die Leute, die angestellt sind, ... ... denen ein offenes Ohr zu schenken und mal rauszufinden, was beschäftigt die, ... was wollen die, was brauchen die, um richtig gut arbeiten zu können ... ... und andererseits nicht vorgeben zu können, in welche Richtung soll ich das Ganze hier entwickeln? Also eine klare Linie vorgeben. Oder ...

Vinz: Ja.

Paul: wenigstens in Worte fassen können, ... wofür wir stehen. Ich nutze ja immer das Beispiel, ... wenn irgendwelche ... ... Leute, Unternehmen zu Markenworkshops kommen, ... am Anfang zu fragen, ... wenn das so kleineres Team ist, ... wie würdet ihr denn auf einer Party ... ... unbekannten Person ... ... erzählen, was ihr macht ... ... und wofür euer Unternehmen steht. Und wenn du fünf Leute hast und kriegst fünf unterschiedliche Antworten, hast du ein Problem. So, dann musst du mal ... spätestens zuhören und rausfällen, ... warum antwortet ihr alle anders? Was glaubt ihr denn, was wir hier überhaupt?

Vinz: Mh.

Paul: Und wenn das nicht definiert ist, wie soll sich da irgendwas positiv entwickeln? Und letztlich ist so dieses ganze Interne halt die Basis dafür, dass das Extern richtig gut läuft und ankommt. Also wenn du, wenn du möchtest, dass die Leute richtig guten Service machen, dann gibt den halt ein Gefühl, dass du sie ernst nimmst und dass Service wichtig ist und ein relevanter Part für die, für das Nutzungserlebnis und dass du das schätzt, dass sich Leute darum kümmern und dass die aber auch genau wissen, wofür euer Unternehmen steht ... und wofür vielleicht auch nicht. Und das ist ja auch ein Punkt ... ... zu sagen, wir wollen bewusst ... eine Zielgruppe erreichen. Das macht man ja auch nicht irgendwie, ... ... um, weiß ich nicht, ... da besonders viel Geld zu machen, sondern um halt eine Klarheit herzustellen ... und nicht den eigenen Mitarbeitenden abzuzwingen, ... dass sie sich um alles ... und jedes Problem in dieser Welt ... ... bestmöglich kümmern müssen. Das ist ja ein Ding der Unmöglichkeit. Und all das spielt halt eine riesen Rolle.

Vinz: Also man muss sagen, wir sind jetzt auch ziemlich tief drin, weil schlussendlich, sagen wir mal Grosskonzerne, wie Apple oder jedes andere Tech-Unternehmen oder so, die lassen auch billig produzieren in China, um Hunger zu und so weiter. Also weisst denen ist Ethik, also scheissegal wie...

Paul: Hm.

Vinz: Keine Ahnung, der Schwerölindustrie sag ich jetzt mal. Das ist doch alles... Aber die machen trotzdem Kohle ohne Ende. Weisst du, aber schlussendlich... Ja. Geht es auch darum bei den realen Unternehmen, Sagen sie mal bei den mittelständischen Unternehmen oder weiss ich nicht was. Oder ja, bei einem grossen Unternehmen. Es ist doch nichts logischer als... Schau doch, dass es deinen Leuten gut geht.

Paul: Mmh.

Paul: Aber ich glaube da, also eigentlich ein guter...

Vinz: Denn dann wird es deinem Unternehmen gut gehen, weil es deinen Kunden auch gut geht. Ich sage noch Beispiel Gastronomie. Du musst dich nicht verwundern, wenn eine ganze Branche je länger er am Arsch ist, wenn du deine Angestellten wie Hunde oder wie Gnächte und dann aber auch noch bezahlst wie Gnächte. Wie sollte ich denn... Jeder ist ja...

Paul: Mhm.

Vinz: blendet, wenn er irgendwo noch ins anfährt. Also es wird dir noch das Blaue vom Himmel versprochen. Aber jeder nach einem halben Jahr merkt doch einfach nur noch, dass er an Nummern ist und eigentlich nur noch krüppelt, den Chef zu holen und sagt «Chefle», oder? Also einfach mal dort ansetzen und dann...

Paul: Ja, ja. Und das ist ja eigentlich perfektes Beispiel. Weil ich mir denke, das hat zwei Aspekte noch drin. Einerseits, du halt, wenn dein Chef dich schlecht behandelt beispielsweise ... und du bist in der Gastro für den Service zuständig, ... dann machst du auch schlecht einen Service, ... weil du ja keine Motivation hast, guten Service zu machen. Dann kriegst du auch schlecht Trinkgeld ... ... und es ist ja gefühlt, dein halbes Standbein ist Trinkgeld eigentlich. Und umgekehrt, genau das gleiche bloß in besser zu sagen. Wenn ich den Chef gut behandle, dann machst du einen guten Service, weil du weißt, dass es wichtig ist, dass es den Leuten gut geht ... und wenn es den Leuten gut geht, geben sie dir gut Trinkgeld. So für den Chef ist es vielleicht doppelt gut, ... weil er genau weiß, wenn ich meine Leute gut behandle ... ... und die behandeln die Gäste gut ... und wir haben eine gute Stimmung ... ... überall im ganzen Restaurant, ... dann machen meine Angestellten auch Werbung für mein Restaurant. So das ist ja ... ... das gilt wirklich für jedes Unternehmen. Es kann mir keiner erzählen, dass es dir egal ist, wie deine Mitarbeiter über dich als Unternehmen reden.

Vinz: Kein Stau.

Paul: So, das sind alles potenzielle Unternehmensbotschafterinnen da draußen. Die können der Welt zeigen, warum es gut ist, dass es euch gibt und warum ihr gute Arbeit macht. So, und dann müsst ihr nämlich keine Akquise machen und keine HR-Kampagnen starten, Nachwuchs zu suchen. Dann habt ihr einfach ein Team aus 20 Angestellten und alle haben ja ein soziales Umfeld. So, irgendwo sehen die oder kennen die Menschen im passenden Alter mit den passenden Qualifikationen, die ihr gerade braucht und sucht. sondern lass die doch Werbung machen. Es gibt da nichts Naheliegenderes als zu sagen ... ... Hey Vince, ich weiß, ich habe ein mega geiles Unternehmen. Du kennst jemanden, der in einem passenden Alter ist. Ich bin voller Begeisterung für mein Unternehmen. Hast du nicht Bock, den mal zu fragen ... oder die zu fragen, ob die kommen möchte? Um sich das mal anzuschauen. Ich meine, so eine Begeisterung, spürst du ... ... als Kunden. Du spürst vor allem, ob das gespielt ist oder nicht. Und ob die irgendwas verkaufen müssen oder nicht. Das ist ja eh das Schlimmste.

Vinz: Ja. Ja.

Paul: Das waren fast die Summe aller Teile. Und ich denke mir, jetzt haben wir ganz viel geschaut extern, so aus Kundensicht von außen und intern, aus der Sicht intern, wie es halt genau für die Unternehmen selber ist. Und wir selber, wenn wir so Branding angehen, dann definieren wir ganz viele von diesen Elementen. Und die Standardelemente, die man definiert, und das ist so der letzte Punkt, auf den ich noch eingehen wollte, sind ja solche Sachen wie Wir haben die Positionierung, das Angebot mit den Produkten, was auch immer, den Verkauf, den Service. Dann haben wir so die Markensubstanz zu fragen, warum gibt es euch überhaupt, was wollt ihr in der Welt da draußen bewirken? Was sind Missionen, Divisionen, was auch immer. Wir haben die Werte und dann kommt es relativ schnell in die Kommunikation zu gucken, stimmt das alles? Welche Geschichten erzählen wir? Dann machen wir das passende Design und dann setzen wir das Ganze Und ich habe erst neulich wieder in einem Workshop gemerkt, dass Dahinterstehend aber ein Kernelement von so einer Markenentwicklung ... auch immer die Organisation selber ist. Also wie ist die Organisation das Unternehmen aufgebaut? Wie arbeiten die Leute miteinander? Wie sind die Abhängigkeiten? Wie ist die interne Kommunikation? Wer ist wofür verantwortlich usw.? Das spielt alles mit. Also du kannst nicht Dinge schön machen oder sagen wir, ... wir sind jetzt da positioniert in so einem Markenentwicklungsprozess ... ... und lässt diesen ganzen internen Teil aus und vor. Und deswegen finde ich es immer so schwer, ... ... wenn so eine Markenentwicklung oder so ein ... Brandingprojekt abgetan wird ... in größeren Unternehmen in der Marketingabteilung ... ... und gesagt wird, ihr macht Marketing, kümmert euch mal ... drum, dass das Ganze hier schön aussieht. Weil ja die Marke, wie im Titel, die Summe aller Teile ist. Sprich eben genauso ... ... alle Mitarbeitenden, alle Abteilungen, alle Teams. alles muss ineinander passen, damit es funktioniert. Und wir haben ja gerade ... eine halbe Stunde fast dargestellt, warum das so sein muss, ... ... damit halt die ... die Leute, die draußen ein Unternehmen sehen, ... mit jedem Kontaktpunkt ... ein richtig geiles Erlebnis haben. Darum sollte es dir doch gehen, ... ... weil letztlich ... willst du ja irgendwas verkaufen da draußen.

Paul: Deswegen, Summe alle Teile und mehr Teile als man denkt. Also einfach, kleine Merkformel, alle Teile. Egal, was du jemals mit deinem Unternehmen definiert hast und sei es nur die Buchhaltung. Alle Teile sind relevant für eine Markenentwicklung. Alles auf den Tisch packen und dann besser machen.

Vinz: Ja.

Vinz: Ja, man muss halt auch schauen, sagt jetzt mal, Verbesserung ist auch immer gleichgesetzt mit Veränderung, oder? Und ich glaube, ist halt auch wie... ...für viele halt dann auch wie so ein Mammutprojekt. Weil viele sind... Ja, schon, aber viele sind... Weisst du, viele sind sich dessen auch bewusst, aber es braucht halt auch Mittel und Ressourcen, das überhaupt zu Und das ist halt... Es ist ja jedem Menschen als Opern bewusst, wenn du etwas anstossst...

Paul: Ja, aber Verbesserungen wollen doch alle, oder?

Paul: Mmh.

Vinz: Kleidomino-Stein-Ausstoß ist, bringt er eine Kette ins Laufen. Und schlussendlich, ja. Wenn es eine Firma seit 40 Jahren gibt und die ihren Erfolg hatten, dann ist es halt auch verdammt schwer, einem mal so einen Trott auszubrechen. Oder? Aber wenn man halt... Ja. Aber wenn man halt... Wie soll ich sagen? Einfach nichts macht, sich nicht anpasst.

Paul: Absolut. Ich glaub, beim ersten Schritt musst du eh...

Vinz: Abpassung heisst ja auch nicht einfach, man muss alles immer komplett ändern. Oder immer alles machen wie andere. Nein, geht ja gar nicht darum. Es geht ja wirklich nur darum, zu schauen, wer sind wir, was sind unsere Kernwerte und wie können wir uns den neuen Gegebenheiten so anpassen, dass wir mit den neuen Gegebenheiten einfach klar kommen. Und das geht es.

Paul: Deswegen mein Stichwort war gerade Bewusstsein. Also du musst ja in erster Linie Bewusstsein dafür schaffen. Das heißt nicht, heißt ja nie, dass du bei so einer Markenentwicklung alles änderst. Es geht ja eher darum, alles was du hast auf den Tisch zu packen und zu überlegen, welche Aspekte davon sind wirklich relevant und wo muss man vielleicht Dinge nachbessern und welche sind aber auch genauso gut und dann kannst du ja genau nochmal definieren und dir einfach bewusst machen, ne, genauso wie wir es machen, das ist richtig. So und dann kannst du einen Haken dahinter machen. Das ist ja auch das Schöne. Also ich glaube, die Hälfte unseres Jobs ist hinter Dingen, die es schon gibt, die schon da sind, einfach einen Haken machen und dafür dann letztlich in dem Bild nach außen und in dem Bewusstsein noch mal herauszuarbeiten, wie man das Ganze transportieren, verpacken, kommunizieren kann, was auch immer.

Vinz: Mhm.

Vinz: Ja, wie kann man einfach coole Geschichten spannen? Und, und, ja...

Paul: Storytelling eigentlich eigentlich machen wir nur Storytelling. Bloß anders.

Vinz: Ja.

Paul: Cool. Die Summaeilteile hast du noch berühmte letzte Worte, oder?

Vinz: Genau. Ja. Ja, man schlussendlich so mehr teile. glaube, das ... nie alle aufzählen. Also, du kannst ... Du kannst noch so, du noch so ... an alles denken, werden immer wieder neue Sachen auftauchen. Oder halt ... Wenn du das Gefühl hast, du bist fertig, dann musst du wieder unweigerlich von hinten wieder anfangen und einfach schauen, dass es so umgesetzt wird. Oder wie soll ich sagen, in den heutigen Zeiten, wo ja eh alles ...

Paul: Das war ja auch nicht Sinn und Zweck.

Paul: Ja.

Vinz: von heute auf morgen immer anders ist. musst halt immer am Ball bleiben. Wie heisst das schön? Entweder gehst mir Zeit oder gehst du mir Zeit. Das ist halt so. Behinderte horror Marketing Spruch, aber es hat was.

Paul: Ja, in manchen Sprüchen soll ja bisschen Weisheit stecken. Aber das ist doch ein guter Punkt am Ende, zu sagen, egal was neu dazu kommt, ich finde es einfach wichtig, dass man sich das Bewusstsein schafft, dass so ein Prozess nie abgeschlossen ist und dass der aber auch nie abgeschlossen sein muss. Du kannst für einen Moment Dinge entscheiden, dann kommen neue Dinge hinzu, dann packst die mit rein und gut ist. Das Wichtigste ist, einfach machen. Einfach... Bewusstsein dafür herstellen, dass egal was du tust, ... alles auf deine Marke einzahlt ... und umgekehrt alles, was du mit der Marke definierst, ... einen Einfluss auf alles in deinem Unternehmen hast. Und das ist halt ein ganz normales Geben und Nehmen. Und das ist Prozess. Aber ganz ehrlich, ... ... wenn du ein Unternehmen hast und das besteht seit ein paar ... Jahren oder Jahrzehnten oder noch viel länger, ... ... dann entwickelt sich das automatisch weiter, auch wenn du es überhaupt nicht möchtest. Oder es ist halt weg.

Vinz: Ja, jawohl.

Paul: Einfach machen. Das ist das Wichtige.

Vinz: Gut, in dem Fall.

Paul: Ja, danke dir. Bin gespannt auf die nächsten Themen. Ebenfalls. Hau rein, Vince.

Vinz: Das bestand.

Vinz: Ciao!

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