KI wird dein Branding nicht retten! (Du aber schon …)
Shownotes
🎙 Was dich in dieser Folge erwartet:
KI ist schnell, schlau – aber nicht kreativ.
Und schon gar nicht menschlich.
In dieser Folge sprechen Paul & Vinz über die Rolle von KI im Branding – und worauf du achten solltest, wenn du smarte Tools in deine Markenarbeit integrierst.
Das kannst du daraus mitnehmen:
- KI kann dich kreativ unterstützen – wenn du weißt, wie.
- Menschlichkeit ist in der Markenentwicklung wichtiger denn je.
- KI hat keine Emotionen – und kann deshalb keine echte Marke erschaffen.
- KI spart Zeit und liefert Impulse – aber keine Substanz.
- Du bekommst nur so gute Ergebnisse wie deine Eingaben sind.
- KI liefert oft generische Outputs – ohne Seele, ohne Haltung.
- Zuhören, echte Verbindung und Dialog bleiben unersetzlich.
- Es braucht ein gesundes Gleichgewicht zwischen Tool und Mensch.
Wenn du wissen willst, wie KI deine Marke ergänzen – aber nicht ersetzen – kann: hör rein.
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Transkript anzeigen
Vinz: So, hallo. Das heutige Thema, das ich mitgebracht habe, wie immer im charmanten Bündnerdialekt, dass alle hochdeutsch sprechenden gratte gratis Schweizer Kurs, Schweizerdeutsch Kurs, haben. Ähm, bitte schön. Mein Thema, KI und Kreativität. Werden Maschinen unsere Marken gestalten? Und was sind die Folgen?
Paul: Merci vielmal Vince. Hammer.
Vinz: Ja, ich habe letztes Jahr mal Matrix geschaut. Darum habe ich gedacht, gehe ich wieder auf KI. KI, der in den letzten Jahren ein richtiges Schreckgespenst war. Vor allem für alle Kreativen. Die eine Seite sagte, voll geil, wir müssen bald nicht mehr arbeiten. Wir können alles mit einem Mausklick erledigen. Und die anderen sind voll krass, sie klauen unsere Jobs. Lager gewesen. Riesenhysterie. Aber es wird ja irgendwann jedes Jahr schlimmer. Hier mit Trends und KI-Bots und allem Bullshit, welches ja mittlerweile machen kannst. Drum, Paul, einfach so ins Blaue. Wie stehst du dazu? Zu KI. Zu deinen Erfahrungen.
Paul: Diese KI-Events. Ja, ja, Wahnsinn. Also, danke erstmal für das Thema. Schön, dass wir wieder zusammen hocken und über die tollen Branding-Themen reden können. Ohne Bullshit wohlgemerkt. Und KI, ja, ich glaube, das war, hatte einen kleinen Bullshit-Faktor zum Teil so seit den Anfängen. Und ich glaube, nach diesen ersten Wellen zwischen absoluter Hype auf der einen Seite und absoluter Ablehnung auf der anderen Seite Ebenen sich gerade so ein bisschen die Wogen. Die Wogen glätten sich, die Wellen ebnen sich. Du weißt, was ich meine. Es wird irgendwie ein bisschen ruhiger und alle können sich langsam so wirklich hinhocken und das Zeug mal ausprobieren. also ich würde mal ganz frech behaupten, für die meisten hat es dann doch einen ziemlichen Vorteil, unterschiedlichste KI-Tools zu nutzen. So selbst wenn wir das Ding hier nach produzieren, nutzen wir KI. Damit sich die Stimmen ein bisschen anpassen vor der Lautstärke her, dass automatisch das Zeug transkribiert wird, dass man es gut schneiden kann und es fühlt sich nicht nach KI an. Das ist ja ein Riesenpunkt. Aber wir wollen ja aufs Thema Marke rein. Meine ersten Gedanken dazu waren damals auch zu sagen, was passiert jetzt mit dem Job, so wenn KI auf einmal geile Logos machen kann. Und tatsächlich war der nächste Gedanke aber geil. Das ist doch voll schön, dass das ein Tool kreativ unterstützen kann. Danach war der nächste Gedanke tatsächlich zu sagen, KI greift ja aktuell aber nur auf bestehendes zurück. Also das ist ja praktisch wie ein Mixer, das Tool. Ist ein krasser Mixer, weil er auf alle Zutaten... Absolut! Also nicht zu sagen, es gibt aktuell nur Bullshit im Markt, nee es gibt auch richtig geiles Branding und geile Designs. So, aber KI ist aktuell ein Mixer. So das kann auf alles zugreifen und es kann alles neu miteinander paaren.
Vinz: Bullshit in, Bullshit out.
Paul: Aber das ist in der Hinsicht kein krasser Gamechanger, würde ich meinen. Und deswegen denke ich mir, und das ist direkt schon der beste Punkt an dem ganzen KI-Thema, das Menschliche wird immer wichtiger. So eigentlich lernen wir erst jetzt, wie relevant gerade so in der Markenentwicklung, im Branding das ganze Zwischenmenschliche ist. Weil KI kann keine Marke generieren. Das geht nicht. Noch nicht. Oder? Yay! Geschafft! Was war denn deine erste Gedanke?
Vinz: Fuck off, war eigentlich meine Zusammenfassung vom Ganzen. Ja super. Gehen wir gleich noch rein. Nein, finde ich spannend. ist... Es ist eigentlich... Ja, wie soll ich sagen? Zuerst war ich voll interessiert. Ich bin gar nicht so der Techie und so. Ich habe immer noch einen Notizblock. Ich arbeite viel, zeichne viel. Wieder, wieder. Weil mich das ganze Zeug einfach dermassen genervt hat. Und je mehr Tools ich hatte, mich zu fokussieren desto unfokussierter war ich schlussendlich. Weil ich einfach meine Zeit damit vertattelt habe, irgendwelche Scheisse noch zu tragen.
Paul: Wieder.
Vinz: Ja, was mich dann einfach von Produktivität wieder abgeholt hat, anstatt effektiv etwas zu machen. Und darum muss ich einfach sagen, back to basics, back to the roots, einfach Stift und Papier. Zack. Aber nichtsdestotrotz muss ich einfach sagen, KI ist einfach ein Werkzeug. Und wer es heutzutage nicht nutzt, ist einfach dumm. Ganz ehrlich, meine Meinung. Aber es ist eben die Frage, wie nutzt man es?
Paul: Ja, ja.
Vinz: Oder? Welle Finde!
Paul: Ich glaub, das wird die Folge mit den meisten Aber's. Weil bei jedem Punkt, den man sagt, ist immer ein Einwand. noch mal, pass mal auf, aber so war's nicht gemeint.
Vinz: Ja, ja. Genau. Aber es ist ja eigentlich ein Werkzeug. Viele haben das Gefühl, dass man alles selber machen Das ist mega cool und top. Aber... Nur weil du einen Hammer hast, der 10'000 Stutz kostet, heisst es noch lange nicht, dass du auch gerade eine Ecke einschlagen kannst. Das heisst, du musst ja auch wissen, wie du diese Tools Und ich finde... Zum Beispiel, wenn man es jetzt mal gliedert, einfach mal gliedert, was sind die positiven Aspekte von KI? Das ich jetzt für mich einfach mal aufgeschrieben, weil ich mittlerweile auch täglich mit KI Aber man muss dort auch schauen, Tools wie zum Beispiel die ganze Adobe-Programm, haben schon seit Jahren KI-Systeme eingebaut. Nur schon, dass du der intelligente Grid... Klipper, wie man das mal sagt, Magnet, der einfach die Elemente gerade verschiebt. Das ist auch KI. Einfach auf einem mittlerweile recht tiefen Level. Aber eben, positive Gründe. Für mich ist einer der wichtigsten positiven Aspekte der Nutzung von KI einfach das Zittersparnis. Vor allem in der Konzeption und der Ideenfindung. Weil man kann eigentlich wirklich so schnell
Paul: Ja.
Vinz: Ideen aufschreiben, einfach Stichwortartige etc. Und man kann das halt, vor allem wenn man allein ist, kann man das, ja, einfach mal Feedbacken lassen. Rückmeldung geben und einfach mal sagen, machen wir mal fünf Varianten aus dem, sagen wir dir ehrlich, meine ich nicht, wo kann man es noch verbessern, mit dem und dem und dem, fertig. Das ist einmal Punkt eins. Punkt zwei. Du kannst für einen Kunden sehr schnell einen greifbaren Entwurf machen. Vielfach, sind im kreativen Beruf unterwegs, die die Vorstellungskraft gar nicht. Oder können sich das schwer so vorstellen, wie das in unseren Köpfen gerade ist. Dann kann man da schnell etwas eingeben. Zack, man hat auch mal einen ersten Draft, wo...
Paul: Mhm.
Vinz: Ehrlich gesagt völlig random ausgesieht, austauschbar. Aber man kann schon etwas zeigen. Meistens sogar im Kennerlerngespräch. Ja?
Paul: nutzt du das schon rein visuell die ganzen Möglichkeiten
Vinz: Hey, Diles,
Paul: Weil ich nutze vor allem nur das ganze Textgedöns. Gerade jetzt auch mit Google Gemini. Ist irgendwie angedockt an den Workspace. Aber für mich ist es ein absolutes Research Tool. Irgendeine Idee, die ich im Kopf habe, mal zu challenge und zu sagen, überleg dir mal, du wärst die Person, liebe KI, und hättest den Hintergrund und die Erfahrung und das Wissen. Wie klingt das für dich? Also wirklich diese
Vinz: Mhm.
Vinz: Ja.
Paul: Low-Level-Abkürzung, zu überlegen, versetzt dich in eine potenzielle Kundin rein oder einen Kunden und überleg dir, wie würdest du darauf reagieren? Was wären deine ersten Gedanken dazu? Und ich glaube, der wichtigste Punkt ist einfach, dass KI nicht das Denken ersetzt. Also du musst dann schon selber eine Entscheidung treffen. Und ich nutze es beispielsweise auch gerne ganz Basic-Level-Federkorrektur von irgendwelchen Texten, Texte auch zu straffen.
Vinz: Mhm.
Paul: Und immer nur die Vorschläge da draußen. zu sagen, hier habe ich keine Ahnung, eine Idee für einen Blogartikel, schreibe mir das mal zu einem Blogartikel, dann würde ich den nehmen und daraus den nochmal neu schreiben, Oder rausfinden, welche Parts sind vielleicht wirklich gut, wo kommen neue Ideen, Gedanken mit dazu und wo kann ich den nochmal in meine Sprache fassen und dann nochmal sagen, straff mir das mal bitte, sodass es nicht ausufert und dann habe ich eigentlich ein gutes Ergebnis.
Vinz: Genau.
Paul: Und das ist halt eine Arbeit mit einem Tool und nicht das Tool macht die Arbeit für mich. Sondern es ist wirklich Werkzeug.
Vinz: Mmh.
Vinz: Genau, halt... Das verwechseln viel, oder? Das ist halt auch... Ja.
Paul: Und bei Research genauso. Nennen wir mal ein paar gute Hooks, ein paar gute Ansätze für irgendeine Idee, irgendwelche Weiterentwicklungen. Also es ist wirklich dieses schnellere Ideen finden, aber nicht diese Ideen eins zu eins zu nehmen, sondern damit auf neue Ideen zu kommen. Weil das, was wir kreativ machen, schon bevor es KI gab, ist ja eh schwer beizubringen, ohne ein Wort zu fassen. Wie kommt man auf kreative Ideen? Keine Ahnung, wann kommst du denn auf kreative Ideen, Vince? Was sind deine besten Momente?
Vinz: Ich weiss in den unterschiedlichsten Momenten. Die meisten Ideen habe ich wirklich, wenn ich spaziere im Wald. Oder auch einfach Ahnung, am Duschenbinden oder auf der Schüssel sitzen. Keine Ahnung, oder am Kochen. sind auch meistens genau dann die... Die Momente, wenn man eigentlich gar nicht probiert krampfhaft kreativ zu Das ist eigentlich dort...
Paul: Ja, perfekt, da ist keine KI mehr dabei. Ja, bei mir super oft beim Zähneputzen auch, ja, und beim Duschen.
Paul: Aber wann nutzt du KI? Das ist immer, wenn du kreativ sein möchtest. Und deswegen ist er da ja die Hilfe.
Vinz: Ja, oder wenn du einfach aktiv... aktiv suchst. Eben so quasi die, wie soll ich sagen, die Idee-Findung. Einfach mal alles was im Kopf ist... loslassen, ordnen und einfach mal schauen, ob es Sinn Ja. Und das ist eben, glaube wesentlicher... Ja.
Paul: Auch noch ein perfekter Punkt. Ordnen und Zusammenhänge herausfinden. Also diese KI Basics. Ich schaffe ja ganz viel mit Miro. Miro als Whiteboard Tool hat die Funktion auch zu sagen, fass mir mal die ganzen Post-its zusammen. Was würdest du da für Muster sehen und für Zusammenhänge? Megacool Sache, dass das geht. Aber es ist niemals ein fertiges Ergebnis.
Vinz: Genau.
Vinz: Ich finde es jetzt spannend, das ist jetzt unsere Sicht bezogen auf unsere Arbeit, die wir machen im Bereich Magenentwicklung.
Paul: Sag mal noch ganz kurz, wie stark würdest du sagen, nutzt du KI? Von dem, was möglich wäre und von dem, was du jetzt tatsächlich nutzt. Weil ich persönlich nutze KI zu, keine Ahnung, 10%. Ich bin absoluter Noob hier wahrscheinlich in Hinsicht.
Vinz: Ja, ich auch. Für mich bin ich ein absoluter Vollposten. Aber äh...
Paul: Deswegen Triggerwarnung an alle, das jetzt schauen oder hören. Eigentlich haben wir keine Ahnung, wir nutzen halt bisschen KI, aber mehr auch nicht.
Vinz: Aber ich glaube viele, die mal so kleine mittelständische Unternehmen haben, die sind ja etwa auf gleichen Level wie wir. nutzen ab und zu mal die JCPT, sich irgendwas zusammenwurschteln, wenn sie mal einen eigenen Blog machen oder so. Aber ich glaube, keine Ahnung. Das wird noch... Ja, du kannst es ja lernen, aber das wird noch Jahre gehen, bis du... Bis das wirklich bei so einem Level ist... Ja, was...
Paul: Mhm.
Paul: Sie es ja lernen.
Vinz: der einfindet, was wirklich brauchbare Ergebnisse gibt. Also klar, wenn du allein bist und keine Ahnung, irgendwie eine Quaffö-Sin und du machst keine Ein-Nutzen von mir aus Canva, irgendwelche Posts zusammenwurschteln, dann ist das doch voll okay. Aber ich glaube, wenn du wirklich professionell, durchdacht, etwas Hochwertiges wirst, dann musst du da ein paar Runden drüber. Für Ideenfindung voll okay. Aber gehe ich auch nicht hin und sage einfach, mache mir ein Logo für mein Unternehmen und wurschtle mir irgendetwas zusammen.
Paul: Ja, das schon gar nicht. für ganz viele Aspekte, du ohnehin es gibt ja keine oder anders angefangen, es gibt ja keine Märkte mehr, wo du als einziges Unternehmen etwas anbietest. So auf jedem Markt gibt es schon Unternehmen, die auch das anbieten. Und bei manchen ist es ein sehr voller Markt, manchmal ein kleinerer Markt. Und alleine das vermag ja KI nicht, wenn wir in Positionierungsaufträgen hängen und eigentlich für Unternehmen rausfinden sollen, wo seid ihr positioniert. kann eine KI vielleicht eine Inspiration geben, aber nicht helfen. Weil die würde ja einen Dachdecker immer als Dachdecker einordnen in einem Handwerksbetrieb. So wenn wir jetzt aber mit dem Dachdecker zusammen reden und rausfinden, der verortet sich aber eigentlich ganz woanders. So da ist ein Dachdecker für eine spezielle Zielgruppe und bevor du ein Haus baust, denkst du zuerst an den Dachdecker. Dann ist der woanders verortet und positioniert und das kann KI zum Glück oder was heißt zum Glück, dass solche Querverbindungen Die können noch nicht so einfach entstehen. Aber jetzt Ideen zu generieren, klar nutzt das doch. Aber ich denke auf der anderen Seite, je mehr KI-Content entsteht. das ist ja, also ein Blog zu schreiben ist ja mittlerweile keine Kunst mehr, weil KI das komplett für dich übernimmt und macht. Desto mehr merkst du aber auch, wie wertvoll menschlicher Content ist. Und du kannst es, wir können es immer besser unterscheiden.
Vinz: Genau.
Vinz: Ja, aber das ist... Das ist eigentlich auch meine Überleitung. Die negativen Punkte. es ist einfach der wichtigste Punkt. Du merkst einfach mittlerweile, was ist KI und nicht. Es ist einfach seelenlos. Sorry. Klar gibt es gewisse Tools, wo du richtig krasse, hochauflösende KI-Fotos generieren kannst, die wirklich aussehen wie so hyperrealistische Fotografien, was auch immer.
Paul: Auch jetzt.
Vinz: Aber beim grossen Teil, sagen wir zu 90%, siehst du einfach, ist KI. Gut, wir schauen, also ich schaue das jetzt aus so einer Designerbrille an. Bei anderen, keine Ahnung, die haben dann wirklich das Gefühl, wenn sie irgendwelche Deepfake-Videos auf YouTube sehen. Was? Der Politiker hat das wirklich gemacht oder so? Alles real? Ja logisch, gibt es auch die Erbfeste, aber äh... Grundlegend...
Paul: Alles re- alles re-hart,
Paul: Ich würde aber auf der anderen Seite sagen, KI wird immer besser. Ich habe erst heute ein Reel gesehen, was jemand mit KI erstellt hat, von einer Influencerin, die es nicht gibt, mit einer KI-Stimme, die super real klingt und es sah wirklich echt aus. Also ich glaube, wenn du, und wir sind ja alle täglich Millionen von Impressionen ausgesetzt, also wir haben so viele Eindrücke den ganzen Tag, dass du nicht bei jedem Bild sofort filtern kannst, ist es jetzt...
Vinz: Mhm.
Paul: oder ist es real und dieses das sieht aus wie KI das wird gefühlt Woche zu Woche abnehmen also es wird immer realer aussehen irgendwann werden wir es nicht mehr verwechseln so das und es wird nicht mehr lange dauern wäre so meine Prognose aber ich glaube das ist ja immer das Visuelle das ist ein Bild das eine Geschichte erzählt wird und in dem Punkt muss man sich immer überlegen das steuern aktuell noch Menschen sprich Leute wie du und ich können eingeben
Vinz: Ja. Mhm.
Vinz: Mhm.
Paul: Mach mir bitte ein Reel zu dem Thema mit der Person, die so spricht, die das sagt. Das geben alles Menschen ein. KI kann da vielleicht auch einen Anteil daran haben und einen Vorschlag bringen. Aber das, auf den Punkt will ich eigentlich hinaus, selbst wenn du als Unternehmen solche Bilder nutzt, irgendwas auszusagen, ist es letztlich die Geschichte, die du erzählst, die den Unterschied macht. So, die entscheidet darüber, ist es richtig cool oder ist es langweilig, weil nur die Bilder alleine bringen nichts. Und dann ist es doch wieder, sind es halt viele Elemente, die da zusammenkommen. Und alle diese Elemente kommen sicher nicht von KI. Bin ich immer noch überzeugt, auch wenn das Zeug richtig gut aussieht.
Vinz: Genau. Ja und sonst, wenn alle Elemente kommen, finde ich einfach Stand jetzt, wirkt es einfach generisch.
Paul: Ja, das ist halt der nächste Punkt. Also passt es wirklich zu dir, was du willst. Und ich glaube, wenn du ein bisschen Anspruch hast an deine Arbeit oder dem, was du darstellen möchtest, kannst du halt auch relativ schnell abwägen, passt zu mir oder passt nicht zu mir. Und dann bist du mit einem Ergebnis dann eher unzufrieden als zufrieden. Aber wenn es dir dabei hilft, keine Ahnung, zehn Designvorschläge von KI zu sehen und du kriegst dadurch erst mal ein Gefühl, was möglich ist und hast dann eine neue Idee, wie es wirklich sein soll.
Vinz: Ader? Ja.
Paul: Dann ist es doch die perfekte Abkürzung. Also ich glaube für mich ... ... Abkürzung ist es.
Vinz: Genau. vor allem aus Sicht, keine Ahnung. Jedes Unternehmen kann das auch selber für sich nutzen. Nutzen ja viele schon. Aber ich finde halt, ist wie... Man lässt sehr viele Möglichkeiten auf der Strecke liegen, wenn man sich dann nur auf das verlässt. Weil eben, wie du es vorhin gesagt hast, es ist ja nur schnelles Googlen.
Paul: Mhm.
Vinz: Es nutzt nur schon bestehende Ressourcen und wurschtet sie irgendwie neu zusammen. Und frei nach dem Spruch Bullshit in, Bullshit out. je mehr Leute Bullshit mit KI produzieren, die sich auch wieder ansammeln in dem Pot, welches KI wieder daraus schöpft, noch mehr Bullshit zu generieren. Es ist eigentlich eine Self-Making Money Machine von Bullshit.
Paul: Mh.
Vinz: Kacke-Strudel. Also es ist ja nicht alles schlecht. ist wirklich nicht alles per se schlecht. Aber ich glaube... Keine Ahnung. ist einfach, wie du am Anfang gesagt hast, ist eigentlich so mein Fazit schon gewesen, weil ich das auch selber gemerkt habe in der Arbeit, ist jede Bewegung hat eine Gegenbewegung. Und je mehr wir auf so einem KI-Level fortschreiten, desto wichtiger wird wieder...
Paul: Ja, das kommt ja noch dazu, so Ruf, also ...
Vinz: Das menschliche, das echte. Also ich meine, ganz ehrlich ein Beispiel, zum Beispiel, höre sehr gerne auf YouTube einfach im Hintergrund irgendwelche so, so, so... Ahnung, was ist das? So Motivationsshit. Weisst es gibt so Kanäle mittlerweile, Stoische Prinzipien oder so, weiss was. Und es ist einfach ein Horakai-Text.
Paul: Hm.
Vinz: Aber du merkst einfach, wenn du drei von denen gehört hast, es immer wieder dieselbe Scheisse in deinem Gewand ist. Oder? Und es zieht sich teilweise extrem und es sind so viele Doppelungen drin. Anstatt einfach mal auf den Punkt zu gehen. Und ich nutze zum Beispiel KI mega gerne für genau solche Sachen. Für die Knappung. Weil ich glaube, das ist auch etwas, das... ...was KI nicht so kann. Ausser man tut es wirklich so... äh... präzise hinführen. Dass du einfach sagst, sag mal Kurt oder... Da ist irgendwie... die Firmengeschichte und die Werte und... äh... das Angebot. Gib mir mal 10 Vorschläge für einen Claim, der in 3 Wörtern präzise sagt, für was das Unternehmen steht. Für solche Sachen finde ich z.B. keine richtig cool. Oder, oder, oder...
Paul: Ja klar, aber auch das ist ja immer dann die Basis, dann selber nochmal das Beste rauszufinden. Oder halt erstmal rauszufinden, was es nicht ist. Alles. Mir ist übrigens noch ein Punkt eingefallen, wo KI mich so schnell nicht ersetzen wird. Und das ist, glaube ich, in all den Marken-Workshops. Und ich finde das einfach so einen schönen Moment, immer wenn man eine Marke entwickelt, dass man zusammensitzt und den Leuten zuhört. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Leute freiwillig gerne mit einer KI reden.
Vinz: Genau, jawohl.
Vinz: Mhm.
Paul: über ihr Unternehmen. Und dass eine KI oft genug nachfragen kann, wirklich an den Kern zu kommen. Weil eigentlich ist er für uns immer die hohe Kunst, nicht sofort die Lösung rauszuhauen, sondern erst mal wirklich zuzuhören und lieber noch dreimal nachzufragen, bevor man wirklich anfängt, gemeinsam an Ideen zu feilen. Weil ganz oft, wenn du fünfmal warum fragst, hast du ja meist den Kern erreicht. Aber bis dahin musst du durchhalten. Und ich glaube, mit KI ist so diese Verlockung. dass man sich dem nicht mehr aussetzen muss, ... sondern einfach sagt so, ... hey, das ist mein Problem, findest eine Lösung dafür. Aber dann ist so ein Problem, ... so was wie ... ... mich finden keine Kunden, ich brauch eine neue Website, ... ... mach mir eine neue Website. So, aber dabei hast du ja dann gar nicht rausgefunden, ist die Website wirklich das Problem. Und dabei hilft dir KI aktuell noch nicht. Und dafür braucht es einfach Expertise ... und Expertise haben Leute wie wir, die halt in dem Feld irgendwie unterwegs sind ... ... und wir haben halt das Menschliche zuhören zu können ... ... und nachzufragen und zu verstehen. Und ...
Vinz: Ja.
Paul: Dadurch, dass wir eben nicht denken wie KI, nicht so krass vernetzt, aber dafür vernetzt mit anderen Dingen wiederum, sowas wie Natur und was auch immer, kommen wir halt auf andere Ansätze. Und mag sein, dass das aus einer technischen Sicht super fehlerbehaftet ist, was wir machen, weil es nicht so dieses sauber mathematische Modell ist, wie KI aufgebaut ist. Aber genau diese Fehler machen es aus. Fehler machen eine gute Geschichte aus, Fehler machen gutes Design aus. nicht ganz glatte, perfekte, kalte. Das ist nicht menschlich. Dazu können wir nicht gut resonieren, ... sondern dieses ehrliche, authentische, mit Kanten, ... ... vielleicht nicht ganz runde. Das sind Dinge, zu denen können wir irgendwie ... ein Vertrauen und eine Bindung aufbauen. Und da merkst ja schon, ... sobald das im Prozess gegeben ist, ... kannst du durch so ein Prozess überhaupt erst ... ein Ergebnis herstellen, ... das dich später auch weiterbringt ... ... als Marke, als Unternehmen.
Vinz: Mhm. Schlussendlich macht jeder Mensch Geschäft mit Mensch. Und wenn man dann halt als wäre... Ja, wie soll ich sagen?
Paul: und deswegen
Vinz: Das Branding ist auch so ein bisschen die Seele fast schon von einem Unternehmen. Und wenn man das, so etwas essentielles, wichtiges von einer KI machen lässt, stellt sich mir dann halt wie die Frage, wie echt ist denn eigentlich das Unternehmen überhaupt noch. Also was ist, wenn die ganze Hülle oder auch wenn man dann wirklich tiefer in eine Marke hineingeht, die ganzen Werte etc. einfach so die Abkürzung nimmt, oberflächlich. Wie viel Substanz bleibt denn da überhaupt noch übrig?
Paul: Ja, weil letztlich, du kannst ja alles von KI machen lassen. Du als Mensch setzt es später trotzdem Du musst damit irgendwie, du verhältst dich dazu, du arbeitest damit. Sowas hat ja dann trotzdem immer deine persönliche Note noch. im schlechtesten Fall, wenn jetzt alles automatisch von KI generiert wurde, passt es halt nicht zusammen zu deinem Verhalten. Aber ...
Vinz: FINALE
Vinz: Mhm.
Paul: Das ist wahrscheinlich eine Episode, die können wir so im Halbjahrestakt neu aufnehmen, mindestens, weil sich das Thema, ich, ziemlich schnell ändern wird. Ich würde trotzdem meinen, so das Menschliche wird immer bleiben. Das wird sogar noch gewinnen.
Vinz: Ich glaube, ist eh... Auf jeden Fall. Ich habe Gefühl, es wird auch je länger je mehr wieder... ...gewollter. Vor allem nach Corona, nach der Zeit, in man sich bisschen abgeschottet hat. Zum Beispiel auch im Bereich Keine Ahnung, eine Gewiese. Wieso nicht einfach mal das Telefon in die Hand nehmen? Die Leute sehnen sich danach, um einfach wieder mal... ...so...
Paul: Mhm.
Paul: Mhm.
Vinz: Reden und nicht immer nur sich hinter Mails verstecken. eben keine Stimmen oder so. Yes. Ja, nein, in diesem Sinn habe ich das Gefühl... Ja, wir ja von Anfang an. Das Wichtigste zusammengefasst, aber ich sage es nochmal, gute Werkzeuge. meine, wer sie nicht nutzt... ...ist dumm, sorry. Aber wer sie nur noch nutzt...
Paul: Ja und in irgendwelchen Funnels hängen bleiben.
Vinz: Geht, läuft Gefahr, halt seelenlos und abgestumpft zu wirken. Ja, zwei Schneidungsschwerden, ich glaube einfach der gesunde Mittelweg macht es aus. Klar nutzen, aber gezielt. Und dann selber seine Learnings draus ziehen. Aber am wichtigsten einfach wie immer einfach machen. Oder nicht?
Paul: voll bei dir. Danke, Devinz. War schön.
Vinz: Danke, bis zum Mal.
Paul: einfach machen. Hau rein, ciao!
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