Rebranding löst dein Problem nicht — und wann du es trotzdem brauchst (mit Andreas Böckamp)

Shownotes

Ein neues Logo macht keine neue Marke. Wer glaubt, mit einem Redesign Strategie-, Führungs- oder Vertriebsprobleme zu lösen, streicht Lack über Rost – und wundert sich, wenn nach zwei Jahren wieder alles neu gemacht werden muss.

In Folge 111 sprechen Vinz und Paul mit Andreas Böckamp, Client Success Manager bei der Brandingagentur RADIKANT in Köln. Andi teilt auf LinkedIn seit Jahren Vorher-Nachher-Vergleiche bekannter Rebrandings – und weiss deshalb besser als die meisten, was hinter einem neuen Look wirklich steckt: Monate Analyse, Strategie, Workshops und die entscheidende Frage: Warum überhaupt?

Du bekommst:

  • Warum Strategie und Analyse vor jeder Gestaltung kommen müssen – und was passiert, wenn sie fehlen
  • Wie man eine Markenveränderung intern und extern kommuniziert, bevor der Gegenwind kommt
  • Wer in einem Rebranding-Prozess mitbestimmen sollte – und wie viel Partizipation wirklich sinnvoll ist
  • Was mutige Rebrandings auszeichnet – inklusive dem Mut, fast nichts zu verändern
  • Welche No-Gos im Prozess immer wieder auftauchen
  • Wie KI die Designbranche verändert – und wo sie an ihre Grenzen stößt

Das eine, das du direkt umsetzen kannst: Bevor du eine Agentur anrufst, frag dein Team – und deine Kunden. Welche Werte verkörpert eure Marke gerade wirklich? Entspricht das dem, was ihr eigentlich ausstrahlen wollt? Die Antworten auf diese Fragen sind die beste Briefing-Grundlage, die es gibt.

Wie habt ihr euer letztes Rebranding erlebt – was hat funktioniert, was hat gefehlt? Kommentiert oder schreibt uns auf LinkedIn.

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Wir sind dankbar für diesen tollen Austausch mit Andi.

Wollt ihr mehr davon? Dann hinterlasst ein bisschen Liebe! 🫶

Gib uns doch einfach mal eine Handvoll Sterne auf Spotify](https://open.spotify.com/show/08gSzfZU94as3eugh1Bej0?si=4697f40a919a49a4&nd=1&dlsi=f040e0ef9aaa4b84)) oder Apple Podcast, wenn du eh dort hörst!

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Andreas Böckamp ist Client-Success-Manager bei der Kölner Brandingagentur RADIKANT. Auf LinkedIn teilt er zweimal wöchentlich Rebranding-Vergleiche und hat den eigenen Podcast »529 Club – Founder Stories«

Andi auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/andreas-boeckamp/

Andis Podcast: https://529clothing.com/ https://www.youtube.com/@529_Club https://www.linkedin.com/company/529-club-podcast/

RADIKANT: https://www.radikant.com/

Danke, Andi, für deine Rebranding-Einblicke und alles Gute dir! ✌️

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🎙 MACH MAL MARKE — Branding ohne Bullshit mit Vinz & Paul

Unser neuer Blog: 👉 https://www.machmalmarke.ch/blog

Alle Podcast-Folgen im Überblick: 👉 https://machmalmarke.podigee.io/

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🌱 PAUL STOLLE – Nachhaltiges Branding 👉 https://www.paulstolle.ch

🔥 VINZENZ GUBSER – Nostalgisches Branding 👉 https://www.vinzenzgubser.ch

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Schreib uns gerne. Wir freuen uns auf den Austausch!

Transkript anzeigen

Paul: Das Thema Branding bzw. Branddesign hat bei uns echt straflich nachgelassen. Wir haben fast nie darüber gesprochen und wenn dann immer nur am Rande. Da gibt es da draußen ein großes Thema, was viele Leute beschäftigt, die daran denken, Branding das ist doch irgendwas mit Logo, Schrift und Farbe und dann gibt es doch dieses Thema Rebranding und da können wir doch alles neu machen und dann ist doch die Welt auf einmal in Ordnung oder? ganz so einfach ist es nicht. Es ist ein Riesenthema und wir dachten, das wollen wir nicht alleine beantworten. sondern nehmen uns jemanden, der darüber auf LinkedIn seit Jahren postet, nämlich immer wie sah das vor dem Rebranding aus und wie sah es danach aus, nämlich den allseits bekannten und beliebten Andreas Böckkamp. Andi, schön, dass du da Wir haben eine These vorbereitet, wie immer für die KMUs, die uns da draußen zuhören. Und die hat Vince mitgebracht, denn das mit dem Rebranding ist ja dann doch nicht ganz so einfach, wie viele immer glauben.

Vinz: Genau, Halli Hallo von mir auch noch. Hoi liebe Andi. Hoi liebe Zuausende, Zuauschende. Rebranding. Ein Thema, das wir auch schon ein Mal angeschnitten haben. Viele KMU... vielen ist scheissegal. Viele sehen es wie der heilige Gral dahinter. So eine Abkürzung in etwas besseres. Aber in den meisten Fällen ist es meistens nur per neue Farbe auf den alten Bullshit, der sowieso noch nie funktioniert hat. Und weil wir heute einen Spezialisten da haben, unsere These, liebe Andi, wann ist das Rebranding wirklich sinnvoll und wann ist es einfach nur reinen Aktionismus und bringt dir eigentlich einen Scheissdreck. Das ist jetzt so die grobe Frage, die wir heute klären wollen. Und sich dem ein bisschen anzuhören, die ersten Fragen, die, was ist in deinen Worten überhaupt das Rebranding und was eben nicht.

Andi: Ja, erstmal vielen Dank für die Einladung heute, lieber Paul und Vince. Freut mich, hier bei euch zu sein und über das Thema Rebending zu sprechen. Ich glaube, da waren jetzt schon so Momente drin, wo ich gerne was gesagt hätte. Das können wir heute, glaube ich, sehr lange Und dann letzte Frage war ja im Grunde genommen, oder du sehr, viele Fragen gestellt. Deswegen fällt es mir gerade schwierig, mich auf eine zu fokussieren. Aber am Ende des Tages ist eine

Vinz: Ja.

Andi: Rebranding ja eine Veränderung einer bestehenden Marke. wie du schon gesagt hast, die Außenwahrnehmung ist oft, naja, das ist halt dieses Logofarbe Aber da ist natürlich viel, mehr dahinter. Und ich glaube, genau darüber zu sprechen heute mit euch beiden, da habe ich Lust zu, weil diese Wahrnehmung, dass es eben nur Farbe Blu ist, die mag von außen vielleicht stimmen. Aber wenn man genauer hinter die Prozesse schaut, ist da natürlich viel, mehr dahinter.

Vinz: Dort versteckt sich eigentlich schon viel. Rebranding ist in unseren Augen nicht zu korrigieren, wenn wir hier in den Scheissdreck labern. Aber es geht ja wirklich darum, Unternehmen von hinten aufzufrischen. Also wirklich in die strategische Ebene einzuschauen. Bevor man überhaupt etwas, wie sagen wir mal, A-Strich Oder würdest du ein Veto einlegen?

Andi: Nein, tatsächlich kein Genau, glaube, das, man tatsächlich von außen betrachtet vergisst, dass es eben nicht mal eben eine Farbe austauschen ist, sondern eine Marke hat ja immer eine Identität und zwar nicht nur nach außen für die Menschen, mit der Marke in Kontakt treten, ob das jetzt ein Produkt ist, was ich kaufen kann, eine Dienstleistung, ist ja am Ende des Tages egal, sondern es geht ja auch die Identität nach innen. Die Menschen, für diese Marke arbeiten, für das Unternehmen arbeiten, die müssen sich ja damit identifizieren können und

Vinz: Mhm.

Andi: Deswegen hast du gerade das schöne Wort gesagt von innen darf nicht vergessen werden, dass die Menschen, in diesem Unternehmen arbeiten, sich natürlich auch weiterhin mit der Marke identifizieren können und eben nicht nur ein schöner vollendet wird, sozusagen für andere schön auszusehen, sondern es muss ja auch nach innen gehen.

Paul: Jetzt kommt fast so bisschen deine Position raus, denn alle, dich nicht kennen, das noch als Hintergrund. Du arbeitest bei Radikant, wie kann man sagen, eigentlich eine Branding Agentur größerer Zusammenschluss von über 30 talentierten Menschen, die sich rund um das Thema Markenerlebnis, Branding kümmern und du bist Client Success Manager. Sprich, bei dir liegt ja eigentlich so bisschen dieses Herzstück, dass Menschen sich nicht nur außerhalb dann mit dem Branding anfreunden können. sondern auch innerhalb von einem Unternehmen damit einen Umgang finden, oder?

Andi: Das hast du schön gesagt, das habe ich so noch gar nicht formuliert. Genau, wird Ich verstehe mich da auch tatsächlich dadurch, dass ich selber kein Designer auch immer als gutes Sprachrohr für den Kunden. Das heißt, ich versuche auch das, was der Kunde als Ziel definiert und als Wünsche hat, eben an unsere kreativen Köpfe im Team zu kommunizieren und so zu leiten, dass wir eben die besprochenen Ziele auch

Paul: Okay, dann direkt mitschreiben und ab auf die LinkedIn Biografie.

Andi: Und das macht mir deshalb so viel Spaß, weil schon länger jetzt in dieser Branche bin und da glaube ich ein ganz gutes Verständnis für entwickelt habe, aber eben gleichzeitig ebenso kommunikativ unterwegs bin, dass ich Freude daran habe mit dem Kunden eben zu kommunizieren und die Prozesse zu planen und sei es jetzt Deadlines zu instruieren in unser Team oder auch zu definieren, wie viel Strategie braucht es denn eigentlich. Bevor wir etwas gestalten müssen, müssen wissen, wie sieht der Wettbewerb aus? Was ist eigentlich mit dem Unternehmen selbst? Da sind natürlich verschiedene Analysephasen, die da total relevant sind, weil wir davon überzeugt sind, dass wir eine gute Basis an Strategie, bevor wir eine Gestaltung machen können. Denn das wisst ihr sicherlich Sonst würden wir ja einem gewissen Raum, in so einem leeren Raum agieren, wo wir nicht ganz genau wer sind eigentlich die Zielgruppen? Wer ist der Wettbewerb? Wie kann man sich differenzieren? Was gibt es vielleicht auch für Potenziale, die die andere aus dem Wettbewerb nicht nutzen, sei es jetzt visuell, sei es sprachlich. Da sind so viele Faktoren die man vorher in einer Analyse eigentlich als Bausteiner definieren muss, damit auch eine Gestaltung am Ende des Tages, also das Visuelle, langefristig auch wirklich Wirkung erzielen.

Vinz: Mhm. Darf ich schnell eine Nachfrage stellen? Bei in der täglichen wenn ihr mit einem Kunden über Strategie spricht, quasi all die Themen, die wirklich wichtig sind, essenziell sind für das Unternehmen, die auch immer einen wirtschaftlichen Nutzen dahinter mitschwingt, für das Unternehmen, für die Mitarbeiter etc., stossen Sie oft auf Unverständnis?

Andi: Gern.

Vinz: Oder wie ist das bei dir nach deiner Erfahrung aus? Oder kommen viele Leute mit dem Gedanken, wir wollen nur ein neues Logo? Oder wie läuft das bei euch in der Regel?

Andi: Mhm. Also du meinst Unverständnis darauf, dass man quasi erst noch eine Analyse und Strategie braucht, bevor man Gestaltung machen kann?

Vinz: Ja. Ja.

Andi: Ich bin dass das nicht der Fall ist. Weil das bedeutet auf der einen Seite natürlich, dass ein gewisses Verständnis vorhanden ist für die Situation, dass es das auch wirklich Ich glaube, es kommt doch immer darauf an, wie man das vermitteln kann, dass es das auch Wir versuchen da ganz transparent immer zu kommunizieren und zu erklären, warum wir was machen. Und das führt natürlich im Idealfall dazu, dass der Gegenüber

Vinz: Okay.

Andi: Verständnis dafür entwickelt, warum wir das ebenso angehen. Vielleicht mag es Kunden oder potenzielle Kunden geben, die deswegen mal nicht mit uns zusammen gehabt haben. Das weiß man dann ja oft nicht so ganz genau, was da jetzt die Gründe Aber das konfrontieren wir immer schon ganz deutlich. Und am Ende ist uns ja egal, wer dann auch diese strategischen Insights erarbeitet hat. Also wir arbeiten auch mit den Ergebnissen von anderen. Wichtig ist uns nur, dass eben diese Basis vorhanden ist.

Paul: Sehr gut. Also kommen gar nicht mal so viele an, die direkt der Meinung sind, guck mal hier, wir brauchen das Rebranding, das löst dann alle unsere Probleme. Fangt mal einfach an, das kommt dann schon gut.

Andi: Ja, also ich meine. Also zum habe ich die Situation noch nicht oft erlebt, dass wirklich dieses Verständnis vorhanden ist, dass ein Rebranding oder Redesign, wie man es jetzt auch nennen dass es jetzt alle Probleme lösen würde. ich manchmal helfen so Metaphern gerade Menschen, die vielleicht weniger in diesem Kosmos unterwegs sind. Wenn man jetzt einem verrosteten Auto einen neuen Lack überschmiert, dann sieht er erst mal gut aus. Aber langfristig ist es halt keine gute Lösung. Themen dann mal strategisch angedacht werden können, ob das denn trotzdem nicht gerade sinnvoll ist, es zu tun. Aber es ist dann nie was Langefristiges. Nichtsdestotrotz natürlich haben wir auch wo sehr, sehr wenig Zeit vorhanden ist. Das liegt dann aber meistens eher daran, dass man eine Gründung vorhat, die dann eben zum bestimmten Zeitpunkt durch sein muss oder das ist eine Jubiläum, Messe oder Sonstiges und man hat nicht eher dran nachgedacht, weil das sind natürlich auch Prozesse, sind ja nicht nur von drei Wochen gemacht. So eine Analyse- und Strategiefase, die kann auch durchaus mal ein paar Monate brauchen, weil da muss man natürlich auch einige Termine mit den entsprechenden Stakeholdern beim Kunden durchführen, Workshops ja, das ist natürlich nicht mal eben so Klar haben wir mittlerweile mit

Vinz: Mhm.

Andi: KI, nette Hilfe allein, die einen bei der Recherche unterstützen können, die einen bei der Zusammenfassung unterstützen können. Aber am Ende des Tages ist menschliche Insights, die einem da zählen und da auch natürlich die Erfahrungswerte der Kolleginnen.

Paul: Ja, plus was ich mir immer herausfordernd vorstelle und auch selber die Erfahrung gemacht hat, es braucht immer erstaunlich lang, bis man über die gleichen Dinge redet. Also so aus eigener Projekterfahrung. habe durchaus Leute gehabt, mit denen ich zusammengearbeitet habe. Da habe ich am Anfang drei Gespräche gebraucht, um herauszufinden, was sie jetzt konkret machen, weil es natürlich je nach Kundschaft den Leuten selbst auch schwer fällt, das irgendwie in Worte zu bringen. Und ich meine, die arbeiten jeden Tag mit ihrem Business zusammen oder mit dem, was sie da herstellen oder produzieren oder als Dienstleistung anbieten. Für die ist es ganz logisch und gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten ist es für Außenstehende aber so schwer dahinter zu blicken und rauszufinden, was macht ihr denn? Also wenn ihr jetzt zum Beispiel Telekommunikationssoftware habt, das ist alles und nichts für Leute, die dann technisch auch nicht ganz auf der Höhe sind. Und ich glaube, das ist ja gerade auch so im Bereich kleinen Success. Und das finde ich einen unglaublich wichtigen Punkt bei dem ganzen Aspekt Rebranding, Dinge neu machen, gemeinsam auf einer Basis kommunizieren. Und vor allem auch nicht nur diese Fachbegriffsbasis schaffen, zu sagen, was ist denn jetzt Marke und was ist Branding, sondern gerade für Kundenseite auch zu überlegen, was ist denn unser Ziel. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, Ziele, das ist so der ausschlaggebende Punkt, wenn du es verpasst, das Ziel zu definieren, sodass alle auch was damit anfangen können. Dann fehlt dir am Ende raus bei der Feedback-Schleife die Basis, worüber du überhaupt reden willst.

Andi: Genau. Ich würde sogar noch weitergehen und sagen, oftmals ist den Menschen gar nicht bewusst, was sie wirklich Du sprichst ja auch davon, dass es manchmal schwierig ist zu verstehen, wie die Prozesse in einem Unternehmen ablaufen, was überhaupt genau angeboten wird, wie das Ganze Es gibt aber auch Anfragen, wo wir Briefings erhalten, wo man schon ablesen kann, dass das ein oberflächliches Briefing ist, was erstmal nicht schlimm ist. Weil dafür sind ja natürlich auch Agenturen da, diese Tiefe zu schaffen und die Rückfragen zu stellen, genau diesen Pain-Point herauszufinden. Aber manchmal, und da kommen wir so ein bisschen wieder zu diesem Lack-Überschmieren, ist der Eindruck da, wir brauchen ein neues Design, dann kriegen wir mehr Kunden. Nee, das ist oftmals eher ein strategischer Punkt. Wie gehst du denn eigentlich auf deine Kunden zu? Hast du die eigentlich richtig definiert? weißt du mit welchen Kommunikativen Sätzen du sie vielleicht auch reichen kannst oder triggern kannst. ist mehr als Gestaltung und da haben wir auch durchaus schon häufiger das Feedback Briefing-Gesprächen gegeben, dass wir nicht glauben, dass ein Co-Design jetzt die Probleme löst, sondern dass es strategische Probleme sind. Jetzt haben wir den Vorteil, dass wir auch genau für diese Analyse und Strategie natürlich auch Experten dort zum Team haben. Aber was ich damit sagen will, klar, könnte auch sagen, alles klar, wir machen euch das Design schön, aber dann würden wir auch den Kunden ja nicht langfristig zufrieden stellen, weil das Ergebnis ja auch nicht das ist, was er sich dann vorstellt. Und das finde ich immer sehr, spannend in diesen Kennenlernphasen, will ich es hier mal nennen, wo man sich ja gegenseitig so bisschen beschnuppert und versucht zu verstehen, wie man arbeitet und aber auch zu verstehen, was ist jetzt eigentlich wirklich dein Problem.

Vinz: Aber ich glaube, das, was du jetzt gesagt hast, das trennt ja auch nur schon die Weizen vom Spreu in unserer Branche. Ich könnte im Strahl kotzen, wenn ich teilweise auch von renommierten Agenturen lese, wir machen Branding und Und unterm Strich geht es denen eigentlich nur darum, zum inrechnenden Kunden irgendeinen künstlichen Stempel aufzudrücken, dass sie einfach eine neue Portfolioarbeit im Sack haben und einen Kunden bringt es eigentlich.

Andi: Hm.

Vinz: Das ist unser Ziel mit dem Podcast, zu zeigen, dass Rebranding nicht nur ein neues Design Wie Paul immer so schön sagt, ist die Summe aller Teile. Wenn du als Brandingagentur hergekommen bist und hast, dein Problem liegt eher in deiner internen Kommunikation oder in deinem Führungsstil, fang doch dort an. Bevor du ein neues Logo machen willst, fühlen sich viele mal abgehisst am Anfang. Aber eigentlich wissen sie auch, dass man recht hat. Und dann fängt es an, richtig cool zu Dann kannst du richtig geile Projekte mit einem Kunden auf die Beine stellen.

Andi: Ich glaube, also ich gebe dir Recht, man bekommt das Gespür, dass es häufiger der Fall ist, dass eben genau diese Beratung ein Stück weit fehlt. Und das merkt man dann ja vielleicht auch daran, so diese Halbwertszeit, von der man ja auch ab und zu gerne spricht, nach dem Motto, wie lange hält denn eigentlich ein Logo oder ein Design? Das kann man so natürlich nicht pauschal Aber da, wo diese Beratung

Vinz: Mh.

Andi: dann ein Stück weit fehlt, wird oftmals nach ein paar Jahren wieder nachgeschärft, weil man genau das nämlich dann spürt, dass das jetzt vielleicht mal schön war und dass das irgendwie Trendy war, aber irgendwie auch nicht langfristig haltbar. Und das ist natürlich schade für die Aber ich finde, genau das ist eigentlich der Teil, der Spaß macht, den Menschen dann auch wirklich zu helfen, weil das ist also gerade für meine Rolle.

Vinz: Hm.

Andi: Natürlich genau das, befriedigend ist, wenn ich dann am Ende ein Projekt habe und der Kunde ist glücklich, weil wir haben ihn beraten, er hat gar nicht das bekommen, was er am Anfang vielleicht dachte, was er braucht, aber hat jetzt die Lösung für sein Problem und kann jetzt vielleicht besser über Social Media kommunizieren, weil er da vielleicht bessere Tramplates gebraucht hat und gar nicht ein neues Corporate Und das ist ja das, was einem ja Spaß macht. Und dann hat man eben ja auch so eine Basis geschaffen für eine langfristige Zusammenarbeit, die vielleicht nicht bedeutet, dass man im ersten Schritt dieses großes Brüderling machen kann. vielleicht ja in fünf, sechs Jahren oder noch später. Aber dafür hat man eben diesen guten Kontakt gewonnen.

Vinz: Mhm.

Paul: Ja, Mindset, Skillset und Toolset. Also du hast als Kunde, als Unternehmen erst mal verstanden, was hinter dem ganzen Branding Aspekt steht. Und Vince meinte ja schon, das ist immer die Summe aller Teile, die deine Rolle spielt. Vom Führungsstil über wie sind überhaupt deine Angebote angepasst oder aufgebaut und wie präsentierst du die und gibt es dann Funnel und Zielgruppe interne Kommunikation. sind ja wirklich zu vielen Dingen schon eine eigene Folge gemacht. Ich glaube, wir haben noch 100 Folgen vor uns von Dingen, über die wir noch nicht gesprochen haben. Aber gerade bei diesem Rebranding Aspekt ist es ja fast eher eine strategische Neuausrichtung. Und ich finde, da sind eben diese Transformationsbegriffe ganz gut zu überlegen. Da verändern sich Dinge und zwar grundlegend. Und man kann das ja fast eher als Möglichkeit sehen. alle anderen Dinge auch mal kurz auf den Prüfstand zu stellen. Das heißt ja nicht, dass man sie automatisch neu machen muss. Bisschen wie bist du dann mit deinem Auto beim TÜV und da wird einmal kontrolliert, ob alles noch funktioniert. Wenn es funktioniert, ist ja umso schöner, dass du sagen kannst, das klappt. Das können wir so beibehalten, da auch mit den Menschen vor allem ins Gespräch kommen zu überlegen, so was, was wollen wir denn bewusst so lassen, wie es ist. Auch das ist ja Teil von einem Rebranding, nicht alles neu zu machen, sich halt gemeinsam hinzusetzen und zu überlegen, was funktioniert, was lassen wir bewusst so.

Andi: Hm.

Paul: Und wo setzen wir aber bewusst Veränderungen an? Und ich glaube, das Austarieren, das ist das, was man halt auf anhiebt. Wenn man das im Begriff hört oder das von außen auch sieht, da hat sich irgendjemand ein neues Logo gegönnt. Das sieht man ja nicht dahinter, diesen ganzen Prozess. Und deswegen finde ich es auch schön, wenn du sagst, das kann schnell gehen, das kann aber auch sehr lang dauern. Und das ist aber auch nicht schlimm, weil wenn du auf der anderen Seite hörst, wir holen uns eine Beratungsagentur, wir machen eine strategische Neuausrichtung. Na klar, dauert das dann drei Jahre in der Regel oder keine Ahnung.

Andi: Hm.

Paul: Mal mehr, mal weniger. Und vielleicht dazu sind ja ein, zwei Monate dann fast schon schnell.

Andi: Hm. Ja, am Ende ist das ja auch genau der Grund, weshalb bei LinkedIn diese Vergleiche total liebe. Zum einen sind sie natürlich plakativ, weil das ist am Ende sozusagen das Produkt, also das Logo, was verändert wurde, ein Körperdesign, was angepasst wurde. Es ist plakativ. Jeder hat dazu eine Meinung oder kann sich dazu eine Meinung bilden. Zum einen ist es schön im Designbereich, aber auch eine Gefahr, weil viele Menschen dann schnell glauben, sie wären gewisser Experte oder Aber es darf trotzdem jeder eine Meinung haben, weil jeder ist eine Person, die genau das auch wahrnimmt. Also ich nehme dann die veränderten Farben wahr und habe vielleicht eine Emotion, die ich damit verbinde. Ich nehme ein neues Logo wahr und habe da irgendwie eine Assoziation mit. Ich erkenne vielleicht irgendwie etwas, was du Paul gar nicht siehst, sondern du erkennst was anderes in dem Logo. Das ist eben so schön individuell der Prozess wird dadurch nie abgebildet oder kann nicht abgebildet Und das, was ich dann ja versuche, ist immer zu erklären, was da passiert Natürlich nie in der identischen Tiefe, weil ich ja auch die Informationen benötige kann ich an der Stelle ja auch sagen, Props an Design-Tagebuch auf jeden Fall. Die beste deutsche Quelle, wenn man genau dafür Interesse hat. dann kann man sich da in der Tiefe auf jeden Fall noch mal Und es gibt natürlich noch ein andere Quellen, wo man dann auch so internationaler Marken betrachten kann. Aber das finde ich ebenso spannend, auch mich damit zu was haben sich dann die Unternehmen dabei gedacht. Es ist natürlich immer die Frage, die Pressemitteilung erzählt vielleicht nicht immer die Wahrheit, aber es ist immer ein Teil dessen, was die Menschen, außen stehen, wahrnehmen können. Und deswegen finde ich, ist es fast genauso wichtig, wie kommuniziere ich eigentlich eine Veränderung, wie der Prozess Also die Distribution einer Veränderung nach innen sowie außen ist mindestens genauso wichtig, wie die Veränderung selbst. Und das ist ein weiterer Punkt, wo ich glaube, der stark unterschätzt wird. Selbst wenn man nur eine Kleinigkeit verändert, ist vielleicht genau diese Kleinigkeit eine, die beim Großkonzern tausende Menschen bewegt. Bereich vielleicht hunderttausende Menschen bewegt, weil die regelmäßig das Produkt kaufen. Und das ist ein Punkt, der häufig unterschätzt wird, die Wahrnehmung von auch kleinen Veränderungen bei vielen, Menschen da draußen.

Paul: Lass da direkt mal reingehen, an den Punkt, weil ich den echt spannend finde und ich finde, er wird unterschätzt, nach dem, was du jetzt gesagt hast, letztlich muss er so ein Design funktionieren, ohne dass man den Hintergrund kennt. Also ich fand das damals im Studium, ich habe das ja richtig studiert, visuelle Kommunikation an der Uni und wir mussten viele Projekte machen und so weiter. Und es war immer wichtig, dass es eine Herleitung gibt. Und diese Herleitung, die worden immer länger und ausführlicher. Und es standen immer ganze Philosophien dahinter, wie jetzt was sich ergeben hat. Und du siehst es dann am Ende und denkst ja mit dem Wissen versteh ich es, aber verstehe es auch ohne das Wissen. Also verstehe es auch ohne den Kontext. Und gerade bei großen Marken muss es ja funktionieren, wenn das ein Produkt ist, was im Regal steht und es hat ein Rebranding und ich finde es dadurch das Rebranding aber nicht wieder. Obwohl ich es mag oder es gefällt mir nicht mehr. Dann funktioniert all das, was da reingesteckt wurde an Strategie und monatelanger Austarierung, funktioniert einfach nicht. Und deswegen ist ist das eigentlich zu vernachlässigen und gleichzeitig so wichtig, gerade, jetzt lass mal da reingehen nach dem Punkt, schuldigung fürs Ausholen, gerade wenn da öffentliche Gelder im Spiel sind. Weil das hatten wir jetzt im letzten Jahr bei der Uni Marburg als großen Skandal, wie viel, also dieses Logo haben ja alle Leute mit Checibetti-Nard gebaut. Statt Leipzig hatte da ein Riesenskandal von wegen, da kostet irgendwie das neue Corporate Design fast eine halbe Million oder welche Summe da im Raum war.

Andi: Glück mit euch Hm.

Paul: Das sind dann immer Skandale, wo alle auf einmal Expertinnen und Experten sind und wo genau dieses Wie kommuniziere ich Veränderung eine riesen Rolle spielt. Was hast du nur dafür für Erfahrungen, die du mitgeben kannst?

Andi: Ja. Boah, also ja, das sind natürlich super spannende Beispiele. Marburg und Leipzig. Gibt sicher noch einige andere, die man da auflisten Ich bin kein großer Fan davon, wie da teilweise auch die Medien darüber berichten. Weil häufig nämlich ja diese Skandalüberschrift gesucht wird, so habe ich den Also das klassische Clickbait, wie wir das von Bild D kennen, das irgendwie die Summe von der Auftragssumme, was ist die 2,5 Millionen 600.000, was auch immer, gleichgesetzt wird mit einem Logo. Und wir haben aber gerade eben schon selber gesagt, da steckt ja viel, mehr dahinter, die Analyse, die Strategie, teilweise Jahre Arbeit. Und die wird dann mit so einer Überschrift zunichte gemacht. Das finde ich jetzt mal unabhängig davon, wie das Ergebnis ist, erstmal nicht fair. Weil da versucht wird, ein Skandal aufzudrücken.

Vinz: Mh.

Andi: Natürlich, weil die Medien wissen, wenn öffentliche Gelder im Spiel sind, dann haben die Bürger natürlich besonders Interesse daran, mitreden zu wollen und dass es natürlich auch gut Aber auch da, glaube sind wir wieder bei dem Thema externe Kommunikation. Also wie kommuniziere ich diese Veränderung nach Interessanterweise begleiten wir gerade eine sehr, große deutsche Universität bei einem Rebranding. Und wir haben natürlich das alles beobachtet. deswegen muss man natürlich, ja, hoffentlich, nein, natürlich machen wir Aber halt sich im Vorhinein dazu Gedanken zu machen, was für Use Cases können eintreffen, vorher schon Fragen zu beantworten, von denen man antizipieren kann, dass sie Und gerade da, wo so viele Menschen Emotionen verbinden, kommt immer Gegenwind, weil...

Vinz: Okay.

Paul: Sehr gut. Man könnte es diesmal richtig machen.

Andi: Ich glaube, wir Menschen sind Gewohnheitstiere, wie man so schön sagt. Und wenn sich da etwas verändert, finde ich das erst mal doof. So pauschal gesagt. Und diese Veränderung kann schon mal wehtun. Die kann aber trotzdem sinnvoll sein. Aber ich muss halt auch als Mensch offen für diese Veränderung sein. Und ich merke das selber. Ich entferne mich gerade so bisschen von deiner Fragestellung. Deswegen fange ich gleich wieder ein. Genau, ich finde die mediale Darstellung dieser Spezielle von Leipzig und Marburg nicht immer gelungen. Ich glaube Kritik ist ...

Paul: Alles gut.

Andi: konservative Kritik ist immer angemessen und auch okay, man Gründe dafür auflisten kann. Ich finde zum Beispiel auch, dass man sich bei Uni Marburg nicht für die richtige Variante entschieden Einfach weil eine gewisse Komplexität immer noch vorhanden ist. so ein Mittelweg ist, man hat es nicht wirklich simpler gemacht, aber es ist nicht so ganz gelungen in meinen Aber diese Siegel, gerade bei Universitäten, haben natürlich eine sehr, hohe bei Traditionen diesem Heritage muss man echt immer aufpassen, dass man ja da nicht so viel modernisiert, sondern vielleicht einfach nur so anpasst, dass sie in die moderne Kommunikation passen, aber eigentlich, glaube ich, darf man da nicht viel machen. Oha, ja.

Vinz: Ist echt noch jaaig war.

Paul: Ich bin's, ich hab's in deinen Augen gesehen, dass das jetzt kommt.

Vinz: Ich konnte mich nicht mehr zurückheben, sorry. Jetzt bin ich dir ins Wort gefallen, Entschuldigung.

Andi: Ja, alles gut. Ist auch ein schönes Beispiel. Aber auch da haben sich sehr viele Menschen aufgeregt. Das kann man natürlich überlegen. Hat es vielleicht die Marke nicht geschafft, die Veränderung der Markenstrategie so zu kommunizieren, dass man verstehen kann, warum diese Veränderung vollzogen wurde? Ich weiß es nicht. So tief bin ich da gar nicht mehr drin. Das ist auch schon bisschen her. Markenstrategie so zu kommunizieren, dass man verstehen kann, warum diese Veränderung vollzogen wurde? Ich weiß es nicht. So tief bin ich da gar nicht mehr drin. Das ist auch schon bisschen her. Aber ja, wir waren bei dem Thema, gerade die externe und interne Kommunikation beide unfassbar wichtig sind bei diesen Bei Universitäten, Städten, insbesondere, weil da die Menschen ganz besonders drauf stehen.

Paul: Aber ich glaube, das betrifft ja sowieso eigentlich jedes KMU oder jedes Unternehmen, was diesen Prozess durchläuft. Und eine wichtige Frage, die ich finde, ist, wie partizipativ, also wie viel Beteiligung räumst du deinem Team ein? Wie gestaltest du so einen Prozess allgemein? Weil je nachdem, wie groß man es aufzieht, ob man sagt, wir machen halt bisschen Designanpassungen, dann braucht es wahrscheinlich nicht so viele Leute, die mitreden. Wenn halt sehr viele Menschen in dem Unternehmen arbeiten oder involviert sind, wie jetzt bei einer Stadt, halt einfach Menschen leben. musst du dir glaube ich schon am Anfang an die Frage stellen, wie offen gestalten wir diesen Prozess? Also wie beziehen wir Menschen mit ein, damit es nach hinten raus für alle verständlich wird? Damit auch aufgezeigt wird, es ist halt ein Prozess, also du siehst beides. Du siehst die Intensität oder die Tiefe des Prozesses und du hast das Gefühl, ich konnte einen Aspekt dazu beitragen. So ich war mit der Meinung, das sollte blau werden und es ist am Ende blau geworden und ich fühle mich auf einmal gesehen in meiner Position oder in der Rolle, die ich dort eingenommen habe in dem Prozess. Und da ist ein Teil von mir in dem neuen Design. Und dadurch mag ich es ja automatisch viel mehr als ohne. Und ich finde das ist echt spannend, gerade bei Marken, die dann sagen, wir machen da draußen offenen Wettbewerb. So schickt mal eure Ideen für die neue Verpackung. da gab es wirklich einen Skandal, das hat mal neue Narrative als Heft aufgearbeitet, wo dann mitten im Prozess das Ganze abgeändert wurde und gesagt wurde, okay, dieses offene Partizipative, das gab es gar nicht. Wir haben das selber gemacht. Alles gut. Und das gab natürlich einen Shitstorm. Offensichtlich.

Andi: Ja.

Paul: Aber genau, würdest du sagen? Gibt es da eine Daumenregel oder kann man sagen, ja, am liebsten alle mit einbeziehen oder am liebsten nur die Leute, Ahnung haben? Aber wer hat denn Ahnung? Wie grenzt

Andi: Ja, genau.

Paul: grenzt man sowas ein?

Andi: Ich würde mir manchmal wünschen, dass es so pauschale Antworten Ich fürchte nur, an dieser Stelle gibt es sie auch hier Ich versuche das anhand von Beispielen zu erläutern. Ich nutze dafür mal ein Beispiel, was ich auch gerne oder sehr, gerne beobachte, nämlich Veränderungen bei Fußball und bei Weil ich glaube, dass da noch einfacher verständlich ist, dass es eben diese unterschiedlichen Zielgruppen gibt. Es mag jetzt beispielsweise bei großen Vereinen die Aktionäre geben, die Aktien des Vereins besitzen. Es gibt natürlich die Fanszene, es gibt die Geschäftsetage und die ganzen Manager, die da aktiv sind. Und bei einem Sportverein das war das.

Paul: Schön, dass du die Spieler gar nicht erst erwähnt hast. Die Spielerinnen. Die spielen keine Rolle, die sind ja nur gekauft.

Andi: Ja gut, die wechseln ja ständig. Natürlich sind die auch Teil davon. ich glaube die Identifikation ist heutzutage leider ja, gerade in der Fernsehen natürlich deutlich höher. Ich kann viel eher jetzt bei dem Beispiel natürlich die Spieler nutzen, sie auch zu transportieren diese Veränderung. Aber wenn ich jetzt die Fernsehen nicht inkludiere in einen Markenveränderungsprozess, dann muss ich mich ja nicht wundern. dass ich Gegenwind bekomme. Damit will ich sagen, an dieser Stelle ist es ziemlich offensichtlich, da muss ich Fangruppen mit einbeziehen in diesem Prozess. du hast eben gesagt, wenn ich gefragt werde, welche Farbe, also so ganz plakativ gesagt, wenn ich gefragt werde, welche Farbe ich mag, ich sag blau und es wird am Ende blau, bin ich froh. Ich gehe noch weiter. Wenn du rot sagst es wird am Ende blau, bist du trotzdem froh, weil du gefragt wurdest. Und es geht also nicht immer nur darum, den Willen

Vinz: Hm.

Andi: bestätigen, den jemand abgibt, sondern ja auch überhaupt gefragt zu haben und dieses Gefühl zu bekommen, ich darf mitbestimmen, das ist total wichtig für uns Menschen, glaube ich. jetzt noch so ein bisschen wieder die Brücke zu schlagen, zu marken, glaube ich, kommt es auf die Zielsetzung an, wie weit sollte ich diese Kreise ziehen. Nehme ich jetzt bestimmte Abteilungsleiter mit in einen Workshop hinein, die eben auch schon dass Unternehmen sehr gut kennen und dementsprechend auch ihre Teams gut kennen und die können das repräsentieren. Oder mache ich vielleicht eine digitale Umfrage zu bestimmten Begrifflichkeiten, zu Werten. Das ist natürlich etwas, was man super, super schnell aufsetzen kann heutzutage. Da eine digitale Umfrage aufzusetzen zu Unternehmenswerten beispielsweise und außen Unternehmenswerten selbst kann ich ja wieder auch sehr viel ableiten für etwas Visuelles. Da gibt es einfach viele Möglichkeiten und ich glaube, diese Offenheit mitzubringen. sich auch auf das einzulassen, was da kommt, die sollte man mitbringen, was nicht gleichzeitig bedeutet, dass man alles zu 100 Prozent genauso machen muss. Man kann ja auch dann überlegen, okay, ist das strategisch sinnvoll, was jetzt hier rausgekommen muss ja nicht unbedingt. Aber diesen Schritt zu gehen und zu sagen, ich öffne mich für das, was von Ihnen heraus, von den Menschen, sich jeden Tag für mich als Unternehmen aufopfern, dafür arbeiten und da mal nachzufragen, dass es glaube ich sehr viel wert. deswegen, ich bin da immer ein großer Freund von und finde es immer ganz toll, wenn auch da Kunden zu bereit sind, da auch diesen Schritt zu gehen.

Paul: Ja, ist ja auch ein gewinnbringender Schritt. Ich glaub, ganz viel ist immer geleitet aus der Angst heraus. So, wenn zu viele mitbestimmen, dann zählt meine Meinung nicht mehr. Ganz oft ist es ja auch eine fehlende Wertschätzung, die eine Rolle spielt, dass dann gesagt wird, ich bin Chef von dem Laden, holt mich halt, wenn's wichtig wird. Und dann verpasst die Person dann die Workshops und sagt dann am Ende aber mir, ich wollte gelb und nicht blau. Also was fällt euch ein, das falsch zu machen?

Vinz: Hm.

Andi: Ja.

Paul: Oder es ist ein emotionaler Anker und ich finde da ist aber auch deine Rolle wahrscheinlich wieder entscheidend, daraus zu finden, spielen denn, welche Rolle nehmen denn die Personen, die mitmachen dort ein und was ist denen wichtig? Weil die haben alle unterschiedliche Bedürfnisse. So der eine arbeitet halt auf eine neue Position hin, der will einer auf einer Ebene aufsteigen. Die nächste Person, die kennt noch den ursprünglichen Designer, der mal das Logo gemacht hat. So da hängt halt irgendwas Emotionales dran und Jemand anderes will aus dem Unternehmen einfach nur raus, der ist dann vielleicht eher jemand, der einfach Ja sagt oder jemand anderem gefallen will. Also auch das ist ja dieses Zwischenmenschliche oder Emotionale. Ich glaube, das würde man belächelt, aber das kommt halt ganz oft zu kurz. Und wenn man das nicht versteht, warum Menschen reagieren, wie sie reagieren auf so eine Veränderung, die dann stattfindet, dann wird es unglaublich schwer, miteinander im Gespräch zu bleiben und gemeinsam Lösungen zu finden. Weil wir sagen ja auch immer so Design, das ist halt die

Andi: Hm.

Paul: Quintessenz oder die Schlussfolgerung aus allem, davor passiert ist. Das ist wirklich die Herleitung von dem strategischen Part. Und wenn dann aber jemand ankommt und sagt, mir gefällt halt gelb besser als blau, naja, was willst du da machen? Dann kannst du eigentlich nur sagen, warst du die letzten drei Workshops mit dabei oder hast du aktiv nicht zugehört oder wo ist gerade das Problem?

Vinz: ich glaube, das ist so etwas vom... Mir kommt es immer so vor, es ist etwas vom Stupidsten, das man eigentlich machen kann. Aber es ist im Kern... könnte ich sehr viel Ärger ersparen. Wie schon in der Kommunikation gegen innen oder gegen aussen. Wenn man einfach einmal fragt, warum... Warum machen wir denn das Rebranding? Was ist das Ziel? Weil dann hast du ja Antwort und vieles ergibt sich dann automatisch. dann weisst du auch, welche Leute du tief in den Prozess Aber gegen die Kommunikation gegen aussen. Warum macht eine Uni das Rebranding? Ist es vielleicht, moderner zu wirken, mehr Studierende anzuzeigen? Was auch immer. Aber dann nur schon mit der Frage, warum, wenn du die beantwortest, trotzt du so viel Ärger von Leuten, immer eine dumme Fresse haben, weil du es einfach klipp und klar nüchtern begründen kannst. Und glaube, dort machen aber sehr viele einfach den Fehler und lassen das einfach wirklich genau hart weg. Sondern verlieren sich dann quasi in den Diskussionen, die irgendwo hinführen noch nicht das Ziel.

Andi: Hm.

Paul: Ja, oder du biegst halt komplett falsch ab. Das kann ja auch sein, dass du in einem Prozess dich so verrennst in irgendeinem neuen Trend, der gut ankommt. Und in jedem Meeting sieht das super aus, aber vergisst halt deine Zielgruppe zu fragen oder mit einzubeziehen. Und dann hast du auf einmal so eine, etwas, was überhaupt nicht passt zu den Werten, eigentlich transportiert werden sollen.

Andi: Ganz genau.

Vinz: Mhm.

Andi: Ich glaube, das, was Vince gesagt hat, sind es die einfachen Fragen, die man sich auch trauen muss zu stellen, die einen Prozess wirklich weiter drängen können. das ist sicherlich auch Teil als Aufgabe, wie ich es finde, von Agenturen auch diese ungepehmen Fragen zu stellen und vielleicht dann auch so eine Wunde zu finden, von der man vorher nicht wusste. Aber das sind dann die Schritte, die es braucht, auch wirklich weiterzukommen.

Vinz: Mh.

Paul: Wie kam es denn jetzt, nochmal auf deine Passion zurückzukommen, dass du dich so mit diesem Thema auseinandergesetzt hast und du machst es ja seit mehreren Jahren,

Andi: Ja. Das ist eine gute Frage. Tatsächlich kann ich sie gar nicht so ganz simpel beantworten, weil es ist eigentlich die Idee entstanden. jetzt zurückdenke, ich habe 2019 bei RADiCANT angefangen, also sogar noch pre-Corona. Das ist ja einfach noch das, was man da als Drittlichkeit nutzt. Da hatte ich natürlich noch eine andere Rolle. Da habe ich Key Account gemacht. am Ende des Tages mache ich heute ähnliche Dinge wie 2019 schon. Und ich hatte mich immer dafür interessiert zu beobachten, wie entwickeln sich Marken, wie kommunizieren die dazu und wie sieht das Ganze am Ende des Tages auch im direkten Vergleich aus. Und hatte den Eindruck, dass es eben mit dem Design-Tagebuch da ein ganz gutes Portal zugibt oder eine Website zugibt. Das hat mir aber auf LinkedIn gefehlt. Und am Ende des Tages war es das eigentlich schon als Geburt dieser Idee, dass ich gesagt habe, cool, ich habe den Eindruck, ich kann davon was mitnehmen. Das ist nicht nur einfach, ich poste da was, weil das schön ist, sondern ich muss mich damit ja auch schon ein paar Stunden beschäftigen. Das habe ich mal eben so gemacht. Und das habe ich jetzt einfach seit ... Ja, ich muss eigentlich mal zählen, wann ich das erste Mal das gepostet habe. Da muss ich ja sehr weit zurück scrollen. Ist auf jeden Fall schon eine Weile Und das Schöne ist, es macht immer noch Spaß. Es gibt Heute war so einer tatsächlich, also jetzt in diesem Moment. habe nämlich Dienstags und kommt immer ein neues Posting von mir genau zu diesen Themen. normalerweise bin ich immer schon vorbereitet, gehe ich in eine neue Woche, habe also schon ein Posting vorbereitet, weil ich nicht in diesen Zeitdruck kommen will. Heute ist dein Posting-Tag und du hast noch nichts. Jeder, der auf LinkedIn... Genau, weil tatsächlich auch für alle Algorithmen dieser Welt zählt natürlich die Konsistenz, genauso wie auch im Markenbereich. Und heute war es aber soweit, dass ich noch nichts hatte und das muss ich dann heute Mittag dann noch schnell nachholen.

Paul: Das sollten wir uns für einen Podcast mal vornehmen.

Andi: Aber ja, das mache ich jetzt tatsächlich schon seit einigen Jahren so, dass zweimal die Woche ein Postzug rausgeht mit manchmal überraschenden Reichweiten, sowohl positiv als auch negativ.

Paul: Na ja, sag mal, was hast du so aus all dem gelernt? Weil ich meine, das ist ja nicht nur sich selber damit auseinandersetzen, wo man schon eine ganze Menge damit lernen kann wahrscheinlich. Alleine, wie du vorhin meintest, welcher Prozess steht dahinter und deckt sich das mit dem, was man dann visuell als Ergebnis sieht und wahrscheinlich auch innerem Kopf schütteln manchmal oder wahrscheinlich dann auch Überraschung, wenn man sich denkt, das ist mutiger Schritt und mal gucken, wie das ankommt, sondern eben auch die ganze Reaktion da drauf. Und ich meine, natürlich erreichst du wahrscheinlich eine zum Teil Design-affine Szene, die sich beruflich damit auseinandersetzt und alles besser weiß. Aber wahrscheinlich auch Leute, die nichts oder weniger damit zu tun haben, sondern eher im ähnlichen Wettbewerbsumfeld aktiv sind oder bei der Konkurrenz oder was auch immer. Aber was hast du so, was kannst du denn so mitnehmen aus all dem, was du da jetzt geteilt und darüber im Austausch mit anderen erfahren hast?

Andi: Hm. Also zum einen bin ich natürlich selber ganz gut informiert, was die ganzen Rebrandings der Welt angeht. Das ist der eine Effekt, der natürlich automatisch entsteht. Was mir aber am meisten Freude bereitet ist, wenn ich sehe, dass Diskussionen entstehen und alle die bei LinkedIn aktiv sind, wissen, dass das nicht so einfach ist, dass Diskussionen entstehen, die auch konstruktiv sind, häufig tendieren Menschen dazu einfach nur kurz ihre Meinung zu tun und dann ist gut. Alle anderen haben unrecht. Aber dieser konstruktive Austausch, der dann entsteht von Menschen, die aus dem Designbereich kommen und Menschen, die vielleicht einfach irgendwie Kunde sind oder Käufer dieses Produkts oder Das ist das, was mir Freude bereitet, weil ich glaube, da treffen sich dann genau diese Zielgruppen, die auch diese Marke eigentlich ansprechen will und da dann dieses Feedback zu erhalten und zu lesen und Teilweise sind es dann ja auch so viele Kommentare, da kann ich gar nicht auf alles reagieren. Aber das dann zu sehen, dass Menschen eher das spannend finden und sich dann ja auch die Zeit nehmen zu kommentieren, sich auszutauschen oder mir zu das ist das, was mir Freude bereitet, weil ich dann sehe, da sind Menschen, die das wirklich interessiert und die sich damit beschäftigen. das ist wahrscheinlich das, was ich am ehesten mitnehme, dann auch diesen direkten Austausch zu haben. Diese Reaktion zu sehen, das macht schon Freude.

Paul: machst du eigentlich nicht die Arbeit der Marken selbst, oder? Weil wenn man sich so überlegt, ja, das solltest nicht du wissen, das sollten in erster Linie die Marken wissen. Auch wenn das natürlich als Außenstehender einfacher funktioniert, als als Marke selbst zu sagen, so guck mal, sind neu, was haltet die denn jetzt davon? Und dann willst du Lob hören und ernstes Kritik und denkst, okay, hätten wir es nicht gemacht.

Vinz: ...

Andi: Ja. Ja. Es gibt auch die eine oder andere Marke, die auch durchaus mal reagiert und kommentiert. Aber das passiert, also das nehmen die auch Und am Ende des Tages weiß ja heutzutage jeder, dass gerade in digitalen Veränderungen wahrgenommen werden und dann auch diskutiert werden. da muss man sich ja heutzutage leider ja auch darauf einstellen, dass es eben viele Menschen gibt, die das einfach nur kritisch betrachten und blöd finden.

Paul: Okay.

Vinz: Okay.

Andi: Und da dann auch sicherlich blödere Wörter für nutzen, ich das gerade tue. Das macht sicherlich nicht immer nur Freude, da auch dieses Community Management dieser Marken zu Aber das gehört am Ende des Tages leider heute auch zu weit.

Paul: Und von den ganzen Rückmeldungen hast du das Gefühl, dir hat das über die Jahre den Blick geschärft auf die Elemente, auf die es wirklich ankommt. Vorhin meintest du ja schon, kommunikativ muss das Ganze funktionieren. Ich bin noch bisschen der Meinung, es muss auch auf den ersten Blick funktionieren. Also wir urteilen ja innerhalb von Zehntelsekunden, ob uns was gefällt oder nicht. Und wenn du das zum Teil teilst, ich habe auch sofort den ersten Eindruck, manchmal kann es die zweite oder dritte Slide

Andi: Hm.

Paul: Deine Slideshow dann noch korrigieren oder einordnen oder dein Text hilft noch ein bisschen, da nochmal drüber nachzudenken. Aber das Urteil, wie ich vorhin meinte, du steckst da monatelange Arbeit rein und dann ist das innerhalb von einer Sekunde vernichtet oder angenommen. Das ist ja echt gravierend und ich glaube, das Ausmaß macht man sich am Anfang im Prozess auch gar nicht so bewusst, was dahinter steckt.

Andi: Total. ist ja auch immer ein Stück weit die Frage, zum einen, was habe ich verändert, zu welchem Grad wie kann ich diese Veränderung auch wahrnehmen. ein Produkt, was im Regal steht, was auf einmal ganz anders aussieht, das ist natürlich durchaus auch kritisch und da sind glaube ich auch schon Unternehmen untergegangen mit diesen gestalterischen Veränderungen.

Vinz: Hm.

Andi: Bei B2B Unternehmen trifft es dann natürlich tendenziell weniger hart. Aber auch da muss man natürlich sagen, wie du schon gesagt hast, Paul, man hat immer einen ersten Eindruck und immer eine Emotion, man damit verbindet. Nichtsdestotrotz habe ich jetzt bisschen deine Frage verloren.

Paul: dass dein Blick auf die wesentlichen Elemente geschäft hat. Vor allem Rebrandings.

Andi: Ja, stimmt, Entschuldigung. Ich glaube ja, weil es gibt immer wieder Situationen, wo ich Dinge selber noch gar nicht gesehen habe, die andere Menschen das passiert mir auch heute noch. Das ist auch, glaube ich, völlig menschlich und völlig in Ordnung. Aber das sind dann immer die Momente, die mich aufhorchen lassen, sagen, ja stimmt, da habe ich noch gar nicht drauf geachtet.

Paul: Alles gut.

Andi: dass man das daraus lesen kann oder dass man das erkennen kann. Und das sind dann auch so Momente, wo ich mich total freue, dass ich das teile und ich es gar nicht schlimm finde, dass ich nicht gesehen habe oder etwas vielleicht auch falsch interpretiert habe, weil das mag mir auch passieren, sondern ich es dann toll finde, dass dann diese Community darauf reagiert und natürlich dann irgendwie mich auch ein Stück weit korrigiert, was völlig legitim Ja, und das schärft natürlich dann den Blick fürs nächste Mal dann auf solche Details zu achten. Insofern glaube ich auch, dass ich auch da nicht zu Ende gelernt habe. Also ja, mein Blick wurde mit Sicherheit geschärft, auf bestimmte Details zu achten. Vielleicht auch Begrifflichkeiten, Spacing und Code zu verwenden, wenn es jetzt Wortmarken beispielsweise geht. Aber auch da versuche ich immer eine Sprache zu nutzen, die allem zugänglich ist. Weil am Ende möchte ich quasi das gleiche Gespräch auch führen können, wenn ich irgendwo im Rewe an der Kasse jemanden treffe und wir dann über das neue Logo, keine Ahnung, von Pringles dann möchte ich genauso mit dieser Person darüber sprechen können, wie ich das auf LinkedIn tue, weil jeder halt dieses neue Logo wahrnehmen kann und dementsprechend auch jeder ein Gesprächspartner sein

Paul: Jetzt noch letzte Nachfrage zu dem Blog, dann darf Vince wieder. Hast du das Gefühl, bewegt sich alles so, was Rebrandings betrifft? Hängt er jetzt auch mit Design-Trends zusammen in eine Richtung? Also sieht immer mehr alles gleich aus? Oder hast du dann alleine dadurch vielleicht ein paar Beispiele, wo du sagst, das war extrem mutig oder das sind auch Rebrandings, die vielleicht unerwartet kamen?

Andi: Ja, ich glaube, das ist branchenabhängig. Jetzt könnte man jetzt zum Beispiel in der Autobranche feststellen, dass wir. Grundsätzlich diesen Trend haben, Kroben darzustellen. Jetzt ist dieser Trend weggegangen, weil wir natürlich auch diese diesen Trend oder nicht Trends, sondern wir haben jetzt viel mehr Elektroautos, was ich total cool finde. Ich war selber auch ein Elektroauto. viel mehr über Licht, also viel über Flat-Design darzustellen. Das funktioniert natürlich nicht mehr, wenn ich irgendwie Chromelemente in einem Logo habe. Das musste dann oder wurde an vielen Stellen angepasst. Und da wird es mit Sicherheit in fünf bis zwölf Jahren irgendeinen anderen Trend geben, der dann dazu führt, dass viele Automarken wieder ihre Logos verändern. Das ist grundsätzlich eine Branche, wo relativ viel Veränderung auch Deswegen, ich glaube, Es ist sehr stark branchenabhängig, ob man jetzt von Trends sprechen kann, die man auch auf viele markenetablierte Marken betrachtet. Ähnlicher Bereich ist wahrscheinlich auch Fashion, wo hin zu Sensoriefschriften es geht, gerade bei Wortmarken, wo viele klassische oder klassisch wahrgenommene Schriftarten aufgelöst worden sind und man auch da jetzt oder Kritiker würden sagen, sehen alle gleich Ja, vielleicht ist das auch so, dadurch, also mein Empfinden ist, dadurch, dass immer eine gewisse Veränderung stattfindet, aber nie alle gleichzeitig sich verändern, finde ich, ist dieser Ruf oft eine nicht angebrachte Kritik. Die Marken versuchen eben, ihre Zielgruppen anzusprechen, versuchen natürlich dann auch mit anderen mit aufzusteigen, vielleicht auch visuelle Trends Aber ich finde, overall, da von ganz klaren Trends sprechen ist schwierig. Es ist immer branchenspezifisch.

Paul: Was würde denn dann mutig herausstechen? da auch Dinge, du das Gefühl hast, hier wird gerade alles glattgezogen und die Outlines, also die Außenlinien fehlen und alles ist irgendwie farblich bunt und sehr riefenlos und so weiter. Und auf einmal kommt da eine Marke, die Haut komplett rein, weil die anders aussieht oder bewusst den Gegentrend eindeutet oder Anti-Branding betrieben hat oder was auch.

Andi: ist immer schwierig das passende Beispiel parat zu Aber eine Marke finde ich, die es richtig gut gemacht in diesem Fall passenderweise von radikant umgesetzt, das sind die besten. Wobei man dazu sagen muss, für alle die meine Beiträge nicht kennen, ich glaube, einer von 1000 ist wahrscheinlich von radikantern.

Paul: sehr gut. Es ist immer am besten, die hausinternen Beispiele zu haben.

Vinz: Ja.

Andi: Und zwar ist das die Marke Klosterfrau die auch hier in Köln sitzt. die zwar gesagt haben, sie wollen sich modernisieren, aber eben nicht so offensichtlich, dass es jedem direkt auffällt, sondern man wollte feinjustieren und ein Logo, was jetzt seit über 200 Jahren besteht, auch mit dem entsprechenden Respekt behandeln. Und das fand ich ein super tolles Projekt und kann ich auch jedem nur empfehlen, sich das mal anzuschauen. weil ich glaube, man da jetzt könnte man sagen, man war nicht mutig. Ich glaube aber, man war mutig, weil man eben nicht viel verändert hat. Weil auch das ist Mut.

Vinz: mini-Rate!

Andi: Hahaha!

Paul: Dein Herzen ist, immer winnst du darfst.

Vinz: Unternehmen überhaupt schon so lange gibt. Mir blutet das Herz, wenn ich sehe, dass du eine Schreinerei die wirklich geilen Schriftzug hat, eine geile Wortmarke. Und dann kommt halt diese lokale Trendagentur. und klatscht ihnen einfach in einen Futurenverschnitt vor den Lads. Also schlussendlich hast du so eine richtige Handwerksbude mit über 100 Jahren, du da, weiss auch nicht, jeder kennt dich in der Umgebung und schlussendlich sehen sie aus wie eine schlechte Versicherung. Und das finde ich richtig schade. Darum finde ich mittlerweile auch vor allem in diesem Heritage-Bereich

Andi: Danke.

Vinz: Ein richtig gutes Rebranding ist für mich, wenn es dir den ersten Blick nicht mal auffällt, dass es Rebranding gibt. Wenn du erst wirklich zweimal heransehen musst und merkst, mal, irgendetwas ist anders. Das ist aber noch eine ganz andere Thematik als wenn du einfach freie Hand hast und einfach machen kannst. Aber auch dort braucht es einen Grund, warum du was anpassst.

Andi: Ganz genau, das wollte ich noch gerade gesagt haben. Nur weil man eine Kleinigkeit verändert, heißt das ja nicht, dass es keinen Grund Und das würde ich zu unterschreiben, was du gesagt hast, also insbesondere Marken

Vinz: Was sind denn für dich aus deiner Erfahrung her generelle Fälle oder No-Goes im Thema Rebranding, die du vielleicht auch schon selber erlebt hast? Keine Ahnung, wenn man so richtig auf die Schnauze gefallen ist und denkt, nein, hätten wir doch gescheiter nicht. Oder vielleicht auch generell eine Haltung von einem Kunden, der zu euch kommt. Was hast du da so erlebt?

Andi: Das ist eher so die Frage, wo fängt man an?

Vinz: Ja.

Andi: Also ich glaube, gibt in allen Branchen natürlich irgendwie No-Goes oder ich meine, das ist auch ein hartes Wort. ich glaube, die besten Projekte haben Agenture dann, wenn man mit dem Kunden zusammenarbeiten Das ist auch etwas, was wir immer stark kommunizieren, dass wir ein Partner sein wollen, der auf Augenhöhe agiert und nie der kreative Dienstleister, der sich jetzt zwei Wochen im Keller einschließt, was cooles gestaltet und das ist dann der heiße Scheiß und die Lösung. Das ist selten Das ist zumindest meine Meinung. Ich glaube, die guten Brandings entstehen in Zusammenarbeit mit dem Kunden. Das ist schließlich derjenige, der schon seit zig Jahren teilweise genau dafür arbeitet, für diese Marke, weiß wofür diese Marke steht. Und deswegen glaube ich, wäre es für mich, wäre es ein No-Go, eben nicht diesen partnerschaftlichen Ansatz zu wählen in der Zusammenarbeit. Für mich ist das völlig normal. Ich sehe aber auch und höre dann auch natürlich durchaus schon mal von Kunden, dass das andere anders machen. Und das finde ich geht gar nicht, weil man arbeitet gemeinsam auf ein Ziel hin und Da du hattest es eingangs auch schon mal gesagt, jetzt ein cooles Trendlobo zu gestalten, damit man damit vielleicht irgendwo einen Award gewinnen kann, hilft halt niemandem, wenn das nach zwei Jahren wieder geändert werden muss, weil es halt nicht zur Zielgruppe passt oder die Menschen, die fürs Unternehmen arbeiten, nicht Das sind dann eben Dinge, die man mitbeachten muss. das sind, ich, so für mich auch die relevantesten Grad zu Beginn einer Zusammenarbeit. Das erkennt man ja auch schnell, ob man zusammenpasst, ob die Chemie stimmt. Genauso wie wir vielleicht ein Bild oder ein Logo schnell beurteilen können innerhalb von Sekunden. Beurteilen wir ja auch Menschen, denen wir begegnen, gar nicht bewusst. Das ist halt einfach menschlich. diese Zusammenarbeit, die muss einfach funktionieren. man muss nicht Best Friends werden. Vielleicht wird man es, aber man muss es nicht. Aber man muss gut miteinander arbeiten können, eben diesem gemeinsamen Ziel dann auch näher zu

Vinz: Mhm.

Andi: Das finde ich persönlich auch total wichtig, weil wenn man genau diese Ebene schaffen kann, dann macht die Arbeit ja auch für alle viel mehr Spaß.

Vinz: Ja, auf jeden Fall.

Paul: Ich nenne das immer gerne den Begriff Erwartungsmanagement am Anfang, weil ich das Gefühl habe, gerade weil du meintest, das sind Leute, seit Jahrzehnten in einem Unternehmen arbeiten oder das selber aufgebaut haben oder von der Familie in dritter Hand übernommen haben und so. Also da steckt da ganz viel Leidenschaft mit drin und wahrscheinlich auch die Angst, ob du dann als dahergelaufene Agentur, die überhaupt richtig verstehst und einordnen kannst und überhaupt spürst rein emotional, was es für die bedeutet.

Andi: Ja. Ja.

Paul: und dann natürlich auch der Aspekt loslassen können. Und ich glaube, sind die Grundvoraussetzungen manchmal recht schwierig, gerade wenn du als Agentur lauter coole Cases auf deiner Website hast und das sieht alles toll und geleckt und halt zeitgemäß aus, weil wir wollen ja als Agentur nicht nur dem Zielpublikum gefallen, sondern auch so der eigenen Konkurrenz innerhalb der Agenturlandschaft. Das ist ja auch ein probates Mittel zu zeigen. Guck mal her, wir wir machen den neuen heißen Scheiß und ich glaube, da muss man ja erst mal die Basis schaffen, zu sagen, das sieht vielleicht nach außen so aus, so arbeiten wir, das ist das Vertrauensverhältnis, was wir aufbauen wollen. Und wir verstehen dich und wir wollen auch verstehen, was dich bewegt oder was dich herausfordert oder was dich belastet, dann dafür eine Lösung zu schaffen. Aber je mehr Leute das kaputtmachen, desto schwieriger ist das natürlich auch, Vertrauen dann wiederherzustellen oder zu gewinnen. Und Erwartungsmanagement, das noch als zweiten Aspekt.

Andi: Hm.

Paul: auch dahingehend zu sagen, so ein Rebranding, wie wir es am Anfang genannt haben, wird nicht alle deine Probleme lösen. Es ist ein Weg mit deiner Herausforderung, mit deiner Situation einen Umgang zu finden und da neue Antworten und Lösungen zu finden. Aber es ist nicht das Heilsversprechen, dass sobald wir dein Logo auf links drehen, alle Probleme aus der Welt sind. Du musst es danach auch immer noch anwenden und leben. Vielleicht ist das noch der letzte Aspekt, auf den wir eingehen können. Jetzt ist man angenommen, man hat dieses coole Projekt gemeinsam gestemmt, man hat eine gute Basis geschaffen, man ist vielleicht auch befreundet geworden über den Zeitraum. Wie lebt man denn jetzt so neuse Rebranning? Wie kommuniziert man das? Worauf sollte man denn da achten? Ich meine nur der Pressebericht und dass es auf Design-Tagebuch kommt oder man das auf der Messe zeigen kann, ist wahrscheinlich noch nicht alles, oder?

Andi: Vielen Auf gar keinen Fall. Genau, ist ein total wichtiger Punkt, du ansprichst, weil da ist das Projekt natürlich noch nicht vorbei. Denn das eine ist natürlich die Menschen, mit der Marke kommunizieren. Also klassischerweise natürlich eine Marketingabteilung, die auf verschiedenen Kanälen kommuniziert. Die muss natürlich wissen, wie kann ich denn jetzt eigentlich die neuen Markenassets anwenden? Also wie gehe ich mit der Farbe Wie gehe ich mit der Schrift Wo muss das Logo platziert werden? Das sind nur Teile von vielen Fragen, die es da geben kann und Definitionen, die es ja auch braucht, dann als Marke konsistent auch außen und in Wagen genommen werden zu können. Und das muss man erstmal Und dafür kann man natürlich Schulungen machen, dafür kann man klar Designmenü gestalten. Wir wissen aber Lesen tun Menschen nicht immer gerne. Deswegen ist da immer unser klarer Appell, da auf jeden Fall auch eine Schulung zu machen und alle Menschen dazu einzuladen, die auch mit der Marke kommunizieren. Also einen Forum zu schaffen, wo man mal präsentieren kann, wie will die Marke eigentlich wahrgenommen werden und was müssen wir dafür tun und wo sind gewisse Stellschrauben, die wir drehen können und da auch dann mal so eine Plattform zu haben, wo man Fragen stellen kann. Das kann man natürlich je nach Größe auch ins Digitale transformatieren und da nicht nur FAQ zu haben, auch einen Kontaktbereich zu haben. Das heißt, man kann natürlich auch noch die Agentur fragen. Also da ist ja sozusagen mit Übergabe einer fertigen Gestaltung ist ja die Zusammenarbeit nicht vorbei, sondern dann geht es ja das Kommunikative. Und manchmal ist es dann ja auch so, dass nach ein paar Monaten noch neue Herausforderungen wahrgenommen werden oder man will vielleicht auf einem neuen Social Media Kanal noch aktiv werden sollen, vorher nicht aktiv war, wo war dann irgendwie was Neues für neue Templates für gebraucht werden oder ähnliches. Also eine Marke ist letztendlich immer ein lebendes Konstrukt, was sich weiter verändert, weiter lebt und genau das muss man auch verstehen und dann versteht man auch, weshalb es diese Begleitung auch braucht durch Agenturen, durch Experten, durch Freelancer, die genau das dann eben auch machen und den Menschen, die mit der Marke kommunizieren, entsprechend auch noch weiterhelfen. Das geht nicht nur nach innen, sondern ja auch nach externen. auch Presseagenturen wollen ja wissen, wie kann ich denn jetzt euer Logo hier verwenden oder welche Regeln gibt es, ich beachten muss. Auch an die muss man denken und da entsprechend die Regeln formulieren, Ansprechpartner haben, die Fragen beantworten können. die Übergabe eines fertigen Designs ist letztendlich noch nicht der letzte Schritt.

Paul: eigentlich geht da jetzt die Arbeit los. Aber für uns vielleicht der beste Schritt, Vince, mal Richtung Zukunft einzubiegen, oder? Was denkst du?

Vinz: Hm.

Andi: Ganz genau.

Vinz: Mhm. Aus deiner Erfahrung aus dem Alltag ist das Thema KI irgendwo die Ecke, die vorne schaut. Inwiefern denkst du, Agenturen oder Freelancer, wie wir das sind, Bereich Branding, Rebranding, werden deiner Meinung nach eher irrelevanter oder relevanter in Zukunft?

Andi: Ich habe eine relativ klare Antwort dazu. Ich glaube, die Menschen, die sich nicht mit KI befassen, werden irrelevant. Alle die, die mit KI arbeiten und wissen, wie man mit ihr arbeiten muss, werden auch weiterhin relevant sein und gefragt sein. Alle die, die sich sozusagen der neuen Technologie nicht öffnen, die werden Schwierigkeiten bekommen. Ich sehe aber nicht, dass KI hier

Vinz: Mhm.

Andi: massig Jobs wegnimmt. Ich sehe eher Möglichkeiten, dass sie auch in dieser Branche vielen Menschen helfen kann, manchmal auch Prozesse beschleunigen kann und vielleicht auch mittelfristig, nicht nur langfristig, Unternehmen auch viel Geld sparen kann. Also nehme das Thema Bildsprache. Wenn ich jetzt eben nicht das nächste Getty Bild kaufen möchte, dass vielleicht auch drei von zehn meiner Wettbewerber auch nutzen. Dann mache ich entweder ein Shooting. Ich muss dafür viel Geld hinlegen, weil ich natürlich nicht nur eine Fotografin, sondern auch die Models bezahlen muss. Das Ganze muss nachbearbeitet werden. Das dauert viele Tage und kostet viel Geld. Und heute können wir uns darüber unterhalten, dass wir eine konsistente Markensprache und Bildsprache generieren können mit Hilfe von KI. ich glaube, da sind wir mittlerweile an einem Punkt angelangt. wo das sehr gut schon funktioniert, haben wir tatsächlich auch schon für einige Kunden umgesetzt. Und da kann man tatsächlich als Unternehmen auch Geld sparen und am Ende des Tages dann eher sogar ein zusätzlicher Job als Agentur, als Design- und Brandingagentur, weil wir haben jetzt bisher keine Shootings gemacht, aber KI-Bildsprachen können wir. Deswegen glaube ich, es unterstreicht das, meine Aussage, dass ich glaube, dass Agenturen und Philanza im Designbereich sich diesen neuen System mit ihnen öffnen müssen und lernen müssen, ihr zu agieren, anstatt gegen sie.

Paul: Zukunft im Bereich Rebranding. Was denkst du da? Wird sich da grundlegend was an diesem Prozess ändern oder an der Erwartungshaltung? Vielleicht auch von der Zielgruppe zu sagen, so das ist das wird nicht mehr nur jedes Jahrzehnt mal passieren oder weiß ich nicht einmal im Jahrhundert von irgendwelchen alteingesessenen Unternehmen, sondern vielleicht kommen wir da in Zukunft auch in einen in einen viel schnelleren Wechsel rein. Das weiß ich nicht. Bei Mode haben wir ja schon den Punkt erreicht, dass es fast zu schnell passiert, dass wir da wirklich

Andi: Hm.

Paul: im Monatsabstand neue Linien bekommen und neue Outfits und Looks und so weiter. Früher war es mal saisonabhängig. siehst du da Ähnliches im Bereich Rebranding oder eher, dass man an klassischen Werten festhält oder dass auf einmal alles möglich ist. Was ist so deine Einschätzung dazu?

Andi: Ja, ich glaube, also mein Eindruck ist, Rebranding jetzt nicht schnelllebiger werden. Also ich glaube nicht, dass wir innerhalb von kürzerer Zeit mehr Redesigns sehen werden. Ich glaube, da gibt es mehrere Ebenen, die sich verändern. du hast eben schon das Thema Erwartungshaltung angesprochen. Ich das was KI verändert ist ja auch ein Stück weit das Wissen und die Erwartungshaltung von Ansprechpartnern, also von potenziellen Kunden und Kunden, weil die natürlich jetzt die Möglichkeit haben, auch viel schneller gute Antwort zu halten. Also wir alle wissen, KI gibt nicht immer die richtigen Antworten, aber grundsätzlich ja erstmal etwas, was mich weiterbringt, wenn ich Fragen stelle, erhalte ich Antworten zu Fragen, wo ich vorher keine Antwort hatte. Ich kann schnell auch selber eigene Logos aber das ist ja nicht immer direkt gut, weil auch da kommt es ja wieder drauf an, wie bediene ich die KI, damit das Ergebnis entsprechend noch gut wird. Und gibt es dann noch einen wichtigen Punkt, den KI nämlich gar nicht kann, nämlich Geschmack haben. das ist ein Teil, den KI bisher nicht bedienen kann und ich glaube, der ist auch nicht absehbar, so dass entwickelt Und der weitere Punkt ist, dass KI ja immer nur auf dem basiert, was es bereits gibt und eben keine Neuschöpfung in dem Sinne kreiert. Und das sind zwei Punkte, die mich glauben lassen.

Vinz: Mhm.

Andi: dass die Designbranche da noch einen sehr hohen Stellenwert haben wird. Bei all denen, die auch genau das verstehen. günstige Möglichkeiten, sich ein simples Logo zu kaufen über gewisse Anbieter, die dann in Indien irgendwo sitzen und für leider wenig Geld da irgendwie eine Gestaltung machen, das gab es schon. nichts anderes macht jetzt letztendlich auch eine KI, gibt mir die simplifiziert das Logo für wenig Geld zu erhalten, das aber wenig Basis darstellt und deswegen sehe ich da jetzt keine große Gefahr, dass da eigentlich Al-Ghontoun ihre Daseinsberechtigung verlieren.

Paul: Was wäre denn noch so zum Abschluss hin dein Plädoyer für KMUs zu sagen, wag den Schritt zum Rebranding, wenn vielleicht irgendein Punkt erfüllt ist oder was? Was gibst du dir mit?

Andi: Ich glaube, es gibt natürlich auch da keine ganz grundlegende Regel, wenn x, dann y. Das wäre dann eher Mathematik. Und ich glaube, das, worauf es ankommt, ist, mit allen Menschen zu sprechen, regelmäßig, die mit der Marktkontakt haben. Und das ist dann eben nicht nur die eigene Marketing-Abteilung, sondern das sind die Zielgruppen, die ich erreichen möchte. Das sind aber auch... die eigenen Mitarbeitenden, im des Employer Brands. da regelmäßig ein Auge drauf zu halten, wie werde ich als Marke wahrgenommen, entspricht das den Werten, die ich eigentlich auch widerspiegeln möchte. Dafür gibt es ja Möglichkeiten, diese Abfragen zu machen. Ich glaube, das ist etwas, was unterschätzt wird und immer erst sozusagen nachhinein angestrebt wird, wir könnten ja mal, wo es dann vielleicht schon irgendwie zu spät ist, weil viele frustriert sind. Aber das zu beobachten, das finde ich total sinnvoll. dann würde ich immer empfehlen, wenn man dann darüber nachdenkt, etwas zu verändern, das tatsächlich auch intern zu besprechen und nicht direkt an der Agentur zu geben. Weil ich glaube, dieses eigene Bild erzeugen hilft einem, die nächsten Schritte klarer zu definieren und hilft dann aber auch im nächsten Schritt einer Agentur oder dem Freelancer. weil man dann eben schon viele Erkenntnisse teilen kann. Und diese Erkenntnisse führen dazu, dass man von außen betrachtet eben schon sehr viel mitnehmen kann und auch verstehen kann, wo sich, in welcher Situation befindet sich gerade das Unternehmen, diese Marke, und wie kann ich dort helfen. ich glaube, an vielen Stellen braucht es auch diese externe Perspektive und diesen externen weil man ja manchmal dann schon auch Scheuklappen auf hat, gerade dann, wenn man sehr lange in dieser Branche und in der Marke schon unterwegs ist. Aber gerade deswegen ist es auch da wichtig, innen zu schauen und einfach auch mal die eigenen Mitarbeiterinnen zu fragen. Paul (1:01:52) Ich hab mir gerade aufgeschrieben, wir machen mal eine Folge zum Thema Reflektion, was da dazu gehört. Das wird so viel unterschätzt und ich glaube, das ist sehr gut, dass du Experte in Experte bist in deinem Bereich, in deinem Unternehmen. Aber diese Scheuklappen können auch manchmal helfen, Dinge durchzuboxen und hinzubekommen. Aber sich regelmäßig mit sich selbst auseinanderzusetzen und da auf klare Linie zu kommen, das ist so wichtig. Also ich glaube gerade auch im Hinblick KI wichtiger denn je, dass Vinz (1:02:00) Mhm. Mhm. Paul (1:02:21) du am Anfang diese Klarheit ohne technische Hilfe brauchst, was du eigentlich möchtest oder diesen Fokus, bevor du irgendwas auch nur annähernd angehen kannst. Vinz (1:02:29) Nein. Andi (1:02:30) Ganz genau. Paul (1:02:30) Winz, du noch was auf dem Herzen? Oder? Vinz (1:02:31) Yes. Hey, nein, wir haben hier eigentlich ziemlich alles abgearbeitet. Die haben es recht interessant gefunden, Paul (1:02:44) Ich nicht, aber das letzte Wort gehört sich uns, sondern dir an dir. Hast Vinz (1:02:47) Natürlich, genau. Paul (1:02:48) du noch berühmte letzte Worte, die du loswerden willst zu dem ganzen Thema, nachdem wir jetzt eine Stunde darüber geredet haben? Andi (1:02:51) Meine drübenplätzten Worte. und glaube, hat Potenzial, da auch ganz viele Menschen zu erreichen, die das spannend finden. Ich hoffe, ich konnte heute bisschen was mit auf den Weg geben und vielleicht den einen oder anderen zum Denken anregen. ja, wer weiß, vielleicht machen wir noch mal eine andere Folge. Paul (1:03:19) Auf jeden Fall. Vielleicht laden die weh dich mal zu irgendeinem Skandal Rebranding ein, das Ganze einzuordnen. Vielleicht wirst du auch so unser Telefonjoker in gewisser Hinsicht. Vielleicht machen wir das als Format. Aber das können wir noch sagen. Du bist ja nicht nur bei RADIKANT und teilst wöchentlich zweimal Rebrandings auf LinkedIn. Du hast auch ein eigenes Label, einen eigenen Podcast, als kurzer Werbeblock. Was machst du da und was können da Menschen mitnehmen? Vinz (1:03:20) Wieder zuhören! Genau. Andi (1:03:27) Hahaha Danke, das habe ich jetzt bei den ganzen anderen Fragen ausgeblendet und gar nicht wahrgenommen, aber danke für die Bühne. Genau, ich habe tatsächlich auch einen eigenen Podcast unter einem guten Freund und auch Arbeitskollegen, wo wir alle zwei Wochen einen Gast einladen und über das Thema Gründen und Selbstständigkeit sprechen. Also für alle, die das spannend finden, hört mal in den Five to Nine Club rein, also Five to Nine sowie die Zahlen. Paul (1:03:54) Immer gerne. Andi (1:04:15) gibt es bei Spotify und natürlich überall anders auch, wenn euch das Thema Gründen und Selbstverständlichkeit interessiert. Wir haben dann immer einen Gast dabei, der ja, Newer Gründer, Gründerin ist und von ihren persönlichen Herausforderungen berichtet. Paul (1:04:29) Sehr schön. Echte Erhöhrempfehlung. Also bei Podcasts gibt es nie genug, von dem her einfach reinhören. Und wie bei allen Podcasts, was uns, haben davor im Vorfeld vor dem Gespräch darüber geredet, auf jeden Fall Bewertungen, Kommentare, Likes dalassen, das Ganze weiterempfehlen. Das hilft uns, dem ganzen Spielfeld auf jeden Fall weiterzumachen und Wir danken dir von Herzen, dass du da warst, dass du deine Erfahrungen teilen kannst. Ich freue mich immer von dir, die Slideshows zu sehen. Manchmal spielt das LinkedIn aus, manchmal auch nicht. Ist der Feed immer ein bisschen abhängig davon. Auf jeden Fall, da eine große Empfehlung in den Podcast reinhören von dir. Und ansonsten mach weiter. Alles Gute und auf die nächsten schönen Rebrandings, die von RADDICANT und von allen anderen kommen werden. Wir sind gespannt. Danke dir, Andi. Andi (1:04:49) Vielen Dank. Ja. Ich auch. Danke euch. Vinz (1:05:15) Danke, merci. Paul (1:05:16) Ciao!

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