Corporate Identity vs. Corporate Design — wo sich KMU irren (Brand Rant)
Shownotes
Viele KMU haben ein schönes Logo, einen aufgeräumten Auftritt – und trotzdem das Gefühl, dass innen und aussen nicht zusammenpassen. Der Grund ist meistens derselbe: Corporate Design wird mit Corporate Identity verwechselt. Das eine ist sichtbar. Das andere muss gelebt werden.
In Folge 109 räumen Paul und Vinz mit diesem Missverständnis auf – direkt, ohne Fachbegriff-Parade und mit Beispielen, die im Alltag von KMU sofort ankommen.
Du bekommst:
- Eine klare Unterscheidung zwischen Corporate Identity und Corporate Design – ohne Buzzwords
- Warum ein Markendokument allein nichts verändert, solange es nicht gelebt wird
- Weshalb „Rebranding" meistens das falsche Mittel gegen das richtige Problem ist
- Wie du erkennst, ob dein Unternehmen wirklich eine Identität hat – oder nur eine Rolle spielt
- Warum ein einziger klarer Grundgedanke mehr bringt als zehn definierte Werte
- Was es konkret braucht, damit Markenidentität im Alltag ankommt – auf allen Ebenen
Takeaway:
Corporate Identity entsteht nicht durch ein einheitliches Design oder schöne Kommunikation. Sie entsteht, wenn Menschen überall dieselbe Haltung spüren. Das ist kein Designprojekt. Das ist Führungsarbeit.
Frage an euch:
Hat euer Unternehmen eine gelebte Identität – oder hängt das Markendokument irgendwo in der Ablage?
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Transkript anzeigen
Vinz: Die meisten Unternehmen haben keine Corporate Identity. Sie haben eine Rolle, die sie nach aussen spielen. Und Corporate Identity, das klingt immer so brutal wichtig und hochgestochen. Das Scheisswort geht mir mittlerweile recht auf den Sack, weil jeder das Gefühl hat, weiss, was es ist, aber eigentlich nicht. Weil er schlussendlich kriegst du dann irgendein Logo, drei Farben, zwei Schriften und in einem 40-seitigen PDF, bekannt als Style Guide, weisst du gar nicht, was du damit anfangen Sobald du mit einem Unternehmen telefonierst, das gegen aussen eigentlich recht clean und gut und aufgeräumt wirkt, vieles gar nicht so richtig zusammen. Gegen aussen ist es mega schön, aber wenn du in Kontakt bist, ist es einfach... komplett andere Realität. genau dort ist das Problem, weil viele Unternehmen oder auch Leute in unserer Branche, verwechseln nämlich Corporate Identity mit Corporate Design. Um das soll es heute gehen, es ist wieder mal Zeit für Brand Rant, die ganze Scheisse einfach mal ein bisschen auseinanderbeinden, wenn man so schön Hallihallo. einen neuen Erfolg. Mach mal merken. Liebe Paul, Fun-Frage. Was ist für dich der Unterschied von Corporate Identity und Corporate Design?
Paul: man, so gut, dass du dieses Thema mitbringst. Ich hasse es nämlich tatsächlich auch. Also ich mag diese Begriffe überhaupt nicht, weil ich durch das Studium auch, was ich machen durfte, da irgendwie visuelle Kommunikation am Bauhaus studieren in Weimar, mir konnte schon damals niemand so richtig erklären, beziehungsweise man musste sich irgendwie erschließen. Und dann liest du ein Buch und hast eine Definition und denkst, jetzt hast du es verstanden, kommt jemand Schlaues die Ecke. erzählt was ganz anderes, guckst auch irgendwie auf drei Agenturseiten, die es alle anders verwenden manche verpacken das dann sehr, schön und dann klingt das äußerst wichtig und hochgestochen und hochtragend, aber am Ende sind das halt alles irgendwelche Worthülsen, wo niemand genau weiß, was eigentlich dahinter steckt. Und jetzt werden uns wahrscheinlich alleine dafür ganz, ganz viele Leute auf die Finger hauen und meinen, nein, das habe ich ein fünfminütiges Erklärvideo, da wird genauer erklärt, was Corporate Identity eigentlich ist. Und auf solche Zielseher mit dem Brandrand abglücklicherweise. Für mich ist aber der grundlegende Unterschied einfach, der einen Seite hast halt das Visuelle, das Corporate Design. Das ist halt alle Design-Elemente, die du für deine Marke auf die Beine gestellt hast. Die sind damit als System zusammengefasst, sodass du das anwenden kannst. Und Corporate Identity, das finde ich den eigentlich spannenden Punkt. Weil da weiß ich selber nicht genau, wo ist das einzuordnen im Verhältnis zu Branding? Weil Branding ist eigentlich der Prozess, einem Unternehmen eine Marke zu machen, die in Erinnerung bleibt. Und Corporate Identity ist die Identität deiner Marke. Und das ist wie so eine offene Gemüsekiste, wo du halt Zeug reinpacken kannst, was dir grad schmeckt. ich immer das Gefühl, da gehört natürlich auch Corporate Design rein, ist ganz klar. Aber manche packen da jetzt Werte rein, manche packen noch irgendeine Mission und Vision Statement und irgendwelche Kommunikations Schnipsel. Was ist halt die Frage, ne? Packst da jetzt auch
Vinz: Mhm. Ja. Ja.
Paul: mit rein und Angebot und Haltung und Kultur und noch irgendwas schönes, was fancy klingt, eine Botschaft, was auch immer. Was ist es? Was hast du dir denn aufgeschrieben oder rausgefunden? Weil für mich keine Ahnung, hohle Phrase.
Vinz: Das ist mega... Ja, es ist mega spannend. Also schau, ich hab das jetzt probiert, einfach mal so recht brachial herunterzubrechen. Und zwar hab ich das so definiert, Corporate Identity bedeutet eben nicht, dass alles einfach gleich aussieht. Oder gleich kommuniziert. Sondern Corporate Identity bedeutet, dass sich alles nach der gleichen Firma anfühlt. Also es ist eigentlich das Gefühl, du übergibst. Und so wie du das jetzt gesagt hast, es eigentlich folgendermassen zu verstehen, Corporate Identity ist wie das Endresultat quasi eben... Wie soll ich sagen? Das Vertrauen, du als Marke Branding ist der Weg dorthin. Und... Sachen wie Corporate Design oder Kommunikation oder Wert oder irgendwie so ein scheisses Mission, Vision Statement, was auch immer. Das sind hingegen die Werkzeuge. die brauchen kannst, eine Corporate Identity zu formen. Und wie du immer so schön sagst, es die Summe aller Teile. Aber es heisst noch lange nicht, dass du alles davon brauchst. Das habe ich jetzt einfach mal so gesagt. was ich noch ergänzen will, ist Menschen Vertrauen und nicht merken wegen irgendwelcher Farben oder schönen Phrasen oder ...
Paul: Deswegen.
Vinz: schönen Wert, sie ihrer Website haben. Sondern sie vertrauen an Marken, die stimmig und kohärent wirken und ihnen schlussendlich ein gutes Gefühl geben. Yes.
Paul: finde ich sehr gut in der Zusammenfassung. Und nach wie vor bleibt halt dieser Begriff so als offene Phrase stehen, finde ich. Weil auch da wieder, du kannst so viel rein interpretieren in corporate identity. Und das komische finde ich immer für viele Agenturen, die das im Schaufenster stehen haben, klingt so abgeschlossen und so fertig nach so einem fixen Baukasten oder so einem fixen System. Und alle haben halt ihre eigenen Definitionen davon.
Vinz: Hm. Hm.
Paul: Manchmal können Definitionen helfen. Die nutze ich ja selber auch, die finde ich auch wichtig. Und auf der anderen Seite engen sie manchmal ein, falls dann so ein fixer Weg zu einem fixen Ergebnis ist. Und dann machst du das Ganze und definierst das alles und hast dann dein 80-seitiges Dokument, weil ja nicht nur Corporate Design, sondern auch Identity mit die Rolle spielt. Und dann ist ja immer noch die Frage, wie am Anfang und was machen wir denn jetzt damit? Also was? Jetzt haben wir irgendwie alles definiert, jetzt sind wir fertig. Was machen wir denn jetzt im Alltag mit der Marke?
Vinz: Hm.
Paul: Wie wenden wir denn das Ganze an? Steht das dann auch in den Dokumenten? Gibt es dann einen Weg dazu? Das bleibt immer offen. Weil da ertappe ich mich jetzt selber auch. Früher habe ich das genauso gemacht. Ich habe auch mit Leuten gesprochen, Workshops gemacht. Dann war das Ergebnis, jetzt haben wir eine packende Mission und die könnt ihr jetzt verwenden. So, aber ganz ehrlich, wer verwendet denn das? Also dann steht das halt auf irgendeiner Unterseite bei der Website. Gut ist. Aber wer verwendet denn wirklich sowas wie eine Mission? jeden Tag in jedem Meeting, zu jeder Abstimmungsrunde, bei jeder Entscheidung und orientiert sich daran und prüft jede Entscheidung, die getroffen wird anhand der Mission, ob die stimmig ist oder nicht. Also alle, die das machen, gut ab. macht das genau richtig. Macht weiter so. Ihr könnt aufhören, diese Folge zu hören. Aber bei allen anderen hast du dann eine geile Corporate Identity. Aber du hast ja noch nicht begonnen, die zu leben. Und das finde ich immer den ganz wichtigen Punkt. viel und da könnte man das von der anderen Seite aufziehen. Aktive Führungsarbeit, Unternehmenskultur, die eine Rolle spielt, das Miteinander, Verantwortung, die du als Unternehmen gegenüber anderen übernimmst, das spielt alles eine Rolle.
Vinz: Ja, glaube, zum ersten Punkt, gesagt hast, weil es immer noch etwas schwammig ist, ich finde, es erlaubt aber auch allen, eigene Herangehensweise zu entwerfen. Ich finde, der Mensch ist immer dazu getrieben, sich alles zu schubladisieren irgendwie zu theoretisieren. Aber bei so einem Begriff, der etwas offen ist, kannst es auch nach Lehrbuch machen. kannst aber auch, wie wir, einfach sagen, gehören für uns aber auch noch andere Sachen dort rein. Zum zweiten Punkt, gesagt ist, ist wegen der Umsetzung, ich glaube, dort ist auch so eines der grössten Missverständnisse, so sehen sie jedenfalls, dass das Corporate Identity und der Begriff Branding einfach vielfach in den gleichen Topf geworfen werden. Denn schliessendlich Corporate Identity das, das Gefühl was du vermittligst anhand von den verschiedenen Werkzeugen. Das Branding ist die kohärente Umsetzung in allen Berührungspunkten. Wo aber eben nicht nur oberflächlich gesehen war, Design, und reine Kommunikation hinein spielt oder einfach nur eine Webseite auftritt, sondern halt eben das Verhalten im Alltag. Und halt auch genau so die Hinterfragung wirtschaftlichen Entscheidungen für ein Unternehmen. Das ist Branding für mich. Zu umsetzen, zu machen. Und Corporate Identity ist dann schlussendlich einfach einmal nur die Gesamtdefinition wie, wenn wir als Marke wirken. Was wollen wir für ein Gefühl auslösen? ...wies ein Zielgruppe
Paul: verwendest du den Begriff? Also nutzt du den ganz aktiv und packst den mit in Angebote rein oder im Umgang mit Kunden, wenn du mit denen redest?
Vinz: Ich immer darauf an. Das ist eben genau das Problem. Ich finde es ein bisschen schräg, wenn man die ganzen Fachbegriffe dropt und viele haben das Gefühl, wissen, was es heisst, aber eigentlich haben sie gar keine Ahnung, was es heisst. Schaut man bei uns in der Branche, haben viele gar keine Ahnung, was das überhaupt heisst. darum versuche ich das eigentlich immer in meinem galanten, verständlichen Bauerndeutsch einfach so zu erklären, dass es für alle verständlich ist.
Paul: Hahaha. Mmh. Ja, weil ich glaube, ist halt wirklich ein Thema, worüber wir auch reden sollten. Denn das hat ja sonst zur Folge, dass du das zwar alles definierst und damit arbeiten kannst und deine Brand, deine Marke zum Leben erweckt, was ja auch das Ziel der ganzen Übung ist, die man da macht. Aber sobald dieser Begriff da dran klebt, zu sagen, das ist unsere Corporate Identity, versteht das die Hälfte der Leute nicht, die andere Hälfte packt das in irgendeine Schublade, dann liegt das Ding im Marketing rum, so keine Ahnung.
Vinz: Ja. Mhm.
Paul: wer was wann was und wie im Marketing übernimmt. Und damit war es es dann. So, aber anders kannst du dann sagen, okay, dann ein halbes Jahr später buchen sie ein Team Coaching oder einen Führungskräfte-Workshop und so weiter. Und eigentlich sollte ja die Corporate Identity überall mitschwingen. Das ist ja die Frage, dann aktiv genutzt? Wird das eingesetzt? Weil das wäre ja das Schlimmste, was passieren kann, dass alleine durch so einen Begriff, der zu technisch ist oder für unsere
Vinz: Mhm. Mhm.
Paul: Zunft leicht verständlich oder auch weniger leicht verständlich. Wir arbeiten eher damit und können ihn eher verwenden, aber andere Leute verstehen halt nicht, was wir damit meinen. Und für die bleibt es dann spanniger Begriff. Weil ganz ehrlich, wie willst denn du darüber reden oder überhaupt damit beginnen zu arbeiten, wenn du das mit einem Team bei einem Unternehmen, bei Kunde-Kunden sitzt, angehen möchtest und sagst, wir fangen jetzt an, unsere Corporate Identity zu definieren. Und dann haben irgendwie von fünf Leuten fünf unterschiedliche Definitionen da in den Köpfen Platz. Und man fragt sich ja, und jetzt, wie wollen wir damit umgehen? Weil dann noch lieber den Begriff weglassen.
Vinz: Aber das ist ja eigentlich auch das, was wir immer sagen mit Begriffen wie Mission oder Vision. Nenn es wie du willst. du immer schön sagst, nenn es von mir als Fixstern oder Oder Schlachtplan oder Nordstern. Genau. Ist doch scheissegal, aber wichtig ist doch einfach auch, dass alle wissen, was es Das ist ja wie in einem Folge, in wir gesagt haben wegen ...
Paul: Nordstern Orientierungspunkt.
Vinz: ... nachhaltige Marken für Hindernisse. Genau.
Paul: Nachhaltige Marken für Herausforderungen.
Vinz: Dann nutze nicht einfach die ausgelutschten Begriffe, die schon allen auf den Wicker gehen, sondern definiere dann wirklich konkret, was das für dich bedeutet. da sehe ich es halt da wie auch ... Schlussendlich ist das ganze Zeug mit Branding und den ganzen Werkzeugen und Corporate Identity, das sind ja auch einfach nur Schablonen. Aber du kannst es ja einfach so für dich nutzen, dass dann auch wirklich, eine einzigartige Marke daraus entsteht.
Paul: Ich merke einfach, also über die Zeit, denke, dieses Konzept Marke immer ganzheitlicher. Also da kommen immer mehr Aspekte mit dazu. Und ich habe einfach das Gefühl so aus dem eigenen Hintergrund, dass Corporate Identity natürlich viel von Designbüros verwendet wird, die dann sagen, wir machen euch das Corporate Design und die Corporate Identity Corporate Design als Teil von der Identity. Und deswegen definieren wir auch noch im Prozess schnell noch
Vinz: Hm.
Paul: Nachschablone oder wie auch immer. Kann ja auch manchmal richtig gut sein. Diese paar Standardfloskeln und Phrasen, die dann eine Rolle spielen. Und da gibt es ja sogar Texte, kann man ja nachgucken, wie so ein Mission Statement formuliert wird und kann das ausfüllen und gut ist. Das ist ja auch alles nicht schlecht, damit als Basis zu arbeiten. Aber dieses Verständnis, das ist letztlich eine Kultur, die gelebt werden muss. So und dafür müssen wir noch irgendwas tun. Das ist so der fehlende Schritt. glaube, dazu müssen wir wirklich eine eigene Folge machen. Der der muss noch gegangen werden, der muss umgesetzt werden, damit das Ding dann später auch funktioniert. Sonst bleibt das halt wirklich so ein Papiertiger und liegt dann in irgendeiner Datei-Ablage rum und niemand nutzt das Ganze. Sondern hast du das Problem, die Leute, neu ins Team reinkommen, die schauen sich das an, die wissen manchmal besser über ein Unternehmen Bescheid, was das Unternehmen machen oder sein sollte, als die Leute, die tagtäglich damit arbeiten und dann hast halt ein Problem.
Vinz: Ja. Und ja, halt auch... Es scheitert halt meistens am machen. Weil am Anfang sind halt alle schön motiviert, wenn da ein schöne Wörter getroppt werden. das will ich auch gar nicht verteufeln. Wir arbeiten ja auch damit. Und das ist ja auch wichtig. Und es gibt halt auch einfach Orientierung. Es gibt quasi eine Richtung vor. Aber schlussendlich muss man es halt auch umsetzen. Und das halt auf allen Ebenen. Ich habe das Gefühl, wir viel vorbereitet. Aber eigentlich haben wir ... meisten haben wir schon gesagt, aber ich ... Ich kann das jetzt auch einfach mal so schnell durchrasseln. Dann reden wir einfach noch etwas weiter.
Paul: Tschuldigung.
Vinz: Das eine ist halt einfach ... Es geht in die Richtung ... Wie vor der ersten Brand-Rant-Folge ... Ich habe es aufgeschrieben, die meisten Unternehmen spielen halt eher eine Rolle vor, anstatt wirklich das zu und zu umsetzen, was sie auch mal definiert haben. Also quasi gegen aussen halt typisch moderne, jung, pfiffig, innovativ, nahbar. Oder der Mensch steht bei uns im Hintergrund.
Paul: Hey, voll!
Vinz: im Mittelpunkt, weiss auch nicht was. Aber intern ist einfach alles ein bisschen Ghetto, Unsicherheit, niemand weiss gleich, was eigentlich abgeht. Es ist eigentlich komplett andere Kultur, als was eigentlich draussen präsentiert wird. Und das ist halt keine Identität, das ist halt eher ein bisschen schlechtes Schauspiel, wenn man es jetzt hart sagen will. Und so quasi eben, ja, mit dieser Aussage von wegen der Mensch, bei uns im Mittelpunkt. Aber schlussendlich eben ...
Paul: Irgendwo im Hintergrund. Einfach nette Verpackung.
Vinz: Wenn du eine Anfrage schickst, meldet sich kein Saal zurück. Du erreichst nur irgendwelche scheisse KI-Bats am Telefon. Oder du einen komischen KI-Chat, der dir nur halb batzende Antworten gibt. Hast du nicht mal eine Nummer? Mitarbeiter wechseln ständig und sind eigentlich unzufrieden. Es wird nicht auf Bedürfnisse gehen. Die Kunden fühlen sich wie eine Nummer. Einfach so Standard-Scheiss-Trag, das wir auch schon tausendmal aufgerollt haben. Aber das ... Ja, und jetzt verwundert sich, warum es nicht aufgeht. Aber Menschen spüren das halt. Versprechen gegen aussen lieber weniger. Aber dafür kannst du das, ob du versprichst, auch einfach umsetzen. Und es braucht eben nicht einmal so viel. Man muss nicht immer alles umsetzen, sondern einfach das Relevante, das für dich wichtig ist. Und da bin ich jetzt auch immer mehr auf dieser Seite, hey anstatt Visionen, Missionen, zehn Werten zu fokussiere dich auf einen Grundgedanken. Und das spielt dann einfach überall mit. That's it. Punkt zwei bedeutet dann auch einfach Corporate Identity. Genau diese Haltung auf allen Ebenen aber auch zeigen oder leben vor allem. Also zu umsetzen. Oder geht auch wieder stark in die anderen Brand-Rent-Folgen. Also nicht einfach alles gleich machen, stupid. Sondern muss halt einfach die selbe Energie übertragen. Also das heisst, wenn du ein physisches Ladengeschäft hast, und das ist zum Beispiel mega heimelig und warm und man fühlt sich wohl, dann setzt doch halt auch das auf deiner verdammten Webseite Das quasi das Feeling, du im Laden hast, den Leuten auch digital vermitteln kannst. Oder? anstatt du hast so ein richtig schön gemütliches Ladegeschäft und deine Webseite sieht einfach aus wie von einer zweiten Klasse Versicherung. Also sorry, das liegt ja noch, aber es macht einfach der Realität verdammt viel aus. Mit wenig Aufwand, vergleichsweise. Und das zeugt sich halt über alles durch. Ich definiere eine Art Gefühl, das du gegen aussen vermitteln willst. Dann orientiere dich von mir aus an dem. Dann kannst du dich auch fragen, wie man kommunizieren das Gefühl zu vermitteln. liegt dir dann auf der Hand. Wenn du sympathisch sein willst, schreib in die Auffahrung und zeug das durch. Fakt gewisse ab, aber die willst du gar nicht erreichen. Es ist ja eigentlich immer das gleiche.
Paul: Dann müssen wir schon jedes Mal wiederholen. Ist wichtig.
Vinz: Ja, ja. Und der dritte Punkt, ich noch aufgeschrieben habe, einfach, Corporate Identity entsteht intern. Und nicht einfach auf so einem Adobe-Scheid. der grösste Irrtum ist einfach, ja, wir brauchen einfach ein Rebranding. Viele meinen damit aber Redesign. Oder? Wo wir dann aber auch sagen, nein, was du brauchst, ist Klarheit. Gemeinsame Sprache, gemeinsame Haltung. Das führt zu klaren Entscheidungen. erst Oberflächen bauen, wenn der Sender hinterher mal geklärt ist. Oder? Ja, das sind so die drei Punkte. quasi ... Corporate Design ist ... wie du aussehst. Corporate Communication ist, wie du redest. Corporate Identity ist einfach so quasi Das Gefühl, das du vermitteln willst. so die ganzen Sachen wie Wert etc. Das sind einfach Elemente, Werkzeuge, die das grosse Ganze schüren. Und Branding ist schlussendlich der tägliche Prozess, das aber auch im Alltag Auf allen Ebenen.
Paul: Ich glaube, gibt es den größten Mismatch, also die größte Unstimmigkeit. Denn als du das Beispiel gerade in eine Liste gebracht hast, dass du dann eigentlich ein kleiner heimelicher schöner Laden bist und dann kommt irgendeine Agentur mit einem megacoolen Fancy-Design daher, was halt nicht passt zu dem, was du machst, dann wirst du das hundertprozentig auch später nicht anwenden und vielleicht das Logo noch verwenden und auf der Webseite aber Dinge selber anpassen und das sieht man dann auch wiederum.
Vinz: Das ist
Paul: Und den Laden umso schöner machen, weil du es irgendwie kompensieren willst. Und schon macht das alles vorne und hinten keinen Sinn. Und ich glaube, der entscheidende Punkt ist wirklich, dass ganz oft aneinander vorbei geredet wird. Oder dass ganz oft aneinander vorbei so eine Identität aufgezogen wird. Denn die Frage ist ja, die dahinter steht, wie schnell kann man jetzt in diesem klassischen Verhältnis Agentur oder Studio und kleines KMU da Vertrauen aufbauen? Dass Leute ... nicht nur sagen, was sie gern wollen, oder nicht nur sagen, was sie glauben, sagen zu müssen, weil es gerade Trend ist. Und nicht nur sagen, was ihnen persönlich gefällt, sondern dass man halt wirklich dahinter kommt, was macht denn euch als Unternehmen aus? Zu was für eine Identität wollt ihr denn wirklich haben? Und worauf können wir denn dann alles, was diese Identität braucht, aufbauen? Vor allem Punkt Design. Denn dann entsteht was gemeinsam. Man sagt dann immer so schön auf Augenhöhe miteinander. Das sind ja die Dinge, die wir eigentlich
Vinz: Mhm.
Paul: zusammen gemeinsam erarbeiten und aufbauen wollen. Es ist nicht so, dass wir daherkommen und irgendwie den Katalog ausbreiten und sagen, guck mal hier, das sind drei Identitäten, such dir mal eine aus, was ja auch oft passiert und wo ich auch manchmal meine Probleme habe mit den Archetypen, manchmal passen die ganz gut, manchmal auch nicht und ich finde, es ist ein Problem, wenn du nach Bauchgefühl auswählen sollst, welcher Archetyp bist du denn? und dann sieht es entsprechend auch so aus, aber passt halt nicht zu dem, was du sonst machst. Ich meine, das kannst du nun wirklich nicht sein. Und ich glaube, kommt dann das eine zum anderen, dass halt KMUs ihre Probleme mit Agenturen haben, dass KMUs ihre Agenturen ihre Probleme mit ihrer Kundschaft zum Teil haben und so weiter. Und dann entsteht halt dieses, wir reden nicht miteinander, sondern aneinander vorbei. Und eigentlich dreht sich die ganze Folge schon dieses, redet man aneinander vorbei oder versteht man, was dahinter steht und kann dann diesen Begriff verwenden oder verwendet halt irgendeinen anderen Begriff. Also ganz ehrlich, dann lasst Corporate Identity weg und redet lieber von eurer Unternehmenskultur. Dann ist das am Ende ehrlicher und führt schneller zum Ziel, als sich da irgendwie zu verbiegen und zu denken, wir haben uns alle verstanden, die das zusammenarbeiten.
Vinz: Hm.
Paul: Aber am Ende ist es nicht der Fall. Und niemand fühlt sich wohl damit. Weil das, emotional, ist ja dann immer die Quintessenz davon.
Vinz: Ja. Und ... Wenn selber keine Struktur ist und alle etwas anderes erzählen. Wie soll es gegen aussen wirken? Das ist halt ... Ich immer grosses Problem. Ja, dass sich die Leute nicht einmal die Zeit nehmen, um intern an eine solche Struktur reinzubringen. Aber dann verwundert sie, warum es ... Irgendwas, es klemmt.
Paul: so und irgendwie ich freue mich gerade auf unsere nächste folge weil ich habe genau das thema mitgebracht was jetzt eigentlich auf die folge aufbaut nämlich wie man es besser oder richtiger oder einfach machen kann ganz gespannt sein wenn es und alle anderen die zuhören auch
Vinz: Okay. Ich bin gespannt. Ja, ich noch einen flauschigen Kalenderspruch zusammengewurstelt. zwar, eben, Corporate Identity entsteht nicht durch ein einheitliches Design oder schöne Kommunikation oder sieben Werten, die mega krass sind, sondern es entsteht dann, wenn Menschen überall dieselb...
Paul: her damit.
Vinz: oder die Gleichhaltung spüren. Das Gefühl, das du vermittelst. Wenn du das schaffst, es ist nicht mal so schwierig, die Dinge einfach durch so wie du es definiert hast, dann hast du gewonnen.
Paul: gut. du danke dir dafür. jetzt bin ich gespannt ob dabei den leuten die uns zugehört haben das ein oder andere licht aufging. hinterlasst gerne mal eure kommentare wie ihr zu den begriffen steht. so ich will hier auch keinen design krieg vom vom zahnbrecher. obwohl eigentlich also wir können auch einfach sagen was wir denken. dafür machen wir den spaß hier. auf jeden fall wenn ihr wenn ihr andere brandrand themen habt die wir mal durchgehen sollten schreibt uns das gerne.
Vinz: Danke, na. ...
Paul: ist glaube ich langsam im flow was diese rubrik betrifft und wird er gerne noch das ein oder andere youtube video auseinandernehmen und licht ans fahrrad machen wie es besser geht
Vinz: Yes. Hey, dann bis zum nächsten Mal und immer schön Marke machen, wenn wir es so schön sagen. Ciao.
Paul: dahin. Danke, Devinz. Ciao.
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