Marke als System: Was wirklich dazugehört (und was du weglassen kannst)
Shownotes
Die meisten haben irgendwann das Gefühl, dass ihre Marke aus losen Einzelteilen besteht – ein Logo hier, ein Instagram-Profil dort, vielleicht ein Newsletter. Es fehlt der Zusammenhang. Und damit fehlt die Wirkung.
In Folge 106 beantworten Paul und Vinz die Frage von Zuhörer Max: Wie denkt man Markenaufbau wirklich als System – mit Struktur, ohne Bullshit?
Du bekommst:
- Die drei Kernbausteine einer funktionierenden Marke: Strategie, Ausdruck, Anwendung
- Was Positionierung, Haltung und Substanz konkret bedeuten – und warum alle drei nötig sind
- Wie verbale und visuelle Identität zusammenspielen, ohne dass man sich in Details verliert
- Warum eine klare Marke Recruiting, Entscheidungen und Alltag messbar einfacher macht
- Wann eine Mission sinnvoll ist – und wann sie nur gut klingt, aber nichts bewegt
- Wie Mindset, Skillset und Toolset zusammenhängen, wenn man Marke wirklich leben will
Takeaways:
Eine Marke ist weder Design noch Content. Sie ist ein System aus Substanz, Ausdruck und Anwendung. Wer das einmal sauber aufzieht, spart langfristig Ressourcen – bei der Kommunikation, im Recruiting, bei jeder unternehmerischen Entscheidung.
Max, ist deine Frage damit beantwortet? Und welche Fragen habt ihr noch?
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Paul: Die Superkraft einer Marke ist nicht ihr Logo oder ihr Design, das was viele auf Anhieb denken, sondern die wahre Superkraft, weswegen wir das so feiern und die ganze Zeit darüber reden, ist, dass so eine Marke alle Elemente deines Unternehmens so aufeinander abstimmt, dass daraus ein System wird. Ein System, das nämlich für dich und dein Unternehmen arbeitet. Und deswegen sagen wir dann auch immer, deine Marke ist die Summe aller Teile. Das haben wir zwar in vielen Folgen bereits wiederholt und es kommt immer wieder vor und wir haben dazu auch schon ganz am Anfang eine eigene Folge gemacht und die wird immer noch gehört und aufgerufen, was ich schön finde. Und deswegen war es für mich Grund genug das Thema noch mal mitzubringen, denn wir haben von Max eine Zuhörerfrage bekommen und er hat mir auf LinkedIn geschrieben und meinte, ich bin noch ziemlich neu hier, finde das Format aber interessant. Danke erstmal dafür, Max. Mich würde interessieren, wie ihr einen Markenaufbau eigentlich als System denkt. Also nicht nur im Sinne von Außenwirkung, sondern wirklich als Aufbau, welche Bausteine dazugehören, damit langfristig eine klare Marke entsteht. Was gehört da zwingend dazu? Und ich dachte mir, naja, das ist doch ein Thema für uns, Sagen wir ihr die ganze Zeit, machen wir für Max zuliebe und für alle, die uns zuhören und zuschauen eine ganz eigene Folge daraus. darum soll es heute gehen. Vince, die Frage direkt an dich. Am Anfang kannst du den Spruch überhaupt noch hören? Marke ist die Summe aller Teile oder ist das fast wie so ein Mantra für dich geworden, dass du es jetzt auch andauernd verwendest? geht es dir mit diesen Grundgedanken?
Vinz: Ja, alle hallo. An alle, zuhören und zuhören. Und danke vielmals, Max, für deine Frage. Und Ja, was soll ich sagen? Es geht mir anfangen mit der Reela auf den Sack, wie so ein Passwort, Wie soll ich sagen? Nachhaltig zum Beispiel. Nein. Nein, sage ich. Nein, es ist ja eigentlich im Kern so und... Ich finde, kannst du aber auf alles ein bisschen... Ja.
Paul: Hat er nicht gesagt. Hat er doch gesagt. Alles gut.
Vinz: adaptieren. Egal ob es deine Marke ist, oder du selber, oder dein Leben, oder deine Hobbys. gehört ja alles irgendwie zusammen. darum ist es auch wichtig, eine gewisse Balance in allem drin zu haben. Vor allem auch... ... in deiner Ja, ich weiss es nicht. Du darfst auch vorgreifen, oder dann ist dein Script schon... ... völlig verkatzt. Hä?
Paul: Nee, mach nur. Ich wiederhole das dann sonst noch mal. Sag, was dir durch den Topf geht.
Vinz: Es gibt ja ...schlussendlich gibt es da draussen für jeden Scheissdreck mittlerweile X-Systems und Blueprints und weiss auch nicht was. jeder Guru, der neu auf dem Markt ist, verkauft oder versucht einem das eine Superpowersystem zu verkaufen für ihren Scheissdreck. Ja, der dann ganz sicher deine Ziele... Wie soll sagen? Erreichst. ja auch immer so ein im Kopf herumschwirrt oder was uns ja auch ein bisschen auf den Sack geht, ist vor allem so im Bereich Branding. Da gibt es so viele Passwörter und Begriffe und Hin und Her, wo schlussendlich die Hälfte von diesen ganzen Agenturen da draussen, für die ich nicht mal selber weiss, was das jetzt eigentlich heisst und was das ist. Schliessendlich ist es ja einfach Kunst, das komplizierten Geflecht, wie das immer dargestellt wird, so einfach wie möglich Und darum haben wir auch ein bisschen für uns selber mal einen solchen Ablauf oder ein System geschaffen, das einfach verständlich und easy für jeden Mann, für jede dargestellt ist, dass das ganze Thema greifbar ist, dass man auch wirklich checkt, für was machen wir jetzt zum Beispiel Eine Vision. Brauchen wir das überhaupt? Und so weiter. Und schlussendlich habe ich das Gefühl ... hat jedes System seine Daseinsberechtigung. Jedes System kann das Erfolg führen und deine Marke weiterbringen. Aber der Clou an der Sache ist einfach Ja Punkt eins ist, musst es einfach mal eine Weile machen. Oder? Und Punkt zwei ist ... Du musst halt immer bisschen dran bleiben und schlussendlich das Ding so anpassen, dass es für dich stimmt und nicht, dass du für das System stimmt. Das ist glaube so ein wichtiger Punkt, gerade am Anfang mal zu Aber bevor ich jetzt weiterhin in meinen literarischen Ergüss verfalle, fangt einfach mal ab Paul. Wie willst du da anfangen?
Paul: Ja, ich habe Bausteine mitgebracht und die orientieren sich natürlich auch anhand unseres Systems. Aber ich finde so aufbauend auf das, was du gesagt hast, noch so ein bisschen Kontext ganz wichtig, dass es da draußen einfach unglaublich viele Dienstleister und Dienstleisterinnen gibt, die dir alles Mögliche anbieten. Aber das meiste davon finde ich sehr isoliert. Also da gibt es Leute, die verkaufen ihr halt geiles Design. Und das ist ein echt relevanter Punkt. Dann gibt es Leute, die helfen dir mit einem Newsletter, Leute, die helfen dir beim Podcasten, Leute, machen für dich Social Media. Dann gibt es welche, die kümmern sich nur deine LinkedIn Personal Brand. Dann gibt es wieder welche, die bauen dich als Speakerin und Speaker auf. Und das sind alles Einzelfaktoren, die super relevant sein können. Aber die binden sich ja nie ein in ein größeres ganzes System. Das müssen die nicht. Und dafür braucht es aber eine Person im Hintergrund, die das versteht. Und Max Frage alleine zielt ja schon darauf ab,
Vinz: Mhm.
Paul: zu fragen, so das sind ja alles einzelne Bauständer, wie gehören die denn jetzt wirklich zusammen? Und ich finde, dass ist diese diese Superpower Marke oder Branding, wenn man jetzt Branding wirklich so versteht, wie wir das machen, nicht nur als Logoschrift und Farbe, sondern halt als Summe aller Faktoren, das so aufzusetzen, dass all diese Einzelaspekte ineinandergreifen und das so dich und das hatten wir jetzt in den letzten Folgen immer wieder besprochen, auch ein bisschen löst von diesen einzelnen Systemen. Also klar, Newsetter kannst du als einen Punkt für sich komplett durchspielen und tot optimieren. Und gleichzeitig kannst du dir denken, okay, es gibt Newsletter als Faktor, es gibt Podcast. Wie bringe ich denn jetzt die ganzen Sachen auf Social Media nach draußen und mache es vielleicht auch so, dass es für mich einfach entspannt und schön ist. Dann hatte ich gerade das coole Event auf LinkedIn beworben gesehen, wo sie gemeint haben, so wir sind, wir machen auch ein Event. Wir gehen einfach spazieren und wenn du Bock hast, kannst du mitkommen. Wir sind die und die Zeit in der Stadt. Und ich dachte mir, das ist wiederum mal ein cooles Event-Format, dass jemand so die Sache, wir sind irgendwie eine Personal Brand, wir machen ein Event und ich lade Leute ein zu einer Gelegenheit, die mir gut passt, einfach durchgespielt und was gemacht, was für einen selber gut passt. Und ich finde, ist so das Entscheidende, dass du, wenn du einmal begriffen hast, worum es dir wirklich geht, was deine Marke ausmacht, dass du dann die Möglichkeiten nutzen kannst, die es gibt, die immer in deine Marke einfließen zu lassen und nicht deine Marke so anzupassen, dass sie zu den Möglichkeiten passen. Also Möglichkeiten jetzt im Sinne von Newsletter, Podcasts, Social Media, was auch immer, sei es jetzt eine Printanzeige. Und dafür, finde ich, unser System, was wir jetzt auch seit Jahren immer weiter optimieren und verdichten und komprimieren. Und wir haben es einmal extrem groß aufgeblasen und danach wieder Luft rausgelassen und gesagt, worum geht es denn wirklich, was ist der Fokus? Und das sind so die drei Hauptbausteine, die in unseren Augen eine Rolle spielen und die
Vinz: Mhm.
Paul: die können wir gleich durchgehen. Aber ich finde, es braucht am Anfang erst mal dieses Grundverständnis, das als System zu denken. Wirklich viele einzelne Faktoren spielen eine Rolle. Und dabei waren wir jetzt noch gar nicht in der Tiefe. Da gehört ja wirklich sowas hin, vom ersten Eindruck bis zum letzten Eindruck. Wenn du eine coole LinkedIn-Personal Brand bist, ist das schön, wenn dein Angebot komisch präsentiert wird und du auf eine Mail ewig lang nicht antwortest, dann ist das nicht so schön. Und
Vinz: Mmh.
Paul: Für dich spielt es nicht so eine große Rolle, aber als Markeneindruck von außen sind all diese Faktoren unterschiedlich wichtig, je nachdem welche Person auf dich zukommt. Und das musst du mitdenken. Also da braucht es wirklich diesen roten Faden, der da durchgeht.
Vinz: Mhm. Am Anfang, also glaube, vom wichtigsten ist einfach die Klarheit. Oder? Das sagen wir ja auch immer. Einfach mal Klarheit für das, was du machst, wer du bist, wem du mit wie hilfst. Und wenn du das einfach weisst, dann ergibt sich in der Regel alles andere, wie von alleine. Also dann brauchst du nicht, weisst du auch nicht, Design-Part, dann brauchst du nicht 30 fucking Logo-Varianten. Sondern wenn du am Anfang deine Hausaufgaben machst, dann brauchst du vielleicht zwei, die du noch auswählen kannst. Vielleicht drei. Aber eigentlich langen deine. Und auch die ganze Kommunikation, die ganze Art und Weise, wie deine Marken sich verhalten, wie die Leute deines Unternehmens sich verhalten. Das ergibt sich alles. fang mal an. Komm, sonst weiss ich gar nicht, was zu
Paul: Ja. Alles gut, ich befreie dich mal von dieser Last. Aber Klarheit, noch ein ganz wichtiger Faktor hatten wir auch in den KI-Folgen tatsächlich mit drin, dass das heutzutage auch in der Trendfolge für dieses Jahr, dass es immer wichtiger wird. Ich habe selbst gemerkt, ich habe jetzt die letzten Tage meine Website optimiert. Natürlich nutze ich KI-Systeme als als Tandem, die Idee reinzubringen und gucken, was macht das draus. Aber wenn du nicht selber denkst, wenn du dir nicht Pausen gönnst und mal an der frischen Luft drüber nachdenkst, worum geht es denn wirklich?
Vinz: Mmh. Ja.
Paul: Und ganz ehrlich, bei mir sind die Momente abends im Bett, wenn ich die Kinderkarte ins Bett bringe. Da hab ich so die wachen Momente, wo ich mir denke, ja, alter, wenn ich jetzt am Computer wäre, ich würd's direkt fertig machen, meine Webseite, ich könnte das runterschreiben wie nichts. Da hab ich die Klarheit. Und wenn du die nicht mitbringst in so ein KI-System, in, keine Ahnung, Claude oder Chat-GPT, dann verlierst du dich in irgendwelchen Details. Und darum soll es ja nicht gehen. Aber jetzt die drei Kernaspekte, die eine Rolle spielen.
Vinz: Ja.
Paul: los geht's mit dem Fundament, das sich alles dreht. Wir haben es genannt Strategie und dazu gehören eigentlich drei Kernaspekte, die eine Rolle spielen. Das ist einmal deine Positionierung, genau zu wissen, wofür stehst du, wer bist du, was bietest du überhaupt an, für wen ist das relevant, wie willst du es kommunizieren und also gar nicht mal kommunizieren, aber für ein Angebot ist das da verpackt. Das ist alles so Positionierung als erster Baustein. Der zweite hätte ich jetzt begriffen als deine Haltung, also dein Blickwinkel auf die Welt. Was bringst du mit als Werte? Wie betrachtest du die Aspekte, die für dich eine Rolle spielen? Was macht dich so persönlich und unverwechselbar? Spielt eben Persönlichkeit auch eine große Rolle. Und dann deine Substanz. Das ist auch so bisschen der Beweis, worum geht es bei dir wirklich? Was bringst du mit als Erfahrung, als Lebensweisheit, als Hintergrund? Oder nochmal, was spielt da alles eine Rolle?
Vinz: Mhm.
Paul: Und mit diesen drei Aspekten baust du dir eigentlich eine Grundstrategie, auf der alles andere aufbauen kann. Da brauchst du den ersten Punkt Klarheit. Genau. Willst du rein, soll ich weiter? Dann machen wir alle drei fertig. Der zweite große Part ist der Ausdruck, was du gerade schon meintest. Einerseits verbal, also zu sagen, welche Sprache möchte ich sprechen, wie will ich klingen, wie ist mein Ton, welche Wörter verwende ich, wie ist einfach so mein Stil, den ich mitbringe. Also ihr merkt wahrscheinlich schon beim Zuhören, wir bringen jetzt hier ganz, ganz viele Begriffe rein.
Vinz: Mach mal wieder.
Paul: letztlich geht es nicht die Begriffe, sondern das, was dir wichtig ist bei diesem einzelnen Part. Dann das Visuelle. Auch das kann man aufladen. Da kann man sagen, brauchst du ein Logo, brauchst du eine Wortmarke, eine Bildmarke, brauchst du eine Bildwelt, brauchst du eine Farbwelt, brauchst du visuelle Elemente oder es ist einfach eine Schriftart in einer Farbe und gut ist und weißer Hintergrund. Also ganz ehrlich, man kann es groß machen, man kann sich in Details verlieren, man kann das nostalgisch machen, man kann das super zeitgemäß machen, man kann es ganz clean machen oder ganz aufgeladen. Auch da, also Mach dir halt ein System, was für dich passt rein visuell und dann hackend runter und gut ist. Und der letzte große Baustein wäre Kommunikation und vor allem die Botschaft. Also welche Themen, auf LinkedIn sind es meist drei Themen, die man mitbringt, die so ein Algorithmus da heutzutage verarbeiten kann. Gibt es aber vielleicht auch einfach eine Kernbotschaft, die da eine Rolle spielt. Welches dieser Themen ist es? Welche Botschaft soll hängen bleiben? Und da wirklich dieses Bild im Kopf. Was soll bei den Leuten, die du da draußen ansprichst, mit deinem Angebot, mit deiner Positionierung, was sollen die von dir im Kopf behalten? Und die Kernbotschaften soll sich alles drehen. Und damit hast du eigentlich den Part-Ausdruck auch schon fertig durchgespielt. Und dann käme der letzte große Part und das wäre die Anwendung zu sagen, wie bringst du das Ganze jetzt auf die Straße? Also wo sind die Touchpoints, die Berührungspunkte mit den Menschen, die du da draußen erreichen willst?
Vinz: Hm.
Paul: Ist das eine Website? Brauchst du überhaupt eine Website? Bist du nur im echten Leben unterwegs, da draußen, nicht im digitalen? Brauchst du dafür Print-Sachen? Hast du Newsletter, ein Podcast? Bist du auf LinkedIn? Bist du auf Instagram? Bist du nicht auf Social Media aktiv? Auch da alles, was einmal entschieden ist, wo du genau weißt, da können mich Leute finden und dann führe ich sie auf diesem Weg weiter. Das ist wichtig und das erleichtert dir später halt die Arbeit. Und eine bewusste Entscheidung, die ich jetzt bald mal treffen werde, auch, die Überlegungen will ich überhaupt noch auf Instagram sein oder ist das für mich nur Ballast, ich bin da nicht groß aktiv. Brauche ich das Profil oder will ich es auch einfach ganz löschen, mir selber Entlastung zu schaffen, zu wissen, ich bin einfach auf LinkedIn, ihr findet mich auf YouTube und ich habe einen Podcast. So, das reicht mir völlig aus, da muss ich nicht noch auf drei anderen Plattformen halb gar mittanzen. Zumindest nicht jetzt. Der nächste wichtige Punkt.
Vinz: Mh.
Paul: Bei dem Punkt Anwendung ist der Rhythmus zu sagen, was hast du für eine Taktung? Wie oft bist du wo aktiv? Was machst du? Und wenn es halt offline in der Welt da draußen ist, auf wie vielen Messen bist du oder auf wie vielen Events gehst du hin? Oder klingelst du an der Tür oder hast du ein Ladengeschäft? Wie oft hat das offen? Auch da immer Rhythmus. Was machst du? In welchem Rhythmus? In welcher Taktung? Das schafft einfach Regelmäßigkeit und Routine. Und die ist ganz, ganz wichtig. Und dann Beziehungsaufbau, also da, wie kommst du mit den Leuten wirklich in den Austausch? Welche Gespräche führst du? Wie willst du da einfach Kontakte und Netzwerke knüpfen, damit du bekannt wirst? Genau, das sind die Punkte Anwendung. Und wenn man die drei Hauptteile durchgespielt hat, also Strategie, Kommunikation und Anwendung von dem Ganzen, dann geht es eigentlich darum, das in einem Rhythmus durchzuhalten und zu optimieren.
Vinz: Spannend ist, dass es sich auf alles anwenden Was ich noch ergänzen würde, quasi in der Markenanwendung, in einem dritten Punkt, da gehört ja auch eigentlich, wie soll ich sagen, tägliche Sein, das tägliche Geschäft auch rein. Wie gibst du die ein, etc. Zurückzuführen ist es dann immer wieder auf die Strategie. Das sehen wir als System. Jetzt muss ich vielleicht noch mal anfangen. Du hast die drei Punkte. Wie viele immer nur auf der Part Design, Kommunikation abwälzen, so kannst du das ganze System aber für jede wirtschaftliche Entscheidung von deinem Unternehmen brauchen. Am Anfang ist jede Entscheidung strategisch. Und sie spielt immer in eine Part Positionierung oder Haltung oder was auch immer. Schlussendlich musst du dir überlegen, wie du es dann Dann bist du schon wieder in einer Mission. Dann geht es zu kommunizieren und zu präsentieren. Und schlussendlich die Umsetzung. Wenn du die Marke als ganzes System siehst, dann hast du schlussendlich einen Leitfaden. ein Blueprint, bei dem du dir unheimlich viele Ressourcen sparsch im Alltag. Das ist etwas, das viele gar nicht auf dem Schirm haben. Für die ist das immer ein bisschen nice to have. Ja, Logo, Webseite, wir schon alles. Aber anstatt wirklich zu sagen, weggekommen von diesem Kanik... von den paar Tausend Dollar, die man für das Marketing im Jahr auf die Seite tut, auch nicht reinklatschen. Sollte man das eben als grosses Ganze sehen, als wirtschaftliches, wie soll ich sagen, Instrument, einfach schneller deine PS auf den Boden zu deine Ziele schneller zu Und es spart so viele Ressourcen. Wir kennen es ja selber von Projekten, wo man einfach einmal sauber Klarheit geschaffen hat. und ein solches System etabliert Bei denen läuft es viel herunter. Auch das Thema Mitarbeitergewöhnung. Weisst du ja, welche Leute du deinem Unternehmen haben Wie sollen die ticken? Du sparst Zeit und Energie in ... In ganzen Recruiting. Du siehst sofort beim Bewerbungsgespräch, ob die Person zu uns Oder eben nicht. Und schlussendlich ... Ja, dort auch. Wenn dann mal im Recruiting eine Fälleentscheidung getroffen hast, kostet dir das schnelle Unternehmen mal 10'000-30'000 Stutz. Und wenn es nicht funktioniert, das einfach immer Leergeld, zahlst. Hingegen, du einmal einfach ganze Ding durchspielst, dann hast du halt nachher die verdammte Klarheit, die wir immer predigen. Ja.
Paul: Und das ist ja auch kein Zufall, wie diese Wirkung da draußen hinterlassen wird bei den Leuten. Weil darum geht es ja letztlich bei der Marke. Das ist ja die koordinierte oder gesteuerte Wirkung, die du bei den Menschen da draußen hinterlässt. Du kannst nicht beeinflussen, was sie über dich denken, aber du kannst beeinflussen, wie du dich präsentierst und zeigst. Und alles, was du meinst, das spart ja wirklich Geld am Ende des Tages. Also das ist ja für dich
Vinz: Ja. Genau.
Paul: eine strategische Klarheit, so wichtig ist. Und gerade wenn du nicht alleine bist, sondern ein Team hast und sei es auch nur ein kleines Team, dann sollte für alle aus dem Team klar sein, was man da macht. Und ich weiß noch genau, wir hatten eine Folge, da ging es das Beispiel Handwerksbetrieb. Und die Frage braucht jetzt jeder Handwerksbetrieb, jede Tischlerei aus einem Ort, braucht sie eine Mission oder eine große Vision? Und da meintest du das Beispiel, die wollen einfach nur gutes Handwerk machen. Aber dann ist genau dieser Punkt, wir wollen gutes Handwerk machen, weil gutes Handwerk aktuell ausstirbt und es braucht Leute, das bewahren und pflegen und in die nächste Generation weitergeben, dann ist das auf einmal schon eine Mission, die du hast. Und dann sollte das allen aus dem Team klar sein. Und dann weißt du genau, wen du da draußen ansprechen willst. Und jetzt kommt eigentlich nur der gedankliche Twist, das eine Eck weiterzudenken. Zu sagen, was bringen wir denn mit in diesen Aspekt? Wir wollen Handwerk bewahren. Was haben wir vielleicht auch für persönliche Hintergründe, die eine Rolle spielen? Oder was wollen wir von unserer Arbeit?
Vinz: Genau.
Paul: was ist uns wirklich wichtig, wo haben wir auch das Gefühl, das sollten viel mehr Leute da draußen wissen und dann kann man rückwirkend gucken, kann man diese einzelnen Aspekte auf alle anderen Punkte, die man hat, übertragen und sei es jetzt das Angebot, wir sind ein erdlicher Handwerksbetrieb, also machen wir auch ein erdiges Angebot mit einem erdigen Preis, mit Transparenz beispielsweise, dann hast du da auf einmal schon durch die Blume Werte mit drin und eine Haltung und eine bestimmte Einstellung.
Vinz: Mhm.
Paul: Und wenn du ehrlich zu dir selbst bist und deswegen brauchst du am Anfang diese Substanz, diese Klarheit zu dir selbst, dann macht das jede andere Entscheidung einerseits logisch und klar und auch tragfähig. Und dann ist es nicht mehr, dass andere Sachen dich führen, dass irgendwie TikTok ankommt und sagt, nur weil alle auf TikTok sind, solltest du auch auf TikTok sein, sondern dass du Entscheidungen von dir aus fällen kannst zu sagen, mir ist es wichtig, dass ich allen Leuten, mit denen ich zusammen arbeite, eine Großkarte schicke. oder ein kleines Geschenkmacher oder was auch immer. da wird dann eine stimmige Marke draus. Aber es braucht dieses Fundament, auf das man nochmal zurückkommt. finde ich so wunderbar nochmal zusammengetragen, dass das der entscheidende Punkt ist eigentlich.
Vinz: Und etwas ist vielleicht noch zum Anmerken. Bevor man sich in einem Kopfzerbrech für eine dahergeschwurbelte Mission oder irgendwelche grossen emotionsgeschwängerten Werte, die eigentlich austauschbar sind und jedes zweite Unternehmen auf seiner Webseite steht, dann lebe man nichts und halt einfach so handeln, wie man es für richtig behaltet. wirkt viel mehr, als wenn man gross z.B. Familienorientiert auf seine Webseite schreibt. Aber schlussendlich intern ... Keine Ahnung. den Leuten nicht einmal gestattet, um Weiss nicht, ich ... am Geburtstag von ihren Kindern frei zu Weiss nicht, was kann. Das beisst sich dann wieder. Wie man es definiert, sollte es Hände und Füsse haben. Das sollte man aber auch leben. Und nicht einfach nur, weil sie alle machen oder weil schön klingt oder weil die JGPT gerade einen guten Tag hatte und einen schönen Satz rausgehauen hat und einem gefällt es so. Nicht einfach irgendeinen Scheissdreck herrschreiben, aber nicht einmal viel Licht nach dem Handeln. dass das merkende Leute halten. Lieber weniger dafür das bewusster und besser anstatt Alles wählen und dafür ist die Hälfte davon Bullshit.
Paul: Yes. Und da habe ich jetzt noch drei Schritte mitgebracht, die ich immer anführe, so im weitesten Sinne da hinzukommen, dass man das ganze Leben kann. du meinst da gerade diese Marke, muss jeden Tag angewandt werden, sonst verliert die sich und sonst rennst du dann doch wieder dem hinterher, was alle alle anderen machen. Aber das ist ja nicht Sinn und Zweck der Übung. Also du sollst ja dann das durchsetzen, was für dich wichtig ist, weil das werden das interessiert die Menschen da draußen. Das sind die Geschichten, die die hören wollen und das
Vinz: Hm.
Paul: inspiriert und da denkt man sich dann, das finde ich toll, da will ich mitmachen, das passt zu mir. Und meine drei Hauptpunkte, da habe ich mal eine eigene Folge dazu gemacht, deswegen wirst du sie schon kennen, Vince. Der erste Punkt, mindset, muss halt verstanden haben, dass Marke dein Betriebssystem ist und nicht nur ein Designprojekt, dass deine Marke, dass die Entscheidungen sind, dein Verhalten und die Wirkung, die du hinterlässt und aus denen Aspekten definiert sich deine Marke, also dieses Grundverständnis, was ist denn meine Marke überhaupt? Und das sind wirklich alle Teile, mit denen Menschen in Berührung kommen können, wenn sie mit mir zusammenarbeiten. Das ist deine Marke. Das muss erstmal im Bewusstsein sein. Dann brauchst du das Skillset, das Ganze anzuwenden, also zu sagen, ich weiß, wie ich meine Marke führe, wie ich die täglich lebe, welche Elemente auch wirklich wichtig sind. Auch im Sinne von, frag halt mal bei deiner Kundschaft nach. was die beschäftigt und dann kannst du daraufhin optimieren. Oder hinterfrag dich mal selber, dass wenn du familienfreundlich bist, warum das dann nicht auf der Website steht. Oder wenn auf der Website familienfreundlich steht, warum du das dann nicht lebst. Das sind dann die Sachen, die da eine Rolle spielen. Und am Ende natürlich noch das Toolset zu sagen, ich weiß, was meine Marke ausmacht. Ich habe das alles für mich definiert. Ich kann das auch anwenden. Ich brauche jetzt einfach einen Rahmen und die, ja. Basis, damit arbeiten zu können. Das soll heißen, ich habe keine Ahnung, für mich einen Contentplan oder ich habe ein Notizbuch, wo ich meine Ideen reinschreibe oder ich habe mein A4-Blatt, wo meine Mission drauf steht und die kann ich mir bei jeder Entscheidung, die getroffen wird, immer noch mal durchlesen, zu validieren, meine Entscheidung oder passt die Entscheidung nicht. Das sind so kleine Tricks, mit denen man sich die Arbeit leichter machen kann. Bis hin zu, ich feier mit meinem Team. wenn wir mit unserer Marke irgendwas optimiert oder weiterentwickelt haben. Oder wenn es ein neues Logo gibt, dann dürfen alle mitentscheiden, wie das aussehen soll, in welche Richtung das geht, was wirklich wichtig ist. Und dann wird gefeiert, wenn das Ganze da ist. Das ist auch ein Toolset zu sagen, wir leben unsere Marke, wir wissen, was dahinter steht, wir bringen das in das Team rein, das Team bringt Feedback zurück. Das sind auch Mittel und Möglichkeiten. Und bis hinzu, wir haben halt ein regelmäßiges Meeting oder wenn ich alleine unterwegs bin, setze ich mich einmal im Monat hin. reflektiere und halte fest was lief gut was lief nicht gut wo will ich reingehen was will ich weiterentwickeln hast du Anmerkungen oder Wünsche.
Vinz: Nein, nein, ich würde das jetzt einfach so stehen lassen. muss ja nicht immer alles einfach wiederholen, weil du es gesagt hast.
Paul: Sehr gut. Dann mache ich noch den Abschlusssatz. Ich habe was zusammengeschrieben. Noch mal zum Einrahmen. Eine Marke ist weder Design noch Content. Eine Marke ist dein System aus Substanz, Ausdruck und Anwendung. Und wenn du das System einmal sauer aufgezogen hast, dann wird alles einfacher. Entscheidungen werden einfacher, deine Kommunikation wird klarer, die Kundenbindung wird logisch und sogar der Content fängt einfach an zu fließen. Nicht, weil du mehr machst. sondern weil alles auf das gleiche Ziel einzahlt, nämlich deine Markenwirkung, die so ist, wie du das möchtest. Denn die Marke ist nun mal die Summe aller Teile. Und ich glaube, ich werde gerade den letzten Satz immer, immer wieder sagen, denn dieses Bild, es sind halt wirklich alle Aspekte, die eine Rolle spielen. Das ist das, was man mitnehmen sollte. Und da sollte man sich alles mit Bewusstsein holen, was es gibt, womit Leute in Berührung kommen könnten, was deine Marke ausmacht. Und das daraufhin optimieren, dass es zu dir passt, zu deiner Persönlichkeit, dem, was du aussagen willst, zu all den Aspekten. Einfach die Folge noch mal von vorne hören, dann passt das.
Vinz: Oder die anderen 100, 5.
Paul: Genau, direkt bis man einschläft. Ja, ansonsten würde ich sagen, macht's wie Max, stellt uns eine Frage und wir machen eine Folge daraus. Und das schon mal als kleine Ankündigung für die nächsten Wochen. Wir werden uns irgendwann noch mal zu zweit hinsetzen, Vince und ich, und wir werden eine Spezialfolge machen mit geteilten Bildschirmen für YouTube, wo wir nochmal unseren gesamten Prozess zeigen, wie man eine Marke richtig aufsetzt. Das wird keine reguläre Podcastfolge werden, weil man es nicht gut hören kann.
Vinz: Miss.
Paul: Man darf uns dabei dann zuschauen, aber das machen wir noch bald fertig. Jetzt ist es schon mal draußen, da müssen wir es auch wirklich machen, ist doch gut. Ich finde das doch wichtig, kann man was zuschauen und lernen. Genau, unser Mini-Workshop.
Vinz: Fuck! Genau. Ja, also, danke vielmals. Ich hoffe, Max, deine Frage ist beantwortet. Und sonst hinterlasse ich einfach nochmal einen hässlichen Kommentar. Dann machen wir es auch nochmal. Genau. Oder schreibe ein Mail. Ja. Und sonst, wenn da irgendwer, ja, sonst Hilfe braucht bei irgendeinem Thema, wenden Sie gerne an den Herr Stolle oder an mich.
Paul: Ja oder frag halt nochmal nach, also ganz ehrlich.
Vinz: Je nachdem wer es sympathischer findet. Oder von mir aus auch nicht. Genau. Das ist natürlich auch noch immer zu sagen. Und sonst freue ich mich auf die nächste Folge. würde sagen, immer fleissig die Marke machen. Und bis nächstes Mal. Ciao.
Paul: Oder wen ihr einfach versteht. dahin. Wird wieder ein Interview geben. Es wird schön. Ihr euch darauf freuen. Ciao!
Vinz: Mhm.
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