3 Regeln, wie Stoizismus deine Marke robuster macht (spontane Branding-Masterclass)
Shownotes
Viele Marken verlieren nicht wegen des Markts. Sie verlieren, weil sie Energie in Dinge stecken, die sie nie kontrollieren konnten – und die Dinge vernachlässigen, die wirklich in ihrer Hand liegen.
In Folge 104 bringt Vinz drei stoische Grundregeln mit und zeigt, was sie für deine Marke, deine Positionierung und deine Führung bedeuten.
Du bekommst:
- Regel 1: Kontrolliere, was du wirklich kontrollieren kannst – und lass los, was du nicht kannst
- Regel 2: Nicht der Umstand ist das Problem, sondern deine Bewertung davon
- Regel 3: Akzeptiere die Realität – aber handle trotzdem bewusst und aktiv
- Drei konkrete Reflexionsfragen für dich und dein Unternehmen
- Warum Klarheit schützt – und Weichheit austauschbar macht
Takeaways: Starke Marken reagieren weniger. Sie führen mehr. Das beginnt nicht mit einem neuen Logo, sondern mit einer klaren Haltung zu dem, was du beeinflussen kannst – und dem, was du loslassen musst.
Frage an dich: Wo versuchst du gerade, Reaktionen zu kontrollieren, statt einfach klar zu sein? Und hast du Lust auf einen zweiten Teil zum Thema?
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Vinz: Viele Marken da draussen scheitern nicht am Markt, sie immer denken, sondern daran, weil Sachen kontrollieren wollen, die sie gar nicht kontrollieren können. Heute geht es ⁓ ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt, das Paul sich schon lange an in Verbindung mit Branding gewünscht Und ⁓ Stoizismus. Wie kann Stoizismus deiner Marke Und viele daran kurz vorweg, Stoizismus hat eigentlich drei Wenn du diese auf deine Marke alles plötzlich brutal fucking Und was ich damit meine, erklären wir Lieber Paul, hast du eine Ahnung, welche Richtung das geht? Ich du kennst mich auch ein bisschen oder das Thema auch. Ich labere etwa über Sag mal, geht dir da durch den Kopf, wenn du das hörst?
Paul: Hey, ich finde es so großartig, dass du das endlich mitbringst, das Thema. Ich habe das Gefühl, kommt bald Content von dir persönlich zu dem Thema. ich, also wenn ich irgendjemanden für dieses Thema begeistert sehe, dann bist du das, der das perfekt rüberbringen könnte. also den Bogen zu spannen zu den ganzen Contentfolgen, die wir jetzt hatten. Und deswegen finde ich jetzt die Folge als Abwechslung mal sehr, sehr gelungen und wichtig. Keine Ahnung, worauf du jetzt im exakten raus willst. Ich weiß nur. weil wir uns ja auch andauernd über Sprachnachrichten austauschen und so weiter, dass du mir das immer wieder ans Herz legst, dass das durch deine Weisheiten hindurchschimmert, der Stoizismus, dass du mir da schon viele Sachen mitgegeben hast auf meinen Weg. Aber ich weiß genauso, ich muss das Zeug immer wieder hören, damit man sich diese Grundregeln vor Augen führt und irgendwie klarkommt mit dem Leben. Aber hau mal raus, was du... was du so vorbereitet hast. Ich bin gespannt auf eine spontane Masterclass, auch wenn die vielleicht bisschen kürzer wird als eine Stunde, aber ich glaube, es hat auf jeden Fall das Niveau.
Vinz: Yes! Ich habe eigentlich vorgegeben, das Stoizismus gerecht zu kurz und bündig zu bleiben, auf das Wesentliche reduziert. Ich finde die Lehre dieses Themas so faszinierend. Es ist so simpel und einfach und roh und hart, dass es für viele recht kalt und emotionslos überkommt. Aber eigentlich ist genau der Gegenteil der Fall. Es ist sehr tiefgründig. Es geht darum, sich selber und seinem Umfeld auseinanderzusetzen. Ich finde es sehr herrlich, übertragbar auf das ganze Leben. Deshalb denke ich, ich extra nochmals Thema über Branding. Ich versuche, das zu kombinieren. Da wir die drei des Stoizismus herausgepickt. Ich dachte, vielleicht nützt es jemandem oder vielleicht kann ich sogar jemanden begeistern, sich mit dem Thema auch mal auseinanderzusetzen. Denn mir hat das ganze Thema sehr geholfen in einer Phase, in es mir auch nicht so gut ging. Darum, ja, gönnen euch hier mal bisschen Lektüre über das.
Paul: Ich bin echt gespannt auf die ganzen Sachen, die du da mitgebracht hast. Ich denke nur ganz persönlich an eine Zeit zurück, wo ich mal in Japan war für ein halbes Jahr. Und ich hatte damals noch überhaupt keine Verbindung mit Stoizismus. Aber das war so die Phase, wo ich absolut mit mir im Reinen war. Und ich glaube, da gibt es einige Überschneidungen, weil diese japanische Kultur ja auch auf ihrem Glauben beruht, dass Wert in allen Gegenständen, in allen Dingen drin ist. Und dass man diese Dinge ...
Vinz: Mhm.
Paul: die im Außen sind, schützen und bewahren muss und sich deswegen auch im Inneren mit ganz viel Ruhe und Ausgeglichenheit dazu verhalten muss. Und ich glaube, da gibt es ein paar spannende Parallelen. Deswegen vorneweg nenn es wie ihr wollt. Also wenn man mit solchen Tipps was anfangen kann, ist das cool. Wenn nicht, dann hat das vielleicht in einer anderen Glaubensrichtung, mit einer anderen Philosophie, einen anderen Namen. Aber ich glaube, die Grundregeln sind alle relativ ähnlich. Aber hau mal raus, was du da hast.
Vinz: Genau. Yes. Also die wichtigsten Regeln, der wichtigste Pfeiler, beseit Lern, unterscheiden, was du kontrollieren kannst und was nicht. Das ist im Stoizismus nichts anderes als keine Ahnung, du kannst nicht die Meinung von anderen über dich kontrollieren. Was du kontrollieren kannst, ist, dass du dein Bestmögliches gibst. dass sie eine gute Meinung haben. Dass du respektvoll auftrittst, dass du auf dich achtest, auf dein Äusseres, auf deine Wortwahl. Was auch immer. Und krass gesagt, sagen die Stoiker, das Einzige, du kontrollieren kannst, sind deine Gedanken, deine Emotionen und deine Handlungen. Adaptiert auf deine Marke kann das heissen. Was du nicht kontrollieren kannst, ob jemand kauft, oder ob jemand dich versteht, oder ob dich jemand gut findet. Was du hingegen kontrollieren kannst, mit Branding, mit Markenarbeit, wie du dich positionierst, wie du kommunizierst gegossen und wie du auch auftrittst, wie du deine Arbeit, dein Produkt, deine Dienstleistung, Zeug präsentierst. Oder? Das Problem, viele Marken haben, ist, sie versuchen, Reaktionen zu steuern. Das heisst, können Dinge sein, alle das sagen, damit es gut ankommt. Man macht sich viel zu viele Gedanken, um es allen recht zu anstatt einfach klare Kanten zu zeigen. Man kann hinterfragen, wer man abholen Das haben wir auch schon zum tausendsten Mal Das einer Erhaltung ist in der Regel weich, austauschbar oder sogar belanglos. Dort fangen Probleme an wie Preisdruck, Austauschbarkeit, die in der Massen Und die stoische Übersetzung auf dieses Thema heisst einfach, auf von allen ... gemacht zu werden wollen. Und fang an klar zu sein. Steh zu dir, zu deiner Arbeit, zu dem wie du auftreten willst und dann wirst du genau diese Leute anzeigen, die du willst. Yes.
Paul: Ja, ich denke noch, dass das ja eine ganz wichtige Basis schafft, nämlich dass, wenn du, wenn es dir egal sein soll, dass dich andere mögen, musst du dich selber erst mal mögen und selber mit dir da im rein sein. Sonst funktioniert das andere nicht. Und ganz oft hat man ja dieses alle müssen mich mögen, weil ich selber in mir drin Chaos habe oder da nicht zufrieden bin. Deswegen brauche ich diese Kompensation von außen oder diese Bestätigung von außen, dass ich gut bin, so wie ich bin. Und wenn die ausbleibt, dann habe ich noch größeres Problem. Aber je mehr ich sagen kann, ich bin mit mir selber im Reinen. Ich fühle mich wohl mit dem, was ich mache. bin zufrieden. Oder wir stehen zu unserem Angebot, wir stehen zu unserer Arbeit, wir wissen unsere Qualität. Wir wissen, dass wir eine gute Arbeit machen, guten Service. Alles, was drum da abläuft. Wir haben das im Auge und sind damit selber so aufgeräumt, dass wir anderen gegenüber begegnen können und auch nicht böse sind, wenn die kein Interesse haben. Das ist ja der nächste Punkt. dass man da nicht hässig wird, wenn irgendjemand absagt oder sich nicht mehr meldet. Ich finde das eine coole Grundlehre, die ich mal von meiner Mutter tatsächlich mitbekommen habe, wenn wir irgendwo auf der Autobahn unterwegs waren. Und sie meinte, je nachdem, wie die Leute fahren, kannst du gut finden, kannst du schlecht finden, aber du weißt halt nie, was die Leute gerade beschäftigt. Ob die, keine Ahnung, mit einer schwangeren Frau auf dem Rücksitz ganz schnell ins Krankenhaus müssen oder sich ganz frech auf den ...
Vinz: Hm.
Paul: Behindertenparkplatz stellen, weil sie mega trendig aufs Klo müssen und alle anderen Parkplätze sind besetzt oder so oder was auch immer oder einfach einen schlechten Tag haben oder wie. Also wir können das nicht steuern, was andere Leute für Päckchen mit sich können wir uns davon einfach
Vinz: Genau. Das geht gerade in den nächsten Punkt. ist für mich der zweitwichtigste Punkt oder die im Stoizismus. nicht das Ergebnis oder die Situation ist das Problem, sondern deine Bewertung und dementsprechend deine Reaktion darauf. Oder wie du es gerade gesagt hast, du kannst nicht beeinflussen. wie jemand reagiert oder was der gerade im Kopf hat oder für Probleme mit sich herumtrait. Aber du hast sehr wohl in der Hand, wie du darauf reagierst. Das ist Wenn ich auf der Strasse bin und jemand mich anrempelt und sagt mir, hey du... Aloch. Dann kann ich entweder wütend werden und ihm eine Schnarre geben oder ich kann einfach darüber lachen. Und das ist damit gemeint. Und ich bin... Bemarken könnte es Sachen sein wie Ergebnisse aus dem vorherigen Punkt. Wenn man z.B. Fachkräftemangel hat oder im Preisdruck gefangen ist oder sehr viel Konkurrenz hat und mit dem zu kämpfen hat. Alle sehen das Gleiche, aber nicht alle reagieren gleich darauf. Der Umstand ist so. Es kommt darauf an, was du draus Oder? Wenn viele Unternehmer sagen... Ich kenne auch Teile der Branche, die immer ein bisschen drinbewegen. Die sagen halt alle ein bisschen Stammtisch. Der Markt ist schwierig, die Kunden sind schwierig, man findet keine gescheite Leute. Blablabla. Und alle bleiben stehen. Mit dem Stoizismus. hast du aber die Möglichkeit zu sagen, dein Problem ist nicht der Markt, dein Problem ist, wie du ihn bewertest. Und was du daraus machst, was kannst du jetzt machen, es zu Weil das hast du. Du hast die Macht als Unternehmer. Du musst nicht das Gleiche was alle machen, sondern du kannst es so machen, du es willst. Es ist dein Unternehmen. Jeder hat irgendwelche Regeln und Rahmenbedingungen etc. Aber dort ist es eben noch spannender. Dort fängt ja auch Kreativität an, das auszureizen. Bevor du sagst, man findet keine guten Leute, dann wird halt klarer, wirkt attraktiver, kommuniziert spitzer. Und es ist etwas komplett anderes. Es ist das gleiche Problem. Aber du gehst es anders an. Als nur Jummere und Verantwortung abgeben, wirst du aktiv und handelig. Und es wird sich auszählen. Das ist der Punkt, ich sehe.
Paul: Perfekt, da noch kurze Gedanke dazu. Man fühlt sich ja manchmal sicher, indem man das nachsagt, was die anderen sagen oder indem man sich so verhält, wie sich die ganzen anderen verhalten. Aber das ist ja gerade die größte Unsicherheit, die du heutzutage an den Tag legen kannst, zu sagen so ich, ich mache doch alles wie die anderen und trotzdem funktioniert es nicht. Und dadurch verlierst du eigentlich das, was dich persönlich ausmacht oder das, was dich besonders macht oder nahbar oder irgendwie.
Vinz: Mhm.
Paul: Ja, so speziell, dass sich Menschen in Erinnerungen behalten und eine Meinung zu dir haben. Wenn du das nicht herausfinden willst, sondern einfach nur alles nachplapperst oder nachkopierst, dann bist du genauso bedeutungslos wie alle anderen auch. Und die Schuld liegt nie im Außen. Die liegt nie bei den Personen, die dich falsch verstehen oder falsch deuten oder die meinen Text nicht richtig gelesen haben oder die sind ja gar nicht auf der Website bis runter gescrollt, sondern dann ist es an dir, das zu richten und zu überlegen, wenn das nicht der Fall ist, wenn das nicht passiert, Wie kann ich denn darauf reagieren, dass es sich ändert? Oder ist es mir vielleicht doch nicht wichtig und ich bleib lieber im Meckern hängen? Auch eine Variante, aber die anderen tragen da keine Schuld dran.
Vinz: Genau. Der dritte Punkt klingt im ersten Moment ähnlich wie der zweite. Aber da geht es nochmals etwas tiefer rein. Es geht Akzeptanz. Akzeptiere, was ist, aber handel Es soll nicht heissen, wie vor, der Markt ist schwierig oder man findet keine Leute. Dann kannst du entweder sagen, ja, ist halt so. geht allen gleich, sondern du sagst wirklich, okay, ist so, du akzeptierst es und jetzt. Du gehst wirklich aktiv in die Problemlösung und das halt konstant. Das ist auch sehr wichtiger Gedanke. Verantwortung. Respektive am Umstand oder einer Person, der du die Schuld gibst für etwas, der gibst du automatisch die Verantwortung. Und so kannst du nicht mehr aktiv führen. Du gibst eigentlich die Situation ab. Und das ist halt auch sehr wichtiger Punkt, dann viele Marken sich ein bisschen verhangen. Das kann auch ein Beispiel sein, es z.B. extrem gut läuft, aber alle ausbrennen. Dann könnte es auch einfach sagen, ja, läuft ja gut. Aber du musst es zuerst mal akzeptieren. Ja, logisch, das ist dann schneller gemacht, oder, wenn es gut läuft. Aber dann musst du trotzdem auch die Verantwortung übernehmen. Weil du die Verantwortung hast, zum Beispiel auch deinen Mitarbeitern gegenüber. Es läuft gut, aber wenn in einem halben Jahr alle ein halbes Burnout haben und krankgeschrieben sind, dein Unternehmen früher oder später auch am Arsch. Und das spricht sich dann auch wieder herum und dann haben noch weniger Leute Bock, zu dir zu arbeiten. Etc. Also es ist wieder ein Ratten-Schwanz. Oder? Es ist einfach... aktive Führung behalten. Akzeptieren, aber sich nicht aus der Bahn werfen lassen, sondern Möglichkeiten bereit haben. Und dort ist halt Branding auch sehr wichtig. Wie schon tausendmal gesagt, geht nicht einfach nur Logo und Design und irgendwelche Herbstfarben. Es geht darum, Szenarien durchzugehen. Dass man auch Möglichkeiten im Beto hat. Wie, okay, wenn wir jetzt zu wenige Leute sind ... Was kann ich kurz, mittel und langfristig dagegen machen? Wenn wir keinen Auftrag haben, was kann ich kurz, mittel, langfristig dagegen machen? Das hat mit bewusster Entscheidung zu tun, mit Akzeptanz zu tun und nicht einfach mit sich treiben lassen und nehmen, wie es kommt. In guten wie in schlechten Zeiten. Es gibt ja einen Spruch, so
Paul: Yes.
Vinz: Lieber ein Krieger im Garten als Gärtner im Krieg.
Paul: ⁓ man, die nehmen wir nicht mit auf unseren Kalender, oder? Ich habe von dir vor allem im Hinterkopf diesen Satz, steuere die Dinge, die du steuern kannst. Wir können nicht alles steuern. Das hatten wir vor allem im Punkt davor, wir können nicht steuern, wie andere uns verstehen oder wahrnehmen oder sehen. Wir können die Dinge steuern, die in unserer Verantwortung liegen. Und Verantwortung finde ich gerade in dem Kontext so einen guten Punkt. dass man eben wegkommt aus dem Jammern, sondern in erster Linie für sich selbst Verantwortung übernimmt, dann aktiv zu werden, ⁓ draußen zu handeln. Gleichzeitig mit dem Bewusstsein, dass man aber nicht alles beeinflussen und steuern kann, sondern das auch vielleicht ganz bewusst zu sehen, wie groß ist denn dieser Verantwortungsbereich oder dieses Handlungsfeld, in dem man sich befindet. Was kann man denn machen? Wie weit geht das? Und wo hört es aber auch ganz bewusst auf? Und wo kann man eine Grenze setzen? Und das hatte ich in dem einen Buch, Radical Transformation, gelesen. Ganz spannender Punkt, dass eine Unternehmerin beschrieben hat, wie sie innerlich ausgebrannt ist, weil sie versucht hat, immerzu für alle Probleme, im Team aufkamen, sofort Verantwortung zu übernehmen. Also, sobald du sagst, ich habe irgendwie gerade ein Problem mit meinem Mailfach, keine Ahnung, würde ich mich jetzt als deinen Chef sofort in der Pflicht fühlen, das zu supporten, deine Lösung zu finden und so weiter. Statt zu sagen, guck mal, Vince, du bist alt genug, find selbst eine Lösung, find einen Umgang. Und ich vertraue dir auch, ich finde, der Punkt gehört nämlich auch mit zur Verantwortung. Ich vertraue dir, dass du eine Lösung findest, beziehungsweise wenn du keine Lösung findest in deinem Handlungsfeld, dass du zu mir kommst und da Unterstützung bittest. Also das gehört, glaube ich, mit zur Verantwortung, dieses Vertrauen geben, dass andere Menschen auch Verantwortung übernehmen für ihren Spielkreis. Und ich glaube, da sind wir dann wieder ganz schnell in dem Punkt Kultur.
Vinz: Ja.
Paul: dass sowas innerhalb einer Marke eines Unternehmens, eines Teams wie auch immer gelebt werden muss, damit sowas überhaupt funktioniert. Weil sonst bist du ganz schnell an einem anderen Punkt, wo einfach immer alle anderen Umstände trans- schuld sind, dass irgendwas nicht funktioniert. Aber das ist eine Verkettung der Umstände, weil das ist ja wirklich Teamkultur. Sind wir alle so drauf, geben wir alle nur die Hierarchieleiter runter, die Verantwortung ab und treten nach unten? Oder machen wir das eben anders, wie du das gerade so schön erklärt hast?
Vinz: Auf Wiederfahre! Genau. Es sind drei von unzähligen Regeln, Weisheiten, Sprüchen. Aber schlussendlich ist das der Kern des Ganzen. Das lässt sich auf alles adaptieren. Das finde ich so faszinierend an dieser Lehre. Eine Situation kann so kompliziert sein, sie will. Schlussendlich lässt es sich immer auf die gleichen Sachen herunterbrechen. Das Thema gefasst vielleicht nochmals, zu sind Sachen wie kontrolliere das, was du wirklich kontrollieren kannst. Also sprich, dein Auftritt und versuche nicht, die Reaktion nachzujagen. Weil die kannst du nicht kontrollieren. Übernehme Verantwortung für deine Bewertung von einem Umstand. Und akzeptiere die Realität so, wie sie ist, aber handel trotzdem bewusst. Das sind so die drei. die drei Kernpunkte, die ich dachte, nehme ich mal mit. Und das vielleicht noch etwas greifbarer zu ich jetzt auch drei Fragen wieder einmal mitgebracht, die sich jeder einmal stellen kann für sich, für sein Unternehmen. Nummer eins wäre, frag dich, wo du gerade probierst, Reaktionen zu kontrollieren, statt einfach klar zu So zu wie du eigentlich wirklich möchtest. Frage 2 ist, wo nutzt du aktuell den Markt oder irgendeinen Fachkräftemangel oder Auftragslage als Ausrede? Und Frage 3 wäre, wo verweigerst du aktuell die Realität oder läufst du vielleicht sogar blind hin und her? Und dann trifft eine Entscheidung und handelt bewusst.
Paul: Yes. Und das am besten direkt nochmal durchhören, die ganze Folge bis hierher, damit man sowas dann auch überträgt auf die Handlungsfelder, die man wirklich hat. Ich finde das so, also in der Theorie alles so schlüssig, habe ich selber schon gemeint. Ich muss das mir von dir immer wieder anhören. Solltest auch selber mal lesen und mich mehr damit auseinandersetzen. Naja, das ist wirklich eine Praxis. dieses immer wieder damit auseinandersetzen, sich das in Erinnerung holen, ⁓ besser zu werden,
Vinz: Jut. Moisiao! Mhm.
Paul: besser zu werden. Wir müssen uns nicht immer stetig optimieren, aber wir müssen einfach mit uns selber klarkommen und alleine das ist eine Übung, eine Praxis, mit der man umgehen sollte. Und ich hatte gerade noch einen Hinterkopf, das kannst du dann halt übertragen, sogar auf Dinge wie Ziele. Weil welche Ziele kannst du wirklich beeinflussen? Ich hatte das mal in einem Unternehmen, wo ich angestellt war, mitbekommen, da gab es dann das Ziel, dass jeder Angestellte einen bestimmten Umsatz erreichen muss mit den
Vinz: Ja.
Paul: Aufgaben, die man so hat, mit den Kunden, die man so betreut hat. Und das war für mich eine unglaubliche Drucksituation. Und viel schlauer ist es, statt dass man sich ein Ziel setzt von wegen, wir müssen einen Umsatz von, keine Ahnung, eine halbe Million erreichen, sonst passiert XYZ. Was davon können wir denn beeinflussen? Wir können dieses Umsatzziel nicht beeinflussen. Ich kann ja nicht beeinflussen, dass 20 Leute bei mir kaufen, damit ich dieses Ziel erreiche oder 200 Leute oder je nachdem. Aber was ich beeinflussen kann, ist, um an 20 Leute ranzukommen. 2000 Leute anzuschreiben oder 200 Leute auf einen Kaffee einzuladen, ⁓ dann da hinzukommen. Und das ist ein Ziel, das ist machbar, das ist umsetzbar, das ist wenn man so will. Aber alles andere, das sind halt Ziele, man ja die erstens nicht knallhart motivieren. Das ist noch ein anderer Aspekt, aber die man eben auch nicht beeinflussen und steuern kann. Und das führt dann am Ende des Tages nur zu Frust. Wenn du halt
Vinz: Hm. Mh.
Paul: Merkst, ich habe das Umsatzziel nicht geknackt. Was ja viel schlauer wäre, zu sagen, habe ich denn das machbare Ziel darunter erreicht? Also habe ich denn so viele Leute angeschrieben? War ich denn jeden Tag auf LinkedIn aktiv? Habe ich denn den Podcast durchgezogen oder was auch immer halt dahinter steht, was machbar ist? Und dann aber auch zu sagen, okay, was ist denn das Ergebnis, was daraus resultiert ist, was ich vielleicht vorher auch gar nicht beeinflussen kann? Weil kann ja durchaus sein, dass ich damit das dreifache an Umsatz erreiche mit den Mitteln. die machbar sind, die umsetzbar sind. Und das ist eben diesen Handlungsradius, was kann ich aktiv steuern, das dann zu übertragen in so größere Dimensionen, die ja manchmal auch nicht greifbar sind. Und da wäre eben noch der zweite Punkt zum Thema Ziele. Da können wir auch mal eine eigene Folge drum machen, aber dass es noch schnell gesagt ist. Was ist denn so wichtig, dass man Umsatzziel beispielsweise erreichen muss? Was passiert denn dann, wenn man das erreicht hat?
Vinz: Mhm.
Paul: Wie fühlt sich das an oder warum ist das so entscheidend, damit das Team weiter funktionieren kann oder das das Unternehmen überlebt oder was? Was kommt dann, wenn man es erreicht hat? Weil ganz oft kommt ja danach eine Lehre. Dann hat man die Millionen geknackt und dann ist die Frage, okay, und jetzt sind 10 Millionen das nächste Ziel oder wie geht es weiter? Worüber reden wir eigentlich gerade? Aber ich will nicht vom Thema abdenken.
Vinz: Hm. Ja, diesen Punkt habe ich vielleicht sogar ausgelassen. ist auch grosser Punkt. Eben so bisschen Genügsamkeit. Und wirklich Wert darauf legen, was ist effektiv wichtig. Das habe ich zum Beispiel auch gar nicht angesprochen. Aber vielleicht will jemand mal Teil 2 dieses Videos. Ich habe noch unzählige schlaue Sprüche in diesem Bereich. Ich bin aber noch nicht lange Profi in diesem Thema. Ich setze mich jetzt irgendwie zu... Ich zwei, drei Jahren intensiv damit auseinander und lerne trotzdem noch jeden Tag. Das finde ich aber auch schön, weil es wäre ja langweilig, wenn ich schon alles wüsste. Dann könnte ich auch gar nichts mehr mitnehmen. Genau wie ihr hoffentlich auch bei unserem spannenden Podcast. Genau. Ja, habe noch meinen literarischen Erguss zum Schluss, wenn ich den noch kundtun soll.
Paul: Immer gerne,
Vinz: Immer Stoizismus, egal ob für sich selber oder für deine Marke, ist fucking unbequem oder kann verdammt unbequem sein. Aber er macht dich gleichzeitig handlungsfähig, robust und vor allem unabhängig. Und genau das ist der Punkt, dem deine Marke oder du selber aufhörst zu reagieren und du stattdessen anfängst aktiv zu führen. und die Zügel in die Hand nimmst. Das wäre so meine wissensgeschwängerte Folge zum Dela-Stoizismus gewesen. Ich hoffe, irgendwer hat da etwas mitnehmen können. Und wie gesagt, wer Teil 2 will, einfach melden.
Paul: Genau, kommentiert mal was ihr vom Thema Stoizismus haltet. Manchmal ist da auch die Verpackung ein Problem, wie du am Anfang gesagt hast, dass das Ganze so kühl und unnahbar wirkt, aber im Kern dahinter eigentlich ganz andere Dinge eine Rolle spielen, die es anderswo auch gibt. Also der Stoizismus hat das ja nicht für sich gepachtet. Ich glaube auch ganz viel aus so Leadership-Weisheiten oder Mindset-Geschichten basiert auch bloß alles auf Stoischen.
Vinz: Mmh.
Paul: Grundansätzen und Werten, von dem her ist es eigentlich ganz cool, mal zu dechiffrieren und zu gucken, wo kommt das her. Das haben schon so die alten Stuhiker in Griechenland, in der Antike, davon gehalten und dazu geschrieben. Deswegen, ich würde mich über den zweiten Teil freuen, aber bin sehr gespannt über Kommentare und Rückmeldungen. Ansonsten folgt rein, ⁓ keine weitere Folge zu verpassen und dir wins ganz lieben Dank dafür. Hat Spaß gemacht. Endlich ist das Thema mal gekommen.
Vinz: Danke vielmals. Yes! Hey cool, danke von mir auch für das Zuhören und Zuhören. Und natürlich der spannende Austausch mit dir, wie immer. Und von daher würde ich sagen, bis nächstes Mal.
Paul: Bis dahin, macht's gut, ciao!
Vinz: Ciao!
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