Branding beginnt bei dir (unsere persönliche Geschichte zeigt es)

Shownotes

🎙 Was dich in dieser Folge erwartet:

Branding beginnt nicht mit Design.
Sondern mit deiner Geschichte – und dem, wofür du stehst.

In dieser Folge erzählen Paul & Vinz, wie sie selbst zum Branding gekommen sind – und was sie dabei über Klarheit, Kommunikation und Identität gelernt haben.

Das kannst du daraus mitnehmen:

  • Branding ist ein Prozess – und keine schnelle Lösung.
  • Deine eigene Geschichte ist Teil deiner Markenstimme.
  • Klarheit entsteht durch Reflexion, nicht durch Aktionismus.
  • Gute Marken verbinden Persönlichkeit mit Strategie.
  • Kommunikation beginnt beim Zuhören.
  • Geschichten sind keine Kür, sondern Branding-Basics.
  • Wirtschaftlichkeit und Kreativität schließen sich nicht aus.
  • Eine gute Markenstrategie hilft dir, deine Zukunft aktiv zu gestalten.

Wenn du mit deiner Marke etwas aufbauen willst, das bleibt – fang bei dir selbst an.


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Transkript anzeigen

00:00:03: Hoi Vince, schön, dass wir wieder zusammenhocken. Diesmal mit einem sehr spannenden Thema. zwar ein Thema, uns unglaublich oft beschäftigt, sehr oft auf die Nerven geht. Social Media aufreibend ist, weil wir uns ab und an Sachen her schicken, wo wir der Meinung sind. So nicht, liebe Leute. Nämlich, warum Branding nichts mit Logo und schnödem Design zu tun hat. Es ist nämlich viel, viel mehr. Und das ist ja ein Thema, das hat uns irgendwie zusammengebracht. Es hat uns gemeinsam wachsen lassen über die letzten zwei Jahre, seitdem wir uns kennen. Weiterentwickelt bis hin zu diesem Mach mal Marke Format. Und da wollen wir kurz einen Blick hinter die Kulissen bringen, warum wir der Meinung sind, dass Branding nicht ganz so viel mit Logos zu tun hat. Auch wenn ihr da draußen 1000 Leute an uns sagen, mach Farbpaletten. Das ist die Winterfarbpalette. Mach Logos. Das sind gute Logos. Achte darauf, dass du eine schöne Webseite hast und so weiter. Alles Gute und Schön. Aber mach mal Marke, hat das wenig zu tun. Und damit hei und herzlich willkommen.

00:01:06: Das war der längste Intro in der Geschichte von YouTube. Cooles Thema. Jedes Mal, wenn wir miteinander reden, kommt das zur Sprache. Oder natürlich auch immer ein bisschen da, wenn man mit Kunden redet. Egal was. Oder vielfach auch. Mir ist das auch mal passiert. Ich habe eine Weile lang...

00:01:13: BD Gonzales hier.

00:01:36: in einem Büro einen Arbeitsplatz gemietet. haben auch Branding gemacht. Und die haben dann eben nicht einmal so genau gewusst, was ich eigentlich mache. Und dann der Eiter auch mal so nebenbei gesagt, ja ja, Vince, du als Designer, du als Grafiker. Dann nachgeschaut und gesagt, alter, ich ihm voll genau das Gleiche wie ihr. Eben, nur schon, Genau. Darum.

00:01:45: Haha.

00:01:58: Und ich glaube je mehr man weiß, dass ich so ein Ratten nässt, je mehr man weiß, was Branding sein kann und wer dazu alles eine Meinung hat, desto krasser wird es eigentlich. Also das ist manchmal wie so ein kleiner Fiebertraum, habe ich das Gefühl.

00:02:13: Ja, schlussendlich ist es auch immer quasi jeder Designer oder... Oder wie würde das sagen? Markenstrategie, was der Gucker was... Jeder nimmt seine eigene Definition davon, was das jetzt ist. Es wird dann immer das berühmte Zitat herbeigelaufen. wie heisst das Typ schon wieder? Das steht eigentlich gerade auf Schlauch. Ja, ist egal. Ja, genau. Ja. Drum... Ja. Genau.

00:02:35: Jeff Bezos, Ja.

00:02:41: Na komm, jetzt müssen wir sagen, was es ist. die Marke ist das, was die Leute über dich sagen, wenn du den Raum verlassen hast. So oder so. Ähnlich ist das. Also gibt ja eh, es gibt ja irgendwie so viele Definitionen, was ist jetzt Branding genau. Und was mich halt permanent aufregt, ist, wenn da draußen, ich bin ja echt viel auf LinkedIn unterwegs, wenn der Tag lang ist, dass es da immer noch genug Leute gibt, die sagen, ich mach Branding und ich sag dir jetzt, was die angesagten Farbpaletten sind, warum du ein Logo brauchst und warum du deine Werte definieren solltest.

00:02:47: wenn du im Raum

00:03:11: Und das ist alles gut und schön, aber ich hab immer das Gefühl, je mehr man in dieses Feld eintaucht, desto mehr versteht man doch eigentlich, dass Branding so viel mehr ist. Da wir jetzt schon ganz oft in ganz vielen Folgen, oder was heißt ganz viele, das ist jetzt die zehnte Folge. Und wir haben neunmal darüber geredet, warum Branding so viel mehr ist. Und jetzt wollen wir bei der Folge so bisschen Licht ans Fahrrad machen, wie wir überhaupt da drauf kommen. Und das ist ein Prozess. Ich meine, wir machen das ja beide nicht erst seit gestern und nicht erst seit einem Monat und das geht auch nicht so einfach.

00:03:11: Mmh.

00:03:41: sich das selber beizubringen mit einem ... mach mal einen Kurs oder ich frag mal Chat-GPT, ... sondern da ist es ja ein Prozess einer Entwicklung. Und man wird ja gut in Dingen, wenn man sich richtig lange mit Sachen auseinandersetzt. Und ich glaub, wir haben uns jetzt eine Weile auseinandergesetzt, so eine sehr solide Basis zu haben, oder? Seit wann würdest du sagen, machst du Branding?

00:04:00: Hm.

00:04:04: Das ist sehr schwierig.

00:04:07: Welches Branding? Branding, Branding, wo wir jetzt sind oder?

00:04:09: Welches Branding? Das ist so bisschen die Frage. Weil schlussendlich, als ich mich dazu entschlossen habe, zu was wir machen, war das so Aha, so Heurika-Moment für mich. Weil das eigentlich genau das ist, ich gut kann, gerne mache. Und zwar wirklich einerseits kreativ. Was mir aber in vielen Lebensabschnitten immer zu wenig war, zu schwurbelig, man so will. Zu fühlst du spürst du Es gab nicht so ein Resultat, einen Mehrwert. Und auf der anderen Seite beinhaltet es eben genau diesen Mehrwert. Ja, auch bisschen diesen wirtschaftlichen Aspekt. Also es hat auch Hände und Füsse. Und für mich kommen im Branding und der Marktentwicklung genau diese zwei Elemente zusammen. Und rückblickend habe ich gemerkt, ich war immer mal dort im einen Lager oder dann wieder im anderen Lager und bei beiden Seiten hat mir irgendwas gefehlt. Und darum finde ich das immer so ein bisschen schade, wenn Branding immer nur auf das Oberflächliche ... des designe optischen Kreativitätszeugs heruntergebrochen wird, weil es sehr sehr viel mit eher wirtschaftlichen Sachen zu tun Und wenn man die gekonnt kombiniert, kann das jemandem einen richtigen Vorteil geben, man halt auf Deutsch sagt, Kohle damit macht. Ja. Oder?

00:05:50: Ich habe auch echt über die, also bei mir war es auch so ein Prozess da hin zu kommen und es hat sich sehr gut angefühlt endlich sagen zu können, ich mache jetzt Branding und noch mal besser als ich dann gesagt habe, ich mache nachhaltiges Branding und noch mal besser als ich jetzt festgestellt habe, ist eigentlich Hauptfokus Markenstrategie und Markenentwicklung und man merkt halt, das ist ein Prozess, also ich bin jetzt an einem Stand, wo ich sehr zufrieden bin mit dem, was ich tue und ich weiß, es wird sich weiterentwickeln.

00:05:56: Mhm.

00:06:18: Aber ich finde es eben genauso spannend, mal kurz zurückzuschauen und festzustellen, wie sind wir darauf gekommen? Weil bei mir war es beispielsweise so, ich komme so ganz klassisch aus der visuellen Kommunikation, habe ich mal studiert zumindest. Ja, da war Film, Werbung, Video, Design, Foto, Grafikdesign, das waren alles so die Aspekte, die eine Rolle gespielt haben am guten alten Bauhaus in Weimar und

00:06:35: Ich erfahre

00:06:47: Danach habe ich halt begonnen, das zu machen, was mir Spaß gemacht hat, nämlich ich wollte immer schöne Bücher gestalten, eigentlich Richtung Buchgestaltung, Typografie reingehen und konnte halt auch Logos machen und irgendwie Grafikdesign, lag mir ein paar Plakate, Flyer, war alles möglich. So und wenn du halt Plakate und Flyer machen kannst, merkst du, okay, dann machst du das in einem Look, dass es zu irgendjemandem gut passt. Dann kannst halt auch Logos machen. So und dann rutschst du von einem zum nächsten. Hast du ja ohnehin mal im Studium ausprobiert. Und wenn du Logos machen kannst und Flyer und Visitenkarten und das ganze Geduldens für Unternehmen, ... wäre es halt cool, wenn man auch Websites machen kann. Also habe ich mir dann beigebracht, wie ich Websites umsetzen kann. Und als ich das dann konnte, habe ich festgestellt, ... ... das funktioniert, das geht. Wäre eigentlich auch noch gut, wenn man so bisschen Ahnung hätte von Storytelling, ... ... erst mal gut werdende in den anderen Bereichen. Und es war schön zu sehen, dass Leuten das gefällt. Und es war schmerzhaft zu merken, dass du aber wirklich so das letzte Ende in der Nahrungskette bist. Wenn Leute alles andere definiert haben, dann gehen sie zu einem Grafiker, zu einer Grafikerin und sagen, mach das mal schön. So, und während ich also flyer sitzend da saß, nächtelang, habe ich festgestellt, könnte eigentlich geiler sein. Weil ich dann immer, während ich so einen Flyer gemacht hab, gemerkt hab, inhaltlich passt das gar nicht zu dem Unternehmen. So, oder inhaltlich, ich würde es ganz anders aufbauen. Oder dann hinterfragen, eigentlich brauchen die keinen Flyer. Während du den Flyer machst, wird dir das bewusst. Und da mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, war der erste Punkt, bevor ich den Flyer mache, nachzufragen, warum braucht ihr den Flyer? Und genauso bei Logo-Gestaltungen, bei allem Möglichen, man gestaltet, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, sagen, wollt ihr wirklich drei Entwürfe haben? Weil ich gemerkt hab, bringt euch gar nicht so viel. Ich tu mich manchmal schwer, auf drei Entwürfe zu kommen.

00:08:35: Hm.

00:08:38: Manchmal sind es zwei, manchmal sind es auch fünf. Das war so lange Zeit ein Stand, wo ich in der Phase unterwegs war, zu sagen, ich rede lieber mit den Leuten. Und irgendwann wurde aus dem, ich rede mit denen, ich rede mit denen, bevor wir ein Projekt starten, draußen. Und dann wurde da draußen, okay, ich rede sogar zweimal, bevor wir in irgendeine Richtung gehen. Und ich fragte sogar ein bisschen mehr, was die überhaupt machen als Unternehmen, ein Gefühl zu bekommen. Und ich fragte sogar noch mal mehr, wo die als Unternehmen hinwollen. So und ...

00:08:53: Mh.

00:09:08: Bevor das einen Namen hatte, war das eigentlich schon richtig Brandbuilding, Markenentwicklung in der Leitform, sag ich mal. Und irgendwann wird dir halt bewusst, du machst schon viele Dinge intuitiv richtig, ohne genau zu wissen, warum die jetzt richtig sind. Aber es hat ein besseres Ergebnis gebracht. Und sich dann im nächsten Schritt dafür bezahlen zu lassen und zu sagen, das ist eigentlich für euch, liebe Unternehmer draußen, der entscheidende Punkt, dass man am Anfang herausfindet, worum es geht, wo ihr hin wollt, was ihr eigentlich macht.

00:09:16: Mh.

00:09:38: und danach erst Dinge schön macht, ... das war dann der Schlüssel hin zu, ... mache Branding, ... weil das der richtige Weg ist. Und das hat sich jetzt irgendwie, ... um mal so einen Zeitsprung zu machen, die letzten zwei Jahre dahin entwickelt, ... sagen, ... der Hauptfokus, ... ... was am wichtigsten ist, ... da würdest du mir auch voll zustimmen, oder? ... ist Markenstrategie ganz am Anfang. ... lasst uns am Anfang einmal das Unternehmen durchleuchten, ... ... rausfinden, worum es geht ... ... und dann ... könnt ihr immer noch Dinge schön machen. Und das könnt ihr sogar ohne mich. Ich muss nicht mehr das Design machen, können andere viel besser. Am Ende haben sie schon Leute, mit denen sie zusammenarbeiten. Andere können bessere, schnellere Websites umsetzen als ich. Andere können auch besser schreiben. Also machen wir uns nichts vor, es gibt für alle, gibt es irgendwelche Spezialleute. Ich sehe mich eher so als die Person, die das Ganze aus der Markensicht begleitet und überblickt und habe da meinen Fokus gefunden. Aber das zusammenzufassen, es ist halt ein Prozess.

00:10:22: Mmh.

00:10:36: Also du entwickelst dich, glaube ich, von alleine in eine Richtung, die richtig ist. Und das fühlt sich gerade mega schön an, daraus zu finden. Markenstrategie ist das Fundament für alles. Darf ich kurz so Plädoyer machen, Vinz? Weil ich immer denke … es gibt da draußen ... Alle Leute machen Werbung für ihr einzelnes Spezialgebiete, für ihre einzelne Superpower. Und es gibt so viele Sachen da draußen. Content Creation, Social Media Management.

00:10:50: Mach, hau rein.

00:11:05: Keine Ahnung, die einen erklären etwas zu Instagram, die anderen zu YouTube, die nächsten zum Logo-Design, die letzten zur Fotografie und zur Video. Hat alles eine absolute Berechtigung. Aber wo sind die ganzen coolen Stimmen, die das machen zum Thema Markenentwicklung, Markenstrategie? Zu sagen Marke ist doch eigentlich das Gold unserer Zeit. So wenn du als Unternehmen eine Zukunft haben willst, wenn du als Unternehmen durchstarten möchtest, wenn du als Unternehmen irgendwie die nächsten 10, 20, 30 Jahre absichern möchtest, dass es dich auch weiterhin gibt.

00:11:21: Mh.

00:11:35: Dann mach halt Marke. Dann sei dir doch bewusst, was du da draußen machen kannst und wie du wirkst und was du eigentlich machst. Es ist so ein... Es ist eigentlich so simpel, so einfach, diesen Prozess anzustoßen. Und da fehlen irgendwie noch voll die Geschichten. Wahrscheinlich war das auch dann der letzte Grund, zu sagen, lass mal YouTube starten und darüber reden.

00:12:00: So viel zu meiner Reise. Vielleicht bringt das irgendwas, dass man das mal so hört. Aber mit dir war es ja ganz ähnlich eigentlich.

00:12:00: Ja.

00:12:04: Interessant, ja.

00:12:10: Es geht! Eigentlich nicht. kommt nicht an. Eigentlich nein. Nein, ich bin... Wie soll ich sagen? Ich komme aus einer Baufamilie. Mein Vater ist Schreiner. Viele Onkel sind eben Maurer, Stromer, was auch immer. Aber eben... bin schon immer sehr... kreativ gewesen, man.

00:12:12: Oder gar nicht mal. Bei dir war's ganz anders. Ich nehm's zurück.

00:12:35: viel zeichnet und so weiter. ist das Nahanliegendste in der Schweiz. Da machst du auch mal eine Ausbildung als Hochbauzeichner. Das ist quasi der, der die technischen Architekten planen zeichnet. Nach Vorgabe vom Architekt eigentlich ganze Arbeit macht, aber den Scheiss verdient. Genau.

00:12:52: Ich hatte genau die gleiche Geschichte. Mein Opa kam immer an und meinte, du bist doch kreativ und du kannst gut mit Menschen, dann werd doch einfach Zahnarzt. Und du kannst irgendwie filigran mit den Händen irgendwas machen. Ich dachte, danke Opa.

00:13:02: Ja.

00:13:07: Äh... Genau, die habe ich gemacht und... Wie es in der Schweiz üblich ist, dann das Vaterland gerufen und dann bin ich ins Militär. Und dort... Genau. Ich war wirklich so einer, ich habe dann weitergemacht zum Rüttnand. Bei der Infanterie.

00:13:22: der Lanze ins Feld.

00:13:35: und Kanonenfutter. Und habe dort aber auch recht schnell gemerkt, dass ich sehr gerne mit Leuten zusammen arbeite. Also ich bin gerne in die Charge, Pläne aushecken, auch Leute motivieren. Ich war nicht der klassisch Vollidiot, der einfach nur gebrüllt hat, sondern eher der, der ganz normal mit den Leuten geredet hat. Und erstaunlicherweise habe ich aber auch immer das gekriegt, was ich will. Also... megaguten Drogen zu den Leuten. Und das ist ja... Erkenntnis, ja. Genau. Dann bin ich wieder zurück auf den Beruf als Hochbahnzeichner. habe dann auch immer wieder an der Bar gearbeitet, weil mir das einfach Spass gemacht hat. Eben, das Soziale mit den Leuten. Auch mal Geschichten erzählen. Und dann habe ich schon wieder gemerkt, ja, interessiere mich eh schon für Geschichten. Egal ob Bücher oder Filme oder was auch immer.

00:14:05: ist das ja merkwürdig.

00:14:34: Ich erzähle aber auch gerne Geschichten. Ich catche die Leute gerne. Und... Jawohl. Mir war das immer zu technisch mit dem Hochbahnzeichner. Dann wagte ich einfach mal den Sprung und machte die BMS. Also die Gestalterische Berufsmatur. Jawohl. Dann bin ich aber wieder mehr in das komplett andere Lager. Also wirklich gestalten. Fühlst du mich, spürst du mich. Streicheln, ja... Ich das mega gefeiert. Ja, genau. So bisschen zeichnen, wieder meulen. Aber ich recht schnell gemerkt, dass es wieder zu extrem ist. Ich habe einfach gesagt, brauche mal einen Tapetenwechsel. Ich zeuche jetzt auf Luzern. Das ist in der Mitte für die Für alle, die keine Schweizer sind. Genau. Und...

00:15:05: Das doch schön. Alles was die Ami nicht kann.

00:15:31: Ich hierher, das Architekturstudium zu ich dort das Gefühl hatte, so, jetzt habe ich meinen Weg gefunden. würde trotzdem in das Rationalen, Greifbare, Technische rein. Und habe das Berufsbegleitend gestartet. Und habe dann aber recht schnell gemerkt, es interessiert mich null. Also ich noch im ersten Semester gemerkt, fuck nein, voll kaputt. Aber... haben dann recht mit mir gehadert. Weil ich halt wieder gewusst habe, wenn ich jetzt wieder einen Neustart mache, dann muss ich halt zwangsläufig wieder in Gastronomie. Und zwar wirklich. Du musst. Und dann ist es halt so gekommen, dass ich einen Studienplatz an der Kunsthochschule gekriegt habe, in Animationsfilmen. Und das gibt es warum auch immer nur Vollzeit und ich habe nebenbei noch 80 % an der Bar gearbeitet. Also eigentlich habe ich fast 200 % mit tot gerüppelt. Yes. Und dort muss ich sagen, es am Anfang cool war. Ich musste dann auch zuerst den Vorkurs machen und so weiter. Aber dort habe ich auch wieder recht schnell gemerkt, Alter Mann, ich komme nicht klar auf diese Leute. Es ist alles einfach nur so larifari. Das ist komplette Gegenteil vom Militär. Sorry. Aber ja, einfach...

00:16:36: Wir hatten alle diese Phasen.

00:17:00: Ineffizienz, wo es nur geht. Aber klar, man kommt ja auch auf Ideen. Und irgendwann habe ich dann einfach gemerkt, auch mit Bar und Studium und arbeiten und mit meinen ganzen Erfahrungen, die ich gemacht habe, eigentlich ist die Lösung schon immer vor mir gewesen. Eben quasi Branding, Markenentwicklung. Ich interessiere mich für spannende Geschichten. Kann die aber auch selber entwickeln. Ich habe gerne mit Leuten zu tun. Bin auch gerne der, der Pläne ausheckt und schaut, wie kann ich das irgendwie spannend kreativ umsetzen. Weil ich habe mich dann mal hinterfragt, was halten andere von mir. Und dann kam eigentlich recht viel Drückmeldung, dass ich gut zuhören kann und auch gute Ratschläge gebe. Vor allem, ja, viele Freunde haben das gesagt, auch Lehrlinge von mir. Und ja, auf einmal bin ich dann halt auf das Thema Branding, Markenentwicklung gekommen. Hab ja dort auch ab und zu mal ein Logo gemacht oder so, weil das auch mega oberflächlich Und dann habe ich mich mega mit dem Thema befasst und einfach wirklich gemerkt, das ist meins. Das ist genau das, was ich eigentlich will, worauf ich aufgehe und wo aber auch den Leuten...

00:18:00: Kann ich bestätigen.

00:18:25: neben dem gestalterischen Ausleben auch wirklich einen Nutzen, Mehrwert liefern kann, der Ihnen natürlich dann auch, was Sie weiterbringt. Oder? Ja.

00:18:35: Ich muss auch dran denken, der erste Workshop, den ich wirklich gemacht habe, also den ich auch wirklich als solchen verkauft und betitelt habe: Es war einfach so schön, weil auf einmal all das, was ich davor gemacht habe mit dem Gestalten und Hübschmachen, auf einmal weniger wert war, als diese Klarheit bringen mit den Leuten zusammen. Und das auch schon ohne jetzt all das Wissen und die Techniken zu haben dafür. Ich glaube in Summe brauchst so einfach dieses gewisse bisschen an Neugier, das Vermögen zuzuhören und wirklich nachzufragen und verstehen zu wollen. Ich glaube, das ist ein Antrieb, den wir absolut teilen und unbewusst durch unsere Art einfach auch zu motivieren und auf neue Ideen zu kommen. Einfach wie, kann es auch im Blumigen sagen, Wir öffnen halt Räume für Möglichkeiten. So, das wäre genauso eine passende Umschreibung für das, was wir eigentlich tun. Und deswegen ist ja

00:19:20: Mhm.

00:19:31: Ich habe mich lange Zeit echt schwer getan, den passenden Namen zu finden. Bin ich jetzt irgendwie Markenstrategie oder mache ich strategische Kommunikation oder strategisches Design oder was auch immer? Das sind halt so klare Hülsen, wirklich so Titel, die du dann übergestürkt bekommst, wo aber auch niemand genau weiß, was bedeutet das jetzt eigentlich. Und man könnte genauso sagen, wir sind halt die Typen, die Räume öffnen. Wir sind die Typen, die irgendwie Klarheit. bringen in Unternehmen. Ich würde sogar immer sagen, wir sind halt Unternehmensberatung. Was ist es mittlerweile? 3.0, 4.0, keine Ahnung. Aber was wir machen, ist eigentlich Unternehmensberatungen Und zwar eine ehrlichere, bessere, zukunftsweisendere Unternehmensberatung. als halt irgendwelche Excel-Cheats mit Zahlen durchzuschauen, zu gucken, welche Personen wir feuern können und wo wir Kosten einspannen können. Wir gucken halt Unternehmensberatungen im Sinne von, was will denn das Unternehmen überhaupt? Worum geht es denn wirklich und wie will das Unternehmen diese Zukunft gestalten? So und das ist ja...

00:20:32: Was hat es aber auch für Mittel und Möglichkeiten, das zu

00:20:34: Ja, und ich glaube, hast du halt mit, also in deinem Fall jetzt mit Armee und Bar hast du die perfekte Basis, weil du gelernt hast, wie Menschen funktionieren, was Menschen wichtig ist und wie wichtig es ist, Menschen es gehört zu werden. Also ich glaube, wenn du was an der Bar lernen kannst, dann genau das oder Leute reden gerne. So Leute erzählen vor allem super gerne von sich. Und das Ding ist auch, die meisten haben ja auch wirklich was zu sagen. Also eigentlich hat jeder irgendeine Geschichte, die er teilen kann. Die einen können es halt sehr gut verpacken, die anderen weniger. So und für die, die es weniger verpacken können, aber eine krasse Geschichte haben, gibt es Leute wie uns. Wir sind ja praktisch, Wir öffnen nicht nur Räume, wir können auch übersetzen. hin zu etwas wirklich Coolem. Und klar, dann hast du immer die Mono-Begriffe Klarheit, Essenz, Substanz Mut und all das. Das macht auch super viel Sinn. Aber um das irgendwie greifbar zu machen und zu beschreiben: Ich glaube, ein Prozess bei dir ist wie ein Abend, ein richtig guter Abend an der Bar. So Du

00:21:11: Hm.

00:21:32: fühlst dich wohl, um dich wird gesorgt, dir wird zugehört und am Ende kommst du mit irgendeiner krassen Erkenntnis raus. Nach einer langen Nacht.

00:21:41: Ja. Ja, wirklich. Das ist eigentlich wie so am 4 Uhr morgens, wenn du das Gefühl hast, du noch eins weiter. Am nächsten Tag merkst wer du schon zu Hause hast. Nein, das fasst gut zusammen.

00:21:51: Naja, ergibt's ja auch solche und solche, ne? ja. Ich weiß noch, ich ...

00:22:01: Ich meine, meinem Fall, Eltern sind beides Berufsmusiker und ich kenne immer so, ich bin so mit Orchestermusik groß geworden, klassischer Orchestermusik. Und für mich ist das eine super prägende Erfahrung, dass ich jetzt auch in Hinsicht Markenentwicklung, Branding immer daran denke, dass es halt wie ein gut funktionierendes Orchester zu ein Unternehmen ist.

00:22:22: Mhm.

00:22:27: krass, jetzt hat das Recording hier gestoppt. Kannst du mich noch hören?

00:22:34: Ja.

00:22:37: Warte mal, ich muss... Meine Kopfhörer sind raus. Weißt du, ich lass die mal noch drin, aber ich hör dich jetzt übers MacBook und er hat eine neue Aufnahme gestartet. Ich schneid das dann am Schluss zusammen. Wo war ich? Also meine Eltern sind... Ich fang nochmal von da an. Meine Eltern sind Berufsmusiker. Die haben klassische Orchestermusik gemacht. Damit bin ich groß geworden und für mich ist so ein Branding, so eine Markenentwicklung immer wie... wie ein aufeinander abgestimmtes Orchester. Also so Unternehmen ist wie ein Orchester. Wenn das gut klingen soll, müssen alle genau wissen, welchem Takt sie, zu welcher Musik sie spielen sollen, mit welchen Noten als Basis, wer welche Fähigkeiten hat, wer welche Klänge erzeugen kann. Wie beim Orchester auch. Und zusammen in Summe, die Summe aller Teile hatten wir auch schon, ergibt das einen krassen Klangkörper, der eine Wirkung erzielt. Jedes Teil für sich ist halt eine Facette davon, aber die Summe von allem, die macht es eigentlich aus.

00:23:43: Ich würde sogar noch weitergehen und das noch einfacher herunterbrechen, wie ich das gerne einmal so erkläre. Sagen wir, also das kannst du eigentlich auf... Ich nehme ja mal immer das Beispiel, das den Kunden wirklich betrifft. Keine Ahnung, sagen wir... Schaffst du mit einem Schuhmacher zusammen? Schuhe. Das ist jetzt greifbar für alle. Die schönsten Schuhe nützt dir nichts, wenn du nach 5 Metern... Wunde fürs hast, weil das Innerleben nicht auf dich abgestimmt ist. Oder? Genauso aber umgekehrt. Die bequemsten Schuhe werden die Formate auf lange Sicht nicht glücklich machen. Wenn sie einfach affenhässlich sind. Und du die eigentlich wie schämst, damit zu fuzieren. Und das ist halt das, was mich so gepackt hat. Du hast beide Welten. Du das Kreative, du kannst etwas Interessantes einladen, gestalten. Aber genauso gehst wirklich an die Wurzeln her. Und schaust halt nach, wo stehen wir, wo wollen wir hin, was haben wir für Möglichkeiten, das zu Und Ideen liefern. Genau.

00:24:41: Ja, absolut.

00:25:04: Ja.

00:25:11: Auf jeden Fall, sind alles Menschen, wir sind immer geprägt von unseren Hintergründen und bringen Erfahrungen mit. Und ich meine, nicht nur wir bringen Erfahrungen mit, auch die die Kundinnen, mit denen wir zusammen schaffen, die bringen genauso Erfahrungen mit. Und sich da irgendwie in der Mitte zu treffen und vielleicht auch so bisschen persönlich herauszufinden, was sind denn jetzt die Hintergründe, was sind denn Bilder, mit denen man arbeiten kann? Wo finden wir denn eine Verständnis Ebene? Es ist bei einer Garage Es ist das Thema Auto, wo du irgendwie passende Bilder finden kannst. Es ist im Restaurant einfach die Küche, die Kochi, was auch immer. Also da eine Basis zu finden und miteinander zu reden. Denn all das Theoretische ist kein Hexenwerk. ist ganz viel, es basiert alles immer auf ganz menschlichen Dingen. Einfach miteinander zuhören, füreinander da sein, Klarheit schaffen, Verständnis haben und so weiter. Das ist so bei allem die Basis. ich glaube, darin lernst du ein Leben lang.

00:25:56: Mhm.

00:26:08: in all den Punkten.

00:26:12: Ja, man muss einfach der Mut haben, einfach zu

00:26:18: Schön, dass du es gesagt hast. Hey, danke Devinz dafür. Ich hoffe, das macht Mut.

00:26:20:

00:26:24: Ja, was soll ich sagen? Ich mache jetzt noch einen Call to Action, wenn irgendwer Lust hat, seine Geschichte uns mitteilen, dass man vielleicht ein Ansatz findet, diese Geschichte dann gemeinsam noch weiter rauszutragen, dass deine Marke anfängt zu brennen. Nein, brennen, glühen. Dass sie gesehen wird, gehört wird, verstanden wird. Dann melde ich gerne mit Paul.

00:26:35: Immer gerne.

00:26:54: oder bei mir. Ja, wir würden uns freuen, zu helfen.

00:26:56: Unbedingt, ich liebe Geschichten. Ich glaube aber, Witz, ist der Grund, warum ich das mache, was ich tue. Ich liebe einfach Geschichten, ich finde das so cool. Können wir das ganze Tag irgendwelche Lebensgeschichten anhören. Deswegen, meldet euch. Also, wenn wir was können, zuhören. Fragen stellen können wir auch. Nett sein. Und ich glaube, es schadet nie, die Geschichte mal erzählen zu können. In diesem Sinne, Macht Marke.

00:27:21: Was?

00:27:24: Danke dir, Vince.

00:27:25: Ja, haut rein, bis nächstes Mal. Ciao.

00:27:29: Bis bald, ciao!

00:27:33:

00:27:57:

00:28:08:

00:28:23:

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