Was ist Branding wirklich? (Und warum du auch ohne Logo wirkst …)
Shownotes
🎙 Was dich in dieser Folge erwartet:
Branding ist nicht dein Logo. Branding ist der Eindruck, den du hinterlässt – mit jeder Interaktion.
In dieser allerersten Folge von MACH MAL MARKE steigen Paul & Vinz direkt ein:
Was ist Branding wirklich – und warum reicht gutes Design allein nicht aus?
Das kannst du daraus mitnehmen:
- Branding ist mehr als Design – es umfasst alle Kontaktpunkte.
- Jeder Touchpoint prägt die Wahrnehmung deiner Marke.
- Menschen kaufen nicht bei Marken, sondern bei Menschen.
- Authentizität wirkt nachhaltiger als Angst oder Druck.
- Einheitliche Kommunikation stärkt Vertrauen und Wiedererkennung.
- Klare Angebote erleichtern die Kaufentscheidung.
- Mut zum Ausprobieren ist der schnellste Weg zur Markenentwicklung.
Wenn du mit deiner Marke mehr bewirken willst als hübsch auszusehen: Diese Folge ist dein Startpunkt.
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Vinz: Jawoll. Hallo. Das heutige Thema... Das heutige Thema... Oder die heutige... Ja, auf jeden Fall. Also das heutige Thema oder besser gesagt... Die heutige Aussage, die ich in eine Raumstelle ist... Gutes Branding wirkt, Schlechtes auch. Und ich will eigentlich mehr darauf eingehen. Was heisst das eigentlich?
Paul: Moin. Ey, wir müssen echt am Einstieg arbeiten.
Vinz: Was für Fakten spielen hier mit? Was ist scheissegal? Was ist vielleicht bisschen wichtiger? Ja, hoi Paul, hoi Paul.
Paul: Sehr gut. Schönes Thema, gefällt mir. Du hast bestimmt was vorbereitet dazu. Ich hab nur Lebenserfahrung.
Vinz: Ja, natürlich. Im kurzen roten Faden. Jawohl, ich würde jetzt eigentlich so einfach mal spontan dir die Bühne überlassen und einfach mal fragen, was du unter dieser Aussage In deinen Worten.
Paul: auf den Punkt gebracht, ist doch eigentlich du wirkst so oder so. Egal ob du das ganze bewusst gestaltest oder nicht bewusst gestaltest. Denn selbst wenn wir zwei einkaufen gehen irgendwo, hinterlassen wir einen Eindruck. Je nachdem wie wir gerade drauf sind beim abkassiert werden oder den Laden betreten oder per Zufall irgendjemanden treffen. Ich würde immer sagen, in 90 Prozent der Fällen machst du es dir im Alltag überhaupt nicht bewusst, wie du wirkst. Aber du nimmst das ziemlich bewusst wahr von anderen. In dem, gerade wenn man so einen Austausch auf einem Flur hat oder wie gesagt gerade beim Einkaufen jemanden trifft, dann sehr, schnell spürt, wie die Person gegenüber drauf ist. Aber diese eigene Wirkung hinterfragt man dann manchmal erst im Nachgang. Außer, keine Ahnung, du irgendeinen Splinen oder einen besonderen Tag und hast dich in Schale geworfen, den schicken Sonntagsanzug angezogen, dann denkst immer, das müssten alle Leute sehen, aber es sieht eigentlich niemand. Das ist der andere Punkt. Was ich sagen will, so eine Wirkung hinterlässt du egal, Wann du unterwegs bist, immer. Und egal, ob du dir das bewusst gemacht hast oder nicht, ist diese Wirkung da bei deiner Zielgruppe, die irgendwie mit dir interagiert. Würdest du doch auch so sagen, oder?
Vinz: Mhm. Ja, also... ...vom Grundaussagen oder vom Wort Wirken her unterschreibe ich das voll. Und ich finde es jetzt noch spannend, weil viele denken jetzt vermutlich, wenn es das Wirken geht, immer als erstes an das Design. Und das finde ich halt, oder ja, generell, wir miteinander reden, das ist halt sogar in der Branche selber teilweise so, dass viele sagen, machen Branding. Aber immer nur oberflächlich auf dem Spektrum Design umeinander tanzen. Und das sind natürlich... Ja, das sind natürlich Themen wie... du ein gutes oder ein schlechtes... Was auch immer. Das bedeutet ein Logo oder hast du irgendwelche komischen Farben, die dich fast blind machen. Oder irgendwelche schreckliche Bilder, die überhaupt nichts aussagen oder gar nicht zum Gesamteindruck passen. Genau. Aber jetzt, auf was ich eigentlich raus will...
Paul: Ja, das tut so weh.
Vinz: Was geht's noch?
Paul: Ja, also es ist glaube ich der Teil schon mal nicht, beziehungsweise ist es nur so ein kleiner Teil. ich weiß nicht, ich würde mal sagen, so die Spitze vom Eisberg, die du halt siehst, wenn du irgendwas mit Design machst. Ja.
Vinz: Aber natürlich der erste Eindruck. Das darf man nicht vergessen. Also es ist... Es ist irgendwie so wichtig, aber irgendwie so auch zweitrangig. Ich sage es immer... Ich sage immer so, es ist eigentlich... ...so in der Mitte. Es ist der erste Eindruck, aber generell ist es einfach nur... ...ja, wie soll ich sagen? Der Regenschutz, der einfach darüber ist.
Paul: Ja, bis bald!
Paul: Mmh.
Vinz: Aber was ist ohne drin? Genau.
Paul: Stimme ich dir voll zu. Ich Habe immer ein Problem damit, weil das halt flächendeckend so angewendet wird von wegen Branding ist dann ein geiles Design, Design, das dann immer angekommen wird, dass eine Schrift eine Wirkung hinterlässt und dass es Farbsychologie gibt und du gucken musst, wie das Ganze gestaltet ist, aber das ist es ja gar nicht. Also die Wirkung hinterlässt du ja nicht nur, indem du irgendwo gesehen wirst durch dein Design, sondern die hinterlässt du ja auch, wenn deinen Kunden Support
Vinz: Mhm.
Paul: irgendjemanden gerade hilft, ... die hinterlässt du, wenn Angestellte von dir ... ... zu irgendwelchen Kundinnen nach Hause fahren ... oder was auch immer, wenn du einen Handwerksbetrieb hast, ... wie halt deine Mitarbeiter drauf sind und so weiter. Also jeder Kontaktpunkt, ... den du auf irgendeine Art und Weise hast ... mit deiner Zielgruppe ... ... und sei es irgendwie beim Checkout, ... wenn du deinen Warenkorb ... gerade leeren möchtest ... oder den Kaufabschluss hast ... ... auf einer Internetseite ... und das schlecht funktioniert, dann wirft das genauso ... ... eine Wirkung oder hinterlässt genauso eine Wirkung auf dein Unternehmen ... ... wie dein cooles Logo und deine coole Farbgestaltung.
Vinz: Genau. das wäre jetzt... Du hast jetzt schon so viele Vorgegriffe. Jetzt können wir gerade hören. Nein, sicher. das wäre ja... Das ist ja eigentlich auch das ganze Erlebnis, das man als Kunde hat. Oder generell als Mensch. Du hast jetzt so viele Angebote. könnte jetzt gerade noch anhängen. Das wäre zum Beispiel auch noch das Angebot an sich. Jetzt auf der theoretischen Ebene sicher. So quasi...
Paul: Entschuldigung. Da wird's doch nur eine 6-Minuten-Folge.
Vinz: Bietet man dann überhaupt auch etwas an, was die Leute wollen? Denkt man sich das noch aus? Oder hat man auch einfach mal den Mut gehabt, Kunden zu Oder potenzielle Kunden zu fragen? Das heisst, schon die Angebotsgestaltung. Aber wie dann sagst, da geht es natürlich auch noch in die Umsetzung. Wie wird das... Ja.
Paul: Ja, aber lass kurz bei dem Punkt bleiben, weil das Angebot, ganz oft dadurch entsteht, dass Leute irgendwas Cooles können und in dem Glauben, weil du selber tief in der Materie drin bist, glaubst du halt, die anderen brauchen das genauso, wie du es gerade machst oder anbieten kannst. Und da hast du ja noch nicht einmal den Bedarf bei deiner Zielgruppe abgeklopft, zu gucken, ist das überhaupt relevant für die? Natürlich können wir irgendwie mit Branding alles superschön verpacken. Aber die Frage ist, ist das dann wirklich nicht nur eine schöne Verpackung, sondern hat das auch einen Inhalt? Und das ist ja oft nicht geboten, wenn du dein Produkt nur von dir aus gestaltest. und gestalten im Sinne von, Was ist denn jetzt überhaupt das Produkt, was ist da drin, was machst du, wie sieht das aus? Und deckt das überhaupt ein Bedürfnis?
Vinz: Mh.
Vinz: Genau. Ja, wundern.
Paul: Und dann der nächste Punkt, wenn du das dann einmal definiert hast, auch natürlich im Austausch mit der Zielgruppe, dann musst du immer noch gucken, wie du es verpackst. Und da muss ich gerade an dieses ganze Painpoint Marketing denken, also dass du immer auf die negativen Aspekte deiner Zielgruppe eingehst. Von wegen, Vince, sei mal ehrlich, deine Website, mit der erreichst du keine Kunden. Die sieht schlecht aus, die ist noch nicht Google optimiert. Du verpasst so viele Möglichkeiten hin zum achtstelligen Monatsumsatz. Was ist los mit dir? So du...
Vinz: Ja, ist natürlich...
Vinz: Faktum.
Paul: Du bist schlecht und ich bin gut, weil ich dir helfen kann. Und das ist Painpoint Marketing. Und wir haben irgendwie alle mit dem Gefühl, das fühlt sich nicht gerade gut an.
Vinz: Es ist natürlich auch, wie soll ich sagen, im Verkauf, in der Verkaufspsychologie hast du Gründe, warum man kauft und Gründe, man nicht kauft. Und Angst ist bei beiden dabei. Und Viele nutzt das halt auch extrem aus. Angst und Unsicherheit. Und das ist eben, ja, es wird von vielen gepredigt, ja, du musst Probleme lösen und hin und her und darauf einweisen. Ja eh. Aber ich finde, das kannst du entweder so machen, wie du es jetzt erklärt hast, so quasi, dass du der Wichser bist und extra noch den Finger hinein drückst und die aber quasi wie heraldische Engel darstellt, die jetzt die Hunde und die aus dem Sumpf Scheisse rauszüchten. Oder du kannst einfach auf Augenhöhe kommunizieren. Und dementsprechend aber auch, wie soll ich sagen, das Gegenteil ansprechen. Nicht die Angst an sich, sondern der Wunsch nach Verbesserung. Ich finde, das sind mir, glaube von der Meinung, die positiven Vibes, die du dann damit ausstrahlst oder kommunizierst, was eigentlich auch der zweite Part der Wirkung ist. Das ist einfach einiges sympathischer, nahbarer. Und die Leute haben dich dann ganz anders, ja, in Erinnerung auch.
Paul: Absolut.
Vinz: Schaut mal.
Paul: glaube, das kannst du ja auf alles von dem ganzen Brandingprozess, von so einer Markenentwicklung anwenden. Wie willst du da draußen wirken und ansprechen? Willst du immer auf die Ängste eingehen oder eher aufs Positive? Und ich glaube, da kannst du eine grundlegende Entscheidung treffen, ob du eher menschlich unterwegs sein willst oder diese klassische Business-Schiene fahren möchtest. Und was ich damit meine, ist, dass wir komischerweise immer das Gefühl haben, sobald Unternehmen irgendwas verkauft,
Vinz: Mhm.
Paul: muss das auch so klingen, als würde ein Unternehmen was verkaufen ... ... und wir komplett vergessen, dass in jedem Unternehmen ... ja auch bloß Menschen arbeiten. Und ... ... wenn wir da umdenken ... ... und irgendwie denken, da sind halt überall Menschen ... ... genau darauf, auf den Punkt will ich hinaus ... ... dann kannst du auf einmal menschlich ... argumentieren ... und menschlich vorgehen ... und auch ganz klar sagen, hey ... ... natürlich ist das ein Produkt, das hinterlässt ... irgendwelche Emotionen ... und ... die kann ich bewusst steuern ... und da muss ich nicht auf Angst eingehen ...
Vinz: Ja, und das ist halt ein Grundsatz. Ja, Menschen kaufen vor Menschen.
Paul: sondern da kann ich auf das positive Erfolgserlebnis eingehen beispielsweise. ich eher der Mutmacher oder bin ich der Warner vor dem Bösen, wenn man so will, oder der Angstmacher?
Vinz: Ich finde, fängt es dann auch erst richtig an zu spannend werden. Wenn man auch zum Beispiel ein bisschen wegkommt von dieser Perfektheits-Rolle. Weil das ist eh unnatürlich. Wenn man sich quasi immer als der Beste darstellt, der Marktführer, wir machen alles perfekt und so. Mach es doch mal bisschen menschlicher, sympathischer und sag einfach... Ja, wir sind vielleicht nicht perfekt, aber dafür sind wir die Coolsten oder die lockersten oder mit Leidenschaft dahinter. Und einfach das Ehrliche. Eben noch drüten finde ich halt eben Bereich Kommunikation auch wichtig. Erstens mal was steht irgendwo. Wie ist der Vibe? Aber natürlich eben auch, wenn man wieder beim Angebot oder beim Service ist. Generell, tritt man auf den Kunden gegenüber?
Paul: Ja, mit Leidenschaft
Paul: Hm.
Paul: Mmh.
Paul: Ja.
Vinz: Klarprofessionalität sollte wahr finde ich auch so behindert, wenn irgendwelche Akquise-Coachs immer kommen und sagen, ja du kannst dich direkt duzen und so weiter. Ich habe auch auf meiner Webseite alles mit Per Du. Oder? Aber wenn ich jemandem anrufe oder am Anfang einer Zusammenarbeit, dann ist es einmal per se. das ist auch bisschen ein Respekt.
Paul: Hm.
Paul: Ja, na. Und ich glaube, du musst dieses Thema gar nicht so groß machen. Also ob jetzt nur du oder nur sie, das müssen ja manchmal bei manchem Kopf so eine Entweder-oder-Entscheidung sein. Aber das ist, wie du gerade meintest, das kann auch einfach ein völlig natürliches Bauchgefühl sein. Und auf den Punkt wird mir nämlich auch gerade bewusst, oft in so einem Prozess, wenn wir das mit Kunden ausarbeiten, haben wir immer diese Vorstellung, dass wir vom Wunschzustand, vom Zielzustand aus denken.
Vinz: Da drüben. Ja, genau.
Vinz: Ja.
Paul: Und dann wird immer ganz viel gewünscht von wegen, wie wollen eigentlich so wirken und so soll es darstellen. Und was man schnell vergisst, ist, kannst du es später auch umsetzen. Fühlt sich das dann für dich dann gut an? Oder willst du das vielleicht gerade, weil du das Gefühl hast, du musst es so machen? Oder dein Marktumfeld erwartet das von dir? Und da braucht es ja eigentlich fast eine Therapiestunde, wieder runterzukommen, sagen, so was, wer bist du eigentlich selber?
Vinz: Ja.
Paul: und wie bist du drauf und wie willst du wirken und können wir das irgendwie alles zusammenbringen, statt irgendeine krasse Wunschvorstellung dann auszuarbeiten, die im Endeffekt niemand umsetzen kann.
Vinz: Eigentlich geht es darum, man sollte sich einfach trauen, echt zu Zum, zum... Ja, authentisch zu so kitschig... ...geschissen, wie das jetzt auch klingt. Aber je unnatürlicher, dass man sich gibt, desto verkrampfter und anstrengender wird das mit der Zeit. Und darum haben wir einfach... Also wirklich auf Deutsch gesagt... und f**k drauf bist, so bist du du bist, dann zeugst du auch einfach die richtigen Leute an. Also weisst du, ist ja darum, darum bin ich jetzt eher so ein bisschen in diesem nostalgischen Chapter unterwegs, du dafür einfach mal Scheisse sagen darfst, auf dem Telefon. Und die Leute wissen aber, wie ist das gemeint. Oder? Yeah.
Paul: Das müssen wir rausschneiden.
Paul: Ja. Und damit bist du viel klarer und authentischer unterwegs. Das ist ja auch so ein Trugschluss, dass du für alle aktiv sein musst da draußen und irgendwie alle erreichen musst. Und dadurch wirst du komplett verschwammen. Also dadurch kann dich niemand wahrnehmen. Da bist du irgendwie wie die wie die Standardprodukte im Supermarkt. Wenn jemand sich ein Wasser aussucht und du bist halt das das Coop Wasser von Coop selber produziert, dann hast du keine Aussagekraft.
Vinz: Genau.
Paul: Du musst es auch gar nicht haben. Es gab doch hier dieses eine krasse Wasser, was diesen... Wie hieß denn das?
Vinz: Walser, Rätselnser. Aha. Was? Aha. Ja.
Paul: Nee, ich meine jetzt nicht die Operlinie. Aus Amerika gab es dieses Krasse, was so ein Heavy-Metal-Flair hatte. Und irgendwas mit Hellswater oder so was war das, ich. Wir schneiden das später noch richtig rein. Auf jeden Fall hat das ja komplett polarisiert. Aber für die einen war das ein Wasser, was du niemals trinken könntest. Und für die anderen war es genau das Wasser, was eine Superbegehrlichkeit geweckt hat, für das du auch, keine Ahnung, fünf Stutzes ausgegeben hättest, für eine Flasche Wasser.
Vinz: Genau.
Paul: Und all das ist ja die Wirkung. Die kannst du bewusst, also du darfst auch bewusst provozieren und anecken, weil erst das es dich eigentlich authentisch und menschlich macht. Wir haben ja alle irgendwie Ecken und Kanten.
Vinz: Genau. Ja, also eigentlich geht es oder... Jetzt haben wir auch viele Punkte angesprochen. Das ist natürlich ein rechtes Spektrum. Ja, logisch habe ich noch mehr, aber ich muss sagen, ich glaube, ist... hat gemerkt, worum es geht. Es ist nicht nur das oberflächliche Design oder auch Kommunikation. Es geht halt wirklich den Kern, also alles, das Angebot, nur schon den Service. das Auftreten auch der Mitarbeiter. Wie gehen die
Paul: Du hast doch bestimmt noch mehr, oder?
Vinz: Du hast es schon erwähnt, soll ich sagen, so eine High Class Fashion Star wird teilweise auch ein bisschen von oben herab behandelt. Mit dem Hintergedanken, die Leute ein bisschen zu challengen. Weisst du, dass sie extra noch mehr kaufen. Das sind halt alles so abgestimmte Regeln.
Paul: Mhm.
Vinz: die man innerhalb einer Marke definiert. Und eigentlich, was ich heraus will, was mein Schlusssatz ist, oder du mich dann auch gerne widersprechen oder das noch ausführen, es geht eigentlich ein Gesamtbild von sehr vielen verschiedenen kleinen Elementen. Aber je mehr von diesen Elementen klar definiert sind und die auch umgesetzt und gelebt werden, desto mehr kleinere Schwachstellen darf es auch haben.
Paul: Mmh.
Vinz: Also es gleicht sich wieder aus. Aber hingegen, wenn man sich nur auf etwas fokussiert, den Rest... ...ja, ein vernachlässigt, ist ja logisch, dass es irgendwann in sich zusammenkommt.
Paul: Ja, finde ich gut, würde ich gar nichts ergänzen. Aber ein Punkt ist mir gerade eingefallen, weil du das von diesem Fashion Store erwähnt hast. Der Vorteil, wenn du deine Wirkung definierst, ist ja, dass wenn du mit mehreren Personen auftrittst, also angenommen du hast ein Team von, keine Ahnung, 50 Leuten, dass alle ein ähnliches auftreten haben, in zumindest der Botschaft, die sie transportieren und dem, wie sie die Marke nach außen leben. Und das andere ist, wenn du Geschäfte hast,
Vinz: Mhm.
Paul: einzelne Stores beispielsweise, dann hat es zur Folge, dass du in jedem Store die gleiche Wirkung hinterlässt auf deine Kundschaft. Und die Leute, es perfektioniert haben, sind ja die großen Ketten, die wir kennen. Also ein Ikea ist immer gleich aufgebaut. Jede McDonalds-Filiale hat den gleichen Look and Feel. So, die ist nicht unterschiedlich. Das ist komplett erwartbar und das ist immer die gleiche Wirkung. Falsches Beispiel?
Vinz: Mhm.
Vinz: Aber McDonalds ist ja noch krass hinter den Kulissen. Eine Küche ist ja wirklich auf Effizienz ausgerichtet. Das heisst, Schritt, der jetzt so ein dreckiges Kartonburger durchläuft, ist einfach wirklich logisch in der Küche aufgebaut. Und das haben die einfach perfektioniert. Kann man davon was man will.
Paul: Mhm.
Paul: Mmh.
Paul: Ja, ist ein wichtiger Punkt, weil das auch ... Genau, das ist aber auch die Erwartbarkeit nicht nur deiner Kundschaft gegenüber, sondern auch deinem Team gegenüber. Also da ist irgendwie klar, wenn neue Leute dazukommen in so einen Prozess, dann wissen die genau, was dort passiert. Und ich finde immer, das beste Beispiel ist eigentlich Apple mit den großen Apple Stores, denn die sind alle gleich aufgebaut. Egal in welchem Land du gerade bist, in welcher Stadt du bist, wenn du ein Problem mit deinem Apple Produkt hast, dann ...
Vinz: Genau.
Paul: Weißt du, in welchen Store du kannst und weißt genau, was dort passiert, weil das alles erwartbar ist. Das ist immer die gleiche Wirkung, immer der gleiche Aufbau, immer der gleiche Service. Es ist auch die gleiche Sprache, die dort gesprochen wird mit dir, also der gleiche Stil, der gelebt wird von dem Team. ist, also nenn es ruhig Sekte, aber das ist halt richtig, richtig krass durchgeplant von allem. Und das macht einen Unterschied, weil du dich halt als aus der Kundensicht direkt darauf einstellen kannst. Da kannst du
Vinz: Hm, genau.
Paul: Weißt du halt, wenn ich in diesen Store gehe, passiert das. Dann wird so mit mir umgegangen, dann werde ich so dort behandelt. Dann kann ich das erwarten. ist nichts Unsicheres, sondern das ist planbar. Und dadurch fällt es mir leichter, eine Entscheidung zu treffen. Dadurch weiß ich beispielsweise, dass ich nicht in eine McDonalds-Filiale gehe, weil ich das nicht gut finde. So, und ich kann das aber bei jeder Filiale einzeln sagen, weil die alle gleich sind. Riesen großer Vorteil.
Vinz: Mhm.
Vinz: Genau. Es wäre vielleicht das Thema, wenn man jetzt bisschen spoilern will. Und zwar geht es eigentlich auch auf das hinein, aber eben, diese Wirkung kann man natürlich eben durch Branding gut erreichen. Das heisst, wenn ich jetzt zum Beispiel ein Schreiner bin, oder? Also zum Schreiner auf dem Bau ist eh immer hoher Preisdruck. Aber dann kann man sich auch nur durch gezielte Wirkung komplett abheben und kann so dem Preisdruck einfach entgegenwirken. Aktiv. Und wie man das machen kann, das können wir ja, das will ich gerne noch mal besprechen. Genau. Aber in diesem Sinn würde ich sagen, ja.
Paul: Das wird geheimnisvoll. Sehr gut. Aber ich glaube, was man mitnehmen kann, das ist ja wirklich dieses, wirkst so oder so. Wenn man sich irgendwas werken muss, dann genau das. Und entweder du hinterfragst dich, machst es dir bewusst. Ja, schau doch mal in den Spiegel und dann guckst wie du wirkst.
Vinz: Genau. Ja. Aber dann... ...gebt ihr wenigstens ein bisschen Mühe. Geht noch mal tauschen und... ...und dann ist das auch gut. Oder einfach, wie wir zwei immer sagen... ...einfach machen.
Paul: Ja, das ist, glaub ich, eh das Ende für jede Folge, oder? Einfach machst du dir bewusst und dann mach einfach. Probier's aus. Hey, danke, Devinz.
Vinz: Ja, ich muss sagen. Einfach machen. Easy. In diesem Sinn. Hau rein. Tschüss.
Paul: Ebenfalls. Ciao.
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